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Bibelfernlehrgang
Lektion 1 - Die Bibel: Ein Buch für unsere Zeit!

Die Welt von Morgen -
Bibelfernlehrgang
Chefredakteur Roderick C. Meredith
Redaktionsdirektor Richard F. Ames
Redaktion William Bowmer
Gary F. Ehman
Autoren John H. Ogwyn
Daniel Hall
Grafische Gestaltung Donna Prejean
Auflage Wayne Pyle
Verwaltung Fred Dattolo

Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang hat keinen
Bezugspreis. Seine Verbreitung wird durch Zehnten und Opfer der Mitglieder der
Living Church of God und anderer ermöglicht, die freiwillig Mitarbeiter im Werk
der Verkündigung von Gottes wahrem Evangelium an alle Nationen wurden.
Alle Bibelzitate in dieser Lektion
sind, sofern nicht anders vermerkt, der revidierten Lutherübersetzung von 1984
entnommen
Copyright © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.
Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang wird herausgegeben von
der
Living Church of God, 16935 W. Bernardo Dr., Suite 260, San
Diego CA, 92127, USA. Copyright © 2000 Living Church of God ®. Alle Rechte
vorbehalten.
Aus der Feder des Herausgebers...
Als möglicher Zuschauer unserer Sendung Tomorrow's World
und Leser der gleichnamigen Zeitschrift wissen Sie wahrscheinlich, dass Sie sich
unterscheiden von der großen Mehrzahl der Menschen in dieser Welt, die nicht
danach streben, herauszufinden, WARUM sie hier sind, und nicht WISSEN wollen,
was die Bibel wirklich lehrt.
Aber Sie haben diesen Kurs angefordert - Sie wollen mehr
lernen. Vielleicht sind Sie einer derjenigen, die Gott zu dieser Zeit beruft,
die ihm treu bleiben inmitten dieser sündenerfüllten Gesellschaft (Matthäus 22,
14; Offenbarung 17, 14).
Die erste Lektion in diesem Kurs wurde von Herrn John Ogwyn,
Evangelist und langjährigem Prediger, entwickelt, dessen Artikel Sie in unserer
Zeitschrift Tomorrow's World gelesen haben mögen. Herr Ogwyn hat eine
wirkliche Gabe, Gottes Wahrheit auf eine frische und lebendige Weise zu
präsentieren, um Ihnen beim Verständnis der Geheimnisse der Bibel zu helfen. Er
ist der Autor des größten Teils des Kurses, und wir sind überzeugt, Sie werden
sich seines Talents als Lehrer erfreuen und davon profitieren.
Herr Ogwyn kann jedoch nicht all die Arbeit für Sie tun.
Wenn Sie nicht Ihre Bibel aufschlagen und die Schriftstellen selbst nachlesen,
die er erwähnt, so werden Sie nicht die kostbaren Wahrheiten der Bibel für sich
selbst beweisen können. Gott möchte, dass sein Volk die Einstellung der Beröer
hat. „...sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der
Schrift, ob sich's so verhielte" (Apostelgeschichte 17, 11).
Für manche von Ihnen, die diesen Kurs belegt haben, mag
Gottes Wahrheit völlig neu sein. Andere mögen mit der Wahrheit aufgewachsen sein
hatten aber nie die Gelegenheit, für sich selbst zu beweisen, was ihnen
beigebracht wurde. Wieder andere mögen eine Chance begrüßen, bereits Gelerntes
erneut zu bestätigen. Woher Sie auch kommen mögen: Dieser Kurs wird Ihnen eine
Gelegenheit geben, zu LERNEN und zu WACHSEN - aber Sie werden nur in dem Maße
profitieren, wie Sie willens sind, in ihn Zeit und Mühe zu investieren.
Diejenigen, die bereits Kurse wie diesen durchgearbeitet
haben, haben berichtet, dass sie die Wahrheit am effektivsten lernten, indem sie
alle genannten Bibelzitate niederschrieben, nicht nur den Verweis selbst,
sondern jedes Wort der angeführten Schriftstellen. Manche fanden es am besten,
nicht nur die Bibelverse und die Antworten zu jeder Frage, sondern auch die
Fragen auf einem separaten Blatt Papier niederzuschreiben. Dies mag sich nach
einer Menge Arbeit anhören, aber die Bibel sagt uns, dass Gott diejenigen
belohnt, die ihn fleißig suchen (Hebräer 11, 6). Während Sie sich den Lektionen
widmen, werden Sie sicher feststellen, dass Ihr Gebet und Studium an Qualität
zunehmen. Und Sie werden Gott näher sein, während Sie seine Wege und seinen Plan
für Sie und die ganze Menschheit lernen. Was könnte lohnender sein und mehr Ihre
Zeit und Aufmerksamkeit verdienen?
So hoffen und beten wir, dass Sie diesen Kurs mit Eifer
angehen und Ihr Verständnis für Gottes kostbare Gabe an die Menschheit - die
Heilige Schrift - vertiefen.
Wie Sie von diesem Bibelfernlehrgang profitieren können...
Kann irgend jemand die Bibel wirklich verstehen? Die
Tatsache, dass Sie diesen Bibelfernlehrgang angefordert haben, zeigt, dass Sie
die Bibel verstehen wollen. Ihnen dabei zu helfen, ist Sinn und Zweck dieser
Publikation. Wenn Sie diesen Kurs in den kommenden Monaten angemessen studieren,
sind wir überzeugt, dass Sie in Ihrer Fähigkeit, die Bibel und ihre
wichtige Botschaft zu verstehen, wachsen werden.
Warum die Bibel studieren?
Die Bibel wurde verbrannt, verbannt und ignoriert. Gelehrte
haben versucht, ihren Wert herunterzuspielen. Manche gehen so weit, zu
behaupten, sie sei lediglich „hübsche" Prosa und diene keinem wirklichen Zweck.
Dennoch ist sie nie in Vergessenheit geraten!
Sie war das erste Buch, gedruckt von Gutenberg im Jahr 1456
und ist , Jahr für Jahr, das meistverkaufte Buch der Welt. Sie hat die westliche
Kultur tiefgreifend und nachhaltig beeinflusst und ist in mehr Sprachen und
Dialekten erhältlich als jedes andere Buch. Trotz alledem, die Bibel wird von
wenigen gelesen und von fast niemandem verstanden!
Warum sollte die Bibel in der heutigen, modernen Welt
weiterhin gelesen oder studiert werden? Wie könnte dieses uralte Buch heute noch
wirklich von Bedeutung sein? In dieser Lektion werden wir sehen, dass die Bibel
sogar noch aktueller ist als die Tageszeitung von heute!
Warum ist die Bibel relevant? Einfach gesagt: Die Bibel ist
das „Lehrbuch" des Schöpfers - und seine Anweisungen sind immer relevant. Als
Gott das Universum erschuf, errichtete er es mit einer Reihe von Prinzipien, die
alles regeln, einschließlich des menschlichen Lebens. Die Prinzipien oder
Gesetze, die das menschliche Leben regeln, sind genau so verlässlich, wie
die Gesetze der Physik!
Die Bibel offenbart nicht nur die universellen Prinzipien
menschlichen Verhaltens und zwischenmenschlicher Beziehungen, sondern
auch den großartigen Meisterplan des Schöpfers. Menschen sehen den
Schmerz und das Leid überall in dieser Welt und fragen sich: Was ist der Sinn
des Lebens? Was liegt jenseits dieser zeitlich begrenzten, physischen Existenz?
Die Bibel ist die einzige Quelle, die unsere großartige Bestimmung, zu
der wir geboren wurden, offenbart!
Außer der Behandlung der wirklich großen Fragen des Lebens
und der Darlegung des letztendlichen Ziels der Menschheit zeigt uns die Bibel
auch, wohin die heutige Welt steuert. Biblische Prophezeiungen verleihen den
Schlagzeilen von heute wirkliche Bedeutung.
Die Bibel enthält nicht nur Informationen, die für uns heute
absolut relevant sind, sondern sie ist auch nachweisbar Gottes
inspiriertes Wort. Die Beweise, erfüllter Prophezeiungen, die innere Konsistenz
ihrer Botschaft, das verwobene Muster der Schrift - all das trägt dazu bei, die
Bibel als Gottes Buch aufzuzeigen.
Im Gegensatz zu dem, was weithin angenommen wird, kann die
Bibel verstanden werden. Wenn Sie sich ihre Botschaft zu Herzen nehmen und
danach streben, sie anzuwenden, wird sie Ihr Leben verändern, hier und jetzt,
und wird Sie zu ewigem Leben führen. Es ist Gottes Buch und enthält Worte des
Lebens.
Der Bibelfernlehrgang der Welt von Morgen wurde
konzipiert, Ihnen eine Gelegenheit zu geben, Ihr Verständnis der Bibel zu
entwickeln und das Wachsen in diesem Verständnis zu steuern. Jede Lektion, die
Sie erhalten, behandelt ein eigenes Thema von wesentlicher Bedeutung für Ihr
Leben und Ihr Verständnis der Bibel, mit einem Überblick und Test nach jeder
vierten Lektion.
Wie können Sie das Meiste aus diesem Kurs herausholen?
Zuerst sollten Sie verstehen, dass er als Werkzeug oder Leitfaden für Ihr
Studium von Gottes Buch, der Bibel, gedacht ist. Wenn Sie wirklich die biblische
Lehre zu einem bestimmten Thema verstehen wollen, dann müssen Sie die Schrift
lesen. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass Sie tatsächlich jede angeführte
Schriftstelle NACHSCHLAGEN, die im Text erwähnt wird. Auf diese Weise können Sie
für sich selbst sehen, was die Bibel wirklich sagt, und Sie können gleichzeitig
den Kontext dieser Schriftstelle erfassen. Didaktische Forschungen haben
ergeben: Je mehr Sinnesorgane wir in den Lernprozess mit einbeziehen, desto
tiefgreifender ist die Lernerfahrung. Dieser Kurs wurde nicht geschrieben, um
Ihnen lediglich über die Bibel zu erzählen, sondern um Sie dazu zu bewegen, die
Antworten selbst nachzuschlagen. Auf diese Weise werden Sie die Gewohnheit
entwickeln, in der Schrift nach den Antworten für die wirklich wichtigen Fragen
des Lebens zu suchen.
Wir alle unterliegen der Macht der Gewohnheit. Bauen Sie
eine Gewohnheit der Beständigkeit in Ihrem Bibelstudium auf, indem Sie eine
bestimmte Zeit des Tages und einen Ort, an dem Sie sich konzentrieren können,
auswählen. Versuchen Sie, jeden Tag mindestens 20 bis 30 Minuten dafür
aufzubringen, in denen Sie diesen Kurs studieren, um die Inhalte Ihrer eigenen
Bibel zu erforschen. Halten Sie Ihr Notizbuch, Ihre Bibel (oder Bibeln), ein
Wörterbuch und eventuell andere Bibelhilfen griffbereit, wenn Sie sich
hinsetzen, um zu studieren. Bitte behalten Sie die Lektionen - nachdem Sie diese
durchgearbeitet haben - eventuell in einem Ringbuch zusammen mit ihren Notizen,
die die Antworten der Bibel zu jeder der Fragen und Ihre eigenen Gedanken und
Kommentare enthalten.
Dieser Kurs enthält gelegentliche Kommentare und erklärende
Anmerkungen zu technischen Aspekten. Sie sind - wie auch die im Bezug dazu
stehenden, angebotenen Artikel und Broschüren - dazu bestimmt, mehr Tiefe in Ihr
Verständnis der studierten Themen zu bringen.
Schlüssel zum Verständnis der
Bibel
Der wichtigste Schlüssel zum Verständnis der Bibel ist Ihre
Einstellung! Jesaja 66, 2 (vergleiche auch Jesaja 57, 15) erklärt, dass Gott mit
denen arbeitet, die eine demütige, reuevolle Einstellung haben. Wir müssen
belehrbar sein und Gott mit Ehrfurcht begegnen, mit dem aufrichtigen Wunsch, von
Ihm korrigiert zu werden. Sprüche 9, 10 zeigt uns, dass Gottesfurcht (was
wirklich Ehrfurcht, tiefe Verehrung und Respekt für Gott bedeutet) der Anfang
der Weisheit ist.
Ein zweiter Schlüssel ist Gehorsam gegenüber Gott. Psalm
111, 10 erklärt, dass diejenigen, die die Gebote halten, gutes Verständnis haben
werden. Wir reifen geistlich, indem wir danach trachten, die Prinzipien des
Gesetzes Gottes in unseren täglichen Entscheidungen anzuwenden (Hebräer 5, 12 -
14).
Ein wesentlicher, dritter Schlüssel zum Verständnis der
Bibel liegt im Verstehen spezifischer Verse im Kontext der übrigen Schriften der
Bibel. Der Apostel Petrus erklärt in 2. Petrus 1, 20 - 21, „dass keine
Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist". Gott inspirierte
das ganze Buch, und ein Vers zu einem bestimmten Thema muss im Licht anderer
Verse zu demselben Thema verstanden werden. Genau wie bei den meisten
Sachverhalten, wird die Kenntnis der Bibel durch Anhäufen von Wissen erlangt,
Zeile um Zeile und Regel um Regel, „hier ein wenig, da ein wenig" (Jesaja 28,
10).
Ein vierter Schlüssel besteht darin, dass wir mit den
einfachen klaren Versen zu einem Thema beginnen müssen. Wir sollten uns zum
Verständnis von obskuren oder „schwierigen" Schriftstellen von denjenigen leiten
lassen, die klar sind. Petrus erklärt zum Beispiel in 2. Petrus 3, 15 - 16, dass
manche Teile der Paulusbriefe etwas schwer zu verstehen seien, und dass sie oft
verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen würden. Falls Sie im Zweifel
bezüglich der Bedeutung eines Verses sind, lesen Sie ihn in mehr als nur einer
Übersetzung und verwenden Sie ein Wörterbuch, um Worte nachzuschlagen und ihre
Bedeutung und Anwendung klar zu verstehen.
Wir gratulieren Ihnen zu dem Unterfangen, eine der
profitabelsten und aufregendsten Reisen des Lebens zu unternehmen. Es ist eine
Reise, die sie zu einem volleren Verständnis von Gottes Offenbarung an die
Menschheit und einer tieferen Wertschätzung seines großartigen Planes und seiner
Bestimmung für die ganze Menschheit und für Sie persönlich bringen wird.
Lektion 1, Teil 1
Die Bibel: ein Buch für unsere Zeit!
Viele Menschen sind der Meinung, die Bibel sei lediglich ein
altes Buch, das über Sachverhalte und Menschen vor langer Zeit spricht. Wie kann
die Bibel in unserer „postmodernen" Welt, am Anfang eines neuen Jahrtausends
relevant sein? Könnte die Bibel möglicherweise von Weltzuständen in unserer Zeit
sprechen?
Jesus Christus war der größte Nachrichtenverkünder aller
Zeiten! Anstatt, wie konventionelle Nachrichtensprecher, lediglich die
Nachrichten von gestern zu berichten, gab er im voraus die Nachrichten von
morgen bekannt. Er beschrieb den Zustand der Welt in den Jahren unmittelbar vor
seiner Rückkehr zu dieser Erde, um das Reich Gottes zu etablieren. Die Bibel ist
viel mehr als nur ein Buch uralter Geschichten und Poesie; sie ist ein
wesentliches und aktuelles Buch für uns heute.
- Wurde zu Daniel jemals gesagt, dass seine Schriften nicht
für seine Zeit bestimmt waren, sondern versiegelt sein sollten bis zur Endzeit?
(Daniel 12, 9).
- Wer würde in der Endzeit verstehen, was Daniel
geschrieben hatte? (Daniel 12, 10).
- Was sagt uns Salomo in Sprüche 9, 10 sei der Anfang von
Weisheit?
- Vergleichen Sie Sprüche 8, 13; 15, 33 und 16, 6 im
Hinblick auf die biblische Erklärung für „die Furcht des HERRN". (Anmerkung: Das
Wort „Furcht" bedeutet in diesem Zusammenhang Ehrfurcht, nicht Angst und
Schrecken).
- In Psalm 111, 10 wird uns ein wichtiger Schlüssel zum
Verständnis von Gottes Wort gegeben. Wovon ist hier die Rede?
- Wurde Christus von seinen Jüngern jemals über das Ende
der Welt befragt? Siehe Matthäus 24, 3. (Anmerkung: Das griechische Wort für
„Welt" in diesem Vers ist Aeon und bedeutet „Zeitalter". Zwei weitere
Worte werden im Neuen Testament mit „Welt" übersetzt: Kosmos, was die
Gesellschaft bezeichnet, und Oikoumene, was Land oder Globus bedeutet).
- Kennt Gott die Zukunft? Offenbart er dieses Wissen in
seinem Wort? Siehe Jesaja 46, 9 - 11.
- Wollte Christus, dass seine Diener die generelle Zeit
seiner Rückkehr zu dieser Erde wissen? Siehe Matthäus 24, 32 - 33.
- Erwartete der Apostel Paulus, dass der Tag des Herrn für
Christen wie „ein Dieb in der Nacht" kommen würde, oder würden Christen Zugang
zu Informationen haben, die ihnen tieferes Verständnis der Zeit, in der sie
lebten, geben würde und sie somit nicht von Ereignissen überrascht werden
würden? Siehe 1. Thessalonicher 5, 1 - 5, besonders Vers 4.
- Was jedoch wissen wir über den exakten Zeitpunkt? Ist
dies etwas, das Gott alleine weiß? Siehe Matthäus 24, 36.
Die Anordnung der Bibel
Es gibt eine inspirierte Ordnung der Bibel, wie sie in den
hebräischen und griechischen Manuskripten erhalten wurde. Während unsere
gewöhnlichen deutschen Bibeln alle Bücher enthalten, weicht ihre Reihenfolge von
derjenigen der Originaltexte ab, und deshalb ist das göttliche Muster der
Anordnung nicht so offensichtlich.
Das Alte Testament besteht aus drei Abteilungen, das Neue
Testament besteht aus vier. Die Summe dieser Teile ist sieben - die Zahl, die
Gott in der Schrift gebraucht, um Vollständigkeit und Vollkommenheit anzuzeigen.
Die Juden des Altertums zählten 22 Bücher des Alten Testaments. Addiert man die
22 alttestamentlichen Bücher und die 27 des Neuen Testaments, so erhält man 49,
sieben mal sieben. Gottes Hand ist offensichtlich in der Ordnung dieses
beeindruckenden Buches.
Lektion 1, Teil 2
Repräsentiert die Bibel lediglich die
Suche des Menschen nach Gott?
Was ist die Bibel wirklich? Sie behauptet, im Gegensatz zu
den Erklärungen der Kirchen, nicht nur die Geschichte der menschlichen Suche
nach Gott, sondern vielmehr Gottes Offenbarung an die Menschheit zu sein! Denken
Sie darüber nach. Würde ein lebendiger Gott nicht wollen, dass Sie über ihn
Bescheid wissen? Nun, da Sie beginnen, Ihre Bibel anhand dieses Kurses zu
studieren, sollten wir zuerst herausfinden, welche Behauptungen die Bibel
wirklich macht.
Ist die Bibel inspiriert? Ist Sie historisch korrekt? Lassen
sie uns klar verstehen, was die Bibel über sich selbst offenbart.
- Wo sagt Paulus in 2. Timotheus 3, 16 ist der Ursprung der
Schrift?
- Was bedeutet das Wort „inspirieren"? (Schlagen Sie die
Definition in einem Wörterbuch nach). Anmerkung: Das originale, griechische Wort
ist theopneustos, was buchstäblich bedeutet „von Gott eingehaucht".
- Nach wie viel von Gottes Wort sollten wir - Jesus
Christus in Matthäus 4, 4 zufolge - trachten, zu leben?
- Was wird gemäß Christi Gebet in Johannes 17, 17 Gottes
Volk absondern oder heiligen? Wo finden wir Gottes Wahrheit?
- Ist der Schöpfungsbericht in 1. Mose wahr? Was sagt uns
Psalm 119, 160 über den frühen Teil von Gottes Wort?
- Legte Jesus Christus persönlich Zeugnis ab zur
historischen Wahrheit von Noah und der weltweiten Flut, die seinerzeit
stattfand? Siehe Matthäus 24, 37 - 39 und Lukas 17, 26 - 27.
- Wie sieht es aus mit Jonah? Hat Christus jemals auf die
Geschichte von Jonah im Bauch eines großen Fisches als historisches Ereignis
Bezug genommen? Siehe Matthäus 12, 40.
- Wie steht es mit Adam? Nimmt das Neue Testament Bezug auf
ihn, als buchstäbliche, historische Figur? Welche Informationen bekommen wir von
den folgenden Schriftstellen? Lukas 3, 38; Römer 5, 14; 1. Korinther 15, 45; 1.
Timotheus 2, 13; Judas 14.
- Die Juden haben die Bücher des Alten Testaments
traditionell als drei Teile erhalten: das Gesetz, die Propheten und die
Schriften (oder Psalmen). Hat Jesus Christus die zu seiner Zeit vorhandene
Sammlung von Schriften als die Heilige Schrift anerkannt? Siehe Lukas 24, 44 -
45.
- Haben die Autoren der Bibel schlichtweg ihre eigenen
Ideen dokumentiert? Beachten Sie, was Petrus in 2. Petrus 1, 21 offenbart.
Die Wissenschaft beachtet die
Bibel
Während der 60er und 70er Jahre haben zahlreiche
archäologische Entdeckungen neues Licht auf die Bibel und ihre Inhalte geworfen.
Das Nachrichtenmagazin U. S. News and World Report berichtete am 24.
August 1981, dass diese Entdeckungen „...bestätigen, dass die Bibel historisch
korrekter ist, als viele Gelehrte bisher annahmen".
Die meisten Kritiker und Gelehrte haben bereits seit langem
die Zerstörung von Sodom und Gomorra als Mythos abgetan. Die historische
Existenz der Städte selbst war weitgehend bezweifelt. „Zwei anerkannte,
amerikanische Archäologen, Walter E. Rast und R. Thomas Schaub, glauben, die
Überreste dieser Städte gefunden zu haben, sowie dreier weiterer Siedlungen, auf
die im 1. Buch Mose als 'Städte in der Gegend' Bezug genommen wird. Die Ruinen
befinden sich - entsprechend dem biblischen Bericht - wenige Meilen vom Toten
Meer entfernt. Des weiteren scheinen mindestens drei der Städte von Feuer
zerstört worden zu sein, was laut der Bibel als Strafe Gottes stattfand" (USN&WR,
24.8.81, Seiten 38 - 39).
Eine weitere Entdeckung, die nicht nur die Existenz von
Sodom und Gomorra als historische Städte bestätigt, sondern auch Licht auf viele
andere biblische Erzählungen wirft, ist der Fund der Tontafeln von Ebla. Die
historische Stadt Ebla wurde im Norden des heutigen Syrien ausgegraben. Der
italienische Professor Giovanni Pettinato übersetzte dort gefundene
Keilschrift-Texte auf Tafeln über kommerzielle Transaktionen, die mit den
Städten Sodom und Gomorra zu tun hatten. Wie die Zeitschrift Time
feststellte: „Funde von Ebla könnten eine wesentlich breitere Wirkung haben.
Viele liberale Bibelgelehrte betrachten Abraham nicht als historische Figur,
sondern als eine Art semitischen König Arthur. Ihrer Ansicht nach mussten die
Geschichten über Abraham und die anderen Patriarchen mehr als 1000 Jahre nach
den Ereignissen, die sie berichten, niedergeschrieben worden sein. Nun haben in
dem Teil der Welt, der die Bibel hervorgebracht hat, die Schrifttafeln von Ebla
nachgewiesen, dass eine hochentwickelte und extensive Schreibkultur existierte -
lange vor Moses und Abraham... Nach Ebla tun wir gut daran, die Bibel als
historisches Dokument sehr viel ernster zu nehmen" (21.9.81, Seite 77).
Zusätzlich zu Informationen über die Patriarchen und die
Städte Sodom und Gomorra, wurden in Ebla Informationen hinsichtlich des Auszugs
Israels aus Ägypten entdeckt. Laut Hans Goedicke, prominentem Ägyptologen an der
John-Hopkins-Universität, erzählt eine der Ebla-Tafeln nicht nur die Geschichte
des Exodus aus ägyptischer Perspektive, sondern datiert das Ereignis um 1475 v.
Chr. - ungefähr zwei Jahrhunderte früher als die Datierung der konventionellen
Gelehrtenmeinung, und dennoch übereinstimmend mit dem Zeitrahmen, den die Bibel
gibt.
Wie steht es mit der Theorie, dass mehrere Autoren die
traditionellen Bücher Mose verfasst haben sollen? Laut dem Magazin Time
hat der Bibelgelehrte Yehuda Radday am Israel Institute of Technology in
Haifa anhand einer fünfjährigen, computerunterstützten Studie des ersten Buches
Mose nachgewiesen, dass es das Werk eines einzelnen Autors ist. Professor Radday
und drei seiner Kollegen studierten den hebräischen Text anhand von 56
Sprachverhaltenskriterien, die außerhalb der bewussten Kontrolle eines Autors
liegen. Seine Analysen führten ihn zu der Schlussfolgerung, dass Genesis die
Arbeit eines einzelnen Autors sein muss und dass die JEDP-Hypothese (die Theorie
von Kritikern, das Buch Genesis sei das Resultat mehrerer Autoren über einen
Zeitraum von mehreren Jahrhunderten) abgelehnt werden sollte.
Es gibt weitere Beispiele. Wann immer die Bibel ernsthaft
wissenschaftlich geprüft wird, sind es die Kritiker, denen Mängel nachgewiesen
werden, nicht die Bibel.
Unterteilung der Bibel
Das Alte Testament
I. DAS GESETZ
(Genesis) 1. Mose
(Exodus) 2. Mose
(Levitikus) 3. Mose
(Numeri) 4. Mose
(Deuteronomium) 5. Mose
II. DIE PROPHETEN
Josua - Richter
Samuel - Könige
Jesaja
Jeremia
Hesekiel
11. Die Zwölf (die kleinen Propheten)
III. DIE SCHRIFTEN
Psalmen
Sprüche
Hiob
Hoheslied
Rut
Klagelieder
Prediger
Ester
Daniel
Esra - Nehemia
Chronik
Das Neue Testament
IV. DIE EVANGELIEN UND APOSTELGESCHICHTE
Matthäus
Markus
Lukas
Johannes
5. Apostelgeschichte
V. ALLGEMEINE BRIEFE
Jakobus
1 Petrus
2 Petrus
1 Johannes
2 Johannes
3 Johannes
12. Judas
VI. PAULUSBRIEFE
Römer
1 Korinther
2 Korinther
Galater
Epheser
Philipper
Kolosser
1 Thessalonicher
2 Thessalonicher
Hebräer
1 Timotheus
2 Timotheus
Titus
26. Philemon
VII. PROPHEZEIUNG
Offenbarung
Lektion 1, Teil 3
Ist das Alte Testament für uns heute relevant?
Das Alte Testament umfasst mehr als zwei Drittel der
gesamten Bibel. Wie relevant ist es für uns heute? Manche behaupten, dass der
einzige Wert des Alten Testaments in seinen historischen Inhalten liegt, oder
allenfalls in seiner inspirierenden Poesie. Wie sieht es damit aus? Sollte das
Alte Testament genau wie das Neue Testament studiert werden? Was für eine
Wechselbeziehung besteht zwischen diesen beiden Teilen der Bibel, den
hebräischen und den griechischen Schriften?
Es ist wichtig, diese grundlegenden biblischen Konzepte zu
verstehen, bevor wir mit unserem Studium von Gottes Wort, der Heiligen Schrift,
fortfahren.
- Lesen Sie 2. Timotheus 3, 14 - 17. Welche Schriften waren
während Timotheus' Kindheit vorhanden? (Anmerkung: Das Neue Testament war erst
in Bearbeitung, als Timotheus bereits erwachsen war!).
- Sagte Paulus zu Timotheus, dass die [alttestamentliche]
Schrift nützlich ist zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung
in Gerechtigkeit?
- Wie definiert die Bibel Gerechtigkeit? (siehe Psalm 119,
172).
- Wer hat die Gebote des Alten Testaments gegeben, Moses
oder Gott? Beachten Sie die folgenden Schriftstellen: 2. Mose 19, 7; 2. Mose 20,
1; 2. Mose24; 4 und 12; 3. Mose 26, 46; 5. Mose 4, 5.
- Wie sieht es mit den Beispielen im Alten Testament aus?
Sind auch sie für uns heute wichtig? Wie hat Paulus dazu in 1. Korinther 10, 6
und 11 Stellung genommen?
- Enthält das Alte Testament Informationen über die
Erlösung durch Christus? Siehe 2. Timotheus 3, 15.
- Hat der äthiopische Kämmerer die Botschaft der Erlösung
im Alten Testament gefunden? Siehe Apostelgeschichte 8, 27 - 35.
- War er in der Lage, die Bedeutung des Alten Testaments
ohne zusätzliche Offenbarung des Neuen Testaments zu verstehen oder bedurfte er
der Leitung von Philip? Siehe Apostelgeschichte 8, 35.
- Obwohl die Juden die Offenbarung des Alten Testaments
erhalten haben, verstehen sie ihre Botschaft völlig? Beachten Sie Paulus'
Erklärung in 2. Korinther 3, 14 - 18.
- Jesus Christus kam, um was im Hinblick auf das Alte
Testament zu tun? Siehe Matthäus 5, 17. (Anmerkung: das griechische Wort für
„erfüllen", pleroo, finden wir auch in Matthäus 13, 48 „voll", Lukas 2,
40 „voller", Epheser 3, 19 „erfüllt" - und anderen Stellen).
Bibelmanuskripte und
-übersetzungen
Die Versionen der Bibel, die in der deutschen Sprache
erhältlich sind, sind Übersetzungen aus den ursprünglichen Sprachen, in denen
die Bibel geschrieben wurde. Das Original des Alten Testaments wurde in
hebräisch verfasst, bis auf wenige, späte Bücher, die in aramäisch - einer
verwandten Sprache - verfasst wurden. Unser Neues Testament wurde aus dem
Griechischen übersetzt.
Die alttestamentlichen Schriften wurden von Gott der
jüdischen Gemeinde anvertraut (Römer 3, 1 - 3). Sie sind treu erhalten worden in
handgeschriebenen Manuskripten durch Schriftgelehrte, sogenannte Masoreten. Der
offizielle, von den Juden erhaltene Text wird Masora genannt. Die
Schriftgelehrten haben mit großem Aufwand die Genauigkeit des Textes erhalten.
Sie überlieferten die genaue Anzahl von Worten und Buchstaben für jedes Buch.
Sie wussten zum Beispiel, welches Wort und welcher Buchstabe in der Mitte eines
Buches stand. Beim Anfertigen von handgeschriebenen Kopien verglichen sie die
Anzahl der Buchstaben untereinander, um sicherzugehen, dass es nicht einmal eine
Abweichung von einem einzigen Buchstaben gab. Jesus Christus gab in Matthäus 5,
18 Zeugnis von ihrer Sorgfalt, was die Erhaltung des Textes betrifft; weder „der
kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz" würde vergehen.
Der autoritative hebräische Text, die Masora, wird offiziell
in der jüdischen Gemeinde erhalten. Die Texte wurden niedergeschrieben auf
Pergament, das von speziell behandelten Schafhäuten hergestellt wurde, und von
sorgfältig ausgebildeten Schriftgelehrten handkopiert und als Rollen erhalten.
Während viele Sekten ihre eigenen Kopien der Schriften erhielten, kam keiner
dieser Kopien die Anerkennung zu, wie sie die Masora erhielt.
Unser Neues Testament wurde durch den Apostel Johannes kurz
vor seinem Tod am Ende des ersten Jahrhunderts in seine jetzige Form gebracht.
Zu dieser Zeit lebte er in Ephesus, einer griechischsprachigen Stadt nahe der
Westküste Kleinasiens (der heutigen Türkei). Dies ist dieselbe Stadt, die
Jahrzehnte vorher als Verwahrungsort der Kopien von Paulus' Schriften diente (2.
Timotheus 4,13 und 21). Es ist die Stadt, von der in Offenbarung 2 die Rede ist,
die die gesamte erste Ära der Kirche Gottes repräsentiert. Die griechischen
Manuskripte, die aus Kleinasien stammen, werden von modernen Gelehrten als
antiochisch oder byzantinisch klassifiziert. Dieser Text wurde in der
griechischen Welt verwendet und weicht etwas von den westlichen und
alexandrischen Typen ab, die in Rom und Ägypten überliefert worden sind.
Kopien der byzantinischen Texte wurden von Gelehrten, die im
15. Jahrhundert vor der türkischen Invasion flohen, mit in den Westen gebracht.
Viele dieser griechischen Gelehrten und die Manuskripte, die sie mit sich
brachten, verblieben in der Gegend von Basel in der Schweiz nach dem Fall von
Konstantinopel im Jahr 1453. Von diesen Manuskripten wurden im wesentlichen die
gedruckten Texte von Erasmus (1516) und Stephens (1520) angefertigt. Stephen's
Text war als Textus Receptus (empfangener Text) bekannt und war für
ungefähr drei Jahrhunderte der akzeptierte Standard für das griechische Neue
Testament.
Mit der weitverbreiteten Akzeptanz der Evolutionstheorie und
dem Einzug der höheren Kritik in Gelehrtenkreisen im späten 19. Jahrhundert,
veränderte sich die Art der Bibelübersetzung. Mit der Ablehnung der Vorstellung,
dass die Bibel übernatürlich inspiriert und erhalten worden sein könnte,
entschieden Gelehrte, dass die ältesten Manuskripte, ohne Rücksicht auf ihren
Ursprung, dem Original am nächsten und am genauesten sein müssten. Dann begannen
sie, Texten und Textfragmenten, die vorher als minderwertig galten, besondere
Beachtung zu geben. Die meisten Bibelübersetzer des 20. Jahrhunderts benutzten
Texte, die von der höheren Kritik angepriesen wurden und verbannten Inhalte der
offiziell erhaltenen Texte in Fußnoten.
Die autorisierte Version oder King-James-Übersetzung,
die lange als Standard in der englischsprachigen Welt galt, wurde erstmals im
Jahr 1611 gedruckt - nach siebenjähriger Arbeit von 54 Gelehrten. Sie wurde
primär von der hebräischen Masora und dem griechischen empfangenen Text (Textus
Receptus) übersetzt, aufbauend auf die Arbeit von frühen Gelehrten wie
William Tyndale. Obwohl es wenige, offensichtliche Fehler gibt, wie z.B. der
Gebrauch des Wortes „Easter" (Ostern) anstatt „Passover" (Passah) - eine
Fehlübersetzung des griechischen Pascha in Apostelgeschichte 12, 4 -
strebten die King-James-Übersetzer sorgfältig danach, den verfügbaren
Originaltexten treu zu bleiben.
Das hauptsächliche Problem mit der King James Version
ist für viele moderne Leser der Gebrauch von englischen Worten, die nicht mehr
üblich sind oder die in den vier Jahrhunderten seit dem Beginn der Übersetzung
sogar eine Veränderung in ihrer Bedeutung erfahren haben.
Im Jahr 1982 wurde die Übersetzung der New King James
Version abgeschlossen. Sie repräsentiert den Versuch, die ursprüngliche
King James Version auf den neuesten Stand zu bringen. Ihr Gebrauch ist
einfacher für die meisten modernen Leser und gleichzeitig wurde viel von der
Schönheit und Treue zum ursprünglichen Text der King James erhalten.
Diese Übersetzung wird am häufigsten in unserer englischsprachigen Tomorrow's
World zitiert.
Die meisten anderen englischen Übersetzungen des 20.
Jahrhunderts z.B. die Revised Standard Version, die New English Bible,
die New American Standard und die New International Version geben
den Manuskripten Vorrang, die von den höheren Kritikern begünstigt werden.
Obwohl die überwältigende Mehrheit des Inhalts der Manuskripte praktisch
derselbe ist, gibt es doch wenige signifikante Variationen in bestimmten
Passagen. Während diese Übersetzungen hilfreich sein können, sollten sie nicht
benutzt werden, um Doktrinen zu etablieren in Bereichen, wo sie der
King-James-Übersetzung widersprechen.
Es gibt andere englische Übersetzungen. Viele von ihnen sind
im wesentlichen Paraphrasen, das heißt sie stellen den Versuch des Autors dar,
den Text durch eigene Wortwahl oder zeitgemäße Sprache zu vereinfachen. Solche
Versionen der Bibel sind oft einfach zu lesen, jedoch nicht zuverlässig, wenn es
um das Studium von Fakten oder die Etablierung von Lehren geht. Andere
Paraphrasen liegen im Trend der Zeit und passen sich den Bedürfnissen von
Interessengruppen und der öffentlichen Meinung an. Beispiele für Paraphrasen
sind die Living Bible und die Contemporary English Version.
Lektion 1, Teil 4
Das Informationsbuch
Die Zeit, in der wir leben, wird oft das
Informationszeitalter genannt. Die Fülle verfügbarer Information zu jedem
erdenklichen Thema ist uferlos. Paradoxerweise geht die Anhäufung von Wissen
einher mit der parallelen Zunahme der Probleme und Schwierigkeiten der
Menschheit. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung ist die zunehmende
Vernachlässigung von Gottes Offenbarung in unserer modernen Welt.
In Wirklichkeit enthält die Bibel die kostbare Wahrheit der
Erlösung und des großartigen Planes Gottes für die Menschheit und viele andere
relevante Themen. Sie enthält Informationen zu Leben, Liebe, Gesundheit, Glück
und behandelt jeden Aspekt des menschlichen Lebens und zwischenmenschlicher
Beziehungen - zumindest in Form von Prinzipien. Manches ist durch direkte Gebote
geregelt, während anderes mittels Beispielen oder durch offenbarte Prinzipien
der Weisheit gelehrt wird. Lassen Sie uns einige der biblischen Informationen
näher betrachten.
- Warum möchte Gott gemäß 5. Mose 6, 24, dass wir seinen
Geboten gehorchen? Siehe auch 5. Mose 5, 29 und 32 - 33.
- Wie fasste Jesus Gottes Gesetz in Matthäus 22, 36 - 40
zusammen? (Anmerkung: Die ersten vier der zehn Gebote zeigen uns, wie wir Gott
lieben sollen, während uns die letzten sechs sagen, wie wir unseren Nächsten
lieben sollen).
- Was sagt uns Paulus in Römer 7, 12 und 14 über das
Gesetz? Wie steht es jedoch mit der populären religiösen Lehre, dass der Glaube
an Christus das Gesetz unnötig macht? Siehe Römer 3, 31.
- Lehrt die Bibel, dass wir in unserem Leben mit
Konsequenzen für Gehorsam oder Ungehorsam gegenüber Gottes Gesetz rechnen
müssen? Siehe 5. Mose 11, 26 - 28.
- Laut Sprüche 1,1 - 4: Warum hat Salomo das Buch der
Sprüche verfasst?
- Ärzte kamen in den vergangenen Jahrzehnten zu der
Erkenntnis der krankheitsverursachenden Wirkung von Stress. Was inspirierte Gott
Salomo in Sprüche 17, 22 vor Tausenden von Jahren, über dieses Prinzip zu
erklären?
- Welche praktischen Prinzipien offenbaren die Sprüche zum
Thema der Wahl unserer Freunde und Bekannten? Siehe Sprüche 22, 24 - 25; Sprüche
13, 20; Sprüche 23, 19 - 21; Sprüche 6, 23 - 26.
- Gibt die Bibel wesentliche Informationen über die Art,
wie Eheleute einander behandeln sollten, um ein glückliches Heim zu bewahren?
Siehe 1. Petrus 3, 1 - 11.
- Manche werden zu uns kommen und Fragen stellen über das,
was wir glauben und warum. Was wird uns in 1. Petrus 3, 15 gesagt?
- Womit vergleicht Paulus unsere Fähigkeit, die
Informationen der Bibel zu verdauen? Hebräer 5, 12 - 14. Wie, sagt er, können
wir unsere geistige Verdauung verbessern? Beachten Sie Vers 14.
Praktische Hilfen für das
Bibelstudium
Paulus pries die Juden in der Stadt Beröa, die seinen
Predigten zuhörten, denn sie „forschten täglich in der Schrift, ob sich's so
verhielte" (Apostelgeschichte 17, 11). Heute haben wir eine Vielzahl von
Bibelressourcen und -hilfen verfügbar, die unsere Ergründung von Gottes Wort
wesentlich einfacher und bequemer machen, als es für die Beröer des ersten
Jahrhunderts der Fall war. Bitte beachten Sie jedoch, dass Bibelhilfen genau das
sind: Hilfen für Ihr Studium der Bibel, nicht aber das eigentliche Studium.
Konkordanzen
Der Versuch, einen bestimmten Bibelvers zu finden, oder
einen bestimmten Absatz im Gedächtnis zu behalten, kann manchmal sehr
frustrierend sein. Unter Zuhilfenahme einer umfangreichen Konkordanz können Sie
bequem jedes Wort in der Bibel nachschlagen und die genauen Stellen im Text
finden. Manche Konkordanzen zeigen das ursprüngliche, hebräische oder
griechische Wort auf, die korrekte Aussprache und Definition. Der Buchmarkt
bietet eine Reihe hervorragender und sehr hilfreicher Konkordanzen an.
Bibelatlanten, Lexika und
Kommentare
Die Erforschung von Gottes Wort kann wie eine Reise in eine
fremde, neue Welt sein. Bei Ihrer Suche nach der biblischen Wahrheit werden Sie
auf ungewohnte Bräuche stoßen und auf die Erwähnung von Völkern und Ländern, die
auf modernen Karten nicht zu finden sind.
Wer sind die Pharisäer und Sadduzäer? Warum waren die
Samariter und die Juden zu Jesu Zeit verfeindet? Wo waren die historischen
Reiche der Assyrer, Babylonier und Perser? Der geschichtliche, geografische und
soziale Hintergrund ist sehr wichtig, will man manche ansonsten seltsam
erscheinenden Verse verstehen.
Ein Bibelatlas hilft, den geografischen Ort von historischen
Völkern, Städten und Reichen festzustellen. Er zeigt Ihnen das Römische Reich,
durch das Paulus reiste, und wo er an den Orten der zwölf Stämme Israels, sowie
aus der Zeit Josuas und der Richter, Gemeinden gründete. Ein Bibelatlas ist sehr
zu empfehlen, wenn es darum geht, die Welt, wie sie in verschiedenen biblischen
Epochen existierte, zu veranschaulichen.
Bibellexika und -kommentare helfen, historische soziale
Bräuche, archäologische Entdeckungen und säkulare geschichtliche Verbindungen im
Zusammenhang biblischer Ereignisse zu erklären. Jedes dieser Werke ist jedoch
begrenzt durch Hintergrund, Umfeld, persönliche Ausrichtung und Meinung des
Autors. Das Verständnis der Perspektive dessen, der ein Bibelhilfsmittel
hervorbringt, wird den Leser befähigen, diese persönliche Ausrichtung angemessen
zu kompensieren.

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