
von Roderick C. Meredith
Die Menschheit sieht sich heute einer massiven Krise durch
Kriege, Seuchen, Umweltverschmutzung, Dürren und Hungersnöte gegenüber. Wohin
wird das alles führen? Biblische Prophezeiungen offenbaren, dass Gott durch die
gegenwärtigen Ereignisse eine zukünftige Zeit herbeiführt, in der die ganze Welt
im Frieden leben wird. Wenn Sie verstehen, was Gott heute tut und was er für
seine Schöpfung geplant hat, können Sie daraus sogar in Zeiten der Bedrängnis
Hoffnung schöpfen!
EP 1.0, Februar 2007
Englische Originalausgabe: Prophecy Fulfilled: God’s Hand in World Affairs
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wurde der Öffentlichkeit als kostenloses Informationsmaterial
von der Living Church of God zur Verfügung gestellt.
©2007 LIVING CHURCH OF GOD. Alle Rechte vorbehalten.
Schriftstellen in dieser Broschüre wurden, falls nicht anders
angegeben, aus der revidierten Lutherbibel 1984 zitiert
(©1985, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart).
Für moderne Wissenschaftler, Geschäftsleute und sogar
Theologen, die es ablehnen, die Bibel beim Wort zu nehmen, ist die größte
Barriere dafür, Gottes Prophezeiungen zu verstehen, die Unfähigkeit, die
absolute Realität des wahren Gottes – des Schöpfers, der in der Heiligen Schrift
offenbart ist – wirklich zu begreifen. Wie genau wirkt Gottes Kraft? Wie lenkt
Gott das Schicksal ganzer Nationen? Können wir in der Geschichte – und sogar in
heutigen Weltereignissen – erfüllte Prophezeiungen erkennen?
Ganz wichtig dabei ist, dass wir uns daran erinnern, dass der Gott, der in
Ihrer Bibel offenbart ist, die Fähigkeit besitzt, völlige Macht und
völlige Kontrolle über Nationen und Einzelpersonen auszuüben. „Siehe, die
Völker sind geachtet wie ein Tropfen am Eimer und wie ein Sandkorn auf der
Waage. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein [...] Er [Gott] thront über dem
Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken; er spannt den
Himmel aus wie einen Schleier und breitet ihn aus wie ein Zelt, in dem man
wohnt; er gib die Fürsten preis, dass sie nichts sind, und die Richter auf Erden
macht er zunichte" (Jesaja 40, 15.22-23).
Glauben Sie das? Oder hat Jesaja das nur erfunden – hat er lediglich
schriftstellerische Freiheit gebraucht und diese Beschreibung der göttlichen
Kraft erdichtet?
Tatsache ist, dass Ihre Bibel vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung mit
Prophezeiungen angefüllt ist, die zeigen, wie Gott in das Weltgeschehen
eingegriffen hat, eingreift oder noch eingreifen wird. Selbst Jesu eigene Worte
sind erfüllt von prophetischen Bezügen, von der Ölbergprophezeiung in Matthäus
24, Markus 13 und Lukas 21 bis zu der Vision, die er dem Apostel Johannes im
Buch der Offenbarung eingab.
Wie direkt kann Gott auf den Führer einer Nation einwirken und ihn lenken?
Der Prophet Daniel beschrieb, wie Nebukadnezar, der König von einem der
bemerkenswertesten Reiche der Antike, seinen Verstand verlor und aus dem Amt
enthoben wurde, „bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die
Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will" (Daniel 4, 22). Gott
entscheidet, wer in den verschiedenen Nationen regieren wird und setzt manchmal
die niedrigsten Menschen in ein Amt ein.
Können die Amerikaner im Hinblick auf diese Schriftstelle beruhigt sein,
wenn sie die politische Führung der vergangenen zehn Jahre betrachten? Können
die Briten die Entscheidungen ihres Premierministers betrachten und dahinter
Gottes Hand erkennen? In den ersten 55 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es
im politisch instabilen Italien eine Serie von 58 Regierungen. Und auch in
anderen europäischen Nationen findet man soziale und politische Unruhen. Im Mai
2002 standen sich in den französischen Präsidentschaftswahlen ein Gaullist und
ein oft als Neofaschist bezeichneter Kandidat gegenüber. Haben diese Nationen
Führer, die sie verdienen, anstelle von aufrechten und weisen Führern, die sie
so nötig bräuchten? Und wie steht es mit der Rolle des römisch-katholischen
Papstes in Europa? Papst Benedikt XVI. hält enge Verbindung zu seinem Heimatland
aufrecht und hat sich öffentlich für die Wichtigkeit eines Europas eingesetzt,
das sich seiner „christlichen" Wurzeln bewusst ist – womit er die europäischen
Türken und Muslime auf der ganzen Welt vor den Kopf gestoßen hat.
Die Stabilität der gegenwärtigen weltpolitischen Lage ist mehr als
fraglich.
In den hebräischen Schriften beschrieb Mose, wie Gott die Verteilung der
Nationen und Völker in der Antike lenkte. „Als der Höchste den Völkern Land
zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen
der Völker nach der Zahl der Kinder Israel" (5. Mose 32, 8). Wie ein
Schachmeister versetzt Gott Könige, Königinnen, Bischöfe, und Bauern nach seinem
Willen und seiner Absicht. Er leitet einige große Nationen hin zu einem Gebiet,
wo er sie haben will und segnet oder verflucht sie durch Wetter, Kriege und
Wohlstand entsprechend ihrer Bereitschaft, sich seinem Willen zu beugen
(vgl. 3. Mose 26).
Wird Jesus Christus heute Nacht zurückkommen?
Millionen Anhänger der Evangelikalen Kirchen und
Pfingstler erwarten, dass Jesus Christus jeden Moment zurückkehren kann. Sie
sehen, wie sich die Weltereignisse in Richtung der biblischen Prophezeiungen
zuspitzen und wollen „bereit" sein. „Jesus Christus könnte schon heute Nacht
zurückkehren", klingt es aus den Mikrofonen der Evangelisten in ihren großen
Zeltversammlungen. „Sie sollten besser ihr Herz jetzt dem Herrn
übergeben, wo er sie ruft. Vielleicht bekommen Sie keine weitere Chance wie
diese!" Viele Menschen haben schon einmal solche Worte gehört – sei es
persönlich oder in einer Radio- oder Fernsehübertragung.
Franklin Graham, Sohn des bekannten amerikanischen Fernsehpredigers Billy
Graham, wird mit diesen Worten zitiert: „Die Kirchen glauben, dass sich alles
zuspitzt und dass Gott sich bewegt. Viele Menschen in evangelikalen Kreisen
glauben, dass die Rückkehr Jesu Christi jeden Moment stattfinden könnte – und
ich bin einer von ihnen" (Los Angeles Times, 31. Dezember 1995). Das war
vor über zehn Jahren! Seit vielen Jahrzehnten haben Evangelikale in
Erweckungsversammlungen lauthals verkündet: „Jesus Christus könnte heute
Nacht zurückkehren. Seien Sie jetzt bereit, Ihrem Schöpfer
entgegenzutreten!"
Der Kommentator Andree Seu berichtete: „Ich kenne einen Pastor, der gerne
sagt, ‚Jesus Christus kommt heute zurück’, denn, wie er erklärt, wird es auf
jeden Fall ‚heute’ sein, egal an welchem Tag er zurückkehrt" (World Magazine,
24. April 1999). Ein Autor von Christianity Today, Mark Galli, schrieb:
„Jesus kommt wieder! Wir wissen nur nicht, wann. Es konnte bald sein. Oder es
könnte erst in tausend Jahren – oder später – sein" („Millennium Madness",
Januar/Februar 1999). Heute oder in tausend Jahren? Was ist richtig? Oder liegen
beide falsch?
Ist es wahrscheinlich, dass der Jesus Christus der Bibel heute Nacht
zurückkehrt? Für die meisten Menschen, die heute leben, wirkt die Idee, dass
Gott in das Weltgeschehen eingreift, nicht sehr realistisch. Selbst unter
„Gläubigen" gibt es große Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Christus
zurückkehren wird – beziehungsweise ob er überhaupt buchstäblich zurückkehren
wird.
Wird Gott plötzlich und auf geheimnisvolle Weise eingreifen – völlig
unerwartet? Oder hat der allmächtige Gott eine genaue Kette von Ereignissen
offenbart, durch die diejenigen, die die Bibel ernst nehmen, informiert und
gewarnt sind? Hat Gott bereits in das Weltgeschehen eingegriffen?
Was sagt die Bibel darüber? Sie sollten davon Kenntnis haben!
Vor allem anderen ist es notwendig, festzuhalten, dass Gott nicht launisch
handelt. Der Schöpfer des Universums macht seine Pläne nicht aus einer
spontanen, impulsiven emotionalen Laune heraus. Gott der Vater wird Jesus
Christus zu einer Zeit auf diese Erde zurückschicken, in der dessen zweites
Kommen über Leben und Untergang der Menschheit entscheidet. Prediger, die in
törichter Weise verkünden „heute Nacht ist die Nacht", tun ihren Zuhörern damit
keinen Gefallen. Die Rückkehr Jesu Christi ist eine ernste Angelegenheit – sie
könnte sogar über Ihr ganz persönliches Überleben entscheiden!
Die heilige Schrift ist die einzige wahre Quelle offenbarten Wissens über
die Rückkehr Jesu Christi. Die meisten Ideen und Spekulationen der Menschen über
seine Rückkehr sind blanker Unsinn auf Grundlage von Eitelkeit und Vermutungen!
Gibt es einen Weg, wie wir die Zeichen seines Kommens am Ende dieses Zeitalters
erkennen können? Können wir wirklich erfüllte Prophezeiungen im Weltgeschehen
sehen – und auch begreifen, was das für uns und unsere Welt bedeutet?
Endzeitliches Leiden in der Welt
Die Bibel offenbart, dass die technologischen
Fähigkeiten der Menschen direkt vor der Rückkehr Christi deutlich zunehmen. Es
wird auch eine Zeit sein, in der sehr viele Menschen reisen und in andere Länder
einwandern: „Und du, Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis
zur Zeit des Endes! Viele werden (suchend) umherstreifen, und die Erkenntnis
wird sich mehren (Daniel 12, 4; rev. Elberfelder Übersetzung).
Trotz dieses Zuwachses an technologischen Fähigkeiten stagniert das Wissen
der Menschen in geistlichen Angelegenheiten! Unsere Fähigkeit, miteinander
auszukommen, hat sich in den vergangenen 4000 Jahren nicht verbessert. Jesus
sagte: „Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des
Menschensohns" (Matthäus 24, 37).
Die Bibel zeigt klar, dass Noahs Tage von Sünde und Gewalt geprägt waren,
die überall anzutreffen waren. „... der Herr sah, dass der Menschen Bosheit groß
war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war
immerdar... Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir
beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie
verderben mit der Erde" (1. Mose 6, 5.13).
Der Apostel Paulus wurde von Gott inspiriert, in die Zukunft zu sehen und
beschrieb die letzten Tage als „schlimme Zeiten" – Zeiten, die geprägt sind von
ausgeartetem Materialismus, moralischem Verfall und einer falschen
Spiritualität, die die Macht des wahren Gottes der Bibel verleugnet (2.
Timotheus 3, 1-5). Passt diese Beschreibung auf unsere gegenwärtige westliche
Zivilisation?
Die Zeit direkt vor der Rückkehr Jesu ist auch bestimmt durch eine Vielzahl
schrecklicher Kriege und Zerstörungen (Matthäus 24, 3-20). Jesus warnte, dass
die Menschheit dadurch in ernsthafte Gefahr geraten würde, ausgelöscht zu
werden – sofern er nicht eingreifen würde, um die Menschheit von ihren tödlichen
Wegen abzubringen: „Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht
gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Und
wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig werden; aber
um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt" (Verse 21-22).
Eine Vision für die Zukunft
Stellen Sie sich diese Vision für die Zukunft vor: Eine
verwirrte Menschheit sieht sich einer alarmierenden Vielzahl von Krisen
gegenüber. Die Vorräte der Welt an guten Nahrungsmitteln und sauberem Wasser
schwinden wegen der Verschmutzung, die die Umwelt verseucht und wegen der
globalen Erwärmung, die das Wetter dauerhaft verändert. Millionen leiden an
Hunger und drohen letztlich, zu verhungern. Manche Gegenden kämpfen mit starken
Winterstürmen und Flutkatastrophen, während andere Gebiete durch Dürre und unter
der grellen Sonne vertrocknen! Diese Wetterkapriolen zehren finanzielle
Ressourcen auf und viele Versicherungsgesellschaften gehen Bankrott.
Massive Erdbeben, gelegentliche Vulkanausbrüche und Insektenplagen
verbrauchen weitere Mittel internationaler und lokaler Katastrophenhilfefonds.
Ethnische Spannungen, Arbeitslosigkeit und das zunehmende Verbrechen in den
Städten machen einst friedliche Gegenden zu Orten, wo es gefährlich wird, sich
aufzuhalten. Ein Leben ist immer weniger wert. Was kostet es schon, ein paar
Patronen oder ein Messer zu kaufen?
Und die Schrecken der Angriffe am 11. September 2001 in den USA und der
Bombenattentate vom 7. Juli 2005 in Großbritannien erinnern und stetig daran,
dass der zunehmende Terrorismus die ganzen oben beschriebenen Probleme noch
weiter verschärft!
Verheerende Seuchen betreffen Dutzende Millionen von Menschen! Durch die
Klimaerwärmung bewegen sich exotische Krankheiten, die früher auf tropische
Länder begrenzt waren, nach Norden mit der Ausbreitung von Krankheiten
übertragenden Insekten wie Moskitos. Hochansteckende, gegen Medikamente
resistente Bakterienstämme breiten sich in Krankenhäusern rapide aus und machen
die Wirkung von Antibiotika und anderen „Wundermitteln" zunichte.
Bioengineering – die Züchtung von transplantierfähigen Organen durch
Paviane, Schweine und andere Tiere – erleichtert gefährliche Kreuzmutationen
tödlicher Bakterien und Viren. Schnell überspringen sie die vorherige Barriere
zwischen Mensch und Tier und machen diese gegenseitig für ihre Krankheiten
empfindlich. Junge, Ältere und Schwache sterben in überraschend hoher Zahl.
Massenbegräbnisse der Toten werden üblich.
„Unsinn", sagen Sie? „So etwas geschieht niemals, wo ich lebe", erklären
Sie. „Unbestätigte Schwarzseherei", versichern Sie. „Und außerdem werden unsere
Regierung und die moderne Technologie mich vor solchen Problemen bewahren",
hoffen Sie.
Ja, wirklich? Werden Ihre Armeen, Polizei, Sozialwesen und Gesundheitswesen
Sie von solchen drohenden internationalen und nationalen
Bedrohungen isolieren? Was erwarten Sie wirklich?
Viele westliche Regierungen sind mit schnell wachsenden Staatsschulden
belastet, die inzwischen gigantische Dimensionen angenommen haben! Schmerzhafte
Budgetkürzungen bieten reichlich Stoff für politische Diskussionen. In vielen
Ländern der Dritten Welt wird das Geld vorrangig für Waffen ausgegeben – nicht
für Gesundheitsfürsorge oder Pensionen.
Wenn Sie Amerikaner, Kanadier, Brite, Australier oder Bürger eines der
komfortabel wohlhabenden westlichen Länder sind, seien Sie wachsam. Der
unverantwortliche Umgang mit Staatsgeldern auf nationaler Ebene ist Vorzeichen
eines künftigen Verlustes an Ansehen und Macht. Wenn Ihr Land Ausgaben kürzen
muss, weil das Einkommen rückläufig ist, wie wird Sie das persönlich betreffen?
Ist also für die Zukunft alles „eitel Sonnenschein"? Oder ziehen sich am
Horizont schon Sturmwolken zusammen?
Ein düsteres Portrait
Beachten Sie diese Nachrichtenberichte:
„Dr. Abdul Wahab Achakzai ist medizinischer Leiter am Zivilkrankenhaus in
Chaman, einer armen und staubigen Basarstadt in Pakistan. Tag für Tag strömen
700 bis 800 Kinder und Erwachsene in seine heruntergekommene Institution nahe
der Grenze zu Afghanistan, um gegen allerlei Krankheiten von Malaria bis
Tuberkulose behandelt zu werden.
Die Regierung zahlt uns 120 Rupien – weniger als 4 Dollar, erklärte
Achakzai einem Besucher eines Nachmittags, während er ein zitterndes 5-jähiges
Mädchen untersuchte, das vermutlich von einem Moskito gestochen wurde, der
Malariaerreger in sich trug. Weniger als 4 Dollar. Nicht pro Patient. Es ist der
tägliche Zuschuss für das gesamte Krankenhaus, sagte Achakzai" (Los Angeles
Times, 3. Dezember 1995). Könnte solch ein Rückgang im Gesundheitswesen in
Ihrem Land geschehen? In vielen Ländern sind Einschnitte bei der
Krankenversorgung von Armen, Jungen und Älteren schon seit Jahren gängige
Praxis.
Wenn sich Krankheiten ausbreiten und lang gehegte soziale Normen
zusammenbrechen, verzweifeln viele Menschen und manche nehmen sich sogar das
Leben. In den vergangenen zehn Jahren haben sich 300.000 Amerikaner das Leben
genommen – ebenso viele, wie in den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs
umkamen. „Amerika befindet sich mitten in einer weithin unerkannten
Selbstmordepidemie, während Selbstmord zur achthäufigsten Todesursache unter
Erwachsenen in den USA von heute geworden ist. Alle Amerikaner erkennen
inzwischen, dass ihr Land unter einer Welle von Gewaltverbrechen leidet, aber
nur wenige wissen, dass 50 Prozent mehr Amerikaner Selbstmord begehen,
als ermordet werden" (San Diego Union-Tribune, 11. Januar 2002). Im Jahr
2003 veröffentlichte die Organisation Students Against Drunk Driving
[Studenten gegen Alkohol am Steuer] eine Umfrage, nach der 19 Prozent der
Studenten an amerikanischen Highschools bereits einmal an Selbstmord gedacht
hatten. 14, 8 Prozent hatten schon einmal geplant, Selbstmord zu begehen und 8,8
Prozent hatten schon mindestens einmal einen Selbstmordversuch verübt.
Das Problem von Selbstmorden gibt es auf der ganzen Welt. Die
Weltgesundheitsorganisation WHO berichtete im September 2006, dass sich jedes
Jahr über eine Million Menschen das Leben nehmen, und auf jeden durch Selbstmord
gestorbenen kommen etwa 50 erfolglose Versuche (United Press International,
8. September 2006). Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete im
September 2006, dass sich alleine 250.000 Chinesen jedes Jahr selbst töten. In
vielen Ländern ist Selbstmord die häufigste Todesursache unter jungen Männern
zwischen 15 und 24 Jahren.
Und unsere Gefängnisse sind auch voll von Beweisen dafür, dass unsere
Gesellschaft nicht so ist, wie sie sein sollte. „Vor kurzem erhielten die
Vereinigten Staaten von Amerika den zweifelhaften Ruhm, die meisten Gefängnisse
und Gefängnisinsassen auf der Welt zu haben. Sie übertrafen damit das an
Geldknappheit leidende Russland – das seit geraumer Zeit ihr einziger Rivale
war, wenn es um die Menge an Gefängnisinsassen ging – nachdem Russland Tausende
von Insassen freiließ, um Geld zu sparen", bemerkte Sasha Abramsky, Autor von
Hard Time Blues. „Nahezu 2 Millionen Amerikaner sitzen derzeit in
Gefängnissen ein... hochgerechnet auf 100.000 Einwohner haben die USA einen
Prozentsatz an Gefängnisinsassen, der fünfmal höher ist als der in England,
sechsmal höher als der von Kanada und siebenmal höher als der von Deutschland."
Nach einem Bericht des amerikanischen Justizministeriums waren 2004 fast 7
Millionen Menschen in den USA auf Bewährung, im Gefängnis oder in
Untersuchungshaft – was 3,2 Prozent der gesamten Bevölkerung der USA entspricht,
oder einem von 31 Erwachsenen. Was sagt dies über eine Gesellschaft und die
Zufriedenheit ihrer Menschen aus?
Das Schmelzen der Pole
Selbst eine scheinbar so kleine Sache wie das Ansteigen
von Temperaturen kann eine ernste Krise ankündigen. Seit Beginn der
Aufzeichnungen gab es eine dicke Schicht „ewigen Eises" in der Arktis – die das
ganze Jahr über bestand und vom arktischen Sommer nicht betroffen war. Diese
Eisdecke bildete eine Barriere zwischen der nordeuropäischen Küste und dem
Nordpol. Doch im Jahr 2006 entdeckten Wissenschaftler, dass ein Abschnitt dieser
Eisschicht, der größer ist als die Britischen Inseln, abgeschmolzen ist. Es
entstand eine Seestraße, durch die schon bald Schiffe von Nordeuropa zum Nordpol
fahren können. „Wenn diese Anomalie anhält", so Mark Drinkwater von der
Europäischen Raumfahrtbehörde ESA, deren Kameras das Abschmelzen aufgezeichnet
haben, „wird die Nordostpassage oder ‚nördliche Seeroute’ zwischen Europa und
Asien bald längere Zeit offen sein und es ist abzusehen, dass man versuchen
wird, direkt durch den arktischen Sommerozean um die Welt zu segeln" (Agence
France Press, 20. September 2006).
Die Klimaveränderungen haben sogar das riesige Gebiet der antarktischen
Eisplatte betroffen. Eine Eisplatte, von der die Wissenschaftler schätzen, dass
sie seit mindestens 12000 Jahren existierte, ist 2002 abgebrochen, nach einem
der wärmsten Sommer, die dort jemals registriert wurden. „Dies ist ein tief
greifendes Ereignis", sagte die Geologin Christina Hulbe. „Diese Eisplatte hat
über viele Jahrtausende viele Schwankungen im Klima überdauert, und nun ist sie
verschwunden". Das abgebrochene Gebiet, das etwa 200 Meter dick war, umfasste
eine Fläche von ca. 4000 Quadratkilometern – fast doppelt so viel wie das
Saarland. „Wissenschaftler sagten, es habe einen seit 50 Jahren andauernden
Trend zur Erwärmung auf der Halbinsel gegeben, die einen empfindlichen und
frühen Indikator für einen globalen Klimawandel darstellt" (San Diego
Union-Tribune, 20. März 2002).
Während also die Temperaturen auf der ganzen Welt ansteigen, werden Dürren
weitere schlimme Bedrohungen für die Menschen darstellen. Wissenschaftler
schätzen nun, dass bis zum Jahre 2025 ein Drittel der Menschheit keinen Zugang
mehr zu ausreichenden Wasservorräten hat, und dass die traditionelle
Landwirtschaft nicht in der Lage sein werde, die Weltbevölkerung zu ernähren.
Gegenwärtig „betrifft die Wasserknappheit etwa 450 Millionen Menschen in 29
Ländern, und politische Spannungen aufgrund von Wasserrechten in Asien und
Afrika könnten zu ernsthaften Zusammenstößen führen, wenn die Regierungen keine
neuen Wege finden, die bestehenden Vorräte effizienter einzusetzen", wurde in
einem Bericht des Welt-Wasserforums im August 2001 erklärt. „Wasser könnte das
Öl als Ursache von Konflikten ablösen", sagte der holländische Kronprinz
Willem-Alexander, der Vorsitzende des Forums. Eine frappierende Aussage wurde
auf der Konferenz des Welt-Wasserforums im März 2006 in Mexiko-Stadt gemacht:
„Millionen haben ohne Liebe gelebt. Niemand hat aber ohne Wasser gelebt" („Synthesis
Report" [Zusammenfassender Bericht], Welt-Wasserforum 2006, Seite 65).
Beachten Sie: „Trotz Innovationen, die die Kosten für die
Trinkwasseraufbereitung senkten, mangelt es immer noch einer Milliarde Menschen
an sauberem Trinkwasser... Ländliche und landwirtschaftliche Gegenden sind am
meisten gefährdet... eine Kombination von globaler Erwärmung, verschwenderischem
Umgang und Umweltverschmutzung bedeutet, dass große Flüsse, die seit je her von
Millionen von Menschen genutzt wurden, nun zeitweise während des Jahres
austrocknen. Der Gelbe Fluss in China, der Nil in Afrika und der Indus und der
Ganges in Südasien erreichen schon nicht mehr immer das Meer während der
Trockenzeit, und die Bauern kämpfen ums Überleben... Es gibt nicht mehr genügend
Wasser, um ausreichend Nahrungsmittel herzustellen" (Los Angeles Times,
14. August 2001).
Hungersnöte und Umweltverschmutzung
Millionen von Menschen könnten in der Folge
verhungern. „Vierzig der ärmsten Länder der Erde werden mit großer
Wahrscheinlichkeit in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, Nahrungsmittel herzustellen
– Rückgänge von bis zu 25 Prozent... mit 450 Millionen unterernährten Menschen"
(Los Angeles Times, 11. Juli 2001).
Wie gehen die Menschen damit um? Der Reporter Craig Timberg beschrieb die
tragischen Entscheidungen, die hungernde Flüchtlinge in der Krisenregion Darfour
im Sudan treffen mussten: „Immer öfter stehen Frauen in Darfour vor der
schlimmsten Entscheidung: Entweder sie riskieren eine Vergewaltigung indem sie
das Flüchtlingslager verlassen, um nach Brennholz und Stroh zu suchen, oder sie
verhungern. Bitten sie ihre Ehemänner oder Brüder, mit ihnen zu gehen, um sie zu
beschützen, wird die Miliz die Frauen trotzdem vergewaltigen, so sagen sie, aber
zusätzlich werden die Männer getötet. ‚Es ist besser für mich, vergewaltigt zu
werden, als dass auch noch mein Bruder stirbt’, erklärte Eisa, die eine sanfte
Stimme und ein rundes Gesicht hat und deren Haar unter dem Kopftuch in engen
Zöpfen geflochten ist. Sie hat zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren" (Washington
Post, 17. September 2006).
Denken wir daran, dass kein Land gegen eine drohende Hungersnot immun ist!
„Beinahe ein Drittel der Vereinigten Staaten von Amerika leidet unter einer
Dürre, die im Laufe des Sommers an manchen Orten zu der nach Expertenmeinung
schlimmsten Wasserknappheit seit vielen Jahren führen könnte. ‚Dies ist ein
schlafender Riese’, sagte der Klimatologe Mark Svoboda vom National Drought
Mitigation Center [Nationalen Dürrebekämpfungszentrum] in Lincoln, Nebraska.
‚Die Auswirkungen werden wir noch zu spüren bekommen’". Im Frühjahr 2002 sanken
New Yorks städtische Wasserreservoirs auf 48 Prozent ihrer Kapazität und in
vielen anderen Städten in den USA zwang die Wasserknappheit zu einer
Rationierung für den gesamten Sommer.
Und das Wasser, das wir haben, ist oft verschmutzt. „Drei Jahrzehnte nach
dem Gesetz zur Reinhaltung des Wassers in den USA sind immer mehr Umweltforscher
überzeugt, dass traditionelle Bedenken im Hinblick auf Verunreinigungen des
Wassers nicht weit genug gehen könnten. Sie sehen eine zunehmende Gefahr in dem
dauernden Gebrauch und der Gegenwart von Chemikalien aus Medizin und Alltag.
Diese chemischen Verbindungen von Antibiotika bis Koffein werden in die Umwelt
ausgewaschen und gelangen ins Grundwasser – mit unbekannten Konsequenzen" (San
Diego Union Tribune, 20. März 2002). Doch manche Auswirkungen sind
inzwischen bekannt. In England zum Beispiel wurde ein dramatischer Rückgang an
lebenden Samenzellen im menschlichen Sperma mit Verunreinigungen in der Themse
in Verbindung gebracht. In Deutschland, wo Abwässer in kleineren Flüssen bis
über 50 Prozent der Wassermenge ausmachen können, haben Forscher bemerkenswerte
Mengen an krampflösenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen sowie anderen
Medikamenten im Grundwasser gefunden. Forscher in Kansas, USA, haben in ihrem
Wasser Spuren von Nonylphenol entdeckt, einem Bestandteil von Seifen, der mit
Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit und körperlicher Deformierung in Verbindung
gebracht wird.
Die moderne Landwirtschaft verändert selbst auch die Natur des Wassers –
zum schlechteren. „Die Landwirtschaft ist der größte einzelne Faktor in der
Bedrohung der Wasserqualität unserer Nation von heute", sagte Charles Fox, der
von 1997 bis 2001 stellvertretender Leiter der U.S. Environmental Protection
Agency" [des amerikanischen Umweltbundesamtes] war. Ein Faktor ist ein
Phänomen, das als „Hypoxie" bekannt ist, bei dem verunreinigtes Wasser so salzig
und sauerstoffarm wird, dass es das ökologische Gleichgewicht der Pflanzen und
Tiere in vielen Gebieten schädigt. „Seit 1960 haben Farmer in der Region die
Menge an Stickstoff und anderen Chemikalien in der Verwendung auf den Feldern
verdreifacht. Obwohl sich die Erhaltung des Bodens während dieser Zeit deutlich
verbesserte, fließen immer noch Tausende von Tonnen an chemischen Nährstoffen in
Nebenflüsse des Mississippi und schließlich in den Golf von Mexiko. Jeden Sommer
richtet der Stickstoff dort sein unheilvolles Werk an – löst ein
explosionsartiges Wachstum von Algen aus, die schließlich absterben und zu Boden
sinken, wo sie den Lebewesen an der Küste den nötigen Sauerstoff entziehen" (Minneapolis
Star Tribune, 17. September 2006).
Manchmal ist das Problem einfach ein zu sorgloses Entsorgen dessen, was der
Mensch gebraucht hat. Chinesische Umweltaktivisten berichten, dass ihr Land im
Jahr 2005 über 52 Milliarden Tonnen Abwasser in Flüsse und den Ozean eingeleitet
hat – davon fast die Hälfte ohne jegliche Vorbehandlung (China Daily, 27.
September 2006).
Wenn also sauberes, frisches Wasser immer seltener und wertvoller wird, wie
lange dauert es dann, bis es zu Kriegen darüber kommen wird? Ein Redakteur des
Midland Reporter-Telegram kommentierte: „Die Tatsache bleibt, dass wir uns
am Rande eines Konflikts befinden, was Frischwasservorräte betrifft" (26.
September 2006).
Die Geißel AIDS
AIDS – Acquried Immune Deficiency Syndrom
[Erworbenes Immunschwächesyndrom] steht vielleicht nicht mehr in den
Schlagzeilen der Nachrichtenmedien, wie noch vor einigen Jahren, aber die Gefahr
ist noch nicht vorüber. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen lebten 2005
schätzungsweise 46 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus. Allein in diesem Jahr
wurden geschätzte 6,2 Millionen neu mit HIV infiziert und man schätzt die Zahl
derer, die 2005 an AIDS gestorben sind, auf 3,3 Millionen („2006 Report on
the Global AIDS Epidemic [Jahresbericht 2006 über die globale
AIDS-Epidemie], Mai 2006).
In sechs afrikanischen Ländern ist mehr als jeder zwanzigste Erwachsene
zwischen 15 und 49 Jahren mit dem HIV-Virus infiziert. Botswana ist am
schlimmsten betroffen, wo 24, 1 Prozent dieser Altersgruppe das HIV-Virus haben.
Dies ist bereits ein Rückgang von der fast 33-prozentigen Infektionsrate aus dem
Jahr 2001, doch ein großer Teil dieses Rückgangs beruht nicht auf einer guten
Nachricht – es zeigt nur, wie viele seither gestorben sind (ebenda).
In seinem Morbidity and Mortality Weekly Report [wöchentlichen
Bericht über Erkrankungen und Sterbefälle] hält das amerikanische Center for
Disease Control (CDC) [Zentrum zur Seuchenüberwachung] folgenden traurigen
Meilenstein fest: „25 Jahre HIV/AIDS." Das CDC berichtete, dass in den USA über
eine Million Menschen mit dem HIV-Virus leben; 40.000 von ihnen wurden 2006 neu
infiziert. Von diesen Neuinfizierten waren 45 Prozent männliche Homosexuelle.
Frauen machen inzwischen etwa 25 Prozent der Neuinfektionen in den USA aus und
AIDS ist gegenwärtig die Haupttodesursache für schwarze Frauen in der
Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren (2. Juni 2006).
AIDS hat noch immer verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Forscher
des CDC haben ausgerechnet, das AIDS der amerikanischen Wirtschaft etwa 36,4
Milliarden Dollar an direkten und indirekten Kosten pro Jahr
verursacht („The Economic Burden of HIV in the United States in the Era of
Highly Active Antiretroviral Therapy" [„Die wirtschaftliche Belastung durch
HIV in den Vereinigten Staaten im Zeitalter der hochwirksamen antiviralen
Therapie"], Journal of Acqired Immune Deficiency Syndrome, September
2006).
AIDS ist aber natürlich keineswegs nur – oder auch nur vorwiegend – ein
amerikanisches oder afrikanisches Problem. In Osteuropa und der ehemaligen
Sowjetunion findet man die höchsten Zuwachsraten an HIV-Infektionen der Welt,
wobei die Anzahl an HIV-positiven Menschen in Russland von 1998 bis 2001 um das
Fünfzehnfache gestiegen ist, wie ein Bericht der Vereinten Nationen
bestätigt. Die höchste Rate an Neuinfektionen fand sich in der Ukraine, wo
bereits mindesten 1 Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert ist.
Zwischen 1981 und 2006 sind über 25 Millionen Menschen an AIDS gestorben –
davon 500.000 in den USA – wodurch AIDS zur vierthäufigsten Todesursache der
Welt geworden ist.
Die Bibel sagte diese Trends klar voraus!
Jesus Christus prophezeite, dass es direkt vor seiner
Rückkehr „Hungersnöte" – Nahrungsmittelknappheit – und „Seuchen" – Epidemien
auftreten werden (Matthäus 24, 7; rev. Elberfelder Übersetzung). Zur Zeit sehen
wir nur den Anfang dieser Flüche, die sich noch verstärken werden, bis sie
unsere gesamte Lebensweise massiv beeinflussen! Christus prophezeite direkt,
dass unsere Zeit wie die Zeit Noahs sein werde (Matthäus 24, 37-39). Noahs Tage
waren charakterisiert durch Bosheit und erfüllt von „Gewalttaten" (1. Mose 6,
5.13; rev. Elberfelder Übersetzung).
Hat man in den USA das Problem zunehmender Verbrechensraten in den Griff
bekommen? Nein. Das Amt für Verbrechensstatistiken berichtete, dass im Jahr 2005
jeweils 2 von 1000 Menschen in den USA Opfer eines bewaffneten Gewaltverbrechens
geworden sind – eine Zunahme von 43 Prozent gegenüber 2004. Zusätzlich gab es
2,6 Raubüberfälle auf 1000 Personen – gegenüber 2,1 im Jahr 2004. Dan Esserman,
dem Polizeichef in der Stadt Providence, Rhode Island, wurde kürzlich bei einem
Treffen mit dem stellvertretenden Bundesstaatsanwalt Paul McNulty mitgeteilt,
dass die Bundesmittel, die vormals zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt wurden,
jetzt zur Vorbeugung von Terrorismus benötigt würden. Essermans Antwort: „Ich
verstehe, dass es wichtig ist, die Heimat zu verteidigen, aber ich halte es auch
für wichtig, Verbrechen zu bekämpfen. Ich möchte nicht das eine wegen des
anderen vernachlässigt sehen. Jedes Jahr sterben bei uns 16.000 Menschen durch
Mord, zumeist junge Menschen, die durch Schusswaffen umkommen. Das sind mehr als
dreimal so viele, wie bei den Anschlägen auf das World Trade Center umkamen" (The
Star-Ledger, 11. September 2006). Kriminologen warnen, dass die künftige
Generation aus „Super-Raubtieren" bestehen könnte, Menschen ohne jegliches
Gewissen für richtig und falsch – die nie geliebt, gefördert oder auf positive
Weise diszipliniert wurden.
Und gleichzeitig werden – zum Unmut vieler konservativer, traditioneller
Bevölkerungskreise in anderen Teilen der Welt – Hollywood und seine Nachahmer
unfassbar reich, indem sie eine moralische Degeneration durch Videos und CD’s
voller Gewalt und Sex verkaufen. Ein solch korrumpierender Einfluss wird
zunehmend als soziales Übel angesehen, das man von sich fern halten muss – doch
die Jugend und zunehmend auch Erwachsene in der westlichen Welt identifizieren
sich immer mehr damit! In einem Artikel von USA Today vom 15. März 2002
berichtete Kim Painter, dass Studien nun belegen, dass bereits 21 Prozent der
Jungen und 19 Prozent der Mädchen sagen, sie haben im Alter von 14 Jahren
bereits Sex gehabt! Es ist noch gar nicht so lange her, als Forscher in
Washington, DC ein Programm zur Vorbeugung früher sexueller Aktivität entwickelt
haben. Sie richteten es auf Kinder der 7. Klasse aus, aber nach einem
Pilotversuch haben sie eingesehen, dass sie stattdessen Fünftklässler erreichen
mussten – weil zu viele Siebtklässler bereits Sex gehabt hatten!
Und dennoch sind all diese Probleme nur der Anfang. Die Welt sieht sich
weiterhin einer massiven Bedrohung durch die weitere Ausbreitung von
Nuklearwaffen gegenüber. Selbst wenn man sich darüber freuen mag, dass die
ehemalige Sowjetunion auseinander gebrochen ist, so besteht nun auch aber die
Gefahr, dass deren riesiges Waffenarsenal – das auch Nuklearwaffen beinhaltet –
an den Meistbietenden verkauft wird!
Muslimische Extremisten bereiten sich auf
einen Krieg vor!
Militante Islamisten bringen Hunderte Millionen von
Menschen gegen die westlichen Demokratien auf, während das amerikanische Militär
im „Krieg gegen den Terror" an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gelangt.
Man muss verstehen, dass es das letztendliche Ziel radikaler Muslime ist,
die Welt in dem Sinne zu „erobern", dass alle Menschen entweder Muslime
werden, sich der Herrschaft der Muslime völlig unterwerfen oder letztlich
beseitigt werden!
Beachten Sie, was der Historiker Bernard Lewis – ein Professor an der
Princeton University, der weltweit als einer der Topexperten des Islam bekannt
ist – uns über die wachsende Bedrohung durch Muslime sagt. In seinem
eindrucksvollen Buch The Crisis of Islam [Die Krise des Islam] beschreibt
Lewis, wie „eine beachtliche Zahl von Muslimen – hauptsächlich, aber nicht
ausschließlich aus den Kreisen derer, die wir Extremisten nennen würden –
feindselig und gefährlich sind, nicht weil wir einen Feind brauchen, sondern
weil sie einen brauchen". Er erklärt: „In den vergangenen Jahren gab es einige
Veränderungen in den Ansichten und in der Folge in der Taktik unter den
Muslimen. Manche von ihnen sehen immer noch den Westen im Allgemeinen und dessen
gegenwärtigen Führer, die USA, im Besonderen als den alten und unversöhnlichen
Feind des Islam, als die eine Hürde auf dem Weg zur Wiederherstellung des
Glaubens und Gesetzes Gottes in ihrer Heimat und zum höchsten, allumfassenden
Triumph. Für diese gibt es nur einen Weg: Krieg bis in den Tod, in Erfüllung
dessen, was sie als Gebote ihres Glaubens ansehen" (Seite 28).
Lewis fährt fort: „Für die längste Zeit der vierzehn Jahrhunderte
aufgezeichneter Geschichte der Muslime war Jihad allgemein so interpretiert,
dass er den bewaffneten Kampf zur Verteidigung und Vergrößerung der muslimischen
Macht bedeutete. In der muslimischen Tradition ist die Welt in zwei Häuser
gespalten: In das Haus des Islam (Dār al-Islām), in dem muslimische
Regierungen herrschen und muslimisches Gesetz vorherrscht, und in das Haus des
Krieges (Dār al-Harb), den Rest der Welt, der noch bewohnt ist und, noch
wichtiger, von Ungläubigen regiert wird. Die Annahme ist also, dass die Pflicht
zum Jihad – von Waffenruhen nur unterbrochen – so lange andauert, bis die ganze
Welt entweder den muslimischen Glauben annimmt, oder sich der muslimischen
Herrschaft unterwirft" (ebenda, Seite 31).
Obwohl die USA hart daran arbeiten, dem Irak eine Art „Demokratie"
aufzudrängen, erkennen Lewis und die meisten glaubwürdigen Gelehrten an, dass es
dem Islam an politischen und sozialen Traditionen fehlt, die ein Gedeihen der
Demokratie ermöglichen könnten. Viele religiöse Muslime halten bereits die
Ausübung der Demokratie für einen Akt der Rebellion gegen Gott. Deshalb stellen
sie sich oft gewaltsam dagegen und werden bis zum Tode kämpfen, um die weitere
Ausübung jeglicher Art echter Demokratie zu verhindern, auch wenn sie
„Demokratie" – die Durchführung von Wahlen – für eine kurze Zeit gebrauchen
mögen, wenn diese ihnen hilft, ein gegenwärtiges Regime abzusetzen und an dessen
Stelle eine islamische Republik zu gründen, die sich dann zu einem völlig
undemokratischen und diktatorischen Regime weiterentwickelt!
Lewis kommentiert dieses Problem, das vielen muslimischen Nationen
gemeinsam ist: „Ähnliche Probleme entstehen in Ägypten, in Pakistan und in
manchen anderen muslimischen Ländern, wo es wahrscheinlich erscheint, dass
wirklich freie und faire Wahlen zu einem Sieg der Islamisten führen würden. In
diesem Punkt sind die Demokraten natürlich im Nachteil. Deren Ideologie
verpflichtet sie, bei einem Wahlsieg auch der islamistischen Opposition Freiheit
und Rechte zu gewähren. Die Islamisten hingegen, kennen keine solche
Verpflichtung, wenn sie einmal an der Macht sind. Im Gegenteil: Ihre Prinzipien
verlangen, dass sie das unterdrücken, was sie als subversive Aktivitäten von
Ungläubigen ansehen. Für Islamisten ist die Demokratie, der Ausdruck des
Volkswillens, der Weg zur Macht, aber es ist eine Einbahnstraße, auf der es kein
Zurück gibt, keine Ablehnung einer einmal erlangten Souveränität Gottes, die
durch seine auserwählten Repräsentanten [die islamistischen Religionsführer]
ausgeübt wird" (ebenda, Seite 111).
Die Bibel prophezeit, dass ein künftiger „König des Südens" sich gegen ein
wieder erstarktes europäisches Reich stellen und damit Endzeitereignisse
provozieren wird, die die gesamte Welt erschüttern. Wenn Sie diese
Prophezeiungen verstehen möchten, bestellen Sie unsere kostenlose
Informationsbroschüre Der Nahe Osten in der Prophezeiung. Darin können
Sie sehen, wie ein militanter Islam den Weg bereitet für die dramatische
Erfüllung dieser biblischen Prophezeiungen. Dann kann man beginnen zu verstehen,
wie schließlich etliche Millionen Muslime von dem wachsenden Einfluss des
militanten Islam beeindruckt sind und sich ihm anschließen werden. Und sie
werden genauer begreifen, was es heißt, zu „wachen und zu beten" – was Jesus uns
aufgetragen hat! Ein kürzlich in der Washington Post erschienener Artikel gibt
einen tieferen Einblick in die Situation im Nahen Osten:
„Das Ziel, die Muslime unter einer gemeinsamen Flagge zu
vereinen, bildet die Basis der radikal-islamischen Ideologie, vor der Bush in
wichtigen Reden über den Terrorismus wiederholt gewarnt hat. In einer Wortwahl,
die an den Kalten Krieg erinnert, beschrieb Bush den Irakkonflikt als
entscheidendes Schlachtfeld im übergeordneten Wettstreit zwischen denjenigen,
die sich für die Freiheit einsetzen, und denen, die ‚ein totalitäres islamisches
Reich von Spanien bis Indonesien’ errichten wollen.
Der Enthusiasmus der Extremisten für diese Vision wird von niemandem
angezweifelt. Auch wenn deren Verwirklichung noch so unrealistisch erscheint, so
hilft diese Motivation doch, Terrorakte zu erklären, die ansonsten oft
unerklärbar scheinen. Als Osama bin Laden die Angriffe vom 11. September 2001
auf das World Trade Center und das Pentagon ‚eine sehr kleine Sache im Vergleich
zu dieser seit über 80 Jahren andauernden Demütigung und Herabwürdigung’ nannte,
bezog er sich dabei auf die Zeit nach dem 1. Weltkrieg, als das letzte Kalifat
zerschlagen und der Nahe Osten durch europäische Mächte aufgeteilt wurde. Al
Qaida nannte seine Nachrichtensendung im Internet, die im September den
Sendebetrieb aufnahm, ‚Die Stimme des Kalifats’.
Doch das Kalifat wird auch von vielen einfachen Muslimen hoch geschätzt.
Für die meisten ist seine Wiedereinrichtung jedoch keine dringende
Angelegenheit. Öffentliche Meinungsumfragen zeigen, dass unmittelbare Themen wie
der israelisch-palästinensische Konflikt und Diskriminierung von den Befragten
als vorrangig eingestuft werden. Doch Muslime betrachten sich als Mitglieder der
umma, der Gemeinschaft der Gläubigen, die das Herz des Islam bildet. Und als
irdisches Oberhaupt dieser Gemeinschaft ist der Kalif sowohl als Erinnerung, wie
auch als Ideal geschätzt, wie Interviews zeigen.
Dieser große Respekt stellt für die Regierung Bushs ein Risiko dar, denn er
betrifft ein Thema, das die globale islamische Bevölkerung von etwa 1,2
Milliarden Menschen genau beobachtet. Bereits jetzt zeigen viele Umfragen, dass
die Muslime seit dem Einmarsch in Afghanistan und dem Irak unter amerikanischer
Führung beinahe überall den Krieg gegen den Terror als Krieg gegen den Islam
ansehen.
‚Warum marschieren Sie immer wieder in muslimische Länder ein?’, fragte
Kerem Acar, ein Schneider im Zentrum von Istanbul. ‚Ich werde es nicht mehr
erleben und meine Kinder auch nicht, aber vielleicht werden eines Tages meine
Enkel jemanden erleben, der sich zum Kalifen ernennt, wie es einen Papst gibt,
und wird die Geschehnisse beeinflussen’" (14. Januar 2006).
Tatsächlich wird ein künftiger „Mahdi", dessen Ankunft
die Muslime erwarten – und der in biblischen Prophezeiungen als „König des
Südens" bekannt ist (Daniel 11, 40-45) – schon bald in Erscheinung treten und
die Weltereignisse auf dramatische Weise beeinflussen. Dieser einflussreiche
muslimische Führer wird viele der über eine Milliarde Muslime vereinen. Er wird
für das künftige europäische Reich eine ernsthafte Bedrohung darstellen, so dass
das europäische Reich diese Bedrohung vernichten muss, um weiterhin die
Ölreserven im Nahen Osten ausbeuten und seine militärischen Ziele verfolgen zu
können.
Wir müssen uns wirklich eingestehen, dass sich die Welt tatsächlich im
Kriegszustand befindet. Es war vielleicht unbeabsichtigt, aber der amerikanische
Präsident George W. Bush hat den Eindruck erweckt, als würde sein Land die
gesamte „muslimische Nation" – wie sie sich selbst nennen –, die aus über einer
Milliarde Menschen besteht, „angreifen"!
Angesichts all der militärischen Eskalation blieb fast unbemerkt, dass die
USA ihre seit Jahrzehnten gehegte „zwei Fronten Strategie", in der das Land sich
bereit hielt, notfalls zum Beispiel einen Krieg im Mittelmeer und gleichzeitig
einen anderen Krieg im Pazifik führen zu können, aufgegeben hat. Diese
Veränderung der Strategie kann in der nahen Zukunft zu einer großen Gefahr
führen, weil sich die USA immer mehr Feinde zuzieht.
Und vergessen Sie nicht, dass es ein wieder erstarkendes Europa sein wird –
nicht ein schwächer werdendes Amerika –, das an vorderster Front gegen einen
expandierenden Islam kämpfen wird. Seit 2002 durch eine gemeinsame Währung – den
Euro – vereint, sind die Nationen Europas immer mehr daran interessiert, überall
dort einzugreifen, wo sie den Eindruck haben, dass die USA versagen, sei es im
„Krieg gegen den Terror" oder im Nahen Osten.
Wenn alle diese Trends zusammentreffen, beschreiben sie eine Vision für die
Zukunft, die sehr beängstigend klingt! Was ist los? Für diejenigen, die sich
damit beschäftigt haben, die viel gereist sind und die Komplexität dieser Themen
verstehen, ist es offensichtlich, dass wir in „gefährlichen Zeiten" leben. Die
Weltereignisse entwickeln sich in eine Richtung, die in biblischen
Prophezeiungen beschrieben ist! Eine Veränderung liegt in der Luft, aber
vielleicht nicht in einer Weise, wie sich das viele vorgestellt haben.
Und sie wurden zerstreut!
Gott muss sich nicht die Wettervorhersage ansehen. Er
entscheidet, ob es morgen einen blauen Himmel geben wird, oder nicht. Jesus
Christus sagte: „Gott [...] lässt regnen über Gerechte und Ungerechte" (Matthäus
5, 45). Gelegentlich hält Gott den Regen zurück, oder schickt zu viel, damit die
Menschen eine Lektion lernen!
Jakobus beschreibt in seinem Brief, wie der Prophet Elia ein Gebet betete,
„dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und
sechs Monate. Und er betete abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde
brachte ihre Frucht" (Jakobus 5, 17-18).
Gott hat also die Macht, das Land zu bewässern, oder vertrocknen zu lassen.
Dasselbe gilt für den Wind, für Kälte, Wirbelstürme und Wolken. Er nutzt diese
Macht gelegentlich, um in das Weltgeschehen einzugreifen. „Du zerbrichst die
großen Schiffe durch den Sturm von Osten" (Psalm 48, 8).
Einige der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte der englischsprachigen
Nationen wurden durch Gottes Eingreifen in das Wetter während einer Schlacht
entschieden. Diese erfolgreichen Eingriffe ermöglichten religiöse Freiheit,
Wohlstand und Macht der angelsächsisch-keltischen Mächte der USA, Kanadas,
Australiens, Neuseelands und Großbritanniens, die diese heute noch genießen.
In den Jahren 1586-1587 wurde die katholische Vorherrschaft über den
englischen Thron durch die Hinrichtung von Königin Mary von Schottland zunichte
gemacht. Im folgenden Jahr sandte König Philip II. von Spanien seine
„unbesiegbare" Armada aus 124 Schiffen gegen England und versuchte, den
katholischen Einfluss wieder herzustellen. Während die englische Marine noch
tapfer gegen die Spanier kämpfte, hatten sie bald keine Munition mehr! In diesem
kritischen Moment entstand ein nie vorher da gewesener Sturmwind und schickte
die schwer bewaffneten und beladenen spanischen Galeonen in ihr Verderben. Die
vom Wetter gebeutelten Schiffe, die ihre Heimat in Spanien noch erreichten,
waren so schwer beschädigt, dass viele von ihnen nicht mehr verwendet werden
konnten.
Königin Elisabeth, ließ im Gedenken an den Sieg über die spanische Armada
eine Silbermedaille herausgeben, die die Inschrift trug: „Gott blies, und sie
wurden zerstreut". Sie wusste, wer in dieser kritischen Stunde der Geschichte
ihres Volkes für diesen Wind verantwortlich war!
Ein wundersames Entrinnen
Im Jahr 1940 hatten Hitlers Streitkräfte rasch
Frankreich und die Niederlande erobert. Dabei hatten sie 330.000 britische
Elitesoldaten eingeschlossen und sie gezwungen, sich an den Hafen von Dünkirchen
zurückzuziehen, wo ihnen durch das Meer des Ärmelkanals der Rückweg versperrt
war. Hätten die Briten diese Armee verloren, so hätten sie kaum noch Hoffnung
haben können, die Nazis noch mal zurückzuschlagen, die sich bereit machten,
England zu erobern. Ein Satz machte in ganz Großbritannien die Runde: „Winnie
[Winston Churchill] braucht Boote".
Obwohl der Ärmelkanal gewöhnlich von rauer See geprägt und tückisch ist,
machten sich Hunderte von Schiffen, Yachten und Booten – alles, was schwimmen
und sich fortbewegen konnte – auf den Weg, um zumindest die Überreste der Armee
zu retten. Doch die Situation schien aussichtslos. Dann kam, zur Überraschung
aller, auf dem Festland schlechtes Wetter auf und zwang die deutsche Luftwaffe,
am Boden zu bleiben. Doch anstatt wie gewöhnlich rau und stürmisch zu sein –
gefährlich für kleinere Boote – wurde das Meer im Ärmelkanal beinahe so ruhig
wie das Wasser in einer Badewanne! Männer und Frauen, die schon ihr Leben lang
an der dortigen Küste gelebt hatten, hatten es nie so ruhig erlebt. „Winnies"
bunt zusammen gewürfelte Armada aus schwimmendem Treibgut rettete beinahe ein
Drittel einer Million britischer Soldaten – das Rückgrat ihrer gesamten Armee!
Hitler war verblüfft. Die Nazigeneräle knirschten mit den Zähnen angesichts der
verlorenen Chance eines einfachen Vernichtungsschlags. Die Briten waren zutiefst
dankbar und nannten es „das Wunder der ruhigen See".
Ich habe vier Jahre meines Lebens in Großbritannien verbracht und mit
mehreren älteren Männern gesprochen, die die Rettungsoperation von Dünkirchen
selbst erlebt haben. Allen standen die Tränen in den Augen, als sie über
dieses Erlebnis berichteten. Alle erinnerten sich an die überschwängliche
Dankbarkeit, die das britische Volk nach diesem Ereignis gegenüber Gott empfand.
Sonntag der 9. Juni 1940 wurde als Tag des nationalen Gedenkens für Gottes
Errettung bei Dünkirchen ausgerufen und viele englische Vikare können berichten,
dass ihre Kirchen an diesem Tag so voll waren, wie seit dieser Zeit nie
mehr.
Am Tag davor, dem 8. Juni, veröffentlichte Londons Daily Telegraph über
das, was die „Wundersame Errettung" von Dünkirchen genannt wurde. Ein britischer
Offizier, der selbst aus Dünkirchen gerettet worden war, sagte: „Eins ist sicher
im Hinblick auf den morgigen Gedenktag in unseren Kirchen. Niemand wird mit
größerer Ernsthaftigkeit und Intensität Dank sagen, als die Offiziere und
Männer, die Gottes Hand gesehen haben, die sie aus den Händen eines mächtigen
Feindes errettet hat, dem sie aus menschlicher Sicht auf Gedeih und Verderb
ausgeliefert waren".
Ja, Gott kontrolliert das Schicksal von Nationen – und einzelnen
Personen – auch indem er das Wetter entsprechend seiner Absicht beeinflusst. Um
mehr über dieses eindrucksvolle Zeichen für das Eingreifen Gottes zur Erfüllung
seiner Prophezeiungen zu erfahren, bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre
Wer kontrolliert das Wetter?
Hitlers Dämon
Gott gebraucht seine geheimen, unsichtbaren Mittler –
gerechte Engel (und manchmal sogar gefallene Engel) – um seinen Willen unter den
Menschen herbeizuführen, sie zu beeinflussen, zu erretten oder zu vernichten.
Die Bibel gibt uns in 1. Könige 22 einen faszinierenden Einblick in die
Geistwelt. Der inspirierte Verfasser gibt uns hier einen detaillierten Bericht
von einer Konferenz vor dem Herrn. Es scheint, als hatte Gott bereits
entschieden, einen der übelsten Könige in der Geschichte Israels, König Ahab,
aus seinem Amt zu entfernen. Die Frage war nur, wie es geschehen sollte. Gott
entschied sich für den Plan, Ahab zu veranlassen, persönlich an einer Schlacht
gegen die Aramäer bei Ramoth in Gilead teilzunehmen. Aber Gott brauchte
jemanden, der Ahab dazu brachte, in den Kampf zu ziehen. In diesem Fall meldete
sich ein böser Geist als Freiwilliger, um die Aufgabe zu erledigen: „Der Herr
sprach zu ihm [dem bösen Geist]: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und will
ein Lügengeist sein im Munde aller seiner [Ahabs] Propheten" (Vers 22).
Am Tag der Schlacht wusste Gott bereits, dass die Armee der Aramäer stärker
war und die Israeliten wirklich besiegen würde. Und obwohl Ahab seinen hohen
Rang verbarg, um nicht als Ziel erkenntlich zu sein, wurde er im Lauf des
Kampfes durch einen ungezielt abgeschossenen Pfeil getötet, der sich durch ein
Gelenk seiner Rüstung bohrte (Verse 34-37). Dies geschah, weil Gott entschieden
hatte, dass dieser üble König weder außerhalb der Gefahrenzone bleiben, noch
lebend aus dem Kampf entrinnen sollte, sondern vielmehr zusammen mit vielen
seiner besiegten Truppen umkommen sollte.
Als Adolf Hitler an die Macht kam, erklärte der aufmerksam beobachtende
evangelische Pastor Martin Niemöller: „Nun ist wirklich eine Zeit des Aussiebens
über uns gekommen. Gott gibt dem Satan freie Hand, damit er uns aufrütteln kann,
so dass offenkundig werde, welche Art von Männern wir sind".
Offensichtlich erlaubte Gott buchstäblich, dass der Nazidiktator von
Dämonen besessen und stark beeinflusst wurde. Der britische Autor George Bruce
schrieb: „Kann das Mysterium der Bosheit des Nationalsozialismus erklärt werden?
Gab es darin einen satanischen Kern? Eine Interpretation seiner Wesensart, die
Erwähnung finden sollte, ist die Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und
der erklärten Zuneigung zur schwarzen Magie und dem Okkultismus durch Hitler und
seinen inneren Kreis einschließlich Göring, Himmler, Goebbels, Ley und in den
frühen Tagen auch Dietrich Eckart und Professor Karl Haushofer.
„Auch wenn es für viele weit hergeholt scheint, war Hitler das Medium,
durch das der Kontakt mit den übernatürlichen Mächten des Bösen hergestellt
wurde. Hermann Rauschning, der Hitler mit einem neutralen, analytischen Auge
betrachtete, erklärt, dass er ein Medium war, das ‚von Kräften außerhalb
seiner selbst besessen war – beinahe dämonischen Kräften.’ Rudolf Olden,
politischer Redakteur der Zeitung Berliner Tageblatt in den Jahren des
Aufstiegs des Nationalsozialismus, kommentierte, wie der überwältigende, fast
übermenschliche Wasserfall von Worten in den Reden Hitlers manchmal einen
Höhepunkt erreichte, bei dem er buchstäblich ‚in Zungen redete’ und
besessen zu sein schien. André François-Poncet, der französische Botschafter
in Berlin zu jener Zeit erwähnte ebenfalls diese scheinbare dämonische
Besessenheit" (The Nazis [Die Nazis], Hamlyn, 1974, Seite 154).
Nach Zitaten einiger anderer Beobachter, die den Eindruck hatten, Hitler
habe Hilfe von dunklen geistlichen Mächten gehabt, spekuliert George Bruce
weiter: „Und wirft diese Theorie, dass Hitler von bösen, übernatürlichen Mächten
beherrscht war, nicht zum ersten Mal Licht auf die Erklärungen für Auschwitz,
Treblinka, den Tod von sechs Millionen Juden, den Plan, 33 Millionen Menschen
der slawischen Bevölkerung Russlands zu ermorden, die Bereitschaft, drei bis
vier Millionen junge deutsche Männer im Krieg zu opfern und schließlich auf das
von Fabian von Schlabrendorff berichtete Ziel der völligen und dauerhaften
Vernichtung des Christentums in der ganzen Welt?" (ebenda, Seite 156).
Hitlers Europa war ein schwacher Vorläufer dessen, was Gottes inspiriertes
Wort für die zukünftige Wiederbelebung eines satanisch beeinflussten
„Römisch-Babylonischen Systems" prophezeit: „Sie ist gefallen, sie ist gefallen,
Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und ein Gefängnis
aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel" (Offenbarung 18,
2).
Es ist ein ernüchternder Gedanke, sich vorzustellen, dass einige der
wichtigsten Mitspieler auf der Weltbühne, die unser Schicksal bestimmen, nicht
sichtbar sind. Es sind Engel oder Dämonen! Wir sollten uns der
Existenz einer sehr realen Geistwelt um uns herum viel mehr bewusst werden und
alles daran setzen, dass wir selbst von dem Geist Gottes geleitet werden!
Woher weiß Gott im Voraus, was geschehen
wird?
Woher weiß Gott, was in Zukunft geschehen wird? Wie kann
er ein Ereignis Hunderte oder gar Tausende von Jahren im Voraus prophezeien? Von
Anfang an war Gott ein genauer und aufmerksamer Beobachter menschlichen
Verhaltens. Er weiß ganz genau aus welchem Holz wir sind (Jeremia 17, 4-10).
Gott versteht völlig die Tendenz der Menschen, zu degenerieren, Kompromisse zu
schließen und den rechten Weg zu verlassen.
Direkt nachdem Gott Mose die Details seines Gesetzes für das altertümliche
Israel gegeben hatte, sagte er zu ihm: „Siehe, du wirst schlafen bei deinen
Vätern, und dies Volk wird sich erheben und nachlaufen den fremden Göttern des
Landes, in das sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich
mit ihm geschlossen habe. Da wird mein Zorn entbrennen über sie zur selben Zeit,
und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, so dass sie
völlig verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird,
werden sie sagen: Hat mich nicht dies Übel alles getroffen, weil mein Gott nicht
mit mir ist?" (5. Mose 31, 16-17).
Da Gott eine so tiefgründige Kenntnis der menschlichen Natur besitzt, kann
er mit Autorität vorhersagen, welche grundlegenden Situationen Völker und
Nationen in der Zukunft erleben werden. Und indem er dann mit seinen Fähigkeiten
das Wetter, menschliche Führer und andere Umstände beeinflusst, kann Gott ganz
spezifische Prophezeiungen erfüllen, die manchmal in ihrer Detailliertheit
erstaunen.
Ein Beispiel für dieses göttliche Eingreifen ist die bemerkenswerte
Geschichte von Cyrus dem Großen, dem König des Persischen Reichs. So unglaublich
es klingt, hat Gott doch den Propheten Jesaja inspiriert, Cyrus fast zwei
Jahrhunderte vor seiner Geburt namentlich und in seinen Taten
zu beschreiben!
Um 740-720 v.Chr. schrieb Jesaja durch göttliche Inspiration: „...der zu
Cyrus sagt: Mein Hirte! Er soll all meinen Willen vollenden und sagen zu
Jerusalem: Werde wieder gebaut! und zum Tempel: Werde gegründet! So spricht der
Herr zu seinem Gesalbten, den ich bei seiner rechten Hand ergriff, dass ich
Völker vor ihm unterwerfe und Königen das Schwert abgürte, damit vor ihm Türen
geöffnet werden und Tore nicht verschlossen bleiben" (Jesaja 44, 28 – 45,1).
Heute behaupten viele Gelehrte, dass diese Passagen im Buch Jesaja
zeitgleich mit den Ereignissen geschrieben worden sein müssen, die darin
Erwähnung finden. Sie leugnen, dass Jesaja eine Prophezeiung 200 Jahre vor ihrer
Erfüllung geschrieben hat. Auf welcher Grundlage leugnen sie dies? Sie bringen
dafür keine Fakten vor – nur einen Mangel an Glauben, dass Gott der Allmächtige
ist, der wirklich in das Weltgeschehen eingreifen kann!
Sehen wir, was Historiker über die Ereignisse wissen, die um 539 v.Chr.
stattfanden, als Cyrus Babylon eroberte, eine „undurchdringliche Stadtfestung,
die auf der ganzen Welt für ihre Macht bekannt war. Unfähig, die massiven,
befestigten Stadtmauern um Babylon zu überwinden, an denen bereits so viele
andere Angreifer gescheitert waren, leiteten die Männer von Cyrus den Euphrat
um, der normalerweise unter den schweren Wassertoren durch die Stadt floss.
Indem sie so den Wasserspiegel senkten und mit Hilfe eines Spions die inneren
Stadttore entlang des Flusses entriegelten, konnte die Armee von Cyrus in die
Stadt einfallen und die Babylonier völlig überraschend überwältigen.
War Gott überrascht? Nein. Er hatte schon fast 200 Jahre zuvor beschrieben,
wie ein Führer, der namentlich „Cyrus" genannt wurde, große Könige besiegen
würde, indem er durch „zweiflügelige Tore" (Jesaja 45, 2; [Young’s Literal
Translation]) gehen würde!
Bald darauf erließ Cyrus ein Dekret, das den Juden erlaubte, freiwillig in
ihr Heimatland und nach Jerusalem zurückzukehren, und beauftragte sie – in
Erfüllung einer weiteren, bemerkenswerten Prophezeiung – den Tempel wieder
aufzubauen (Esra 1, 2-4; 6, 2-5).
Was macht Gott?
Religiöse Menschen fragen sich: „Was hat der Schöpfer im
Sinn?" Doch das öffentliche Interesse an Religion steigt und fällt mit den
Ereignissen in der Welt. „Nach dem 11. September lag Religion in einer Weise in
der Luft, wie es schon seit sehr langer Zeit nicht mehr der Fall gewesen war und
auch noch lange Zeit nicht wieder sein wird", sagte Andrew Kohut, Direktor des
Pew Research Center for the People & the Press [Forschungszentrum für
Menschen und die Presse]. Nach den Terrorangriffen vom 11. September sagten
manche weltliche Kommentatoren, dass Religion im Allgemeinen das Problem sei,
aber Kohuts Pew Center fand heraus, dass das amerikanische Volk eine
andere Meinung vertrat. „Im Verhältnis von 2:1 sagten die Menschen, die
Terrorangriffe vom 11. September waren das Ergebnis von zu wenig Religion in der
Welt, anstatt zu viel", ergab die Pew-Umfrage (San Diego Union-Tribune,
22. März 2002). Diese Umfrage zeigte auch, dass 52 Prozent der Amerikaner
glaubten, der Einfluss der Religion sei bereits zurückgegangen, nur sechs Monate
nach dem Höhepunkt des Interesses im September 2001. Dennoch halten die meisten
Amerikaner Religion immer noch für wichtig; 83 Prozent derjenigen, die in einer
Gallup-Umfrage im September 2006 befragt wurden, bezeichneten Religion entweder
als „sehr wichtig" oder als „ziemlich wichtig" für ihr Leben. Nur 16 Prozent
sagten, Religion sei „nicht sehr wichtig".
Trotz der Skepsis weltlich eingestellter Menschen können wir die vor uns
liegenden „schlimmen Zeiten" verstehen, wenn wir uns einem Buch zuwenden, dem
gegenüber viele Menschen sentimentale Gefühle hegen, das sie aber nur sehr wenig
kennen. Dieses Buch ist die Bibel. Sie spricht mit Autorität über die Zukunft
unserer Nationen und offenbart in Prophezeiungen erstaunliche Ereignisse, die
die gesamte Menschheit betreffen werden.
Obwohl es von den Menschen in unserer modernen Welt kaum begriffen wird,
war der Jesus Christus der Bibel derjenige, der künftige Ereignisse besser
vorhergesagt hat, als jeder andere, der jemals gelebt hat. Das Buch der
Offenbarung, auch als Apokalypse bekannt, beschreibt, was Jesu Christus direkt
offenbart hat.
Beachten Sie den ersten Vers dieses spannenden und bedeutsamen Buchs: „Dies
ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu
zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt
und seinem Knecht Johannes kundgetan" (Offenbarung 1, 1).
Doch diese Prophezeiungen wurden nicht nur in der Offenbarung
niedergeschrieben. Jesus Christus verkündete sie bereits, als er selbst auf
Erden lebte. Die gesamten Kapitel Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 sind der
berühmten Ölbergprophezeiung Jesu gewidmet – einer wichtigen Prophezeiung, die
eine Abfolge von Ereignissen beschreibt, welche direkt zum Ende der
Zivilisation, wie wir sie heute kennen, sowie zum Beginn eines völlig neuen
Zeitalters führt.
Das Gespräch begann, als Jesu Jünger fragten: Sage uns, wann wird das
geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der
Welt?" – dieses Zeitalter der Herrschaft der Menschen (Matthäus 24, 3). Nachdem
er eine Reihe von Zuständen aufzählt, unter denen das Erscheinen falscher
Propheten, örtlicher und weltweiter Kriege, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben
sind, beschreibt Jesus eine „große Bedrängnis" auf der Erde – „wie sie nicht
gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird"
(Vers 21).
Die schlimmste Zeit, die diese Welt jemals erlebt hat? Leider ja. Der Jesus
Christus Ihrer Bibel prophezeite dies in unmissverständlichen Worten. Das
Markusevangelium gibt Jesu Aussage so wieder: „Denn in diesen Tagen wird eine
solche Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der
Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird" (Markus
13, 19).
Eine zermürbende Armut, Dürre und Hungersnöte, hoch ansteckende Seuchen und
schließlich Gewalt auf der ganzen Welt werden das biologische Leben an der Rand
der Vernichtung bringen – all das ist klar in der Bibel für das Ende dieser
menschlichen Zivilisation vorhergesagt.
Aber ist das wirklich das Ende von allem?
Jesus sagte ausdrücklich: „Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so
würde kein Mensch selig [gerettet] werden" (Matthäus 24, 22). Diese Tage müssen
„um der Auserwählten willen" verkürzt werden – für die wahren Christen, die
wirklich Gott dienen und gehorchen.
Doch vor Gottes gnädigem Eingreifen wird er zulassen, dass die westliche
Welt eine Zeit unvergleichlicher Angst und Bedrängnis erlebt – in der Bibel die
„große Bedrängnis" genannt. Es wird eine Zeit nationaler Züchtigung sein, die
besonders die Länder USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland und
viele Länder in Nordwesteuropa betrifft.
Warum die große Bedrängnis?
Der allmächtige Gott ist es, der Nationen werden und
vergehen lässt. Er ist es, der – vor Tausenden von Jahren – die nun bald
entstehende Konstellation eines letzten europäischen Reichs, einer Art
„Vereinigte Staaten von Europa" vorhergesagt hat, mit dessen Hilfe er Amerika,
Großbritannien, Kanada und die anderen oben erwähnten Nationen züchtigen wird!
In Jesaja 47, 1 spricht Gott von einer jungfräulichen Tochter des
altertümlichen Babylon. Er beschreibt deren zukünftiges Gericht: „Setze dich
stumm hin, geh in die Finsternis, du Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht
mehr heißen ‚Herrin über Königreiche’. Als ich über mein Volk zornig war und
mein Erbe entheiligte, gab ich sie in deine Hand; aber du erwiesest ihnen keine
Barmherzigkeit, auch über die Alten machtest du dein Joch allzu schwer" (Verse
5-6).
Beachten Sie, dass Gott von „mein Volk" und „mein Erbe" spricht. Erinnern
Sie sich, dass das Haus Israel „mein Erbe" genannt wird und Gott nennt die
Israeliten im Alten Testament wiederholt „mein Volk", „mein Haus" oder „mein
Erbe" (Jesaja 19, 25; Jeremia 12, 7-9).
Erinnern Sie sich auch, dass es die Assyrer im Altertum waren, die die zehn
Stämme des Nordreichs Israels angriffen und eroberten.
Aber diese Prophezeiung spricht von einer Tochter – einem politischen,
wirtschaftlichen und religiösen System im Geiste des alten Babylons – das in
moderner Zeit aufkommen wird, um den physischen Nachkommen von Gottes Volk
Israel ein „Joch" aufzulegen.
Beachten Sie weiter, dass diese Tochter „Herrin über Königreiche" genannt
wird und dass sie sagt: „Ich bin’s und sonst keine; ich werde keine Witwe werden
noch ohne Kinder sein" (Jesaja 47, 8). Um zu verstehen, wer diese Tochter
Babylons ist, sollten wir uns nicht auf fehlerhafte menschliche Argumentationen
verlassen, sondern die Bibel sich selbst interpretieren lassen. In Offenbarung
17 finden wir dasselbe falsche System genau beschrieben.
Die Bibel gebraucht Symbole, um geistliche Konzepte anschaulich zu machen.
Offenbarung 17 erzählt uns symbolhaft von einer großen Hure, die in Purpur und
Scharlach gekleidet ist, die politische Lobbyarbeit leistet und mit den
weltlichen Führern dieser prophezeiten wirtschaftlichen und
politisch-militärischen Supermacht „ins Bett steigt" (Vers 18). Diese
scharlachrote Frau repräsentiert ein falsches religiöses System, das bezeichnet
wird als „Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Gräuel
auf Erden" (Vers 5). Die „Wasser" an denen die Frau sitzt, sind „Völker,
Scharen, Nationen und Sprachen" (Vers 15). Dies beschreibt offensichtlich eine
mehrsprachige Föderation oder ein Reich. Wie Jesaja prophezeit hat, ist sie
wirklich die „Herrin über Königreiche".
Und vergleichen Sie Jesaja 47, 7-8 mit Offenbarung 18, 7, wo steht: „Denn
sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier und bin eine Königin und bin keine
Witwe, und Leid werde ich nicht sehen".
Der Apostel Johannes schrieb, dass es in der Endzeit, wenn diese
Prophezeiung verstanden werden würde, sieben Könige geben werde, „fünf sind
gefallen, einer ist da, der andre ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt,
muss er eine kleine Zeit bleiben" (Offenbarung 17, 10).
Wer sich ernsthaft mit Prophezeiungen befasst, kann erkennen, dass sich die
Folge von fünf Königen auf das „Heilige Römische Reich" bezieht, das unter fünf
verschiedenen „Königreichen" über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren
Zentraleuropa und die Mittelmeerregion dominiert hat, von der Spätantike bis ins
frühe 19. Jahrhundert. Indem es sich immer wieder umgestaltete und neu
organisierte, hat sich dieses politische System zäh und widerstandsfähig wie
Unkraut erwiesen. In chronologischer Reihenfolge waren seine berühmtesten
Führer: Justinian, Karl der Große, Otto der Große, Karl V. von Habsburg und
Napoleon.
Johannes schrieb auch von einem sechsten Königreich, das jetzt „da" ist –
das zu dem Zeitpunkt an der Macht war, als diese Prophezeiung in der Endzeit
erstmals verstanden wurde. Dieses Königreich war die Wiederbelebung des
römischen Reichsgedankens unter den Achsenmächten Hitlers und Mussolinis während
des Zweiten Weltkriegs.
Und heute, während wir beobachten können, wie sich endzeitliche Ereignisse
zusammenfügen, wissen wir, dass ein letzter König „noch nicht gekommen" ist.
Dieser Führer „steht schon in der Startlöchern", um auf der Weltbühne in
Erscheinung zu treten – noch zu Lebzeiten der meisten von Ihnen, die diese
Broschüre lesen.
Erwähnt die Bibel die USA und Großbritannien?
Abraham wurde verheißen, dass seine Nachkommen so
zahlreich wie der Sand am Ufer des Meeres werden würden (1. Mose 22, 16-17).
Diese Verheißung wurde dann an seinen Enkel Jakob weitergegeben. Gott änderte
Jakobs Namen in Israel um und sagte zu diesem, dass seine Nachkommen „ein Volk
und eine Menge von Völkern" beinhalten würden (1. Mose 35, 10-12). Als Jakob
selbst alt war, gab er diese beeindruckenden Verheißungen an seine Enkel,
Ephraim und Manasse weiter (1. Mose 48, 15-20). Diese Verheißungen beinhalteten
nicht nur eine Vormachtstellung im Nahen Osten, sondern die Nachkommen Israels
sollten die „höchsten über alle Völker" werden (5. Mose 26, 19).
Wo und wann hat Gott diese Verheißungen erfüllt? Die Reiche Davids und
Salomos waren groß, aber passen sie auf diese Beschreibung? Nein! Obwohl Salomos
Reich wahrscheinlich das wohlhabendste seiner Zeit war, war es eine einzelne
Nation, kein „Volk und eine Menge von Völkern". Außerdem waren dessen Größe und
Bevölkerung sehr klein im Vergleich zum chinesischen Reich jener Zeit. Und seit
Salomo konnte keine Nation, die ihren Ursprung in Jerusalem hatte, für sich
beanspruchen, „hoch über allen Völkern" zu sein. Hatte Gott diese vielen
Verheißungen im Lauf der Jahre vergessen?
Natürlich nicht! Die Antwort finden wir in 1. Könige 12 und 2. Könige
Kapitel 17, 24 und 25. Nach dem Tod König Salomos wurden Israel und Juda zu
getrennten Nationen, und sind bis heute getrennt geblieben! Israel wurde durch
Assyrien erobert und über 100 Jahre später wurde Juda durch Babylon eingenommen.
In beiden Fällen wurde die Bevölkerung deportiert, aber nur ein Bruchteil der
Nation Judas kehrte wieder zurück!
Es ist eine faszinierende Geschichte, die den Rahmen dieser Broschüre
sprengen würde, aber die Fakten liegen auf der Hand. Die moderne Nation, die
sich selbst „Israel" nennt, stammt in Wahrheit von dem altertümlichen Königreich
Juda ab – von den Juden. Das altertümliche Königreich Israel hat
seine Identität verloren und ist heute „wie der Sand am Ufer des Meeres" – es
sind die Staaten USA, Großbritannien, Australien, Kanada und ein Großteil von
Nordwesteuropa. Die biblischen und historischen Hinweise sind vorhanden, auch
wenn viele bevorzugen, diese zu ignorieren. Zusammengenommen sind diese Nationen
die physischen Nachkommen des biblischen Patriarchen Israel. Der Allmächtige
wird sie besonders für ihre immensen Sünden züchtigen und zurechtweisen, wie er
es mit jedem Sohn tut, den er liebt (Hebräer 12, 6).
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erfahren möchten, bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre „Was bringt die
Zukunft für Amerika und Großbritannien". Wenn Sie den Ursprung und die
prophetische Identität der von den Briten abstammenden Völker in den USA,
Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland , Südafrika und Nordwesteuropa
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Das letzte von Menschen errichtete Reich
Die vorerst letzte Wiederbelebung des
babylonisch-römischen Systems wurde als existierend beschrieben, als diese
Prophezeiung in den späten 1930er Jahren zum ersten Mal von Herbert W. Armstrong
verstanden wurde. Es handelte sich um den Machtblock der Achsenmächte Hitlers
und Mussolinis. Mussolini bestätigte, dass er bemüht war, das System des
Römischen Reichs wieder zu beleben.
In Offenbarung 17, 10-12 sehen wir, dass nach dem sechsten Haupt noch ein
letztes Haupt auftreten soll – eine letzte Wiederbelebung dieses Systems muss
noch stattfinden! Beachten Sie, dass die zehn Hörner auf dem ursprünglichen Tier
zehn Könige – oder Diktatoren – sind! Sie haben noch kein Reich (keine Macht)
empfangen, werden aber zusammen mit dem Tier für eine Stunde Macht wie Könige
erhalten. Hier sehen wir, dass zehn Könige oder Diktatoren gleichzeitig
auftreten und sich zusammentun, um einem charismatischen Führer ihre
Unterstützung zuzusichern, den die Bibel das „Tier" nennt. Wo wird diese letzte
Wiederbelebung des Heiligen Römischen Reichs sein? Wer werden diese Könige und
Nationen sein?
Die Antwort ist klar! Dieses Reich, das Kirche und Staat vereint, ist schon
mehrmals in Zentraleuropa und den Mittelmeerstaaten wieder auferstanden. Es ist
dieselbe Macht aus Kirche und Staat, die Gott in Offenbarung 17 und 18 immer
wieder verurteilt.
Das System wird wieder in Zentraleuropa entstehen! Dieses System wird die
Form einer „Vereinigten Staaten von Europa" haben – eines europäischen Reichs,
das ohne Zweifel nicht von einem in der Demokratie verwurzelten Großbritannien
dominiert wird, sondern von einem Regierungssystem, das Macht in den Händen
weniger Schlüsselfiguren Europas konzentriert und offizielle Verbindungen zu
einer starken religiösen Macht unterhält!
Beachten Sie auch, dass dieses System gemäß Offenbarung 17, 14 letztlich
sein Ende findet, als es gegen das Lamm Gottes – Jesus Christus – Krieg führt,
als dieser zum zweiten Mal erscheint, als König aller Könige. Der Zeitpunkt für
diesen Meilenstein in der Geschichte kommt bald, wie die Prophezeiungen in
Matthäus 24 belegen.
Prophezeiungen sind oft dual. Gott gebrauchte Assyrien im Altertum, um die
zehn Stämme des Nordreichs Israel zu züchtigen, über 100 Jahre bevor das Haus
Juda von Babylon in Gefangenschaft geführt wurde (2. Könige 17, 6; 25, 21).
Doch in unserer heutigen Endzeit wird Gott die Nachkommen der
altertümlichen Assyrer in Verbindung mit der prophezeiten Wiederbelebung des
babylonischen Systems (des Heiligen Römischen Reichs) gebrauchen, um sein
eigensinniges, in Sünden lebendes Volk zu züchtigen – hauptsächlich Kanada,
Großbritannien und die USA. Diese modernen Nachfahren des Patriarchen Israel
werden für ihre Sünden bestraft, ebenso sicher, wie ihre Vorfahren. Und auch die
Juden werden zusammen mit den anderen Stämmen Israels und den Heiden, die unter
ihnen leben, zur gleichen Zeit ihren Teil der Züchtigung erfahren.
Ich will mich unmissverständlich ausdrücken. In den Jahren, die vor uns
liegen, werden Sie von Berichten über den Niedergang der englischsprachigen
Nationen in den Nachrichten lesen und hören! In der Regel wird es nicht so
genannt werden, aber Sie werden zunehmend bemerken, dass die USA, Kanada,
Großbritannien, Australien und Neuseeland immer mehr Probleme bekommen. Sie
werden in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Sie werden schrittweise aus ihrer
Vormachtstellung in der Welt verdrängt. Und wenn sie versuchen, die Führung zu
übernehmen und militärisch oder anderweitig in das Weltgeschehen einzugreifen,
werden sie mehr und mehr Fehler begehen und immer mehr auf Ablehnung stoßen. Die
Palästinenser, die Iraker, die Iraner und andere, die Amerika bereits jetzt den
„großen Satan" nennen, erhalten dann – zumindest moralischen – Zuspruch von
einer Vielzahl wichtiger Nationen.
Zuerst werden viele Nationen ihr Mitgefühl für die Schwierigkeiten und
Probleme dieser Länder zum Ausdruck bringen. Aber schrittweise wird daraus dann
eine zunehmend feindselige und verbitterte Haltung – vornehmlich gegenüber den
USA. Aus Neid werden sie die Meinung vertreten, dass Amerika schon viel zu lange
den „starken Mann" spielen konnte. Die USA waren reich und mächtig, und sie
exportierten eine dekadente Unterhaltungsindustrie und einen selbstsüchtigen
Lebensstil in andere Länder, die deren Gesellschaft zutiefst mit Ablehnung und
Verachtung erfüllt.
Eine Nation am Ende
Die USA schulden anderen Ländern gegenwärtig mehrere
Billionen Dollar, die sie niemals zurückzahlen können! Wer wird am Ende
seine Schulden eintreiben – und das voller Zorn? Eine Nation, die einst der
wirtschaftliche Motor des Planeten war, ist nun ein Schuldner, der schon bald
einem ungewollten Zahltag ins Auge sehen könnte. Über Jahrzehnte hinweg konnte
Amerika zumindest aus den überseeischen Besitztümern einen guten Ertrag
erwirtschaften und so die schlimmsten Auswirkungen des eigenen Defizits
abfedern. Aber dieses Phänomen geht langsam zu Ende. Eine der respektiertesten
Zeitschriften der Welt, The Economist, berichtete (19. Januar 2006):
„Nach allgemeiner Ansicht sind die USA jetzt der größte Schuldner der Welt.
Aufgrund des chronischen Handelsdefizits standen sie Ende 2004 mit 2,5 Billionen
in den roten Zahlen. Und trotzdem haben sie es immer noch irgendwie geschafft,
aus ausländischen Besitztümern mehr zu erwirtschaften, als sie bezahlen mussten,
um den viel größeren Schuldenberg auszugleichen: 2004 waren es 36,2 Milliarden
mehr... Nicht die 36,2 Milliarden Einkommensüberschuss sind das Mysterium, so
sagt man. Die Anomalie liegt in den 2,5 Billionen an Schulden. Wenn Amerika im
Ausland immer noch einen Überschuss erzielt, dann muss es entgegen des
allgemeinen Empfindens immer noch als Nettokreditgeber gelten... Aber leider
folgten auf die 36,2 Milliarden Überschuss in 2004 nur noch 4 Milliarden
Auslandsüberschuss im ersten Dreivierteljahr 2005. Wenn die Entwicklung sich so
fortsetzt, wird man 2010 ein Defizit von 190 Milliarden haben... Amerikas
Nettovermögen im Ausland entspräche dann minus 3,8 Billionen. Wirklich eine
düstere Vorahnung".
Ist die finanzielle Position der USA zunehmend „düster"? Die Regierenden in
Amerika müssen aufwachen!
Vielleicht kommen andere Nationen bald zu der Ansicht, es sei
gerechtfertigt, eine Nation anzugreifen, die bekannt dafür ist, dass sie einen
Lebensstil exportiert, der Drogen, Sex, degenerierte Musik und Schulden
befürwortet. Wird man den USA bald vorwerfen, sich von anderen Nationen Geld zu
leihen, um weiter einen extravaganten Lebensstil führen zu können, ohne jemals
zu beabsichtigen, dieses Geld zurückzuzahlen?
Beachten Sie Gottes Anweisung an seine wahren Diener direkt bevor die große
Bedrängnis beginnt: „Und nun, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr
sprecht: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, dass wir darunter
vergehen; wie können wir denn leben? So sprich zu ihnen: So wahr ich leben,
spricht Gott der Herr: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern
dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um
von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause
Israel?" (Hesekiel 33, 10-11).
Ja wirklich.
Wenn wir als Volk wirklich bereuen und uns wieder Gott zuwenden
würden, wenn wir anfangen würden, seine Gebote zu befolgen, könnte Gott Gnade
walten lassen. Er könnte diese nationale Züchtigung für ein oder zwei
Generationen aufschieben, denn er sagt: „Kehrt nun um von euren bösen Wegen"!
Aber wie viele glauben wirklich, dass Amerika und Großbritannien eine echte
Hinwendung zur wahren Religion erleben werden? Glauben Sie wirklich, dass die
Menschen beginnen werden, die Bibel zu studieren und danach zu leben? Werden wir
aufhören, Millionen ungeborene Kinder zu ermorden? Werden wir mit unserem
sexuellen Verhalten aufhören, das millionenfach vaterlose Kinder hervorbringt?
Haben wir den Mut, unsere Unterhaltungsindustrie von sexuellen Perversionen
und Gewalt zu säubern? Werden wir zu Selbstkontrolle zurückfinden und den
Missbrauch von Alkohol und Drogen stoppen? Werden wir aufhören, uns von unseren
Ehepartnern scheiden zu lassen und unsere Kinder zu missbrauchen und stattdessen
umkehren und Gott ehren, indem wir seine Gebote einhalten und tun,
was vor ihm wohlgefällig ist (1. Johannes 3, 22)?
Die meisten von uns wissen es besser. Aber sofern keine echte, wirkliche
Reue stattfindet, liegt die große Bedrängnis direkt vor uns!
Erst das zweite Kommen Christi als König aller Könige wird in den Nationen
als Ganzes eine wirkliche Veränderung im Herzen bewirken – und selbst dann
geschieht es erst nach einer Zeit unsäglichen Leidens. Wie paradox! Was für eine
traurige Situation es doch ist, dass die Welt die schrecklichste „schlimme Zeit"
durchmachen muss, bevor sie die beste Zeit erleben kann. Aber Jesus Christus
kommt wieder, und er wird eine reale, buchstäbliche Regierung hier auf Erden
einsetzen, um uns aus dem Chaos zu erretten, in das wir uns selbst gebracht
haben. Jesu Regierung wird in dieser zukünftigen Zeit die Menschen die Gesetze
und Wege Gottes lehren. Menschen, die ernsthaft wünschen, wahre Christen zu
sein, können und sollten sich – schon jetzt – darauf vorbereiten, einen aktiven
Teil an Christi bald kommendem Reich zu haben.
Was hat Jesus wirklich gesagt?
In seinem gesamten Evangelium hat Jesus ständig über ein
kommendes Reich Gottes auf Erden gesprochen. Im Gleichnis von den anvertrauten
Pfunden zeigte Jesus, welchen Lohn diejenigen erhielten, die ihre Fähigkeiten
und ihre Zeit dafür eingesetzt hatten, Gott mit Eifer zu dienen. Zu demjenigen,
dessen Pfund sich verzehnfacht hatte, sagte Jesus: „Recht so, du tüchtiger
Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über
zehn Städte" (Lukas 19, 17).
Jesus sagte nicht, dass seine treuen Diener „die ganze Zeit im Himmel
herumsitzen" würden – und nichts zu tun hätten! Vielmehr erklärte er, dass die
Heiligen an dem kommenden Reich Gottes teilhaben würden. Sie werden über fünf
oder zehn Städte herrschen – abhängig davon, wie sehr sie geistlich
gewachsen sind und ihre „Pfunde" oder „Talente" vermehrt haben. Der wahre Jesus
Christus sagte voraus, dass er auf diese Erde als König aller Könige
zurückkehren wird, um eine Weltregierung zu errichten (Matthäus 25, 31-34;
Offenbarung 19, 11-16).
Jesu Botschaft – das Evangelium vom Reich – beinhaltet also eine
Weltregierung. Es gibt einen großen Bedarf, auf dieser Erde wieder Reinheit,
Bescheidenheit und Frieden herzustellen. Deshalb erklärte der Apostel Petrus,
dass Gott „den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn muss
der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon
Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn"
(Apostelgeschichte 3, 20-21).
Petrus sagte, dass die von Gott ernannten Sprecher schon immer vorhergesagt
hatten, dass es einen neuen Anfang für die Welt geben werde! Was sagten diese
Sprecher über die direkte Regierung Gottes auf Erden voraus?
Die Welt von Morgen
Der Prophet Micha beschrieb diese kommende Zeit des
Friedens: „In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des Herrn Haus ist,
fest stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker
werden herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns
hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns
lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung
ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten
und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu
Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das
andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu
führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand
wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn Zebaoth hat’s geredet" (Micha 4,
1-4).
Beachten Sie, dass die Menschen nicht mehr lernen werden, Krieg zu führen.
Das ist die Sprache des Friedens und Wohlstands, in der die Menschen die Ruhe
und die Früchte ihrer Unternehmungen genießen können. Niemand braucht mehr Angst
zu haben – denn nicht nur die Nationen, sondern auch jeder Einzelne wird lernen,
Gottes Gesetzen zu gehorchen.
Das „Gesetz", das von Jerusalem zu den Nationen ausgehen wird (Vers 2; vgl.
Lutherbibel 1912), sind natürlich die Zehn Gebote. Dieses
geistliche Grundgesetz Gottes war von Anfang an die Grundlage für Gottes
Anweisungen an die Menschen.
Während seines Wirkens auf Erden wurde Jesus von einem jungen Mann über den
Weg zum ewigen Leben gefragt. Jesus antwortete: „Willst du aber zum Leben
eingehen, so halte die Gebote". „Welche?" hakte der junge Mann nach.
Und Jesus erwiderte: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen, du
sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben" (Matthäus 19,
17-18).
Eine globale Gesellschaft auf Grundlage der Zehn Gebote mit der
versprochenen Hilfe des heiligen Geistes um den Menschen zu helfen, sie
einzuhalten, wäre frei von Kriegen und praktisch frei von Verbrechen, Ehebruch,
zerbrochenen Ehen, Jugendkriminalität und Lügen. Der Staatshaushalt könnte alle
Ausgaben für Rüstung und fast alle heutigen Ausgaben für Polizei und
Bundespolizei einsparen. Und auch viele andere „notwenige" Dienstleistungen der
Regierung könnten dann als „nicht mehr notwendig" eingestuft werden. Solche
Dienstleistungen tragen stark zur hohen Steuerbelastung bei. Wenn es kein Lügen
und Stehlen mehr gäbe, können Sie sich vorstellen, welche Unmengen an Geld
gespart werden würden, weil man sich einfach keine Sorgen mehr machen müsste
wegen Überfällen, Ladendiebstahl, Unternehmenszerschlagungen, und Betrug bei der
Steuererklärung.
Was für eine gesegnete Gesellschaft das wäre!
Und solch eine Gesellschaft kommt – so sicher wie der Sonnenaufgang morgen
früh! Und die Menschen, die in dieser Gesellschaft leben, werden – durch Christi
Gnade, Hilfe und Leitung – die Zehn Gebote als eine Lebensweise praktizieren.
Wie Gott für diese Zeit verheißen hat: „Ich will euch ein neues Herz und
einen neuen Geist in euch geben... Ich will meinen Geist in euch geben und will
solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte
halten und danach tun" (Hesekiel 36, 26-27).
Das Land dieser Menschen wird fantastisch fruchtbar sein und es wird mehr
Wohlstand geben, als es seit Tausenden von Jahren gegeben hat. Männern und
Frauen wird ein neuer Geist gegeben – ein Geist des Gehorsams gegenüber Gott –
damit die Welt endlich Frieden haben wird.
Viele erkennen nicht, dass diese kommende Zeit des Friedens unter der
Herrschaft Christi auf Erden auch ein wichtiger Bestandteil des Evangeliums oder
der „Guten Nachricht" ist, die Jesus Christus selbst gepredigt hat. Diese
wichtige Botschaft handelt von der kommenden Weltregierung!
Vom Anfang des Wirkens Jesu Christi bis ans Ende hat er ständig über das
kommende Reich Gottes gesprochen. Der Begriff „Reich" beinhaltet eine Regierung
– eine Art und Weise, wie man ein Land oder eine Gruppe von Ländern führt.
Nachdem Jesus in der Synagoge von Kapernaum gelehrt hatte, sprach er: „Ich
muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu
bin ich gesandt" (Lukas 4, 43). Im so genannten „Vaterunser" gibt uns Jesus die
Anweisung, zu beten: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf
Erden" (Matthäus 6, 10). Er lehrt uns, zu beten, dass Gottes Regierung auf
dieser Erde wieder hergestellt wird!
Christi tausendjährige Herrschaft
Als Jesus den Aposteln nach seiner Auferstehung
erschien, fragten sie ihn: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das
Reich für Israel?" (Apostelgeschichte 1, 6). Wäre das Reich Gottes nur ein
geistlicher Zustand und keine reale Regierung, die von Dutzenden
alttestamentlicher Prophezeiungen und durch Christi eigene Aussagen vorhergesagt
wurde, so hätte Jesus hier eine wunderbare Gelegenheit gehabt, diese Vorstellung
zurechtzurücken.
Aber tat er das?
Im Gegenteil. Christus sagte: „Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu
wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat" (Vers 7). Daher fuhren die
Apostel unvermindert fort, die Gute Nachricht von der kommenden Regierung Gottes
zu predigen. Am Ende des apostolischen Zeitalters sprachen Christi Apostel immer
noch über das kommende Reich oder die Regierung Gottes, die auf dieser Erde
errichtet werden wird, mit Christus selbst als „König aller Könige" (Offenbarung
19, 16).
Selbst nach dem Tod der ursprünglichen Apostel lehrten und predigten viele
der frühen Kirchenväter weiterhin die Botschaft der kommenden, tausendjährigen
Herrschaft Christi auf Erden. Der herausragende Historiker Edward Gibbon
schrieb, wie weit verbreitet diese Lehre im frühen Christentum war: „Die
altertümliche und populäre Lehre über das Millennium war eng mit dem zweiten
Kommen Christi verbunden. So wie die Werke der Schöpfung in sechs Tagen
abgeschlossen worden waren, wurde, nach einer Tradition, die dem Propheten Eliah
zugeschrieben wurde, ihre Dauer im gegenwärtigen Zustand auf sechstausend Jahre
festgelegt. In derselben Analogie wurde der Schluss gezogen, dass diese lange
Periode der Mühe und des Streits, die jetzt beinahe vergangen sei, von einem
freudigen, tausendjährigen Sabbat gefolgt würde, und dass Christus mit der
triumphierenden Gemeinschaft der Heiligen und Auserwählten, die dem Tod
entronnen sind, oder die übernatürlich wiedererweckt wurden, auf der Erde
herrschen würde, bis zu der für die letzte und allgemeine Auferstehung
bestimmten Zeit (The Decline and Fall of the Roman Empire [Abstieg und
Fall des Römischen Reichs], Band 1, Seite 403).
Wir befinden uns nun am Ende von 6000 Jahren menschlicher
Geschichtsschreibung! Bald ist es Zeit, dass Christi Reich auf dieser Erde
errichtet wird. Obwohl manche glauben, dass bereits mehr als 6000 Jahre
aufgezeichneter Geschichte seit Adam und Eva vergangen sind, ist dies
eindeutig nicht der Fall! Viele, die sich mit biblischer Chronologie
befassen, erkennen an, dass durch die unterschiedliche Zählung von Monaten bei
der Thronbesteigung der Könige von Juda die gegenwärtig anerkannte Chronologie,
die vor einigen Jahren von Erzbischof Ussher aufgestellt wurde, um 20 bis 30
Jahre abweichen könnte. Es ist also leicht im Bereich des Möglichen, dass die
ersten 6000 Jahre der Menschheitsgeschichte gemäß biblischer Chronologie noch
etwa 25 Jahre dauern könnten.
Doch so wie sich die prophetischen Ereignisse derzeit zuspitzen, glauben
wir, dass diese 6000 Jahre einiges früher zu Ende gehen als erst in 25
Jahren! Dies wird dann das Ende von 6000 Jahren einer menschlichen
Gesellschaft unter dem Einfluss Satans des Teufels sein (Offenbarung 12, 9; 20,
3). Es wird das Ende von sechs Tausendjahr-Tagen sein, in denen die Menschheit
eine Geschichte menschlichen Leidens geschrieben hat – um damit unter Beweis zu
stellen, dass die Wege der Menschen falsch waren, – dass die Menschen
abgeschnitten von Gott nicht wissen, wie man in Frieden und Glück leben kann.
Der lebendige Jesus Christus muss zurückkehren, um uns vor uns selbst zu
retten – davor, buchstäblich alles Leben auf diesem Planeten durch
Nuklearkriege und andere Massenvernichtungswaffen auszulöschen (Matthäus
24, 22)! Diejenigen, die wirklich auf Jesu Botschaft hören, werden die herrliche
Gelegenheit haben, dem zurückkehrenden Christus dabei zur Seite zu stehen, alle
Nationen der Erde im bald anbrechenden siebten Tausendjahr-Tag zu regieren – für
die Zeit des tausendjährigen Sabbats, während dem Christus und die wahren
Heiligen auf diesem Planeten den Frieden wiederherstellen. Der Apostel Johannes
wurde inspiriert, das kommende Millennium zu beschreiben: „Selig ist der und
heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod
keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm
regieren tausend Jahre" (Offenbarung 20, 6).
Wahre Christen werden eine Aufgabe haben
Die wahren Christen werden nicht tatenlos im Himmel
herumschweben, nachdem Christus zurückgekehrt ist! Vielmehr wird ihnen eine
herausfordernde und aufregende Verantwortung übertragen – unter Christus, der
König aller Könige sein wird. Wie Offenbarung 2, 26-27 erklärt: „Und wer
überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die
Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines
Töpfers soll er sie zerschmeißen, wie auch ich Macht empfangen habe von meinem
Vater".
Beachten Sie, dass es die Aufgabe der Heiligen ist, künftig die Nationen
mit eisernem Stabe zu regieren. Offenkundig gibt es keine rebellischen Nationen
im Himmel! Also werden sie hier auf Erden sein – wo die Probleme sind und wo sie
mit Christus zusammenarbeiten können, um Lösungen dafür zu schaffen.
Im „Gebet der Heiligen", das in Offenbarung 5, 8-10 niedergeschrieben ist,
wird erklärt, dass Christus uns „unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht"
hat und wir „werden herrschen auf Erden". Und den zwölf Aposteln
versprach Jesus: „Ich will euch das Reich zueignen, wie mir’s mein Vater
zugeeignet hat, dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich
und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels" (Lukas 22, 29-30).
Einzelne Christen, die „überwinden", werden über Städte herrschen, und
jeder der zwölf Apostel wird über einen ganzen Stamm Israels hier auf Erden
herrschen. Und wem werden die zwölf Apostel unterstellt sein?
Bei der Beschreibung der Rückführung des Volkes Israel aus ihrer
Gefangenschaft in der kommenden „großen Bedrängnis" inspirierte Gott Hosea, zu
schreiben: „Danach werden sich die Kinder Israel bekehren und den Herrn, ihren
Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem Herrn und
seiner Gnade kommen in der letzten Zeit" (Hosea 3, 5). In der „letzten Zeit"
wird als das ganze „Israel" – einschließlich der von den
Amerikanern und Briten abstammenden Völker – wieder zurückgeführt. König David
wird von den Toten auferweckt werden – zusammen mit allen wahren Heiligen
Gottes. Dann wird David wieder über alle zwölf Stämme, oder Nationen,
Israels herrschen – wie er es so treu und effektiv vor 3000 Jahren getan hat!
In Jeremia 30 beschreibt Gott, wie er Israel aus der künftigen
Gefangenschaft zurückbringen wird: „Sie werden nicht mehr Fremden dienen,
sondern dem Herrn, ihrem Gott, und ihrem König David, den ich ihnen erwecken
will" (Verse 8-9). Beachten Sie, dass praktisch alle Gelehrten darin einig sind,
dass das Buch Jeremia etwa 600 v.Chr. geschrieben wurde – fast 400 Jahre nach
König Davids Tod. Diese Schrift beschreibt also, was zur Zeit der
Auferstehung von den Toten geschieht (Johannes 5, 28-29).
Jesus Christus wird als König aller Könige zurückkehren. Der König
David der Bibel wird buchstäblich wieder auferweckt und einer der
aus Geist geborenen Könige sein, die Christus unterstellt sind. Unter David
werden die zwölf Apostel sein und diesen sind Tausende der wahren Heiligen
Gottes unterstellt – die über einzelne Städte herrschen, wie wir bereits in
Lukas 19, 11-19 gesehen haben.
„Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie
alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote
halten und danach tun" (Hesekiel 37, 24). So wird also das ganze Volk
Israel wieder Gottes Gebote und Satzungen lernen und
die Nationen werden Herrscher über sich haben, die im Gesetz Gottes eingewiesen
und geschult sind – was Gott schon immer vorgesehen hatte (5. Mose 17, 18-20).
Bitte machen Sie sich darüber Gedanken! Hier ist nicht die
Rede von sentimentalen Emotionen! Der allmächtige Gott, der die obigen Schriften
inspiriert hat, meint entweder genau das, was er sagt, oder die Bibel ist eine
Lüge!
Die Botschaft der Bibel ist einheitlich
Vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung weisen die
biblischen Prophezeiungen auf eine tatsächliche Regierung hin, die
Gott auf dieser Erde errichten wird. Der Prophet Daniel hat es sehr präzise
ausgedrückt: „Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich
aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein
anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören;
aber es selbst wird ewig bleiben" (Daniel 2, 44).
Nach dem Babylonischen, Persischen, Griechisch-Mazedonischen und Römischen
Reich – mit Roms sieben „Wiederauferstehungen" einschließlich der bald
kommenden, letzten Wiederbelebung mit zehn Königen oder Herrschern, die
ihre Macht einem Diktator übertragen, der das „Tier" genannt wird (Offenbarung
17, 9-14) – wird der lebendige Jesus Christus als König aller Könige
kommen (Offenbarung 19, 16), um diese Welt zu regieren und die
menschliche Gesellschaft wieder auf den rechten Weg zu bringen, bevor sie alle
Menschen auf diesem Planeten vernichtet (Matthäus 24, 21-22).
Wenn wir „glauben" und auf Gottes Botschaft reagieren, dann
haben wir die großartige Gelegenheit, unter diesen anderen Königen und
Herrschern zu sein, die Christus in dieser ganz realen Regierung
unterstützen, die Gott auf dieser Erde errichten wird! Gott inspirierte
den Apostel Paulus, denselben Punkt zu erklären: „Wisst ihr nicht, dass die
Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden
soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst ihr nicht,
dass wir über Engel richten werden? Wieviel mehr über
Dinge des täglichen Lebens" (1. Korinther 6, 2-3).
Dann erklärte Paulus, dass wahre Christen in Gottes Kirche sich in der
richtigen Regierungsform üben müssen und lernen sollen, Probleme
zwischen Geschwistern in der Gemeinde zu „richten", weil wahre Christen
sich jetzt in einem „Training" befinden, um eines Tages Könige und
Priester unter Jesus Christus zu werden!
Warum wurde Ihnen das bisher noch nie gesagt? Warum wird
diese klare biblische Botschaft fast nie in den traditionellen
christlichen Großkirchen dieser Gesellschaft gelehrt?
Irgendwo auf dieser Erde befindet sich Christi wahre „kleine Herde" (Lukas
12, 32), die die Wahrheit über den großen Plan Gottes lehrt.
Obwohl Gott jetzt nicht versucht, jeden Einzelnen zu „retten" (andernfalls
hätte er dabei mehr Erfolg!), soll seine wahre Kirche die Gute
Nachricht vom kommenden Reich oder der Regierung Gottes zum „Zeugnis" für alle
Nationen predigen (Matthäus 24, 14). Den Menschen in dieser Gemeinde wird
der wahre Zweck ihres Lebens erklärt. Sie werden darin unterrichtet, wie
sie sich darauf vorbereiten können, im kommenden Reich Gottes
buchstäbliche Könige unter Christus und unter König David zu sein. Christi
kommendes Reich ist in ihrem Bewusstsein eine klare Realität!
Ist es das auch für Sie?
Unsere Herausforderung und Chance
Jeder von uns, der ein Teil dieses Reiches sein möchte,
muss lernen, wie König David zu denken, der schrieb: „Wie habe ich dein
Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach. Du machst mich mit deinem Gebot
weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz" (Psalm 119,
97-98). Wir müssen Gottes geistliches Gesetz, die Zehn Gebote, lieben und über
ihre Bedeutung meditieren. Wir müssen die Statuten Gottes studieren,
insbesondere in welcher Weise sie im Neuen Testament erweitert wurden. Auf diese
Weise lernen wir Gottes Gerechtigkeit und gnädige Wege eines erfüllten Lebens
kennen. Dann werden wir weit besser qualifiziert sein, diese Gesetze in der Welt
von Morgen - dem kommenden Reich Gottes – zu lehren und umzusetzen.
Noch viele weitere Schriftstellen machen deutlich, dass das Reich Gottes
eine tatsächliche Regierung ist, die auf dieser Erde errichtet
werden wird. Die wahren Heiligen Gottes haben eine fantastische
Herausforderung und Chance vor sich! Denn sie werden nicht nur über Menschen auf
dieser Erde regieren, sondern auch über Engel, die Gott jetzt gebraucht, um den
Menschen zu dienen und ihnen zu helfen, sich auf ihre kommende Verantwortung in
der Welt von Morgen vorzubereiten (Hebräer 1, 14).
Manche Menschen, die die Bibel nicht genau gelesen haben, mögen von dieser
Wahrheit überrascht sein, denn sie weicht von dem allgemeinen, falschen Konzept
ab, dass wir nach dem Tod in den Himmel entschweben sollen, wo wir nichts zu tun
haben! Doch das inspirierte Wort Gottes weist uns immer wieder auf diese
Berufung, diese Hoffnung und diese Aufgabe hin.
Das ist der Lohn – und die wunderbare Herausforderung – für die wahren
Heiligen Gottes. Wir müssen unsere Fähigkeiten und Talente jetzt für den Dienst
für Gott einsetzen. Wir müssen die Sünde und Satan überwinden, damit wir
wirklich bereit sind, unter dem lebendigen Jesus Christus zu dienen.
Kann man all das auf eine rein geistliche Ebene verklären? Sind wahre
Christen wirklich nur berufen, um in den Himmel zu entschweben und für alle
Ewigkeit nichts mehr zu tun?
Beachten Sie, was Daniel geschrieben hat, nachdem er schilderte, wie das
letzte „Reich des Bösen" entfernt und zerstört wurde: „Aber das Reich und die
Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk
der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte
werden ihm dienen und gehorchen" (Daniel 7, 27).
Direkt nach der Zerstörung der letzten Wiederbelebung des Römischen
Reichsgedankens – des letzten Versuchs einer von Menschen hervorgebrachten
Weltregierung – spricht dies ganz eindeutig von einer buchstäblichen,
göttlichen Regierung, die auf dieser Erde errichtet wird, und die
dann den „Heiligen des Höchsten" übertragen wird.
Wie klar!
In Psalm 149 lesen wir eine deutliche Aussage über die Gelegenheit der
wahren Heiligen Gottes, die Diktatoren zu richten, die sich direkt vor Christi
Rückkehr zur Erde erheben werden. Lesen Sie: „Die Heiligen sollen fröhlich sein
und preisen und rühmen auf ihren Lagern. Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen
scharfe Schwerter in ihren Händen halten, dass sie Vergeltung üben unter den
Heiden, Strafe unter den Völkern, ihre Könige zu binden mit Ketten, und ihre
Edlen mit eisernen Fesseln, dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie
geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!"
(Verse 5-9).
Wenn wir uns wirklich dem lebendigen Jesus Christus unterwerfen,
wenn wir ihm gehorchen und dienen, dann wird der Vater uns die herrliche
Gelegenheit geben, mitzuhelfen, dieser Erde endlich wahren Frieden und
Freude zu bringen, denn wir werden auch selbst den Weg des Friedens
gelernt haben, den die Nationen dieser Erde jetzt nicht kennen (Jesaja 59, 8).
Erinnern Sie ich an Gottes eigene Beschreibung „treuer" Christen: „Hier
ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und
den Glauben an Jesus" (Offenbarung 14, 12).
Gottes Absicht steht
Gott sagt für die „letzten Tage" voraus, dass die
Menschen „große Erkenntnis finden" (Daniel 12, 4). Das vielleicht
herausragendste Kennzeichen unserer Zeit ist die wahre Explosion an materiellem
Wissen. Technologische Neuerungen stellen fast alles auf den Kopf, was wir
früher für „normal" hielten. In seiner Weisheit wusste der Schöpfer, dass unser
Leben von Götzendienst und heidnischen Praktiken geprägt sein würde, wenn wir
uns hauptsächlich auf materielle Dinge konzentrieren. Was wir heute säen, werden
wir morgen ernten. Der Gott, der sein Volk immer wieder aus nationalen
Bedrohungen errettet hat, wie einer Niederlage gegen die spanische Armada oder
der Vernichtung durch die Nazis bei Dünkirchen, hat klar prophezeit, dass er nun
seine Hand ausstrecken werde, um uns – in Liebe – zu züchtigen und in
einer kommenden, großen Bedrängnis zu demütigen, weil wir ihn und seine
Wege verworfen haben!
Dies könnte nur durch eine Veränderung im Herzen abgewendet werden, sowohl
national als auch individuell, indem wir uns so ernsthaft Gott zukehren, dass
eine Bereitschaft erkennbar wäre, seinen Wegen und gerechten Gesetzen zu folgen
und ihn über unser Leben bestimmen zu lassen. Werden wir das tun?
Wenn nicht, dann wird der Schöpfer des Himmels und der Erde auf der
Führungsebene der Nationen eingreifen. Er wird uns durch Wetter, Erdbeben,
Seuchen und andere Katastrophen in Bedrängnis bringen. Er wird zulassen, dass
pervertierte Dämonen ihr Werk durch Einfluss auf neidische und von Hass
erfüllte, künftige Führer anderer Länder tun, und die angelsächsisch-keltischen
Nationen zerstört werden! Und auch durch verstärkte Terrorangriffe wird der
Stolz ihrer Macht „gebrochen" werden (3. Mose 26, 19).
Gott ist allmächtig! Er hat die Kraft, die inspirierten Prophezeiungen
seines Wortes zu erfüllen. Gottes Wille wird geschehen, wie im Himmel so auf
Erden.
nbsp;
Christi Botschaft: Eine kommende Realität
Die beeindruckende Gute Nachricht, die Gott den Menschen
durch Jesus Christus überbrachte, handelt nicht nur von seiner wunderbaren und
völligen Vergebung unserer vergangenen Sünden, sondern auch von einer
Weltregierung, die bald über die ganze Welt herrschen wird! Es wird keine
kriegerische und auf Wettstreit ausgerichtete Regierung von Menschen sein.
Vielmehr wird der Schöpfer aller Menschen eingreifen, um uns zu retten, zu
lehren und zu geistlicher Reife zu bringen.
Seine Herrschaft wird alles um Sie herum verändern –
die gesamte menschliche Gesellschaft, das Bildungswesen, die Kultur und
Klassengesellschaft – und wird dem Politisieren, den Kriegen und dem Leiden ein
Ende setzen! Es sind gewaltige Veränderungen, um die es hier geht! Unser
alltägliches Umfeld – unsere Fernsehprogramme, die Art von Radio und Musik, die
wir hören, die Bedrohung durch Überfälle, Vergewaltigungen und Mord auf unseren
Straßen, in den Parks und sogar den Schulen – all das wird sich zum Besseren
verändern!
Machen Sie sich nichts vor! Dies ist kein religiöses „Gesäusel". Es
wird das prophezeite Werk des realen Gottes sein, der uns nach seinem Bild
erschaffen hat. Er wird eingreifen, um diese Welt wieder zur Vernunft zu
bringen, sie letztlich zu retten und wirklichen Frieden, Wohlstand und Glück zu
bringen.
Selbst die physische Erde – die so viele Jahrhunderte unter der
menschlichen Ausbeutung und Vernachlässigung gelitten hat – wird wieder in ihrer
Schönheit hergestellt. „Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe
wird jubeln und wird blühen wie die Lilien" (Jesaja 35, 1).
Dies sind Gottes Pläne für die Zukunft, und er hat die vollkommene Weisheit
und Allmacht, sie umzusetzen! Sie müssen den Willen des großen Gottes, der bald
in das Weltgeschehen eingreift und alles verändern wird, kennen lernen
und verstehen!
Wenn Sie mehr erfahren möchten, besuchen Sie unsere Internetseite
www.weltvonmorgen.org oder fordern Sie unsere kostenlose Literatur an. Und dann
studieren Sie Ihre eigene Bibel, wie Sie es noch nie zuvor getan
haben!
Wenn Sie darüber hinaus aktiv werden wollen und gemäß der Wahrheit handeln
wollen, die Sie durch dieses Werk kennen lernen, dann schreiben Sie uns oder
rufen Sie bei einer der genannten Kontaktadressen an. Niemand wird
unaufgefordert mit Ihnen Kontakt aufnehmen, aber wenn Sie es wünschen, können in
persönlichen Gesprächen mit einem Repräsentanten dieses Werks, der die Wahrheit
glaubt und praktiziert, Ihre Fragen zur Bibel und andere Themen erläutert
werden. Es gibt auch die Möglichkeit sich mit einer Gruppe treuer Christen zu
treffen, sofern Sie das wollen. Man wird Sie nicht um Geld bitten und es
gibt keinen Druck, etwas zu tun oder irgendwo „beizutreten".
Der Gott der Schöpfung wird in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen
– und zwar bald! Letztlich wird es eine positive und wunderbare Entwicklung
geben – besser als wir es uns jetzt vorstellen können. Daher sollten wir uns
alle auf das vorbereiten, was Gott tatsächlich für unsere Zukunft vorbereitet
hat.
Machen Sie sich bereit! Suchen Sie Gott und seinen offenbarten Willen mit
Demut in der Bibel. Seien Sie gewillt, zu tun, was Gott sagt. Dann wird Gottes
Eingreifen ein herrlicher Segen für Sie und Ihre Familie sein. Ebenso, wie Sie
gesehen haben, dass sich Prophezeiungen in der Vergangenheit erfüllt haben – und
dass Gottes Verheißungen in ihrem Leben wahr werden – werden Sie wissen, dass
Gottes Verheißungen für die Zukunft ebenfalls sicher sind. Erinnern Sie sich,
was Jesus seinen treuen Jüngern in Lukas 21, 28 sagte: „Wenn aber dieses anfängt
zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung
naht".
