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Bibelfernlehrgang

Lektion 4 - OFFENBART:
Der Schlüssel zu den
Prophezeiungen der Bibel


 

Die Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang
ChefredakteurRoderick C. Meredith
RedaktionsdirektorRichard F. Ames
RedaktionWilliam Bowmer
Gary F. Ehman
AutorenJohn H. Ogwyn
Daniel Hall
Grafische GestaltungDonna Prejean
AuflageWayne Pyle

 


 

Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang hat keinen Bezugspreis. Seine Verbreitung wird durch Zehnten und Opfer der Mitglieder der Living Church of God und anderer ermöglicht, die freiwillig Mitarbeiter im Werk der Verkündigung von Gottes wahrem Evangelium an alle Nationen wurden.

Alle Bibelzitate in dieser Lektion sind, sofern nicht anders vermerkt, der revidierten Lutherübersetzung von 1984 entnommen

Copyright © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.

Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang wird herausgegeben von der

Living Church of God
16935 W. Bernardo Dr., Suite 260
San Diego CA, 92127, USA.
Copyright © 2000 Living Church of God ®. Alle Rechte vorbehalten.

 

     Aus der Feder des Herausgebers...
     Stellen Sie sich vor, Sie hätten nur noch wenige Wochen zu leben! Welche letzten Worte der Ermahnung und Weisung würden Sie einer Gruppe von Menschen geben, die Sie nahezu 40 Jahre lang geleitet hätten? Dies war die Situation, in der sich Moses befand, als Israel in der Ebene von Moab lagerte, in Sichtweite des verheißenen Landes.
     Als er zu Beginn des elften Monats im 40. Jahr des Auszugs aus Ägypten das Volk versammelte, gab Moses den Israeliten eine Reihe von Anweisungen und rief bestehende Anordnungen in Erinnerung, welche im 5. Buch Mose zusammengefasst sind. Nachdem er wiederholte Ansprachen an das Volk gerichtet hatte, zeichnete Moses alles, was er ihnen gesagt hatte, auf und übergab dann die gesamte Thora der levitischen Priesterschaft, damit diese bei der Bundeslade aufbewahrt werden sollte (5. Mose 31, 24-26). Das war der Anfang unserer geschriebenen Bibel.
     Ein Hauptthema, das sich durch das gesamte 5. Buch Mose zieht, ist die Bedeutung des Gedenkens an das, was Gott für sein Volk getan hatte. Wieder und wieder wird das Volk ermahnt, bestimmte Dinge nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sie sollten sich an Gottes Gesetz erinnern, daran, wie Gott sich um sie kümmerte, als sie in der Wüste waren und daran, dass Gott die Quelle aller materiellen Segnungen ist, die sie in ihrem neuen Land erhalten sollten.
     Undankbarkeit ist möglicherweise die häufigste aller Sünden. Moses gab dem altertümlichen Israel, den Vorfahren der modernen angelsächsischen und keltischen Völker, eine ernste Warnung bezüglich dieser Sünde und ihren Konsequenzen: „So hüte dich nun davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen, so dass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hältst. Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt, dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, und dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen und speiste dich mit Manna in der Wüste, von dem deine Väter nichts gewusst haben, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit er dir hernach wohltäte. Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist’s, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist" (5. Mose 8, 11-18).
     Niemals hat eine Gruppe von Völkern mehr materielle Segnungen gehabt als die amerikanischen und von den Briten abstammenden Völker. Die Prophezeiungen der Bibel erklären, warum. Näheres darüber können Sie in unserer kostenlosen Broschüre, What’s Ahead for America and Britain? nachlesen. Traurigerweise haben wir auf diese Segnungen mit der Ermordung ungeborener Kinder, sexuellen Perversionen und der Verherrlichung von Materialismus reagiert. Wie Moses warnte, steuern wir auf eine ernsthafte und weit reichende Züchtigung der Nationen zu, denn wir haben unseren Schöpfer und seine Gesetze vergessen.

Zum Titelbild:  Obwohl die heutige Nation Israel im Zusammenhang mit Endzeitereignissen wichtig ist, ist sie nicht das gesamte „Israel", das in der Bibel beschrieben ist. Der Schlüssel zur den Prophezeiungen der Bibel ist das Verständnis, dass die Vereinigten Staaten, Großbritannien und andere angelsächsisch-keltische Völker die physischen Segnungen ererbt haben, die Gott Abraham gab.

OFFENBART - Der Schlüssel
zu den Prophezeiungen der Bibel!

     Werden in der Prophezeiung moderne Länder, wie z.B. die Vereinigten Staaten von Amerika, direkt erwähnt? Es gibt viele Prophezeiungen über Israel. Beziehen sie sich alle auf den modernen, jüdischen Staat im Nahen Osten? Die Identität der modernen Völker, die in diesen uralten Prophezeiungen erwähnt sind, ist der Schlüssel zum Verständnis des gegenwärtigen Sinns derselben Prophezeiungen!
     Ob Sie es glauben oder nicht, ein sehr großer Teil biblischer Prophezeiungen lässt sich bis zu den historischen Verheißungen Gottes an Abraham (Abram) zurückverfolgen! Ohne das Verständnis der weit reichenden Bedeutung dieser Verheißungen ist es unmöglich, Prophezeiungen für heute wirklich zu verstehen. In 1. Mose Kapitel 11 lesen wir von Abraham, dem Mann, der Gottes Ruf folgte, Babylon zu verlassen. Der verbleibende Teil des Alten Testaments und das gesamte Neue Testament bauen auf das Wachstum der Beziehung Abrahams mit Gott.
     Abraham wird sowohl „Freund Gottes" (Jakobus 2, 23), als auch „Vater…aller, die glauben" (Römer 4, 11) genannt. Die Verheißungen Gottes für Abraham sind das Fundament des Planes Gottes! Alle Bündnisse, die nach der Zeit Abrahams geschlossen wurden, basieren auf dem Bund, den Gott mit Abraham in 1. Mose Kapitel 17 geschlossen hatte.
     Der Bund am Berg Sinai wurde mit den 12 Stämmen geschlossen, die von Abrahams Enkel, Jakob, welcher in Israel umbenannt worden war, abstammten. Gott hatte bereits zuvor das Erbe des „verheißenen Landes" für Abrahams Nachkommen garantiert (1. Mose 15, 13-21). Dieses war kein Teil des Bundes am Berg Sinai. Gemäß 2. Mose 19, 5-8 bot Gott einen Bund an, in dem den Kindern Israels angeboten wurde, ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation zu werden.
     Später lesen wir von zwei individuellen Bündnissen, genannt der Bund mit David und der Bund mit Levi. David und Levi waren beide Nachkommen Abrahams und diese Bündnisse waren natürliche Folgen der Verheißungen Gottes an Abraham. David wurde eine fortwährende Königsherrschaft versprochen (Psalm 89, 3-5). Dies basierte auf dem Versprechen an Abraham, dass Könige von ihm kommen würden. Der Bund mit Levi war das Versprechen einer ewig währenden Priesterschaft (4. Mose 25, 10-13; Maleachi 2, 4-8). Auch dies war eine Folge der Verheißungen an Abraham. Denn die Kenntnis des wahren Gottes und seiner Wege sollte für die ganze Welt durch die Nachkommen Abrahams erhalten werden (1. Mose 17, 7).
     Sogar der Neue Bund, prophezeit in Jeremia 31, 31-34 und Hesekiel 11, 19-20 und bekannt gegeben durch Jesus Christus (Maleachi 3, 1; Markus 1, 14), sollte mit der Nachkommenschaft Abrahams geschlossen werden. Der Apostel Paulus erklärte in Galater 3, 29: „Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben." Mit anderen Worten, alle wahren Christen sind geistliche Nachkommen Abrahams. Galater 3, Verse 8 und 16 beschreiben, dass dieses Versprechen Jesus, dem Messias, galt, welcher gemäß seinem menschlichen Stammbaum ein Nachkomme Abrahams war.
     Es gibt eine Reihe von Versprechen, die an Abraham gerichtet waren. Die Ankunft des Messias, das größte Versprechen der Bibel, basiert auf Gottes Bund mit Abraham. In 1. Mose 22, 18 wurde Abraham verheißen, dass durch sein „Geschlecht" [seine Nachkommenschaft] „alle Völker auf Erden gesegnet werden [sollen]."
     In dieser Lektion werden wir die Versprechen an Abraham untersuchen, welche von grundlegender Bedeutung für ein weitergehendes Verständnis sind. Welche Versprechen sind physisch und welche sind geistlich? Was sind die Folgen dieser Versprechen für uns? Das Verständnis der Verheißungen an Abraham beinhaltet den Schlüssel zum Verständnis von Endzeitprophezeiungen!

 

Lektion 4, Teil 1

Die Berufung Abrahams

     In 1. Mose 11 lernen wir Abraham kennen, und der Rest der Bibel dreht sich um die Geschichte der Familie Abrahams. Welcher Natur war Abrahams Beziehung mit Gott? Welche Versprechen machte Gott ihm gegenüber und warum? Durch wen wurden diese Versprechen übermittelt? Schlagen Sie die Antworten zu diesen Fragen in Ihrer Bibel nach!

  1. Was war das erste aufgezeichnete Ersuchen, das Gott an Abraham richtete? 1. Mose 12, 1. Was war Abrahams Reaktion? 1. Mose 12, 4.
  2. Wo wohnte Abraham, als Gott ihn zuerst berief? Apostelgeschichte 7, 2. 4. Setzt die Bibel das Land der Chaldäer mit dem Königreich Babylon gleich? Jesaja 13, 19 und Jeremia 50, 1. (Anmerkung: Mesopotamien bedeutet „[das Land] zwischen den Flüssen." Es ist generell als eine Region zwischen den Flüssen Tigris und Euphrat beschrieben, eine Gegend im heutigen Irak und Nordosten Syriens. Babylon war eine hoch entwickelte Zivilisation im südlichen Teil Mesopotamiens und wird in der Bibel entweder „Schinar" oder „Chaldäa" genannt).
  3. Was hatte Gott für Abraham und seine Nachkommen vorgesehen? 1. Mose 12, 2-3.
  4. Hat Abraham – zu dieser Zeit – das Land ererbt, das Gott ihm versprochen hatte? 1. Mose 12, 6 - 7; Apostelgeschichte 7, 5.
  5. Sind die Verheißungen Gottes an Abraham bereits erfüllt worden? Hebräer 11, 8-9.13.
  6. Was waren die Bedingungen des Bundes, den Gott mit Abraham geschlossen hatte? 1. Mose 17, 1-2. Sollte Abraham der Vater „vieler Nationen" werden? 1. Mose 17, 4. (Anmerkung: Abrahams ursprünglicher Name war „Abram" und bedeutete „Urvater." In 1. Mose 17, 5 gibt ihm Gott den Namen Abraham, was buchstäblich „Vater einer Vielzahl" bedeutet. Es kann auch „Oberhaupt einer Vielzahl" bedeuten und deutet an, Abraham würde der Vorvater derer sein, die herrschen würden; Vers 6).
  7. Sollte dieses Versprechen für die Nachkommen Abrahams durch seine Frau Sarah erfüllt werden? 1. Mose 17, 15-16. (Zu Beginn der Berufung Abrahams durch Gott war Sarahs Name Sarai, was „Prinzessin" bedeutet. Das Versprechen an Abraham machte eine Änderung ihres Namens in Sarah notwendig, was „Nobelfrau" bedeutet und eher passend ist für eine „Mutter von Nationen").
  8. Hat Gott Abrahams Gehorsam und Treue bis aufs Äußerste geprüft? 1. Mose 22, 1-2 und 10-12. Hat Gott als Resultat Abrahams völliger Loyalität gegenüber seinen Geboten gesagt, dass die Bedingungen des Bundes mit Abraham damit erfüllt, und die Verheißungen an seine Nachkommen bedingungslos gemacht worden seien? 1. Mose 22, 16-18.
  9. Wurden die Versprechen an Abraham später gegenüber Isaak bestätigt? 1. Mose 26, 1-5.24.
  10. Sollten diese Verheißungen durch Isaak und Rebekkas jüngeren Sohn Jakob weitergegeben werden? 1. Mose 28, 1-4.

Israel und Juda -
völlig unterschiedliche Nationen

 

     Viele Prophezeiungen der Bibel handeln von der Zukunft der Nachkommen Abrahams. Prophezeiungen von Züchtigung und künftiger Wiederherstellung beim Eintreffen des Messias füllen Bücher wie Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Hosea, Amos und Micha. All diese Prophezeiungen sind Folgen von Gottes Versprechen an Abraham.
     Diese Prophezeiungen über die Endzeit können nur verstanden werden, wenn wir wissen, wer und wo die heutigen Nachkommen Abrahams sind. Diese Prophezeiungen beziehen sich eindeutig auf mehr als lediglich die Nation Juda, denn diese hat nicht alles erhalten, was Abrahams Nachkommen versprochen wurde. Zusätzlich zur geistlichen Verheißung der Erlösung für die gesamte Menschheit durch den Messias gibt es auch Versprechen eines physischen Erbes von Reichtum und Territorium für Abrahams Nachkommen. Denn er sollte der Vater vieler Nationen sein und seine Nachkommen sollten die Tore ihrer Feinde besitzen (1. Mose 22, 17).
     Die meisten Leser und viele Schriftgelehrten nehmen an, Israel und Juda seien ein und dieselbe Nation. Wegen dieser Verwirrung werden die meisten alttestamentlichen Prophezeiungen für Israel völlig missverstanden.
     Israel ist der neue Name, den Gott Jakob in 1. Mose 32, 29 gab, nachdem er die ganze Nacht mit ihm gerungen hatte. Jakob erwies sich als beharrlich und es wurde ihm deshalb ein Name gegeben, der sich darauf bezog. Jakob hatte 12 Söhne, die die Vorväter der 12 Stämme Israels wurden. In bestimmten biblischen Zusammenhängen bezieht sich „Israel" auf die gesamte Nachkommenschaft Jakobs. Juda war einer der 12 Söhne Israels und von seinem Namen ist das Wort Jude abgeleitet.
     In den Tagen des Propheten Samuel verlangte die Nation nach einem König. Gott gab ihnen Saul als ihren ersten König. Nach dessen 40jähriger Herrschaft (Apostelgeschichte 13, 21) wurde David König. Nach Davids Tod ererbte sein Sohn Salomo den Thron in Jerusalem. Am Ende von Salomos Herrschaft fand ein Ereignis mit weit reichenden Folgen statt. Eine Delegation kam zu Salomos Sohn Rehabeam und verlangte eine Senkung der hohen Steuern, die von seinem Vater eingeführt worden waren. Rehabeam wies die weisen Ratschläge der Ältesten zurück, bedrohte die Delegation und beschwor eine Rebellion gegen seine Herrschaft herauf (1. Könige 12, 1-8). Die nördlichen zehn Stämme wählten Jerobeam, den Sohn des Nebat, als ihren König und etablierten ein unabhängiges Königreich (Verse 20 - 25). Die südlichen Stämme, Juda und Benjamin (denen sich später der größte Teil Levis anschloss) blieben Salomos Sohn Rehabeam, der in Jerusalem blieb, treu.
     Die Bücher 1. und 2. Könige enthalten die Geschichte der rivalisierenden Königreiche Israel und Juda in den folgenden 200 Jahren. Sie verbündeten sich gelegentlich, bekämpften einander aber auch oft. Die erste Erwähnung des Wortes „Judäer" im Alten Testament findet sich im Zusammenhang eines Krieges zwischen Juda und Israel (2. Könige 16, 5 - 6)!
     Ungefähr im Jahr 721 v.Chr. wurde Israel von der assyrischen Armee überwältigt und in die Gebiete zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer deportiert. Obwohl die assyrische Armee letztendlich in Juda einmarschierte, griff Gott als Antwort auf Hiskias von Herzen kommendes Gebet ein und rettete die jüdische Nation. Mehr als 100 Jahre später jedoch marschierten die Babylonier unter König Nebukadnezar in das südliche Königreich Juda ein. Etwa 586 v.Chr. wurde Jerusalem zerstört und der Tempel niedergebrannt. Die Juden wurden in Gefangenschaft nach Babylon gebracht.
     Ca. 70 Jahre nach Nebukadnezars erster Invasion, in den Tagen des persischen Königs Cyrus, begannen die Juden, nach Jerusalem zurückzukehren. Diese Rückkehr, unter der Leitung Serubbabels, etablierte die jüdische Nation erneut. Die zehn Stämme Israels kehrten jedoch nie mehr in ihre Heimat im Nahen Osten zurück. Sie gingen als die „verlorenen zehn Stämme" in die Geschichte ein.
     Wo sind diese zehn Stämme heute? Eine Untersuchung der biblischen Prophezeiungen zusammen mit historischen Aufzeichnungen macht die Antwort klar!

 

Lektion 4, Teil 2

Physische und geistliche Verheißungen:
Was ist der Unterschied?

     Die gängige Lehre im traditionellen Christentum besagt, dass alle Verheißungen gegenüber Abraham in Christus völlig erfüllt worden seien. Ist dies wirklich die Lehre Ihrer Bibel?
     Wir werden in diesem Abschnitt die Art der Verheißungen untersuchen und ob sie Versprechen für Abrahams physische Nachkommen enthalten – Versprechen bezüglich nationaler und materieller Segnungen. Gibt es weitere Versprechen, die geistlicher Natur sind? Gibt es geistliche Versprechen, die mit dem Glauben zusammenhängen – Versprechen, die ausschließlich mit Gottes Gnade zu tun haben anstatt mit physischer Abstammung? Lernen wir die klare biblische Wahrheit über dieses oft missverstandene Thema.

  1. Sind alle wahren Christen geistlich gesehen Kinder Abrahams? Galater 3, 26-29.
  2. Zählen wir geistlich als Abrahams Kinder, weil wir Gott im Glauben folgen, genau, wie Abraham Gott im Glauben folgte? Galater 3, 6-9.
  3. Ist die höchste aller Segnungen die Erfüllung eines Versprechens der Gnade, das von Gott durch Jesus Christus offenbart wurde? Galater 3, 16.
  4. Enthält die absolute Erfüllung von Gottes Segnungen für Abraham das Versprechen, dass er und seine geistliche Nachkommenschaft die Erde ererben werden? Römer 4, 13 (vgl. Christi Aussage in Matthäus 5, 5). Wie lange sollten Abraham und seine Kinder Besitzer der von Gott gegebenen Segnungen sein? 1. Mose 17, 8. Setzt ewiger Besitz nicht ewiges Leben voraus?
  5. Es gibt eindeutig einen geistlichen Aspekt der Verheißungen, die Gott an Abraham gab, das Versprechen der „Gnade," das durch den einen Nachkommen, Christus, erfüllt wurde. Gibt es außerdem einen physischen Aspekt für viele Nachkommen, die Abrahams buchstäbliche Nachfahren sind? 1. Mose 22, 17; 27, 28-29.
  6. Hat Gott die Versprechen auf Abrahams Enkel Jakob ausgeweitet, indem er ihm versprach, dass seine Nachkommen sich vom ererbten Land im Nahen Osten in alle Richtungen vermehren würden? 1. Mose 28, 13-14.
  7. Welche weiteren Einzelheiten über die Versprechen offenbarte Gott gegenüber Jakob? 1. Mose 35, 10-12.
  8. Hat Jakob seinen 12 Söhnen gesagt, was ihren Nachkommen „in den letzten Tagen" widerfahren würde? 1. Mose 49, 1. Zeigt dies nicht, dass alle 12 Stämme Israels bis in die Endzeit klar identifizierbare Einheiten sein würden?
  9. Waren die 12 Stämme im ersten Jahrhundert n.Chr. noch als separate Einheiten bekannt? Jakobus 1, 1. (Anmerkung: Josephus, bekannter jüdischer Historiker des ersten Jahrhunderts, schrieb Folgendes: „Zwei Stämme in Asien und Europa sind den Römern untertan, während die zehn Stämme bis jetzt jenseits des Euphrats sind und sind eine immense Vielzahl…" Antiquities, XI, Vers 2).

Der Vater der Gläubigen

 

     Viele erklärte Christen heutzutage denken, dass alles, was man tun muss, ist, nur zu „glauben." Ist das jedoch ausreichend, um erlöst zu werden? Der Apostel Jakobus sagte, dass sogar die Dämonen glauben und zittern (Jakobus 2, 19), was uns zeigt, dass „nur glauben" nicht genug ist! Abraham war ein hervorragendes Beispiel wirklichen Glaubens. Sein Glaube war lebendig und hatte zwei markante Charakteristiken: Glauben und Gehorchen. Diese Attribute sind wesentlich für geistliches Wachstum.
     Gott offenbart in 1. Mose 12, dass es Zeit war, seine Nation – Israel – durch Abraham zu beginnen. „Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will" (1. Mose 12, 1).
     Gott versprach, Abram zu segnen und ihn zu einer großen Nation zu machen. Das Gebot, sein Zuhause zu verlassen war nicht so einfach, wie es sich anhört. Abram sollte seine Verwandten und seines Vaters Haus verlassen und zu einem weit entfernten Land reisen. Er hätte dagegen argumentieren und protestieren können. Babylon, wo er lebte, war das Zentrum von Gesellschaft, Kommerz und einem bequemen Leben. Warum die Zivilisation verlassen, um mit Zelten in der abgelegenen Gegend von Kanaan umherzuwandern?
     Abram hat sich bemerkenswerterweise weder widersetzt, noch hat er rebelliert. Er hat ganz einfach Gott gehorcht. „Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm…" (1. Mose 12, 4). Er zog aus, ohne zu wissen wohin. Jedoch im Vertrauen auf Gottes Wort wartete er „…auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist" (Hebräer 11, 10). Vom Anfang der Berufung Abrahams an waren Glauben und Gehorsam gegenüber Gottes Wort die beiden definierenden Charakteristiken von Abrahams Glauben.
     „Und er [Gott] hieß ihn [Abram] hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein! Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit" (1. Mose 15, 5-6).
     Abrams Gerechtigkeit bestand aus seinem Glauben an Gottes Wort in Verbindung mit seinem Gehorsam. „[...] weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz" (1. Mose 26, 5).
     Im Alter von 99 Jahren beschnitt Abraham sich selbst und alle männlichen Angehörigen in seinem Haushalt im Gehorsam gegenüber Gott als Zeichen des Bundes, den Gott mit ihm schloss (1. Mose 17, 23). Der Apostel Paulus verweist auf dieses Zeichen als „Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens," welchen Abraham bereits vor seiner Beschneidung unter Beweis gestellt hatte. Er war nicht nur der physische „Vater" der Beschneidung Israels, sondern durch seinen Glauben und sein Beispiel ist er der Vater all derer die glauben in Jesus Christus, der später kommen sollte (Römer 4, 11). Dies ist der Grund, warum Abraham „Vater der Gläubigen" genannt wird.
     Die tiefgreifendste Prüfung des Glaubens Abrahams fand statt, als ihm aufgetragen wurde, seinen einzigen Sohn, Isaak, als Brandopfer darzubringen. „Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte" (1. Mose 22, 1-3).
     Abermals, Abraham glaubte und gehorchte. „Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken…" (Hebräer 11, 19). Diese Charakteristiken verliehen Abraham die Stellung eines einzigartigen Dieners und Freundes Gottes (Jakobus 2, 23). Alle wahren Christen, die in den Fußstapfen von Abrahams Glauben wandeln, sind gerechtfertigt durch Glauben. Es ist ein lebendiger Glaube, der aus dem „geistlichen Babylon" hinausgeht und dem Weg Gottes folgt. Nach Reue, Taufe und dem Empfang des Geistes Gottes werden wir zu gezeugten Söhnen Gottes, „Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben" [ewigen Lebens] gemäß der Verheißung, die dem gläubigen Abraham gegeben wurde (Römer 4, 11; 16-25; Galater 3, 28-29).
     Das geistliche Versprechen an Abraham bezüglich Jesus Christus, dass die Erlösung durch Christus zu uns kommt, ist unter denen, die sich als Christen bezeichnen, wohlbekannt. Wenige jedoch verstehen, was Erlösung wirklich ist.

 

Lektion 4, Teil 3

Das Erstgeburtsrecht und die Verheißung des Zepters

     Erstgeburtsrecht bedeutet das Erhalten eines Privilegs durch Geburt. In 1. Mose lesen wir, dass Isaak, Jakob und Joseph das „Erstgeburtsrecht" ererbten. Was genau enthalten die Versprechen der Segnungen durch das Erstgeburtsrecht? Zusätzlich zum Erstgeburtsrecht lesen wir von dem Versprechen einer Reihe von Königen, dem Versprechen eines fortwährenden Zepters, welches von Juda kommen sollte. Wir werden untersuchen, was die Bibel über jedes dieser Versprechen lehrt. Können wir heute die Empfänger dieser Segnungen identifizieren?

  1. Wir haben gesehen, dass die Versprechen, die Gott für Abraham machte, gegenüber seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob erneut bestätigt wurden. Welcher von Jakobs Söhnen erbte das Erstgeburtsrecht? 1. Chronik 5, 1.
  2. An welchen der Söhne Jakobs wurde die Zepterverheißung, das Versprechen einer Reihe von Königen, gegeben? 1. Chronik 5, 2.
  3. Wurde das Erbe des Erstgeburtsrechts an Ephraim und Manasse, die beiden Söhne Josephs, während einer besonderen Zeremonie verliehen? 1. Mose 48, 13-16. Sollte gemäß Vers 16 der Name Israels in den Nachkommen von Ephraim und Manasse fortleben?
  4. Sollten die Nachkommen Ephraims letztendlich zu einer „Vielzahl von Völkern" und die Nachkommen Manasses zu einem „großen Volk" werden? 1. Mose 48, 17-19.
  5. Als Jakob seine Söhne segnete und ihnen sagte, was ihnen in künftigen Zeiten begegnen würde (1. Mose 49, 1), beschrieb er in poetischer Sprache, dass Josephs Nachkommenschaft ein kolonisierendes Volk sein wird, das sich wie ein fruchtbarer Baum nahe einer Quelle ausbreiten wird? 1. Mose 49, 22.
  6. Sollte eine Reihe aufeinander folgender Könige von Juda kommen, welche schließlich in der Ankunft des Messias ihren Höhepunkt finden würde? 1. Mose 49, 10. Wurde das Versprechen der Reihe von Königen erneut gegenüber David, einem Nachkommen Judas, bestätigt? 1. Chronik 17,10-15. Falls sich Davids Nachkommen von Gott abwenden würden, würde er das Königtum vom Haus Davids entfernen, wie er es von dem Haus Sauls entfernt hatte? 2. Samuel 7, 12-16.
  7. Wurde Jesus Christus geboren, den Thron Davids zu erben? Lukas 1, 32. Sitzt Christus derzeit auf diesem Thron oder teilt er momentan den Thron seines Vaters im Himmel? Offenbarung 3, 21. Wird Christus erst bei seinem zweiten Kommen letztendlich den fortwährenden Thron Davids einnehmen, welchen er von Geburt an erben sollte? Matthäus 25, 31.
  8. Sollten die Nachkommen von Ephraim und Manasse als Empfänger des Erstgeburtsrechts großen Reichtum durch Landwirtschaft besitzen? 1. Mose 27, 28. Würden sie außerdem über andere Völker weltweit herrschen und die Tore ihrer Feinde besitzen? 1. Mose 27, 29; 28, 14 und 22, 17.

Die Segnungen des Erstgeburtsrechts

     Kein anderes Volk in der Weltgeschichte hat die Erfüllung der Versprechen Gottes an Abraham in einer Weise erfahren, wie es die amerikanischen und britischen Völker haben. Von relativer Bedeutungslosigkeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind die englischsprachigen Völker für die darauf folgenden 200 Jahre zur Vorherrschaft in der Welt aufgestiegen.
     Großbritannien kam in den Besitz eines Imperiums, das mehr als ein Viertel der Landmasse der Erde und ihrer Einwohner umfasste. Es besaß praktisch jede strategisch wichtige Meerenge rund um die Welt und war in der Lage, das Kommen and Gehen anderer zu kontrollieren.
     Im Jahr 1803 kamen die Vereinigten Staaten durch den Louisiana-Kauf für ungefähr fünf Cent pro Morgen Land in den Besitz weiter Gebiete. Diese stellen den größten Teil des Binnenlandes der Vereinigten Staaten dar und sind Teil des „Brotkorbs" der Welt.
     Die landwirtschaftliche Produktion der Vereinigten Staaten, Kanadas, Australiens und Neuseelands übertrifft die der gesamten übrigen Welt zusammen. Die weiten Graslandgebiete dieser Nationen für Rinder- und Schafherden sind wirklich bemerkenswert. Die Produktion von Weizen, Korn und anderem Getreide hält jedem Vergleich stand. Das Gleiche trifft zu für den enormen Reichtum an Mineralien und Bodenschätzen wie Kohle, Eisen, Kupfer, Öl, Gold und Diamanten. Die Segnungen des Erstgeburtsrechts, die Abraham versprochen wurden, sind für die englischsprachigen Nationen erfüllt worden. Keine andere Nation wurde im gleichen Maß gesegnet.

Misst Gott mit zweierlei Maß

     Ist Gott ungerecht? Achtet er eine bestimmte Nation oder Rasse mehr als andere? Unglaublich aber wahr, manche sind so weit gegangen, Gott des Rassismus zu beschuldigen. Unser Vater im Himmel ist kein Rassist! Er „ist gerecht in allen seinen Wegen" (Psalm 145, 17), „der die Person nicht ansieht… und hat die Fremdlinge lieb (5. Mose 10, 17-18; Apostelgeschichte 10, 34). „Denn er lässt die Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte" (Matthäus 5, 45). Warum dann hat Gott Israel als seine besondere Nation erwählt?
     Gemäß Gottes Plan sollten alle Nationen gesegnet werden (1. Mose 12, 2-3). Die altertümliche Nation Israel war eine Art „Erstlingsfrucht" (Jeremia 2, 3) der Nationen dieser Welt; ein Anfang dessen, was Gott für die ganze Menschheit tun wollte (5. Mose 4, 5-8). Wenn Israel Gottes Gesetz gehalten hätte, wären die Völker angrenzender Länder diesem Beispiel gefolgt und hätten Gottes Lebensweg freudig aufgenommen, was die weltweite Ausbreitung eines wahrhaftigen physischen Utopia verursacht hätte. Aber Israel wandte Gott den Rücken zu und rebellierte gegen sein Gesetz. Wegen Israels Gräueltaten gestattete Gott Israels Züchtigung in Form einer Gefangennahme durch Babylon und Assyrien.
     Als Christus kam, erwarteten die Juden, dass der Messias sie von der unterdrückenden römischen Belagerung befreien und das Königreich Israel wieder herstellen würde. Jesus Christus wurde geboren, König zu sein (Lukas 1, 31 - 33) und er wird bei seinem zweiten Kommen ein zerstreutes Israel in der Gefangenschaft wieder einsammeln (Jesaja 11, 10-12). Er wird seinen Regierungssitz in Jerusalem etablieren und die 12 Stämme Israels in ihren Heimatländern ansiedeln, um ein Licht für den Rest der Welt zu sein.
     Jesus kam jedoch nicht nur, um Israel wieder herzustellen, sondern um die ganze Menschheit zu erlösen. Und er kam, um seine Kirche zu gründen – das geistliche Israel (Matthäus 16, 18; 1. Petrus 2, 9-10). Die Wahrheit bietet tief greifende Zuversicht und Hoffnung für jeden Menschen. Gott ist nicht beeindruckt von den Reichen, den Mächtigen oder den Intellektuellen dieser Welt (1. Korinther 1, 26-28). Niemand hat besonderen Zugang zu ihm wegen seiner Rasse, seinem sozialen Status oder seinem Geschlecht. „Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm" (Apostelgeschichte 10, 34-35). „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus… und nach der Verheißung Erben" (Galater 3, 26-29).

 

Lektion 4, Teil 4

Was bringt die Zukunft für das moderne Haus Israel?

     Warum hat Gott Israel dazu berufen, seine besondere Nation zu sein? War dies ein Fall von „Günstlingswirtschaft"? Oder stand hinter all dem ein großartiger Sinn und Zweck? In der neuzeitlichen Geschichte waren es eindeutig die angelsächsischen und keltischen Völker, hauptsächlich die heutigen Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und andere, welche durch Kolonisation in den Besitz der ertragreichsten Teile der Erde gelangt sind. Was bringt die Zukunft für diese Völker, das moderne Haus Israel?

  1. Wie sieht Gott das Haus Israel? Jeremia 2, 3. Was war sein Plan für Israel? 5. Mose 4, 5-8. (Anmerkung: Die Tatsache, dass Gott das Volk Israel oft „Erstlingsfrüchte" nennt, deutet darauf hin, dass die Ernte der Nationen weitergehen wird, und dass Israel lediglich seinen Anfangspunkt und nicht seinen Endpunkt repräsentiert!)
  2. Hat Gott durch Moses die großartigen Reichtümer durch Landwirtschaft und Bodenschätze, mit welchen er schließlich die Nation Israel segnen würde, prophezeit? 5. Mose 32, 13-14.
  3. Erwartete Gott, dass Israel die Bedingungen des Bundes mit Gott nicht einhalten würde? 5. Mose 31, 29. Hat Gott vorausgesehen, was Israel in der Blüte nationalen Wohlstands tun würde? 5. Mose 32, 15-18.
  4. Bringt Gott in 5. Mose 28 Segen und Fluch vor das Haus Israel? Durch welche bestimmten Handlungen würde Israel Segnungen beziehungsweise Flüche auf sich ziehen? Sollten die Flüche für das Haus Israel Hungersnöte, Epidemien, Kriege und nationale Gefangenschaft beinhalten?
  5. Hat Jesus Christus eine Zeitspanne kurz vor seiner Rückkehr prophezeit, welche die „Große Bedrängnis" genannt werden sollte? Matthäus 24, 21. Lesen wir ebenso in Jeremia von einer Zeit der Bedrängnis, schlimmer als je zuvor, genannt „eine der Zeit der Angst für Jakob"? Jeremia 30, 7. Erwähnt auch Daniel 12, 1 diese Zeit?
  6. Was wird das Resultat dieser zukünftigen Zeit der nationalen Züchtigung sein? Jeremia 30, 8-14.17-18 und 46, 27-28.
  7. Spricht Gott von einer Zeit, wenn Israel und Juda als eine Nation wiedervereinigt werden sollen? Hesekiel 37, 15-22. Wird der wieder auferweckte König David über das wiedervereinigte Haus Israel als König regieren? Hesekiel 37, 24-25 und 34, 23-24. (Anmerkung: Da die Wiedervereinigung aller 12 Stämme nach Christi Rückkehr stattfinden wird, ist bestätigt, dass Israel und Juda bis heute zwei verschiedene und unterschiedliche Völker sind?)

Die prophezeite „große Bedrängnis"

     Jede Woche, so scheint es, geschieht irgendein herzzerreißendes Unheil irgendwo auf diesem Planeten, das eine Region nach der anderen erfasst. Wir lesen darüber in der Zeitung. Wir sehen es im Fernsehen. Bilder von Hungersnot, Krieg, Naturkatastrophen und Unfällen, Bilder, die uns zu Herzen gehen, sind alltäglich auf dem Bildschirm zu sehen. Dies alles ist jedoch lediglich der „Anfang der Wehen" – ein Vorläufer einer weltumspannenden Katastrophe, welche von Jesus Christus als eine „große Bedrängnis" beschrieben wird (Matthäus 24, 5-8, 21). Was meinte Jesus damit?
     Wussten Sie, dass die Trübsal direkt die Nachkommen von Ephraim und Manasse betreffen wird? Gibt es einen Ausweg? Können Sie vorbereitet sein?
     Im Studium dieser Lektion haben Sie Ephraim und Mannase durch die Schrift identifiziert gesehen. Gott sagte voraus, dass sie ein kolonisierendes Volk sein würden – „wie ein Baum an der Quelle, dass die Zweige emporsteigen über die Mauer" (1. Mose 49, 22) – „eine Menge von Völkern" und ein großes „Volk" (1. Mose 48, 19-20). Gott sagte, dass sie gesegnet sein würden „mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes" (1. Mose 49, 25). Während der Zeit vor dem Ende würden sie wie ein unbezwingbarer Löwe unter den heidnischen Nationen sein (Micha 5, 7-8). Die Prophezeiungen bezüglich ihres Aufstiegs zur Macht, ihres nationalen Reichtums und ihrer materiellen Segnungen verlaufen parallel zur Geschichte Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Amerika. Jedoch Gott hat auch eine Zeit des Desasters für diese beiden großen Geschwisternationen vorhergesagt.
     „So spricht der HERR: Wir hören ein Geschrei des Schreckens; nur Furcht ist da und kein Friede... Wehe, es ist ein gewaltiger Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und es ist eine Zeit der Angst für Jakob..." (Jeremia 30, 5-7; Daniel 12, 1).
     Diese Trübsal wird eine Zeit göttlicher Strafe und Korrektur für die heuchlerischen Menschen in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern sein. Gott möchte in seiner Gnade Menschen dazu bringen, ihre Sünden zu bereuen. „[...] und will so mit dir umgehen, wie ich es nie getan habe und auch nicht mehr tun werde, um aller deiner Gräuel willen" (Hesekiel 5, 9). „Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeden nach seinem Weg, spricht Gott der HERR. Kehrt um und kehrt euch ab von allen euren Übertretungen, damit ihr nicht durch sie in Schuld fallt" (Hesekiel 18, 30). Hesekiels Prophezeiung, geschrieben für unsere Zeit an Ephraim und Manasse, offenbart das Gespenst von Hungersnot, Seuchen, Krieg und Unterdrückung. Zwei Drittel der Bevölkerung dieser Nationen werden durch Krankheit, Hunger und Krieg sterben, und ein Drittel wird in Gefangenschaft kommen (Hesekiel 5, 12).
     Satan und seine Engel werden, nachdem sie auf die Erde geworfen worden sind, die Qual, die die Welt erfährt, intensivieren und auf alle Nationen ausweiten. „Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat" (Offenbarung 12, 12). Ohne das Eingreifen von Christus, „würde kein Mensch selig werden [am Leben bleiben]; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt" (Matthäus 24, 22).

Der Ausweg

     Wem verspricht Gott seinen Schutz? Was können Sie jetzt tun, um dieser weltweiten Katastrophe zu entrinnen? Beachten Sie Christi Warnung an seine Jünger – an diejenigen, durch die er seine Kirche bauen würde.
     „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick; denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll und zu stehen vor dem Menschensohn (Lukas 21, 34-36).
     Werden wir fortfahren, Gottes Willen zu tun oder werden wir aufgeben und aufhören. „Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen" sagte Christus (Lukas 21, 19). Geduld ist als Halten der Gebote Gottes definiert (Offenbarung 14, 12). Denjenigen, die diese Art von Geduld haben, ist Schutz vor dem künftigen Holocaust versprochen. „Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen" (Offenbarung 3, 10).
     Gott wird für seine Kirche – die Auserwählten – einen Ausweg bereithalten. Diese sind Gottes treue Nachfolger, die den Eifer haben, sein Werk zu tun, die seine Gebote halten und deren Leben leuchtende Beispiele der Lebensweise Gottes sind.
     Eine der Schlüssellektionen der Geschichte ist, dass die Menschheit selten aus ihren Fehlern lernt. Gottes prophetische Ratschlüsse sind „uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben" (Römer 15, 4). Diese Kenntnis der Vergangenheit ist wesentlich, um biblische Prophezeiungen verstehen zu können. Schreiben Sie uns, wenn Sie ein kostenloses Exemplar unserer Broschüre What’s Ahead for America and Britain? erhalten wollen, um mehr über dieses wichtige Thema zu erfahren. Wenn uns die Augen geöffnet wurden, sind wir in der Lage, die kommenden, sich zuspitzenden Ereignisse zu verstehen, die sehr bald die gesamte Menschheit aufrütteln werden. Gott will, dass sein Volk vorbereitet ist.
     Gott bereitet gegenwärtig eine Gruppe „Berufener" vor, die im Neuen Testament seine Kirche genannt werden. Jesus Christus sagte, er würde seine Kirche [Gemeinde] bauen und sie würde nie aussterben (Matthäus 16, 18). Künftige Lektionen dieses Bibelfernlehrgangs werden Ihnen helfen, mehr über Gott und seinen großartigen Plan für die Menschheit zu verstehen.