




















|

Bibelfernlehrgang
Lektion 3 - Können wir biblische
Prophezeiungen verstehen?

|
Die Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang
|
| Chefredakteur | Roderick C. Meredith |
| Redaktionsdirektor | Richard F. Ames |
| Redaktion | William Bowmer Gary F.
Ehman |
| Autoren | John H. Ogwyn Daniel Hall |
| Grafische Gestaltung | Donna Prejean |
| Auflage | Wayne Pyle |

Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang hat keinen
Bezugspreis. Seine Verbreitung wird durch Zehnten und Opfer der Mitglieder der
Living Church of God und anderer ermöglicht, die freiwillig Mitarbeiter im Werk
der Verkündigung von Gottes wahrem Evangelium an alle Nationen wurden.
Alle Bibelzitate in dieser Lektion sind, sofern nicht anders
vermerkt, der revidierten Lutherübersetzung von 1984 entnommen
Copyright © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.
Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang wird herausgegeben von
der
Living Church of God 16935 W. Bernardo Dr., Suite 260
San Diego CA, 92127, USA. Copyright © 2000 Living Church of God ®. Alle
Rechte vorbehalten.
Aus der Feder des Herausgebers...
Die Bibel ist viel mehr als nur - wie manche uns glauben machen wollen -
Geschichten und Poesie; sie ist ein Wissensschatz. Sie erzählt uns über Gott,
den Menschen und seinen Ursprung. Die Bibel offenbart etwas, das mit
wissenschaftlichen Methoden niemals entdeckt werden könnte: WARUM der Mensch
erschaffen wurde. Sie offenbart sowohl den Plan und die Absichten des
allmächtigen Gottes, als auch die Gesetze, die er für uns in Kraft setzte, damit
wir zu Glück, Frieden und letztendlich ewigem Leben gelangen können. Die Bibel
enthält Geschichte und Poesie. Sie ist außerdem eine Quelle der Inspiration und
Hilfe, wenn wir an einem Tiefpunkt sind.
Die Bibel enthält all das und mehr. Wussten Sie, dass mehr als ein Viertel
der Bibel im Voraus geschriebene Geschichte - Bibelprophezeiung - ist? Warum hat
Gott einen so großen Teil seines Buches als Prophezeiungen der Zukunft
inspiriert?
Zuallererst demonstriert Prophezeiung die Souveränität Gottes. Der
Schöpfergott ist die höchste Autorität des Universums. Er inspirierte Jesaja, in
Jesaja 46:10 festzuhalten: „Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach
kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich
beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue
ich." Gott unterscheidet sich von all den heidnischen Götzen darin, dass er
Wirklichkeit ist, kein Ergebnis menschlicher Vorstellungskraft. Er hat einen
Ziel und Plan, und die Macht, ihn zu erfüllen. Es gibt Prophezeiungen über
historische Städte wie Tyrus, die dazu bestimmt wurden, zerstört und niemals
wieder aufgebaut zu werden. Andere Städte, z.B. Jerusalem, sind ausersehen, bis
zur Endzeit bestehen zu bleiben. Nur wer allerhöchste Macht und Autorität
besitzt, kann das Ende vom Anfang erklären und es tatsächlich so geschehen
lassen.
Außerdem wurde Prophezeiung geschrieben, um Gottes Volk Hoffnung zu geben.
Gottes Volk lebt inmitten einer feindlich gesinnten Welt, wird gelegentlich für
seinen Glauben und seine Lebensweise verfolgt und ist generell mit einer eher
entmutigenden Aussicht konfrontiert. Falls Christen gegen Ende des ersten
Jahrhunderts ihre Schlussfolgerungen aus den unmittelbaren Umstände um sie herum
gezogen hätten, hätten sie denken müssen, dass alles am Auseinanderfallen war.
Die Kirche war mit Problemen wie z.B. falschen Predigern belastet, die in
manchen Fällen wahre Christen aus den örtlichen Gemeinden ausschlossen (3.
Johannes 1, 9-10). Jerusalem war zerstört worden, die Kirche zerstreut, und vom
römischen Staat ging zunehmend Verfolgung aus. Wo sollte das alles hinführen? Es
geschah im Zusammenhang dieser Ereignisse, dass dem alternden Apostel Johannes
das Buch der Offenbarung eingegeben wurde.
Durch Bibelprophezeiung gibt der Schöpfer seinem Volk Einblick in
zukünftige Ereignisse in dieser beängstigenden Welt. Wir können verstehen, wo
wir in der Sequenz der Ereignisse stehen und können den Sinn der Welt, in der
wir leben, begreifen. Prophezeiung zeigt, dass Gott die Kontrolle behält. Diese
Welt und die falschen Werte, auf die sie aufgebaut ist, sind dazu bestimmt, in
wenigen Jahren von der Bühne zu verschwinden (1. Johannes 2, 17) und durch eine
Gesellschaft ersetzt zu werden, die auf den Gesetzen des allmächtigen Gottes
basiert. Das ist das Versprechen der Bibelprophezeiungen!
Zum Titelbild:
Die vier Reiter der Offenbarung werden aus den
Seiten der Bibel auf die Weltbühne reiten. Falsche Religionen, Kriege,
Hungersnöte und Seuchen werden in ernüchternder Erfüllung der
Endzeit-Prophezeiungen über die Erde hinwegfegen.
Können wir Bibelprophezeiungen
verstehen?
Es hat seit jeher zahlreiche – weltliche und religiöse -
Propheten gegeben, die versucht haben, die Zukunft vorherzusagen. Was die
wirklich großen Ereignisse betrifft, waren sie nicht besonders beeindruckend.
Entweder waren die Vorhersagen so vage, dass sie völlig bedeutungslos waren,
oder sie haben lediglich die Weltanschauung der Zeit, in der sie geschrieben
wurden, reflektiert. Menschliche Offenbarer sind unausweichlich in ihrer eigenen
Zeit gefangen und daher nicht in der Lage, eine wirkliche, langfristige
Vorhersage zu machen.
Heutzutage gibt es keinen Mangel an „Denkern" und Analysten, die uns
erzählen wollen, was die Zukunft für unsere Nation und für die ganze Welt
bereithält. Trotz der Milliardenbeträge, die von amerikanischen und britischen
Regierungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs für die Sammlung und Auswertung
von Informationen aufgebracht wurden, haben hochrangige Analytiker vollkommen
versagt, den größten geopolitischen Umschwung seit dem Ende des Krieges im
Voraus zu erkennen. Der Untergang des Kommunismus in Europa und das Erscheinen
eines wiedervereinigten Deutschlands als führende Nation in Europa, kamen völlig
unerwartet für die sogenannten, weltlichen „Seher".
Religiöse Quellen, die Zukunftsoffenbarungen anbieten, sind in der Regel
auch nicht besser. Schriften von altertümlichen Kirchenmystikern und
Erscheinungen, wie etwa im Jahr 1917 vorgeblich von Kindern im portugiesischen
Fatima gesehen, suggerieren, Schlüssel zum Verständnis der Zukunft zu haben.
Viele haben vorgegeben, im Namen der Bibel zu sprechen, und haben dennoch eine
weite Bandbreite verschiedener Szenarien angegeben.
Derjenige, der in der Bibel als Gott spricht, sagt, dass er das Ende vom
Anfang erklärt. Die Bibel enthält viele nachweisbare Prophezeiungen für
historische Völker und Nationen, die eingetroffen sind. Sie enthält auch
Schriften von Männern Gottes, welche Visionen aufzeichneten, die sie selbst
nicht verstanden. Ihnen wurde vielmehr mitgeteilt, dass diese Informationen für
die Endzeit bestimmt seien. Wie passen all die Schriften der Propheten zusammen?
Wie kann Bibelprophezeiung für uns einen Sinn ergeben?
Wenige verstehen, dass Jesus Christus unter anderem als Nachrichtensprecher
auf diese Erde kam! Er kam mit einer Nachricht über die Zukunft. Er sagte die
Errichtung des Reiches Gottes auf dieser Erde voraus und zeigte, wie wir alle am
Erbe dieses Reiches teilhaben können. Zusätzlich offenbarte er die Umrisse der
Ereignisse von seiner Zeit bis hin zur Etablierung dieses Reiches. Was Christus
offenbarte, ist der Schlüssel zum Verständnis jeder Prophezeiung in der Bibel.
Der Apostel Johannes zeichnete in Offenbarung 19, 10 auf: „Das Zeugnis Jesu
aber ist der Geist der Weissagung." Zeugnis ist die Information von einer
Person, die Wissen aus erster Hand weitergibt. Jesus Christus kam mit einem
Zeugnis - er kam als Bote des Bundes (Maleachi 3, 1). Seine Evangeliumsbotschaft
gibt allen Prophezeiungen der Bibel Geist und Leben. Alle Prophezeiungen deuten,
auf die eine oder andere Weise, auf das Reich Gottes oder auf damit in
Verbindung stehende Ereignisse hin.
Wenn wir uns die Offenbarungsbotschaft Jesu Christi ansehen, können wir
alle Botschaften der Großen und der Kleinen Propheten des Alten Testaments in
ihren passenden Zeitrahmen einordnen. Ohne Christi Offenbarung wären wir nicht
in der Lage, zu verstehen, wie all diese Prophezeiungen zueinander in Beziehung
stehen. Sehen Sie weiter, was genau Christus offenbarte, und wie die Ereignisse
in dieser Welt einen Sinn ergeben.
Lektion 3, Teil 1
Die entscheidende
Õlbergprophezeiung
Die berühmte Õlbergprophezeiung, aufgezeichnet in
Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21, ist der Brennpunkt biblischer
Prophezeiungen. Diese entscheidende Prophezeiung, die Christus nur Tage vor
seiner Kreuzigung in einer privaten Unterredung an seine Jünger gab, liefert
einen Umriss der Endzeit-Ereignisse. Sie zeigt klar, dass die Geschehnisse in
Judäa und Jerusalem, die mit der römischen Invasion im Jahre 70 n.Chr. ihren
Höhepunkt erreichten, lediglich ein Muster der Endzeit-Ereignisse darstellten.
Was in jener Generation geschah, wartet noch auf seine zukünftige Erfüllung, die
in der Rückkehr Christi als König der Könige und „Herr aller Herren" gipfeln
wird.
- Was geschah, als Jesu Jünger ihn auf das großartige
Gebäude des Tempels aufmerksam machten? Matthäus 24, 1 - 2.
- Fragten ihn die Jünger, wann das stattfinden sollte und
wie sie wissen sollten, wann es Zeit für Christi Rückkehr wäre? Matthäus 24, 3.
Ist die dieser Schriftstelle folgende Abhandlung eine Beantwortung dieser Frage?
- Warnte Jesus zuallererst vor religiöser Verführung?
Matthäus 24, 4 - 5. Kann jemand Christi Namen gebrauchen, ihn als Messias
anerkennen und dennoch in die Irre führen? Matthäus 7, 15. 21 - 23; Markus 7, 7.
- Wird es kurz vor dem Ende eine Zeit religiöser Verführung
geben, die durch Wunder und Zeichen gekennzeichnet sein wird? Matthäus 24, 24;
Markus 13, 22. Wunder an sich sind kein Beweis für das Werk Gottes. Was ist der
letztendliche Test, dem sich alle, die vorgeben, im Namen Gottes zu sprechen,
unterziehen müssen? Jesaja 8, 20.
- Werden Kriege, sowohl politischen als auch
weltanschaulichen Ursprungs, stattfinden? Wie steht es mit Hungersnöten,
Epidemien und weitverbreiteter Erbebenaktivität? Matthäus 24, 6 - 7.
- Werden diese Geschehnisse den Anfang des
Endzeit-Szenarios repräsentieren? Matthäus 24, 8.
- Hat Jesus Christus eine Zeit intensiver religiöser
Verfolgung gegen seine wahren Nachfolger vorausgesagt? Matthäus 24, 9. Um von
allen Völkern gehasst zu werden, müssen Christi Jünger weit bekannt sein. Was
wird die Ursache für die Verfolgung von Christi Jüngern sein? Vers 14, Markus
13, 9 - 11.
- Wird die Mission, der Welt das Evangelium zu predigen
(Markus 16, 15), die Christus vor seiner Auffahrt zum Himmel der Kirche gab,
erfolgreich vor dem Ende dieses Zeitalters beendet sein werden? Matthäus 24, 14.
- Werden wunderbare Zeichen am Himmel einer Zeit intensiver
Bedrängnis von Gottes Volk folgen? Matthäus 24, 29.
- Werden die Rückkehr Jesu Christi und die Auferstehung der
Heiligen nach der großen Trübsal und den himmlischen Zeichen stattfinden?
Matthäus 24, 29 - 31.
- Hat Christus die genaue Zeit seiner Rückkehr offenbart?
Matthäus 24, 36. Ist es jedoch möglich, die generelle Zeit zu wissen? Matthäus
24, 32 - 33; Lukas 21, 29 - 31.
- Hat Christus seine Jünger ermahnt, aufmerksam und wachsam
zu sein, damit sie nicht von Ereignissen überrascht würden? Matthäus 24, 42 -
44; Lukas 21, 34 - 36.
|
Wird die Erde zerstört werden?
Sagt uns 2. Petrus 3, 10, dass die Erde zerstört werden
wird? Beachten Sie den Textzusammenhang: „So werden auch der Himmel, der jetzt
ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den
Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen" (2. Petrus 3, 7).
Der Zusammenhang verdeutlicht, dass dieses Feuer das letztendliche Gericht
für die gottlosen Menschen darstellt. Kommentare wählen diesbezüglich den
Begriff „Verderben," was die völlige Zerstörung der Bösen und ihrer Werke
unterstreicht. Dieses Feuer ist unlöschbar und verbrennt den rebellischen und
reuelosen Sünder (Matthäus 3, 12). Die Bösen werden Asche sein unter den Füßen
der Gerechten (Maleachi 4, 1-3). Die Offenbarung spricht in diesem Zusammenhang
vom „Gehenna-Feuer," welches der zweite Tod ist (Offenbarung 20, 14).
Dieses feurige Gericht der Bösen wird von Petrus beschrieben: „Es wird aber
des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem
Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die
Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden" (2. Petrus 3, 10). Petrus
bestätigt die Natur des „unlöschbaren" Feuers. Alles wird verzehrt werden, sogar
die Atmosphäre. Gott hat angeordnet, dass die Erde selbst nicht zerstört werden
wird (Psalm 104, 5).
Dieses Feuer auf der Erde ist lediglich eine Reinigung. Ebenso wie alles
auf der Erde vernichtet wurde, als sie zur Zeit Noahs überflutet war, wird die
Erde abermals gereinigt werden - dieses Mal mit Feuer. Wie die Erde weiter
existierte nach der Sintflut, so wird sie auch nach dem Feuer des jüngsten
Gerichts fortbestehen. „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue
Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt" (2. Petrus 3, 13).
Der Apostel Johannes hat aufgezeichnet, dass ein neuer Himmel und eine neue
Erde dem Feuersee folgen werden. „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue
Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist
nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem
Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich
hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte
Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk
sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein" (Offenbarung 21, 1 -
3).
Nach der Feuer-Reinigung der Erde und der Zerstörung des Bösen, wird Gott
die Erdoberfläche neu gestalten. Die neue Erde wird der Sitz des neuen Jerusalem
sein - Gottes Wohnstätte und Hauptquartier der Familie Gottes.
|
Was die Offenbarung enthält
In Offenbarung 1, 2 lesen wir, dass Johannes in dem
Buch, das er schrieb, drei verschiedene Kategorien von Informationen
aufzeichnete. Die erste Kategorie bezieht sich auf „das Wort Gottes," die zweite
beinhaltet das Zeugnis Jesu Christi und letztlich zeichnete er die Visionen auf,
die er sah.
Im Alten Testament beginnen viele der prophetischen Aussagen mit den
Worten: „Das Wort des HERRN kam zu mir und sagte...". Das „Wort Gottes" ist ein
direkter Verweis auf frühere Schriften, im besonderen auf Schriften im Alten
Testament. Johannes macht in Offenbarung mehr als 600 Verweise auf das Alte
Testament, weit mehr als jeder andere neutestamentliche Autor. Er verwebt diese
Verse durch und durch und zeigt damit, wie sie sich in die Chronologie der
Endzeitereignisse einfügen. Ohne Johannes’ Aufzeichnungen in dieser Art könnten
wir die Erfüllung vieler alttestamentlicher Endzeitprophezeiungen in ihrer Folge
nicht verstehen.
Christus ist der Offenbarer und sein Zeugnis ist der Schlüssel zum
Verständnis. Im Zusammenhang der Enthüllung von Endzeit-Prophezeiungen gab es
ein spezielles Ereignis, dessen Zeuge Johannes als junger Mann wurde. Jesus
antwortete direkt auf die Frage, was das Zeichen seines Wiederkommens und das
Ende dieses Zeitalters sein würden (Matthäus 24, 3). Die Ölbergprophezeiung gibt
uns, wenn verglichen mit Offenbarung Kapitel 6 einen Umriss der gesamten Abfolge
der Ereignisse in der Endzeit.
Zusätzlich hat Johannes in seinen eigenen Worten die Dinge, die er in
Visionen sah, niedergeschrieben. Dies schließt Visionen vom Himmel, von Gottes
Thron und von prophezeiten Endzeitschlachten und -ereignissen mit ein. Was
Johannes sah, gibt uns eine Vorstellung von Ereignissen, die nirgendwo sonst so
klar beschrieben sind.
Lektion 3, Teil 2
Wird die Menschheit sich selbst
vernichten?
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs besteht die Furcht,
dass die Menschheit sich selbst zusammen mit allem Leben auf dieser Erde
vernichten wird. Nicht nur nukleare, sondern auch chemische und biologische
Waffen existieren und haben das Potenzial, alles Leben auf der Erde zu
zerstören. Der Erste Weltkrieg wurde seinerzeit als der Krieg betrachtet, der
ein für allemal ein Ende mit Kriegen machen sollte - was jedoch eindeutig nicht
der Fall war. Viele haben Schriften in der Bibel gelesen, die von einer
Vernichtung der Erde durch Feuer handeln und haben daraus geschlossen, dass die
Erde in einem nuklearen Krieg untergehen würde. Wird das wirklich stattfinden?
Wird die Erde zerstört sein und alles physische Leben vernichtet sein, wenn
Christus zurückkehrt? Die biblischen Antworten auf diese Fragen weichen sehr von
traditionellen religiösen Beschreibungen von Prophezeiungen ab und weisen uns zu
einem liebenden, gnädigen Gott, der einen Plan für die Menschheit und den
Planeten Erde hat.
- Sprach Jesus von einer Zeit, wenn die Vernichtung allen
Lebens möglich wäre? Matthäus 24, 22. Wird dies stattfinden oder wird Gott
eingreifen, um die Zeit zu verkürzen? (letzter Teil des Verses).
- Wird große Zerstörung das Resultat der Ereignisse des
Tags des Herrn sein? Joel 1, 15.
- Jesaja 24, 1-6 beschreibt auch die Zeit von Gottes
dramatischem Eingreifen im Gericht. Wird es Überlebende geben in dieser
furchtbaren Zerstörung? Vers 6.
- Signalisiert die siebente und letzte Posaune die Zeit,
wenn sowohl Gottes Zorn auf rebellische Nationen ausgegossen wird als auch die
Heiligen Gottes auferweckt und belohnt werden? Offenbarung 11, 15.18.
- Vervollständigen die sieben letzten Plagen, die nach der
siebenten Posaune ausgegossen werden, den Zorn Gottes? Offenbarung 15, 1.
- Wird eine dieser Plagen in der Zerstörung der Ozeane und
allen Lebens darin resultieren? Offenbarung 16, 3.
- Wird eine andere der Plagen alles Süßwasser, wie Flüsse
und Quellen völlig ungenießbar machen? Offenbarung 16, 4. Könnte Leben mehr als
nur wenige Tage nach einer solchen Zerstörung auf unserem Planeten weiterhin
existieren? [Anmerkung: Wasser bedeckt 71 % der Erdoberfläche und macht 65 % des
menschlichen Körpers aus. Wir alle brauchen Wasser, um überleben zu können -
Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Wasser erhält Leben, aber nur, wenn
es sich um reines Wasser handelt. Verunreinigtes Wasser stellt eine Bedrohung
für Gesundheit und Leben dar].
- Wird nach Christi Rückkehr ein Strom von lebensspendendem
Wasser aus Jerusalem hervorbrechen? Sacharja 14, 4.8 - 9.
- Was wird der Effekt dieses „lebendigen Wassers" auf die
toten Gewässer sein, mit denen es in Kontakt kommt? Hesekiel 47, 1.9. Wird
Christi übernatürliches Eingreifen die Menschheit vor totaler Zerstörung retten?
- Werden die brachliegenden Wüstenregionen restauriert
werden, nachdem Gottes Reich auf dieser Erde etabliert sein wird? Jesaja 61, 4.
11. [Anmerkung: Gemäß der Encyclopedia Britannica sind mehr als 7.300.000
Quadratmeilen der irdischen Landmasse - ungefähr 5 % - Wüstengebiete].
|
Die vier Königreiche in Daniel 2
Lassen Sie uns nun sorgfältig den prophetischen Umriss
der Weltereignisse betrachten, welcher von Gott inspiriert und von Daniel
niedergeschrieben wurde. Die Bibel legt sich selbst aus und das Buch Daniel ist
ein Schlüssel zum Verständnis des Buches der Offenbarung und anderer
Endzeitprophezeiungen.
Daniel 2, 1 beschreibt einen beunruhigenden Traum König Nebukadnezars,
welchen er vergaß, nachdem er erwachte. Des Königs Magier und Astrologen konnten
ihm weder den Traum noch dessen Bedeutung sagen. Daniel kam schließlich vor den
König und erklärte ihm, dass es einen Gott im Himmel gibt, der ein Offenbarer
von Geheimnissen ist, und dass er nicht nur den Traum selbst, sondern auch seine
Bedeutung offenbaren würde (Vers 28). Daniel beschrieb dann, dass der König in
seinem Traum ein großes Standbild sah, das sich über die Ebenen von Schimar
erhob. Dieses Monument hatte ein Haupt aus Gold, Schultern und Brust aus Silber,
Hüften aus Kupfer und Beine aus Eisen. Die beiden Beine endeten in zwei Füßen,
die aus einer Mischung aus Eisen und Ton bestanden (Verse 31 - 33). Schließlich
sah Nebukadnezar in seinem Traum einen großen Stein übernatürlicher Herkunft
(„ohne Zutun von Menschenhänden"). Er sah diesen Stein vom Himmel herunterkommen
und das Standbild an den Zehen zermalmen, was das völlige Zerbrechen des
Standbildes zu Staub zur Folge hatte; Staub, der dann vom Wind weggetragen
wurde. Der Stein wurde zu einem großen Berg, der die ganze Erde ausfüllte (Verse
34 - 35).
Was bedeutete all dies? Erinnern wir uns, dass sich die Bibel selbst
interpretiert! Daniel wurde inspiriert, Nebukadnezar in Daniel 2, 38 zu sagen:
„Du bist das goldene Haupt." Er sagte ihm außerdem in Daniel 2, 39 - 40, dass
drei weitere Königreiche nach ihm errichtet werden würden. Daniel war
inspiriert, für uns niederzuschreiben, dass die Geschichte von vier großen
aufeinanderfolgenden Königreichen oder Imperien dominiert sein würde.
Schließlich wurde dem König gesagt, dass der Gott des Himmels sein ewigwährendes
Königreich errichten wird zur Zeit der letzten zehn Könige, die durch die Zehen
an den Füßen der „eisernen Beine" des vierten Königreichs dargestellt werden
(Vers 44).
In Daniel 2, 28 wird betont, dass der lebendige Gott, dem wir dienen, ein
„Offenbarer von Geheimnissen" ist. Der Traum des Königs reichte in seiner
Chronologie von den Tagen des altertümlichen Babylons und des Königs
Nebukadnezar bis hin zu den „letzten Tagen." Der Traum hat seinen
Höhepunkt eindeutig in der Rückkehr Jesu Christi und der Errichtung des Reiches
Gottes auf dieser Erde (Vers 44). Sind die von Daniel vorhergesagten Ereignisse
tatsächlich genauso eingetroffen? Absolut. Lassen Sie uns sehen, wie:
In Daniel 5 lesen wir von den Ereignissen im Zusammenhang mit dem Fall
Babylons im Jahr 539 v.Chr. durch die Armee des Königs Darius, des Großen. Das
Imperium der Meder und Perser war klar das „zweite Königreich," das nach
Babylon errichtet werden sollte. Es fand Beachtung wegen seiner pompösen Größe
und Macht und dominierte die Weltbühne etwa 200 Jahre lang.
Dann, beginnend im Jahr 333 v.Chr., überquerten die griechischen
Streitkräfte Alexanders des Großen die kritische Grenze zwischen Europa und
Asien. Zwei Jahre später brach das Persische Imperium in der Schlacht von Arbela
zusammen, und das dritte weltbeherrschende Reich, das Griechisch-Mazedonische
Reich unter Alexander dem Großen, begann. Nach Alexanders Tod teilten seine
Generäle das Reich unter sich auf, aber es verblieb griechisch in Sprache,
Kultur und Weltanschauung. Die hellenistischen Imperien der Nachfolger
Alexanders dominierten den Mittleren Osten rund 300 Jahre, bevor sie
schließlich, eines nach dem anderen, von dem vierten großen, weltbeherrschenden
Imperium, dem eisernen Reich, aufgesogen wurden.
Dieses vierte Reich, in der Geschichte eindeutig als das Römische Reich
identifiziert, sollte gemäß Prophezeiung als zwei „Beine" weiterhin bestehen
(als Weströmisches Reich und Oströmisches Reich), bis hin zum Ende. Zu dieser
Zeit würden die zehn Zehen (oder Könige, Vers 44) die letztendliche Verkörperung
dieses Systems ausmachen, das seinen Ursprung im altertümlichen Babylon hatte.
Dies ist der Beweis, dass das Staatssystem in der Endzeit aus den Nachfolgern
des Römischen (westlichen) und des Byzantinischen (östlichen) Reiches bestehen
wird. Wenn wir die Bibel sich selbst auslegen lassen, ist die Progression der
vier weltbeherrschenden Reiche klar.
|
Lektion 3, Teil 3
Das Buch der Offenbarung
entschlüsselt
Das Buch der Offenbarung ist das höchst geheimnisvolle
und am wenigsten verstandene Buch der Bibel. Es erhebt den Anspruch,
Endzeit-Ereignisse zu offenbaren. Können wir wirklich die Wahrheit über dieses
viel diskutierte und wenig verstandene Buch erfahren?
- Was war der Zweck des Buches der Offenbarung? Offenbarung
1, 1. War der Zweck ein Offenbaren oder ein Verschleiern? [Anmerkung: Viele
Kommentatoren verweisen auf die Offenbarung als „Apokalyptische Literatur".
Apokalypse ist lediglich ein griechisches Wort, das „Offenbarung" oder
„Enthüllung" bedeutet.]
- Welche drei Sachverhalte wurden von Johannes im Buch der
Offenbarung aufgezeichnet? Offenbarung 1, 2.
- Was ist uns über das „Zeugnis Jesu Christi" gesagt?
Offenbarung 19, 10. Ist Zeugnis nicht Information, die von jemandem
weitergegeben wird, der sie unmittelbar erhalten hat?
- Gab Jesus Christus noch an anderer Stelle Zeugnis - als
Antwort auf die Frage, was seine Rückkehr zur Erde und das Ende dieses
Zeitalters signalisieren werde? Matthäus 24, 3; Markus 13, 4; Lukas 21, 7.
- Wurde Johannes ein Buch gezeigt, das völlig geschlossen
und mit sieben Siegeln versiegelt war? Offenbarung 5, 1. Wer war der einzige,
der autorisiert war, diese sieben Siegel zu öffnen? Offenbarung 5, 5.
[Anmerkung: Es ist offensichtlich, dass Jesus Christus der Offenbarer ist, nicht
Johannes. Wir müssen in den klaren Aussagen und Zeugnissen Jesu Christi nach den
Schlüsseln zum Verständnis dieses Buches suchen.]
- Besteht das letzte der sieben Siegel aus sieben Posaunen,
die von sieben großen Engelswesen geblasen werden? Offenbarung 8, 1 – 2. 6.
- Was wird uns über das Blasen der siebenten und letzten
Posaune gesagt? Offenbarung 11, 15. 18.
- Ist dieser finale Posaunenstoß eines Engels auch in 1.
Korinther 15, 52 erwähnt?
- Da, gemäß Offenbarung 11, 18, die siebente Posaune Gottes
Zorn und Gericht für reuelose Nationen einleitet, werden daher nicht die sieben
letzten Plagen in Offenbarung 16 im Anschluss an die siebente Posaune
stattfinden?
Die Reiter von Offenbarung 6
Wem können Sie vertrauen, wenn es um die Deutung der
mysteriösen vier Reiter der Offenbarung geht? Einfach gesagt, es ist Jesus
Christus, der „würdig ist, das Buch aufzutun und seine sieben Siegel zu
brechen..." (Offenbarung 1, 1 - 2; 5, 2. 5. 8 - 10). Die ersten vier Siegel in
Offenbarung 6 stellen vier Reiter dar.
Wie deutet dann Jesus Christus diese ersten vier Siegel?
Bemerkenswerterweise hat Jesus Christus die Bedeutung der vier Reiter der
Offenbarung in der Ölbergprophezeiung im Matthäusevangelium ausführlich erklärt.
Diese Prophezeiung - die längste, die seinen Jüngern je vermittelt wurde - steht
parallel zur Prophezeiung in Offenbarung 6, wo die vier Reiter erwähnt sind.
Beachten Sie diesen höchst interessanten Vergleich.
Falsches Christentum und das
weiße Pferd
„Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd. Und der
darauf saß, hatte einen Bogen, und ihm wurde eine Krone gegeben, und er zog aus
sieghaft und um zu siegen" (Offenbarung 6, 2).
„Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand
verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: ‚Ich bin der
Christus’, und sie werden viele verführen" (Matthäus 24, 4 - 5).
Nach der Auferstehung Christi sollte sich ein weltweiter Trend des
Auftretens von falschen Predigern und falschen Aposteln abzeichnen, die viele
irreführen würden. Sie würden im Laufe der Zeit Gottes Kirche unterwandern und
das wahre Evangelium, das er vom Vater brachte, verfälschen. (Bitte fordern Sie
unsere kostenlose Broschüre „Das apostolische Christentum wiederherstellen" an.)
Judas, Jesu jüngerer Bruder, ermahnte die Kirche, „dass ihr für den Glauben
kämpft, der ein für allemal den Heiligen überliefert ist. Denn es haben sich
einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben
ist; Gottlose sind sie, missbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre
Ausschweifung und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus
Christus" (Judas 1, 3 - 4).
Der Apostel Paulus wurde seinerzeit ebenfalls Zeuge der Anfänge dieser
Verführung. Er verwies auf solche Lehrer als „falsche Apostel, betrügerische
Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder;
denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es
nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der
Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken" (2. Korinther 11, 13 -
15. Beachten Sie auch Verse 3 - 4).
Satans Maskerade ist in der Vision in Offenbarung 6 als weißes Pferd
dargestellt. Der Reiter auf dem weißen Pferd scheint, oberflächlich betrachtet,
Jesus Christus darzustellen. Jedoch der wahre Jesus Christus hat Augen wie „eine
Feuerflamme." Er hat „viele Kronen" auf seinem Haupt und trägt ein Schwert,
nicht einen Bogen (Offenbarung 19, 11 - 15). Dieses scharfe, zweischneidige
Schwert ist nichts anderes als das Wort Gottes (Hebräer 4, 12), welches aus dem
Mund Jesu Christi kommt, um die „Gedanken und Sinne des Herzens" zu richten. Die
Schlussfolgerung ist, dass der erste Reiter in Offenbarung 6 einen weltweiten
Trend falschen Christentums repräsentiert, welches ständig an Macht und Einfluss
zunimmt. Diese Verführung wird in der Machtergreifung eines religiösen Führers
gipfeln, der „sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt" (2.
Thessalonicher 2, 1 – 4. 8 - 9).
Das rote Pferd und die Geißel des
Krieges
„Und es kam heraus ein zweites Pferd, das war feuerrot.
Und dem, der darauf saß, wurde Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu
nehmen, dass sie sich untereinander umbrächten, und ihm wurde ein großes Schwert
gegeben" (Offenbarung 6, 4).
„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt
nicht. Denn es muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es
wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das
andere..." (Matthäus 24, 6 - 7).
Der Reiter dieses roten Pferdes nimmt den Frieden von der Erde. Krieg ist
laut Definition die Abwesenheit von Frieden und die größte Geißel der
Menschheit. Die Geschichte dieser Welt ist eine Geschichte des Konflikts mit
enormen Verlusten von Menschenleben und unsäglichem Leid. Jesus Christus, der
Offenbarer, stellte mitfühlend fest, dass sich der weltweite Trend von „Kriegen
und Kriegsgerüchten" zur Zeit des Endes verstärken und schließlich in der
„großen Trübsal" (Matthäus 24, 21 - 22) eskalieren würde.
Das schwarze Pferd der Hungersnot
„Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die
dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der
darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme mitten
unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei
Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden!"
(Offenbarung 6, 5 - 6).
„... Und es werden Hungersnöte sein..." (Matthäus 24, 7).
Die unmittelbaren Folgen von Krieg schließen Dezimierung von
Nahrungsmittelvorräten und Viehherden, kontaminiertes Wasser und Rationierung
verbleibender Güter ein, während die meisten Güter zur Erhaltung des Militärs
verwendet werden. Einmal mit der Realität des Krieges konfrontiert, versäumen
rivalisierende Länder häufig, massenhaftem Hungertod entgegenzuwirken. Instabile
Klimaverhältnisse, Dürren, Seuchen und Überbevölkerung haben diese Probleme
dramatisch verstärkt. Jesus warnte uns, dass der weltweite Trend von
Hungersnöten sich verschlimmern würde, je näher wir der Zeit von Christi
Rückkehr rücken.
Das fahle Pferd der Pestilenz
„Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der
darauf saß, dessen Name war: Der Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen
wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und
Hunger und Pest und durch die wilden Tiere auf Erden" (Offenbarung 6, 8).
„... Und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort..."
(Matthäus 24, 7).
Jesus offenbarte, dass die Menschheit durch ihre Geschichte mit Seuchen
konfrontiert werden würde. Das Potenzial für weltweite Seuchen hat sich bereits
manifestiert. Mit AIDS in Verbindung stehende Infektionen sind auf jedem
Kontinent zu finden, und breiten sich weiterhin ungehindert aus. Ständig neue
Formen des Grippevirus fegen um die Welt innerhalb von Tagen.
Medikamentenresistente Krankheiten sind, nachdem sie für ausgerottet gehalten
wurden, wieder aufgetaucht und bedrohen erneut die Weltbevölkerung.
„Super-Schädlinge," resistente Insekten, denen mit Chemikalien nicht beizukommen
ist, bedrohen die Landwirtschaft der ganzen Welt. Das fahle Pferd der
Offenbarung ist ein Vorläufer furchtbarer globaler Seuchen und Epidemien, die
schließlich völlig außer Kontrolle geraten und zusammen mit den anderen Pferden
25 % allen menschlichen Lebens vernichten werden.
Es wird klar, dass die Reiter der Offenbarung, die Johannes in der
apokalyptischen Vision sah, den „Anfang der Wehen" darstellen, die sich
unmittelbar vor Christi Rückkehr in die große Trübsal ausweiten werden.
Lektion 3, Teil 4
Die Offenbarung gibt einen
Einblick in die Zukunft
Wir müssen tiefer in das Buch der Offenbarung schauen,
um zu entdecken, was genau über die Endzeitereignisse offenbart ist. Sehen Sie
im besonderen, wie die Bibel ihre eigenen prophetischen Symbole deutet.
- Die Offenbarung ist voll von mysteriösen Symbolen. In
Offenbarung 1, 12 – 13. 16 lesen wir von sieben Sternen und sieben Leuchtern.
Ist die Bedeutung dieser Symbole an anderer Stelle in diesem Buch offenbart?
Offenbarung 1, 20. Wie sieht es mit dem zweischneidigen Schwert aus, das aus
Christi Mund kommt - wie interpretiert die Bibel dieses Symbol? Hebräer 4, 12.
- In Offenbarung 17, 1 lesen wir von einer „großen Hure,
die an vielen Wassern sitzt." Was ist die Bedeutung der „Wasser"? Offenbarung
17, 15.
- Hat diese gefallene Frau viele illegitime Beziehungen mit
den politischen Machthabern dieser Erde unterhalten? Offenbarung 17, 2. Haben
manche dieser Beziehungen Töchter, genannt Huren, hervorgebracht? Offenbarung
17, 5.
- Vergleicht Paulus die Kirche in Korinth mit einer jungen
Frau, die eine reine Jungfrau ist? 2. Korinther 11, 2. Würde dann nicht eine
Hure symbolisch eine falsche Kirche darstellen, die sich nicht rein hielt und
nicht im Glauben auf Christus wartete?
- Steht die gefallene Frau von Offenbarung 17 in Beziehung
zu einer bestimmten Stadt? Offenbarung 17, 18.
- Dieses furchtbare „Tier" hat in seiner Beschreibung
sieben Häupter. Was symbolisieren diese Häupter? Offenbarung 17, 9 - 10.
- Symbolisieren die zehn Hörner ebenfalls Könige?
Offenbarung 17, 12.
- An mehreren Stellen spricht das Buch der Offenbarung von
einem Drachen. Wer ist dieser „Drachen"? Offenbarung 12, 9.
- In Daniel 2 lesen wir von einem großartigen Standbild,
das von König Nebukadnezar im Traum gesehen wurde und das auf zwei Füßen mit
zehn Zehen stand. Was repräsentieren diese zehn Zehen und was sollte mit ihnen
geschehen? Daniel 2, 34 –36. 41 - 44.
- Stellen die zehn Hörner in Offenbarung 17, 12 - 14
ebenfalls zehn Könige dar, die bei Christi Rückkehr von ihm besiegt werden? Kann
daraus geschlossen werden, dass beide Prophezeiungen sich auf dieselbe
Vereinigung von zehn Königen beziehen?
Was liegt vor uns?
Im Buch der Offenbarung wird von Gott offenbart, dass in
der Endzeit ein System, genannt „Babylon, die Große", erstehen wird, welches die
ganze Welt dominieren wird. Offenbarung 18, 9 -18 und Hesekiel 27 offenbaren
eine große, globale Handelsunion, welche die gesamte Weltwirtschaft beherrschen
wird. Babylon, die Große, beinhaltet jedoch wesentlich mehr als ein
Wirtschaftssystem. Es handelt sich um ein politisches System, das durch das
siebente und letzte „Haupt" des „Tieres" repräsentiert wird (Offenbarung 17, 9 -
13). Es besitzt außerordentliche militärische Macht und Stärke (Offenbarung 13,
4). Seine Religion jedoch ist die verbindende Kraft des gesamten Systems
(Offenbarung 17, 1 - 6).
Jesus Christus warnte seine Jünger in Matthäus 24, 5. 24, dass falsche
Propheten kommen würden, die vorgeben, ihn zu repräsentieren, jedoch die
Menschen mit einer falschen Botschaft in die Irre führen würden. Es werden große
Zeichen und Wunder geschehen, die alle - außer die Erwählten - in die Irre
führen werden. Der Apostel Paulus sagte in 2. Thessalonicher, dass das
„Geheimnis der Bosheit" bereits zu seiner Zeit am Werk war, dass aber
prophetische Ereignisse bis zum Erscheinen des letztendlichen falschen
Propheten, genannt „Mensch der Bosheit", zurückgehalten würden (2.
Thessalonicher 2, 2 - 8). Er warnte vor falschen Zeichen und täuschenden
Wundern, welche die überwiegende Mehrheit der Menschen verführen würden. Dieser
Führer wird ein großes religiöses System anleiten, das in Offenbarung 17, 5
beschrieben wird als „ein Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei
und aller Gräuel auf Erden." In anderen Worten: er wird eine „Mutterkirche"
anführen, von der gesagt ist, dass sie „Tochterkirchen" gebären wird. Dies ist
lediglich ein Auswuchs der alten, babylonischen Mysterienreligion, die nun groß
geworden ist.
Während die Instabilität der politischen Situation rund um die Welt mehr
und mehr zur Bedrohung für künftiges wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand
wird, werden Politiker, Staats- und Regierungschefs mit zunehmender Bedrängnis
nach einer ‘Neuen Weltordnung’ suchen, die Stabilität zu versprechen scheint.
Dies bereitet dann die Bühne für das Erscheinen eines charismatischen,
religiösen Führers, der übernatürliche Zeichen zu verbringen, und damit sogar
unsere moderne, weltlich gesinnte Generation tief zu beeindrucken vermag. Er
wird sich und das von ihm angeführte, religiöse System mit einem zukünftigen
militärisch-politischen Führer alliieren.
Es wird ein zukünftiges weltweites Wiedererwachen intensiven religiösen
Interesses geben. Religion wird letztendlich als Bindemittel dienen, um eine
zersplitterte Welt zusammenzuhalten. Auf diese Weise werden Einigkeit und eine
gemeinsame Identität auf globaler Ebene angepriesen werden.
Die Geschichte zweier völlig unterschiedlicher Städte zieht sich wie ein
roter Faden von Anfang bis Ende durch die ganze Bibel. Das 1. Buch Mose macht
uns mit der Stadt Babylon oder Babel vertraut, die Stadt, die von Nimrod erbaut
wurde. In Kapitel 11 lernen wir Abraham kennen, ein Mann, der aus Ur in Chaldäa
stammt, einer benachbarten Stadt und Teil von Babylons altem Reich. 1. Mose 12
erzählt uns von Abrahams Auszug aus der Gegend von Babylon gemäß Gottes
Anordnung. In Kapitel 14 des ersten Buches Mose lesen wir, dass Abraham nach
Jerusalem kam, ursprünglich Salem genannt, um mit Melchisedek, dem „Priester
Gottes, des Höchsten" zusammenzutreffen, welcher Abraham segnete und von ihm den
Zehnten empfing.
Im letzten Buch der Bibel lesen wir abermals von Babylon. Offenbarung 18
spricht von Babylon, der Großen, und ihrer letztendlichen und völligen
Zerstörung. Genau wie Abraham geboten wurde so wird Gottes Volk in der Endzeit
geboten: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk" (Offenbarung 18, 4). Offenbarung 21
berichtet von einem neuen Jerusalem. „Und ich sah die heilige Stadt, das neue
Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen..." (Offenbarung 21, 2).
Babylon und Jerusalem sind zwei historische Städte, welche zwei völlig
unterschiedliche Regierungssysteme und Lebensweisen repräsentieren. Die eine
stammt von Nimrod, dem ersten nachsintflutlichen Tyrannen, der gegen Gott und
sein Gesetz rebellierte. Nimrod führte ein System der menschlichen Tyrannei ein
und versuchte, eine einheitliche Weltregierung auf Satans Weise zu errichten.
Babylon ist die historische Verfälschung durch den Teufel und die Alternative zu
Gottes Regierung und Reich.
Die Endzeit-Manifestation von Babylon wird versprechen, was Nimrod der
menschlichen Familie beim Turm zu Babel versprach: Einigkeit, Sicherheit und
Wohlstand. Nebukadnezar, Cyrus der Große, Alexander der Große und Caesar
Augustus boten alle in ihrer Zeit das gleiche an.
Jerusalem auf der anderen Seite ist die Stadt Melchisedeks, des Priesters
Gottes, des Höchsten. König David baute seinen Palast, von dem er das gesamte
Israel regierte, auf dem Berg Zion. Dort ist auch der Berg Moriah, der
Tempelberg, gelegen, die Stätte, wo Davids Sohn, Salomo, Gottes herrlichen
Tempel erbaute. Psalm 132, 13 - 14 sagt uns: „Denn der HERR hat Zion erwählt,
und es gefällt ihm, dort zu wohnen. Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich;
hier will ich wohnen, denn das gefällt mir."
In einer Vision diesen zukünftigen Tag des Herrn sehend, berichtet uns
Johannes von einem für uns noch in der Zukunft liegenden, erstaunlichen
Ereignis: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große..."
(Offenbarung 18, 2). Bald nach dem Untergang Babylons wird Jesus Christus mit
allen auferweckten Heiligen auf dem Ölberg in der Nähe Jerusalems stehen. Der
Gott des Himmels wird ein Reich errichten, das nie mehr zerstört wird (Daniel 2,
44). Das Gesetz wird von Jerusalem ausgehen und alle Nationen werden unter die
Regierung Gottes gebracht werden (Jesaja 2, 2 - 3).
Die Bibel erzählt eine Geschichte zweier Städte, Babylon und Jerusalem. Die
eine wird für immer vernichtet werden und die andere wird neu erschaffen werden
als das Neue Jerusalem, welches letztendlich, nach der tausendjährigen
Herrschaft des Messias, vom Himmel auf die Erde herniederkommen wird. Sie wird
für alle Ewigkeit Wohnstätte für den Vater, für Christus und für die „Erstlinge"
sein (Offenbarung 21).
Wie steht es mit Ihnen? Ist Ihre „Staatsangehörigkeit", Ihre Loyalität und
Verbundenheit im Babylon hier unten oder im Jerusalem oben? „Suchet den HERRN,
solange er zu finden ist; rufet ihn an, solange er nahe ist" (Jesaja 55, 6).
„Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden"
(5. Mose 4, 29 - 31)!
|