The Living Church of God


Home Page
Kontakt
Wer wir sind
Unsere Ziele
Gemeinden
Broschüren
Artikel
Bibelfernlehrgang
Glaubensgrundsätze







Disclaimer


Bibelfernlehrgang

Lektion 18 - Gesundheit und Heilung

ChefredakteurRoderick C. Meredith
RedaktionsdirektorRichard F. Ames
RedaktionWilliam Bowmer
Gary F. Ehman
AutorenJohn H. Ogwyn
Daniel Hall
Französische AusgabeDibar Apartian
Spanische AusgabeMario Hernandez
Grafische GestaltungDonna Prejean
KorrekturlesungSandy Davis
Linda Ehman
NachrichtenbüroJune Olsen

 

Der Welt von Morgen – Bibelfernlehrgang hat keinen Bezugspreis. Seine Verbreitung wird durch Zehnten und Opfer der Mitglieder der Living Church of God und anderer ermöglicht, die freiwillig Mitarbeiter im Werk der Verkündigung von Gottes wahrem Evangelium an alle Nationen wurden.

Alle Bibelzitate in dieser Lektion sind, sofern nicht anders vermerkt, der revidierten Lutherübersetzung von 1984 entnommen. Copyright © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart.
Der Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang wird herausgegeben von der Living Church of God, P.O. Box 3810, Charlotte NC, 28227-8010, USA.

Copyright © 2006 Living Church of God ®. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Briefe an den Herausgeber ...

Kurs vertieft das Bibelverständnis

„Danke für den Bibelfernlehrgang. Ich muss mein Verständnis des Wortes Gottes noch mehr vertiefen und geistlich wachsen. Immer wenn ich meinen Fernlehrgang in die Hand nehme, um zu studieren, möchte ich kaum mehr aufhören und versuche, so viel wie möglich zu schaffen, bevor ich ihn wieder weglegen muss. Es gibt mir ein Gefühl der freudigen Erwartung, immer mehr von Gottes Wort zu lernen."

M.S., Guyana

 

Finde Antworten

„Mein Leben verändert sich von Grund auf. Ich nehme gerade an Ihrem Bibelfernlehrgang teil und finde nach vielen Jahren des Fragens endlich Antworten. Ich bin 71 Jahre alt, habe also einen späten Start. Seit ich Ihre Broschüren erhalten habe, kann ich viele Dinge endlich verstehen, über die ich mich lange gewundert habe, aber ich habe noch einen langen Weg zu gehen."

G.D., Jackson, MI, USA

 

Reise durch die Bibelstellen war wunderbar

„Gestern erhielt ich meine erste Lektion des Bibelfernlehrgangs. Ich habe sie sofort durchgearbeitet und die Reise durch die Bibelstellen war wunderbar. Vielen Dank! Gott segne Sie und Ihre Mitarbeiter. Die Welt braucht mehr Menschen wie Sie, die sich an Gottes Wort halten, wie es geschrieben steht."

F.D., Decatur, GA, USA

 

Bibelfernlehrgang hat Studium angeregt

„Ich wollte mir einmal die Zeit nehmen, Ihnen von der Welt von Morgen zu danken, besonders denen, die den Bibelfernlehrgang möglich gemacht haben. Ich habe diesen Kurs beständig durchgearbeitet und viel durch diese Studien gelernt. Wegen diesem Kurs und der Freude, die ich dadurch am Studieren des Wortes Gottes fand, habe ich nun begonnen, in einem College zu studieren."

T.H., Moline, IL, USA

 

Zum Titelbild: Seit der Schöpfung hat Gott physische Gesetze in Kraft gesetzt, die unsere Gesundheit betreffen. Er will, dass wir bei guter Gesundheit sind (3. Johannes 2). Ebenso wie Gottes große, geistliche Gesetze sind auch diese physischen Gesetze wirksam, ob wir sie verstehen, oder nicht. Wenn wir diese Gesetze brechen und krank werden, können wir bereuen und Gott um Heilung bitten.

 

Gesundheit und Heilung

     Das Gesundheitswesen ist eine der am schnellsten wachsenden Branchen in den Vereinigten Staaten und vielen Ländern der westlichen Welt. Alleine in Amerika ist es ein Geschäft von mehreren Milliarden Dollar. Doch obwohl Milliarden von Dollar ausgegeben werden, leiden die Amerikaner immer mehr unter Erkrankungen wie Herzschwäche, Krebs und Diabetes. Warum sind so viele Menschen krank, obwohl so viel für Forschung investiert wird?
     Kann ein Buch, das tausende von Jahren alt ist, uns im 21. Jahrhundert wichtige Informationen zu Gesundheit und Heilung liefern? Hätten Sie geahnt, dass die Bibel tatsächlich viel zu diesem buchstäblich lebenswichtigen Thema zu sagen hat? Die meisten Menschen, die sich als Christen bezeichnen, sind völlig unwissend im Bezug auf das, was ihr Schöpfer über Gesundheit gesagt hat, doch das muss nicht so bleiben, wenn Sie einen Blick in seine „Bedienungsanleitung" werfen.
     Die meisten Menschen vermuten einfach, dass es normal ist, wenn man krank ist oder sich die meiste Zeit nicht wohl fühlt. Aber sind Krankheiten normal? Als Gott Adam und Eva erschuf, sollten diese da schwach und kränklich sein – oder erfreuten sie sich einer robusten Gesundheit? Offenbarte Gott unseren Ureltern GESETZE, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern? In unserem Studium des Wortes Gottes werden wir herausfinden, dass unser Schöpfer nicht nur geistliche, sondern auch physisch wirksame Gesetze in Kraft gesetzt hat!
     Gottes geistliche Gesetze basieren auf dem Prinzip der Liebe und sind im königlichen Gesetz der Liebe ausgedrückt – in den Zehn Geboten. Doch die meisten Menschen haben nie wirklich verstanden, dass Gott von Anbeginn der Schöpfung auch physische Gesetze in Kraft gesetzt hat. Diese Gesetze regeln die gesamte natürliche Umgebung, in der wir leben. Sie beeinflussen unter anderem die menschliche Gesundheit und das physische Wohlergehen. Ebenso wie Gottes geistliche Gesetze sind auch diese physischen Gesetze wirksam unabhängig davon, ob wir sie verstehen, oder nicht. Sie wirken automatisch!
     Die grundlegenden Prinzipien hinter den Gesetzen, die unsere menschliche Gesundheit regulieren, sind alle in den Seiten der Bibel offenbart. Auf Grundlage dieser Prinzipien können wir Menschen sehr viele zusätzliche Informationen erhalten, wenn wir den Zweck des Schöpfers erforschen. Die Offenbarung der Bibel liefert uns eine Grundlage, um die Entdeckungen der Menschheit zu beurteilen. Während die Bibel nicht vorgibt, jegliches Wissen zu enthalten, finden wir darin doch die Grundlage aller Erkenntnis! In dieser Lektion wenden wir uns der biblischen Grundlage zu, die uns in den Gesundheitsgesetzen offenbart ist, welche Gott erlassen hat.
     Die altertümlichen Kulturen von Ägypten und Babylon waren für ihre fortschrittlichen medizinischen Behandlungsmethoden und ihre Ärzte bekannt. Das Israel des Altertums war es nicht. Haben Sie sich jemals gefragt, warum dies so war? Wussten Sie, dass der biblische Ansatz zur Behandlung von Krankheiten sich stark von den Methoden der umliegenden Kulturen unterschied? Beachten Sie diesen Kommentar aus dem Artikel „Heilung" aus The Interpreter’s Dictionary of the Bible, Band 2, über die Gesetze, die Gott durch Mose im Bezug auf Erkrankungen und Seuchen erließ: „Die Betonung lag nun auf der Vorbeugung von Krankheiten anstatt auf der Behandlung... Mose könnte mit Recht als Vater der Präventivmedizin bezeichnet werden. In der medizinischen Gesetzgebung der fünf Bücher Mose wurde die soziale Hygiene auf die Ebene einer Wissenschaft erhoben und die Vorgaben des mosaischen Zeitalters hielten sich bis in die Gegenwart als Vorbild in Gesundheits- und Hygienefragen" (Seite 542).
     Zusätzlich zu den Gesetzen zur Förderung von Gesundheit und Wohlergehen hat die Bibel auch einiges über Heilung selbst zu sagen. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament lesen wir, dass die Heilung von Krankheiten einen wichtigen Aspekt im Wirken der wahren Diener Gottes darstellte. Viele Heilungen wurden nicht nur von Jesus Christus selbst durchgeführt, sondern auch von seinen Jüngern. Welche Rolle spielt göttliche Heilung der Bibel nach im Leben eines Christen? Wir leben in einem Zeitalter raschen Fortschritts in Wissenschaft und Technologie. Erübrigt sich dadurch in irgendeiner Weise die Notwendigkeit von göttlicher Intervention? Für uns als Menschen ist es eine natürliche Verhaltensweise, nach dem zu gehen, was wir sehen können und nur dem zu trauen, was wir beobachten und messen können. Den unsichtbaren Gott zu sehen und ihm zu vertrauen ist jedoch der Schlüssel zum Glauben. Dieser Glaube spielt eine wesentliche Rolle bei göttlichen Heilungen – doch dies widerspricht zunächst dem Kerngedanken unserer modernen, weltlich orientierten Gesellschaft.
     In dieser Lektion wollen wir genau untersuchen, was die Bibel über Gesundheit und Heilung offenbart. Sie werden Informationen finden, die für Sie und Ihre Familie jetzt und zu allen Zeiten von größter Wichtigkeit ist.

 

Lektion 18, Teil 1

Biblische Ansichten über Gesundheit und Heilung

     Hat die Bibel überhaupt etwas zum Thema Gesundheit und Heilung zu sagen? Ist es Gottes Wille, dass Sie krank sein sollen? Ist göttliche Heilung eine Realität? Gab es so etwas nur zur Zeit Christi und der Apostel, oder betrifft es uns heute noch genauso? Sehen wir uns die biblischen Antworten auf diese Fragen an, um zu erkennen, in wieweit Gesundheit und Heilung mit dem Gehorsam gegenüber Gott verbunden sind.

  1. Offenbarte der Apostel Johannes Gottes Willen im Bezug auf physische Gesundheit und Wohlstand für sein Volk? 3. Johannes 2. Ist dies verbunden mit dem Wunsch nach Gesundheit und Wohlergehen auf geistlicher Ebene? (Anmerkung: Das griechische Wort für Seele, psyche, bezieht sich in diesem Zusammenhang auf den inneren Menschen, auf Herz und Verstand).
  2. Ist göttliche Heilung ein Segen, den Gott seinem Volk anbietet? Psalm 103, 1-3. Wird die Heilung von Krankheiten mit der Vergebung von Sünden in Verbindung gebracht?
  3. Ist physische Heilung ein vorübergehender Segen? Soll das physische Leben des Menschen auf Dauer bestehen? Psalm 103, 14-16; Jakobus 4, 14.
  4. Ist der Empfang jeglicher Segnungen Gottes mit seiner Gnade uns gegenüber verbunden? Psalm 103, 11-13. Wird seine Gnade besonders denen zuteil, die ihm gehorsam sind und gegenüber ihm als Schöpfer und seinen Wegen ehrfürchtig sind?
  5. Offenbarte sich der ewige Gott den Israeliten im Altertum als ihr göttlicher Heiler? 2. Mose 15, 26. (Anmerkung: Der Begriff „der Herr, dein Arzt" ist im Hebräischen JHWH Ropheka und ist einer der Namen Gottes. Er bedeutet „der Herr, der heilt"). Verhieß Gott in diesem Zusammenhang, dass er sein Volk vor den Krankheiten der Ägypter beschützen würde?
  6. War ein wesentlicher Grund für die Erkrankungen, die Gott über Ägypten brachte, dass er ein Urteil fällte über die Götter Ägyptens und zeigen wollte, dass diese völlig wirkungslos waren? 2. Mose 12, 12; 4. Mose 33, 4. (Anmerkung: Das Buch der Offenbarung zeigt, dass unsere moderne Welt ähnliche Plagen treffen werden, um zu demonstrieren, wie vergeblich es ist, dass wir heute unser Vertrauen auf die modernen „Götter" der Technologie und Medizin setzen. Es gibt nur eine Quelle wirklicher Sicherheit, den lebendigen Gott).
  7. Werden sogar wahre Diener Gottes von verschiedenen Leiden und Schwierigkeiten betroffen sein? Kann man sich aber immer auf Gottes Hilfe verlassen? Psalm 34, 19-20.
  8. Psalm 38 ist einer der von König David geschriebenen Psalmen. War David jemals schwer krank und brauchte Heilung? Psalm 38, 5-9.
  9. Wie reagierte er, als er diese Art Probleme erlebte? Psalm 38, 16.19.22-23.
  10. König David war ein Mann nach Gottes Herzen, jemand, der sich sicher an den Schöpfer wandte, wenn es um Heilung und Errettung ging. Doch verstand David, dass sogar eine wundersame Heilung nur ein vorübergehender Segen war, weil das menschliche Leben kurz und vergänglich ist? Psalm 39, 5-6.
  11. Was ist das Sicherste und Beste: Sein Vertrauen auf Kenntnisse und Können von Menschen zu setzen, oder auf die Macht und Weisheit Gottes zu vertrauen? Psalm 118, 8-9; 146, 1-6.
  12. Wie groß ist Gottes Gnade gegenüber denen, die ihm wirklich Ehrfurcht erweisen? Psalm 107, 1.20-22; 118, 1.4.

 

Wurden die Gesundheitsgesetze im Neuen Testament abgeschafft?

     Die meisten Menschen, die sich zum Christentum bekennen, sind der Ansicht, dass die im Alten Testament genannten Gesundheitsgesetze nur ein Teil des mosaischen Gesetzes waren und für uns heute keinerlei Bedeutung mehr haben. Sie beziehen sich dabei hauptsächlich auf zwei Stellen im Neuen Testament, um diese Vorstellung zu untermauern. Untersuchen wir diese beiden Passagen, um zu sehen, wovon darin wirklich die Rede ist.
     Vielleicht am häufigsten wird die Vision von Petrus zitiert, die in Apostelgeschichte 10 beschrieben ist. Petrus war auf das Flachdach des Hauses gegangen, in dem er zu Gast war, um alleine beten zu können, während seine Gastgeber das Mittagessen zubereiteten. Während er betete, geriet er in Verzückung und sah ein Tuch vom Himmel herabkommen, in dem sich allerlei unreine Tiere befanden. Eine Stimme forderte ihn auf: „Steh auf, schlachte und iss". Petrus antwortete, dass er das nicht tun könne, weil er noch nie etwas Verbotenes oder Unreines gegessen hätte. Diese Szene wiederholte sich drei Mal, bevor Petrus erwachte. Dann wird beschrieben, dass Petrus nach dieser Erfahrung „ratlos" war, was dies zu bedeuten hätte. Doch viele, die diese Passage heute lesen, hegen überhaupt keine Zweifel. Sie kommen automatisch zu der Schlussfolgerung, dass sie bedeutet, dass die Gesetze über reine und unreine Nahrung heute keine Anwendung mehr finden. Ziehen wir aber keine voreiligen Schlüsse, sondern lassen wir die Schrift sich selbst interpretieren!
     Der Bericht in Apostelgeschichte 10 erwähnt weiter, dass Petrus nach seiner Vision drei Männern begegnete, die ihn gesucht hatten und wollten, dass er sie nach Cäsarea begleitet, zum Haus des römischen Hauptmannes Kornelius. Petrus und einige Brüder aus der Gemeinde gingen am folgenden Tag mit ihnen. Bei dieser Gelegenheit wurden die ersten unbeschnittenen Heiden getauft und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Als Petrus Kornelius und dessen Familie begegnete, verstand er die Bedeutung der Vision, die ihn bis dahin beschäftigt hatte. „Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll" (Apostelgeschichte 10, 28), erklärte Petrus.
     Denken Sie darüber nach! Petrus hatte dreieinhalb Jahre mit Jesus Christus verbracht und nichts, was er in dieser Zeit gesehen oder gehört hatte, ließ ihn glauben, dass die Gesetze über reine und unreine Speisen nicht mehr anzuwenden sind. Petrus erhielt diese Vision, um ihm und den jüdischen Gemeindevorstehern klar zu machen, dass sie Menschen, die nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurden, geistlich auf eine Ebene mit unreinen Tieren gestellt hatten – und das war einfach falsch! Hier ging es nicht darum, ihre Essgewohnheiten zu verändern. Noch Jahrzehnte später versicherte der Apostel Paulus in einem römischen Gefängnis gegenüber dem Vorstand der jüdischen Gemeinde, dass er nie etwas gegen die „Ordnungen der Väter" getan hatte (Apostelgeschichte 28, 17). Dies zeigt, dass er selbst auch nie die Gesetze über reine und unreine Speisen missachtet hatte.
     Lesen wir nun die Aussage in 1. Timotheus 4, 4: „Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird". Um diese Aussage richtig zu verstehen, müssen wir uns die vorangegangenen und folgenden Verse ansehen. Darin wird deutlich, was Paulus meinte. Der Textzusammenhang spricht von Irrlehren, die in der Gemeinde Verbreitung finden und nennt diese teuflische Lehren. Eine dieser Irrlehren betraf die Anweisung, sich von Speisen fern zu halten, die Gott erschaffen hatte, dass sie mit Danksagung von denen in Empfang genommen werden, die die Wahrheit kennen. Was ist die Wahrheit? Johannes 17, 17 erklärt, dass Gottes Wort die Wahrheit ist! Offenbart Gottes Wort, welche Speisen von Gott erschaffen wurden, damit wir sie als Nahrung in Empfang nehmen können? Absolut! Sowohl 3. Mose 11 als auch 5. Mose 14 enthalten Listen solcher Tiere. Diejenigen, die die Wahrheit kennen, die also mit den Anweisungen in Gottes Wort vertraut sind, wissen, welche Tiere als Nahrungsquelle erschaffen wurden, und nehmen diese mit Danksagung an.
     Natürlich ist jedes Tier, das Gott erschaffen hat, gut (1. Timotheus 4, 4). Nur sind sie für verschiedene Zwecke gut. Das Pferd ist gut, um darauf zu reiten; die Kuh und das Lamm sind gut zum Essen! Vers 5 bekräftigt, dass das Fleisch, das zur Nahrung dient, geheiligt wird durch das Wort Gottes und durch Gebet. Mit anderen Worten bitten wir im Gebet um Gottes Segen auf das Fleisch, das Gottes Wort bereits als reines und gutes Nahrungsmittel bezeichnet hat.
     Die Gesetze über reine und unreine Speisen waren nicht nur Teil des mosaischen Zeremonialgesetzes. Noah kannte diese Gesetze schon viele Jahrhunderte vor der Zeit Moses und des Bundes vom Sinai (1. Mose 7, 2). Es handelt sich also hierbei um Gesundheitsgesetze, die der Schöpfer schon von Anfang an in Kraft gesetzt hatte. Manche Tiere wurden als Nahrungsquelle für den Menschen erschaffen und andere wurden für völlig andere Zwecke erschaffen (lesen Sie mehr darüber in unserem Artikel Biblische Gesundheitsgesetze: Können wir sie heute noch anwenden?). Viele der Gesundheitsprobleme, unter denen die Menschen heute leiden, sind das direkte Ergebnis der Missachtung von klaren Anweisungen unseres Schöpfers darüber, welche Tiere als Nahrung geeignet sind, und welche gemieden werden sollten.

 

Lektion 18, Teil 2

Gottes Gesundheitsgesetze

     Es gibt viele Passagen im Alten Testament, die Gottes Anweisungen an sein Volk beinhalten, um Gesundheit zu fördern. Die meisten davon werden heute ignoriert oder als „jüdisch" abgetan. Es heißt, sie hätten für Christen keine Bedeutung. Was sind das für Gesetze und Prinzipien, die der Schöpfer offenbart hat und wie sollten wir sie heute anwenden?

  1. Sagte Gott den Israeliten, dass seine Gesetze ihnen bei den umliegenden Nationen den Ruf großer Weisheit verleihen würden, wenn man sie befolgte? 5. Mose 4, 5-6. Dienen Gottes Gesetze immer zu unserem Wohlergehen? 5. Mose 6, 24.
  2. Lehrte Gott die Israeliten, dass bestimmte Tiere gegessen werden könnten, während man andere meiden sollte? 3. Mose 11, 1-24.
  3. War dies eine neue Erkenntnis oder wusste man bereits von den Gesetzen über reines und unreines Fleisch vor der Sintflut, viele Jahrhunderte vor Mose? 1. Mose 7, 1-2.7-8.
  4. Hörte der Apostel Petrus, der dreieinhalb Jahre mit Jesus Christus verbrachte, jemals etwas von Christus, das ihn – noch Jahre nach Christi Auferstehung und Himmelfahrt – glauben ließ, dass das Essen von unreinen Speisen in Ordnung sei? Apostelgeschichte 10, 14.
  5. Welche Kriterien führte Gott dafür an, dass Landtiere rein oder unrein sind? 3. Mose 11, 3. Würde das Schweine ausschließen? Vers 7.
  6. Welche Kriterien gab Gott, um zwischen reinen und unreinen Tieren zu unterscheiden, die im Wasser leben? 3. Mose 11, 9. (Beachten Sie, dass damit Welse ausgeschlossen sind, die keine Schuppen haben. Auch Schrimps, Austern, Krabben, Hummer und Langusten sollen nicht gegessen werden, weil sie weder Flossen noch Schuppen besitzen).
  7. Sind Tiere wie Schildkröten, Echsen und Schlangen rein oder unrein? 3. Mose 11, 29-30.
  8. Gab Gott noch andere Anweisungen im Bezug auf die Ernährung? Was sagt er über das Verspeisen von Blut und Fett? 3. Mose 7, 22-24.26.
  9. Die Bibel gibt auch Anweisungen zum Hygieneverhalten. Was sollte jemand tun, der in Kontakt mit einer Person kam, die krank war und Ausfluss hatte? 3. Mose 15, 2-8.
  10. Lehrte Gott, wie man die menschlichen Fäkalien entsorgen sollte, um unhygienische Bedingungen zu vermeiden, durch die sich Krankheiten verbreiten können? 5. Mose 23, 12-13.
  11. Betonte Gott gegenüber unseren Ureltern, dass es wichtig ist, ausreichend frische Früchte und Gemüse zu essen? 1. Mose 1, 29.
  12. Waren Daniel und seine Freunde, nachdem sie zehn Tage lang viel Wasser getrunken und Früchte, Gemüse und Vollkornprodukte gegessen hatten, gesünder als diejenigen, die königliche Speisen zu sich genommen hatten? Daniel 1, 12-15.
  13. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Medizinwissenschaft viel über die Wechselbeziehung zwischen Geist und Körper gelernt und entdeckt, dass viele Krankheiten eine psychische Ursache haben. Hebt die Bibel die Bedeutung einer positiven geistigen und emotionalen Einstellung zur Förderung der Gesundheit hervor? Sprüche 14, 30; 17, 22.

 

Biblische Schlüssel zu gesunder Ernährung

     Haben Sie gewusst, dass die Bibel, Gottes Anleitungsbuch für den Menschen, wichtige Informationen zu unserer Ernährung enthält? Zusätzlich zu den Gesetzen über reines und unreines Fleisch gibt uns die Bibel zahlreiche Hinweise, wie man eine robuste Gesundheit erreicht und erhält.
     Vorab ist es hilfreich, sich die Aussage des Schöpfers vor Augen zu halten, die in 1. Mose 1, 31 aufgeschrieben ist. Dort wird uns gesagt, dass Gott am Ende von sechs Schöpfungstagen auf sein Werk blickte und alles für „sehr gut" befand. Gottes Schöpfung ist sehr gut; das Problem ist nur, dass der Mensch durch seine Einmischung, die zumeist von Habgier motiviert ist, unzählige Probleme verursacht hat. Sehen wir uns einige Aussagen der Bibel im Bezug auf die Ernährung an, wie der Schöpfer sie vorgesehen hat.
     Psalm 104, 15 erklärt, dass der Schöpfer beabsichtigt hat, dass Brot ein Geschenk ist, das „des Menschen Herz stärke". Brot, das aus Vollkornmehl hergestellt ist, enthält eine Fülle wichtiger Vitamine und Nährstoffe. Ist aber der Bezug auf eine herzstärkende Wirkung nur ein metaphorischer Ausdruck? Interessanterweise haben Medizinwissenschaftler in den vergangenen Jahrzehnten herausgefunden, dass einer der wichtigsten Nährstoffe für ein gesundes Herz Vitamin E ist. Dieses Vitamin kommt reichlich in Weizenkörnern vor. Eine Diät, die reichlich Vollkornprodukte enthält, hat viel Vitamin E und ist buchstäblich geeignet, das Herz zu stärken.
     Heutzutage hört man viel über Cholesterin und die Probleme, die es verursacht. Cholesterin wird mit der Verstopfung von Arterien in Verbindung gebracht und es ist nachgewiesen, dass es eine Rolle bei Herzinfarkten spielt. Über dieses Thema wurde bereits sehr viel geschrieben und bei vielen neumodischen Diätformen, wird geworben, dass sie den Cholesterinspiegel senken oder sogar ein Allheilmittel seien. Die Antworten auf dieses Problem waren aber seit je her in der Bibel zu finden.
     Moderne Forschungen haben gezeigt, dass Öle, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, eine schädliche Variante von Cholesterin bilden und so zur Verstopfung von Arterien beitragen. Welches Öl ist also das beste? Viele Forscher haben herausgefunden, dass Olivenöl das beste Öl für eine regelmäßige Verwendung ist. In der gesamten Bibel werden Olivenöl und Oliven immer wieder als wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung erwähnt. In 5. Mose 8,8 sagt Mose zu den Israeliten, dass Gott sie in ein Land bringt, das reich an Olivenbäumen ist. Solches Öl wurde routinemäßig mit Mehl vermengt, um daraus Brot für die Priester herzustellen, damit sie es essen und Gott als Opfergabe darbringen. Die moderne Wissenschaft hat herausgefunden, dass die Bibel die ganze Zeit Recht hatte; eine Diät unter Verwendung von Olivenöl ist gut.
     Milch und Milchprodukte werden oft in der Diskussion um Cholesterin erwähnt. Viele sind davon überzeugt worden, dass diese ungesund seien und zu Arterienverstopfung und Herzerkrankungen beitragen. Doch auf der anderen Seite betont die Bibel an einigen Stellen, dass Gott die Israeliten segnete, indem er sie in ein Land brachte, in dem „Milch und Honig fließen". Die gesundheitlichen Probleme, die in der Regel mit Milchprodukten in Verbindung gebracht werden, stammen nicht von den Produkten selbst, sondern aus dem Verarbeitungsprozess! Milch, die zum Trinken oder zur Herstellung von Butter und Käse verwendet wird, wird routinemäßig pasteurisiert. Die Hitze beim Pasteurisierungsprozess zerstört aber nicht nur Bakterien, die in der Milch enthalten sind, sondern zerstört auch das natürliche Lecithin! Das natürlicherweise in unpasteurisierter Milch enthaltene Lecithin würde nämlich die Ansammlung von Cholesterin in den Arterien verhindern. Unter geeigneten hygienischen Bedingungen könnte man auf die Pasteurisierung verzichten. Margarine, die viele als Ersatz für Butter verwenden, wurde ursprünglich in den 1920er Jahren als Nebenprodukt bei der Kunststoffherstellung entdeckt. Dieses „Plastik-Fett" trägt wesentlich mehr zur Arterienverstopfung bei, als es Butter und Käse tun würden, die aus unpasteurisierter Milch hergestellt wurden.
     Ein weiteres Nahrungsmittel, das in der Bibel häufig erwähnt wird, sind Honig und Honigwaben. Honig ist ein wesentlich günstigeres Süßungsmittel als weißer Zucker. Die meisten Ernährungswissenschaftler bestätigen, dass der übermäßige Genuss von raffiniertem Zucker zur Verbreitung von Diabetes in der westlichen Welt beigetragen hat. Honigwaben, besonders diejenigen aus der Region, in der jemand lebt, verhindern wirksam jahreszeitbedingte Allergien und stärken das Immunsystem. Sprüche 24, 13 hatte schon immer recht!
     Ein weiterer Hinweis auf eine gesunde Ernährung, den man in der Bibel finden kann, ist die Empfehlung mäßigen Genusses von Wein zu den Mahlzeiten (1. Timotheus 5, 23). Ein guter, naturbelassener Rotwein ist nicht nur gut für die Verdauung, sondern wirkt auch vorbeugend gegen Herzerkrankungen und Arterienverstopfung. Die Bibel enthält auch einige Warnungen vor den Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums und wer es nicht schafft, den Gebrauch von Alkohol in Maßen zu halten, sollte sicherlich besser gar keinen Alkohol zu sich nehmen.
     Die Schlussfolgerung ist, dass es von Vorteil ist, eine ausgewogene Diät naturbelassener Nahrungsmittel einzuhalten. Es hilft, die Vorzüge dessen zu genießen, was unser Schöpfer als sehr gut bezeichnet hat, indem man – so gut es geht – versucht, die Chemikalien zu meiden, mit denen der Mensch seine Umwelt verunreinigt hat und sich auf eine Ernährung mit hauptsächlich unbehandelten Naturprodukten konzentriert.

 

Lektion 18, Teil 3

Heilung in den Tagen Christi und der Apostel

     Heilungen waren ein wichtiger Bestandteil des Wirkens Jesu Christi. Auch unter den Mitgliedern der frühen apostolischen Kirche spielten sie eine bedeutsame Rolle. Was sagt uns das Neue Testament über die Heilungen, die Jesus durchführte? Wie waren solche Wunder möglich? Ist es möglich, dass auch heute noch solche Wunder geschehen?

  1. Wurde prophezeit, dass Jesus Christus unsere Krankheiten tragen würde? Jesaja 53, 4-5.
  2. Geben uns die Evangelien ein Beispiel, wie Christus diese Prophezeiung in Jesaja erfüllt hat? Matthäus 8, 14-17.
  3. Hat Christus in seiner Lehre je die Heilung von Krankheiten mit der Vergebung von Sünden in Verbindung gebracht? Matthäus 9, 2-7.
  4. Sprach Christus von einer Verbindung zwischen seinen Wunderheilungen und dem Glauben der geheilten Person? Markus 5, 25-34.
  5. Was sagte er zu einem Synagogenvorsteher, der zu ihm kam und ihn um Heilung seiner Tochter bat? Markus 5, 36.
  6. Waren Jesu Wunderheilungen eingeschränkt, wenn die Menschen, um die es ging, einen offensichtlichen Mangel an Glauben aufwiesen? Markus 6, 5-6.
  7. War solch ein Mangel an Glauben charakteristisch für Israels Reaktion auf Gott während ihrer 40-jährigen Wanderschaft durch die Wüste? Psalm 78, 41.
  8. Zeigte der Hauptmann, der Christus um Heilung seines Dieners bat, eine Einstellung der Demut? Lukas 7, 6-7. Brachte er sein Verständnis und Zutrauen in Jesu Christi Autorität zum Ausdruck? Lukas 7, 7-8. Erkannte Christus im Handeln des Hauptmanns Anzeichen für einen tiefgründigen Glauben? Lukas 7, 9-10.
  9. Beauftragte Christus die 12 Apostel, in die Welt zu gehen, um Kranke zu heilen, ebenso wie es ihr Auftrag war, das Evangelium zu predigen? Lukas 9, 1-2.
  10. Als Christus 70 andere Jünger aussandte, um das Evangelium zu predigen, sagte er auch zu ihnen, dass sie Kranke heilen sollten? Lukas 10, 1.9.
  11. Gebrauchte Gott Petrus und Johannes, um auch nach Christi Himmelfahrt Wunderheilungen durchzuführen? Apostelgeschichte 3, 2-11.
  12. Was war nach den Worten des Apostels Petrus die wahre Quelle dieser Heilungen? Apostelgeschichte 3, 12-16.
  13. Vollzog auch der Apostel Paulus Wunderheilungen während seines Wirkens als Prediger? Apostelgeschichte 14, 7-10. Stand diese Heilung in Verbindung mit dem Glauben des Mannes, der geheilt wurde? Vers 9.
  14. Manche glauben, dass die Heilungen in der frühen apostolischen Kirche nur für jene Zeit gedacht waren. Jesus Christus vollbrachte Wunder, während er als Mensch lebte, und nach seiner Himmelfahrt gab er seinen Jüngern Macht, dieses zu tun. Hat er sich geändert? Hebräer 13, 8.

 

Der dreifache Auftrag, den Christus gab

     Wenn wir das Neue Testament lesen, finden wir eine enge Verbindung zwischen physischen Heilungen, der Austreibung von dämonischen Geistern und der Verkündigung der Evangeliumsbotschaft (vgl. Markus 6, 12-13; Lukas 9, 1-2). Dies zeigt sich eindeutig im persönlichen Wirken Jesu Christi und im Wirken der frühen, neutestamentlichen Apostel. Warum waren diese drei Aspekte so miteinander verwoben? Gibt es einen geistlichen Zusammenhang zwischen ihnen, den wir heute verstehen müssen?
     Die Evangeliumsbotschaft ist die Gute Nachricht, die Jesus Christus brachte. Darin wird die Errichtung von Gottes Reich auf dieser Erde angekündigt und erklärt, wie wir persönlich dieses herrliche Reich ererben können. Zudem enthält die Botschaft des Evangeliums einen klaren Aufruf an alle, die sie hören, dass sie ihre Sünden bereuen und zu Gott zurückkehren sollen. Jesus verkündigte diese Botschaft nicht nur selbst, sondern er gab seinen Jüngern denselben Auftrag. In dieser Verkündigung wird Gottes Herrschaftsanspruch erklärt. Er wird letztlich seine Regierung über die Regierungen aller Nationen setzen. Doch Jesus Christus verkündigte nicht nur diese Botschaft, er lebte sie auch vor!
     Wie tat er das? Zum einen wies er während der gesamten Zeit seines Wirkens dämonische Geister zurecht und trieb sie aus. Dadurch demonstrierte er, dass Satan und seine Helfer sich ebenfalls der Herrschaftsmacht Gottes unterordnen müssen. Während Satan diese Welt noch in der Gewalt hat, wird er letztlich entfernt und für 1000 Jahre eingesperrt, wenn das Reich Gottes auf dieser Erde errichtet wird (Offenbarung 20, 1-4). Dass Gott der Schöpfer Macht über Satan und seine Dämonen besitzt, wurde jedes Mal bewiesen, wenn Jesus Christus oder einer seiner Jünger einen dämonischen Geist ausgetrieben hat.
     Die Macht des Reiches Gottes wurde durch Christus auch immer dann bewiesen, wenn er Krankheiten geheilt hat. Bei einer Gelegenheit sah er einen verkrüppelten Mann, den seine Freunde unter großen Anstrengungen zu Jesus gebracht hatten (Markus 2, 1-12). Als der arme Mann hilflos auf seiner Bahre lag, sah Jesus ihn an und erklärte ihm, dass seine Sünden ihm vergeben seien. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren entrüstet. „Wer kann Sünden vergeben als Gott allein", dachten sie. Jesus erkannte ihre Einstellung und ihre Gedanken, sah um sich und stellte eine Frage: „Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher? Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!" (Verse 9-11). Dass Jesus den verkrüppelten Mann heilte, zeigte die Größe der Macht Gottes.
     Waren solche Wunderzeichen Jesus Christus alleine vorbehalten? Ganz und gar nicht! Als er die 12 Jünger aussandte, gab er ihnen nicht nur die Anweisung, das Evangelium zu predigen, sondern auch, Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen (Lukas 9, 1-2). Später sandte er noch 70 weitere Jünger aus und gab ihnen ähnliche Anweisungen (Lukas 10, 1-2.9). Als diese zurückkamen, waren sie hoch erfreut, dass ihnen im Namen Christi sogar die bösen Geister untertan waren (Vers 17). Sie hätten nicht überrascht sein müssen, denn solche Zeichen dienten einfach dazu, die Macht und Vorherrschaft desjenigen zu zeigen, dessen Reich sie repräsentierten und verkündigten.
     Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, finden wir noch viele weitere Beispiele für Wunder, die durch Gottes wahre Diener vollbracht wurden. Diejenigen, die Christus als Repräsentanten und Vorboten seines kommenden Reichs eingesetzt hatte, vollbrachten dieselben Wunder wie er selbst. Und ebenso verhält es sich heute.
     Es ist klar, dass es Zeiten gab, in denen Gott auf eindrucksvollere Weise gewirkt hat, und Zeiten, in denen er entschieden hat, nicht so große Aufmerksamkeit zu erregen. Am Anfang der Apostelgeschichte lesen wir, dass Petrus ins Gefängnis geworfen wurde und Gott sandte einen Engel, um ihn auf wundersame Weise zu befreien (Apostelgeschichte 12, 3-11). Später wird erzählt, wie Paulus und Silas ins Gefängnis kamen und Gott wiederum durch ein Wunder eingegriffen hat (Apostelgeschichte 16, 23-30). Doch wir lesen auch von einer Zeit, in der Paulus in römische Gefangenschaft geriet und es kam kein Engel, um ihn zu befreien (vgl. Apostelgeschichte 22-28). Zu dieser Zeit verfolgte Gott ein anderes Ziel im Leben von Paulus. Aus diesen und anderen Beispielen sollte klar sein, dass Gott nicht immer auf eindrucksvolle Weise eingreift, selbst nicht im Leben ein und derselben Person. Was aber auch anhand des Neuen Testaments deutlich wird, ist, dass die Botschaft vom Reich Gottes durch Wunderzeichen bekräftigt wird (vgl. Markus 16, 20). Es ist die Botschaft von der Vorherrschaft Gottes, mit der er ein Reich errichtet, das niemals vergehen wird. Die Realität und Macht dieses kommenden Reichs wurde im Lauf der Zeit dadurch bestätigt, dass Gottes wahre Diener die Macht erhielten, Dämonen auszutreiben und Kranke zu heilen. Diese Macht zeigt sich noch heute und wird in der Zukunft noch deutlicher zutage treten, während wir uns dem Ende dieses Zeitalters nähern.

 

Lektion 18, Teil 4

Heilung und die heutige Kirche

     Was lehrt die Bibel im Bezug auf Heilungen für Gottes Volk von heute? Gibt die Bibel irgendwelche Anweisungen, was wir tun sollten, wenn wir krank sind? Manche glauben, dass die Berufsmedizin für heute Gottes Weg zur Heilung darstellt. Ist es das, was die Bibel lehrt? Und was sagt die Bibel wirklich über die Anwendung medizinischer Heilverfahren? Sehen wir, was die Schrift zu diesen und weiteren wichtigen Fragen zu sagen hat.

  1. Welche Anweisungen gibt die Bibel den Gläubigen, wenn sie krank sind? Jakobus 5, 14. Was wird demnach dem Kranken helfen? Jakobus 5, 15.
  2. Zeigt der Apostel Jakobus, dass Heilung mit Reue seitens der Kranken in Verbindung steht? Jakobus 5, 16.
  3. Welche Art von Gebet bringt wirklich eine Veränderung und ein Ergebnis? Jakobus 5, 16.
  4. Betete König Hiskia von Juda innbrünstig und erzielte damit ein erstaunliches Ergebnis, als er krank und in Lebensgefahr war? Jesaja 38, 1-5.
  5. Bevor Jesus Christus an unserer Stelle gekreuzigt wurde, ist er da von Soldaten geschlagen und gegeißelt worden? Matthäus 27, 26; Johannes 19, 1 (Anmerkung: Geißelung bedeutete, dass ein römischer Soldat den Betroffenen mit einer speziellen Peitsche auspeitschte, die buchstäblich die Haut in Fetzen riss).
  6. Aus welchem Grund wurde er an unserer Stelle so ausgepeitscht? 1. Petrus 2, 24.
  7. Wurde diese Auspeitschung des Messias bereits im Alten Testament prophezeit? Jesaja 53, 5.
  8. Geschahen Heilungen zur Zeit der Apostel immer sofort, oder bestanden Probleme manchmal fort? 2. Timotheus 4, 20.
  9. Warum sagt Gott, dass er unseren Glauben an ihn auf die Probe stellen wird? Jakobus 1, 3-4. Ist Geduld – Standfestigkeit und Ausdauer – Gott wichtig? Vers 4.
  10. Verurteilt die Bibel den Gebrauch von Heilmitteln, um physische Symptome zu behandeln? Lukas 10, 30.33-35; 1. Timotheus 5, 23; 2. Könige 20, 5.7.
  11. Was sagt Gott über diejenigen, die ihr Vertrauen allein auf medizinische Behandlungen setzen, anstatt aufrichtig den Schöpfer zu suchen? 2. Chronik 16, 12-13.
  12. Wie wichtig ist Glaube in unserem Leben? Wem gibt Gott wirklich seinen Lohn? Hebräer 11, 6.
  13. Wir leben in einer Umwelt, die erfüllt ist von menschlicher Technologie und menschlichen Erfindungen. Da ist es leicht, sein Vertrauen in das zu setzen, was man sieht, während es oft sehr schwierig erscheint, tatsächlich auf einen unsichtbaren Gott zu vertrauen. Erklärte Christus, dass es in der Endzeit generell einen großen Mangel an Glauben geben werde? Lukas 18, 8.
  14. Manchmal scheinen Krankheiten fortzubestehen, obwohl wir Gott inständig angefleht und sein Versprechen um Heilung in Anspruch genommen haben. Erzieht und züchtigt Gott diejenigen, die er liebt? Warum tut er das? Hebräer 12, 5-11.
  15. Ist Gott wirklich an uns interessiert und weiß er es, wenn wir krank sind? Ist es ihm besonders bewusst, wenn wir uns in irgendeiner Bedrängnis befinden? Müssen wir uns jemals fürchten? Matthäus 10, 29-31; Psalm 23, 3-4.

 

Eine moderne Heilungserfahrung

     Im Frühjahr 1927 wurden Herbert und Loma Armstrong bekehrt und so wurde das Fundament für einen bemerkenswerten Predigtdienst gelegt, der mehr als die Hälfte des 20. Jahrhunderts umfassen sollte – von 1931 bis 1986. Im August 1927 begannen sie, die biblische Wahrheit darüber zu verstehen, dass Gott unser Heiler ist. Diese Erfahrung hatte eine tief greifende Auswirkung auf ihr Leben und das Leben zahlloser anderer Menschen, mit denen sie ihr Wissen teilten.
     Herr Armstrong erzählte oft die Geschichte, wie er und seine Frau zum ersten Mal diese Lektion gelernt hatten. Frau Armstrong litt unter einer schweren Blutvergiftung und die Behandlungen des Hausarztes brachten keine Besserung. Sie entwickelte eine so starke Mandelentzündung, dass ihr Hals zugeschwollen war. Sie konnte noch nicht einmal mehr Wasser herunterschlucken. Der Arzt eröffnete Herrn Armstrong, dass seine Frau nur noch kurze Zeit zu leben hätte.
     Zu diesem Zeitpunkt bat eine Nachbarin Herrn Armstrong um Erlaubnis, einen Mann einladen zu dürfen, der Frau Armstrong mit Öl einsalben und für ihre Heilung beten könnte. Zunächst zögerte Herr Armstrong, dies zu erlauben, denn er dachte, dass das recht seltsam und auch ein bisschen fanatisch klang. Aber schließlich stimmte er zu. Als der Mann kam, löcherte Herr Armstrong ihn mit Fragen, die dieser beantwortete, indem er einfach Bibelstellen aufschlug und Herrn Armstrong die Antworten selbst lesen ließ. Dann kniete er neben das Bett und salbte Frau Armstrong mit Öl, und nahm in einem kurzen aber innbrünstigen Gebet Gottes Versprechen in Anspruch.
     Zum ersten Mal nach vielen Tagen fiel Frau Armstrong in einen tiefen, erholsamen Schlaf und wachte erst am nächsten Tag gegen 11 Uhr auf. Als sie wach wurde, war sie völlig geheilt und Herr und Frau Armstrong erlebten aus erster Hand die Realität des Versprechens Gottes, uns zu heilen. Diese persönliche Erfahrung war maßgebend für eine lange Tätigkeit des Predigens, die auf einem festen Glauben basierte.
     Das persönliche Erlebnis einer Heilung war nicht auf Herrn Armstrong und sein Wirken beschränkt. Der Chefredakteur der Zeitschrift Tomorrow’s World und dieses Bibelfernlehrgangs, Roderick C. Meredith, der 1952 von Herrn Armstrong zum Evangelisten ordiniert wurde, ist nun seit über einem halben Jahrhundert im Predigeramt tätig und hatte ebenfalls viele persönliche Erlebnisse im Bezug auf Gottes Versprechen, uns zu heilen. Hier ist ein bemerkenswerter Bericht in seinen eigenen Worten:
     „Vor einigen Jahren verpasste einmal ein Collegestudent – ein junger, verheirateter Mann – den Unterricht in meiner Theologieklasse. Direkt nach der Unterrichtsstunde traf er mich im Flur vor dem Klassenraum und wirkte sehr nervös und beunruhigt. ‚Was ist los?’, fragte ich ihn.
     ‚Es geht um meine kleine Tochter’, brach es aus ihm heraus. ‚Der Arzt hat ihr Blut untersucht und herausgefunden, dass sie an der tödlichen Form spinaler Meningitis leidet! Er gibt ihr nicht mehr lange zu leben. Ihr Fieber steigt und sie hat manchmal schon Krampfanfälle. Bitte kommen Sie mit mir, um sie einzusalben und für sie zu beten!’
     Ich stieg in mein Auto und folgte dem jungen Mann nach Hause. Der Arzt war kurz zuvor vorbeigekommen und hatte erklärt, dass er in diesem späten Stadium nichts mehr für das kleine Kind tun konnte.
     Als ich ankam, lag die Mutter in Tränen und das kleine Kind lag vor ihr, war noch ansprechbar, aber durch das Fieber geschwächt, das inzwischen auf 40 Grad gestiegen war. Ich spürte tief in mir, wie ernst die Situation war, kniete mit den Eltern neben dem Bett des kleinen Mädchens, salbte ihre Stirn mit einem Tropfen Olivenöl ein, von dem ich immer eine kleine Flasche bei mir hatte, und flehte zu Gott, sie vollständig zu heilen und das Opfer Jesu Christi auf sie anzuwenden, um sie völlig – und schnell – gesund zu machen.
     Da mir aus menschlicher Sicht bewusst war, wie nahe das Mädchen dem Tod war, schüttete ich mein Herz aus und betete sehr intensiv zu Gott – appellierte an sein Versprechen, zu heilen, und flehte ihn an, Mitleid mit diesem kleinen Mädchen zu haben, dessen Leben doch gerade erst begonnen hatte. Dann, nachdem ich die Eltern ermutigte, Gott zu glauben, verließ ich das Haus und kehrte zu meinen anderen Pflichten zurück. Doch für den Rest des Tages betete ich im Stillen darüber und tat es noch einmal in meinem Abendgebet. Am folgenden Vormittag erhielt ich den Anruf, auf den ich gewartet hatte! Die Mutter des Kindes erzählte mir, dass das Kind schon bald nach meiner Einsalbung in einen tiefen und friedlichen Schlaf gefallen war. Später an diesem Tag war sie wach geworden und hatte Hunger – zum ersten Mal seit vielen Tagen wieder richtigen Hunger. Das Fieber war verschwunden! Keine Krämpfe mehr. Dann schlief sie wieder ein und schlief für viele Stunden bis zum nächsten Morgen.
     ‚Jetzt’, so schilderte ihre Mutter, ‚ist sie aufgestanden, fühlt sich wohl und spielt mit ihren Puppen, als wäre nie etwas gewesen’. Dieses Kind wurde schnell und übernatürlich von dem lebendigen Christus geheilt, der die Krankheit an ihrer Stelle getragen hatte!"
     Treue Prediger Jesu Christi auf der ganzen Welt haben viele Erlebnisse von Gottes direkter und beeindruckender Intervention gehabt. Gottes Verheißungen sind die eigentliche Basis unseres Glaubens. Beachten Sie, was Gott über Abraham berichtet, der im Glauben so treu war, dass ihn die Bibel den „Vater aller, die glauben", nennt: „Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: was Gott verheißt, das kann er auch tun" (Römer 4, 20-21).