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von Roderick C. Meredith |
Können Sie anhand der Bibel
überprüfen, wer oder was der prophezeite Antichrist wirklich ist?
Dies ist kein esoterisches Thema. Ein richtiges
Verständnis in dieser Frage könnte beeinflussen, ob es Ihnen möglich
sein wird, die Ihnen von Gott zugedachte Aufgabe in seinem Reich zu
erfüllen!
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WWA 1.0, Februar 2002
© 2002 Living Church of God
Alle Rechte vorbehalten.
Englische Originalausgabe: Who or What Is the Antichrist?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind, sofern nicht anders
angegeben, der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Schreckliche Ereignisse fangen nun an, selbst Amerika
und weite Teile der Westlichen, sich als christlich bezeichnenden Welt zu
erschüttern. Die Zerstörung des World Trade Centers in New York und die
Verwüstung des Pentagon in Washington D.C. haben die Gedanken von Millionen
wieder auf biblische Prophezeiungen gelenkt. Sie fragen sich nun: „Was
beabsichtigt Gott mit all diesem?"
Und tatsächlich beschleunigt sich die Erfüllung prophetischer Ereignisse.
Wie Jesus und belehrte, müssen wir alle wach sein und beten. Denn – noch in
dieser Generation – werden wahrlich schlimme, von Satan inspirierte
Tragödien einen großen Teil der Menschheit treffen. Der „Antichrist" wird direkt
hinter vielen dieser Ereignisse stecken!
Nach dem 11. September 2001 fingen viele an, sich zu fragen: Ist der
mysteriöse Osama bin Laden der prophezeite endzeitliche „Antichrist"? Ein
Jahrzehnt früher hatten manche vermutet, Saddam Hussein sei der Antichrist. Und
vor ihm wurde Mikhail Gorbatschow dahingehend verdächtigt. Und noch heute halten
manche Adolf Hitler für die Personifizierung des Antichristen.
Können wir angesichts dieser Ideen – und dieser Verwirrung – wirklich die
Wahrheit wissen? Kann die Bibel beweisen, wer oder was der
„Antichrist" wirklich ist?
Erinnern wir uns, dass die Menschen allerlei Theorien zu diesem
Thema haben. Jerry Falwell, ein evangelikaler Führer, äußerte kürzlich die
Meinung, dass der kommende Antichrist wahrscheinlich ein Jude vom Stamme
Dan sein wird. Was Herr Falwell anscheinend nicht verstanden hat, ist, dass
der israelitische Stamm Dan sich von Juda – oder den „Juden" – vor Tausenden von
Jahren abgespalten hat und ein völlig anderes Volk ist!
Aus historischer Sicht haben die meisten protestantischen Theologen
vergangener Generationen angenommen, der Papst von Rom sei der „Antichrist."
Tatsächlich erklärte Martin Luther, ein wesentlicher Mitbegründer des
Protestantismus, am 18. August 1520: „Wir hier sind der Überzeugung, dass das
Papsttum der Sitz des wahren und leibhaftigen Antichristen ist" (The
Prophetic Faith of Our Fathers [Der prophetische Glaube unserer Väter],
LeRoy Froom, Band 2, Seite 121).
Später schrieb Johannes Calvin, Gründer der heutigen presbyterianischen
Kirche, in Einrichtungen der christlichen Religion: „Manche Personen
halten uns für zu streng und verurteilend, wenn wir den Pontiff von Rom
Antichrist nennen. Aber wer dieser Meinung ist, berücksichtigt nicht, dass er
dieselbe Annahme und Anklage auch im Bezug auf Paulus erhebt, nach dem wir reden
und dessen Sprache wir aufgegriffen haben... . Ich werde kurz zeigen, dass (die
Worte des Paulus in 2. Thessalonicher 2) keine andere Interpretation zulassen
als diejenige, sie auf das Papsttum zu beziehen."
Lagen diese christlichen Führer richtig? Oder gibt es eine andere Antwort?
Und Sie mögen sich fragen: „Wer gibt Ihnen das Recht, richtig zu liegen?
Wie können gerade Sie die Wahrheit kennen, wo so viele Führer des
bekennenden Christentums untereinander uneins sind?"
In Psalm 111, 10 sagt uns das inspirierte Wort Gottes: Die Furcht des HERRN
ist der Weisheit Anfang. Klug sind alle, die danach tun. Sein Lob bleibet
ewiglich."
Viele von Ihnen wissen, dass wir in diesem Werk Christi daran glauben,
dass man die Gebote Gottes halten muss. Aus diesem Grund konnten wir Ihnen im
Voraus von den wesentlichen, prophetischen Ereignissen berichten, die
eingetreten sind. Die prophetischen Ereignisse schreiten schnell voran!
Was ich in dieser Broschüre schreibe, kann nachgeprüft werden, sofern Sie
sorgfältig mit der Bibel vergleichen, was ich sage und wirklich die angegebenen
Schriftstellen studieren. Sie werden bald sehen, dass die Weltereignisse
– einschließlich religiöser Ereignisse – direkt dem Muster folgen, das
ich beschreibe, und so werden Sie bald wissen, wer bei diesem wichtigen
Thema Recht hat!
Eine Nachforschung im Bezug auf das Thema des „Antichristen" ist nicht nur
esoterischer Natur. Das richtige Verständnis in dieser Frage könnte sogar für
das Überleben von Ihnen und Ihrer Familie in den kommenden Jahren sehr
bedeutend werden. Und noch wichtiger: Es könnte beeinflussen, ob Sie Teil der
ersten Auferstehung bei Christi Rückkehr sein und Ihre Aufgabe im Reich
Gottes erfüllen werden oder nicht!
Wahrscheinlich noch in dieser Generation wird ein einflussreicher
religiöser Führer in Erscheinung treten. Er wird atemberaubende Zeichen
und Wunder vollbringen. Er wird die letzte Verkörperung dessen sein, was die
Bibel als den „Antichrist" beschreibt.
Doch wie wir sehen werden, gab es in der Vergangenheit – und sogar heute
– viele Antichristen! Und all deren Verführungen ist unterschwellig der
„Geist des Antichristen" gemeinsam – die falschen Ansätze und falschen Lehren,
die Milliarden von Menschen verblendet und ihnen die Wahrheit Gottes
verborgen haben. Die „Lehre" des Antichristen wird von den meisten religiösen
Führern der Welt nicht verstanden.
„Wie kommt das?", mögen Sie fragen.
Weil es einen sehr realen Satan, den Teufel, gibt. Jesus Christus nannte
ihn zwei Mal den „Fürst dieser Welt" (Johannes 12, 31; 14, 30). Satan ist der
große Verführer. Der Apostel Johannes machte sehr deutlich, dass Satan
die überwiegende Mehrheit der Menschen verführt: „Und es wurde hinausgeworfen
der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die
ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel
wurden mit ihm dahin geworfen" (Offenbarung 12, 9).
„Aber ich bin nicht verführt!", mögen Sie sagen. Seien Sie sich nicht
so sicher! Denn wir werden in dieser Broschüre aufzeigen, was ohne Zweifel die
größte Verführung ist, die Satan dem traditionellen Christentum zugefügt
hat! Die weit verbreitete Verführung über den „Antichristen" ist nur die „Spitze
des Eisbergs" einer immensen Verführung, die im Namen des „Christentums"
ausgeübt wird. Diese Verführung ist sogar gründlich verankert, dass selbst
Tausende sich christlich nennender Prediger und Priester verführt sind, und
deshalb nicht einmal selbst erkennen, dass sie eine Lüge verbreiten! Jesus
Christus beschrieb die falschen religiösen Führer seiner Zeit auf ähnliche
Weise: „Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den
andern führt, so fallen sie beide in die Grube" (Matthäus 15, 14).
Wie Millionen verführt wurden
Diese Massenverführung ist so weit verbreitet und so
glaubwürdig, weil viele ihrer Lehren sich oberflächlich betrachtet „gut
anhören." Die meisten derer, die sie praktizieren, werden sagen, dass wir an
Christus glauben müssen. Sie werden sagen, dass Christen Nächstenliebe,
Freundlichkeit, Mitleid und Geduld aufweisen sollten, und dass Christen für ihre
Mitmenschen „gute Werke" tun sollten – also die Armen unterstützen,
Krankenhäuser, karitative Einrichtungen und Heime für allein stehende Mütter
fördern sollten. Sie werden sagen, dass man als Christ auf Jesu „Gesetz der
Liebe" reagieren muss.
All dies klingt sehr biblisch! Es klingt sehr gut!
Aber die solches praktizieren, werden Ihnen nicht sagen, welche der
Gesetze Gottes eingehalten werden müssen – und in welcher Art und Weise genau
diese befolgt werden sollen. Diese Leute werden in einer sentimentalen Weise
davon reden, dass Christus der „Herr" unseres Lebens ist. Aber sie werden
unvermeidlich darin versagen, zu erklären, dass wir, wenn Jesus unser
„Herr" ist, diesem auch gehorchen müssen! Sie werden Ihnen niemals
zugeben, dass Jesus ständig und direkt den Gehorsam gegenüber allen der
Zehn Gebote gelehrt hat!
Wegen dieser von Satan inspirierten Verführung wurden viele der blutigsten
Kriege zwischen sich „christlich" nennenden Nationen in Europa geführt. Bischöfe
auf der einen Seite segneten ihre Truppen, während diese sich auf den Kampf
vorbereiten. Und die Bischöfe auf der anderen Seite taten dasselbe. Dann rannten
Tausende junger Männer – oft noch nicht einmal zwanzig Jahre alt – irgendeinen
Hügel herauf, um auf brutale Weise andere junge Männer zu erschießen oder zu
erstechen, die oftmals sogar derselben Glaubensgemeinschaft angehörten! Alle
waren angeblich „Christen." Alle waren angeblich Teil des „Leibes Christi" – der
Kirche, dessen lebendiges und aktives Haupt Christus ist (Epheser 1, 22-23).
Beunruhigt es Sie etwas, solche Zeilen zu lesen? Das sollte es! Und noch
wichtiger: Ich hoffe und bete, dass es Sie zum Nachdenken bringt. Denn
nur allzu viele von uns sind einfach nur in eine traditionelle
Glaubensgemeinschaft hineingewachsen und haben ihre religiösen Überzeugungen als
selbstverständlich hingenommen – sie haben einfach angenommen, dass alles
in Ordnung ist, wenn wir nur der Masse nachlaufen, uns in diese Welt einfügen
und schlicht ein vernünftiges und „respektables" Leben führen. Und das ist genau
der Grund, warum die meisten von uns – wie auch ich in der Vergangenheit –
schamlos verführt worden, und ohne es zu wissen zum Glauben an ein
falsches Evangelium gelangt sind – zum Glauben an eine falsche Lebensweise und
einen „anderen" Jesus Christus!
Satan will, dass Sie das „Ziel
verfehlen"
Eines der griechischen Wörter für „Sünde" im Neuen
Testament bedeutet wörtlich übersetzt „das Ziel verfehlen." Satan ist also damit
zufrieden, Sie „an" Gott und Christus glauben zu lassen, solange er Sie immer
noch kontrollieren kann, Sie dazu veranlassen kann, „das Ziel zu verfehlen."
Sein Ziel ist es, Sie von dem kommenden Reich Gottes, das ihn und seine Dämonen
ersetzen wird, fern zu halten, indem er Ihnen vorenthält, was wirklich
vor sich geht! Gott inspirierte den Apostel Jakobus, zu schreiben: „Du glaubst,
dass ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es –
und zittern" (Jakobus 2, 19; Schlachter-Übersetzung).
Dann erklärt Jakobus, wie der wahre Christ nicht nur an Gott glauben soll,
sondern sich auch Gottes Willen fügen und tun muss, was er sagt (Verse
20-23). Jakobus schreibt: „So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht
wird, nicht durch Glauben allein" (Vers 24).
„Durch Werke gerecht" werden? Ja, mit dem Glauben zusammenwirkend! Lesen
Sie Vers 24 selbst nach. Es sollte sehr klar sein, dass das wahre Christentum
mehr beinhaltet, als nur im Glauben Jesu Tod – der ein Geschenk Gottes ist – als
vollständige Sühne für unsere Sünden anzunehmen. Wenn wir Christi Opfer
annehmen, müssen wir auch einen buchstäblichen „Bund mit unserem Schöpfer"
eingehen, der besagt, dass wir künftig aufhören, zu sündigen – uns ihm
wirklich ausliefern und durch den heiligen Geist Christus sein Leben des
Gehorsams in uns leben lassen! Denn Gottes inspiriertes Wort sagt uns: „Ein
jeder, der Sünde tut, übertritt das Gesetz, und die Sünde ist die
Gesetzesübertretung" (1. Johannes 3, 4; Schlachter-Übersetzung). Wir müssen also
die Sünden bereuen. Wir müssen bereuen, Gottes geistliches Gesetz, die
Zehn Gebote, gebrochen zu haben. Das schließt ein Leben des demütigen
Gehorsams mit ein – die „Werke," Gottes Gesetze und Gebote einzuhalten.
Wir sollten verstehen, dass niemand sich jemals das Heil verdienen
kann – es ist Gottes Geschenk! Die wahre Gnade Gottes führt zum
Geschenk des Heils (Epheser 2, 8-10; Römer 6, 23). Diejenigen, die bereit
sind, Gott zu gehorchen (Apostelgeschichte 5, 29.32) und die unter seiner
wahren Gnade stehen, „sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten
Werken" (Epheser 2, 10). Gottes Gnade beendet nicht die Notwendigkeit zum
Gehorsam und zum Einhalten seiner Gebote. Der Apostel Paulus warnte, dass jemand
die Gnade Gottes vergeblich empfangen könnte (2. Korinther 6, 1). Und während
der Apostel Petrus die Christen ermutigte und sagte: „Setzt eure Hoffnung ganz
auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi" (1.
Petrus 1, 13), so fügt er auch die Erwartung hinzu, dass wir dies „als gehorsame
Kinder" tun (Vers 14; vgl. Vers 2).
Wenn Menschen jedoch auf clevere Weise diese „Gnade" missbrauchen – eine
„billige Gnade" lehren, ohne wirkliches Bereuen der Sünden –, so ist dies
im Kern die Lehre des Antichristen! Dieses falsche Konzept erlaubte es Millionen
von Menschen, die sich zum Christentum bekennen, ihr gesamtes Leben lang
gewohnheitsmäßig die Zehn Gebote zu missachten – und dennoch anzunehmen, sie
seien „gute Christen"!
Der Apostel Judas wurde inspiriert, uns vor genau dieser Verführung zu
warnen: „Ihr Lieben, nachdem ich ernstlich vorhatte, euch zu schreiben von unser
aller Heil, hielt ich’s für nötig euch in meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für
den Glauben kämpft, der ein für alle Mal den Heiligen überliefert ist. Denn es
haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil
geschrieben ist; Gottlose sind sie, missbrauchen die Gnade unseres Gottes für
ihre Ausschweifung und verleugnen unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus
Christus" (Judas 1, 3-4).
Beachten Sie, dass Judas vor falschen Lehrern, die das Konzept der „Gnade"
für ihre „Ausschweifung" missbrauchen – als Genehmigung zum Ungehorsam
gegenüber Gottes eigenen Gesetzen!
„Unser Pastor würde so etwas nie machen," mögen Sie einwenden.
Es ist aber leider sehr wahrscheinlich, dass er oder sie bestätigen wird,
was ich sage, wenn Sie Ihren Priester oder Pastor mit dieser Frage
konfrontieren: „Verlangt Gott, dass wahre Christen die Zehn Gebote
einhalten?" Wenn Sie diese Frage direkt so stellen, werden die meisten Pastoren
anfangen, irgendetwas über „gerettet durch Gnade" zu murmeln. Dann mögen sie
hastig hinzufügen, dass die Zehn Gebote gute moralische Richtlinien sind, aber
„man muss sie nicht einhalten, weil wir ja durch Gnade gerettet sind."
Wenn Sie weiter bohren und versuchen, Ihren Pastor „festzunageln," damit er
oder sie eine klare Antwort auf Ihre Frage gibt, kann es sein, dass er oder sie
das Thema auf die „neuen" Gebote Jesu lenkt. Oder vielleicht kommt auch endlich
heraus, was praktisch die gesamte traditionelle, christliche Theologie
tatsächlich lehrt – dass die Zehn Gebote entweder „ans Kreuz genagelt" worden
seien, als Christus starb, oder dass der Apostel Paulus sie irgendwie
„abgeschafft" habe! Wie ich nun genau erörtern werde, ist dies genau die
Essenz der Lehre des Antichristen!
Warum dies so ein ernstes Thema ist? Weil es eine „gesetzlose Gesellschaft"
herbeiführt – eine Gesellschaft, die von Gott abgeschnitten ist, da die
Zehn Gebote seinen Charakter widerspiegeln. Gottes Plan beinhaltet, dass
er seine „göttliche Natur" durch den heiligen Geist in uns gibt (2. Petrus 1,
4). Er beinhaltet, dass wir einen Prozess geistlichen Wachstums und der
„Überwindung" durchlaufen, um selbst den Charakter Gottes zu reflektieren und
bereit zu werden, mit Christus in seinem bald kommenden Reich zu regieren. Jesus
erklärte direkt: „Wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich
Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie
die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, wie auch ich Macht empfangen
habe von meinem Vater" (Offenbarung 2, 26-27).
Eine Lehre des UNGEHORSAMS
Die wahren Heiligen Gottes werden von ihm bereit
gemacht, Satan und seine Dämonen in ihrer Herrschaft über diese Erde abzulösen.
Denn Satan ist jetzt noch „der Gott dieser Welt" (2. Korinther 4, 4). Er ist zu
Zeit der Mächtige, „der in der Luft herrscht, nämlich [der] Geist, der zu dieser
Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams" (Epheser 2, 2).
Doch der Apostel Paulus sagt uns: „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die
Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden soll, seid ihr
dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst ihr nicht, dass wir über
Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge des täglichen Lebens" (1.
Korinther 6, 2-3).
Warum haben Sie nicht viel mehr über dieses enorme Vorhaben gehört,
dass wahre Christen in der Zukunft Herrschaft ausüben werden? Weil Satan
diese Art von Wissen von der Menschheit fern halten will, damit sie nicht
befähigt werden, ihn und seine Dämonen in der Herrschaft über diese Erde
abzulösen. Daher hat er, der „Vater der Lüge" (Johannes 8, 44), die große
Mehrheit aller Menschen im Bezug auf Gottes Plan für die Menschheit und den Weg,
wie sie ihr Potenzial erreichen können, verführt – einschließlich etwa
zwei Milliarden, die sich Christen nennen!
Unter Satans Täuschungen ist sicherlich keine so groß wie sein System eines
„Konterfei – Christentums"! Die Apostel wussten, dass dies geschehen würde.
Paulus warnte: „Lasst euch von niemandem verführen in keinerlei Weise; denn
zuvor [vor dem Tag der Rückkehr Christi] muss der Abfall kommen und der Mensch
der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens" (2. Thessalonicher 2, 3).
„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon an der Arbeit,
nur muss der, welcher jetzt aufhält, erst aus dem Wege geschafft werden; und
dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, welchen der Herr Jesus durch den
Geist seines Mundes aufreiben und den er durch die Erscheinung seiner
Wiederkunft vernichten wird" (Verse 7-8; Schlachter-Übersetzung).
Beachten Sie, dass das falsche religiöse System „Geheimnis der
Gesetzlosigkeit" genannt wird. Kurz vor Christi Rückkehr wird es von einer
Person angeführt werden, die „Mensch der Sünde" (Vers 3; Schlachter-Übersetzung)
oder „der Gesetzlose" genannt wird. Dieser Mann, der „lügenhafte Zeichen und
Wunder" vollbringen wird (Vers 9), kann an anderen Orten in der Schrift als der
große, Wunder bewirkende „falsche Prophet" identifiziert werden (Offenbarung 13,
13; 19, 20).
Aber behalten Sie im Auge, dass Paulus sagte, dieses falsche Christentum
sei „schon an der Arbeit," als er diese Worte schrieb – wie es auch heute noch
wirkt. Die Befürworter dieses gesetzlosen Systems reden über Liebe und über den
Herrn – aber sie sprechen nicht über Christi nachdrückliche Anweisung,
die Gebote Gottes zu halten! Doch wir wissen, was Jesus antwortete, als ein
junger Mann ihn fragte, was der Weg zum ewigen Leben sei. Er sagte: „Willst du
aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote" (Matthäus 19, 17). Dann
fing Jesus an, einige der Zehn Gebote zu nennen. Und in seiner Bergpredigt sagt
Jesus: „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute
so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der
wird groß heißen im Himmelreich" (Matthäus 5, 19).
Wer will für sich die Autorität beanspruchen, diese klare Lehre Jesu
Christi „abzuschaffen"? Ihr Pastor oder Ihre Kirche?
Wiederum warnte Paulus die Christen seiner Zeit: „Denn wenn einer zu euch
kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr
einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes
Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern" (2.
Korinther 11, 4). Unwissentlich haben die meisten von uns, als wir aufgewachsen
sind, von einem „anderen Jesus," einem „anderen Geist" und ganz sicher auch von
einem „anderen Evangelium" gehört, als von Jesus und den Aposteln gepredigt!
Und warum?
Weil Satan jede erdenkliche List angewendet hat, um die Menschen die „Lehre
des Antichristen" glauben zu machen! Wenn Sie bereit sind, der Wahrheit
ins Auge zu blicken, wenn Sie wirklich den Zweck Ihres Daseins erfüllen wollen,
dann müssen Sie verstehen, was die Lehre des Antichristen ist, und diese unter
allen Umständen meiden!
Jesus selbst warnte uns: „Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es
werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie
werden viele verführen" (Matthäus 24, 4-5). Wohlgemerkt, es werden „viele"
verführt. Und wie? Sie werden verführt, weil diese „vielen" falschen
Lehrer „in Jesu Namen" auftreten. Sie gebrauchen Jesu eigenen Namen, um
die Leute zu verführen! Sie treten als „christliche" Lehrer und Prediger
auf – aber ihre Botschaft steht im offenen Widerspruch zu der Botschaft, die
Jesus selbst lehrte.
Weil auf der Verpackung „christlich" steht, nehmen die meisten Leute
ohne nachzudenken an, dass Christus mit dem Inhalt einverstanden sein
muss! Aber diese verführten Menschen versäumen es, wirklich ihre Bibel zu
studieren. Sie versäumen es, „alles zu prüfen," wie Gott gebietet,
und werden so auf einfache Weise durch ein falsches „Christentum"
verführt, das auf der Lehre des „Antichristen" basiert.
Das Wort „Antichrist" wird zum ersten Mal in 1. Johannes 2, 18 erwähnt:
„Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist
kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir,
dass es die letzte Stunde ist." Zunächst sehen wir, dass sie etwas über den
Antichristen gehört hatten. Dieser ist „der Gesetzlose," von dem Paulus schrieb,
und der „falsche Prophet" aus dem Buch der Offenbarung. Doch manche begehen den
Fehler, den Antichristen als den künftigen, die Welt beherrschenden Diktator und
das politische System, das in biblischer Prophezeiung das „Tier" genannt wird,
zu identifizieren. Sie vergessen, dass die eigentliche Macht „hinter dem Thron"
die geheimnisvolle Hure aus Offenbarung 17 ist, und dass diese gefallene Frau
das Tier der Offenbarung reitet oder kontrolliert.
Die Hure aus Offenbarung 17
Millionen von Menschen – und sogar viele Theologen –
rätseln über die Bedeutung der geheimnisvollen Hure aus Offenbarung 17. Doch das
Wort Gottes widmet diesem wichtigen Thema fast ein ganzes Kapitel sowie weitere
Verweise an anderen Stellen. Wer ist diese „Hure" – und wie ist ihre
Beziehung zu dem Antichristen?
Wer auch immer diese große Hure ist, sie ist sehr mächtig. Sie verursachte
den Tod von unzähligen Millionen in der Vergangenheit, und weitere
Millionen werden in Zukunft durch ihre Hand sterben. Sie ist dazu bestimmt, das
Leben aller, die in der Endzeit leben, dramatisch zu verändern –
einschließlich vieler, die diese Broschüre lesen! Diese Hure sitzt auf einem
System, das viele Nationen und Völker umfasst. „Und er sprach zu mir: Die
Wasser, die du gesehen hast, an denen die Hure sitzt, sind Völker und Scharen
und Nationen und Sprachen" (Offenbarung 17, 15). Diese Hure setzt ihre Existenz
bis zum zweiten Kommen Christi fort! Denn Gottes Wort beschreibt die „zehn
Hörner" oder zehn Könige (Vers 12), die zu dieser Zeit aufkommen: „Die
werden gegen das Lamm kämpfen, und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der
Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind, sind die
Berufenen und Auserwählten und Gläubigen... . Und die zehn Hörner, die du
gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie
ausplündern und entblößen und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer
verbrennen" (Verse 14 und 16).
Moderne Theologen und Bibelkommentatoren versuchen, in ihrem Bezug auf
diese große Hure „politisch korrekt" zu sein. Lesen Sie zum Beispiel folgenden
Kommentar aus dem Expositor’s Bible Commentary, Band 12, Seiten 553-554:
„In einem wesentlichen Sinn kontrolliert die Interpretation dieses Kapitels auch
die Interpretation des gesamten Buchs der Offenbarung. Für die Mehrheit der
Exegeten repräsentiert Babylon die Stadt Rom. Das Tier steht für das Römische
Reich in seiner Gesamtheit, mit seinen unterworfenen Provinzen und Völkern. Die
sieben Hügel (Vers 9) sind die sieben ausgewählten Dynastien römischer Kaiser
von Augustus bis Domitian. Die zehn Könige sind Oberhäupter von kleineren,
ruhelosen Staaten, die bemüht sind, ihrer Versklavung durch die Kolonialmacht zu
entrinnen. Johannes’ Vorhersage des Niedergangs von Babylon ist seine
Ankündigung der bevorstehenden Auflösung des Römischen Imperiums in all seinen
Aspekten."
Während die Kommentatoren zu Recht Babylon mit der Stadt Rom
identifizieren, verallgemeinern sie, dass „frühe christliche Leser [...]
verstanden [hätten], dass sie sich bei jeglicher Bedrohung mit dem Tode durch
eine vergängliche Macht ... in Wirklichkeit der blutrünstigen Mutter
der Hurerei gegenübersahen, die Gott eines Tages richten und für alle Zeit
vernichten würde" (Seite 557).
Obwohl sie die Identität „Babylons" richtig verstehen, sind diese
Gelehrten, wie die meisten heutzutage, unfähig, zu erkennen, dass die „Frau" –
dir große Hure – auf dem Tier (dem modernen Babylon) „sitzt." Sie ist somit als
etwas anderes, Unterschiedliches beschrieben, als das Tier – das Reich
mit zehn letzten Herrschern, die ihre Macht und Autorität einem Super-Diktator
übertragen, der ebenfalls das „Tier" genannt wird. Offensichtlich kann die Frau
nicht auf dem Tier „sitzen" und zur gleichen Zeit selbst das Tier sein!
Viele Gelehrte erkennen jedoch, dass das Tier aus Offenbarung 17 das
Römische Reich mit seinen „Wiederbelebungen" in verschiedenen Erscheinungsformen
ist. Für eine faszinierende und umfassende Erklärung über die Identität des
„Tieres" aus Offenbarung 17 fordern Sie bitte unsere kostenlose Broschüre
Das Tier der Offenbarung an.
Wer IST diese „Frau"?
Im gesamten Neuen Testament wird der Begriff „Frau" als
ein Symbol für eine Kirche gebraucht. Zum Beispiel schreibt der Apostel Paulus
an die Kirche Gottes in Korinth: „Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit
zugut! Doch ihr haltet mir’s wohl zugut. Denn ich eifere um euch mit göttlichem
Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus
eine reine Jungfrau zuführte" (2. Korinther 11, 1-2). Hier wird die wahre Kirche
beschrieben als „Verlobte" Jesu Christi – in der Position einer zukünftigen Frau
ihres jetzigen Verlobten, der Jesus Christus ist.
In Epheser 5, 23-24 schreibt Paulus: „Denn der Mann ist das Haupt der Frau,
wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat.
Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die
Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen." Auch hier identifiziert die
Analogie die wahre Kirche mit der Position einer Frau – einer Ehefrau, die sich
ihrem Mann, Christus, unterordnet. Und in Offenbarung 12, 1-5 lesen wir den
inspirierten Bericht einer „Frau" – in diesem Fall das Israel des Altertums, die
„Gemeinde [oder Kirche] in der Wüste" (Apostelgeschichte 7, 38) –, die
Gott gebrauchte, um den Messias hervorzubringen, „einen Knaben, der alle Völker
weiden sollte mit eisernem Stabe."
Vers 6 fährt mit der Geschichte der „Frau" fort, die nun die
neutestamentliche Kirche ist, und die in die Wüste flieht zu einem Ort „bereitet
von Gott." Die folgenden Verse machen sogar noch deutlicher, dass diese „Frau"
wirklich die wahre Kirche Gottes ist, welche von Gott selbst vor dem Zorn des
Satans beschützt wird.
Als wir dann in Offenbarung 17 einer „Frau" begegnen, sollte offenkundig
sein, dass diese Frau – wenn man die Bibel ihre eigenen Symbole auslegen lässt –
auch eine Kirche ist! Diese Kirche jedoch, die „auf einem scharlachroten
Tier" sitzt (Vers 3), ist eine wirkliche geistliche „Hure."
Denn sie ist Allianzen mit Führern und Königen dieser Welt eingegangen, die
einem geistlichen Ehebruch gleichkommen (Vers 2), und „die auf Erden wohnen,
sind [geistlich] betrunken geworden" durch ihre falschen Lehren. Sie ist eine
„Mutterkirche" – gebiert geistliche „Huren" (Vers 5). Und wie angedeutet enthält
sie geheimnisvolle Mysterien, wie die heidnischen Religionen des Altertums vor
ihr.
Eine VERFOLGENDE Kirche
Diese „Frau" ist auch eine Kirche, die Verfolgung
im großen Stil ausübt. Der Apostel Johannes schrieb unter Inspiration: „Ich sah
die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu.
Und ich wunderte mich sehr, als ich es sah" (Offenbarung 17, 6).
Bitte denken Sie darüber nach.
Wer ist diese große, gefallene Frau – eine mächtige Kirche – die sowohl
früher, wie auch in der Zukunft betrunken ist „von dem Blut der Heiligen"?
Offensichtlich verfolgt sie die wahren Christen – die wahren Heiligen Gottes.
Diese sind in Offenbarung 14, 12 beschrieben: „Hier ist Geduld der Heiligen!
Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus ([den
Glauben Jesu]; rev. Elberfelder Bibel)."
Im Gegensatz zu der die Gebote haltenden Kirche verwerfen diese große,
abgefallene Kirche und ihre „Tochterkirchen" die Notwendigkeit, die Zehn Gebote
als eine Lebensweise einzuhalten! In ihrer geistlichen Trunkenheit schaffen sie
es irgendwie, um die klaren und deutlichen Lehren Jesu herum zu argumentieren:
„Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote" (Matthäus 19, 17).
Lesen wir aus historischer Sicht von einer großen Kirche, die im
Mittelalter Millionen von Menschen verfolgt hat? Hat es eine solche Kirche
wirklich gegeben?
In seinem gut dokumentierten Buch „A Woman Rides the Beast" [Eine
Frau reitet das Tier] beschreibt der Autor Dave Hunt, was die „Frau" über
Jahrhunderte hinweg während des Mittelalters tat:
„So wurde der römische Katholizismus zum ‚am meisten
verfolgenden Glauben, den die Welt je gesehen hat ... [und der geboten hat],
dass der Thron die christliche [katholische] Religion allen Untertanen
aufzwängt. Innozenz III. ließ weit mehr Christen an einem Nachmittag ermorden,
als irgendein römischer Kaiser während seiner gesamten Regierungszeit.’ Will
Durant schreibt offen: ‚Verglichen mit der Verfolgung von Ketzern in Europa
zwischen 1227 und 1492 war die Verfolgung der Christen durch die Römer in den
ersten drei Jahrhunderten eine milde und humane Prozedur.
Bei allen Zugeständnissen, die man als Historiker machen muss und als
Christ machen kann, müssen wir die Inquisition zusammen mit den Kriegen und
Verfolgungen unserer Tage mit als einen der schwärzesten Flecken in den
Aufzeichnungen der Menschheit einstufen, welche eine Grausamkeit aufzeigen, die
unter allen Tierarten unbekannt ist.’"
Als Johannes also diese „Frau" oder gefallene Kirche
„betrunken von dem Blut der Heiligen" sah, hat er sicherlich nicht
übertrieben. Sogar etlichen katholischen Autoren war es mehr als peinlich, was
ihre Kirche über Jahrhunderte hinweg praktizierte. Bei den vielen
Aufzeichnungen, die heute bekannt sind – von Priestern, die Geschlechtsverkehr
mit jungen Männern hatten, von vielen Päpsten, die in aller Öffentlichkeit
Mätressen gehabt und in ganz Italien uneheliche Kinder gezeugt haben, und von
hohen Kirchenämtern, die für Geld angeboten und verkauft wurden – schien es
vielen objektiven Historikern so, dass diese mächtige Kirche die Verkörperung
des Bösen in beinahe jedem Aspekt war.
Daniels „kleines Horn"
Der Prophet Daniel stellt dieses verdorbene religiöse
System als ein „kleines Horn" dar. Nach den vier mächtigen Reichen der
heidnischen Welt – Babylon, Medo-Persien, Alexanders griechisch-mazedonischem
Reich und schließlich Rom – beschreibt ein „kleines Horn," das zwischen den
frühen Wiederbelebungen des Römischen Reichs emporsteigt: „Als ich aber auf die
Hörner Acht gab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn zwischen ihnen hervor,
vor dem drei der vorigen Hörner ausgerissen wurden. Und siehe, das Horn hatte
Augen wie Menschenaugen und ein Maul; das redete große Dinge" (Daniel 7, 8).
In den Versen 25-27 desselben Kapitels wird Daniel inspiriert, die Taten
dieses pompösen „kleinen Horns" zu beschreiben, und wie es seine Herrschaft
über die Nationen bis zur Rückkehr Christi fortsetzen würde: „Er wird dem
Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich
unterstehen, Festzeiten und Gesetze zu ändern. Sie werden in seine Hand gegeben
werden eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Danach wird das Gericht
gehalten werden; dann wird ihm seine Macht genommen und ganz und gar vernichtet
werden. Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter
dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen
Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen."
Beachten Sie, dass dieses „kleine Horn" sich von den heidnischen
Königreichen unterscheidet (Vers 24), denn es ist in Wahrheit ein religiöses
Reich! Halten wir auch fest, dass der menschliche Führer dieses verdorbenen
Systems „große Dinge" gegen Gott redet, die wahren Christen verfolgt und
beabsichtigt, Zeiten und Gesetze zu ändern. Die
Römisch-Katholische Kirche hat genau dies getan, wie die Schrift vorausgesagt
hat – und lehrt, dass die Zehn Gebote der kirchlichen Autorität unterstehen, und
dass die Kirche Kraft dieser Autorität den von Gott gebotenen Sabbat am siebten
Tag (2. Mose 20, 8-11; Hebräer 4, 9-11) abändern und so den Sabbat Gottes durch
den heidnischen „Tag der Sonne" ersetzen könne.
Der bekannte, neuzeitliche Historiker Will Durant schreibt: „Die ernsthafte
Feierlichkeit des jüdischen Sabbats wurde auf den christlichen Sonntag
übertragen, der jenen im zweiten Jahrhundert ersetzte" (The Story of
Civilization [Die Geschichte der Zivilisation], Band 3, 1972, Seite 599).
Wie ist dies geschehen? Ein römisch-katholischer Lehrgang besagt: „Die
[römische] Kirche übertrug die Verpflichtung vom Samstag auf den Sonntag" (Father
Smith Instructs Jackson [Pater Smith lehrt Jackson]. Der Catholic Mirror
stimmt dem zu: „Die Katholische Kirche änderte [...] Kraft ihres göttlichen
Auftrags den Tag von Samstag auf Sonntag" (23. September 1893). Wenn Sie mehr
Informationen über den wahren, biblischen Sabbat haben möchten, fordern Sie
bitte unsere kostenlose Broschüre Welcher Tag ist der christliche Sabbat?
an.
Das Papsttum im Voraus
vorhergesagt
Wie wir gesehen haben, beschreibt das „kleine Horn" im
Buch Daniel die falsche Kirche und besonders ihren Sprecher, den Papst, der
„große Dinge" redet. Im Neuen Testament inspirierte Gott den Apostel Johannes,
die „Wiederbelebung" des Römischen Reichs als das letzte Tier zu beschreiben
(Offenbarung 13, 1-10). Dann, in den Versen 11-14 wird ein „zweites Tier"
beschrieben, das emporsteigt und aussieht wie ein „Lamm" oder ein Christus, aber
wie ein „Drache," also Satan der Teufel (Offenbarung 12, 9), redet. Dieser
außerordentlich clevere und verschlagene falsche Prophet „übt alle Macht
des ersten Tieres [des wiederbelebten Römischen Reichs] aus vor seinen Augen,
und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen, das erste Tier anbeten,
dessen tödliche Wunde heil geworden war" (Offenbarung 13, 12). Mit anderen
Worten ist dieser große, falsche Prophet in der Lage, die große Mehrheit aller
Menschen dazu zu bringen, dass sie das Römische Reich bewundern und ihm
gehorchen!
Dann lesen wir: „Und es tut große Zeichen, so dass es auch Feuer vom
Himmel auf die Erde fallen lässt vor den Augen der Menschen, und es verführt,
die auf Erden wohnen, durch die Zeichen, die zu tun vor den Augen des Tieres ihm
Macht gegeben ist; und sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild
machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden
war" (Verse 13-14).
Während der Entwicklung dieses Systems würde ein „Mann der Sünde" offenbar
werden – der kühn Titel und Autorität für sich beansprucht, die nur Gott
zustehen. Er sollte als wahrer „Gott" im Tempel Gottes sitzen – und selbst
einige der Titel Gottes gebrauchen. Obwohl tatsächlich Jesus Gott den „heiligen
Vater" nannte, nennen römische Katholiken den Papst „heiligen Vater" und „Vikar
Christi" – was wörtlich heißt „Stellvertreter Christi"!
Dave Hunt beschreibt die gotteslästerlichen Anmaßungen des Papsttums:
Die völlige Unterordnung, die Rom erwartete, wurde von
vielen Päpsten zum Ausdruck gebracht, doch keiner sagte es deutlicher, als
Nikolaus I. (858-867):
Es ist offenkundig, dass die Päpste durch keine irdische Macht gebunden
oder gelöst werden können, ja nicht einmal durch die des Apostels [Petrus],
sollte er zur Erde zurückkehren, da Konstantin der Große anerkannt hat, dass die
Päpste den Platz Gottes auf Erden einnehmen, und das Göttliche durch keinen
lebenden Menschen gerichtet werden kann. Wir sind also unfehlbar, und was wir
auch immer tun, wir sind keinem darüber Rechenschaft schuldig, als uns selbst" (A
Woman Rides the Beast [Eine Frau reitet das Tier], Seiten 153-154).
Die Päpste haben also für sich beansprucht, den „Platz
Gottes auf Erden einzunehmen"! Und was am meisten beunruhigt, ist, dass sie
noch immer solche Ansprüche stellen – und sie kommen damit sogar noch in unserer
so genannten „modernen" Welt durch. Da die Römisch-Katholische Kirche so eine
allgegenwärtige und mächtige Institution darstellt, tun sich die Medien für
gewöhnlich schwer, selbst die empörendsten und gotteslästerlichsten Behauptungen
moderner Päpste und Geistlicher anzuprangern.
Aber wie wird dies alles Ihr Leben beeinflussen?
Das Tier und die Frau – wieder
vereint
Wenige erkennen, dass das so genannte „Heilige" Römische
Reich direkt vor unseren Augen wiederbelebt wird! Im größten Teil von
Kontinentaleuropa gibt es eine starke Bewegung hin zu einer vollständigen
europäischen Einheit. Einer ihrer größten Befürworter in diesem geopolitischen
Schachspiel ist – Sie haben es erraten! – der Papst selbst.
In seinem detaillierten und die Augen öffnenden Buch The Principality
and Power of Europe (Seiten 36-37) erklärt der britische Autor Adrian
Hilton, was zur Zeit geschieht:
Als er 1983 Österreich besuchte, sprach sich der Papst
gegen nationale und künstliche Grenzen in Europa aus. Er fügte hinzu:
‚Europäer sollten die bedrohlichen internationalen Konfrontationen von
Staaten und Allianzen überwinden und ein neues, vereintes Europa vom Atlantik
bis zum Ural schaffen.’
1988 sprach er über dasselbe Thema, als er sich an das Europäische
Parlament in Straßburg wandte; wobei sich bei dieser Gelegenheit viele fragten,
weshalb ein eigentlich geistlicher Führer das Thema politischer Einheit
anspricht. 1991 fasste der Sunday Telegraph die Pläne des Papstes zur
„Evangelisierung" Europas so zusammen:
„Er bereitet sich in aller Ruhe vor, den Mantel anzuziehen, den zu erhalten
er feierlich glaubt, das göttliche Recht zu besitzen – den eines neuen Heiligen
Römischen Kaisers, der vom Atlantik bis zum Ural regiert.’"
Obwohl die Bibel sicherlich keinen Hinweis darauf gibt,
dass der letzte Papst der „Kaiser" dieses wiederbelebten Heiligen Römischen
Reichs sein wird, so zeigt sie doch, dass er die „Macht hinter dem Thron" sein
wird. Wie Gott uns klar aufzeigt, wird der kommende falsche Prophet „machen,",
dass diejenigen, die dieses System nicht verehren, „getötet" werden
(Offenbarung 13, 15). Wie also so viele Päpste des Mittelalters vor ihm wird er
die Staatsmacht – das „Tier" – gebrauchen, um der gesamten westlichen Welt
seinen Willen aufzuzwingen!
Erinnern Sie sich, was unter Hitler geschah? Ein Klopfen an der Tür, der
Vater oder die Mutter von der Staatspolizei ergriffen und in einen Lastwagen
gezerrt, nur, weil sie etwas „politisch Unkorrektes" gesagt oder getan hatten!
Glauben Sie, das könnte nicht wieder geschehen? Wenn ja, könnten Sie sich sehr
täuschen!
Der Gott, der uns mit jedem Atemzug das Leben schenkt, beschreibt deutlich,
wie wieder einmal die Frau auf dem Tier reiten wird. Die meisten Leute erkennen
nicht, dass die falschen Lehren und Praktiken dieser gefallenen „Frau" die
gesamte Welt durchdrungen haben. Und das ist genau, was Johannes beschrieb: „Und
es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt:
Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde
geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen" (Offenbarung 12, 9).
Sogar aufrichtige Protestanten wurden unwissentlich durch die heidnischen
Aspekte dieses Systems geistlich betrunken gemacht: „Die auf Erden
wohnen, sind betrunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei" (Offenbarung 17, 2).
Was jeder Leser wissen sollte, ist, dass Satan der unsichtbare „Gott"
dieser gegenwärtigen Welt ist (2. Korinther 4, 3-4), und dass alle Nationen
geistlich betrunken sind.
Lesen Sie, was der angesehene Critical and Experimental Commentary
in seiner Beschreibung dieses ganzen Systems und der „Töchter" dieser Hure, die
aus der „Mutter" Rom entstanden sind, zu sagen hat:
„Nicht nur Rom, sondern das Christentum als Ganzes, so
wie Israel als Ganzes wurde zu einer Hure... . Die äußere Ausdehnung über die
ganze Welt und die innere Konformität – Weltlichkeit in Ausdehnung und Inhalt –
wird symbolisiert durch den Weltstadtnamen ‚Babylon’" (Band 6, Seite 710).
Ökumene – religiöse Prostitution?
Die heutigen Nachrichten enthalten immer wieder Artikel
über die ökumenische Bewegung. Eine Schlagzeile lautete: „Römisch-katholische
und griechisch-orthodoxe Führer setzen Gespräche fort." Eine andere Schlagzeile
besagte: „Allianz zwischen Episkopalen und Lutheranern geschmiedet." Mehr und
mehr protestantische Kirchen bemühen sich um Zusammenschluss, und eine Anzahl
von ihnen bereiten sich darauf vor, zu ihrer „Mutter" zurückzukehren – der
Römisch-Katholischen Kirche. Ein Artikel vom 9. Juli 2000 in der San Diego
Tribune berichtete über die Gespräche zwischen Vertretern der
Römisch-Katholischen Kirche und der Griechisch-Orthodoxen Kirche:
„‚Eines Tages können die Kirchen vielleicht sogar ihren
alten Streit um die Rechtsprechung des Papstes beilegen,’ sagte Rev. Robert
Stephanopoulos, Dekan der griechisch-orthodoxen Kathedrale in New York und
Veteran der ökumenischen Bewegung.
‚Es könnte möglicherweise auch recht schnell geschehen, aber wenn ich recht
schnell sage, so muss das immer noch in einem Bezugsrahmen von eintausend Jahren
gesehen werden,’ sagte er."
Diese Anerkennung der päpstlichen Autorität könnte viel
schneller geschehen, als sich Robert Stephanopoulos vorstellt. Ebenso, wie es
war, als die osteuropäischen Nationen anfingen, von der Sowjetunion
abzubröckeln, scheinen Weltereignisse sich manchmal beinahe über Nacht zu
entwickeln! So könnten innerhalb der nächsten paar Jahre Hunderte von
Millionen Menschen zur Römisch-Katholischen Kirche hinzukommen, wenn ihre
Töchter zu ihr zurückkehren.
Und die kleine Kirche Gottes – hier und da in kleine Gruppen zerstreut –
wird vergleichsweise wie ein winziges Staubkorn erscheinen. Wir werden wirklich
Verständnis, Glauben und Mut brauchen, um die kommenden Jahre der Prüfung zu
überstehen. Denn Jesus sagte: „Denn es werden falsche Christusse und falsche
Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so dass sie, wenn es
möglich wäre, auch die Auserwählten verführten" (Matthäus 24, 24).
In Zukunft werden wir einen verstärkten Druck durch den Papst und andere
erleben, die Jerusalem zu einer „internationalen Stadt" machen wollen –
vielleicht unter gemeinsamer Kontrolle des Vatikans und der Vereinten Nationen
oder einer anderen, internationalen Einrichtung. Der intensive Druck der
ökumenischen Bewegung wird ebenfalls zunehmen. Die große Mutterkirche wird ihre
Töchter mit noch mehr Engagement „heim" rufen.
In den nächsten paar Jahren wird das „zweite Tier" aus Offenbarung 13 auf
der Weltbühne in Erscheinung treten. Wir lesen von diesem Mann in Offenbarung
13, 11-14: „Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei
Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht des ersten
Tieres aus vor seinen Augen, und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen,
das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil geworden war. Und es tut
große Zeichen, so dass es auch Feuer vom Himmel auf die Erde fallen
lässt vor den Augen der Menschen, und es verführt, die auf Erden wohnen, durch
die Zeichen, die zu tun vor den Augen des Tieres ihm Macht gegeben ist; und sagt
denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild machen sollen dem Tier, das die
Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war."
Dieser kommende, mächtige religiöse Führer wird aussehen wie ein „Lamm." In
Offenbarung 14 sehen wir, dass Christus als das „Lamm" beschrieben wird. Der
kommende, religiöse Führer wird den Anschein erwecken, wie Christus zu sein!
Aber Johannes schreibt, er „redete wie ein Drache." Und in Offenbarung 12, 9 war
Johannes inspiriert, zu schreiben: „Und es wurde hinausgeworfen der große
Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt
verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm
dahin geworfen."
Satan, der Teufel, wird hier im Buch der Offenbarung klar als der „Drache"
identifiziert. Dieser kommende, falsche Prophet wird also Milliarden von
Menschen so vorkommen, als sei er eine Person wie Christus. Aber seine Botschaft
wird die des Teufels sein! Doch als charismatischer Führer wird er „große
Zeichen" vollbringen und sogar Feuer vom Himmel rufen! Er wird auch in 2.
Thessalonicher Kapitel 2 (Schlachter-Übersetzung) als „Mensch der Sünde"
beschrieben, als „der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder
Gottesdienst heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er
sei Gott" (Verse 3-4). Ihre Bibel sagt, dass dieser kommende Religionsführer
von seinen Anhängern verehrt werden wird!
Dieser Mann wird ein paar Jahre vor dem zweiten Kommen Christi auftreten,
denn Christus wird mit ihm „ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er
kommt" (Vers 8). Doch dieser Mann wird „der Gesetzlose" genannt. In Vers 7
schreibt Paulus: „Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon an der
Arbeit, nur muss der, welcher jetzt aufhält, erst aus dem Wege geschafft werden"
(Schlachter-Übersetzung). In einer Zeit der Esel und Ochsenkarren sprach Paulus
nicht von Verkehrsregeln! Er spricht von einem Mann und einem ganzen
Religionssystem, das er anführt – dem „Geheimnis der Gesetzlosigkeit" –
das offensichtlich in seinen Lehren gegen die Gesetze Gottes spricht und
diese regelmäßig bricht.
Und entsprechend Offenbarung 13 heißt es weiter: „Ihn [wird Jesus
vernichten], dessen Auftreten nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter
Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung
der Ungerechtigkeit unter denen, die verloren gehen, weil sie die Liebe zur
Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können"
(2. Thessalonicher 2, 9-10 – Schlachter-Übersetzung).
Wir müssen alle erkennen, dass wir uns in einem geistlichen Krieg befinden.
Die Mächte des Satans schreiten zielgerichtet voran, um ihre Pläne zu erfüllen.
In den nächsten paar Jahren werden diese satanischen Kräfte unter seinem
Einfluss und mit der begrenzten Macht, die Gott ihnen in der Atmosphäre der
Erde, deren „Fürst" Satan ist (Epheser 2, 2 – Schlachter-Übersetzung) auszuüben
erlaubt, eine nie da gewesene Stärke entfalten, und zwar durch ein
religiös-politisches System, das sie kontrollieren – und sie werden dies im
Namen des „Christentums" tun. Nur sehr wenige Protestanten, Orthodoxe oder
andere religiöse Führer werden den Glauben und Mut besitzen, diesem Angriff
standzuhalten. Man wird das gefürchtete „Zeichen des Tieres" erzwingen und eine
schreckliche Verfolgung wahrer Christen – der eigentlichen Heiligen
Gottes – durchführen.
VIELE Antichristen!
Wir haben gesehen, was die Bibel über „den" Antichristen
sagt. Aber noch mehr sollten wir beachten, dass Johannes inspiriert war, zu
schreiben: „So sind nun schon viele Antichristen gekommen" (1. Johannes
2, 18). Es sollte also klar sein, dass der Begriff „Antichrist" sich nicht nur
auf den „falschen Propheten" bezieht – obwohl er sicherlich ein führender
Sprecher sein wird, der die Lehren des Antichristen verbreitet. Vielmehr
bedeutet „Antichrist" – wie die meisten modernen Gelehrten anerkennen – ein
Geist oder eine Person in Opposition zu Christus.
Johannes fährt fort, die vielen „Antichristen" zu beschreiben: „Wer
ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das
ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet,
der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. Was
ihr gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr
von Anfang an gehört habt, so werdet ihr auch im Sohn und im Vater bleiben"
(Verse 22-24). Beachten Sie, dass Johannes inspiriert war, Christen zu ermahnen,
bei den ursprünglichen Lehren zu bleiben, die ihnen gegeben wurden – „was ihr
gehört habt von Anfang an, das bleibe in euch." Dies würde bedeuten, dabei zu
„bleiben" oder dem zu gehorchen, was Jesus direkt über das Gesetz Gottes gelehrt
hat.
Denn von Anfang an hatte Jesus gelehrt, „die Gebote zu halten." Er hatte
wiederholt davor gewarnt, seinen Namen zu gebrauchen und dennoch seinen Lehren
gegenüber ungehorsam zu sein! Jesus sagte: „Was nennt ihr mich aber Herr,
Herr und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46). Und: „Es werden nicht
alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den
Willen tun meines Vaters im Himmel" (Matthäus 7, 21).
Wir „bleiben" also in Christus und im Vater, indem wir Gott gehorchen
und so leben, wie es Jesus tat – von einem jeden Wort Gottes.
Jesus erklärte: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird
ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber
mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist
nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat" (Johannes 14,
23-24).
Der erste Johannesbrief beschreibt dann genauer den „Geist des
Antichrists": „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die
Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen
in die Welt. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der
bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott, und
ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist
der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er
ist jetzt schon in der Welt. Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden;
denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist" (1. Johannes 4,
1-4).
Offensichtlich ist ein zentraler Punkt für das Verständnis der Lehre des
Antichristen, dass man erkennt, dass diese falschen Lehren die volle
Menschwerdung Jesu Christi nicht anerkennen. Sie erkennen nicht an, dass
Jesus wirklich „in das Fleisch gekommen" ist.
„Warum das?", mögen Sie fragen. Was ist so besonders daran, dass Christus
„in das Fleisch gekommen" ist?
Zunächst müssen wir verstehen, warum Satan ständig bemüht ist, Menschen zu
verführen, damit sie Gottes Gesetz – die Zehn Gebote – brechen. Dieser
Gesetzesbruch ist Sünde, denn „Sünde ist die Gesetzesübertretung" (1.
Johannes 3, 4 – Schlachter-Übersetzung). Und „der Sünde Sold ist der Tod" (Römer
6, 23). Wenn also Satan die Menschen auf irgendeine Weise vom Gehorsam gegenüber
Gott abhalten kann – und so vermeiden kann, dass Gott seine Natur und seinen
Charakter in ihnen aufbaut –, dann stehen diese ungehorsamen Menschen weiterhin
unter der Todesstrafe. Abgeschnitten von Gott werden Sie unfähig sein, sich
darauf vorzubereiten, Könige und Priester in Christi kommendem Reich auf Erden
zu werden (vgl. Offenbarung 5, 10) und somit Satan und seine Dämonen zu
ersetzen.
Diabolische Argumente
Satan wird die Lehren des Antichristen gebrauchen, um
die Idee zu verbreiten, dass die Menschen unfähig sind, Gottes Gebote
einzuhalten, damit sie es nicht einmal versuchen! Die Lehren der
Römisch-Katholischen Kirche – und der meisten protestantischen Kirchen – haben
letztlich den Effekt, Christi Menschsein in den Hintergrund zu drängen, indem
sie auf verschiedene Weise andeuten, dass er nicht völlig „im Fleisch" war. Ihre
Theologie führt zu der Schlussfolgerung, dass Jesus nicht wirklich den
„Verführungen des Fleisches" ausgesetzt war, wie wir es sind, also nicht in der
gleichen Weise in Versuchung geführt wurde, und dass er sogar gar nicht sündigen
konnte. In deren Verständnis war uns Christus nicht wirklich ein Vorbild,
während er im Fleisch war. Satan will uns also glauben machen, dass wir die
Gebote Gottes nicht halten können, und dass Jesus Christus nicht sündigen und
sie brechen konnte!
Die Römisch-Katholische Kirche führt diese Idee sogar noch weiter. Sie
lehrt fälschlicherweise, dass mit Ausnahme der „Jungfrau Maria" alle Menschen
seit Adam und Eva mit der „Erbsünde" geboren wurden, unfähig, Gottes Gebote zu
halten. Maria alleine, so besagt die Lehre, wurde durch eine „unbefleckte
Empfängnis" davor bewahrt und führte ein vollkommenes, sündenfreies Leben, das
ihr erlaubte, die „Mutter Gottes" zu werden. Nach dieser Lehre hätte Maria
sündigen können, tat es aber nicht, wohingegen unser Erlöser nicht sündigte und
es auch gar nicht hätte tun können! Wenn dies wahr wäre, dann würde es Maria –
nicht Jesus Christus – zu unserem eigentlichen Vorbild machen, um ein
sündenfreies Leben zu führen! Welch eine Verunglimpfung unseres wahren Erlösers!
Doch der Hebräerbrief sagt uns: „Denn worin er selber gelitten hat und
versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden" (2, 18). „Denn
wir haben nicht einen Hohenpriester der nicht könnte mit leiden mit unserer
Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne
Sünde" (4, 15). Geschah dies durch durch eine ihm eigene, übernatürliche Kraft?
War Jesus „völlig Gott," während er im Fleisch war? Die Wahrheit ist,
dass er die Persönlichkeit war, die seit je her mit dem Vater zusammen war: „Im
Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort" (Johannes
1, 1). Und später wurde das Wort „Fleisch, und wohnte unter uns" (Vers 14).
Viele Schriftstellen zeigen klar, dass Jesus, solange er im Fleisch war,
nicht dieselbe, unbegrenzte Macht ausüben konnte, die er vor seiner
Menschwerdung innehatte. Zum Beispiel sagt uns das Markusevangelium, was
geschah, als er in seine eigene Heimat zu skeptischen Familienmitgliedern und
Nachbarn kam: „Er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer, dass er
wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte" (Markus 6, 5). Jesus selbst
sagte: „Ich kann nichts von mir aus tun" (Johannes 5, 30). Solange er im
Fleisch war, hatte sich Jesus entschieden, in einer Atmosphäre ohne
Glauben keine Menschen zu heilen.
Der vollständig menschliche Jesus wurde „in allem" versucht wie wir, jedoch
ohne Sünden zu begehen. Weil dies der Fall war, wird klar, dass es auch für
uns einen Weg gibt, die Zehn Gebote einzuhalten, solange wir noch im Fleisch
sind! Aber wie? In derselben Weise, wie Jesus es tat! Der Hebräerbrief sagt uns
weiter: „Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit
lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte;
und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt" (5, 7). Wenn Jesus
buchstäblich mit Tränen den Vater anflehen musste, dass er ihn vom Tod
erretten würde, sollte es offensichtlich sein, dass er wirklich ganz „im
Fleisch" war – und dass wir ebenfalls Gott in derselben Weise um Hilfe
anflehen sollten! Also war Jesus uns ein „Vorbild," wie man die Zehn
Gebote einhalten kann, während man im Fleisch ist! Wir haben einen Erlöser und
Hohepriester, der die Versuchungen des Fleisches, denen wir widerstehen müssen,
völlig versteht. Durch seinen Geist in uns wird, wie wir sehen werden,
Christus uns befähigen, Versuchungen zu überwinden und die Zehn Gebote
einzuhalten, solange wir noch im Fleisch sind!
Aber die Lehre des Antichristen besagt das genaue Gegenteil. Obwohl
Satan klug genug ist, die Menschen nicht direkt zu lehren, dass sie sündigen
sollen, so öffnet die Lehre des Antichristen dennoch die Tür für verführte
Menschen, dass sie regelmäßig eines oder mehrere der Zehn Gebote zunächst
ungestraft brechen – und dennoch der Meinung sind, sie seien irgendwie „gute
Christen."
Eine universelle Lehre
Diese clevere Argumentation – die in den meisten
Seminaren in der ganzen Welt gelehrt wird – funktioniert so: „Da Gottes Gesetz
geistlich ist und wir nur physisch, können wir gar nicht das heilige,
gerechte Gesetz Gottes einhalten. Also musste Christus es für uns einhalten.
Jetzt müssen wir nur noch ‚Christus annehmen,’ und dann wird seine Gerechtigkeit
irgendwie auf uns ‚übertragen’ – ohne irgendeine Verpflichtung zu Werken der
Gerechtigkeit."
Diese Argumentation basiert dann auf einer ganzen Serie von
Missverständnissen und Verdrehungen der Schriften des Apostels Paulus.
Fehlgeleitete Theologen wenden auf Dutzende von Schriftstellen in den Briefen
des Apostel Paulus einen cleveren „Dreh" an, um direkt den klaren Lehren Jesu
Christi, seines engsten Jüngers Johannes und seines Bruders Jakobus zu
widersprechen. Dies ist einer der Gründe für die berühmte Aussage Martin
Luthers, der den Jakobusbrief als „Strohbrief" bezeichnete. Luther war es
tatsächlich verhasst, dass Jakobus direkt den Gehorsam gegenüber den Zehn
Geboten lehrte (vgl. Jakobus 2, 8-12).
Der Apostel Petrus war sogar inspiriert, uns zu im Voraus zu warnen im
Bezug auf das, was „Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch
geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer
zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch
die anderen Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis" (2. Petrus 3, 15-16). Ja,
Petrus sagte, dass Leute die Schriften des Paulus zu ihrer eigenen Verdammnis
„verdrehen" würden! Und Petrus fährt in seiner Warnung fort: „Ihr also,
Geliebte, dies vorher wissend, hütet euch, dass ihr nicht, durch den Irrtum der
Gesetzlosen mit fortgerissen, herausfallt aus der eigenen Festigkeit" (Vers
17; Interlinearübersetzung).
Eine Warnung, nicht durch den Irrtum der „Gesetzlosen" mit
fortgerissen zu werden? Absolut. Denn dies ist genau die Art, in der – wie
Petrus wusste – verführte Menschen die Schriften des Paulus „verdrehen" könnten,
nämlich in eine Entschuldigung, um dem geistlichen Gesetz Gottes, den Zehn
Geboten, gegenüber ungehorsam zu sein!
Diese Warnung muss heute mehr als je zuvor gehört werden. Millionen in
dieser verführten Welt sind wirklich verwirrt über das Thema Religion. Sie sind
schlichtweg gelangweilt von der althergebrachten Religion und/oder allgemein von
organisierter Religion enttäuscht. Also haben sich viele einfach „ausgeklinkt."
Doch Millionen anderer haben sich ihre eigene Religion „erschaffen"! Wie ein
Artikel in dem Magazin Newsweek vom 8. Mai 2000 über die Teenager von
heute und ihre Glaubensüberzeugungen berichtete:
Anstatt absolute Wahrheiten der Lehre zu suchen,
überqueren sie die Grenzen der Glaubensgemeinschaften und werden zu Konsumenten
auf dem großen Marktplatz der Glaubenssysteme. Viele beschreiben sich selbst
eher als spirituell, und nicht als religiös. ‚Ich glaube, da ist eine höhere
Macht in meinem Leben am Werk, aber ich habe keinen Namen dafür,’ sagt Amy
McKinney, 18. ‚Wenn ich bete, so bitte ich nicht einen Gott, alles gut werden zu
lassen. Statt dessen bitte ich mich selbst, stark zu sein.’ Anstelle einer
strengen Ausrichtung nach Lehren nehmen viele Teenager eine wählerische
Einstellung und ein Misstrauen gegenüber absoluten Wahrheiten ein. In einer 1999
von dem Religionsforscher George Barna durchgeführten Umfrage unter Teenagern
stimmte über die Hälfte der Befragten mit dieser Aussage überein: ‚Alle
religiösen Glaubensrichtungen lehren gleichermaßen berechtigte Wahrheiten.’
Während die die Baby-Boomer noch heute Zen und morgen ein bisschen Methodismus
ausprobieren, mischen sich die Teenager von heute Bissen aus mehreren
Glaubensrichtungen zusammen: Ein bisschen buddhistische Meditation oder mehr
römisch-katholisches Ritual, welche Mischung auch immer gerade gefällt."
„Welche Mischung gerade gefällt"? Erschreckend!
Moderne religiöse ANARCHIE
Diese völlige Verwirrung führt, wie es kommen muss, zu
religiöser Anarchie. Aber seltsamerweise öffnet sie auch die Tür dafür, diese
Millionen junger Menschen sehr anfällig zu machen für Massenverführung, wie sie
der kommende, falsche Prophet anwenden wird. Wenn dieser Mann in Erscheinung
treten wird und sich zeigt „in der Macht des Satans [...] mit großer Kraft und
lügenhaften Zeichen und Wundern" (2. Thessalonicher 2, 9), was werden dann wohl
diese Millionen verwirrter junger Leute tun?
Mitgerissen durch die allgemeine Begeisterung und die Massenhysterie, die
diese satanischen Zeichen des „Gesetzlosen" (Vers 8; Schlachter-Übersetzung)
begleiten werden, werden die meisten dieser jungen Menschen dem enormen Druck
nachgeben und sich dieser „Erneuerungsbewegung" und der „Rückkehr zur
Tradition," die von Satan inspiriert wird, anschließen. Denn in vielen Teilen
Westeuropas und Nordamerikas gibt es tatsächlich ein Verlangen nach spezifischen
Lehren und Richtlinien auf dem Gebiet der Religion und der Verhaltensnormen.
Millionen von Menschen haben das „Um den heißen Brei"-Reden ihrer Priester und
Prediger gründlich satt. Sie fangen an, zu erkennen, dass viele dieser sich als
religiöse „Führer" bezeichnenden Leute sich in keiner Weise über irgendetwas
sicher sind!
Viele dieser Religionsführer stellen die Richtigkeit der jungfräulichen
Geburt Jesu, seine Wunder, und seine Auferstehung von den Toten infrage. Sie
bezweifeln, dass die Bibel wirklich inspiriert ist. Sie bezweifeln die Idee des
zweiten Kommens Christi und ob es wirklich ein buchstäbliches Reich Gottes auf
Erden mit Christus als König geben wird.
Lehren „alle religiösen Glaubensrichtungen gleichermaßen berechtigte
Wahrheiten" – wie mehr als die Hälfte der Teenager in Barnas Umfrage glaubte?
Sind alle Religionen gleich? Können Sie einfach irgendetwas glauben
und denselben Segen des Schöpfers sowie ein ewiges Leben zu Ihren Bedingungen
erhalten?
Der einzige Weg, um in diesem Fragen zu einer definitiven und
richtigen Aussage zu gelangen, ist, sich – auf die eine oder andere Art – zu
beweisen, ob die Bibel direkt von dem wahren Gott, dem Schöpfer des
Universums – inspiriert wurde! Wenn die Bibel nur zum Teil inspiriert ist – wie
so viele heute glauben – dann kann jeder sich „heraussuchen," welcher Teil
seiner Meinung nach inspiriert ist. Dann kann man mithilfe menschlicher
Argumentation nach diesem Teil der Bibel leben, auch wenn er scheinbar anderen
Teilen der Bibel direkt widerspricht. Erinnern wir uns aber, dass der Christus
der Bibel sehr „definitiv" war. Er hat nicht „herumgelabert." Er sagte: „Ich bin
die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und
Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht" (Johannes 10, 7-8). Und:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den
Schafstall, sondern steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber"
(Vers 1).
Später sagte Jesus: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie,
und sie folgen mir" (Vers 27). Die meisten von Ihnen, verehrte Leser, haben
durch dieses Werk Christi Stimme gehört. Sie wissen, dass wir die Worte der
Bibel nicht umgehen, verändern oder verdrehen. Wir haben immer wieder Beweise
geliefert, dass Gott, der Schöpfer, die Bibel direkt inspiriert hat. Sie ist
Gottes „Bedienungshandbuch" für die Menschheit. Sie ist klar in ihren Aussagen,
was wir tun sollen.
Die Krux der Materie
Die deutlichste aller Passagen über den Antichristen
finden wir in 2. Johannes 1, 6-7: „Und das ist die Liebe, dass wir leben nach
seinen Geboten; das ist das Gebot, wie ihr’s gehört habt von Anfang an, dass ihr
darin lebt. Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht
bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der
Verführer und der Antichrist." In dieser Passage sehen wir zunächst, wie
Johannes inspiriert ist, Liebe zu definieren: „... dass wir leben nach seinen
Geboten." Dem Kontext ist zu entnehmen, dass es hier klar um die Gebote
Gottes, des Vaters, geht (vgl. Vers 4), und nicht um irgendwelche „neuen" Gebote
Jesu. Obwohl Johannes in den 90er Jahren des ersten Jahrhunderts schrieb, etwa
60 Jahre nach Christi Kreuzigung und 20 Jahre nach dem Tod von Paulus, gibt es
nicht das geringste Anzeichen dafür, dass Gottes Gebote „ans Kreuz genagelt"
oder von dem Apostel Paulus „abgeschafft" worden wären! Dann erinnert Johannes
seine Leserschaft, dass die Gebote diejenigen seien, die „wir gehabt haben von
Anfang an." Mit anderen Worten sind es die klaren Lehren Jesu aus der
Bergpredigt, in Matthäus 19, 17 und an anderen Stellen.
Dann, in Vers 7, warnt Johannes, dass die „Verführer" nicht
bekennen, dass Jesus „in das Fleisch gekommen" ist. Er beschreibt solche Lehren
als den „Antichrist." Die Bedeutung, dass Jesus „in das Fleisch kommt" ist, dass
hier im originalen Griechisch das Partizip des Präsens verwendet wurde, was
anzeigt, dass etwas jetzt gerade geschieht.
Der bekannte Expositor’s Bible Commentary versucht, die Passage in
2. Johannes 1, 7 so zu erklären:
Seltsamerweise wird hier die Zeit von der
Vergangenheitsform „ist in das Fleisch gekommen [el luthota] zum Partizip
Präsens „in das Fleisch kommend [erchomenon]" geändert. Es wäre daher
denkbar, dies als einen Bezug auf Jesu Rückkehr zu interpretieren: Er kommt
(d.h. wird kommen) in das Fleisch (vgl. 1. Johannes 2, 28; 3, 2). Aber da wir
keine Kenntnis einer Kontroverse in dieser Angelegenheit haben, scheint dies
unwahrscheinlich. Dodd verdunkelt die Bedeutung, indem er das Partizip
erchomenon in der Vergangenheitsform übersetzt, als ob seine Bedeutung
lediglich identisch mit 1. Johannes 4, 2 wäre, und bietet dann die überraschende
Erklärung, dass „unser Autor keine Kenntnis der Nettigkeiten der griechischen
Sprache besitzt" (Johannine Epistles, Seite 149).
Es ist jedoch wesentlich sicherer, anzunehmen, dass der Autor den
Unterschied zwischen einem Partizip Präsens und einer Vergangenheitsform kannte,
und dass es seine Absicht war, etwas über das hinausgehend zu sagen, was er in
1. Johannes 4, 2 meinte."
Wie diese fähigen Gelehrten der griechischen Sprache
anerkennen, sagte Johannes tatsächlich etwas, das über seine Aussage in 1.
Johannes 4, 2 „hinausgeht"! Johannes sagt nicht nur, dass Christus völlig in das
Fleisch gekommen war, sondern Gott inspirierte Johannes in dieser späteren
Passage, zu offenbaren, dass Christus jetzt „in das Fleisch kommt"!
Wie?
Wie wir bereits gesehen haben, sagte Jesus: „Wer mich liebt, der wird mein
Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und
Wohnung bei ihm nehmen" (Johannes 14, 23). Durch den heiligen Geist leben
Christus und der Vater tatsächlich in den wirklich bekehrten Christen,
leiten diese, inspirieren sie und befähigen sie, die Gebote zu halten, sowie
Gottes Lebensweise umzusetzen!
Der Apostel Paulus war inspiriert, dies sehr deutlich zu machen, als er
schrieb: „Ich lebe aber: doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes
Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben" (Galater 2,
20; Lutherbibel 1912).
Das ist der Schlüssel! Durch den Geist wird Christus buchstäblich sein
Leben in unserem Fleisch leben! Er wird uns die Kraft geben, Gottes
Geboten zu gehorchen!
Religionsgegner fordern wahre Christen heraus, indem sie behaupten: „Man
kann die Zehn Gebote nicht einhalten! Sie sind geistlich, wir aber nur
physisch." Doch jemand, der von Gottes heiligem Geist geleitet wird, kann
ruhigen Gewissens antworten: „Sie haben Recht. Mit meiner eigenen, menschlichen
Kraft kann ich das nicht. Aber in dem Maße, wie ich mich dem heiligen Geist
Gottes unterordne, kann und werde ich Gottes Gebote halten! Christus in mir
hilft mir, nicht zu töten, zu stehlen, zu lügen, die Ehe zu brechen, zu
begehren, meine Eltern zu entehren, Gottes Sabbat zu brechen, Götzen zu dienen,
Gottes Namen zu missbrauchen oder einen anderen „Gott" neben dem wahren Gott zu
haben. Ich mag in dem einen oder anderen Punkt gelegentlich straucheln, aber
dann werde ich bereuen, meine Sünde vor Gott bekennen und von ihm Vergebung
erhalten (1. Johannes 1, 8-9). Dann gehe ich schnell auf den Weg Gottes zurück
und wachse durch seinen Geist an Gnade und Erkenntnis. Ich bin nicht perfekt.
Aber durch Christus, der sein Leben in mir lebt, wachse ich hin zur
Vervollkommnung und dahin, als grundsätzliche Lebensweise nach Gottes Gesetz zu
leben."
Christus lebt in wahren Christen
Die Lehre des Antichristen ist also, dass Christus sein
Leben nicht buchstäblich in seinem Volk heute lebt! Es ist die falsche Lehre,
dass Christen heute ein anderes Leben führen können, als Jesus es tat, und
dennoch wahre Nachfolger sein können. Sie schließt oft die Idee ein, dass
Christus an unserer Stelle gerecht war, und wir es deshalb nicht mehr sein
müssen. Wir nehmen ihn einfach an, und seine Gerechtigkeit wir auf uns
übertragen. Im Endeffekt macht Gott „sich selbst etwas vor," und tut so, als
seien wir eigentlich gerecht, obwohl wir es nicht sind!
Diese Lehre ist eine verabscheuungswürdige Lüge!
„Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit" (Hebräer
13, 8).Er wird dieselbe Art Leben in Ihnen und mir führen, wie schon vor fast
2000 Jahren, als er auf dieser Erde im Fleisch lebte. Zu jener Zeit lehrte er
beständig den Gehorsam gegenüber allen Geboten Gottes (Matthäus 5, 19). Wir
haben seine Antwort gesehen, die er einem jungen Mann gab, als dieser ihn
fragte, wie er das ewige Leben erhalten könnte: „Halte die Gebote" (Matthäus 19,
17). Gegen Ende des apostolischen Zeitalters inspirierte Gott den Apostel
Johannes, die wahren Heiligen Gottes zu beschreiben: „Selig sind, die seine
Gebote halten, auf dass sie Macht haben an dem Holz [Baum] des Lebens und zu den
Toren eingehen in die Stadt" (Offenbarung 22, 14; Lutherbibel 1912).
Es gibt heute sehr viele falsche Prediger, die die Lehre des Antichristen
verbreiten, eine Lehre, die Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes gutheißt –
eine Lehre „ohne Werke." Der Apostel Paulus sagte über solche Prediger: „Denn
solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als
Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan,
verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch
seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach
ihren Werken" (2. Korinther 11, 13-15). Sie erkennen hier, dass Satan Diener
hat, die gerecht zu sein scheinen. Ironischerweise wird deren Ende – ihr
letztlicher Lohn – nach ihren „Werken" sein, nach genau dem, was sie
zu leugnen versuchen!
Gott hat für uns vorgesehen, dass wir seinen Geboten gehorchen, gute
Werke tun und nach jedem seiner Worte leben sollen. Wenn Sie dieses Prinzip
einmal verstanden haben, können Sie den „Geist des Antichrists" klar erkennen
und selbst herausfinden, ob die Lehren und Vorstellungen irgendeines
Religionsführers von Gott sind! Dann gelangen Sie durch sorgfältiges
Studium des Wortes Gottes und beständiges Gebet zu einem tieferen Verständnis
der wahren Bedeutung Ihres Lebens und erfahren einen engeren Kontakt mit dem
lebendigen Gott, als Sie je zu träumen gewagt haben mögen.
Sie werden erkennen, wer wirklich von Gott ist – seine wahre Kirche, die
treu dasselbe Evangelium verkündigt, das er durch Jesus Christus offenbart hat.
In unserer Endzeit soll diese Botschaft – des Gehorsams gegenüber Gottes
Herrschaft und Reich – von seiner Kirche gepredigt werden zum Zeugnis für alle
Völker (Matthäus 24, 14). Diese Botschaft lesen Sie gerade!
In Offenbarung 12, 17 wird die wahre Kirche Gottes als Frau beschrieben,
die vom Teufel verfolgt wird. Diese Kirche ist ein Überrest. Ihre Mitglieder
sind diejenigen, „die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu." Ebenso
werden die wahren Heiligen Gottes in Offenbarung 14, 12 beschrieben: „Hier ist
das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu
bewahren" (rev. Elberfelder Übersetzung).
Ja, Jesus Christus soll heute durch den heiligen Geist in seinem Volk
leben. In dem Maße, wie diese sich ihm unterordnen, wird ihr Leben von diesem
Gehorsam erfüllt, wie bei Jesus, als er im Fleisch war. Ihre Gewohnheiten, ihre
Traditionen und ihre Lebensweise werden in jeder Hinsicht ebenso sein, weil
Christus sich nicht ändert. Und er wird in ihnen leben! Dann können
Christus und der Vater ganz sicher sein, dass sich ihr Volk ganz Gott
unterordnet, der den wahren Christen seine eigene Natur und seinen Charakter
verleihen kann – und sie so vorbereiten kann, in dem buchstäblichen Reich
Gottes, das bald auf dieser Erde errichtet werden wird, Könige und Priester
zu sein. „Von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von
den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst
hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht
hat vor Gott seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Amen" (Offenbarung 1, 5-6).
Prüfen Sie aufrichtig Ihre eigene Situation. Haben Sie wirklich bisher
verstanden, was Christsein bedeutet? Lebt Christus wirklich sein Leben in
Ihnen? Haben Sie das geistliche Rückgrat, nach der Erkenntnis zu
handeln, die Ihnen gegeben ist?
Das wahre Christentum wieder
herstellen
Wie viele von Ihnen bereits wissen, versuchen wir in
diesem Werk, für diejenigen, die bereit sind, darauf einzugehen, das wahre
Christentum Jesu und der Apostel wieder herzustellen. Dieses echte „apostolische
Christentum" ist mit Sicherheit in dem heute verbreiteten „Kirchentum" verloren
gegangen. Es ist wichtig, zu erkennen, dass Jesus, wenn er heute in eine
typische katholische oder protestantische Kirche gehen würde, Leute vorfinden
würde, die ein völlig anderes Konzept von Gott haben, als er es lehrte.
Diese Leute würden andere Tage des Gottesdienstes einhalten – Tage, die
heidnischer Herkunft sind und kläglich darin versagen, auf den wahren
Gott und seinen großen Plan hinzuweisen, wie es die biblischen heiligen
Tage tun. Jesus würde sehen, dass die meisten, die sich „Christen" nennen,
keine Ahnung haben, wie sie die Zehn Gebote halten sollen, oder welche
Bedeutung Christus ihnen gab (siehe Matthäus 19, 17). Diese verblendeten
Menschen führen Krieg gegen Großbritannien (zum Beispiel) in einer Generation,
gegen Spanien in einer anderen, gegen Deutschland und Japan in wieder einer
anderen Generation. Sie und ihre verführten Prediger scheinen den klaren
Anweisungen Jesu keine Beachtung zu schenken, die er in Matthäus 5, 43-44
gab: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben’ und
deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet
für die, die euch verfolgen. Segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch
hassen, und bittet für die, die euch beleidigen und verfolgen."
Die bekennenden Christen sind gegenüber der Tatsache völlig verblendet,
dass wahre Christen sich jetzt im Training befinden, um unter Jesus
Christus Könige und Priester zu werden und unter ihm zu dienen, wenn er diese
Welt für die nächsten tausend Jahre regiert (vgl. Offenbarung 5, 9-10;
20, 6)! Stattdessen nehmen diese Leute an – entgegen Jesu
Lehren –, dass sie nach dem Tod „in den Himmel kommen" und nichts mehr zu
tun haben! So haben die falschen Lehren der bekennenden Christenheit sie
gegenüber dem gesamten Zweck verblendet, den Gott hier auf Erden
verfolgt!
In einer typischen Kirche von heute würde Jesus Leute vorfinden, die ihm
persönlich gegenüber sentimentale Gefühle empfinden, jedoch praktisch keine
Kenntnis der wichtigen Botschaft haben, die er predigte. Sie reden über
den „Herrn Jesus Christus." Aber eigentlich ist er gar nicht ihr „Herr," – denn
sie gehorchen ihm nicht und wissen auch nicht, wie sie ihm
gehorchen sollten! Und Jesus selbst sagte immer wieder: „Was nennt ihr
mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46).
Und: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das
Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es
werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem
Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben?
Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen
bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter [die
Gesetzlosigkeit Tuenden! (Interlinearübersetzung)]" (Matthäus 7, 21-23).
Tatsächlich sind diejenigen, die es versäumen, echten Gehorsam gegenüber den
Zehn Geboten zu predigen und so zu leben, dann in großen Schwierigkeiten!
Gottes Wort lässt klar erkennen, dass die große Mehrheit der Menschen heute
verführt ist. Denn Gott spricht von dem „Teufel und Satan, der die ganze
Welt verführt" (Offenbarung 12, 9). Und der Apostel Paulus warnte die
Korinther: „Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die
verloren werden, den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn
verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der
Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes" (2. Korinther 4, 3-4).
Der Apostel Judas warnte uns direkt: „Ihr Lieben, nachdem ich ernstlich
vorhatte, euch zu schreiben von unser aller Heil, hielt ich’s für nötig euch in
meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für den Glauben kämpft, der ein für
alle Mal den Heiligen überliefert ist. Denn es haben sich einige Menschen
eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist; Gottlose sind
sie, missbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre Ausschweifung und verleugnen
unsern alleinigen Herrscher und Herrn Jesus Christus" (Judas 1, 3-4).
Es ist bedeutsam, dass Gott Judas inspirierte, hervorzuheben, dass diese
falschen Lehrer die „Gnade" für „Ausschweifungen" missbrauchen würden, – genau
das, was sie heute tun! Denn die verbreitete Lehre der Protestanten ist, dass
wir durch eine sentimentale Annahme von Christi Tod „gerettet" sind, und dass
wir nun eigentlich gar nichts mehr tun müssen! Keine Rede vom Gehorsam
gegenüber den Zehn Geboten. Keine Vorschrift, an Gnade, Erkenntnis und
christlicher Reife zu „wachsen." Kein weiteres „Überwinden" der menschlichen
Natur, der Welt oder Satans, des Teufels.
Was Sie TUN sollten
Nachrichten aus jüngerer Zeit haben zu erkennen gegeben,
dass die römisch-katholische Verfolgung religiöser Minderheiten weiterhin
stattfindet. Obwohl die Römisch-Katholische Kirche gelernt hat, in Nationen mit
protestantischer oder sonstiger Mehrheit zu lächeln und klein beizugeben, kommen
die alten Dämonen von Hass und Totalitarismus schnell durch, wenn sie in
Kontrolle ist.
Ein Artikel im Magazin Christianity Today [Christentum Heute]
(August 2000, Seite 30) berichtete: „Im März wurden etwa 70 protestantische
Familien aus dem mexikanischen Dorf Plan de Ayala im Bundesstaat Chiapas von der
römisch-katholischen Mehrheit vertrieben. ‚Vierzehn Häuser wurden von dem Mob
zerstört, während die Protestanten in den Hügeln Schutz suchten,’ berichtete
Pastor Isias Espinosa von den Siebenten-Tags-Adventisten." Dies ist nur ein
winziges Beispiel für die Art religiöser Unterdrückung, die diese mächtige
Kirche durchführt! Und ihre Führer betonen weiterhin, dass sie die einzige wahre
Kirche seien, – dass die anderen im Endeffekt nur „zweitklassige" Christen sind.
Beachten Sie den Bericht von Victor Simpson am 5. September 2000 in der
Associated Press:
„Indem er ein paar katholische Theologen beschuldigte,
fundamentale Wahrheiten der Kirche zu manipulieren, wehrte sich der Vatikan am
Dienstag gegen das, was wie er sagte wachsende Versuche sind, alle Religionen
als gleich darzustellen ... der Vatikan beruft sich in diesem Zusammenhang auf
‚persönliche Würde’ von Einzelpersonen, und nicht auf die Lehre. Es ist das
zweite neuere Dokument der Glaubenskongregation [der römisch-katholischen
Kongregation für die Lehren des Glaubens], das vor Missbräuchen durch Katholiken
in ihrem Umgang mit anderen Religionen und Kirchen warnt. Italienische Medien
haben berichtet, dass die Kongregation auch vor dem Begriff „Schwesterkirchen"
warnte und sagte, dass dies der Identität der Katholischen Kirche als
‚Mutter’ aller Kirchen widerspräche. Dieses Dokument wurde noch nicht
veröffentlicht. Kardinal Josef Ratzinger bezog sich in einer Pressekonferenz
mehrfach auf einen Trend hin zu religiösem Relativismus.
‚Der Mangel an Einheit unter Christen ist sicherlich eine Wunde für die
Kirche,’ besagt das Dokument, der, wie es weiter heißt, ‚die vollständige
Erfüllung ihrer Universalität in der Geschichte behindere.’
Diese Erklärung, ein komplexes theologisches Dokument, trug den Titel ‚Über
die Einheit und heilsame Universalität Jesu Christi und der Kirche."
Die Römisch-Katholische Kirche gibt also nicht nur zu,
sondern besteht sogar darauf, dass sie als die „Mutter" aller
christlichen Kirche gilt! Und sie besteht ebenfalls darauf, dass sie alleine
die „Schlüssel" zu Gottes Reich habe!
Es ist wirklich an der Zeit, aufzuwachen!
Es ist Zeit für alle, die an Gott glauben, noch einmal zu überprüfen, ob
ihre religiösen Überzeugungen und Praktiken wirklich aus der Bibel entstammen –
oder aus „Babylon." Denn der Gott der Schöpfung sagt zu allen, die darauf hören
wollen: „Denn von dem Zorneswein ihrer Hurerei haben alle Völker
getrunken, und die Könige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und die
Kaufleute auf Erden sind reich geworden von ihrer großen Üppigkeit. Und ich
hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr,
mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren
Plagen!" (Offenbarung 18, 3-4).
Obwohl, wie der Apostel Johannes schrieb, „nun schon viele Antichristen
gekommen" sind (1. Johannes 2, 18), ist es auch wahr, dass die Verkörperung des
Antichristen in dem falschen Propheten zu voller Größe heranwächst, der in 2.
Thessalonicher 2, 1-10 und Offenbarung 13, 11-14 beschrieben ist. Wahrscheinlich
innerhalb der nächsten fünf bis 15 Jahre wird diese Person auf der Weltbühne
erscheinen. Er wird zunächst wie ein großer Friedensstifter und Wohltäter der
Menschheit erscheinen. Dann wird er beginnen, Wunder zu vollbringen –
sogar Feuer vom Himmel bringen (Offenbarung 13, 13)!
Aber nochmal: Seine Lehre wird „anti-Christ-lich" sein. Es wird jede Menge
Ritual, Pomp und Zeremonien geben, viel blumige Sprache. Aber es wird nicht die
klare Lehre Jesu von Nazareth sein, Gottes Gebote zu halten und buchstäblich
Christus zu imitieren – sich unterzuordnen und Jesus Christus sein gehorsames
Leben in uns leben zu lassen durch den heiligen Geist.
Denken Sie immer daran, dass dies der „Schlüssel" ist!
Denn Satan, der Teufel, hat nichts dagegen, dass Sie „an Christus glauben,"
– solange Ihr Christus ein falscher Christus ist. Er hat nichts
dagegen, dass Sie eine „Kirche Ihrer Wahl" besuchen, - vorausgesetzt, dass er
Sie verführen kann, eine Kirche zu besuchen, die von verblendeten Theologen
geleitet wird, die die Gebote verwerfen. Denn, wie Jesus sagte: „Wenn aber ein
Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube" (Matthäus 15, 14).
In Christi Namen bitte ich Sie: Bitte fangen Sie an, Ihre Bibel zu
studieren wie noch niemals zuvor! Sie können auch unseren kostenlosen
Welt von Morgen - Bibelfernlehrgang erhalten. Studieren Sie auch diesen
Lehrgang mit der Ermahnung von Paulus: „Prüft aber alles, und das Gute behaltet"
(1. Thessalonicher 5, 21).
Und wir möchten Ihnen auch unsere wichtigen Broschüren „Das Tier der
Offenbarung" und „Welcher Tag ist der christliche Sabbat?" ans Herz
legen. Diese Broschüren, in Verbindung mit der Broschüre, die Sie gerade lesen,
geben Ihnen einen vollständigen Beweis und das gesamte Bild der Wesensart
dessen, was an dunklen Mächten jetzt in Europa aufkommt.
Wie Jesus sagte: „Wachet." Richten Sie ihr Augenmerk auf die Wiederbelebung
des Heiligen Römischen Reichs. Beobachten Sie, wie es langsam aber sicher
Kontrolle über den größten Teil Europas gewinnt – dann über Zentral- und
Südamerika, und schließlich über praktisch die ganze Welt. Beobachten Sie, wie
andere Kirchen nach und nach umworben, überredet und schließlich gezwungen
werden, zur „Mutterkirche" zurückzukehren. Sie werden vielleicht sogar
enttäuscht sein, wie viele scheinbar überzeugte protestantische Führer sich
manipulieren lassen werden, vieles von dem aufzugeben, woran sie immer geglaubt
haben, wenn nur richtig Druck ausgeübt wird.
Werden Sie sich auch von dem Gott der Bibel abwenden? Werden Sie Teil eines
verwässerten „Christentums" werden oder bleiben, wo verführte Kirchenmitglieder
regelmäßig den von Gott gebotenen Sabbat brechen, wo ihnen „erlaubt" wird – oder
sie vielleicht sogar ermutigt werden – in Kriegen zu kämpfen und zu töten,
entgegen den Anweisungen Jesu (Matthäus 5, 43-44)? Werden Sie Teil einer Kirche
sein, in der Pomp, Zeremonie und Götzendienst praktiziert wird, und in der das
gesamte Konzept eines buchstäblichen Gehorsams gegenüber den Zehn Geboten
als Lebensweise nicht gelehrt wird, und in der regelmäßig clevere
Argumentationen gegen die Notwendigkeit für wahre Christen, Gottes Gebote
einzuhalten, vorgebracht werden, sofern jemand es wagt, auf Christi eigentliche
Worte zu hören?
Bald wird die letztliche Verkörperung des Antichristen auf der Weltbühne
erscheinen. Zunächst als freundlicher, sanfter Friedensstifter, wird er schon
bald Schritt für Schritt mehr Autorität beanspruchen. Seine Autorität wird durch
falsche Wunder bestärkt werden, die Satan durch ihn ausführt (Offenbarung
13, 13). Dann werden die ihn bewundernden Massen vor Begeisterung schreien,
sobald sie ihn sehen, und die Lehre des Antichristen wird fast die gesamte
bekennende Christenheit durchdringen – alle bis auf die „kleine Herde" (Lukas
12, 32), die in Offenbarung 12, 13-17 beschrieben ist.
Für Ihr ewiges Wohlergehen, beten Sie für ein echtes Verständnis,
für Glauben und Mut. Folgen Sie Jesu Anweisung: „So seid allezeit
wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen
soll, und zu stehen vor dem Menschensohn" (Lukas 21, 36).

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