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Homosexualität – vom Tabuthema zum Modetrend
von John H. Ogwyn
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Die Veränderung in der westlichen Kultur ist
erstaunlich. Homosexualität hat sich vom Tabuthema, das höchst selten diskutiert
oder öffentlich eingestanden wurde, zu einem Thema gewandelt, das sogar in
Seifenopern im Fernsehen zum Alltag gehört. Die angesehene Referenzzeitung
Amerikas, die New York Times, hat kürzlich damit begonnen,
Bekanntmachungen homosexueller Beziehungen zusammen mit Hochzeitsanzeigen zu
drucken! Noch vor einem Jahrzehnt hätte man sich eine solche Entwicklung kaum
vorstellen können, und nun erweckt sie kaum noch ein Achselzucken.
Machen wir uns nichts vor: Dies sind keine zufälligen Ereignisse, sondern
sie sind das Ergebnis eines planvollen Vorgehens, um die westliche Kultur zu
verändern und neu zu definieren, was als normal gelten soll!
Um zu verstehen, wie die Homosexualität ihren Weg in das öffentliche
Bewusstsein gefunden hat, müssen wir uns die Rolle der maßgebenden Medien in den
USA ansehen. Die großen Nachrichtenagenturen sind in den Führungsebenen der
National Lesbian and Gay Journalists Association [Nationalen Vereinigung
lesbischer und schwuler Journalisten] reichlich vertreten, deren Amtsträger für
die angesehensten Nachrichtenmedien tätig sind, darunter für die New York
Times, Associated Press, CBS News, CNN, Newsday, Newsweek, The Arizona Republic,
The Philadelphia Inquirer, The San Francisco Chronicle, TIME Inc. und USA
Today. Hier sind in den Nachrichtenmedien wirklich Personen eifrig am Werk,
deren Ziel es ist, die Anerkennung der Homosexualität voranzutreiben!
Was ist das Ziel der Befürworter der Homosexualität? Nicht weniger als die
völlige Anerkennung homosexueller Beziehungen auf gleicher Ebene wie die
heterosexuelle Ehe, und zwar moralisch wie rechtlich. Dieses Ziel ist klar und
genau definiert – und es wurde noch in weit größerem Maße erreicht, als
es noch vor drei oder vier Jahrzehnten überhaupt denkbar gewesen wäre.
Ist eine Ablehnung homosexuellen Verhaltens wirklich „das letzte
Vorurteil," wie es ein Artikel in der Zeitschrift Newsweek kürzlich
ausdrückte? Die Ausgabe vom 3. Juni 2002 berichtete von der Rückkehr eines
Managers der Ford Motor Company, Allan Gilmour, der 1995 als Vizepräsident in
Ruhestand gegangen war. Nachdem er sich zur Ruhe gesetzt hatte, ging Gilmour an
die Öffentlichkeit, um seine homosexuelle Neigung zu bekunden. Die Medien
drängten darauf, dass Gilmour als Finanzmanager zu Ford zurückkehren solle, um
damit den Beweis zu liefern, dass die ablehnende Einstellung gegenüber der
Homosexualität in der Gesellschaft abnehme.
Trotz aller Zurückweisungen der anerkannten Medien, dass sie „Vorurteile"
besäßen, wird ein aufmerksamer Beobachter erkennen, dass bestimmte Vorurteile
weiterhin bestehen. „Toleranz" wurde zur größten Tugend in der heutigen
Gesellschaft, und jeder, der Sünde als Sünde bezeichnet, wird als intolerant
gebrandmarkt. Ironischerweise versäumen es diese „Toleranten," ihre Toleranz
auch gegenüber bibeltreuen Christen zu erweisen, die nicht mit ihrer Meinung
übereinstimmen. Sie gehen sogar so weit, jeden zu verunglimpfen, der äußert,
dass er die Bibel als das Wort Gottes ernst nimmt und daher sein Leben danach
ausrichtet.
Wir müssen uns fragen, ob Homosexuelle irgendeine Wahl im Hinblick auf
ihren Zustand haben und ob es wirklich möglich ist, dass sie sich ändern. Und
wir müssen auch die unvermeidbaren Folgen verstehen, die über eine Gesellschaft
kommen, wenn Homosexualität immer mehr akzeptiert wird. Wussten Sie, dass der
gegenwärtige Zustand in der westlichen Welt keineswegs ein neues
Phänomen ist und auch direkt in Gottes Wort angesprochen wird?
Die Transformation von der
Perversion zur „Normalität"
Verschiedene Kulturen der Menschheit haben zu allen
Zeiten Kinderopferungen, Kannibalismus und Hexerei akzeptiert und praktiziert –
gar nicht zu sprechen von praktisch jeder vorstellbaren Form sexuellen
Verhaltens. Wer hat das Recht, zu unterscheiden, was richtig und gut ist, und
was als degeneriert und pervertiert gelten soll?
Als die Israeliten im Altertum sich darauf vorbereiteten, in das gelobte
Land zu gehen, gab Gott Mose einige wichtige Anweisungen, die er dem Volk
weitergeben sollte. Gottes Absicht war es, dass Israel sich von den umliegenden
Nationen unterscheiden sollte. Sowohl in Ägypten, wo das Volk für über zwei
Jahrhunderte gelebt hatte, als auch in Kanaan, wo sie sich ansiedeln sollten,
war eine ganze Reihe sexueller Perversionen übliche Praxis. Mit einer
Beschreibung vieler dieser Praktiken in 3. Mose 18 betonte Gott, dass Israel es
anders machen sollte, als die umliegenden Völker. Ehebruch, Inzest,
Homosexualität und Sodomie, die alle von den Kanaanitern üblicherweise
praktiziert wurden, hatten dazu geführt, dass das Land diese Bewohner „ausspie,"
wie es der Schöpfer erklärte (3. Mose 18, 28). Sollte Israel in dieselben
degenerierten Praktiken verfallen, so warnte Gott, würden ihnen die gleichen
Konsequenzen drohen.
Die Kanaaniter im Altertum hatten pervertierte sexuelle Praktiken nicht nur
gutgeheißen, sondern machten sie sogar zu einem Teil ihrer religiösen Rituale
bei der Götzenverehrung. Und damit waren sie bei Weitem nicht alleine. Die
klassischen Kulturen Griechenlands und Roms waren der Homosexualität gegenüber
sehr tolerant eingestellt. Plato, der berühmte Schüler des griechischen
Philosophen Sokrates, schrieb in seinem Symposium von einem Bankett, bei
dem ein Redner die Aufmerksamkeit des homosexuellen Sokrates auf die „schönen
Jungen und jungen Männer" lenkt, „deren Gegenwart dich jetzt betört." In seinen
Gedanken über die Steigerungen der Liebe beschreibt Plato die Liebe zwischen
Männern als höher stehend als die Liebe zwischen Mann und Frau. Diese
Einstellung war in der griechischen Zivilisation weit verbreitet.
Vor diesem Hintergrund schrieb der Apostel Paulus eine heftige
Zurechtweisung der griechisch-römischen Zivilisation. Paulus betonte, dass den
Begründern dieser verbreiteten Zivilisation nicht daran gelegen war, Gott in
ihre Erkenntnis mit einzubeziehen, und dass ihr Schöpfer sie dafür ihrem
verkehrten Sinn überlassen habe, der es ihnen unmöglich macht, richtige
Unterscheidungen in Angelegenheiten des Lebens zu machen (Römer 1, 28).
In den Jahrhunderten, nachdem Paulus dies geschrieben hatte, hatten die
moralischen Werte der Bibel tief greifende Auswirkungen auf die westliche Welt.
Vorher akzeptierte Praktiken wie Kindermord, Abtreibung und Homosexualität
wurden nun als Überschreitung der Grenzen des Akzeptablen angesehen. Bald darauf
waren sie gesetzlich verboten, wo immer sich das Christentum in seinem
verschiedenen Formen ausbreitete.
Die Geschichte hat klar aufgezeichnet, dass es in den folgenden
Jahrhunderten viele Leute in Machtpositionen – weltlich wie geistlich – gab, die
sich selbst als über dem Gesetz stehend betrachteten und sich ihren sexuellen
Neigungen hingaben, ohne auf Gesetze Rücksicht zu nehmen. Dennoch wurde die
Bibel als Quelle von Standards anerkannt und sie wurde zu einer grundlegenden
Quelle von Gesetzen in der westlichen Gesellschaft.
In dem Maße, wie sich Intellektuelle in westlichen Ländern darum bemühten,
das Konzept eines realen Gottes und damit alle von Gott auferlegten
Beschränkungen zu verwerfen, hat sich der moralische Verfall mehr und mehr
beschleunigt. Ein gravierendes Datum in diesem Prozess war 1948, als der
Kinsey Report veröffentlicht wurde. Der New York Times Book Review
[Die Buchbesprechung der New York Times] beschrieb später Professor Alfred
Kinsey von der Indiana University als den Mann, dessen Studien die „Sexuelle
Revolution" ausgelöst haben. Seine Schlussfolgerungen bilden immer noch die
Basis für Vieles, was im Schulunterricht für Sexualkunde in den USA und anderswo
gelehrt wird. Sogar in den vergangenen 20 Jahren (1982-2002) wurde der Kinsey
Report noch in über 600 Fällen vor Gericht zitiert, wenn es um das Sorgerecht
für Kinder, um Vergewaltigung und homosexuelle „Ehen" ging.
Kinsey, Crimes and Consequences [Kinsey, Verbrechen und
Konsequenzen] ist ein bemerkenswertes Buch, das viele Fakten über Dr. Kinsey und
seine so genannten Forschungen aufdeckt. Die Autorin dieses Buchs, Dr. Judith
Reisman, war auch Beraterin des amerikanischen Justizministeriums unter drei
Regierungen. Unter den erstaunlichen Tatsachen, die sie aufdeckt, sind zum
Beispiel, dass Kinsey sadistisch und bisexuell veranlagt war und dass er seine
männlichen Studenten verführte und seine Mitarbeiter, deren Frauen und seine
eigene Frau dazu zwang, in pornographischen Filmen mitzuspielen, die in seinem
Haus auf dem Dachboden entstanden. Kinsey wird ebenfalls vorgeworfen, dass er zu
seinen Studien Pädophile aus Amerika und dem Ausland hinzuzog, um sich an bis zu
2000 Kleinkindern und Kindern sexuell zu vergehen, damit er seine Daten über
„normales" kindliches Sexualverhalten erhielt. Dr. Reisman zeigt auch auf, dass
Vieles von den angeblich wissenschaftlichen Daten absichtlich verfälscht wurde.
Er ließ insgeheim etwa drei Viertel seiner Daten verschwinden und basierte seine
Aussagen über „normale" männliche Sexualität dann auf einer Gruppe, unter der
sich 200 sexuelle Psychopathen, 1400 Sexualstraftäter und Hunderte anderer
Gefängnisinsassen, männliche Prostituierte und zügellose Homosexuelle befanden.
Kurz gesagt war Kinsey – so Dr. Reisman – ein Schwindler, der „zumindest zum
Teil deswegen vor seiner Zeit starb, weil er an „Orchitis" litt, einer tödlichen
Infektion seiner Hoden in Folge jahrelangen sadistischen und orgiastischen
‚Selbstmissbrauchs.’"
Auf Grund der „Forschungen" von Dr. Kinsey und wegen des Drucks seitens
einer immer mächtiger werdenden Lobby der Homosexuellen hat die American
Psychiatric Association 1973 entschieden, Homosexualität von der Liste
emotionaler und geistiger Störungen zu streichen. Verhalten, das zuvor als
Abweichung betrachtet wurde, wurde nun als „normal" angesehen – obwohl man die
Verwendung von Dr. Kinsey als Autorität in der Frage, was „normales"
Sexualverhalten ist, damit vergleichen kann, dass man einen Straftäter
entscheiden lässt, was Recht sein soll.
Die so genannte „pädophile Krise"
Im vergangenen Jahr erhielt die Römisch-Katholische
Kirche viel negative Publizität wegen dem, was eine „pädophile Krise" genannt
wurde. Tatsächlich dient dieser unglückliche Ausdruck eher dazu, die wahre
Natur dieser Krise zu verschleiern, die man treffender auch als Krise
homosexueller Raubtiere bezeichnen könnte. Die überwiegende Mehrheit der jungen
Menschen, die dabei missbraucht wurden (manchen Schätzungen zufolge über 90
Prozent) waren Jungen. Und die Mehrheit von diesen waren Jugendliche. Was
in den meisten Fällen geschah, waren homosexuelle Handlungen an Schutzbefohlenen
– nicht Pädophilie, was der Definition nach vorpubertäre Kinder betrifft.
Der Artikel „Gays and the Seminary" [Schwule und das Seminar] in der
Zeitschrift Newsweek vom 20. Mai 2002 führte einige erstaunliche
Tatsachen an. Newsweek beobachtete, dass Homosexuelle „lediglich 5
Prozent der Bevölkerung ausmachen, [aber] in den theologischen Seminaren der 76
[römisch-katholischen] Schulen und Hochschulen in den gesamten Vereinigten
Staaten nach groben Schätzungen bis zur Hälfte der Studenten schwul sind."
Doch die großen Medienanstalten haben es zum größten Teil vermieden, die
wahren Hintergründe des so genannten Pädophilenskandals zu diskutieren – und das
nicht ohne Grund. Das wahre Problem ist der Missbrauch durch Homosexuelle in
Positionen, die mit Autorität verbunden sind, und die ihre Position dazu
verwenden, um junge Menschen in ihrer Obhut zu pervertierten sexuellen
Handlungen zu nötigen. Die meisten angesehenen Nachrichtenmedien fühlen sich
dabei unwohl, diese Tatsache zu erwähnen und ziehen es vor, keine Aufmerksamkeit
auf die wahre Natur der Kultur der Homosexuellen zu ziehen.
Steve Baldwin, ehemaliges Mitglied des Parlaments von Kalifornien,
beobachtete, dass „die verbreitete homosexuelle Kultur im allgemeinen Sex mit
Kindern befürwortet ... und die Gemeinschaft der Homosexuellen sogar eine
weltweite Kampagne vorantreibt, um das Alter zu senken, ab dem Sex per Gesetz
erlaubt ist" („Homosexuality: Truth Be Told" [Die Wahrheit über
Homosexualität], Regent University Law Review, Band 14/2, 2001-2002). In
den Niederlanden zum Beispiel wurde das Alter für gesetzlich erlaubten Sex schon
auf 12 Jahre gesenkt! Mit einigen Zitaten pro-homosexueller Publikationen und
Webseiten dokumentiert Baldwin, dass Kindesmisshandlung oft unter dem
verschleiernden Begriff der „Liebe zwischen den Generationen" angeboten wird.
Während diese Denkweise im Griechenland des Altertums recht weit verbreitet
war, wie wir aus den Schriften Platos und seiner Zeitgenossen erfahren, hat die
westliche Welt solche Handlungen über viele Jahrhunderte hinweg als Perversion
angesehen. Baldwin macht detaillierte Angaben über die Bemühungen, die
Verurteilung von Homosexualität in der westlichen Welt umzukehren – allen voran
durch Gruppierungen wie die NAMBLA (North American Man/Boy Love Association
[Nordamerikanische Vereinigung für die Liebe von Männern und Jungen]), die dem
Vorsitzenden der Pfadfindervereinigung in den USA schrieb und die Organisation
bedrängte, „mit der Diskriminierung von offen schwulen und lesbischen Personen
bei der Ernennung von Pfadfinderführern aufzuhören." Ein wesentlicher
Bestandteil der Pläne der NAMBLA ist die Legalisierung homosexueller Beziehungen
zwischen Erwachsenen und Kindern. Ein anderer Aspekt dieser Protestaktionen
gegen die Pfadfinder ist ein ehemaliger Pfadfinderführer und bekennender
Kinderschänder, John Hemstreet, der als Präsident der PFLAG (Parents and
Friends of Lesbians and Gays [Eltern und Freunde von Lesben und Schwulen])
in Toledo, Ohio, USA tätig ist, einer maßgeblichen Gruppierung, die gegen die
Pfadfinder gerichtlich vorgeht.
Die Liste der Gruppierungen offen Homosexueller und die Einzelheiten ihrer
Aktivitäten könnte endlos fortgeführt werden. Weil Homosexualität eben
nicht normal ist (und Menschen wirklich nicht so homosexuell geboren
wurden, wie sie mit blauen oder braunen Augen geboren wurden), hat sich die
homosexuelle Kultur immer auf einen Mitgliederzuwachs verlassen, um weiter zu
wachsen. Ältere Homosexuelle verführen labile Jugendliche – die oft in einer
Identitätskrise stecken – mit Versprechungen von Anerkennung und Liebe zu
homosexuellen Handlungen. In dem Maße, wie unsere Gesellschaft ein öffentliches
Umfeld fördert, in dem homosexuelles Verhalten von jedem moralischen Stigma
befreit wird, schaffen wir ein Klima, in dem junge Menschen noch leichter zu
einem zerstörerischen Lebensstil verleitet werden. Einmal daran beteiligt finden
es die meisten Betroffenen sehr schwierig, sich wieder daraus zu befreien, trotz
all des inneren Schmerzes und Selbsthasses, durch die sich die so unerfreuliche
Seite der homosexuellen Erfahrung kennzeichnet.
Das Problem lösen
Die großen Medienanstalten sind keine
wirkliche Hilfe dabei, die moralischen Probleme unserer Kultur anzusprechen. Mit
den Worten des Propheten Hesekiel ausgedrückt, haben sie ein Gebäude errichtet,
das sie übertünchen, um zu verbergen, wie brüchig es eigentlich ist (vgl.
Hesekiel 13). Denn bei all dem Gerede darüber, dass Homosexualität genetisch
bedingt sei, gibt es zu viele klare Hinweise, die das Gegenteil beweisen. Eine
ausgedehnte Studie an Zwillingen, die Bailey-Pillard-Studie, hat gezeigt, dass
bei eineiigen Zwillingen, von denen einer homosexuell ist, nur in der Hälfte der
Fälle auch der Andere homosexuell ist – und nicht alle, wie es bei einer rein
genetischen Programmierung sein müsste. Der Neurologe Mark Breedlove von der
University of California at Berkeley betonte, dass Studien über einen
Zeitraum von 30 Jahren „deutlich gemacht haben, dass Lebenserfahrungen die
Struktur und Funktion des Gehirns dramatisch verändern können" (Newsweek,
13. November 1995). Die Struktur und Aktivitätsmuster des Gehirns spiegeln
Lebenserfahrungen wider, und nicht nur biologische Grundlagen, mit denen man
geboren wurde.
Wenn Homosexualität also nicht nur eine Frage biologischer Vorherbestimmung
ist, woher kommt sie dann? Eine ganze Reihe von Faktoren trägt dazu bei. Der
Einfluss von Familie, Umfeld und persönlicher Erfahrung wie auch das ererbte
Temperament, all das wirkt zusammen und macht uns zu dem, was wir sind. Heute
befinden sich viele junge Menschen in einem Zustand geschlechtlicher und
sexueller Verwirrung, weil sie nie eine gesunde Identität ihrem Geschlecht
entsprechend entwickelt haben. Sie sind verletzlich und damit bevorzugte
Kandidaten für eine Verstrickung in Homosexualität. Übersättigte Erwachsene, die
immer auf neue Stimulationen für ihre Sinne aus sind, können sich ebenfalls auf
ihrer Suche nach einem neuen „Kick" bisexuellen und homosexuellen Aktivitäten
zuwenden.
Jesus Christus beschrieb die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau als die
Basis der familiären Einheit (Matthäus 19, 4-6). Von Anfang an war die Familie
die Grundlage der Gesellschaft. Der Schöpfer erschuf den Menschen als Mann und
Frau und bestimmte die Rollenverteilung in der Ehe, die nötig ist, um eine
gesunde Gesellschaft zu errichten. Er stattete den Mann und die Frau so aus,
dass jeder die ihm zugedachte Rolle optimal ausfüllen konnte. Die Eigenschaften,
die mit der geschlechtlichen und sexuellen Identität verbunden werden, waren
dafür gedacht, dass Männer wie Frauen in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich
erfolgreich agieren können. Die intakte Familie, die durch die Vereinigung
zwischen einem Mann und einer Frau entsteht „bis dass der Tod euch scheidet,"
ist die soziale Einheit, die Gott dazu ausersehen hat, die jeweils nächste
Generation aufzuziehen und auf das Leben vorzubereiten.
Wegen der essenziellen Bedeutung der Familie – sowohl für den Einzelnen,
als auch für die Gesellschaft – warnte Gott seit je her mit deutlichsten Worten
vor einem zerstörerischen und unmoralischen Verhalten, das die Familie
untergräbt. Gott erschuf den menschlichen Sexualtrieb, um mitzuhelfen, einen
Mann und eine Frau in einer einzigartigen Beziehung als „ein Fleisch" für das
ganze Leben zu verbinden (1. Mose 2, 24). So sollte die Art Liebe und Nähe
erzeugt werden, derer es bedarf, um eine dauerhafte soziale Einheit zu festigen
– die Familie. Der Missbrauch von Sex, der daraus folgt, dass man das Streben
nach Spaß als höchstes Gut ansieht, wirkt sich auf schreckliche Weise
zerstörerisch aus. Er zerstört einzelne Personen, Familien und ganze Nationen.
Wer sich in ein ständiges Streben nach immer neuen sexuellen Anregungen
verstrickt, wird nie die Freude erfahren können, die man nur in einer
glücklichen Ehe auf Grundlage der Gesetze Gottes erleben kann.
Gottes Gebote sind ein lebendiges Gesetz, das sichere Resultate nach sich
zieht. Ein Brechen der göttlichen Gebote, die dazu gedacht sind, das sexuelle
Verlangen in die richtigen Bahnen zu lenken, um so Liebe, Freude und Frieden
hervorzubringen, kann nur schreckliche Folgen nach sich ziehen. Diese können
entweder als physische Erkrankungen auftreten, oder als emotionaler und
psychologischer Schmerz eines leeren, gequälten Lebens (Römer 1, 26-27). Die
emotionale und geistliche Leere, die ein Mensch in Herz und Verstand verspürt,
kann dann nie wirklich durch das Streben nach kurzfristiger Befriedigung und
nach dem „Kick" des Verbotenen ausgeglichen werden.
Homosexualität war in der griechisch-römischen Kultur in den Tagen des
Apostels Paulus allgegenwärtig, aber Paulus versuchte nie, deren Sündhaftigkeit
zu verharmlosen oder sie als „normal" hinzunehmen. Stattdessen bot er denen
Hilfe und Hoffnung an, die gewillt waren, ihre homosexuellen Neigungen – oder
andere Sünden – zu bereuen. „Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das
Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige
noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder [wörtlich: mit Männern
verkehrende Männer], ... werden das Reich Gottes ererben. Und solche sind einige
von euch gewesen. Aber ihr seid rein gewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid
gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist
unseres Gottes" (1. Korinther 6, 9-11).
Paulus betonte, dass die in sexueller Hinsicht unmoralischen Korinther
tatsächlich ihren sündhaften Lebensstil überwanden. Mit Hilfe der geistlichen
Kraft Gottes wurde es ihnen – wie allen wirklich reuevollen Sündern – möglich,
ihre Lebensweise zu reinigen und „in einem neuen Leben" zu wandeln.
Die Pläne der homosexuellen Lobby zielen darauf ab, Personen und Nationen
irrezuleiten, und die Ergebnisse wirken sich auf schreckliche Weise
zerstörerisch auf diejenigen aus, die sich verleiten lassen. Doch wer wirklich
sein Leben ändern und sich seinem Schöpfer zuwenden will, für den gibt es Hilfe
– und Hoffnung.
HTM, April 2003
© 2003 Living Church of God
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