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Die Bestimmung Ihres Lebens
von Roderick C. Meredith
Wozu sind Sie geboren? Warum erlaubt Gott, dass selbst
überzeugte Christen durch Jahre und Jahrzehnte hindurch Versuchungen, Prüfungen
und Verfolgung erdulden müssen? Warum ist es so wichtig, dass wir alle
„überwinden"? Was ist der große ZWECK unseres Lebens hier auf der Erde?
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BL 1.0, Januar 2001
© 2001 Living Church of God
Alle Rechte vorbehalten.
Englische Originalausgabe:
Your Ultimate Destiny
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wird von der Living Church of God kostenlos der
Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind, sofern nicht anders
angegeben,
der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Die meisten Menschen nehmen sich nie die Zeit, über den
wahren Zweck ihres Lebens nachzudenken. Tatsache ist, dass viele Menschen
annehmen, dass es gar keinen wirklichen Zweck gibt. Und Sie? Gibt es einen
transzendenten Grund, warum Sie am Leben sind? Können Sie eine interessante und
erfüllende Bestimmung vor sich haben, egal was Ihre gegenwärtige Situation ist?
Können Sie sich einer Zukunft voller Glück, Freude und Frieden
hundertprozentig sicher sein?
Oder leben Sie auf der Erde in einer vergänglichen,
enttäuschenden Existenz, ohne in Ihrem Leben mehr Zweck zu haben als die Vögel,
die Bienen, oder selbst die Würmer, die in der Erde herumkriechen? Als ein
menschliches Wesen haben Sie ja offensichtlich eine viel höhere Intelligenz als
diese Kreaturen: Sie können sich die Zukunft vorstellen; Sie haben Hoffnungen
und Träume; und Sie haben eine kreative Vorstellungskraft, die weit über die
anderer Lebewesen auf diesem Planeten hinausgeht. Werden alle diese Geschenke,
Potenziale und Träume verwesen, wenn Sie sterben, und „Staub zu Staub" wird?
Es lohnt sich wirklich, sich dies zu überlegen. Sie sollten
darüber nachdenken! Sicherlich, manche religiöse Menschen mögen glauben, dass
sie in den Himmel schweben, und dann für alle Ewigkeit nichts zu tun zu
haben, als die ganze Zeit „im Himmel herumzuhängen", wie es in einem Lied
beschrieben wird. Sie sollten aber nichts als selbstverständlich
hinnehmen. Seien Sie NICHT leichtgläubig. Finden Sie es für sich selbst
heraus, und beweisen Sie sich, was die Bestimmung Ihres Lebens ist!
Die Wahrheit in dieser Angelegenheit wurde im Handbuch
des Schöpfers für die Menschheit, der heiligen Bibel, offenbart. In der Bibel
bestimmt Gott das Schicksal von Nationen und Imperien. Er prophezeit
welterschütternde, zukünftige Ereignisse die geschehen müssen. Und diese
Prophezeiungen entwickeln sich vor den Augen dieser Generation!
Aber in einer unscheinbaren, doch nicht weniger bedeutsamen
Weise offenbart Ihr Schöpfer auch die endgültige Bestimmung der gesamten
Menschheit – den wirklichen Zweck Ihres und meines Lebens. In einer Anzahl von
Stellen wird er das „Geheimnis" Gottes genannt. Er ist tatsächlich für die
überwältigende Mehrheit ein Geheimnis – selbst für die meisten, die sich
Christen nennen. Denn er geht weit über das hinaus, was sich die meisten
Menschen je vorgestellt oder erträumt haben. Dieser Zweck ist jedoch so
offensichtlich, so einfach, und so überwältigend in seiner Logik, dass Sie sich
wundern mögen, warum Sie ihn nicht schon immer verstanden haben.
Also nochmals, was ist Ihre endgültige Bestimmung? Wozu
sind Sie geboren?
Ein ZWECK in der Schöpfung der Menschheit
Sie sind nicht einfach „durch Zufall" auf die Erde gekommen.
Menschen sind nicht das Produkt blinder Umstände. Durch gesunden
Menschenverstand ist es den meisten Menschen klar, dass eine feine Schweizer Uhr
nicht das Resultat langsamer, evolutionärer Prozesse ist, die sich über
Millionen von Jahre in einem mineralreichen, urzeitlichen Meer ereignet haben,
als Kieselerde und metallische Elemente hin und her gewaschen und von
Blitzschlägen aufgeladen wurden. Obwohl der Sand und die Elemente über
Milliarden von Jahre hinweg hin und her gewaschen wurden, würde eine kunstfertig
gemachte, genaue Schweizer Uhr niemals das Resultat ungeplanten, blinden
Zufalls sein.
Manche intelligente, „gebildete" Leute ziehen es jedoch vor,
„politisch korrekt" zu sein, und befürworten die Evolutionstheorie, nach der
ihr Sinn oder Geist – der viel komplexer, als jegliche Uhr oder jeglicher
Computer ist – irgendwie, zusammen mit ihrem Körper, als ein „Unfall" des
evolutionären Prozesses zustande kam.
Falls Sie das glauben wollen, hören Sie am besten
gleich hier auf, weiterzulesen, denn bis Gott selbst Sie aufweckt, werden
Sie nichts über Ihre endgültige Bestimmung oder jegliches geistliche Thema
verstehen. Wie es in der Bibel steht: „...was man sieht, [ist] aus Unsichtbarem
entstanden" (Hebräer 11, 3, Schlachter - Übersetzung).
Das offenbarte Wort des Schöpfers zeigt uns, dass der Mensch
zu einem Zweck geschaffen wurde. Im ersten Buch der Bibel, 1. Mose,
beschreibt Gott, wie er jede Kreatur „nach seiner Art" entworfen hat (1. Mose 1,
21. 24-25). „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns
gleich sei..." (Vers 26).
Hier bemerken wir zwei wichtige Punkte. Zuerst sagte Gott:
„Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...". Es war hier also
mehr als nur eine Persönlichkeit, die die Schöpfung, als ein Bild das ihnen
gleich war, besprochen haben. Wie aus Johannes 1, 1-2.14 ersichtlich ist, waren
dies Gott der Vater und der Logos, oder das „Wort" (der Sprecher), der später
als der Mensch Jesus von Nazareth geboren wurde.
Der zweite wichtige Punkt wird durch den Rest des Verses
vermittelt: „... die da herrschen über die Fische im Meer und über die
Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere...". Also, von
Anfang an wurde die Menschheit dazu bestimmt, zu herrschen und die
Aufsicht über die ganze physische Schöpfung hier auf Erden zu haben. Dem
Menschen wurde sofort die Verantwortung und die Gelegenheit gegeben, kreative
Vorstellung und Urteilskraft anzuwenden.
Beachten Sie diese inspirierten Worte Davids: „... was ist
der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind dass du dich seiner
annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott (hebräisch Elohim),
mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrn gemacht
über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan..." (Psalm 8, 5-6).
Hier sehen wir, dass Gott mit dem Menschen eine ganz besondere Absicht hat. Der
Mensch ist nur ein „wenig niedriger" als „Elohim"– ein hebräischer
Ausdruck zur Bezeichnung von Gott – gemacht, jedoch mit Ehre und Herrlichkeit
gekrönt und „zum Herrn" über seine Werke gemacht (Vers 7).
Bemerkenswerte, einzigartige Fähigkeiten
Von Anfang an wurde dem Menschen ein Sinn gegeben,
der sich in außerordentlicher Weise vom Gehirn der Tiere unterscheidet. Ungleich
jeglicher anderen Kreatur auf Erden hat der Mensch kreative Vorstellungskraft
und die Fähigkeit, sogar sich selbst zu analysieren. Er kann über sich selbst
lachen, oder zwischen richtig und falsch unterscheiden, was ihn in einer
begrenzten Weise befähigt, wie Gott selbst Urteile zu fällen.
Zu der Zeit, als der Turm von Babel gebaut wurde, sagte
Gott: „Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und
dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden
können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun" (1. Mose 11, 6). Der
klare Hinweis hier ist, dass, ohne von Gott eingeschränkt zu sein, der Mensch
unter Umständen schon damals zu dem Punkt „fortgeschritten" wäre, wo er sich
selbst von der Erde hätte vertilgen können.
Heute, wo die Fähigkeiten verschiedener Nationen und Völker
wieder in einer weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft genutzt werden, ist
die Menschheit tatsächlich an dem Punkt angelangt, wo wir uns selbst vernichten
könnten. Der Mensch ist in der Lage, riesige, komplizierte Raketen in den
Weltraum zu schießen. Er ist in der Lage, Milliarden von Daten in erstaunlichen
Computersystemen zu speichern und sie augenblicklich wieder abzurufen. Und er
ist auch in der Lage, Material in seine kleinsten Teile zu spalten, und das
Wasserstoffatom in einer blendenden, schmelzenden Explosion detonieren zu
lassen.
Vor beinahe 2000 Jahren hat Jesus Christus diese Situation
ausdrücklich vorhergesagt, als er warnte: „Denn es wird dann [wenn bestimmte
vorhergesehene Ereignisse stattfinden] eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht
gewesen ist von Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Und
wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig [oder
gerettet] werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt"
(Matthäus 24, 21-22).
Jawohl, ohne dass der Schöpfer eingreift, um seine eigene
Schöpfung vor der Selbstvernichtung zu bewahren, würde die Menschheit alles
menschliche Leben auf diesem Planeten auslöschen! Wie wir aber sehen
werden, gab Gott dem Menschen diese große Intelligenz aus einem bestimmten Grund
– und das Ziel Gottes bleibt bestehen.
Erschaffen, um zu regieren
Wie vorher schon erwähnt, wurde der Mensch von Anfang an
über die physische Schöpfung auf der Erde gesetzt. Ihm wurde die Fähigkeit und
Verantwortung gegeben, dabei zu helfen, seine Mitmenschen unter Gott zu leiten
und zu richten (vgl. 2. Mose 18, 13-26). Der Menschheit wurde von Anfang an
gottähnliche Verantwortung gegeben.
Dann, als Jesus Christus in Menschengestalt auf die Erde
kam, um das Evangelium zu bringen, predigte er ständig über die kommende
Regierung Gottes: „Nachdem aber Johannes überantwortet war, kam Jesus nach
Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist
erfüllet, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das
Evangelium!" (Markus 1, 14-15, Lutherbibel 1915). Dieses kommende,
weltbeherrschende Reich wurde sowohl von den meisten Propheten des Alten
Testaments als auch von Jesus Christus, Petrus, Paulus und Johannes
vorhergesagt.
Nachdem er die vier großen, weltbeherrschenden Königreiche
beschrieben hatte, die die Welt bis zum Ende dieses Zeitalters regieren werden,
sagte der Prophet Daniel: „Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels
ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein
anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören;
aber es selbst wird ewig bleiben..." (Daniel 2, 44).
Die meisten der Gleichnisse Jesu befassen sich mit dem Reich
Gottes. In Markus 4, 30-32 vergleicht Jesus das Reich Gottes mit einem Senfkorn.
Obwohl es sehr klein anfängt, zeigt Jesus, dass das Reich Gottes mit der Zeit zu
ungeheurer Größe heranwachsen wird. Im Gleichnis des Edelmannes (Lukas 19,
12-19), sagt Jesus eindeutig, dass diejenigen, die „überwinden" und ihre Talente
so anwenden wie es Gott beabsichtigt hat, in der bald kommenden Regierung
Christi Autorität erhalten werden, über Städte zu regieren. Zu dem Diener, der
sein Geld zehnfach vermehrt hatte, sagte Jesus: „Recht so, du tüchtiger Knecht;
weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn
Städte" (Vers 17). Zu dem Diener, der sein Geld fünffach vermehrt hatte,
sagte Jesus: „Und du sollst über fünf Städte sein" (Vers 19).
Dann, in der Nacht unmittelbar vor seinem Tode, versprach
Jesus den Aposteln: „Und ich will euch das Reich zueignen, wie mir’s mein Vater
zugeeignet hat, dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich
und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels" (Lukas 22,
29-30). Wenn wir glauben, dass Jesus meinte, was er sagte, dann wissen wir, dass
der Sohn Gottes ausdrücklich versprochen hat, dass „überwindende" Christen, bei
seinem zweiten Kommen, mit ihm an der REGIERUNG über die Städte und Nationen auf
dieser Erde beteiligt sein werden!
Beachten Sie diese direkten Aussagen von Jesus Christus im
Buch der Offenbarung: „Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem
will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe,
und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, wie auch ich Macht
empfangen habe von meinem Vater..." (Offenbarung 2, 26-28). „Wer überwindet, dem
will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe
und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron" (Offenbarung 3, 21).
Beachten Sie nun das Gebet der Heiligen in Offenbarung 5, 10: „ ... und hast sie
unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf
Erden."
Beachten Sie schließlich Offenbarung 20, 6: „Selig ist der
und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite
Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit
ihm regieren tausend Jahre." Jawohl, die wahren Heiligen sind von Gott
berufen worden, und werden durch ein ganzes Leben des Überwindens ausgebildet,
um mit Jesus Christus über die Städte und Nationen auf dieser Erde zu
regieren! Könnte es noch klarer ausgedrückt sein?
Aber irgendwie glauben viele verführte Leute, sogar
Theologen, trotzdem daran, dass sie für alle Ewigkeit „nichts tun werden". Sie
haben nicht die geringste Ahnung, dass wahre Christen zu einem wunderbaren,
aufregenden und Ehrfurcht einflößenden Zweck berufen worden sind.
Nur Überwinder können sich bewerben
Gott sagt, dass nur die, die überwinden, in seinem Reich
sein werden. Nur die, die überwinden, werden mit Christus die Erde regieren. Es
wird uns überall im Neuen Testament gesagt, dass wir wie Gott werden
sollen. Jesus sagte: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem
jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht" (Matthäus 4, 4). Und Jesus lehrte
wiederum: „Darum sollt ihr vollkommen sein [werden], wie euer Vater im Himmel
vollkommen ist" (Matthäus 5, 48).
Der Apostel Petrus lehrte Christen: „...sondern wie der, der
euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel!
Denn es steht geschrieben: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.’" (1.
Petrus 1, 15-16). Der Apostel Johannes ermahnte die Gläubigen: „Habt nicht lieb
die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, in dem ist
nicht die Liebe des Vaters" (1. Johannes 2, 15). Der Apostel Jakobus schrieb:
„Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch" (Jakobus 4, 7).
Da steht es! Wahre Christen müssen ihre eigenen menschlichen
Eitelkeiten und Leidenschaften, die Welt und ihre Versuchungen überwinden, und
schließlich Satan selbst widerstehen. Petrus schließt seinen letzten Brief mit
dieser eingehenden Ermahnung ab: „Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis
unseres Herrn und Heilands Jesus Christus. Ihm sei Ehre jetzt und für ewige
Zeiten!" (2. Petrus 3, 18).
Jetzt, im Fleisch, sind wir allen möglichen Arten von
Schwächen und Sünden unterworfen. Aber durch regelmäßiges, fleißiges Studium
der Bibel, durch ständiges Gebet, von Herzen und auf unseren Knien, und
durch ständige Fügung und aktive Unterwerfung unter Gott müssen wir unsere
sündhaften Wege überwinden und Gott in uns, durch seinen heiligen Geist,
den heiligen und gerechten Charakter Gottes bauen lassen.
Wir wissen, dass wir in diesem Leben nicht perfekt werden,
aber wir müssen echten Fortschritt machen. Wir müssen in der wahren Natur und
dem Charakter Gottes wachsen. Deshalb sind sich wahre Christen ständiger
Versuchungen, Prüfungen und Verfolgungen sicher.
Der Apostel Paulus hat vorhergesagt: „Und alle, die fromm
leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden" (2. Timotheus 3, 12).
Jesus sagte: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen
auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die
Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und
des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein" (Matthäus 10,
34-36). Der Apostel Petrus warnte: „Ihr Lieben, lasst euch die Hitze nicht
befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas
Seltsames..." (1. Petrus 4, 12).
Es ist klar, dass der wahre Christ sich selbst, die Welt und
die Angriffe Satans überwinden muss. Er wird von den Feinden Gottes belästigt,
verfolgt und möglicherweise auch zum Märtyrer gemacht werden.
WESHALB wir gerechten Charakter aufbauen müssen
Soll ein Christ die Schwierigkeiten des Lebens nur
durchmachen, damit er einen sehr langen Urlaub im Himmel machen kann, um die
ganze Zeit gelangweilt die Wolken vorbeiziehen zu lassen, während er an einer
Harfe zupft? Oder, vielleicht kann er Gott wie die Engel als ein Bote dienen?
Nach all den außerordentlichen Versuchungen, Prüfungen, Tränen und vielleicht
selbst dem Schmerz physischer Leiden, soll unser Lohn nicht größer sein als
derjenige, der vielen Millionen von Geschöpfen der himmlischen Heerscharen? Auf
keinen Fall!
Der wahrhaftig ehrfurchtgebietende Zweck der
menschlichen Existenz geht weit über das, was selbst die gerechten Engel und
Erzengel erleben werden, hinaus! Warum müssen wir Prüfungen durchmachen?
Warum werden wir immer wieder versucht? Gott will sehen, ob wir ihm völlig
ergeben sind. Sein höchstes Ziel ist es, seinen Sinn, seine Liebe und seinen
Charakter in uns zu reproduzieren. Gott vermehrt sich selbst!
Jawohl, Sie haben richtig gelesen. Hier will ich Sie
alle, die dies lesen, bitten, NICHT „abzuschalten." Bitten Sie Gott um einen
offenen, forschenden Geist – betrachten Sie nichts als selbstverständlich, und
ziehen Sie keine vorschnellen Schlussfolgerungen. Geistliche Sicherheit liegt in
einem ernsthaften Verlangen, nach den Worten in Ihrer eigenen Bibel „alle Dinge
unter Beweis zu stellen". Denn der großartige Zweck des menschlichen
Lebens ist eindeutig inspiriert worden und steht schon seit Jahrhunderten in
Ihrer Bibel.
Gehen wir zurück zu 1. Mose und schauen uns noch mal an, was
Gott am Anfang getan hat. Jedes Tier wurde „nach seiner Art" geschaffen (1. Mose
1, 24). Also vermehren sich Rinder als Rinder. Löwen vermehren sich als Löwen,
und so weiter. Dies war der Sinn oder das Muster Gottes, als er jede Kreatur
schuf. „Und Gott sprach: ‚Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns
gleich sei...’" (1. Mose 1, 26). In eindeutiger Sprache wies Gott darauf hin,
dass sie – die Gottfamilie, die wir ja, wie schon erklärt, jetzt als Gott den
Vater und seinen Sohn Jesus Christus kennen – anfangen würde, sich zu vermehren
– der „Gottfamilie" mehr Mitglieder hinzuzufügen! Hört sich das für Sie wie
Gotteslästerung an, daran zu denken, dass Gott geplant hat, sich „nach seiner
Art" zu vermehren?
Einige der selbsternannten religiösen Führer während der
Zeit Jesu haben das gedacht. Sie mögen überrascht sein, zu erfahren, dass diese
Angelegenheit, dass Gott eine Familie hat, eine große Streitfrage zwischen Jesus
und den religiösen Autoritäten seiner Zeit war. Denn Jesus sagte zu ihnen: „Ich
und der Vater sind EINS" (Johannes 10, 30). Diese Aussage Jesu verärgerte die
religiösen Führer dermaßen, dass sie ihn als Ketzer betrachteten, der die
Todesstrafe verdiente.
Als Jesus sie fragte, warum sie versuchten ihn zu töten,
antworteten diese angesehenen religiösen Autoritäten: „Um eines guten Werkes
willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn
du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott" (Vers 33).
Beachten Sie sorgfältig, was Jesus zu seiner
Verteidigung gegen diese Anklage der Gotteslästerung sagte: „Steht nicht
geschrieben in eurem Gesetz: ‚Ich habe gesagt: ‚Ihr seid Götter’’? Wenn
er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift kann
doch nicht gebrochen werden –, wie sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt
und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst Gott’ –, weil ich sage: ‚Ich bin
Gottes Sohn’?" (Verse 34-36).
Die Schriftstelle, auf die Jesus verwies, ist Psalm 82, 6.
Das hebräische Wort, das hier als „Götter" übersetzt wurde, ist Elohim.
Es ist das gleiche Wort das in 1. Mose 1, 1 als „Gott" übersetzt wurde. Es kommt
im ganzen Alten Testament Hunderte von Malen als Bezeichnung des
göttlichen Wesens vor. Viele moderne, religiöse Gelehrte bestehen darauf, dass
dieses Wort einfach „mächtige Richter" heißt. Dies ist aber keine gültige
Auslegung des hebräischen Wortes Elohim. Andernfalls wäre Jesus nicht so
schnell bereit gewesen, diese Schriftstelle in einer lebensgefährlichen
Situation anzuwenden. Jesus benutzte diese Stelle in den Psalmen, um eindeutig
zu zeigen, dass der Mensch gottähnliches Potenzial hat, und dass die
Menschheit wahrhaftig „nach dem Bild Gottes geschaffen wurde." Offensichtlich
erkannten diese wütenden religiösen Autoritäten, dass Jesus genau wie sie
Fleisch und Blut war. Ferner, da Jesus der „Sohn Gottes" war, hat er nicht
Gott gelästert, als er sich Gott gleichstellte indem er Gott seinen Vater
nannte!
Tatsächlich kam diese Angelegenheit im Johannesevangelium
früher zu Tage, als dieselben religiösen Autoritäten danach trachteten, Jesus zu
töten, denn sie klagten ihn an, den Sabbat nicht gehalten zu haben, und auch
weil er „sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich"
(Johannes 5, 18). Sie erkannten offensichtlich, dass ein echter Sohn in
Wirklichkeit seinem Vater gleich ist.
Ich bin selbst ein Vater. Ich bin mit vier Söhnen und zwei
Töchtern gesegnet worden. Wie Gott es vorgesehen hat, habe ich mich „nach meiner
Art" vermehrt. Meine Söhne und Töchter sind völlig menschlich, genauso
wie ich ein Mensch bin. Ich mag zwar mehr Erfahrung und Weisheit haben, und der
„Patriarch" meiner Familie sein, meine Kinder sind jedoch genauso vollkommen ein
Teil der Menschheit wie ich, und haben genau dasselbe menschliche Vermögen und
Potenzial, und denselben Wert oder dieselbe Würde.
Wie ist das mit Gottes Söhnen? Sind wir so mit den
modernen religiösen Eiferern, mit ihren sich religiös anhörenden, „schwammigen
Worten" vertraut, dass wir ein echtes Verständnis der Bedeutung
der Worte, die wir gebrauchen, verloren haben? Sind wir nicht in der Lage, zu
erkennen, dass ein buchstäblicher „Sohn" Gottes wahrlich wie Gott ist?
Biblische Bedeutung von „Elohim"
Der allererste Name, mit dem Gott sich im Alten Testament
bezeichnet, ist „Elohim". „Am Anfang schuf Gott [hebräisch Elohim]
Himmel und Erde" (1. Mose 1, 1). Elohim kommt im ersten Kapitel des
ersten Buches Mose 31 mal vor – und identifiziert deutlich „Gott" als den
SCHÖPFER. Aber was bedeutet „Elohim"?
Alle Autoritäten sind sich einig, dass dieser hebräische
Name (Elohim) für „Gott" ein Plural ist. Manche denken, dass dieser
plurale Name Gottes beweist, dass der „Gott" des Alten Testaments aus
mehr als „einem Wesen" besteht. Andere streiten dies ab. Es
besteht jedoch kein Zweifel, dass die plurale Endung „-im" dieses
hebräischen Wortes, eindeutig eine „Pluralität von Wesen" in der
Vorstellung des hebräischen Gottes, so wie es im Alten Testament vorkommt,
zulässt.
Grammatisch gesehen enthält die Form ‚Elohim’ die plurale
Endung -im. Die Funktion von ‚Elohim’ als ein echter Plural
(„Götter") kann man in zahlreichen biblischen Texten sehen (2. Mose 12, 12:
‚alle Götter der Ägypter’). In dieser Funktion kann ‚Elohim’ einen definiten
Artikel haben (‚die Götter’, 2. Mose 18, 11, ‚Nun weiß ich, dass der H ERR
größer ist als alle Götter [oder all die Götter]...’). Im Hebräischen kann
‚Elohim’ mit pluralen Adjektiven verbunden sein (in 5. Mose oft ‚andere Götter’)
und mit pluralen Verbalformen versehen werden (Psalm 97, 7: ‚Betet Ihn [Jahwe]
an, alle Götter!’). Was am Text des Alten Testamentes bemerkenswert ist, ist die
Anwendung dieser pluralen Form ‚Elohim’, um den einen Gott Israels zu
bezeichnen („Namen Gottes im Alten Testament", The Anchor Bible
Dictionary, Band 4, Seite 1006).
Es kann biblisch unwiderlegbar bewiesen werden, dass dieses
plurale Substantiv (Elohim) so zu verstehen ist, dass es nicht die
Bedeutung oder den Sinn eines „dualen" oder „dreieinigen" Gottes, sondern den
Sinn einer „Gottfamilie" mit mehr als einem Mitglied vermittelt. Falls Gott für
immer auf nur Vater und Sohn begrenzt wäre, müsste man annehmen, dass sie ein
anderes hebräisches Wort verwendet hätten, um eine solche begrenze, duale
Gottheit auszudrücken. Das hebräische Wort ELOHAIM schließt Dualität ein;
allerdings gebrauchte Gott (hebräisch Elohim) nicht ELOHAIM (was
Dualität vermittelt), sondern ELOHIM, was Pluralität andeutet.
Warum gebrauchte Gott ELOHIM? Einfach, weil Elohim eine
göttliche Familie von Wesen ist – eine Familie, der später viele göttliche Söhne
und Töchter hinzugefügt werden, wie es im Neuen Testament offenbart wird (2.
Korinther 6, 18).
Einer der schwerwiegendsten Beweise, dass Elohim in
seiner tatsächlichen Bedeutung als „Plural" zu verstehen ist, ist die
unbestreitbare Tatsache, wie der Schöpfer dieses Wort in der Bibel
gebraucht hat: „Und Gott sprach: ‚Lasset UNS Menschen machen, ein Bild, das UNS
gleich sei...’" (1. Mose 1, 26). Eindeutig hat Gott nicht gesagt: „Lasset
MICH Menschen machen, ein Bild, das MIR gleich sei." Gott sagt nirgendwo, dass
die Engel Schöpfer seien, sondern spricht immer nur so, als ob nur Gott Schöpfer
sei.
Weitere Beweise, dass Elohim in seiner Bedeutung als
Plural zu verstehen ist, sind in zahlreichen anderen Schriftstellen zu finden:
1) Christus sagte: „... denn der Vater ist größer als ich"
(Johannes 14, 28). Obwohl es nur „EINEN GOTT" gibt, ist es eindeutig unbiblisch,
zu behaupten, dass Gott „ein Wesen" oder „eine Existenz" sei.
Falls der Vater und Sein Sohn nicht zwei verschiedene Personen
(Wesen/Existenzen) wären, hätte Christus nicht sagen können, dass sein Vater
„größer als" er sei.
2) In Matthäus 22, 41-46 offenbarte Jesus, dass es sich in
Psalm 110, 1 um ihn und seinen Vater handelt: „Der H ERR
[hebräisch: Jahwe, der Vater] sprach zu meinem Herrn [hebräisch:
Adonai, der Sohn]: ‚Setze dich zu meiner [des Vaters] Rechten, bis ich deine
[des Sohnes] Feinde zum Schemel deiner Füße mache.’" Es ist in vielen
Schriftstellen offenbart, dass die göttliche Familie zur Zeit nur aus zwei
Personen – dem Vater und seinem Sohn – besteht. Die Dreieinigkeit wird nirgendwo
in der Bibel gelehrt. Sie wird weder im Alten noch im Neuen Testament auch nur
ein einziges Mal erwähnt. Statt dessen offenbart der allmächtige Gott, dass
alle, die durch eine neue geistliche Zeugung – bei der Auferstehung der
Gerechten – seine Söhne und Töchter werden (2. Korinther 6, 18), vom Geist als
unsterbliche, verherrlichte Geistwesen in die Gottfamilie geboren werden (1.
Thessalonicher 4, 13-18, 1. Korinther 15, 50-57).
Solche verherrlichte Heilige werden dann vom „Menschlichen"
zum „Göttlichen" verwandelt werden – von sterblichen zu unsterblichen Wesen. Als
unsterbliche Kinder Gottes werden sie dann höher als die Engel sein (die sie
dann richten werden – 1. Korinther 6, 3), und dann der Verehrung durch
sterbliche Menschen wert sein (Offenbarung 3, 9)!
Elohim ist ein plurales Substantiv, das bedeutet,
dass Gott eine Familie von göttlichen Wesen ist, und nicht eine geschlossene
Dreieinigkeit, die niemals weitere Kinder Gottes in die FAMILIE GÖTTLICHER WESEN
auf göttlicher Ebene zulassen könnte. Elohim kann eine
Pluralität göttlicher Wesen in der Familie Gottes erlauben und tut
dies auch; die hebräischen Schriftstellen beweisen eindeutig, dass dieses Wort
Elohim ganz buchstäblich zu interpretieren ist. Können wir dem klaren
Wort Gottes glauben? Gott meinte, was er sagte: „Lasset uns Menschen machen, ein
Bild, das uns gleich sei."
Durch die Auferstehung „geboren"
In diesem Leben werden wir durch Bekehrung und die Eingabe
des Geistes Gottes „gezeugt" oder innerlich neu geschaffen. Dieser Geist ist der
Geist „der Kraft und der Liebe und der Zucht [oder des
gesunden Verstandes]" (2. Timotheus 1, 7). Der Geist Gottes lässt uns an der
Natur Gottes teilhaben.
So wie wir unseren Willen dem Willen Gottes unterwerfen, uns
seinem heiligen Geist fügen, und ihn durch regelmäßiges Bibelstudium und Gebet
in uns wirken lassen, wachsen wir in geistlicher Reife, bis zur Zeit der
Auferstehung von den Toten, wenn wir ganz „von Gott geboren" werden.
Jesus Christus ist unser Beispiel und Vorläufer, „...[der]
nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die
Auferstehung von den Toten" (Römer 1, 4). Später im Römerbrief wurde Paulus
inspiriert, folgendes über wahre Christen zu schreiben: „Denn die er ausersehen
hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich sein sollten dem Bild
seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter VIELEN Brüdern"
(Römer 8, 29).
Beachten Sie dies! All diejenigen, die sich wirklich Gott
fügen, werden wie Christus werden, so dass er dann der Erstgeborene
vieler weiterer Söhne Gottes wird – buchstäblicher Söhne, genauso wie Jesus
Christus, der Erstgeborene und Herr unseres Heils.
Und wiederum schreibt Paulus: „Und er ist das Haupt des
Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von
den Toten, damit er in allem der Erste sei" (Kolosser 1, 18).
Gott zeigt uns also zum zweiten Mal eindeutig, dass wir, um
endgültig „wiedergeboren" zu werden wie Christus, der Erstgeborene von den
Toten, schließlich durch die Auferstehung von den Toten in Gottes
eigene Familie hinein"geboren" werden müssen!
In Offenbarung 1, 5 wurde dem Apostel Johannes von Gott
eingegeben, Christus als „den Erstgeborenen von den Toten" zu
beschreiben. Falls Christus der „Erstgeborene" ist, muss es andere geben. Falls
der „Erstgeborene" Gottes wahrlich GOTT ist, dann müssen auch diejenigen,
die später von genau dem gleichen Vater geboren werden, vollwertige
Mitglieder der Gottfamilie sein!
Die ganze Bibel ist in der Tatsache eindeutig, dass man den
Zustand des Todes nur durch die Auferstehung verlassen kann. Wir
haben gerade drei Schriftstellen angeführt, die deutlich machen, dass
diejenigen, die wirklich „wiedergeboren" werden, von der Auferstehung von den
Toten geboren werden, und dass sie vollwertige Mitglieder der „Gottfamilie" –
der Existenzebene Gottes – sein werden, genauso wie Jesus.
Wer wird immer an der Macht bleiben?
Die Bibel weist darauf hin, dass der Vater immer die
größere Macht und Autorität haben wird. Natürlich wird Gott der Vater nie alt
werden, in den Ruhestand gehen, oder sterben. Also wird er immer das
unangefochtene Haupt der Gottfamilie sein. Selbst Jesus Christus sagte: „...
denn der Vater ist größer als ich" (Johannes 14, 28).
Gleichermaßen zeigt uns die Bibel deutlich, dass Jesus
Christus immer höher sein wird, als die anderen Söhne, die in die
Gottfamilie geboren werden. Er sitzt zur Rechten des Vaters (Hebräer 8, 1), er
wird „König der Könige" sein (Offenbarung 19, 16), und er wird immer
unser Hohepriester sein (Hebräer 6, 20).
Es ist offensichtlich, dass die Versöhnung des Menschen mit
Gott der Hauptzweck des christlichen Lebens ist. Der heilige Geist leitet eine
Person durch einen Entwicklungsprozess zu völliger Ergebenheit gegenüber
Gott und dem Heiland, Jesus Christus. Durch den Geist, wächst eine Person
in der Gnade und Erkenntnis – dem wahren Charakter – Jesus Christi (2. Petrus 3,
18). Dieser Entwicklungsprozess bedeutet, mit Gottes Hilfe zu überwinden und zu
lernen, „von einem jeglichen Wort Gottes" zu leben (Matthäus 4, 4). Jemand, der
Gott nahe kommen will, muss die Bibel gründlich studieren, sich von dem Wort
(Johannes 1, 1) „ernähren" (Johannes 6, 56-63), so dass es buchstäblich seine
Denk- und Handlungsweise bestimmt. Überwindung bedeutet regelmäßiges, tägliches
Gebet, das von Herzen kommt, oft mehrere Male am Tage, und zudem, immer im Geist
des Gebetes zu sein. Es bedeutet, ständig über Gottes Wort und Ziel zu
meditieren, und gelegentlich zu fasten, um Gott näher zu kommen als je zuvor.
Durch all dieses, und in täglicher, aktiver Hingabe, um
durch den heiligen Geist Christus sein Leben in uns leben zu lassen
(Galater 2, 20), lernt der wahre Christ, „mit Gott zu wandeln". Von einem Monat
zum anderen, und von einem Jahr zum anderen, wird der völlig ergebene Christ
mehr und mehr Gott ähnlich. Eine Person mit echtem Glauben sollte wirklich so
leben, denn Jesus lehrte uns: „Darum sollt ihr vollkommen sein (werden), wie
euer Vater im Himmel vollkommen ist" (Matthäus 5, 48). Der Apostel Petrus
ermahnte Christen: „... sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist,
sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel!" (1. Petrus 1, 15).
In seinem letzten Brief beschrieb Petrus: „Alles, was zum
Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt ...
damit ihr dadurch [durch die Verheißungen] Anteil bekommt an der göttlichen
Natur, die ihr entronnen seid der verderblichen Begierde in der Welt" (2.
Petrus 1, 3-4).
Bedeuten all diese Schriftstellen, was sie sagen?
Können wir die vielen inspirierten Schriftstellen, die uns sagen, dass wir
„heilig" und „wie Gott" sein sollen, und uns ihm fügen sollen, damit er uns
seine eigene, göttliche Natur geben kann, einfach als unglaubwürdig
abtun? Wenn nicht, dann ist es logisch, die Idee in Betracht zu ziehen, dass es
schon immer Gottes Plan war, sich zu vermehren. Dies ist es, was die Gottfamilie
(Elohim) im Sinn hatte, als Sie sagten: „Lasset uns Menschen
machen, ein Bild, das uns gleich sei..." (1. Mose 1, 26).
„Wiedergeboren" – Sollen wir aber Söhne ZWEITER KLASSE
werden?
Wir haben bereits festgestellt, dass Jesus Christus „...der
Erstgeborene sei unter vielen Brüdern" (Römer 8, 29). Werden die
jüngeren Brüder, die noch geboren werden sollen, viel weniger Herrlichkeit als
Christus haben?
Wie wir gerade erklärt haben, wird Christus zwar immer mehr
Macht und Autorität haben. Die Bibel weist aber deutlich darauf hin, dass die
vom Geist geborenen Söhne Gottes, auf der gleichen Ebene der Herrlichkeit und
Majestät mit ihrem älteren Bruder Jesus Christus sein werden. Beachten Sie Römer
8, 18: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen
gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll." In der ganzen
Bibel gibt es buchstäblich Dutzende von Versen, die darauf hinweisen, dass
unsere Leiden, unsere Versuchungen und unsere Prüfungen – der ganze Prozess des
Überwindens – uns nach dem Bild Gottes formen und gestalten helfen sollen. Sie
sollen uns auf die Geburt bei der Auferstehung von den Toten, und die
Verherrlichung – wie Christus verherrlicht wurde – vorbereiten.
Natürlich wird der wahrlich bekehrte Christ in diesem
gegenwärtigen Leben von Gott neu geschaffen oder „gezeugt." Aber die letzte,
endgültige Geburt ist die Geburt in die Familie Gottes bei der Auferstehung.
Wie der Apostel Paulus geschrieben hat: „Nun aber ist
Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen
sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch
einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so
werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. ... Wie geschrieben steht:
Der erste Mensch, Adam, ‚wurde zu einem lebendigen Wesen’, und der letzte Adam
zum Geist, der lebendig macht. Aber der geistliche Leib ist nicht der erste,
sondern der natürliche; danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde
und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. ... Und wie wir getragen haben
das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen" (1.
Korinther 15, 20-22.45-48).
Jawohl, wir sollen Söhne der Auferstehung werden – nicht
falscherweise „wiedergeboren", vor einer emotionalen Menge von Leuten in
irgendeiner „Erweckungsveranstaltung"! Das wahre Erlebnis,
„wiedergeboren" zu werden, wird diese geheuchelten Gefühlsergüsse, die die
heutige religiöse Welt verwirren, dermaßen übertreffen, dass es keinen Vergleich
gibt! Denn Christus wird mit der „letzten Posaune" als König der Könige auf
diese Erde zurückkommen, und diejenigen, die als wert befunden werden, werden in
die Wolken entrückt werden, um ihn in der Luft zu treffen (1. Thessalonicher 4,
16-17). Sie werden geistliche Körper haben und als neu"geborene"
Mitglieder der göttlichen Familie verherrlicht werden! Sie werden nicht als
„adoptierte" oder einfach „geschaffene" Wesen betrachtet werden. Statt dessen
werden diese vom Geist geborenen Söhne direkt von Gott kommen, und seine
wahre, göttliche Natur haben, genauso wie wir in diesem Leben die
menschliche Natur und die Eigenschaften unserer menschlichen Eltern haben.
Im Vergleich zum menschlichen Leben sind wahre Christen
jetzt „gezeugte" Kinder Gottes, die zwar noch im Leib ihrer Mutter sind
(Jerusalem das droben ist, Galater 4, 26), aber in Gnade und Erkenntnis wachsen,
um bei der Auferstehung von Gott geboren zu werden (Offenbarung 12, 1-2). Der
Apostel Johannes schrieb: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist
aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es
offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er
ist" (1. Johannes 3, 2). Jawohl, wird werden dann „wie" Christus aussehen!
Wie sieht der lebendige Christus aus? Seine gegenwärtige
Erscheinung wird in Offenbarung 1, 13-16 beschrieben. Nun, nach seiner
Auferstehung, sind Jesu Augen wie „eine Feuerflamme." Sein Angesicht leuchtet
„wie die Sonne scheint in ihrer Macht." Er ist verherrlicht wie wir
verherrlicht sein werden, nach dem wunderbaren Plan des großen Gottes, der
uns nach seinem eigenen Bild gemacht hat!
Welch eine Zukunft für diejenigen, die überwinden!
Lassen Sie uns für einen Augenblick 1. Johannes 3 anschauen.
Nachdem Johannes beschreibt, wie wir „wie" Christus sein werden, mit der
Fähigkeit, direkt in das Gesicht dieser blendenden Herrlichkeit zu schauen,
schreibt er: „Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt
sich, wie auch jener rein ist" (Vers 3). Wenn wir einmal den endgültigen
Plan Gottes, das wahrlich unglaubliche menschliche Potenzial, das unser
Schöpfer für uns bereithält, erfassen, haben wir allen Grund, „rein" sein, und
ein gerechtes und heiliges Leben führen zu wollen.
Unser echter Lohn ist nicht irgendeine vage, nebulöse
Vorstellung, die ganze Zeit „im Himmel herumzuhängen" und nichts zu tun zu
haben. Statt dessen bedeutet er, „Söhne der Auferstehung" zu werden und mit
Jesus Christus für mindestens die nächsten tausend Jahre diesen Planeten aktiv
zu regieren. Was werden die Heiligen Christi tun? Sie werden
Umweltverschmutzungen beseitigen, Pornographie und Kriege unterbinden und Kranke
heilen. Aufgabe der Heiligen ist es, einer Welt, die bis ins Mark erschüttert
ist, unbeschreibliche Freude zu bringen. Könnte einem irgend etwas eine tiefere
Freude und Befriedigung geben?
Wir werden nicht nur Menschen regieren, sondern auch die
mächtigen Engel Gottes! Beachten Sie 1. Korinther 6, 2-3: „Wisst ihr nicht, dass
die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet
werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst
ihr nicht, dass wir ÜBER ENGEL RICHTEN werden? Wie viel mehr über Dinge des
täglichen Lebens." Unsere ganze christliche Erfahrung, den Sinn (Philipper 2, 5)
und Charakter Gottes zu entwickeln, dient diesem höchsten Ziel.
Es wird eine aufregende, stimulierende, produktive und
unglaublich erfüllende Erfahrung sein. Sie ist real!
Was geschieht danach? Lesen Sie die inspirierten Aussagen
des Apostels Paulus in Hebräer 2, 5-7: „Denn nicht den Engeln hat er untertan
gemacht die zukünftige Welt, von der wir reden. Es bezeugt aber einer an einer
Stelle und spricht: ‚Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des
Menschen Sohn, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger
sein lassen als die Engel; mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt; alles hast du
unter seine Füße getan...". Beachten Sie die letztendliche Überordnung des
Menschen über die Engel. Denn der Mensch wurde „eine kleine Zeit" niedriger als
die Engel gemacht. Letztlich hat Gott geplant, dem Menschen „alle Dinge"
untertan zu machen.
Selbst jetzt entwickelt der Mensch Computersysteme, die dem
menschlichen Sinn mit seinen erstaunlichen Kapazitäten nahe kommen, und er ist
auch in der Lage, durch Wasserstoffbomben und andere Massenvernichtungsmittel
alles menschliche Leben auf dieser Erde zu vernichten. Weil aber der Mensch
Nahrungsmittel, Wasser und Sauerstoff braucht, um sein Leben zu erhalten, und
wegen der riesigen Entfernungen zwischen den Planeten, ist es für den Menschen
undenkbar, das ganze Universum zu erforschen, selbst wenn er sich mit der
unvorstellbaren Geschwindigkeit des Lichts fortbewegen könnte.
Ein Universum ererben
Als er aber die Welt von morgen beschrieben hat, hat Gott
darauf hingewiesen, dass dem Menschen in der Zukunft „alle Dinge" untertan
gemacht werden. Das Griechische kann hier richtigerweise als „das ganze
Universum" verstanden werden. In der englischen Weymouth -
Übersetzung heißt „alles" in Hebräer 2, 8 „das Universum."
Unmittelbar danach schrieb Paulus: „Wenn er ihm alles unter
die Füße getan hat, so hat er nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan wäre.
Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles untertan ist" (Hebräer 2, 8).
Beachten Sie, dass nichts on der Herrschaft des Menschen ausgenommen ist. Dies
ist allerdings noch nicht der Fall. Im Bezug auf diese Verse schreibt Eerdmans
Critical and Experimental Commentary [kritischer und experimenteller
Kommentar]: „Da die Schrift keine Einschränkung macht, muss ‚alles’ sowohl
himmlische als auch irdische Dinge einschließen" (Band VI, 1948, Seiten
530-531).
The New Bible Commentary Revised [der revidierte
Neue Bibelkommentar] gibt auch eine Erläuterung zu dieser Stelle: „Weiterhin
weisen diese Verse darauf hin, dass nicht nur Jesus, sondern auch Menschen –
durch Jesus als ihr Hohepriester und Autor des Heils – berufen sind, eine
Bestimmung von HERRLICHKEIT und Herrschaft zu ererben" (Herausgeber: Guthrie et
al., 1975, Seiten 1196-1197).
Es wird also eindeutig gesagt, dass Gott den Menschen
geschaffen hat, um wirklich so wie er zu werden. Diejenigen, die
überwinden, sind dazu bestimmt, echte Söhne Gottes zu werden – nicht
„Pseudosöhne", mit viel niedrigerem Rang und auf niedrigerer Existenzebene.
Über die „Söhne der Auferstehung" heißt es in Hebräer 2, 8:
„ ... so hat er [Gott] nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan wäre." Unsere
endgültige Bestimmung ist es also, vollwertige Söhne Gottes zu werden,
und zu helfen, das ganze Universum unter der Leitung unseres ältesten Bruders
und Hohenpriesters, Jesus Christus, zu regieren!
Dann werden wir verherrlichte, geistliche Körper haben, die
den physischen Gesetzen, wie wir sie jetzt kennen, nicht unterworfen sind. Wir
werden in der Lage sein, mit einer Geschwindigkeit durch das ganze Universum zu
reisen, die viel höher als die Lichtgeschwindigkeit ist, denn wir werden
vollwertige Mitglieder der Schöpferfamilie – der Familie Gottes – sein, die die
Fähigkeit haben, so schnell wie ihre Gedanken zu reisen!
Als Diener unseres Vaters und Jesu Christi in der
perfekten Regierung Gottes, werden wir zweifellos herausgefordert werden, in
zukünftigen Zeitaltern riesige Teile des Universums, die jetzt kahl, leblos und
verlassen sind, zu erneuern und zu verschönern. Zweifellos wird es weitere
schöpferische Aktivitäten, und aufregende Projekte jeglicher Art, ins Auge zu
fassen geben. Wie uns die Schrift sagt: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn
ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt
Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß
werde und des Friedens kein Ende" (Jesaja 9, 5-6). In der Schlachter -
Übersetzung heißt es: „Der MEHRUNG der Herrschaft und des Friedens wird kein
Ende sein."
Wenn man diesen ehrfurchtgebietenden Plan für die Menschheit
einmal ganz versteht, haben viele andere Dinge, die mit dem menschlichen Leben
und dem Leben eines wahren Christen zu tun haben, auf einmal viel mehr Sinn und
Bedeutung.
Beachten Sie Römer 8, 17: „Sind wir aber Kinder, so sind wir
auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit
ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden."
Wenn wir erfassen, was diese höchste „Herrlichkeit" – die eigene Herrlichkeit
Gottes – wirklich bedeutet, dann erscheinen unsere menschlichen Versuchungen
wirklich weniger überwältigend. Philipper 3, 21 spricht vom zurückkehrenden
Jesus Christus: „ ...der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich
werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge
untertan machen kann."
Geistwesen sollen Menschen Gottes Weg lehren
Als er über die endgültige „Wiedergeburt" sprach, sagte
Jesus zu Nikodemus: „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was
vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir
gesagt habe: ‚Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind bläst, wo er will,
und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er
fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist" (Johannes 3,
6-8).
Bei der Auferstehung werden die vom Geist geborenen Heiligen
wie Christus nach seiner Auferstehung sein. Wir werden in der Lage sein, einfach
durch Wände hindurchzugehen (Johannes 20, 19), und in der Luft zu verschwinden
(Lukas 24, 31).
Zur gleichen Zeit, werden die auferstandenen Heiligen wie
Christus auch in der Lage sein, während der tausendjährigen Herrschaft Christi
auf Erden in menschlicher Form zu erscheinen, Menschen zu besuchen, mit ihnen zu
essen, und sie zu lehren. Johannes 21 beschreibt den auferstandenen Christus,
als er Fisch für seine Jünger zubereitete (Vers 9), und sie dann lehrte.
Natürlich kann man sich viele interessante, spannende und
selbst amüsante Situationen vorstellen, wenn die auferstandenen Söhne Gottes in
der Welt von morgen möglicherweise nichtsahnende Menschen überraschen, oder
ihnen sogar vorübergehend einen Schrecken einjagen („Es ist wieder einer von
denen!").
Jesaja 30 beschreibt die Zeit, in der die ganze Nation
Israel von ihrer kommenden Gefangenschaft zurückgebracht wird, um von göttlichen
Wesen regiert und belehrt zu werden: „Und der Herr wird euch in Trübsal Brot und
in Ängsten Wasser geben. Und dein Lehrer wird sich nicht mehr verbergen müssen,
sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen. Deine Ohren werden hinter dir
das Wort hören: ‚Dies ist der Weg; den geht! Sonst weder zur Rechten noch zur
Linken!’" (Verse 20-21).
Während des bald kommenden, tausendjährigen Reiches Christi
und der auferstandenen Heiligen werden die Millionen von Menschen die noch auf
der Erde leben werden, den WEG zu Frieden, Wohlstand und wahrem Glück kennen
lernen; „ ... und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns
hinauf zum Berge des H ERRN
gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir in
seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN
Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden
zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und
ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert
erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen" (Micha 4,
2-3).
Beachten Sie nun Vers 5: „Ein jedes Volk wandelt im Namen
seines Gottes, aber wir wandeln im Namen des H ERRN
, unseres Gottes, immer und ewiglich!" Die Völker wandeln jedes im Namen „seines
Gottes"? Worüber spricht dieser inspirierte Prophet?
Möglicherweise beschreibt Micha das Verhältnis von Völkern
in verschiedenen Städten oder Provinzen mit ihrem bestimmten Regenten oder
Richter – einem „wiedergeborenen" Mitglied der Gottfamilie, das dazu ernannt
wurde, ihre Stadt oder ihren Staat zu regieren (Lukas 19, 17-19).
Gottes großartiger Zweck, wofür er uns Leben und Atem gibt,
liegt darin, dass wir mit ihm und seinem „erstgeborenen" Sohn, Jesus, ein
echtes Familienverhältnis haben werden, das auf Liebe, Dienstbereitschaft
und Gehorsam basiert, dem Weg, der Frieden und Glück hervorbringt – dem
geistlichen Gesetz Gottes wie es in den Zehn Geboten und den Lehren Jesu
offenbart ist.
Eine faszinierende Wahrheit wird klar!
Bevor wir in diesem gegenwärtigen Leben überhaupt „bekehrt"
werden können, müssen wir unsere „Sünden" – die schlicht eine Übertretung des
Gesetzes Gottes sind (1. Johannes 3, 4) – tief bereuen. Dann haben wir das
Versprechen des Geschenks des heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2, 38), den
Gott denjenigen gibt, die Ihm gehorchen (Apostelgeschichte 5, 32).
Danach müssen wir durch die Kraft und Hilfe des Geistes
Gottes in uns überwinden, und in der Gnade und Erkenntnis Christi,
dem Charakter Gottes, wachsen. Denn unser himmlischer Vater gibt uns durch
diesen Vorgang seine eigene Natur. Wir werden also nicht nur „adoptiert",
sondern buchstäblich von Gott gezeugt und schließlich geboren werden, nachdem
wir von der göttlichen Natur erfüllt wurden und weiterhin geistlich wachsen, bis
wir bereit sind, bei der Auferstehung „von Gott geboren" zu werden!
Als höchster Herrscher aller Dinge geht Gott nicht das
Risiko ein, dass seine Söhne je gegen ihn rebellieren könnten! Nur diejenigen,
die ihr Leben und ihren Willen völlig Gott und ihrem Heiland und kommenden
König, Jesus Christus, übergeben haben, werden als wert erachtet werden,
Mitglieder der göttlichen Familie – dem regierenden Reich Gottes – zu werden.
Die obige Analyse sollte ein Bedenken, das manche dieser
wunderbaren Wahrheit gegenüber geäußert haben, endgültig beilegen. Manche Leute
denken, dass falls die auferstandenen Heiligen wirklich Gott werden würden – mit
der Macht Gottes – eine ernsthafte Gefahr bestehen würde, dass sie gegen Gott
den Vater rebellieren, und möglicherweise einen geistlichen Krieg anfangen
würden, wie es Luzifer ja getan hat (Jesaja 14, 12-15). Dieses Bedenken
offenbart jedoch geradezu einen vollständigen Mangel an Verständnis, was
ECHTE Bekehrung betrifft! Denn nachdem wir uns unserem Schöpfer ergeben
haben und in unserem christlichen Leben über Jahre hinweg „mit Gott gewandelt
sind," während wir Versuchungen, Prüfungen und Verfolgung erlitten haben (das zu
erwartende Los eines jeden Christen), und trotz dieser Versuchungen bis ans Ende
treu gewesen sind (Matthäus 24, 13), würden wir niemals von diesem Weg abgehen
und unseren himmlischen Vater bekämpfen!
Als „Söhne der Auferstehung" (Lukas 20, 36), werden wir wie
Gott sein. Vergessen Sie nicht: „ ...Gott kann nicht versucht werden zum
Bösen..." (Jakobus 1, 13). Gott wird wegen seines wahren göttlichen Charakters,
der für alle Ewigkeit und in sich selbst treu und gerecht ist, nicht sündigen.
Also ist die Idee, dass ein vollwertiges Mitglied der Gottfamilie rebellieren
oder sündigen würde, in sich selbst ein Widerspruch.
Ein weiteres Bedenken ist, dass wir nie wie Gott der Vater
sein könnten, da er nicht geschaffen wurde und schon immer existiert hat. Dieses
Bedenken jedoch lässt die wunderbare Tatsache aus, dass wir bei der Auferstehung
buchstäblich von Gott geboren werden! Wir werden dann nicht nur
„geschaffen" sein. Statt dessen werden wir direkt von Gott kommen und
buchstäblich mit dem heiligen Geist erfüllt sein, und aus dem heiligen Geist
bestehen, so wie Gott selbst.
Denn, zur Wiederholung, Gott vermehrt sich nach seiner Art,
genauso wie wir Menschen! Seine bei der Auferstehung vom Geist geborenen Söhne
sind NICHT „minderwertige" Arten von Geistwesen, so wie auch Ihre Kinder nichts
Geringeres als Menschen sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt, den wir in diesem Zusammenhang
nicht vergessen sollten, ist, dass Christus die Kirche bei seinem zweiten Kommen
„heiraten" wird (2. Korinther 11, 1-2; Offenbarung 19, 7). Wird die Braut
Christi ihm gegenüber etwas minderwertiges sein – eine völlig verschiedene
Klasse von Wesen? Werden die verherrlichten Heiligen auf einer niedrigeren Ebene
als Gott existieren, so wie ein Hund im Vergleich zu einem Menschen? Denken Sie
darüber nach!
Manche Leute sind zuerst ernsthaft schockiert, wenn sie
diese erstaunliche Wahrheit über die Bestimmung unseres Lebens hören. Leider
gibt es aber andere, die scheinbar nur daran Interesse haben, „Wortspiele" zu
spielen, um zu versuchen, die Angelegenheit zu verwirren, und eine der
wichtigsten und wunderbaren Wahrheiten die in der ganzen Bibel offenbart
ist, zu verwischen – das ehrfurchtgebietende, inspirierende, höchste Ziel
unseres Schöpfers, uns Leben und Atem zu geben, und uns „nach seinem Bilde" zu
machen!
Wie ich es bereits gesagt habe und hier wiederholen werde,
damit niemand diese Worte verdrehen kann: Gott der Vater und Jesus, unser Haupt
und Heiland, werden immer mehr Macht und Autorität als wir haben. „Als Söhne der
Auferstehung" aber werden die Heiligen auf der gleichen Existenzebene
sein, genauso wie Ihre Söhne und Töchter auf der gleichen menschlichen Ebene
sind wie Sie. Wahrlich, Gott der Vater und Jesus werden immer länger existiert,
und in der Vergangenheit mehr getan haben, als alle auferstandenen Heiligen.
Aber Sie und ich haben auch länger gelebt, und mehr in der Vergangenheit getan,
als unsere menschlichen Kinder. Jedoch sind sie vollwertige Menschen, so
wie wir!
Wir müssen uns dessen bewusst sein, dass das Kontinuum oder
die Kontinuität der „Ewigkeit" immer weitergeht, und dass die Heiligen, als
vollwertige Mitglieder der Schöpferfamilie, mit Gott auch regieren, schöpfen,
und in kommenden Zeitaltern ehrfurchtgebietende Projekte im ganzen Universum
ausführen werden (Jesaja 9, 7).
Gott ist ewig
Eines der Argumente gegen die Wahrheit über die Bestimmung
unseres Lebens ist folgendes: „Wir können niemals vollkommen wie Gott werden,
denn Gott existiert schon seit ewig und ist der Schöpfer aller Dinge –
wir aber nicht."
Gibt es darauf eine Antwort? Ein Teil der Antwort steht in
Römer 4, 17. Hier spricht Paulus die Tatsache an, dass Gott Abraham einen „Vater
vieler Völker" nannte. Gott hatte dies, LANGE bevor es je geschehen ist,
zur Tatsache erklärt! Also wurde Paulus inspiriert zu schreiben: „... Gott ...
der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei."
Die endgültige Wirklichkeit ist der Wille Gottes.
Gott hatte bereits bestimmt, dass Abraham ein „Vater vieler Völker" sein würde.
Also war es in Gottes Sinn eine Tatsache, weil er es so bestimmt hat!
Genauso musste Gott schon von Anfang an geplant haben, sich
zu vermehren: „Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war,
dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten..." (Epheser 1, 4). Wiederum:
„Denn die er ausersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dass sie gleich
sein sollten dem Bild seines Sohnes, damit dieser der Erstgeborene sei unter
vielen Brüdern" (Römer 8, 29).
Gottes Plan ist es, mehr vollwertige Söhne Gottes in seine
Familie zu bringen, so dass Christus „der Erstgeborene unter vielen
Geschwistern" sein kann. Dies wurde vorherbestimmt – gewollt – nach dem Willen
Gottes, „ehe der Welt Grund gelegt war" (Epheser 1, 4). In diesem Sinne also –
im Sinne der endgültigen Realität, die der Wille Gottes ist – sind wir,
die überwinden, bereits ewig, und haben bereits das Geschenk des
ewigen Lebens durch den unveränderlichen Willen Gottes erhalten!
Ein weiterer, sehr klarer Hinweis, dass Gott so denkt, steht
in Hebräer 7, 9-10. Beachten Sie diese Stelle: „Und sozusagen ist auch Levi, der
doch selbst den Zehnten nimmt, in Abraham mit dem Zehnten belegt worden. Denn er
sollte seinem Stammvater ja erst noch geboren werden, als Melchisedek diesem
entgegenging."
Also sagt Gott, dass Levi „in Abraham mit dem Zehnten
belegt" wurde, obwohl Levi noch nicht existierte! So wie Levi „in den
Lenden" seines Urgroßvaters Abraham war, so sind wir – sozusagen – in den
geistlichen „Lenden" unseres himmlischen Vaters gewesen, der bestimmt
hat, dass wir seine vollwertigen Söhne werden sollten! In dieser Hinsicht also –
so wie Gott selbst denkt und handelt – haben die wahren Heiligen, die
treu bleiben und überwinden, schon immer im Sinne Gottes existiert.
Wir waren in den „Lenden" Gottes, als er die Engel, und
später die Erde und den Menschen geschaffen hatte, und auch später als er seinen
Sohn gesandt hat, um unseren Eingang in die ewige Familie Gottes möglich zu
machen.
Jesus sagte: „Gott ist Geist" (Johannes 4, 24). Und
wiederum: „Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist
geboren ist, das ist Geist" (Johannes 3, 6). Wenn wir wahrlich „von Gott
geboren", und „Kinder der Auferstehung" sind (Lukas 20, 36), werden wir die
göttliche Natur haben (2. Petrus 1, 4). Wir werden also aus dem heiligen Geist
bestehen, so wie Gott und Christus aus dem gleichen Geist bestehen. Der
heilige Geist ist ewig, hat schon immer existiert und wird für immer existieren.
Deshalb werden wir, obwohl wir neue „Persönlichkeiten" sein
werden, die der Gottfamilie durch eine buchstäbliche, geistliche „Geburt" in der
Auferstehung hinzugefügt werden, im Sinn und Willen Gottes schon immer
existiert haben. Wir sind schon seit aller Ewigkeit in den „Lenden" unseres
Vaters gewesen, und wir werden dann aus dem Geist, der ewig ist, bestehen.
Also ist unsere geistliche Geburt als vollwertige Söhne
Gottes nur ein Teil des geistlichen Kontinuums (zusammenhängenden Ganzen)
des Willens Gottes. Und wenn wir einmal (falls wir überwinden!)
Mitglieder der erweiterten Familie oder des Reiches Gottes sind, werden wir mit
dem Vater und unserem älteren Bruder schöpferisch und erneuernd tätig sein,
bauen, arbeiten, und dieses riesige Universum verbessern. Denn wahrlich sagt uns
das Wort Gottes „dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende ...
(Schlachter - Übersetzung: der MEHRUNG seiner Herrschaft und des Friedens wird
kein Ende sein)" (Jesaja 9, 6).
Wahre Christen haben eine absolut Erfurcht gebietende
Gelegenheit und Zukunft vor sich. In einer Milliarde Jahren, nachdem wir unter
der Leitung unseres Vaters für eine „Ewigkeit" gearbeitet haben, und
schöpferisch tätig gewesen sein werden, werden die trügerischen Argumente und
„Wortspiele", die von den blinden Theologen dieser Welt gebraucht werden, die
die klare Absicht Gottes verleugnen, dass wir zu seinen wahren Kindern werden
sollen, nur unverständiges Kopfschütteln auslösen.
Jesus sagte: „Lasst sie, sie sind blinde Blindenführer! Wenn
aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie beide in die Grube" (Matthäus
15, 14).
Gottes erstaunliche LIEBE
Gott hat den Menschen so geschaffen, dass ein junger Mann
und eine junge Frau, nachdem sie geheiratet haben, ernsthaft Kinder haben
wollen. Sie wollen ihr Heim, ihr Leben und ihre Liebe mit einem kleinen
Menschen, der nach ihrem Bild geboren wird, teilen. Sie freuen sich
darauf, ein Baby zu haben – ein junges Kind das sich als vollwertiger Mensch
entwickeln wird, und lernen und wachsen wird, um ihr Leben, ihre Pläne,
Hoffnungen und Träume mit ihnen und seinen Geschwistern in einem liebevollen
Familienverhältnis vollkommen zu teilen.
So ist es mit Gott. „Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht;
denn Gott ist die Liebe" (1. Johannes 4, 8). Und weil Gott Liebe ist,
will er seine Liebe, Herrlichkeit und Ewigkeit mit Milliarden von anderen, die
bei der Auferstehung seine echten Söhne werden, teilen! Falls Gott der
Vater und Christus selbstsüchtig, hochnäsig, oder lieblos und ohne ausströmendes
Interesse wären, dann würden sie vielleicht unter sich selbst bleiben, und es
keinem anderen ermöglichen wollen, in einem vollkommenen Verhältnis auf der
göttlichen Ebene Mitglieder ihrer Familie zu werden, indem sie sich buchstäblich
vermehren.
In der transzendenten, geistlichen Liebe aber, die unseren
Vater und unsern Herrn (Elohim – die Gott-Familie) motiviert, haben Sie
sich entschlossen, sich zu vermehren, indem Sie ergebenen Christen ihre
eigene, „göttliche Natur" geben. Dann hegt Gott diese „gezeugten" Söhne in
diesem physischen Leben des Überwindens, bis sie, wie Christus – „dem
Erstgeborenen von den Toten" – auch buchstäblich von Gott als „Söhne der
Auferstehung" geboren werden (Lukas 20, 36).
Wie großartig ist die LIEBE Christi? Der Apostel Paulus
betete: „...so könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und
die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe Christi erkennen, die
alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle"
(Epheser 3, 18-19). Wie können Sie mit der GANZEN „Gottesfülle" erfüllt sein,
und nicht Gott sein?
Die Liebe Christi und die unseres himmlischen Vaters bewegt
sie dazu, ihre ewige Herrlichkeit mit uns, als vollkommene Söhne des Reiches,
oder der Familie Gottes zu teilen. Wenn Sie in der Zukunft Schriftstellen im
Neuen Testament lesen, die sich auf die auferstandenen Heiligen, die Gottes
Herrlichkeit erben, beziehen, haben diese jetzt vielleicht eine viel tiefere
Bedeutung. Denn „...das Geheimnis, das verborgen war seit ewigen Zeiten und
Geschlechtern, nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun
wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist,
nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit" (Kolosser 1, 26-27).
Jawohl, Menschen haben sich seit jeher gewundert: „Wozu
bin ich geboren worden? Was ist der Zweck des Lebens? Falls es einen wirklichen
Gott gibt, warum versucht und prüft er die Menschen dermaßen, und erlaubt
so viel Leiden?"
Nun ist das Geheimnis gelöst! Falls Ihr Sinn und Ihr Herz
offen sind, kennen Sie jetzt die Antwort zu diesen tiefgreifenden Fragen,
die für Philosophen und Gelehrte Jahrhunderte lang ein Rätsel waren. Sie sollten
unserem Gott und unserem Heiland Jesus Christus ewig dankbar sein, uns nach
„ihrem Bild" zu machen.
Das inbrünstige Gebet Jesu
In den letzten 24 Stunden seines Lebens, am Abend vor seiner
Kreuzigung, äußerte Jesus Gott gegenüber sein vollständigstes Gebet das in der
Bibel überliefert ist. Lassen Sie uns ein paar Höhepunkte dieses inspirierten
Gebetes anschauen: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der
Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war" (Johannes 17, 5). Hier
lesen wir, dass Christus speziell betete, dass ihm die enorme Herrlichkeit, die
er mit dem Vater seit aller Ewigkeit geteilt hatte, wiedergegeben würde, und er
„der Erstgeborene unter vielen Brüdern" werden sollte (Römer 8, 29).
In Johannes 17, 11 betete Jesus: „Heiliger Vater, erhalte
sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir."
Christus und der Vater sind ein Gott, eine Familie, auf einer
Existenzebene über allen Kreaturen. Jesus betete, dass die Heiligen auf
dieselbe Weise eins werden würden!
Beachten Sie Johannes 17, 20-23: „Ich bitte aber nicht
allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden,
damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen
auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und
ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit
sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie
vollkommen EINS seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie
liebst, wie du mich liebst."
Diese Worte ausfließender Liebe sind herrlich und
inspirierend. Sie machen auf jeden Fall klar, dass diejenigen von uns, die
bereit sind, sich Gott völlig zu ergeben, und Christus durch den heiligen Geist
sein Leben in sich leben zu lassen, die gleiche Herrlichkeit erhalten werden,
die er erhalten hat, und vollkommen eins mit Gott sein werden (so wie
Christus mit dem Vater eins ist), und somit offensichtlich auch Gott sein
werden. Dies wird die höchste Erfüllung von Gottes eigenem Ziel sein, uns Leben
zu geben und uns dann zu geistlichem Verständnis zu berufen, damit „die Welt
erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich
liebst" (Vers 23).
Die unbeschreibliche Liebe unseres Vaters geht irgendwie
über unser menschliches Fassungsvermögen hinaus. Doch wir, die Verständnis
haben, müssen diese Liebe mit tiefer Ehrfurcht, Dankbarkeit und Gehorsam unserem
Gott gegenüber erwidern. Wir müssen danach streben, „von einem jeglichen Wort
Gottes" zu leben (Lukas 4, 4). Und wir müssen lernen, „im Glauben zu wandeln"
(2. Korinther 5, 7) – und unsere Augen immer auf das herrliche Ziel richten, das
unser Gott vor uns gelegt hat.
„Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn
wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die
ihn suchen, ihren Lohn gibt" (Hebräer 11, 6). Und wie groß dieser Lohn ist!
Ich will Sie alle, die dies lesen, von ganzem Herzen und von
ganzer Seele ermutigen, ihn wirklich mit Eifer zu „suchen." Erlauben Sie
sich nicht, irgend etwas vor Gott, und sein wahrlich wunderbares Ziel für
Ihr Leben zu stellen. Lernen Sie, die Bibel wahrlich wie nie zuvor zu studieren.
Lernen Sie, vor dem höchsten Regenten des Universums in die Knie zu gehen, und
buchstäblich Ihr Herz im Gebet auszuschütten, und für die Liebe, Weisheit und
Kraft zu bitten, um wirklich ein Überwinder zu sein, und sein wahrer Sohn
in einem weltbeherrschenden Reich zu werden, das bald auf dieser Erde errichtet
wird.
Nichts ist atemberaubender. Und, wenn Sie es richtig
verstehen, ist nichts „wirklicher" als das, von dem der große Gott gesagt hat:
Es wird geschehen! Dies ist die endgültige Erfüllung des Evangeliums Jesu
Christi – die endgültige Gute Nachricht –, dass der Mensch in das Reich Gottes,
die Existenzebene Gottes geboren werden kann.
Der Patriarch Jakob hatte 12 Söhne. Diese hatten dann
Kinder, Enkel und Urenkel – Millionen von Nachkommen –, und wurden somit die
Nation oder das „Reich Israel." Indem Christus dem Vater hilft, „viele Kinder
zur Herrlichkeit zu führen" (Hebräer 2, 10), gründen sie ebenso eine ganze, aus
Geist beschaffene Nation, ein geistliches „Reich" Gottes, das aus echten Söhnen
Gottes besteht – die buchstäblich durch die Auferstehung von Gott geboren, und
die volle Natur und den vollen Charakter Gottes haben werden. Nochmals zur
Wiederholung: Dies ist die endgültige Bedeutung des „Evangeliums," die
endgültige Gute Nachricht und der transzendente Zweck Ihres Lebens!
„Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber
noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber; wenn es
offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er
ist. Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch
jener rein ist" (1. Johannes 3, 2-3). Nun, da Sie die Bestimmung Ihres Lebens
verstehen, wissen Sie, warum es Gottes Wille ist, dass Sie ihn und seinen Sohn
in Ihnen den heiligen und gerechten Charakter Gottes aufbauen lassen.
Gott, der Vater, ist kein süßer Weichling, und kein
unbarmherziger Puritaner, der nicht lächeln kann, und er ist auch kein
realitätsfremder Philosoph. Wie eine liebende Familie bereiten er und sein
erstgeborener Sohn weitere Söhne Gottes darauf vor, mit ihnen diese Welt, und
später das ganze Universum zu regieren. Gehen Sie also in einer sternenklaren
Nacht einmal hinaus, und versuchen Sie, so viele Sterne zu zählen, wie Sie sehen
können, und denken Sie an die Milliarden von Sternen im ganzen Universum die Sie
nicht sehen können – und dann meditieren Sie über diesen
ehrfurchtgebietenden Zweck Ihres Lebens und danken Gott dafür! Gehen Sie dann in
die Knie und fangen Sie damit an, mit allem Eifer Ihren Teil dazu beizutragen,
um dies alles zu ermöglichen!

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