Sieben Schlüssel
zu gottgewolltem Erfolg
von Richard F. Ames
Wir kennen alle ehrgeizige Menschen, die Erfolg um jeden Preis anstreben. Und wir kennen auch Menschen, die sich selbst als Versager sehen, die ständig kurz davor stehen, aufzugeben, und die überzeugt sind, niemals erfolgreich sein zu können. Aber was ist echter Erfolg? Es gibt einen Standard für gottgewollten Erfolg, der in der Bibel beschrieben ist – und es gibt erwiesenermaßen funktionierende Prinzipien, die uns helfen können, erfolgreich zu sein. Herbert W. Armstrong hat einmal diese Prinzipien als die „Sieben Gesetze des Erfolgs" beschrieben. Richtig angewandt können diese wichtigen Prinzipien Christen helfen, echten Erfolg im Leben zu finden. Ja, Sie können den Erfolg erzielen, den Gott für Sie möchte!
Die Bibel gibt uns wertvolle Einsichten, was den Wunsch der Menschen nach Geld und Reichtum betrifft. König Salomo, ein Mann, dem Gott große Weisheit verliehen hat, besaß alles, was ein Mensch sich wünschen konnte, doch er sprach folgende Warnung aus: „Bemühe dich nicht, reich zu werden; da spare deine Klugheit! Du richtest deine Augen auf Reichtum, und er ist nicht mehr da; denn er macht sich Flügel wie ein Adler und fliegt gen Himmel" (Sprüche 23, 4-5).
König Salomo hatte sich bemüht, das Leben „in vollen Zügen" zu genießen. Doch er bewahrte sich die Weisheit, die Folgen dessen zu betrachten, was er getan hatte. Und was waren diese Folgen? „Und alles, was meine Augen wünschten, das gab ich ihnen und verwehrte meinem Herzen keine Freude, sodass es fröhlich war von aller meiner Mühe; und das war mein Teil von aller meiner Mühe. Als ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand getan hatte, und die Mühe, die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und Haschen nach Wind und kein Gewinn unter der Sonne" (Prediger 2, 10-11). Mit anderen Worten: All seine Besitztümer und Vergnügungen waren letztlich nichtig, weil sie keinen dauerhaften Wert hervorbrachten!
Manche suchen den Erfolg durch Status, Macht und Positionen anstatt durch Reichtum. Sind diese aber der wahre Maßstab für Erfolg? Die Mutter von Jakobus und Johannes, den Jüngern Jesu, kam zu diesem mit einer Bitte: „Sie sprach zu ihm: Lass diese meine beiden Söhne sitzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten und den andern zu deiner Linken. 22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisst nicht, was ihr bittet" (Matthäus 20, 21-22). Dann erklärte er ihnen, dass diese Positionen denen zustehen, „für die es bestimmt ist von meinem Vater".
Erfolg durch Dienen
Jesus gab ihnen dann einen wichtigen Schlüssel für wahren Erfolg, eine Sichtweise, die im genauen Gegensatz zu der Arroganz und Eitelkeit der Herrscher steht, die sich daran erfreuen, über andere bestimmen zu können. „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele" (Matthäus 20, 25-28).
Der Größte ist derjenige, der ein wahrer Diener ist – jemand, der sich wirklich um andere kümmert und ihnen hilft! Beachten Sie, dass der Sohn Gottes, Jesus von Nazareth, kleine Kinder auf den Arm nahm. Er beugte sich vor, um seinen Jüngern die Füße zu waschen. Wenn Sie sich Gedanken über die Passahzeremonie machen, denken Sie über die Fußwaschung nach, die in Johannes 13 beschrieben ist. Letztlich gab Jesus sogar sein Leben für uns alle, als unser Passahlamm! Wie der Apostel Paulus schrieb: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren" (Römer 5, 8).
Jesu‘ beständiges Vorbild war es, zu dienen, zu opfern und zu lieben. „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind" (Römer 5,10).
Welche Position wir auch immer in diesem Leben innehaben, wir müssen sie nutzen, um anderen zu helfen. Einer der Maßstäbe für wahren Erfolg ist es, in welchem Maß wir bereit sind, den Menschen um uns herum in göttlicher weise zu dienen. Die falsche Art von Erfolg beruht auf dem Prinzip des Nehmens, der standardmäßigen Einstellung des Menschen – also der Grundeinstellung der menschlichen Wesensart. Im Gegensatz dazu basiert wahrer Erfolg auf dem Prinzip des Gebens.
Erfolg durch Wissen?
Können wir Erfolg finden, indem wir nach Erkenntnis streben? Sicherlich, Gott will, dass wir unseren Verstand gebrauchen, um göttliche Werte lernen und wahre Erkenntnis erhalten. Aber nur wenn wir echte Demut praktizieren, können wir vermeiden, dass materielles Wissen zu intellektueller Eitelkeit führt – zu Gefühlen der Überheblichkeit und Arroganz. Erkenntnis bläht auf, wie der Apostel Paulus schrieb (1. Korinther 8, 1). Ohne Gott sind Bildung und Wissen nicht viel mehr als Eitelkeit. Wie Paulus auch schrieb: „Niemand betrüge sich selbst. Wer unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott. Denn es steht geschrieben: ‚Die Weisen fängt er in ihrer Klugheit‘, und wiederum: ‚Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind‘" (1. Korinther 3, 18-20).
Fragen Sie sich selbst: Wie oft haben Sie sogenannte „Experten" der Geschichte und Theologie im Fernsehen erlebt, die ihre „Expertise" dazu gebraucht haben, die klare Wahrheit der Bibel zu verdrehen und zu verfälschen? Wie oft haben Sie gesehen, wie die „Unterhaltungsindustrie" Gottes Gesetze und das Opfer Jesu Christi ins Lächerliche gezogen hat? Die „Weisheit dieser Welt" ist tatsächlich „Torheit bei Gott".
Können wir Erfolg finden, indem wir nach physischen Vergnügungen streben? König Salomo, der „alles ausprobiert" hatte, kam zu der Schlussfolgerung: „Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will Wohlleben und gute Tage haben! Aber siehe, das war auch eitel" (Prediger 2, 1).
Die heutige Gesellschaft verspricht Spaß durch sexuelle Freizügigkeit, Drogenkonsum, Alkoholkonsum und beinahe jede erdenkliche Form der Stimulation. Der Apostel Johannes fasste es so zusammen: „Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters. Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit" (1. Johannes 2, 15-17).
Milliarden von Menschen wurden durch sexuelle Versuchungen verführt. Sie säen auf ihr Fleisch und ernten vom Fleisch das Verderben (Galater 6, 8). Doch Gott will, dass die Menschen Sexualität in der Ehe genießen; er will, dass wir uns am Leben in jeder Hinsicht erfreuen, allerdings im Rahmen seiner Gesetze und Vorgaben.
König Salomo kam nach seinen Experimenten zu dieser Schlussfolgerung: „Und über dem allen, mein Sohn, lass dich warnen; denn des vielen Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde. Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse" (Prediger 12, 12-14).
Sieben Gesetze zum Erfolg
Wenn wir einmal verstanden haben, was Erfolg ist – und was nicht – brauchen wir immer noch einen Plan, wie wir ihn erlangen. Herr Herbert W. Armstrong hat genau dies einmal getan, indem er zusammentrug, was er die „Sieben Gesetze zum Erfolg" nannte – eine Serie von Schritten oder Richtlinien, um im Rahmen eines biblisch-christlichen Lebens Erfolg zu erzielen. Wenn wir nun diese Gesetze besprechen, überlegen Sie sich, wie Sie diese in Ihrem eigenen Leben anwenden könnten.
Gesetz 1: Das richtige Ziel setzen
Erfolgreiche Menschen wissen, dass man sich Ziele setzen muss, wenn man irgendetwas von Wert erreichen will. Wenn wir nicht wissen, wohin wir gehen wollen, werden wir auch nie dort ankommen!
Vielleicht stehen Sie kurz davor, einen Schulabschluss zu machen und haben eine bestimmte Karriere ins Auge gefasst? Oder vielleicht denken Sie über einen beruflichen Wechsel nach? Lernen Sie alles, was Sie können, über den Beruf, den Sie im Sinn haben. Und bitten Sie Gott, Sie zu leiten. Erinnern Sie sich an Jesu wunderbare Verheißung: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan" (Matthäus 7, 7-8).
Denken Sie daran: Welche kurzfristigen Ziele wir auch verfolgen mögen – sie müssen immer im Einklang mit dem langfristigen und höchsten Ziel stehen. Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass sie sich nicht um Essen und Kleidung Sorgen machen sollten. Er sagte, dass er ebenso, wie er für das Essen der Vögel im Himmel sorgt, auch für seine Kinder sorgen würde. Sein Punkt war, dass all die Notwendigkeiten des Lebens, über die wir uns so oft Sorgen machen, hinter dem wichtigsten Ziel zurückstehen sollten. Jesus drückte es so aus: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen" (Matthäus 6, 33).
Um erfolgreich zu sein, müssen wir uns das richtige Ziel setzen. Das höchste Ziel für einen Christen ist das Reich Gottes. Unsere kleineren Ziele im Leben müssen uns auf dieses höchste Ziel vorbereiten, wenn wir wirklich Erfolg erzielen wollen – in diesem Leben und für alle Ewigkeit!
Gesetz 2: Ausbildung und Vorbereitung
Welches Wissen müssen Sie sich aneignen, um Ihr Ziel zu erreichen? Welche Vorbereitungen müssen Sie treffen? Wenn Sie einen Beruf als Handwerker wählen, müssen Sie als Lehrling arbeiten, bevor Sie ein Geselle sein können. Viele Berufe in der heutigen Zeit erfordern auch ein Studium, wenn nicht sogar einen akademischen Titel. Mehr als jemals zuvor müssen wir ständig unser Wissen erweitern, um mit unserem Ziel mithalten zu können. Wie Gott dem Propheten Daniel im Bezug auf die Endzeit sagte: „Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren" (Daniel 12, 4; rev. Elberfelder Bibel).
Wir sollten nie aufhören zu lernen. Aber wir müssen dafür sorgen, dass wir uns echtes Wissen aneignen, nicht eine Scheinbildung. Die Bibel erklärt uns, dass echte Bildung mit einer Einstellung der Achtung und Ehrfurcht Gott gegenüber beginnt, sowie mit der Anerkennung, dass Gott die Quelle der Weisheit und Wahrheit ist. „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht" (Sprüche 1, 7).
Eine ähnliche Anweisung finden wir in Sprüche 9, 10: „Der Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand".
Wahre Christen wenden das zweite Gesetz zum Erfolg an, indem sie sich auf das kommende Reich Gottes vorbereiten. Bereiten Sie sich darauf vor? Wachsen Sie an Gnade und Erkenntnis Jesu Christi (2. Petrus 3, 18)? Um das Ziel zu erreichen, das Sie sich gesetzt haben, müssen Sie sich ausbilden und vorbereiten, physisch und auch geistlich.
Gesetz 3: Die Gesundheit erhalten
Wie gesund sind Sie? Haben Sie genügend Energie und Ausdauer, um harte Arbeit durchzustehen? Sind Sie gesund genug, um Ihr Ziel zu erreichen? Heutzutage kann sogar unser Umfeld unserer Gesundheit schaden. Wir müssen im 21. Jahrhundert mit Umweltverschmutzung leben. Wir haben unsere Luft verpestet, unser Wasser verschmutzt und unsere Nahrung verunreinigt. Es könnte schwer sein, unbelastete Nahrung und sauberes Trinkwasser zu finden, aber wir sollten es nach Kräften versuchen. Vielleicht können Sie in Erwägung ziehen, ein eigenes Gemüsebeet anzulegen. Eine andauernde Ernährung durch Fast-Food und fettreiche sowie stark zuckerhaltige Nahrungsmittel ist nicht die Ernährung, die Gott für den Menschen vorgesehen hat.
Zusätzlich zu einer guten Ernährung ist auch regelmäßige körperliche Aktivität wichtig. Der Apostel Paulus sagte zu dem Evangelisten Timotheus: „Denn die leibliche Übung ist wenig nütze; aber die Frömmigkeit ist zu allen Dingen nütze und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens" (1. Timotheus 4, 8). Natürlich betont die Bibel die Priorität der geistlichen Dimension in unserem Leben – aber wir haben auch die Verantwortung, Gott in unserem Leib zu ehren, wie auch in unserem Geist (1. Korinther 6, 20). Weitere Prinzipien guter Gesundheit schließen ein, dass man eine positive Einstellung und innere Ruhe bewahrt und dass man Unfälle zu vermeiden versucht. Sie können effektiver und effizienter arbeiten, wenn Sie sich eine gute physische Fitness erhalten.
Dennoch müssen wir auch unsere Grenzen kennen und nur das Beste innerhalb dieser Grenzen tun. Wegen physischer Einschränkungen kann es sein, dass wir akzeptieren müssen, dass andere – mit anderen Stärken und Schwächen – auf eine Weise wirken können, wie wir es nicht können. Aber wir können zuversichtlich sein, dass Gott Wege eröffnet, wie wir ihm und unseren Nächsten wirksam und nachhaltig dienen können, unabhängig davon, wie unsere persönlichen Umstände sind.
Gesetz 4: Sich anspornen
Herr Herbert W. Armstrong nannte dies ein Gesetz von übergeordneter Bedeutung. Er schrieb: „Sie werden stets feststellen, dass der Generaldirektor jeder wachsenden, erfolgreichen Organisation voller Schwung und Energie steckt. Er spornt sich selbst unentwegt an. Er bringt nicht nur sich selbst in Schwung, sondern reißt auch die ihm Unterstellten mit, die sonst oft langsam und nachlässig würden" (Die Sieben Gesetze zum Erfolg, 1969, Seite 51).
Ja, wir müssen uns selbst anspornen, um voranzukommen. Die Bibel gibt dazu ein anschauliches Beispiel: „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh an ihr Tun und lerne von ihr! Wenn sie auch keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, so bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. Wie lange liegst du, Fauler! Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Ja, schlafe noch ein wenig, schlummre ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, dass du schläfst, so wird dich die Armut übereilen wie ein Räuber und der Mangel wie ein gewappneter Mann" (Sprüche 6, 6-11).
Ausreichend Ruhe ist wichtig, aber Gott warnt auch davor, nachlässig und faul zu werden! Die Ameise bewegt in diesem Beispiel kleinste Mengen von Nahrung oder Sand aufs Mal, und erreicht durch eine beständige Anstrengung über einen langen Zeitraum sehr viel. Wir alle brauchen ein Ziel, einen Ansporn, etwas, worauf wir hinarbeiten. Und wir müssen uns disziplinieren, um wirkungsvoll zu arbeiten.
Gesetz 5: Erfinderisch sein
Herr Armstrong nannte dies das „Gesetz für den Notfall". Vielleicht sieht der Weg zu Ihrer geplanten Karriere oder Ihrem Ziel geradlinig und frei aus. Aber das Leben bringt oft unerwartete Hindernisse mit sich. Es könnte sein, dass Sie sich plötzlich finanziellen Problemen gegenübersehen, oder einem gesundheitlichen Notfall. Wie würden Sie reagieren?
Was Sie auch tun, achten Sie immer darauf, alternative Optionen zu ergründen. Welche Ressourcen sind verfügbar? Welche Institutionen oder Personen könnten Ihnen weiterhelfen? Natürlich ist der erste Schritt bei jedem ernsthaften Notfall, um Gottes Hilfe zu bitten. Denken Sie an die Zeit, als Jesus auf dem Wasser laufend auf seine Jünger zukam. Der Apostel Petrus wollte auch auf dem Wasser laufen, um ihm entgegenzugehen. Also sagte Jesus zu Petrus: „Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir!" (Matthäus 14, 29-30).
Wenn wir in Schwierigkeiten stecken, geraten wir manchmal in Panik und übersehen oft das offensichtliche. In diesem Fall rief Petrus schnell um Hilfe. Was hat Jesus dann getan? „Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?" (Matthäus 14, 31).
Bitten Sie Gott, Sie aus der Notlage zu befreien. Sorgen Sie aber dafür, dass Sie Ihren Teil tun und alle verfügbaren Ressourcen nutzen. Geben Sie niemals einfach auf, ohne es zu versuchen. Bitten Sie um weisen Rat. „Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät; wo aber viele Ratgeber sind, gelingen sie" (Sprüche 15, 22).
Gesetz 6: Beharrlichkeit im Hinblick auf das Ziel
Seien Sie immer beharrlich und ausdauernd. Während des Zweiten Weltkriegs, als die Zukunft für Großbritannien schlecht aussah, inspirierte Premierminister Winston Churchill seine Zuhörer dazu, durchzuhalten. Er sagte folgendes zu den Studenten an der Harrow School am 29. Oktober 1941: „Sicherlich ist das die Lehre aus diesen zehn Monaten: Geben Sie niemals auf, geben Sie niemals auf, niemals, niemals, niemals, niemals – in keiner Angelegenheit, sei sie groß oder klein, bedeutend oder nebensächlich – geben Sie niemals nach, außer wenn es Ihnen Ihre Überzeugung und Ehre oder Ihre Vernunft sagt. Beugen Sie sich niemals der Gewalt; beugen Sie sich niemals der scheinbar überwältigenden Macht des Feindes. Vor einem Jahr standen wir ganz alleine da, und für viele Länder hatte es den Anschein, als sei unsere Sache verloren, wir wären erledigt".
Diejenigen, die auf Gottes Berufung reagieren, befinden sich in einem geistlichen Wettkampf, in dem es auszuharren gilt. Hebräer 11 wird oft das „Glaubenskapitel" genannt. Es beschreibt erfolgreiche Männer und Frauen des Glaubens. Kapitel 12 ermutigt uns, uns an ihr Vorbild zu erinnern und uns auf das letztliche Ziel zu freuen. „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes" Hebräer 12, 1-2).
Wenden Sie das sechste Gesetz zum Erfolg an. Laufen Sie in dem Wettkampf mit Geduld, oder wie es die Schlachter-Übersetzung sagt, mit „Ausdauer". Geben Sie niemals auf! Laufen Sie im Wettkampf des Lebens und halten Sie durch.
Gesetz 7: Gottes beständige Führung suchen
Um die ersten sechs Gesetze erfolgreich zu praktizieren, brauchen wir das entscheidende siebte Gesetz. Wir müssen Gottes beständige Führung suchen. Milliarden von Menschen dürften manche der ersten sechs Gesetze zu einem gewissen Grad anwenden. Aber ohne die Suche nach Gottes beständiger Führung sind ihre Bemühungen nichts weiter als Eitelkeit – Anstrengungen ohne dauerhaften Wert.
Sie mögen sich fragen: „Wie kann ich Gottes beständige Führung bekommen?" Die Antwort ist, dass Sie, wenn Gott Sie zu einem Verständnis seiner Wahrheit beruft, antworten und ihn suchen müssen. Wenn Sie die Bibel lesen, werden Sie viele unbezahlbare Verheißungen finden. Jesaja ermahnt uns: „Suchet den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung" (Jesaja 55, 6-7).
Je mehr Sie sich Gott im Gebet nähern – je mehr Sie Ihre gesamte Lebensweise immer weiter dahingehend ändern, dass Sie Gottes Wegen echten Erfolgs nachfolgen – umso mehr wird er Sie durch den Erlöser der Welt, Jesus Christus, unterstützen. Gott hat verhießen, dass er immer barmherzig mit Ihnen umgeht – und er wird Ihnen vergeben, wenn Sie bereuen und ihn suchen.
Gott gibt uns viele Verheißungen seiner beständigen und liebevollen Leitung. Zum Beispiel: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen" (Sprüche 3, 5-6). Ja, Gott verheißt, dass er unsere Wege führen wird und dass er uns durchs Leben führt, damit wir unser Potenzial als Menschen und den Zweck unseres Daseins erfüllen können. Wenn Sie an einen Kreuzungspunkt in Ihrem Leben gelangen und eine Entscheidung treffen müssen, beten Sie und bitten Sie Gott, dass sein Wille in Ihrem Leben geschehe. Jesus verhieß jedem von uns: „Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen" (Hebräer 13, 5).
Können Sie wirklich Erfolg haben?
Wie wir bereits gesehen haben, ist das höchste Ziel für einen erfolgreichen Christen das Reich Gottes! Wie Jesus in Matthäus 6, 33 sagte: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen". Jeder Erfolg, den sich ein Christ in diesem Leben wünscht, muss im Einklang mit diesem höchsten Ziel stehen.
Wahrer Erfolg hat seinen Preis – aber nicht die Art von „Preis", den viele erwarten würden. Wie Herr Armstrong schrieb: „Sie können ihn nicht für Geld erwerben. Er kommt kostenlos zu Ihnen – unentgeltlich – ohne Preis! Es gibt allerdings einen Preis – Ihre persönliche Anwendung dieser bestimmten Gesetze! Es wird nicht dafür garantiert, dass dies der Weg ‚ohne besondere Anstrengung‘ sein wird. Jedoch ist er garantiert der einzige Weg zu wahrem Erfolg!" (Die Sieben Gesetze zum Erfolg, 1969, Seite 9).
Können Sie wirklich Erfolg haben? Wie der Apostel Paulus in Philipper 4, 13 erklärte: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht". Die Bibel offenbart die unsichtbaren, unveränderlichen Gesetze des Lebens. Wenn wir im Einklang mit diesen Prinzipien und Anweisungen leben, werden wir gesegnet. Tatsächlich sehen wir in der Bibel vom Anfang bis zum Ende, dass Gehorsam gegenüber Gottes Lebensweise Segnungen bringt, während Ungehorsam gegenüber Gottes Lebensweise Flüche nach sich zieht. Die weltlichen Kriterien für Erfolg – Besitz, Macht, Position und Vergnügungen – bringen lediglich Schmerzen, Leiden, Versagen und einen frühen Tod mit sich. Diejenigen, die Erfolg damit gleichsetzen, dass man „vorankommt", andere übertrumpft und sich selbstsüchtigen Vergnügungen hingibt, werden nicht nur anderen Schaden zufügen, sondern letztlich auch sich selbst. Wahrer Erfolg kommt einzig durch den Erlöser der Welt, der uns lehrte, unsere Feinde zu lieben, unser Leben für andere hinzugeben und nach einem jeden Wort Gottes zu leben. Wenn wir dies durch die Macht des heiligen Geistes tun, können wir ein wirklich glückliches, produktives und erfolgreiches Leben führen, denn dann werden wir anderen helfen, in die Familie Gottes und in das Reich Gottes zu gelangen.
Wenden Sie also alle sieben Gesetze zum Erfolg an. Wenn Sie dies tun, werden Sie das erfüllte Leben finden, das Jesus verheißen hat: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen." (Johannes 10, 10).
Wer ist schuld?
von Dibar K. Apartian
„Wessen Schuld ist es?", fragen wir oft, wenn wir uns ernsthaften Problemen oder großen Schwierigkeiten gegenübersehen.
Wer ist tatsächlich schuld, wenn wir einen Unfall haben oder krank werden? Wessen Schuld ist es, wenn wir uns einsam und deprimiert fühlen, finanzielle Probleme haben oder arbeitslos sind? Das Leben steckt voller Überraschungen und scheinbar unerklärlicher Ereignisse, die uns dazu veranlassen können, zu fragen: „ Wer ist daran schuld?"
Adam und Eva
Wenn wir ehrlich sind, müssen wir es zugeben – oftmals beschuldigen wir andere, wenn wir uns in einer schwierigen Situation befinden? Gewöhnlich trägt ein anderer die Schuld, aber nicht wir. Diese menschliche Schwäche begann mit dem ersten Menschenpaar. Adam und Eva waren Gott ungehorsam und wurden aus dem Garten Eden ausgestoßen. Aber bevor sie herausgeworfen wurden, beschuldigten sie noch jemand anderen für ihren Ungehorsam – und letztendlich beschuldigten sie Gott, ihren Schöpfer (1. Mose 3, 12-13). Ihr erster Sohn, Kain, versuchte ebenfalls, sich zu rechtfertigen, nachdem er seinen jüngeren Bruder Abel getötet hatte (1. Mose 4, 9).
Die menschliche Natur hat sich seither nicht geändert. Wir erfinden nicht nur Ausreden, sondern suchen auch nach Gründen, anderen die Schuld zuzuschieben. Es fällt uns nicht schwer, Erklärungen zu erfinden, die uns von aller Verantwortung freisprechen, anstatt die eigene Verantwortlichkeit zuzugeben, weil die fleischliche Gesinnung selbstsüchtig und egoistisch ist (vgl. Römer 8, 7). Wir verteidigen unsere Position und rechtfertigen unsere Gefühle, die wir für gerechtfertigter halten als die anderer Menschen. Die meisten von uns haben diese Tendenz.
Ein Mann, der sich über seine Frau beklagte, erzählte mir einmal: „Sie versteht mich nie. Sie hat ihre eigenen Vorstellungen und Wege, die Dinge zu tun". Die meisten verheirateten Paare kennen diese Worte der Selbstrechtfertigung. Wir alle haben unterschiedliche Persönlichkeiten – unterschiedliche Empfindsamkeiten. Doch wir müssen alle einander verstehen, tolerieren und vor allem vergeben. Dies ist von zentraler Bedeutung für eine glückliche Ehe.
Manche Menschen haben finanziell Erfolg gehabt, sind aber leider in ihren Familienbeziehungen kläglich gescheitert. Der Milliardär J. Paul Getty erklärte zum Beispiel einmal, dass er gerne sein ganzes Vermögen für nur eine dauerhafte, erfolgreiche Ehe geben würde. Stattdessen hätte er sich auch fragen können: „Wer ist schuld?"
Diese quälende Frage steht im Zentrum unserer Probleme. Auf gewisse Weise schaffen wir uns oftmals Umstände, die uns davon abhalten, ein erfolgreiches Leben zu führen. Wir beharren darauf, die Dinge auf unsere Weise zu tun, anstatt auf den Rat zu hören, den wir bekommen. Und dann, wenn die Bedrängnisse uns einholen, tendieren wir dazu, andere zu beschuldigen, statt uns selbst zu prüfen.
Der unnütze Knecht
Sich mit anderen zu vergleichen ist nicht nur falsch, sondern auch irreführend. Der Apostel Paulus schrieb: „weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts" (2. Korinther 10, 12). Uns allen sind unterschiedliche Talente und Fähigkeiten gegeben. Gott hat uns dazu berufen, um uns weiterzuentwickeln, zu wachsen, die Talente zu gebrauchen, die er uns gegeben hat – und nicht um zu versuchen, die Stelle eines anderen auszufüllen. Sie mögen Ihre Talente als „bedeutungslos" ansehen und annehmen, dass Sie erfolgreicher wären, wenn Sie nur auch die Fähigkeiten einer anderen Person hätten. Aber solche Folgerungen sind irreführend.
Im Lukasevangelium lesen wir das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden, in dem Christus seinen Plan offenbart, seinen Dienern einen Lohn in dem Maß zu geben, wie sie seinen Anweisungen nachkommen. Macht aber Christus die Dinge für manche „einfacher" und für andere „schwerer"? Keineswegs! Im Matthäusevangelium zeigt das Gleichnis von den anvertrauten Zentnern (Matthäus 25, 14-30) eine grundlegende und ermutigende Wahrheit, die uns helfen dürfte, mit Prüfungen und Rückschlägen umzugehen. Christus erklärt uns, dass Gott immer gut und fair ist, und dass er nie mehr von uns erwartet, als wir zu geben fähig sind – und dass es sein Wille ist, uns in sein Reich kommen zu sehen.
In diesem Gleichnis wird Christus als ein Mann dargestellt, der „außer Landes ging" (Vers 14). Er zeigt uns den Weg zum Erfolg und zum ewigen Leben. Und er verteilt uns seine „Güter". Er gab uns seine Zentner, „dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit" (Vers 15). Beachten Sie diese kurze aber entscheidende Aussage: „jedem nach seiner Tüchtigkeit". Jeder erhielt eine Menge, die seinen eigenen Fähigkeiten entsprach, nicht den Fähigkeiten eines anderen. Folglich würde Gott, wenn Sie jemand anderes wären anstatt Sie selbst, von Ihnen auch nicht das erwarten, was er erwartet. Gott hat einen speziellen Plan, wie er mit Ihnen arbeitet.
Der Knecht, der fünf Zentner erhielt, bemühte sich, einen guten Ertrag zu erzielen (Vers 16). Wir lesen nicht, dass von ihm erwartet worden wäre, 20 oder 50 Zentner zu erzielen – Christus war damit zufrieden, dass er seine fünf Zentner verdoppelte. Dieser Knecht war sorgfältig und arbeitete hart; er schätzte die fünf Zentner, die er erhalten hatte. Er verglich sich nicht mit anderen und suchte auch nicht nach Ausreden. Er produzierte, was er konnte und tat, was von ihm erwartet wurde.
Ebenso tat der Knecht, der zwei Zentner erhalten hatte, sein Bestes (Vers 17). Er produzierte nicht fünf zusätzliche Zentner wie der erste Mann; vielmehr gewann er nur zwei hinzu. Aber wie der andere Knecht verdoppelte er, was ihm anvertraut worden war, wie es sein Herr erwartete. Seine Anstrengung war genug, um Christus zu gefallen.
Erfüllte Erwartungen?
Die ersten beiden Knechte erfüllten die Erwartungen ihres Herrn. Als sie mit ihren Zentnern arbeiteten, hielten sie nicht inne, um sich zu fragen, „wer ist schuld?". Und beachten Sie: Christus gab beiden denselben Lohn (Verse 21-23). Er sagte zu beiden: „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude". Verstehen Sie, was es bedeutet, zu des „Herrn Freude" hineinzugehen? Hier geht es um die Gabe des ewigen Lebens. Tatsächlich ist des Herrn Freude das Reich Gottes, in das wir – Sie und ich – gelangen werden, wenn wir unseren Teil tun, wenn wir die Früchte hervorbringen, die Christus von uns erwartet, wenn wir täglich wachsen an seiner Gnade und Erkenntnis.
Was den dritten Knecht betrifft, der einen Zentner bekommen hatte, so brachte er damit überhaupt nichts hervor. Er „ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn" (Vers 18). Seltsam! Was war seine Überlegung? Wenn Sie seine Einstellung untersuchen, verstehen Sie die Antwort auf die Frage, „wer ist schuld?". Er suchte nach Argumenten, um eine Ausrede zu haben und sich dafür rechtfertigen zu können, dass er sich nicht einmal bemühte, Erträge zu erzielen. Und ebenso verhält es sich mit vielen Menschen heute, sogar mit manchen in Gottes Kirche. So verhalten sich auch diejenigen, die eine Begründung dafür geben wollen, warum sie nicht der Wahrheit gemäß handeln. Sie erkennen noch nicht einmal, dass Gott ihnen helfen möchte. Die Ausreden, die sie für ihren Mangel an Handlungswillen vorbringen, sind so haltlos wie die des unnützen Knechts, der gesagt hat: „Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast; 25 und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine" (Verse 24-25).
Welch unsinnige und ungerechtfertigte Erklärung! Und dennoch: Hätte dieser Knecht wirklich das geglaubt, was er erklärte, so hätte er umso mehr Eifer darauf verwenden müssen, um hart zu arbeiten und einen Ertrag zu erzielen! Er hätte also besser seine bösen Gedanken verworfen und stattdessen hart gearbeitet.
Wenn Sie den wahren Gott und seine aufrichtige Liebe für Sie kennen, werden Sie nie so denken oder argumentieren, wie dieser unnütze Knecht, auch nicht in Zeiten der Not, Prüfungen, Rückschläge oder des Misserfolgs. Sie werden nie fragen müssen: „Wer ist schuld?" Auf der anderen Seite, wenn Sie die Einstellung eines unnützen Knechts haben, wird die Frage „wer ist schuld?" ständig auf Ihren Lippen sein. Letztlich werden Sie aber dann Christi Urteil hören: „Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen. Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern" (Verse 26-30).
Wenn Sie über dieses Gleichnis nachdenken, werden Sie erkennen, dass Ihr Erfolg davon abhängt, was Sie mit Ihren Talenten machen. Er hängt davon ab, welche Entscheidungen Sie selbst treffen, welche Anstrengungen Sie selbst unternehmen. Er hängt nicht davon ab, dass Sie sich mit anderen vergleichen – sondern mit Christus. Wenn Sie jemand anderes wären, könnten Sie nicht einmal in Gottes Reich gelangen. Jedes Mal, wenn Sie geneigt sind, zu fragen, „wer ist schuld?", fragen Sie sich lieber: „Was würde Jesus tun? Was hätte er an meiner Stelle getan?" Das ist es, worauf es wirklich ankommt. Suchen Sie also nicht nach Ausreden – und versuchen Sie nicht, sich zu rechtfertigen!
Israel
Gott erwählte das Volk Israel im Altertum, um sein Volk zu sein und er lehrte es den Weg zu dauerhaftem Glück. Als die Israeliten in Ägypten versklavt waren, flehten sie Gott an, sie zu erretten (2. Mose 2, 23-25). Gott antwortete ihnen und gab ihnen zahlreiche Verheißungen für Schutz, Wohlstand und Gesundheit, wenn sie seinen Gesetzen gehorchen würden. Aber er warnte sie auch davor, ungehorsam zu sein (5. Mose 8, 1.11.14-17).
Dennoch wandte sich Israel von Gott ab, wie bereits zuvor Adam und Eva. Als sich die Rückkehr Moses vom Berg Sinai verzögerte, wo er den getroffen hatte, der später Christus war, wandte sich Israel schnell heidnischen Götzen zu (2. Mose 32, 1-2.4). Das Volk vertraute Gott und seinem Wort nicht. Die Israeliten hielten ihr Versprechen nicht. Gott musste eingreifen und Mose sagen, dass er vom Berg heruntergehen sollte, um Zeuge der Gräueltaten des Volks zu werden (Verse 7-8). Mose setzte sich für die Israeliten ein (Verse 31-32). Gott hörte auf das Flehen Moses und vergab ihnen. Er wiederholte seine Verheißungen und ebenso die Warnungen an sein Volk. In vielen Situationen errettete er sie von ihren Feinden und vergab ihnen immer wieder. Gott warnte die Israeliten vor den Konsequenzen, als sie sich einen König wünschten, aber sie missachteten diese Warnungen (1. Samuel 8, 5-7. 11-22). Trotz ihres Versprechens, Gott gehorsam zu sein, wandten sie sich immer wieder von ihm ab.
Also stellen wir uns noch einmal die Frage: Wer war daran schuld, als sie litten? Wer war daran schuld, wenn sie ihrem Schöpfer den Rücken zukehrten und das ernteten, was sie gesät hatten? Wer ist schuld, wenn ihre Nachkommen von heute weiterhin leiden?
Eine verführte Welt
Wir leben in einer Welt, die von Satan dem Teufel verführt worden ist. Und wir können bestätigen, welche Folgen der Einfluss des Satans um uns herum hat. Doch wir verstehen auch, dass der Satan nichts ohne Gottes Erlaubnis und Wissen tun kann. Als Teil seines Meisterplans hat unser Schöpfer zugelassen, dass der Satan die meisten Menschen in unserer Zeit „verblendet" hat. Enthebt dies aber die Menschen von ihrer Verantwortung, sodass es eigentlich die Schuld des Satans ist? Tatsächlich sind die Menschen bereitwillig von Gott abgewichen – und ernten nun die Konsequenzen der Tatsache, dass sie Satans Wege den Wegen Gottes vorziehen. Der Apostel Paulus schrieb: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer … Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen; auf ihren Wegen ist lauter Schaden und Jammer, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen … sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten" (Römer 3, 10-18.23).
Selbst wenn manche lieber Satan als sich selbst für die Sünden und Probleme in der Welt verantwortlich machen wollen, so können wir in Gottes Kirche diese Ausrede nicht vorbringen. Wir, denen der Sinn für die Wahrheit geöffnet wurde, – die den heiligen Geist empfangen haben und angewiesen wurden, die Waffenrüstung Gottes anzulegen (Epheser 6, 11-17) – sollten unsere eigene Verantwortung verstehen. Kann Christus für unser Leiden verantwortlich gemacht werden? Oder liegt die Schuld für sein Leiden bei uns? Wer ist schuld?
Die Tatsache, dass Menschen aufgrund von Sünde leiden, kann mit bloßem Auge erkannt werden. Sehen Sie sich nur um. Denken Sie darüber nach, welches Leiden und welche Grausamkeiten um uns geschehen. Warum gibt es Kriege und Völkermord? Wer trägt die Schuld daran? Wiederum, der Apostel Paulus erklärt: „Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden … Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen" (Römer 1, 21-22.26-27).
Dies ist die Geschichte der Menschheit. Wir sind Zeugen der Folgen von Sünden, der Folgen unserer Abkehr von Gott, unserer Ablehnung seiner Gesetze. Und wenn wir all diese Dinge sehen, wagen wir es immer noch, zu fragen, „wer ist schuld?"
Erstaunlicherweise haben Menschen und Nationen im Lauf der Geschichte immer wieder Gott direkt oder indirekt die Schuld für ihre Probleme und ihr Leiden gegeben. Sie machen Gott verantwortlich, obwohl sie es selbst sind, die die Folgen dessen tragen, dass sie sich den Verführungen des Satans hingegeben haben. Wiederum müssen wir uns fragen: „Wer ist schuld?"
Die meisten Menschen heute sind völlig von Gott abgekommen – aber schieben ihm immer noch die Schuld zu. Doch wir in Gottes Kirche sollten die Wahrheit kennen. Warum nicht aufwachen? Warum nicht aufhören, zu fragen, wessen Schuld es ist, wo doch die Antwort so klar auf der Hand liegt?
Wir Menschen sind es, die verantwortlich sind, nicht der ewige Gott. Wir sind es, die unsere Lebensweise ändern sollten, anstatt zu erwarten, dass Gott seine Gebote ändert, die doch gut und gerecht sind. Wir sollten mutig sein und uns Gott zu jeder Zeit unterwerfen. Tun Sie dies, und Sie werden erleben, wie sich Ihr Leben verbessert! Wie auch immer unsere gegenwärtigen Umstände sind, erinnern wir uns, dass Gott immer gut ist. Er wird uns immer den Weg zeigen, der zur richtigen Lösung für unsere Schwierigkeiten führt (vgl. 1. Korinther 10, 13). Er gibt uns die Hilfe, die wir brauchen, um jederzeit unsere Probleme lösen zu können.
ERF, April 2010
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Englischer Titel: Seven Keys to Godly Success und Whose Fault Is It?
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