
Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang hat keinen
Bezugspreis. Seine Verbreitung wird durch Zehnten und Opfer der Mitglieder der
Living Church of God und anderer ermöglicht, die freiwillig Mitarbeiter im Werk
der Verkündigung von Gottes wahrem Evangelium an alle Nationen wurden.
Alle Bibelzitate in dieser Lektion sind,
sofern nicht
anders vermerkt,
der revidierten Lutherübersetzung von 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.
Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang wird herausgegeben von der
Living Church of God
P.O. Box 3810
Charlotte, NC 28227-8010
USA.
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Alle Rechte vorbehalten.
Aus der Feder des Herausgebers ...
Menschen können auch überleben, wenn sie viele
Entbehrungen erleiden. Doch niemand kann sehr lange ohne Hoffnung leben! Selbst
angesichts fast unvorstellbar geringer Überlebenschancen haben Menschen unter
den schlimmsten Umständen überlebt – in Kriegen, bei Seuchen, Naturkatastrophen
und persönlichen Tragödien – weil sie sich an eine Hoffnung klammern konnten.
Manchmal hängen sich Menschen leider an sehr illusorische Hoffnungen. Wenn
sie erkennen können, wie vergeblich ihre Hoffnung war, so können sie diese
aufgeben – aber gibt es echte Hoffnung, die den Platz der falschen Hoffnung
einnehmen kann?
Das Weltgeschehen der kommenden Jahre wird den Menschen zeigen, dass viele
ihrer so lieb gewonnenen Hoffnungen leer und vergeblich waren. Wie wir in den
vorangegangenen Lektionen gesehen haben, werden sich die Hoffnungen der
Menschheit nach Frieden und Wohlstand schon bald durch sich zuspitzende
Ereignisse zerschlagen, wie sie sich nie zuvor in der Geschichte ereignet haben.
Die gesamte Zivilisation der Menschheit nähert sich dem Zusammenbruch!
Wir können unsere Welt nicht verstehen, ohne ihren wahren Ursprung zu
kennen. Haben Sie schon einmal versucht, nur den letzten Teil eines Films
anzusehen? Ohne Kenntnis dessen, was bisher abgelaufen ist, kann man meist nicht
wirklich verstehen, was geschieht und erkennt kaum die Bedeutung von
Ereignissen, wenn sie eintreten.
Dennoch verhalten sich die meisten Menschen so, wenn es um das
Weltgeschehen geht. Sie versuchen, der Welt einen Sinn abzugewinnen und hoffen
auf eine bessere Zukunft. Doch ihre Hoffnung basiert auf den Versprechungen von
Wissenschaftlern, Politikern und Wirtschaftlern, die weder wissen, woher unsere
Gesellschaft kam, noch wo sie sich nun befindet oder wohin uns die Zukunft
bringt.
Der Apostel Johannes schrieb der Christen im ersten Jahrhundert nach
Christus, dass die Grundlage der Gesellschaft Lust und Hochmut ist (1. Johannes
2, 16). Er erklärte, dass das System dieser Welt dem Untergang geweiht ist und
eines Tages durch ein völlig anderes System auf Grundlage der Gesetze und der
Lebensweise Gottes ersetzt wird (Vers 17).
Was ist Ihre Hoffnung? Wenn sie in dieser gegenwärtigen Zivilisation
verankert ist, die die Menschheit unter dem Einfluss des Satans errichtet hat,
wird sie eines Tages zunichte gemacht werden. Aber wenn sich ihre Hoffnung auf
den Schöpfer und seine Verheißungen stützt, dann wird sie eines Tages Realität
werden.
Das Verkündigungswerk, das diesem Bibelfernlehrgang zugrunde liegt, ist
bestrebt, Gott zu dienen, indem der Welt das Evangelium vom Reich Gottes
gepredigt und somit eine Botschaft der Hoffnung verbreitet wird. Obwohl die
Zivilisation der Menschen vergehen wird, hat Gott für die Erde in seinem bald
anbrechenden Millennium eine wunderbare Zukunft geplant. Die wahren Christen von
heute spielen dabei eine wesentliche Rolle.
Sie können Hoffnung haben! Keine Hoffnung auf etwas Falsches und
Vergängliches, sondern eine Hoffnung auf etwas Dauerhaftes – auf Gott und seinen
Plan für Sie und die Menschheit. Wahre Hoffnung muss auf Wahrheit begründet sein
– auf Gottes Wahrheit. Wenn die Menschheit in ein paar Jahren ihre falschen
Hoffnungen zerfallen sieht, wird es die Hoffnung des Evangeliums sein – die gute
Nachricht von der Welt von Morgen –, die es Christen ermöglicht, den Todeskampf
der menschlichen Zivilisation zu überleben. Diejenigen, die sich heute an diesem
Verkündigungswerk beteiligen, können eine entscheidende Rolle dabei spielen,
diese Botschaft der Hoffnung weiterzutragen, wenn die Welt um uns
zusammenbricht.
Zum Titelbild: Der Eingang zum Haupttempel in Babylon (im heutigen
Irak). Babylon, die Stadt, die Nimrod erbauen ließ, war die Wiege der
menschlichen Zivilisation nach der Sintflut und steht in der Bibel sinnbildlich
für die endzeitliche Rebellion der Menschen gegen Gott.
Der WIRKLICHE Ursprung der Zivilisation
Woher stammen die Zivilisationen der Menschen mit all
ihren Bräuchen, Gesetzen und sozialen Organisationsformen? Viele nennen die
westliche Zivilisation auch „christliche Zivilisation." Ist das aber eine
treffende Beschreibung?
Es gibt einige Zweige der Wissenschaft, wie zum Beispiel Archäologie und
Anthropologie, die bemüht sind, hinter die Ursprünge von Zivilisation und Kultur
zu kommen. Sie gebrauchen meistens ein Evolutionsmodell in ihrem Bestreben, den
Ursprung der Menschheit zu verstehen und übersehen dabei die biblischen
Aufzeichnungen. Obwohl Studien in Archäologie und Anthroposophie hilfreich sein
können, kann man sie nur im Licht der Bibel richtig interpretieren.
Die Bibel liefert uns einen exakten Bericht über den Ursprung des Menschen.
Das erste Buch der Bibel wird auch die Genesis genannt, was „Anfänge" bedeutet.
Psalm 119, 160 betont, dass Gottes Wort „nichts als Wahrheit" ist. Die Berichte
vom Garten Eden, der Sintflut und dem Turmbau zu Babel sind entscheidend, wenn
es um ein richtiges Verständnis der Ursprünge unserer gegenwärtigen Zivilisation
geht. Diese waren wichtige Wendepunkte, die die Zukunft der gesamten Menschheit
beeinflussten.
In 1. Mose 3, 20 lesen wir, dass Adam seine Frau Eva nannte, weil sie „die
Mutter aller, die da leben" wurde. Das hebräische Wort, von dem der Name Eva
herstammt, hieß chava und bedeutet „Leben." Alles menschliche Leben
stammt von Adam und Eva ab. Apostelgeschichte 17, 26 zeigt uns, dass Gott „aus
einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht" hat. Die Menschen aus allen
ethnischen Gruppen werden „Söhne Adams" genannt und wurden von Gott selbst auf
Gebiete in verschiedenen Erdteilen verteilt (5. Mose 32, 8). Die menschliche
Natur, die allen Nachkommen Adams gemeinsam innewohnt, ist eine der beiden
Wurzeln der menschlichen Zivilisation. Die andere Wurzel ist der Einfluss eines
unsichtbaren, jedoch äußerst realen Geistwesens, Satans, des Teufels.
In dieser Lektion werden wir untersuchen, wie eine Entscheidung unserer
Ureltern die Zukunft der gesamten Zivilisation beeinflusst hat. Die Ablehnung
göttlicher Offenbarung als höchster Wissensquelle führte uns zum Gebrauch der
Methode von Versuch und Irrtum. Adam und seine Frau griffen nach dem „Baum der
Erkenntnis des Guten und Bösen," einer fatalen Mischung. Ihre Nachkommen haben
ihre Zivilisation auf dieser Mischung aufgebaut. Manche Kulturen enthielten eine
größere Konzentration des Guten, andere eine größere Konzentration des Bösen,
aber allen war die Mischung beider Elemente gemeinsam. Alle von Menschen
errichteten Zivilisationen hatten eine fatale Schwäche, die letztlich zu ihrem
Untergang führte. Das Reich Gottes hingegen wird für immer bestehen (Daniel 2,
44), weil es auf der Entscheidung für den „Baum des Lebens" basiert, und nicht
auf dem „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen."
Die Ereignisse, die letztlich zur Sintflut führten, zeigen, dass Gott
direkt mit seiner Schöpfung arbeitet und diese richtet. Unsere gegenwärtige
menschliche Gesellschaft hat ihren Ursprung in der Zeit nach der Sintflut und
der Zerstreuung nach dem Turmbau zu Babel. Der Grund, weshalb die Mythen und
Legenden so vieler Völker auf der ganzen Erde ähnliche Themen aufweisen, geht
auf diesen gemeinsamen Ursprung zurück. Von Ägypten und Babylon bis in den
Orient, vom Südpazifik bis zu den amerikanischen Indianern gibt es überall
Legenden einer weltweiten Flut. Diese Legenden sind schwache Erinnerungen an
einen gemeinsamen Ursprung der Menschheit.
Die menschliche Zivilisation ist der von Satan beeinflusste Versuch der
Menschen, eine Gesellschaft aufzubauen. Manche Kulturen haben mehr von Gottes
Offenbarung hinsichtlich Ehe und Familie bewahrt und somit stärkere und
gesündere Gesellschaftssysteme errichtet. Je mehr von Gottes vorgegebenem Muster
im Bereich der Familie abgewichen wurde, desto mehr innere Instabilität
existierte in der jeweiligen Zivilisation. Im Bereich der Religion gibt es einen
gemeinsamen Ursprung der Bräuche und Traditionen dieser Welt. Jedes angesehene
Lexikon wird bestätigen, dass Feiertage wie Weihnachten und Ostern einen
vorchristlichen Ursprung besitzen.
Es ist sehr wichtig, den Ursprung der Zivilisation zu verstehen, doch es
ist noch wichtiger, Gottes Meinung dazu zu kennen. Auf diese Weise können wir
ablehnen, was Gott ablehnt und annehmen, was auf ewig existieren wird.
Lektion 7, Teil 1
Eine Entscheidung beeinflusst die Zukunft der
Menschheit
Nie wurde eine wichtigere Entscheidung getroffen als die
unserer Ureltern im Garten Eden. Gott hatte ihnen Anweisungen erteilt und ihnen
dann die Gelegenheit gegeben, sich selbst zu entscheiden. Es ist nicht genug,
eine richtige Entscheidung zu treffen, man muss auch aktiv das Falsche verwerfen
(vgl. 5. Mose 30, 19).
Die Entscheidung von Adam und Eva wurde durch den Teufel beeinflusst. Er
appellierte an Lust und Eitelkeit. Eva wurde verführt (2. Korinther 11, 3) und
Adam ließ die Moral und den Charakter vermissen, seine Führungsrolle auszuüben
und für das Richtige einzustehen (1. Mose 3, 6.12). Ein leichtgläubiges Annehmen
falscher Behauptungen und der Mangel an Moral und Charakter standen hinter
vielen Entscheidungen, die im Laufe der Menschheitsgeschichte seit diesem
schicksalhaften Tag im Garten Eden getroffen wurden.
Wohin setzte Gott Adam, nachdem er ihn erschaffen hatte?
1. Mose 2, 7-8. (Anmerkung: Das hebräische Wort eden bedeutet „Wonne."
Eden war der Name einer Ebene oder Region, nicht nur des Gartens selbst. Über
die genaue Lage des Gartens ist nur bekannt, dass er sich im östlichen Teil der
Region Eden befand, in der sich auch Teile des Euphrat und des Tigris befanden).
Welche beiden Bäume setzte Gott in die Mitte des Gartens?
1. Mose 2, 9.
Gab er den Menschen Anweisungen im Bezug auf diese beiden
Bäume? Welche Anweisungen waren dies? 1. Mose 2, 16-17. (Anmerkung: Adam und Eva
konnten die Früchte aller Bäume essen außer einem – sogar vom Baum des Lebens.
Lediglich der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen war ihnen verboten).
Wo liegt der Ursprung dessen, was wir als traditionelle
Familienstruktur ansehen – dass ein Mann und eine Frau sich für ihr ganzes Leben
verheiraten, Kinder bekommen und aufziehen? Ist dies nur ein von Menschen
erdachter Brauch, oder stammt diese Struktur von Gott? 1. Mose 1, 27-28; 2,
18.21-24.
Hat Gott die Landwirtschaft als Grundlage der
menschlichen Zivilisation festgelegt? 1. Mose 2, 15.
Hat der Teufel versucht, die Regierungsstruktur, die von
Gott vorgegeben war, zu untergraben, indem er über Adams Frau auf diesen
Einfluss nehmen wollte? 1. Mose 3, 1.
Mit welcher Begründung nahm Eva sich schließlich vom Baum
der Erkenntnis des Guten und Bösen? Worauf verließ sie sich bei ihrer
Entscheidung? 1. Mose 3, 6.
Welche Konsequenzen hatte Adams und Evas Entscheidung für
sie? Wurden sie dadurch von Gott abgeschnitten? 1. Mose 3, 7-10.23.
Stammten alle folgenden Menschen von Adam und Eva ab? 1.
Mose 3, 20.
Die menschliche Zivilisation wurde von einer von Gott
abgeschnittenen Menschheit errichtet, wie der Bericht in 1. Mose 3 verdeutlicht.
Wurde die gesamte Menschheit seither durch dieselbe Quelle verführt, wie bereits
Eva? Offenbarung 12, 9.
Der Ursprung des Satans
Erschuf Gott einen Teufel? Was ist die Ursache des Bösen
in der Welt, in der wir leben? Die Bibel weist klar auf den Ursprung des Wesens
hin, das unsere Ureltern verführt hat und seither die gesamte Menschheit
verführt – sogar bis in unsere Zeit.
In Jesaja 14 erfahren wir von einem herrlichen geschaffenen Wesen namens
Luzifer (eine lateinische Übersetzung nach dem hebräischen Wort für
„Morgenstern", die so viel bedeutet wie „Lichtbringer"). Hesekiel 28 enthält
einen Bericht über dasselbe Wesen unter dem sinnbildlichen Namen „König von
Tyrus." Was lernen wir aus diesem Bericht?
In einer von der damaligen Stiftung Ambassador College 1989 herausgegebenen
Broschüre, Erschuf Gott einen Teufel?, schrieb der Autor Herbert W.
Armstrong (1892-1986):
„Es gab einen Erdenthron, auf dem Luzifer saß, ein
Erzengel und Cherub. Er war ein erfahrener Sachwalter der Herrschaftsordnung
Gottes: am Gottesthron selbst hatte er gestanden. Gott hatte ihn auf den
Erdenthron gesetzt, um als Sachwalter der ORDNUNG GOTTES über die Engel der Erde
zu regieren.
Glück, Friede und Freude herrschten auf der Welt. Die Bibel berichtet über
Luzifer: ‚Du warst ohne Tadel in deinem Tun von dem Tage an, als du geschaffen
wurdest, bis an dir Missetat gefunden wurde’ (Hes. 28, 15). Gott hat keinen
Teufel erschaffen, sondern einen Erzengel. Allerdings gab er seinen Engeln auch
moralische Handlungsfreiheit – Denk- und Urteilsfähigkeit und –freiheit, das
Recht zur freien Entscheidung.
Luzifer hatte zugelassen, dass seine Schönheit und Vollkommenheit ihn mit
Eitelkeit erfüllten – mit SELBSTruhm, Begierde. Nun neidete er Gott die Macht,
wollte keine Autorität mehr über sich dulden. Er verschwor sich mit seinen
Engeln, mit geballter Kraft in den Himmel einzudringen, um Gott vom kosmischen
Thron zu stoßen.
Luzifer wollte selbst Gott SEIN. Sein trügerischer Einfluss auf den
„Fürsten von Tyrus" wird diesen noch veranlassen, sich selbst – ein Mensch – als
Gott auszugeben.
Luzifer war nun nicht mehr „LICHTbringer", sondern ein WIDERSACHER –
Aggressor, Rivale, Feind. Satan heißt wörtlich übersetzt Widersacher. Seine
Engel wurden DÄMONEN.
Wie die Erde wüst und leer wurde
Ein Drittel der Engel (Offb. 12, 4) schloss sich
Luzifers Aufruhr an. Dieser Aufruhr war es, der die Erde „wüst und leer" machte.
Die Sünde der Engel richtete sich gegen den Himmel und brachte Chaos über die
Erde. Was die Geologen und Astronomen sehen, ist nicht ein in Evolution
begriffener Kosmos, sondern die Überreste eines Titanenkampfes, den Geistwesen
im Weltraum austrugen – eines vor der Erschaffung des Menschen ausgefochtenen
Kampfes."
Luzifer war nicht damit zufrieden, nur Sachwalter der
Regierung Gottes auf Erden zu sein. Uns wird vielmehr gesagt, dass er bestrebt
war, über die Wolken aufzusteigen und in den Himmel einzufallen. Er wollte
seinen Thron über alle anderen Wesen erheben und selbst wie Gott sein. Gott
beendete seine Rebellion und Luzifer und die Engel, die ihm gefolgt waren,
wurden auf die Erde zurückgeworfen. Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass er
Luzifer, nun bekannt als Satan, gesehen hatte, als er wie ein Blitz aus dem
Himmel fiel (Lukas 10, 18).
Als Ergebnis seiner Entscheidungen war dieses Geistwesen nun völlig in
seinem Denken pervertiert. Er ist nun eine Quelle der Lügen und Täuschungen und
versucht, die Menschheit zu verführen. Aus wichtigem Grund hat Gott dem Satan
weiterhin erlaubt, seinen Einfluss auf der Erde auszuüben, bis Jesus Christus
zurückkehrt, um ihn zu entfernen (Offenbarung 20, 1-3). Die Menschheit, die sich
dem Weg von Versuch und Irrtum verschrieben hat (1. Mose 3, 1-6), anstatt auf
die von Gott gegebene Erkenntnis zu hören, schreibt nun ihre eigenen Lektionen
menschlicher Erfahrung.
Nach einer Zeit von sechs „Tagen" zu je 1000 Jahren, in denen Satan wirken
konnte, wird Gott ihn letztlich entfernen und den siebten 1000-jährigen „Tag"
für sich selbst reservieren. Dann wird der allmächtige Gott wirklich seine Hand
ausstrecken und diese unglückliche Welt retten, indem er Jesus Christus in Macht
und Herrlichkeit zurückbringt, um sein Reich zu errichten. Bis dahin werden die
Menschen Gelegenheit gehabt haben, die Folgen der Lebensweise Satans am eigenen
Leib zu erfahren und dann im Kontrast dazu für 1000 Jahre Gottes Lebensweise
erleben. Gottes Wege sind wirklich großartig und wunderbar!
Lektion 7, Teil 2
Gottes Gericht über die vorsintflutliche Welt
Über 16 Jahrhunderte vergingen zwischen der Zeit der
Erschaffung Adams und der Sintflut. In dieser Zeit errichteten die Menschen ihre
eigene Zivilisation, die immer weiter von Gott abgeschnitten war. Die Menschen
missachteten Gottes Wünsche in allen Lebensbereichen. In der Ehe nahmen sie sich
„zu Frauen, welche sie wollten" (1. Mose 6, 2) und kümmerten sich nicht um den
Willen Gottes. Das Ergebnis ihrer Missachtung der Anweisungen Gottes im Bezug
auf das Familienleben und ihres eigenwilligen Lebensstils war, dass die Erde
„erfüllt von Gewalttat" war (1. Mose 6, 13).
Gottes Gericht über jene Welt ist der Beweis, dass er bald wieder
eingreifen wird, um „diese gegenwärtige böse Welt" (Galater 1, 4) zu richten.
Zeigte Kain, der erste Sohn von Adam und Eva, brüderliche
Liebe? 1. Mose 4, 8; 1. Johannes 3, 12.
Erlegte Gott Kain einen Fluch auf und vertrieb ihn vom
Rest der Familie Adams? 1. Mose 4, 11-12.16.
Gründete Kain daraufhin für seine Nachkommen die erste
Stadt, die uns überliefert ist? 1. Mose 4, 17.
Gibt es Aufzeichnungen, dass die Familie Kains der
Vorreiter in der Herstellung von Rüstungen und Waffen war? 1. Mose 4, 22.
(Anmerkung: Josephus, ein jüdischer Priester und Historiker aus dem ersten
Jahrhundert berichtet, dass Tubal-Kain „alle Menschen an Stärke übertraf und
sehr geschickt und berühmt in der Kriegskunst war. Er legte viel Wert auf
körperliche Vergnügungen und erfand vor allem die Kunst der Bronzeherstellung" (Antiquities
of the Jews [Altertumsgeschichte der Juden], I, ii, 3).
War ein anderer von Kains Nachkommen verantwortlich für
die Pervertierung der Musik? 1. Mose 4, 21; rev. Elberfelder Übersetzung.
(Anmerkung: Das hebräische Wort, das hier mit „umgehen" übersetzt ist, kann auch
„gotteslästerlich entweihen" bedeuten. „Die Midrasch erklärt, dass er [Jabal,
ein Bruder von Jubal] der erste war, der Tempel für Götzen errichten ließ ...
und in Folge der vorangegangenen Erklärung wird berichtet, dass er [Jubal] der
erste war, der Musik in die Verehrung von Götzen aufnahm" (Soncino Chumash,
Cohen, A., Ausgabe 1996, Seite 20).
Sind die verschiedenen Rassen und ethnischen
Gruppierungen direkt aus den Kindern Adams entstanden? Hat Gott beabsichtigt,
dass sie sich trennen und dadurch ihre Identität als individuelle Gruppen
bewahren sollten, während sie sich ausbreiteten und die Erde füllten? 5. Mose
32, 7-8.
Haben sich einige nicht an diese Anweisungen Gottes
hinsichtlich der Eheschließung gehalten und sich zu Frauen genommen, welche sie
wollten? 1. Mose 6, 1-2.
Was war das Ergebnis dessen, dass sich die Menschen ihre
eigene Zivilisation abseits von Gott errichteten? 1. Mose 6, 11.
Hat Gott die Welt vor dem bevorstehenden Gericht gewarnt?
2. Petrus 2, 5.
Verglich Christus die Zeit Noahs mit der Zeit direkt vor
seiner Rückkehr? Matthäus 24, 37-39.
Erfasste die Sintflut die ganze Welt?
Unter den meisten so genannten Bibelgelehrten ist es
üblich, die Idee einer weltumspannenden Flut zu verwerfen. „Im Höchstfall," so
sagen sie, „war es eine regionale Katastrophe." Untersuchen wir die Beweise, um
zu sehen, ob diese Flut die ganze Erde betraf, oder nicht.
Sehen wir uns zunächst die Einwände der Kritiker an. „Unter gar keinen
Umständen hätten alle verschiedenen Tiere in einem solchen Boot Platz gefunden,"
sagen sie. „Wie hätten sie gefüttert und versorgt werden können?" Ist dieser
Einwand der Kritiker berechtigt?
Die Ausmaße der Arche werden uns in 1. Mose 6, 14-15 genannt. Nach heutigen
Maßeinheiten war sie etwa 138 Meter lang, 23 Meter breit und fast 14 Meter hoch.
Dies entspricht einem Ladevolumen von 43800 Kubikmeter und einer Ladekapazität
von 533 modernen Güterwaggons. Die Tonnage lag entsprechend bei 40.000 bis
50.000 Bruttoregistertonnen – mehr als bei jedem anderen Schiff bis in die
Moderne. Zum Vergleich: Der Ozeanriese Queen Elizabeth II. besitzt 58.000
Bruttoregistertonnen.
Wie steht es mit den Tieren, die sich an Bord befanden? Erinnern wir uns,
dass Noah keine Wassertiere in die Arche bringen musste, nur Vögel, Reptilien,
Amphibien, Insekten und Säugetiere. Die Arche musste also nur etwa 35.000
Wirbeltiere aufnehmen – zwei von jeder der 17.600 bekannten Tierarten dieser
Gattungen. Selbst wenn alle Tiere im Durchschnitt die Größe eines Schafs hatten,
wäre immer noch ausreichend Platz verfügbar. Ein moderner Güterwaggon fasst bis
zu 240 Schafe. Der Raum von 146 Güterwaggons war dann genug, um 35.000 solche
Tiere zu transportieren. Dies würde noch den Raum von 387 Güterwaggons für
Futtermittel und Nahrungsmittel und als Lebensraum frei lassen. Die Arche, wie
die Bibel sie beschreibt, bot also genügend Platz für Noah und alle Tiere (siehe
auch The Genesis Flood [Die Flut der Genesis], Whitcomb & Morris, 1961,
Seite 67).
Außerdem berichtet die Bibel, dass die Arche auf dem Gebirge Ararat zu
liegen kam. Dies wären etwa 5130 Meter über dem Meer. Wasserhöhen sind immer
nach einem Niveauausgleich bestrebt, und ein Meeresniveau, das den Ararat
bedeckte, musste dann notwendigerweise auch den ganzen Rest der Erde bedecken!
Ein weiterer Beweis ist, dass praktisch alle Völker des Altertums von den
amerikanischen Indianern bis zu den Babyloniern, von den Bewohnern der
Südseeinseln bis zu den Ureinwohnern Indiens, Chinas und Afrikas Legenden von
einer weltumspannenden Flut besitzen.
„Von besonderem Interesse für biblische Studien sind drei Flutberichte in
Keilschrift aus Mesopotamien. Die Älteste ist eine sumerische Version (ANET,
Seiten 42-44), von der Fragmente in Nippur entdeckt wurden. Darin antwortet der
fromme König Ziusudra auf die Entscheidung der Götter, „die Saat der Menschheit"
in einer Flut zu vernichten. Er konstruiert ein riesiges Boot, das ihn für
sieben Tage und Nächte über Wasser hält. Danach opfert er den Göttern und ihm
wird ewiges Leben im Land Dilmun gewährt. Eine gut erhaltene Version ist uns
auch auf Tafel 11 des sumerischen Gilgamesch-Epos überliefert (ANET, Seiten
93-97). Hier hilft Utnapishtim ‚der Ferne’ dem Helden Gilgamesch bei seiner
Suche nach Unsterblichkeit, indem er ihm von seinen eigenen Erlebnissen
berichtet; auf Grund einer Warnung des Gottes Ea aus der göttlichen Versammlung,
dass die Welt zerstört werden soll, konstruiert er ein massives Schiff, in dem
er, seine Familie und Vertreter der Lebewesen und des Handwerks auf der Flut
treiben und schließlich auf dem Berg Nisir stranden; als die Götter von den
Überlebenden erfahren, diskutieren sie über die Weisheit einer Flut zur
Bestrafung und gewähren Utnapishtim und seiner Frau Unsterblichkeit, schicken
sie aber in ein Land fern von anderen Sterblichen. Fragmente einer alten
babylonischen Geschichte (ANET, Seiten 104-106) sind ebenfalls überliefert und
besonders gut in einer assyrischen Version erhalten. Darin senden die Götter
eine Reihe von Plagen, deren Höhepunkt eine Flut als Bestrafung der Menschheit
ist, weil deren Lärm den Schlaf der Götter gestört hat; Hauptperson ist hier
Atrahasis (‚der außergewöhnlich Weise,’ ein Beiname des sumerischen
Utnapishtim), der die Flut wie Noah und die anderen Helden überlebt und somit
die Brücke zu einer neuen, gereinigten Schöpfung bildet." („IV. Flood
Traditions," [IV. Fluttraditionen], Eerdmans Bible Dictionary, Meyer
et al., 1987, Seite 387).
Wie hätten sich solche Berichte so weit verbreiten können, wenn sie nicht
Teil der kollektiven Gedächtnisses der Menschheit sind?
Der Punkt ist, dass es einen realen Gott gibt, der in der Vergangenheit
bereits eingegriffen hat, um seine Schöpfung zu richten. Dieser gleiche Gott
wird in den vor uns liegenden Jahren erneut in das Weltgeschehen eingreifen und
über uns Gericht halten. Der wahre Grund, weshalb Gelehrte, die Gott verleugnen,
den Gedanken einer universellen Flut verwerfen, ist der, dass sie nicht glauben
wollen, dass der Gott des Himmels in die Geschichte eintritt und sie und den
Rest der Welt für ihre Handlungen zur Verantwortung zieht.
Lektion 7, Teil 3
Nimrod und der Turmbau zu Babel
Lernte die Menschheit nach der Zerstörung der
Zivilisation durch die Sintflut ihre Lektion? Historische Aufzeichnungen zeigen
uns, dass die Menschheit innerhalb eines Jahrhunderts nach der Flut bereits
wieder begann, ihr eigenes System abseits von Gott zu errichten.
Kennzeichen aller weiteren Bemühungen um eine Zivilisation waren eine
Rebellion gegen Gottes Regierung und die Einführung falscher Religionen und
diese Rebellion zu stützen. Babylon, die Stadt, die Nimrod gründete, wird im
Buch der Offenbarung als Name eines Systems gebraucht, das die endzeitliche
Rebellion der Menschheit gegen Gott darstellt. Der Turmbau zu Babel ist der
Ausgangspunkt für alle nachsintflutlichen Zivilisationen der Menschheit.
Welchem Urenkel Noahs wird die Errichtung des ersten
Reichs nach der Sintflut zugeschrieben? 1, Mose 10, 6.8-12.
Was war der Anfangspunkt für sein Reich? 1. Mose 10, 10.
(Anmerkung: Das Land Sinear, dessen Name auf Hebräisch so viel bedeutet wie
„Land der zwei Flüsse" befand sich im südlichen Zweistromland, durch das der
Euphrat und der Tigris flossen. Später wurde es als Babylonien oder Chaldäa
bekannt).
Welche Motivation brachte die Menschen dazu, sich unter
Nimrod in Babel zu sammeln? 1. Mose 11, 1-4. (Anmerkung: Nimrods Name stammt vom
Hebräischen mar’ad und bedeutet „er rebellierte").
Waren praktisch alle Vorfahren der verschiedenen Familien
der Menschen beim Turmbau zu Babel anwesend? 1. Mose 11, 1.4.9. Freute sich Gott
darüber, dass die Menschen versuchten, eine „einige Welt" unter Nimrods Führung
in Babel zu errichten? 1. Mose 11, 6-8.
-
Stammen alle heutigen Völker von den Nachkommen Noahs ab?
1. Mose 10, 32.
-
Wird „Babylon" als Sinnbild für das System gebraucht, das
die Menschen auf eigene Faust und dem Schöpfer trotzend aufgebaut haben?
Offenbarung 17, 5 (Anmerkung: „Babylon" ist eine andere Form für das Wort
„Babel." Beide Namen bedeuten im Hebräischen „Verwirrung durch Vermischen." Das
griechische Wort in Offenbarung 17, 5 bedeutet „Verwirrung").
-
Was ist letztlich das Schicksal der Stadt, deren
Fundament von Minrod gelegt worden war? Offenbarung 18, 2.10.
-
Was sagt Gott seinem Volk im Bezug auf dieses Babylon?
Offenbarung 18, 4.
-
Klagt Gott Babylon als Quelle von Götzendienst und
falscher Religion an? Jeremia 50, 35.38.
-
Ist die gesamte Zivilisation auf der Welt durch falsche
Ideen und Werte korrumpiert worden, die ihren Ursprung in Babylon haben? Jeremia
51, 7.
-
Nimrods Rolle in der Geschichte
Innerhalb eines Jahrhunderts nach der Sintflut brach die
offene Rebellion der Menschheit gegen ihren Schöpfer wieder auf. Der Anstifter
dieses Aufstands war Nimrod, der Sohn von Kusch. Die Bibel sagt uns, dass Nimrod
für die Errichtung des Turms von Babel (Babylon) verantwortlich war (1. Mose 10,
10). Er war bestrebt, ein Reich zu errichten, durch das er den Rest der Menschen
beherrschen konnte.
Nimrod begann sein Reich in Babel und dehnte es später bis nach Assyrien
aus, wo er Ninive und einige andere assyrische Städte gründete (Verse 11-12).
Die Stadt Kelach trägt noch heute seinen Namen, Nimrud. Im Buch Micha
nennt der Prophet Assyrien das „Land Nimrods" (Micha 5, 5-6), eine Nation, die
in aggressiver Weise dazu neigte, die Welt damals zu erobern und – wie Michas
Prophezeiung zeigt – dies auch zur Zeit der Wiederkehr Christi wieder versuchen
wird.
„... mit den Legenden, die über ihn in der sumerischen, assyrischen und
späteren Literatur überliefert sind, ist anzunehmen, dass er eine breitere Basis
in den Traditionen bildet, als es durch die Genesis deutlich wird. Viele
Gelehrte vergleichen ihn deshalb mit Sargon von Agade, ca. 2300 v.Chr., der als
großer Kämpfer und Jäger galt und Herrscher über Assyrien war" (The
Illustrated Bible Dictionary [Das illustrierte Bibelwörterbuch], Band 2,
Tyndale, 1980, Seite 1088).
Die Geschichten und Sagen über seine Aggressivität und sein Streben nach
Macht machen ihn zu einem perfekten Beispiel für die Krieger-Könige von
Assyrien.
Was die Legenden sagen
Die Geschichte Nimrods und seine Bemühungen, die die
gesamte Menschheit beeinflussten, sind in den Berichten vieler altertümlicher
Zivilisationen erhalten geblieben.
Sehen wir uns an, was die Legenden der verschiedenen Völker über ihn und
sein Erbe offenbaren. Die Ägypter nannten ihn Osiris und bei den Babyloniern war
er als Tammus bekannt. Die meisten religiösen Bräuche der alten heidnischen Welt
gehen auf eine Verehrung von Nimrod zurück.
Babylon war die Urquelle der Zivilisation nach der Sintflut und die
Religion, die dort ihren Anfang nahm, war der Ursprung aller falschen Religionen
seither. Die babylonische Mysterienreligion war in der Antike gut bekannt und
wird nach Offenbarung 17 in der Endzeit wieder sehr aktiv und vorherrschend
sein. Was waren die Charakteristiken dieser Religion?
Die babylonischen Mysterien lassen sich bis zu der Zeit der altertümlichen
Königin Semiramis von Babylon zurückverfolgen. Sie war die schöne aber
verlassene Königin von Babylon, die im Jahrhundert nach der Sintflut lebte. Sie
war die Mutter Nimrods und später auch seine „Frau." In der Mysterienreligion,
die maßgeblich durch sie entwickelt wurde, wurde Semiramis als die große Mutter
verehrt. Ihr Sohn Nimrod wurde zusammen mit ihr verehrt und zusammen bildeten
sie das Original der „Madonna mit Kind" in der Anbetung. Semiramis war allgemein
als „Himmelskönigin" bekannt.
Eine Wiedergeburt im Dezember
Die Geschichte berichtet, dass Nimrod nach dem Turmbau
zu Babel nach Ägypten floh, wo er versuchte, sein zerbrochenes Reich wieder zu
errichten. Einige Jahre später wurde er getötet. Nach seinem Tod verbreitete
Semiramis das Gerücht, dass das Kind, das sie im folgenden Dezember gebar, kein
anderer als dieser Nimrod war, der wiedergeboren wurde! Die Wintersonnenwende,
die im Altertum um den 25. Dezember stattfand, war auf der Nordhalbkugel der
kürzeste Tag des Jahres und markierte die Zeit, ab der die Tage wieder länger
wurden. Semiramis assoziierte Nimrod mit dem Sonnengott und rief diesen Tag zum
Geburtstag der Sonne aus. Der immergrüne Baum, ein Symbol des Lebens in der
Kälte des Winters wurde mit dieser Feierlichkeit verbunden und zum Symbol für
den wiedergeborenen Nimrod.
„So haben wir aus Assyrien, Ägypten und Griechenland eine Anhäufung von
überwältigenden Beweisen, die alle zeigen, dass das Kind, das in den Armen der
Gottesmutter in all diesen Ländern als Ninus oder Nin (der „Sohn") verehrt
wurde, kein anderer als Nimrod war, der Sohn von Kusch. Einige Details mögen
hier und da von nachfolgenden Helden entlehnt worden sein, aber es scheint außer
Zweifel fest zu stehen, dass Nimrod für alle der Prototyp war, das große
Original" (The Two Babylons [Die zwei Babylon], Alexander Hislop, Seite
50).
Lektion 7, Teil 4
Die Menschen entwickeln religiöse Bräuche
Wie steht es mit den Bräuchen und Traditionen, die die
Menschen entwickelten, als sie ihre Zivilisation und Religion errichteten? Viele
der Feiertage und der mit dem modernen Christentum verbundenen Symbole können
eindeutig auf ihre Ursprünge zurückgeführt werden, die nicht bei Christus und
den Aposteln liegen, sondern im heidnischen Altertum. Viele, die sich gezwungen
sehen, die Tatsachen der Geschichte anzuerkennen, werden vorgeben, dass es
keinen Unterschied macht, weil wir es „zur Ehre Christi" tun. Die Frage ist
aber, ob es für Gott einen Unterschied macht!
Was sagte Gott den Israeliten im Altertum über die
Imitation heidnischer religiöser Bräuche? Sind solche Dinge Gott wirklich
wichtig? 5. Mose 12, 29-32.
Was lehrte Christus über das Ersetzen von Gottes Geboten
durch Gebote und Traditionen von Menschen im Gottesdienst? Markus 7, 6-7.
Sind heidnische Religionen nur eine andere Art, den
wahren Gott zu verehren? 1. Korinther 10, 19-21.
Alle Autoritäten bestätigen, dass der „Weihnachtsbaum"
von alten heidnischen Bräuchen entlehnt wurde und nie von Gott in der Bibel als
Teil der Verehrung eingesetzt wurde. Beschreibt die Bibel den Brauch, einen Baum
aus dem Wald zu fällen, ihn mit nach Hause zu nehmen, ihn aufzustellen und zu
schmücken? Jeremia 10, 3-4.
Welche Ermahnung gibt Gott seinem Volk hinsichtlich
solcher Bräuche? Jeremia 10, 2.
Waren altertümliche Sonnenaufgangsgottesdienste Teil der
Gräuel, für die Gott das Haus Israel züchtigte? Hesekiel 8, 15-16.
Wurde dies mit einem „Wehklagen für Tammus" verbunden,
einer Zeitspanne von etwa 40 Tagen der Buße mit ihrem Höhepunkt am Fest der
Astarte oder Ischtar? Hesekiel 8, 13-14. (Anmerkung: In der babylonischen
Mythologie war Tammus der Sohn von Ischtar oder Semiramis. Er wurde für den
wiedergeborenen Nimrod gehalten. Ihm zu Ehren wurde im Frühling ein Fest
gefeiert, bei dem man den Tod und die Wiedergeburt von Tammus, dem babylonischen
„Erlöser beging).
Was sollten die Israeliten im Altertum nach Gottes
Anweisung mit heidnischen Kultgegenständen machen? War es in Ordnung, diese
alten Sinnbilder mit einer „neuen" Bedeutung zu versehen? 5. Mose 12, 2-4.
Lehrte Paulus, dass alte Kultgegenstände und Sinnbilder
zerstört werden sollten? Verurteilte er in seinen Predigten den Gebrauch von
Bildnissen im Gottesdienst? Apostelgeschichte 19, 23-27.
Weihnachtsbäume, Kreuze und Ostereier
Woher stammen die heute gängigen religiösen Symbole, die
die christliche Welt durchdrungen haben? Stammen sie aus der Bibel? Gibt es
irgendwelche Aufzeichnungen, dass frühe Christen Kreuze trugen oder
Weihnachtsbäume aufstellten? Wenn nicht, woher kamen dann diese und ähnliche
Bräuche?
Was wir heute als „Weihnachtsbaum" bezeichnen, war schon 2000 Jahre vor der
Geburt Christi in Gebrauch! In Babylon war es die Palme und in Rom der
Tannenbaum. Dieser Baum war ein altes Symbol des wiedergeborenen heidnischen
Erlösergottes. Was im Rom des Altertums als Saturnalien gefeiert wurde, wurde im
vierten Jahrhundert „christianisiert" und zur „Christmesse" erklärt. Wie immer
wieder in Zeitungen im Monat Dezember berichtet wird, haben praktisch alle
Feiertagsbräuche, die mit Weihnachten assoziiert werden, einen Ursprung viele
Jahrhunderte vor der Geburt Christi.
Nach einer Allianz mit Kaiser Konstantin im frühen vierten Jahrhundert hat
sich die als christlich bezeichnende Kirche bemüht, die Massen des Römischen
Reichs unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese hatten jedoch keineswegs die
Absicht, wirklich ihr Leben und die Bräuche zu ändern, denen sie und ihre
Vorfahren schon nachgefolgt waren. Viele fühlten sich dennoch zu einigen
Aspekten des Christentums hingezogen. Das Ergebnis war, dass man einfach den
populären römischen Feiertagen neue, christlich klingende Namen gab und manche
ihrer abscheulicheren Bräuche abmilderte. Dadurch war es den Menschen möglich,
„Christen" zu werden, ohne viel von ihren beliebten Feiertagen und Bräuchen
aufgeben zu müssen. Sie taten einfach weiterhin das Gleiche an den gleichen
Tagen, gaben diesem aber nun andere Namen.
Der Name „Ostern" ist von der altertümlichen Frühlingsgöttin abgeleitet,
die in Assyrien Astarte und in Babylon Ischtar hieß. Diese beiden Namen waren
nur andere Bezeichnungen für Semiramis, die Mutter und Frau von Nimrod.
Wie steht es mit dem Osterei? „Dafür müssen wir noch einmal zu Semiramis
und ihren Mysterien zurückkehren. [...] Das Wort für ‚Ei’ klang im Hebräischen
und Chaldäischen ähnlich wie ‚Haus.’ Dadurch wurde aus dem Haus oder der Arche
Noahs auf dem Wasser ein ‚Ei.’ ‚Ein Ei von wundersamer Größe soll vom Himmel in
den Euphrat gefallen sein ... und heraus kam Venus, die später zu einer
assyrischen Göttin wurde’ (Hyginus’ Fabulae [Fabeln], Seiten 148-149) –
das war Astarte. Die klassische Poesie ist voll von Fabeln über das mystische Ei
der Babylonier. Dieses war das Ereignis, das mit dem Ischtar-Ei oder Oster-Ei
gefeiert wurde: Die ‚Ankunft’ (Geburt) der künftigen Mutter des Sonnengottes auf
der Erde nach der Sintflut" (Satan’s Great Deception [Satans große
Täuschung], C.Paul Meredith, 1953, Seiten 85-86).
Was ist die Bedeutung des Kreuzes? Es kann doch kein christlicheres Symbol
geben, oder? Das Kreuz war in vielen ähnlichen Formen ein weit verbreitetes
religiöses Symbol im heidnischen Altertum. Die ursprüngliche Form des
chaldäischen Buchstabens tau oder „T" sah so aus wie das heute
gebräuchliche christliche Kreuz. Es war die Initiale von Tammus, dem Sonnengott.
Es wurde auf die Stirn derer gezeichnet, die in die altertümliche
Mysterienreligion eingeführt wurden. Die vestalischen Jungfrauen im alten Rom
trugen das tau an einer Kette hängend um ihren Hals, ähnlich wie heutige
Nonnen.
In Ägypten wurde es ankh genannt und als Symbol der Unsterblichkeit
angesehen. In dieser Form ist es ein häufiges Motiv in der religiösen Kunst
Ägyptens und anderer Völker, die von ihnen beeinflusst waren. Das altertümliche
Siegel der israelitischen Königin Isebel, die sich dem Götzendienst verschrieben
hatte, wurde vor einigen Jahren von Archäologen in der Nähe der Ruinen von
Samaria ausgegraben. Hervorstechendes Zeichen auf dem Siegel war dieses
altertümliche Kreuz.
Das römische Folterinstrument war nie als religiöses Symbol gedacht. Es
gibt keinen Beweis dafür, dass es in der frühen neutestamentlichen Zeit je als
solches gebraucht wurde. Tatsächlich dauerte es noch etwa zweihundert Jahre, bis
sich der Gebrauch dieses alten heidnischen Religionssymbols in den Gottesdienst
der bekennenden Christen eingeschlichen hatte.
Der größte religiöse Schwindel unserer Zeit
„Wussten Sie, dass schon Hunderte von Jahren vor Christi
Geburt ein falscher ‚Erlöser’ auf der Erde erschienen war? Er behauptete,
‚übernatürlich empfangen’ worden zu sein. Dieser Mann ist es, den die Welt als
ihren ‚Erlöser’ angenommen hat – obwohl sie ihn fälschlicherweise Jesus nennt!
Es trifft einen wie ein Schock, wenn man erkennt, dass die gesamte sich zum
Christentum bekennende Welt einem FALSCHEN MESSIAS aufgesessen ist – jemandem,
der als Jesus Christus verkleidet wurde ... . Ein falscher Erlöser erschien
lange vor der Zeit Christi und wurde zu demjenigen, auf den die Menschen sich
heute berufen, wenn es um ihr Heil geht! ES IST ZEIT, AUFZUWACHEN! Biblische
Beweise belegen, dass genau dies geschehen ist!
Die Bewohner der Erde direkt nach der Sintflut wussten und verstanden, dass
ein Erlöser kommen sollte (1. Mose 3, 15), aber sie wussten nicht, wann er
kommen würde. Sie warteten auf ihn!
Zu dieser Zeit war es, als Nimrod starb – der größte Führer der Welt und
Begründer der Zivilisation nach der Sintflut (1. Mose 10, 9-11). Semiramis –
seine Frau – auch als ‚Himmelskönigin’ bekannt (Jeremia 44, 17.25) wollte die
riesigen Besitzungen ihres Mannes um jeden Preis behalten.
Sie dachte sich einen verwegenen Plan aus. Auch nach dem Tod Nimrods wurde
ihre Familie wegen der vielen außergewöhnlichen Taten als außergewöhnlich
angesehen. So war es nicht schwierig für sie, der damaligen Welt vorzumachen,
dass eines ihrer unehelichen Kinder, Tammus (Hesekiel 8, 14) gerade dieser
Erlöser war, auf den alle gewartet hatten!
Die Welt wusste, dass Nimrod sie von Gottes ‚abscheulichen’ Wegen ‚befreit’
hatte. Als dann Nimrod getötet wurde, behauptete Semiramis, dass sie auf
übernatürliche Weise von Gott schwanger geworden war und dass Nimrod auf diese
Weise durch sie wiedergeboren wurde – als ‚Erlöser’ in Form ihres unehelichen
Sohns Tammus" (Nachdruck aus Satan’s Great Deception [Satans große
Täuschung], C.Paul Meredith, 1953, Seiten 110-111).
