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Ist jetzt der EINZIGE „Tag des Heils"?
von Roderick C. Meredith
Was wird mit den Milliarden von Menschen geschehen, die
nie den wahren Gott gekannt haben – die sich nie zu irgendeiner Form des
Christentums bekannt haben?
Ist es ihr Schicksal, für immer in der Hölle zu brennen oder
auf ewig in Dunkelheit zu bleiben?
Wie lautet die WAHRE Antwort auf diese Fragen?
ETH 2.0, April 2005
Englische Originalausgabe: Is This The ONLY Day of SALVATION?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind, soweit nicht anders angegeben, der
revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Ohne sein eigenes Verschulden dürfte der Pfarrer oder
Prediger Ihrer Gemeinde über die Information im Unklaren sein, die diese
Broschüre enthält. Die Geistlichen dieser Welt verstehen nicht – und
können es selbst nicht verstehen –, was die Wahrheit im Bezug auf das Thema
dieser Broschüre oder andere biblische Grundlagen ist, es sei denn sie bereuen
und hören auf, menschlichen Traditionen nachzufolgen und lassen sich durch das
Wort Gottes belehren.
Aber Sie können verstehen, wenn Sie wirklich bereit sind, zu
glauben, was Gott in seinem inspirierten Wort, der Bibel, sagt. Die
richtigen Antworten standen dort schon immer geschrieben. Doch Satan, der
Teufel, ist der „Gott" dieser Welt und Gesellschaft (2. Korinther 4, 3-4). Er
wird in Ihrer Bibel beschrieben als der „Mächtige, der in der Luft herrscht,
nämlich [der] Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des
Ungehorsams" (Epheser 2, 2).
Satan der Teufel „sendet" falsche Ideen und Einstellungen durch die
Atmosphäre dieser Welt. Wie oben beschrieben ist er der „Mächtige" der
Atmosphäre und beeinflusst die Gesellschaft und das Verhalten der Menschen
weit mehr, als die meisten auch nur ahnen. Satan verwirrt die Menschen über
den Plan und die Absichten Gottes. Der Apostel Johannes schrieb:
„Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt:
Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde
geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen" (Offenbarung 12, 9).
Und so wurden auch bekennende Christen auf der ganzen Welt – die sich auf
über 400 Kirchen und Religionsgruppen verteilen – über die Bedeutung des Heils
GETÄUSCHT, ebenso wie darüber, wann Gott die große Mehrheit der Menschen
bekehren wird.
Denken Sie darüber nach!
Denken Sie an die Milliarden von Menschen – alle nach Gottes
Ebenbild erschaffen –, die niemals an irgend eine Form von Christentum
geglaubt haben. Heute glaubt zum Beispiel nur eine verschwindend kleine Anzahl
der rund 1, 2 Milliarden Chinesen an das Christentum. Dasselbe gilt für die über
1 Milliarde Inder. Und denken Sie auch an die 200 Millionen Indonesier, die
Menschen in Japan, Pakistan und anderen stark bevölkerten Nationen, wo die
Situation ähnlich ist! Und in der arabischen Welt bekennen sich nur extrem
wenige Menschen zum Christentum.
Und dann denken Sie noch an die unzähligen Milliarden von Menschen, die in
diesen und anderen Nationen in früheren Jahrhunderten gelebt haben, und die in
ihrem ganzen Leben nie auch nur den Namen „Jesus Christus" gehört haben!
Natürlich versuchen moderne, liberale Prediger und Theologen – von denen
viele sogar nicht einmal glauben, dass Christus wirklich von göttlicher Natur
war – , das Problem mit allen möglichen menschlichen und philosophischen
Argumenten zu umgehen, und behaupten, Gott würde diese Menschen irgendwie anders
„retten." Aber sie können die Bibel nicht direkt zitieren, um ihre
Argumente zu untermauern, weil die Bibel selbst sehr deutlich darüber
Auskunft gibt, wem das Heil und ewiges Leben zuteil wird.
Gottes Wort ist deutlich
Im Bezug auf die dramatische Heilung eines Gelähmten
sprach der Apostel Petrus: „So sei euch und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im
Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten
auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. Das ist der Stein,
von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und in keinem
andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den
Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden" (Apostelgeschichte 4,
10-12). Würden Sie nicht sagen, dass dies eine klare Aussage ist? Ist
hier noch Raum für eine Ausrede, wie sie Theologen manchmal vorbringen: „Nun,
wenn diese Leute aus vergangenen Zeiten im Wesentlichen gute Menschen waren und
ihre Religion gewissenhaft ausgeübt haben, wird ein liebender Gott ihnen
sicherlich das ewige Leben gewähren"?
Dieses Argument missachtet die Kernaussage der Apostel und Christi, dass
das ewige Leben nur denen zuteil wird, die durch eine einzigartige
Beziehung mit Jesus Christus, unserem Herrn und Heiland, den wahren Gott der
Schöpfung kennen gelernt haben. Durch diese Beziehung und dieses Verständnis
erkennen sie, wer der wahre Gott ist und was er von den Menschen
verlangt, die in sein ewiges Reich eingehen möchten. Ohne dieses
Verständnis und diese Beziehung irren die Menschen dieser Welt blind und
führungslos umher und erfüllen in dieser Zeit auf keine Weise ihre endgültige
Bestimmung. Sie mögen ernsthaft gläubige Heiden sein, aber sie sind dennoch in
jedem Fall Heiden!
Beachten Sie die inspirierten Anweisungen des Apostels Paulus an die
Christen in Ephesus, von denen die meisten ernsthaft die örtliche Gottheit Diana
von Ephesus verehrten. Hier ist seine offene Ermahnung: „Darum denkt daran, dass
ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von
denen, die äußerlich beschnitten sind, dass ihr zu jener Zeit ohne Christus
wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremde außerhalb des Bundes der
Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in
der Welt. Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe
geworden durch das Blut Christi" (Epheser 2, 11-13).
Da der inspirierte Apostel Paulus den ernsthaften Heiden erklärte, sie
hätten „keine Hoffnung," warum sollten wir dann annehmen, dass andere, die keine
christliche Religion ausgeübt haben, irgend eine reale Hoffnung auf das ewige
Leben und das Heil haben könnten? Warum?
Lesen Sie, was Jesus Christus selbst in Johannes 10, 1-2 sagte: „Wahrlich,
wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern
steigt anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. Der aber zur Tür
hineingeht, der ist der Hirte der Schafe." Eindeutig ist jeder, der das Heil auf
eine andere Weise zu erlangen sucht, in großen Schwierigkeiten! Lesen Sie
nun Verse 7-8: „Da sprach Jesus wieder: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich
bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und
Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht." Diese Worte bringen sehr
klar zum Ausdruck, dass – nach Christi Lehre – „alle," die vor Christus
kamen und für sich beanspruchten, Erlöser oder Erleuchtete zu sein, Betrüger
oder Hochstapler waren!
Beachten Sie auch Johannes 6, 44: „Es kann niemand zu mir kommen, es
sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn
auferwecken am Jüngsten Tage." Nur diejenigen, die Gott ausdrücklich
beruft, sind zum Verständnis befähigt und reagieren auf die wahre Botschaft Jesu
Christi! Und Jesus selbst wiederholt dies im Wesentlichen in Johannes 6, 65:
„Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn
vom Vater gegeben."
Angesichts dieser eindeutigen Schriftstellen ist es unfassbar, dass
irgendein aufrichtiger Prediger oder Theologe etwas anderes lehren kann. Wie
können sie es wagen, auch nur anzudeuten, dass es einen anderen Weg zum ewigen
Leben gebe, außer durch Gott berufen zu sein und sich selbst dem Gott der
Schöpfung auszuliefern - durch den wahren Jesus Christus der Bibel?
Was macht Gott jetzt?
„Nun," mögen Sie fragen, „wenn Gott jetzt nicht
alle Völker der Erde zu retten versucht, was ist dann sein Plan und der Grund
für seinen Aufschub?" Warum wird die große Masse der Menschen jetzt nicht
berufen?
Die Antwort ist, dass Gott einen 7000 – jährigen Plan für die
Menschheit verfolgt. In den ersten 6000 Jahren erlaubt er den Menschen, mit
einer Vielzahl von Religionen, Bildungswesen, Regierungsformen und Kulturen zu
experimentieren. Durch geistliche Leere sowie körperliche und emotionale Qualen
schreibt die Menschheit jetzt ihre eigene Lektion menschlichen Leidens,
um zu lernen, dass die Wege des Menschen sich letztlich immer als falsch
herausstellen. Wenn sie einmal diese Lektion gelernt hat, wird die Menschheit
viel eher bereit sein, ernsthaft zuzuhören, wenn Gott schließlich ihre Sinne und
Herzen für seine Wahrheit öffnet.
„Wie grausam!" mögen manche sagen. „Warum schickt Gott nicht einfach einen
vollkommenen Lehrer und zeigt uns den richtigen Weg auf positive und
liebevolle Art?"
Aber genau das hat er getan!
Gott hat seinen Sohn als freundlichen, gnädigen und liebevollen
Lehrer zu dieser Erde gesandt, und dieser heilte die Kranken, tröstete die
Niedergeschlagenen und lehrte den Weg zum ewigen Leben. Hat die
Menschheit ihn akzeptiert, glaubte sie ihm und folgte sie voller Freude seinen
Lehren?
Nein. Stattdessen töteten sie ihn auf eine der langsamsten,
schmerzhaftesten, qualvollsten Arten, die die Menschheit sich je unter dem
Einfluss Satans, des Teufels, ausgedacht hat.
Erinnern Sie sich, dass es die religiösen Führer waren, die die
Masse aufrührten und Christi Tod verlangten. Sie wollten das religiöse System
ihrer Zeit erhalten. Schließlich ging es um ihre Arbeitsplätze! Sogar
Pilatus, der weltliche, römische Statthalter, erkannte das eigentliche Motiv:
„Denn er erkannte, dass ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet
hatten" (Markus 15, 10).
Außerdem sandte Gott viele Propheten in die Welt – besonders, um sein Volk
Israel zu lehren und zu warnen. Wurden sie herzlich empfangen? Lesen Sie, was
Gott durch Jeremia sagte: „Ja, von dem Tage an, da ich eure Väter aus
Ägyptenland führte, bis auf diesen Tag habe ich immer wieder zu euch gesandt
alle meine Knechte, die Propheten. Aber sie wollen mich nicht hören noch ihre
Ohren mir zukehren, sondern sind halsstarrig und treiben es ärger als ihre
Väter" (Jeremia 7, 25-26).
Mit Ausnahme einer vergleichsweise geringen Anzahl engagierter Menschen,
die Gott in jedem Zeitalter beruft, um seine Wahrheit zu verstehen und sein Werk
zu tun, erlaubt Gott tatsächlich, dass die Menschheit jetzt ihren eigenen Weg
geht. Und wohin führt dieser Weg? „Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt
bringt er ihn zum Tode" (Sprüche 14, 12).
Das Heil ist Vorbereitung auf die Ewigkeit
Der große Schöpfergott, der allen Menschen Atem und
Leben schenkt, will eines Tages jeden in seiner Familie sehen. Doch was
es bedeutet, „gerettet" zu sein und ein vollwertiger Sohn Gottes in
seinem ewigen Reich zu werden, übersteigt bei weitem das Verständnis der meisten
Menschen!
Es geht nicht nur darum, Jesus in einer emotionalen Erweckungsfeier
„anzunehmen." Es geht nicht darum, irgendeiner Kirche „beizutreten." Es
geht vielmehr darum, sich völlig dem Gott der Bibel durch eine persönliche
Beziehung mit dem wahren Jesus Christus zu ergeben. Es geht darum,
dass ein Mensch ihm wirklich Herz, Geist und Willen unterordnet, so dass
der lebendige Jesus Christus – als Hohepriester – sein Leben in diesem Menschen
leben kann. Wie der Apostel Paulus unter Inspiration sagte: „Ich lebe aber;
doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im
Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und
sich selbst für mich dargegeben" (Galater 2, 20 – Jubiläumsbibel 1912).
Indem wir uns völlig ergeben und den wahren Christus in uns leben lassen,
können wir – mit der Zeit – Gottes eigenen Charakter in uns entwickeln!
Mit Christus in sich wird der wahre Christ befähigt, zu wachsen „in der
Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus" (2. Petrus 3,
18). In dieser von Gott vorgegebenen Weise wird der Christ wirklich ein
„Überwinder." Denn durch Christus in ihm überwindet er schrittweise sich selbst,
die Welt und Satan den Teufel. Dann ist er weit besser für ein ewiges
Leben in Christi Reich vorbereitet, als wenn er nur „gerettet" worden oder einer
„Kirche beigetreten" wäre, so wie es sich diese verführte Welt traditionell
vorstellt!
Der lebendige Christus sagte: „Und wer überwindet und hält meine Werke bis
ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit
eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, wie
auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater" (Offenbarung 2, 26-27). Und
Jesus sagte auch: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das
Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel"
(Matthäus 7, 21). Es ist eindeutig Gottes offenbarter Wille, dass wahre
Christen überwinden und Christus – durch den Heiligen Geist – sein Leben in sich
leben lassen, dasselbe Leben der Hingabe und des Gehorsams, das Christus
führte, als er im Fleisch war.
Mit solchen Individuen wird Gottes Reich bevölkert – nicht
mit selbstsüchtigen, rebellischen, ungehorsamen und unzufriedenen Menschen, die
nur dafür sorgen würden, dass jeder, auch sie selbst, sich für alle
Ewigkeit miserabel fühlt – sondern mit Menschen, die aus freiem Willen
auf Gottes Berufung geantwortet haben und ihm erlaubt haben, in ihnen seine
eigene Natur und seinen Charakter aufzubauen. Wie der Apostel Petrus
schrieb, werden wir durch Gottes Verheißungen – einschließlich der Verheißung
des heiligen Geistes – befähigt, „Anteil an der göttlichen Natur" zu
bekommen (2. Petrus 1, 4).
Es ist nicht nur ein bildhafter Ausdruck, wenn Gott sagt, dass wir seine
Kinder sind. Vielmehr vermittelt er uns seine eigene Natur durch den
heiligen Geist. Dadurch können wir seine Natur in allem, was wir denken, sagen
und tun reflektieren. Er kann und wird dann in uns eine Natur und einen
Charakter aufbauen, der für ein ewiges Leben in seinem bald kommenden Reich
geeignet ist!
Heiligen, gerechten Charakter aufbauen
Wie entwickelt Gott seinen Charakter in uns? Er weiß,
dass wir manchmal unsere Lektion nur lernen, wenn wir „leiden."
Wenn wir geneigt sind, durch ein Hindernis entmutigt zu werden, das sich
uns in den Weg stellt, können wir uns an die Worte des Apostels Paulus erinnern:
„Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen
gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll" (Römer 8, 18).
Aus der Geschichte wissen wir, dass wahre Christen schon seit den ersten
Tagen der Kirche verfolgt wurden. Wenn wir jetzt „leiden", ist dies die
Vorbereitung für ein ewiges Leben in Freude, Frieden und Liebe als Teil der
Familie Gottes! Wir sollten also nicht überrascht sein, wenn wir leiden – wir
sollten es als das Mittel akzeptieren, durch das Gott unseren Charakter aufbaut,
und durch das wir lernen können, besser mitzufühlen und im Kleinen
nachzuempfinden, was Jesus Christus durchlebt hat, als er für uns litt. Dem
Apostel Petrus war dieser wichtige Punkt bewusst. Er schrieb: „Ihr Lieben, lasst
euch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung,
als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freut euch, dass ihr mit Christus
leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und
Wonne haben mögt. Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens
Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist,
ruht auf euch" (1. Petrus 4, 12-14).
Ja, wir wissen, dass wir auf unserem Weg zum Reich Gottes in vielerlei
Bedrängnisse geraten (Apostelgeschichte 14, 22), aber wir können diese
Bedrängnisse als Gelegenheiten willkommen heißen, durch die wir in der Gnade und
Erkenntnis unseres Herrn wachsen können (2. Petrus 3, 18).
Gott will, dass alle gerettet werden
Um es noch einmal zu sagen: Gott möchte, dass jeder
Mensch – jeder nach dem Ebenbild Gottes erschaffen – eines Tages in seinem
Reich sein wird. Gott erschuf die gesamte Menschheit nach seinem Bilde (1. Mose
1, 26). Er gab uns einen freien Willen – befähigt, zu wählen zwischen
Leben und Tod, zwischen Gut und Böse. Gott sagt in seinem Wort: „Ich nehme
Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen
und Fluch vorgelegt, damit du das Leben wählst und am Leben bleibst, du
und deine Nachkommen" (5. Mose 30, 19).
Im Neuen Testament lesen wir in 1. Timotheus 2, 4, dass Gott „will, dass
allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."
Gott zwingt niemanden dazu, gerettet zu werden. Uns ist ein freier Wille
gegeben, und es gibt viele Schriftstellen, die zeigen, dass zumindest einige
wenige in den „feurigen Pfuhl" geworfen werden (Offenbarung 19, 20), der den
zweiten Tod bedeutet (Offenbarung 20, 14).
Ja, einige werden sich dafür entscheiden, lieber für alle Ewigkeit
ausgelöscht zu werden, als Gott zu lieben und zu dienen. Wie kann Gott seine
vollkommene Liebe mit seiner vollkommenen Gerechtigkeit in Einklang bringen? Er
kann es nicht erlauben, dass ein rebellischer Geist in seine Familie gelangt,
aber er ist auch kein Sadist, der sich an den Qualen seiner Geschöpfe erfreut.
Er wird keinen zum ewigen Tode verurteilen, der nie eine Chance hatte, seine
Wahrheit zu hören, aber von denen, die die Wahrheit und das Opfer seines
geliebten Sohnes Jesus Christus angenommen haben, erwartet er viel. Im Brief an
die Hebräer lesen wir: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die
Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer
mehr für die Sünden, sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht
und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird" (Hebräer 10, 26-27).
Ja, wenn wir mutwillig sündigen, nachdem Gott uns seine Wahrheit offenbart
hat, dann werden wir, sofern wir nicht bereuen, zu „Widersachern" Gottes, die
das Gericht und den „feurigen Pfuhl" verdienen. Was ist dieser feurige Pfuhl? Er
wird im Buch Maleachi beschrieben: „Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen
soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der
kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen
weder Wurzel noch Zweig lassen" (Maleachi 3, 19).
Diejenigen, die Gott ablehnen, werden „Stroh" werden. Sie werden endgültig
verbrannt. Sie werden aufhören, zu existieren! Wer wird dieses Schicksal
erleiden? Der Apostel Johannes erklärt uns im Buch der Offenbarung: „Die Feigen
aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und
Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer
und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod" (Offenbarung 21, 8).
Jeder wird zum Verständnis gelangen
Gott wird nicht erlauben, dass irgendjemand ein solches
Schicksal erleidet, ohne sich selbst bewusst dafür entschieden zu haben. Er wird
dafür sorgen, dass jeder Mensch, der jemals geboren wurde, eine Gelegenheit hat,
die Wahrheit über Gottes Willen und Plan kennen zu lernen. Denn das Wort
„Erkenntnis" in 1. Timotheus 2, 4 ist die Übersetzung des griechischen
epignosis, was so viel bedeutet, wie „ein Überblick" über die Wahrheit. So
muss also jeder Mensch, der jemals gelebt hat, mit diesem
grundlegenden Wissen über Gott und seinen Plan konfrontiert werden. Jeder
muss eine Chance haben, das ewige Leben zu Gottes Bedingungen anzunehmen oder
abzulehnen. Andernfalls würde Gott tatsächlich einzelne Personen bevorzugen und
zulassen, dass Milliarden von Menschen gelebt haben und gestorben sind,
ohne je von dem Plan des Schöpfergottes und seines Sohnes Jesus Christus
gehört zu haben.
In 2. Petrus 3, 8-9 lernen wir mehr über den Willen Gottes: „Eins aber sei
euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre
ist, und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie
es einige für eine Verzögerung halten, sondern er hat Geduld mit euch und will
nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde."
Gott rechnet die Zeit in Tausenden von Jahren. Er ist also nicht in
Eile, jetzt alle Menschen retten zu müssen. Zuvor muss die Menschheit ihre
unauslöschliche Lektion des Leidens vollenden, weil sie den falschen Weg geht.
Wenn also zahllose Prediger ihr Publikum dazu drängen, „ihr Herz heute dem Herrn
zu schenken" weil dies vielleicht ihre „letzte Chance" sei, so beweisen
sie damit nur, dass sie keine Ahnung haben, welchen Plan und Zweck
der Gott der Schöpfung hier auf Erden wirklich verfolgt.
Eine Schriftstelle, die Geistliche seit Generationen in dieser Hinsicht
falsch interpretieren, finden wir in 2. Korinther 6, 2. Hier sagt Gott: „Ich
habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!"
Bedeutet diese Passage, dass jetzt „der" Tag des Heils ist, und dass es
keinen anderen mehr geben wird? Die Antwort liegt hier einfach in der
richtigen Übersetzung! Gelehrte stimmen darin überein, dass der erste Teil
dieses Verses ein direktes Zitat aus Jesaja 49, 8 ist. Richtig übersetzt heißt
es dort: „Ich habe dich erhört in einer Zeit der Gnade und habe
dir an einem Tage des Heils geholfen" (The Holy Scriptures
[Die Heiligen Schriften], The Jewish Publication Society of America –
Hervorhebungen durch uns). Unter Heranziehung des Prinzips aus Jesaja 49
ermahnt Paulus die Mitglieder der Kirche in Korinth tatsächlich, Gottes Gnade
nicht vergeblich zu empfangen (2. Korinther 6, 1). Diese Menschen waren
schon berufen – waren schon in Gottes Kirche. Also kann uns Vers 2
nicht sagen, dass jetzt der einzige Tag des Heils für alle Menschen ist.
Viele Bibelkommentare bestätigen, dass hier die bereits bekehrten Gläubigen
ermahnt werden, ihr Heil bis zum Ende zu „erarbeiten" (Philipper 2, 12
Interlinearübersetzung; siehe auch A Commentary on the Pauline Epistles
[Ein Kommentar zu den Paulusbriefen], Charles B. Williams, Moody, 1953).
Wie wir bereits gesehen haben, will Gott, dass „alle" das Wissen um das
Heil erhalten. Aber er versucht gewiss nicht, jetzt alle zu
retten. Andernfalls müssten wir annehmen, dass Gott hilflos wäre, unfähig,
zu erreichen, was er sich vorgenommen hat, denn die Mehrheit der Menschen hat
nie an irgendeine Form von „Christentum" geglaubt!
Hat Jesus versucht, Menschen zu „retten?"
Eine sehr häufige, falsche Vorstellung – beruhend auf
einem Missverständnis im Bezug auf das Thema dieser Broschüre –
ist, dass Jesus kam, um die Menschen während seines Wirkens auf Erden zu
„retten." Das tat er aber nicht! Vielmehr machte Jesus es – durch
seinen Sühnetod – für diejenigen, die der Vater „beruft" möglich, nach
seinem Tod und seiner Auferstehung mit Gott versöhnt zu werden. Gegen Ende
seines menschlichen Lebens sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich will den Vater
bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sei in
Ewigkeit" (Johannes 14, 16). Selbst Jesu Jünger hatten zu jener Zeit noch
nicht die Gegenwart und Macht des heiligen Geistes in sich. Sie waren noch
nicht bekehrt! Wie Jesus zu Petrus sagte: „Wenn du dereinst dich bekehrst,
so stärke deine Brüder" (Lukas 22, 32). Und Johannes schrieb über die Lebenszeit
Jesu auf Erden: „...der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht
verherrlicht" (Johannes 7, 39).
Technisch gesehen wurde also niemand „bekehrt," solange Jesus auf
Erden wirkte. Niemand empfing den heiligen Geist bis zum Pfingsttag
nach Jesu Tod und Auferstehung (Apostelgeschichte 2). Und was manche
überraschen mag: Jesus versuchte nicht einmal, die Massen während seines
Wirkens auf Erden zu bekehren. Jesus „versuchte" damals nicht, die ganze
Menschheit zu retten, genauso wenig wie Gott zur Zeit versucht, die gesamte
Menschheit zu retten!
Denken Sie darüber nach!
Vielen wurde – wie auch mir – im Religionsunterricht erklärt, dass Jesus in
Gleichnissen sprach, um seine Aussagen zu verdeutlichen. Ich kann mich bis heute
gut daran erinnern, wie meiner Klasse beigebracht wurde, dass Jesus in
Gleichnissen redete, weil seine Zuhörer Bauern, Fischer und Schafhirten waren
und dass diese einfachen Landarbeiter so besser verstehen konnten, wovon er
sprach.
Aber was sagt die Bibel wirklich? Genau das Gegenteil! Denn
Jesus sagte zu seinen Aposteln: „Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes
gegeben; denen aber draußen widerfährt es alles in Gleichnissen, damit sie es
mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit hörenden Ohren
hören und doch nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa
bekehren und ihnen vergeben werde" (Markus 4, 11-12). Jesus versuchte also
nicht, diese Leute zu „retten" – nicht zu jener Zeit!
Für viele, die sich zum Christentum bekennen, ist dies schwer zu verstehen.
Ihnen wurde immer wieder beigebracht, dass Christus, die Apostel und alle wahren
Christen an einer Art „Seelenrettungsmission" beteiligt sind! Und zumindest
unterschwellig wird damit verbunden, dass Menschen, die in ihrer jetzigen
Lebenszeit nicht „gerettet" werden, für immer „verloren" sind.
Doch wenn man die vier Evangelien und die Apostelgeschichte sorgfältig
liest, wird es deutlich, dass die große Mehrheit der Menschen, die zu
Zeiten Jesu und der Apostel lebten, nie zu irgend einer
Form von Christentum bekehrt wurden! Waren sie alle schlechte und gemeine
Menschen? Rebellierten sie alle bewusst gegen Gott? Sind sie alle für immer
„verdammt?" War das Werk Jesu und der Apostel also ein völliger Fehlschlag?
Natürlich nicht!
Genauso, wie die meisten Philosophen argumentierten, mit denen Paulus auf
dem Areopag diskutierte (Apostelgeschichte 17, 18-34), hatten die meisten
Menschen jener Zeit nie auch nur irgendeine Vorstellung von dem wahren
Schöpfergott. Sie wussten einfach nichts. Und Gott versuchte nicht, sie zu
„berufen" – nicht zu jener Zeit. Wiederum: Es ist alles eine Frage des
zeitlichen Ablaufs – nämlich wann Gott entscheidet, diese
Milliarden von Menschen zu berufen, die in diesen vergangenen 6000 Jahren
getrennt von ihm ihr Leben gelebt haben.
Sogar Israel war verblendet
Wie wir gesehen haben, gebraucht Gott das Volk Israel
als einen Typus oder Vorreiter für die gesamte Menschheit. In verschiedenen
Passagen offenbart Gottes Wort dieses Prinzip: „Die Juden zuerst und ebenso die
Griechen [Heiden]" (Johannes 4, 22; Apostelgeschichte 20, 21; Römer 1, 16; 2,
9). Christus und die Apostel predigten also zuerst zu den Juden. Später, in
Apostelgeschichte 10 sehen wir die Ereignisse beschrieben, wie Gott Petrus dazu
brachte, das Heil den Heiden zugänglich zu machen – beginnend mit dem Haushalt
des Hauptmannes Kornelius.
Warum sind dann das jüdische Volk und die große Mehrheit derer, die
von den „verlorenen zehn Stämmen" abstammen, nicht alle bekehrte Christen? Weil
Gott sie – wie den Rest der Menschheit – absolut verblendet hat, so dass sie
nicht verstehen können!
Im Römerbrief erklärte Paulus diesen Umstand im Bezug auf das Volk Israel:
„Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre
eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht
untertan" (Römer 10, 3). Beachten Sie hier, dass diese Menschen die
Gerechtigkeit Gottes „nicht erkennen," denn Gott hat sie noch nicht
„berufen."
Lesen Sie die Erklärung von Paulus: „Wie nun? Was Israel sucht, das hat es
nicht erlangt; die Auserwählten aber haben es erlangt. Die andern sind
verstockt, wie geschrieben steht: ‚Gott hat ihnen einen Geist der Betäubung
gegeben, Augen, dass sie nicht sehen, und Ohren, dass sie nicht hören, bis auf
den heutigen Tag’" (Römer 11, 7-8).
Aber hat Gott diese Menschen für immer „verstockt"? Natürlich
nicht! Wie wir erklärt haben, ist Gott ein gerechter Gott. Er wird jede
Gruppe von Menschen zu der von ihm festgelegten Zeit berufen. Genau das
aber versteht das traditionelle Christentum nicht. Hier ist Gottes
Erklärung: „Ich will euch, liebe Brüder, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit
ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels
widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist; und so wird
ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: ‚Es wird kommen aus Zion der
Erlöser, der abwenden wird alle Gottlosigkeit von Jakob’" (Römer 11, 25-26).
„Ganz Israel" wird also gerettet werden! Wie wir gleich sehen
werden, kommt eine Zeit – ein „Tag des Gerichts", – wenn alln Menschen,
die im Laufe der Jahrtausende verblendet wurden, den Schleier von ihren Augen
entfernt bekommen werden. Mit dem althergebrachten Irrglauben und alten
Vorurteilen ist es dann vorbei. Dann werden die Menschen sehen und erkennen.
Sie werden endlich den großen Zweck klar erkennen, den Gott hier auf
Erden verfolgt hat. Sie werden verstehen, warum Gott die Menschheit
insgesamt in geistlicher „Verblendung" für 6000 Jahre ihren eigenen Weg gehen
ließ.
Eine Zeit des Gerichts
Erinnern wir uns, dass Jesus sagte: „Es kann niemand zu
mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich
werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage" (Johannes 6, 44). Und der Apostel Paulus
schrieb unter Inspiration: „Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht
viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind
berufen" (1. Korinther 1, 26). Soll das heißen, die „großen" Persönlichkeiten
aus allen Zeitaltern dieser Welt sind zur Verdammnis verurteilt? Sollen
sie keine Gelegenheit bekommen, das Heil zu erhalten?
Selbstverständlich nicht!
Was geschieht also mit den arroganten Herrschern vergangener Reiche dieser
Welt, die unzählige Millionen von Menschen getötet, vergewaltigt und misshandelt
haben? Von dem wahren Jesus Christus und seiner Botschaft haben sie ja nie
gehört. – Interessanterweise gibt Jesus selbst die Antwort: „Wehe dir,
Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen,
wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan.
Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am Tage des
Gerichts als euch" (Matthäus 11, 21-22). Der „Tag des Gerichts" ist, wie wir
noch sehen werden, nicht nur eine Zeit der Verurteilung. Vielmehr ist es
eine zukünftige Zeit, in der Gott diese Milliarden von Menschen wieder
auferwecken und ihnen die Sinne und Herzen öffnen wird, damit sie seine Absicht
erkennen. Dann werden sie danach beurteilt, wie sie darauf reagieren –
sobald sie eine echte Gelegenheit haben, wirklich zu verstehen!
Lesen Sie in Matthäus 11. 23-24 die überraschende Aussage Jesu: „Und du,
Kapernaum, wirst du bis zum Himmel erhoben werden? Du wirst bis in die Hölle
hinuntergestoßen werden. Denn wenn in Sodom die Taten geschehen wären, die in
dir geschehen sind, es stünde noch heutigen Tages. Doch ich sage euch: Es wird
dem Land der Sodomer erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir."
Denken Sie darüber nach! Selbst denjenigen, die sich im altertümlichen
Sodom sexuellen Perversionen hingegeben haben, wird es am Tage des Gerichts
„erträglicher ergehen" als den Bewohnern von Kapernaum, die Jesus persönlich
kannten und ihn ablehnten!
Wie kann das sein?
Die Antwort ist, dass diese altertümlichen Völker wohl Sünden
begangen haben, aber zugleich keine Erkenntnis von dem wahren Gott und
seinen Wegen hatten. Es dauerte noch Hunderte von Jahren, bis Christus als
Erlöser in Erscheinung trat. Doch wir haben bereits gelesen, dass in keinem
anderen Namen das Heil zu finden ist.
Wie wir auch gesehen haben, hat Satan – der „Gott" dieses Zeitalters – die
Ungläubigen verblendet! Die meisten heute lebenden Menschen können
die Bibel oder Gottes Plan nicht verstehen. Sie wurden noch nicht
berufen.
Satan ist das mächtige Geistwesen, das „die ganze Welt verführt"
(Offenbarung 12, 9). In seinen Prophezeiungen spricht Gott von einem Schleier
geistlicher Blindheit, der über der Mehrheit der Menschen liegt. Dann
spricht er von einer Zeit nach Christi Rückkehr zur Erde, in der dieser Schleier
der Blindheit zerrissen wird. „Und er wird auf diesem Berge die Hülle
wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden
verdeckt sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die
Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines
Volkes in allen Landen; denn der HERR hat’s gesagt" (Jesaja 25, 7-8).
Wann wird diese Hülle weggenommen? Wann wird der „Tag
des Gerichts" für die Milliarden von Menschen aller Jahrhunderte kommen,
die nie wirklich eine Gelegenheit hatten, Gott kennen zu lernen und den
wahren Jesus Christus der Bibel als ihren Heiland anzunehmen?
Das „Gericht des weißen Thrones"
Das Buch der Offenbarung zeigt deutlicher als jedes
andere Buch der Bibel den zeitlichen Ablauf der prophetischen Ereignisse.
Offenbarung 19, 11-21 beschreibt Christi Rückkehr in voller Herrlichkeit als
König aller Könige (Verse 14-16). Nachdem er die Armeen des künftigen
europäischen Diktators, der „das Tier" genannt wird, besiegt hat, wirft Christus
ihn und den künftigen falschen religiösen Führer in der „feurigen Pfuhl" (Vers
20).
Dann, in Offenbarung 20, 1 beschreibt Gott, wie ein mächtiger Engel zur
Erde kommt: „Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel
und Satan, und fesselte ihn für tausend Jahre, und warf ihn in den Abgrund und
verschloss ihn und setzte ein Siegel oben darauf , damit er die Völker nicht
mehr verführen sollte, bis vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er
losgelassen werden eine kleine Zeit" (Verse 2-3). Beachten Sie, dass auch hier
bestätigt wird, dass Satan die Nationen dieser Erde verführt hat!
Nachdem Satan gefesselt ist, wird die herrliche, tausendjährige Herrschaft
Christi auf Erden beginnen. Im Bezug auf diese Zeit wird im Buch der Offenbarung
gezeigt, dass die wahren Heiligen „lebendig [wurden] und regierten mit Christus
tausend Jahre" (Offenbarung 20, 4). Weiter heißt es: „Selig ist der und heilig,
der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine
Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm
regieren tausend Jahre" (Vers 6).
Wahre Christen, die wirklich von Gott berufen wurden, verstehen seine
Absicht. Sie wissen, dass sie sich jetzt darauf vorbereiten, bei der
künftigen Herrschaft Christi auf Erden Könige und Priester zu werden – dass
sie sogar über Engel regieren werden! (1. Korinther 6, 1-3).
Diese künftige, tausendjährige Regierung Christi und der Heiligen (Daniel
7, 26-27) wird eine herausragende Gelegenheit sein, den verwirrten Völkern
dieser Erde zu helfen, sie zu ermutigen und in Gottes Lebensweise zu
unterweisen.
Aber was wird aus den Milliarden „verblendeter" Menschen, die dieses
Millennium nicht mehr erleben – die den wahren Gott und seinen Plan
nie gekannt haben?
Lesen Sie weiter in Offenbarung 20! Nach der Beschreibung einer relativ
kurzen Zeit, in der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen wird und – noch
einmal – eine große Zahl von Menschen verführt (Verse 7-10), spricht
Gottes Wort nun von einer Zeit des Gerichts vor dem großen, weißen Thron. Doch
vor dessen Beschreibung werfen wir noch einen kurzen Blick auf Vers 5. Hier sagt
Gottes Wort in einem eingeschobenen Kommentar nach der Beschreibung der
tausendjährigen Herrschaft der Heiligen: „Die anderen Toten aber wurden
nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden."
Die „anderen" Toten? Ja! Jene Milliarden von Menschen aus
vergangenen Zeiten, die nie zum Heil berufen wurden und deshalb
offensichtlich keine Chance hatten, an der ersten Auferstehung
teilzuhaben.
Beachten Sie nun Offenbarung 20, 11-12: „Und ich sah einen großen,
weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde
und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. Und ich sah die
Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron und Bücher wurden aufgetan. Und ein
andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten
wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach
ihren Werken."
Ein wirklich erstaunliches Ereignis
Hier finden wir die Beschreibung des wohl
erstaunlichsten Ereignisses in der Geschichte der Menschheit, einer Zeit, in
der alle Menschen – unbekannte, berühmte und berüchtigte – wirklich
anfangen werden, zu verstehen, warum sie geboren wurden! Diese bis dahin Toten,
darunter mit Sicherheit viele Ihrer eigenen Vorfahren, werden „vor Gott
stehen" – offenbar in einer Wiederauferstehung. Dann werden „Bücher"
geöffnet. Der Begriff „Bücher" ist hier die Übersetzung des griechischen
biblia, das gleiche Wort, das als „Bibel" übersetzt wird – also die Bücher
der Bibel!
Hier werden also endlich diesen bisher verblendeten Menschen aller
vergangenen Zeitalter – einschließlich unserer heutigen Zeit – die Bücher
der Bibel „geöffnet", so dass sie sie verstehen können. Die Hülle, mit der sie
bisher verhüllt waren, ist nun weggenommen. Jetzt haben diese Menschen
endlich ihre erste wirkliche Gelegenheit, Gott kennen zu lernen
und zu entscheiden, ob sie bereuen und den wahren Christus als Herrn und Heiland
annehmen, oder ob sie ihren eigenen Weg gehen wollen.
„Und ein andres Buch wurde aufgetan" – das „Buch des Lebens." Paulus
schreibt, dass die Namen der Heiligen im Buch des Lebens verzeichnet sind
(Philipper 4, 3). In Offenbarung 21, 27 wird beschrieben, dass das neue
Jerusalem nur von denen bewohnt wird, „die geschrieben stehen in dem Lebensbuch
des Lammes."
Die Gelegenheit, das ewige Leben zu erhalten, wird hier schließlich der
Mehrzahl der Völker, „groß und klein," eröffnet. Sie werden zunächst in ihr
physisches Leben wiedererweckt, für vielleicht eine Zeitspanne von 100
Jahren – lange genug, um zu lernen, zu wachsen und geprüft zu werden, ob sie ein
ewiges Leben auf Gottes Weise leben wollen (Jesaja 65, 20). Sie werden
dann berufen und eine Chance haben, die Bibel zu studieren und zu
verstehen. Dann – und nur dann – sagt Gott, dass sie nach ihren
Werken gerichtet werden, „nach dem, was in den Büchern geschrieben steht"
(Offenbarung 20, 12). Nachdem sie eine echte Chance bekommen
haben, nach dieser Wahrheit zu leben, werden diese Menschen danach beurteilt,
wie sie auf die Lehren der Bibel reagieren und sie befolgen. Jakobus wurde von
Gott eingegeben, uns zu sagen: „Glaube ohne Werke [ist] tot"
(Jakobus 2, 17-26).
Ziehen Sie keine falschen Schlüsse: Wenn diese unzähligen Milliarden bisher
verblendeter Menschen nur nach den Werken gerichtet würden, die sie in ihrem
früheren Leben vollzogen haben – unter anderem als Diebe, Prostituierte,
Diktatoren und falsche Propheten – , dann würden sie alle mit Sicherheit
im feurigen Pfuhl verenden! Denn in ihrem vergangenen Leben haben sie den
einzigen Namen, durch den wir das Heil empfangen können, nicht
angenommen. Sie haben ihre falschen Wege nicht wirklich bereut
(Apostelgeschichte 2, 38), ihr Leben nicht Christus unterworfen und ihm
auch nicht erlaubt, sie – durch den heiligen Geist – zu formen und ihnen zu
helfen, zu „wachsen in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und
Heilands Jesus Christus" (2. Petrus 3, 18).
Gott misst nicht mit zweierlei Maß! Diese unzähligen Menschen verdienen es,
eine echte Chance zu haben – und nach dem gerichtet zu werden, was sie
tun, nachdem sie Gottes Wahrheit erkannt haben! Und dennoch versuchen
zahlreiche Theologen und Prediger – die selbst verführt sind –, sich
vorzustellen, dass Gott viele unserer Freunde und Angehörigen und die vielen
Menschen aus vergangenen Zeiten irgendwie auch so retten wird, ohne dass
sie je wirklich bereut und sich dem lebendigen Christus
unterworfen haben. Diese Theologen könnten keinem größeren Irrtum
erliegen!
Mit Gottes Hilfe können wir jedoch die Wahrheit im Hinblick auf die
bisher nicht „geretteten" Milliarden von Buddhisten, Schintoisten,
Muslime und andere aus dieser und den vergangenen Zeiten verstehen, die
niemals eine echte Gelegenheit hatten, Jesus anzunehmen Wie auch all die
anderen Milliarden von Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart, die nur
einen falschen Christus (2. Korinther 11, 4) gekannt haben, aber sich nie
wirklich ergeben haben, um den Christus der Bibel in ihrem Leben
bestimmen zu lassen!
Keine andere Erklärung für dieses religiöse Dilemma ergibt
wirklich einen Sinn! Und die Antwort befand sich die ganze Zeit in Ihrer
eigenen Bibel. Wir reden hier nicht von einer zweiten Chance. Es
geht nur um eine echte Gelegenheit, die Wahrheit zu lernen und zu
befolgen, die ein fairer und gerechter Gott diesen zahllosen
Menschen zu seiner Zeit offenbaren wird.
Das Tal der verdorrten Gebeine
Eine weitere wichtige Schriftstelle, die diesen Teil in
Gottes Plan erklärt, finden wir in Hesekiel 37. Hier lesen wir die berühmte
Geschichte von den „verdorrten Gebeinen." Aber dies ist nicht
nur eine „Geschichte." Vielmehr wird hier eines der bewegendsten und
erstaunlichsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit beschrieben.
Zur Klarstellung: Obwohl diese Passage der Schrift sich ohne Zweifel
typischerweise auf die verlorenen zehn Stämme Israels bezieht, die hier
wieder zusammenkommen und später mit Juda vereinigt werden (Verse
15-22), geht es hier buchstäblich auch darum, was mit den unzähligen
Millionen von Menschen aus dem Hause Israel geschehen wird. Ob Sie es
glauben, oder nicht: Die Nachkommen der verlorenen zehn Stämme in unserer Zeit
sind die Völker Nordamerikas, Großbritanniens und die friedliebenden,
demokratischen Nationen Nordwesteuropas. Fragen Sie nach unserer Broschüre
Was bringt die Zukunft für Amerika und Großbritannien?, die Ihnen den
Beweis der nationalen Ursprünge liefert. Wie all unsere Literatur ist sie
absolut kostenlos für Sie erhältlich.
Was geschieht mit diesen Völkern – von denen die meisten zu allen Zeiten
verführt wurden?
Zunächst müssen wir uns ein Schlüsselprinzip ins Gedächtnis rufen,
das beschreibt, wie Gott arbeitet. Es wird in der Bibel mehrmals auf
verschiedene Weise erwähnt. Lesen Sie Römer 1, 16: „Denn ich schäme mich des
Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die
daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen." In Römer
2, 9-10 lesen wir das Gleiche. Beachten Sie genau Vers 11: „Denn es ist kein
Ansehen der Person vor Gott." Demnach muss Gott – zu seiner Zeit
jedem eine echte Gelegenheit geben, das Heil zu erhalten, wenn er
gerecht sein will und die Person nicht ansieht. Es ist nur eine Frage der
zeitlichen Planung.
In Hesekiel 37 offenbart Gott, dass die unzähligen Millionen von
Israeliten, die früher seiner Wahrheit gegenüber blind waren, eine
besondere Auferstehung erleben – NICHT zur Verdammnis, sondern um Gottes
heiligen Geist zu empfangen und dann fähig zu sein, die Wahrheit zu verstehen
und zu befolgen. Studieren Sie Hesekiel 37 sorgfältig, Vers für
Vers. Beachten Sie, dass Gott Hesekiel eine Vision von einem riesigen Feld
voller verdorrter Totengebeine gibt. Er wird gefragt: „Meinst du wohl, dass
diese Gebeine wieder lebendig werden?" (Vers 3). Dann gibt Gott die
Antwort auf diese rhetorische Frage und spricht zu den Gebeinen: „Siehe, ich
will Odem in euch bringen, dass ihr wieder lebendig werdet" (Vers 5). Und
Gott fährt fort: „Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch
über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben,
dass ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin"
(Vers 6).
Gott kümmert sich erst um die Israeliten – sein erwähltes Volk – als
ein Vorbild dafür, wie er mit der ganzen Menschheit verfahren
wird. Denn wie gesagt, vor Gott gilt kein Ansehen der Person! Gott
beabsichtigt offensichtlich, die verblendeten Israeliten wieder auferstehen
zu lassen, um ihnen dann eine echte Chance zu geben, ihn und seinen Plan für die
Menschheit kennen zu lernen.
In der bedeutsamen Vision der Wiederauferstehung dieser großen Menge wird
sie als „ein überaus großes Heer" beschrieben (Vers 10). Und wer sind sie?
Gott selbst sagt es uns: „Du Menschenkind, diese Gebeine sind das
ganze Haus Israel" (Vers 11). Dieses Heer von Gebeinen muss also nicht
nur die bisher verblendeten Menschen aus den verlorenen zehn Stämmen Israels
beinhalten, sondern auch das jüdische Volk, das ebenfalls gegenüber der
Botschaft des wahren Messias und dem Plan Christi und Gottes für die
Menschheit verblendet war.
All diese Israeliten waren Sünder – so wie die gesamte Menschheit
(Römer 3, 23). Daher sind sie bei dieser Auferstehung zunächst verängstigt und
fühlen sich schuldig: „Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist
verloren, und es ist aus mit uns" (Vers 11). Doch Gott sagt: „So spricht Gott,
der HERR : Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus
euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels. Und Ihr sollt erfahren,
dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren
Gräbern heraufhole. Und ich will meinen Odem in euch geben, dass ihr
wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren,
dass ich der HERR bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der HERR" (Verse
12-14). Als ein Vorbild für die gesamte Menschheit werden diese
unzähligen Milliarden von Menschen dann eine echte Chance
erhalten, ihren Gott zu verstehen, ihm zu gehorchen, bekehrt
zu werden und mit seinem Geist erfüllt zu werden.
Wunderbare Segnungen durch Gottes
Plan
Viele von uns kennen einen lieben Menschen, einen Freund
oder einen entfernten Verwandten, der vielleicht Alkoholiker war, Gottes Namen
regelmäßig missbrauchte und selten zur Kirche ging. Dennoch waren diese Leute
oft sehr „nette" Menschen, freundlich und hilfsbereit. Aber vielleicht bekannten
sie sich nie in irgendeiner Form zum Christentum. Sind sie auf ewig verdammt?
Denken Sie darüber nach!
Wenn Sie zu einem besseren Verständnis von Gottes Wahrheit gelangen, werden
Sie zunehmend die Tatsache erkennen, dass selbst eifrigste Christen kaum eine
Vorstellung davon haben, was wahres Christentum wirklich bedeutet.
Zusammen mit dem Rest der Menschheit sammeln sie lediglich zeitlebens Lektionen
menschlicher Lebenserfahrung. Sie werden aber wirklich die besondere
Auferstehung zum Gericht des weißen Thrones brauchen, um tatsächlich aus
den Lektionen zu lernen, die sie durch ihr menschliches Erleben und
Erleiden geschrieben haben.
Vielleicht haben Sie schon einmal die Anekdote von dem Gemeindemitglied
gehört, der seinen Freund anrief, der aus der Kirche ausgetreten war. „Komm
zurück in die Kirche", sagte er. „Wir mögen dich immer noch alle, und vielleicht
findest du sogar Gefallen an manchen Predigten des langweiligen Pastors." Aber
der andere schob ein paar Ausflüchte vor und erklärte dann: „Ich will keine
weitere Gemeinschaft mehr mit all diesen Heuchlern haben!"
„Oh, das macht nichts", antwortete ihm sein Freund. „Wir haben immer noch
Platz für einen mehr!"
Die Wahrheit in dieser Geschichte mag uns zum schmunzeln bringen. Aber tief
im Innern wissen die meisten von uns, dass sehr viele dieser Kirchgänger
und bekennenden Christen genau das sind: Heuchler. Sie gehen nur zur
Kirche, „weil sich das so gehört" oder weil es ihnen hilft in ihren
Geschäftsbeziehungen oder ihrem Beruf weiterzukommen, oder aus anderen,
nicht-religiösen Gründen. Und ihr Leben spiegelt in keiner Weise die
„Früchte des heiligen Geistes" wider.
Doch wie wir gesehen haben, sagt uns Gottes inspiriertes Wort: „Wer aber
Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8, 9). Solch ein
Mensch ist kein echter Christ!
Sind all diese schwachen und oft heuchlerischen Menschen für immer
„verloren"? Der einzige Ausweg, mit dem die meisten Religionswissenschaftler
dieses Dilemma zu umgehen versuchen, ist, eine Lösung zu erfinden, die den
klaren Worten der Schrift direkt widerspricht. Aber ein Verständnis des
wunderbaren Plans Gottes – einschließlich der Wahrheit über das Gericht des
weißen Throns – ist die einzige Lösung, die sowohl von der Logik her als
auch anhand der Bibel einen Sinn ergibt. Aus diesem Grund ist nur das die
Wahrheit.
unzähligen Millionen von Menschen aller Zeitalter, deren Leben durch eine
sinnlose Tragödie vorzeitig beendet wurde – die NIE wirklich das Evangelium
Christi verstanden haben oder eine echte Gelegenheit hatten, die Wahrheit des
Wortes Gottes zu lernen, ihre Sünden zu bereuen und den wahren
Jesus der Bibel als Erlöser und Herrn anzunehmen. Sind all diese liebenswerten,
kleinen Kinder, die geistig behinderten Menschen und andere mit den
verschiedensten Behinderungen oder widrigen Lebensumständen vom ewigen Leben
ausgeschlossen?
Auf keinen Fall!
Diesen Menschen wird in der Zeit der Auferstehung vor dem großen, weißen
Thron eine echte Gelegenheit gegeben werden, das Heil zu erlangen. Sie werden
ein wirkliches Verständnis von Gott und seinem wunderbaren Plan
erhalten. Die überwältigende Mehrheit von ihnen wird sich zweifellos dafür
entscheiden, ihrem Schöpfer zu gehorchen und das ewige Leben zu seinen
Bedingungen annehmen, wenn sie diese Gelegenheit erhalten.
Sinnlose Tragödien oder Lernerfahrungen?
Um es noch einmal zu sagen: Wir müssen realistisch sein.
Das Wort Gottes zeigt klar, dass die meisten Menschen in diesem Zeitalter nie
„berufen" wurden – nicht einmal die meisten Menschen in unserer sogenannten
„christlichen Gesellschaft." Millionen von ihnen mögen etwas über Gott
wissen. Aber sie „kennen" Gott nicht wirklich. Denn Gott sagt zu uns: „Wer sagt:
Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist
die Wahrheit nicht" (1. Johannes 2, 4). Und: „Was nennt ihr mich aber Herr,
Herr, und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46).
Millionen von Menschen in den Vereinigten Staaten; Kanada, Großbritannien
und Europa reden über Gott. Aber sie tun nicht annähernd, was Gott
gebietet. Jesus Christus gab uns dieses Gebot: „Ihr habt gehört, dass
gesagt ist: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben’ und deinen Feind hassen. Ich aber
sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen" (Matthäus
5, 43-44). Dennoch wurden in Europa in den vergangenen Jahrhunderten die
schrecklichsten Kriege ausgefochten und Massaker verübt. Warum? Weil –
selbst im „Herzen" des sogenannten „Christentums" – die Menschen den wahren Gott
der Bibel nicht „kennen."
Buchstäblich Hunderte von Beispielen könnten angeführt werden, um
diesen Punkt zu belegen. Aber ein sehr einprägsames Beispiel ist mir im Kopf
geblieben. Es ist ein persönlicher Brief, der später veröffentlicht und für
authentisch erklärt wurde. Manche von Ihnen haben ihn vielleicht schon einmal
gelesen. Dieser Brief stammte von einem deutschen Soldaten, der während der
Schlacht bei Stalingrad, – in der 91.000 Soldaten von den Russen gefangen
genommen wurden, – im Januar 1943 an seinen Vater, einen Geistlichen, schrieb.
(Diese Schlacht überlebten auf deutscher Seite nur 5.000 Soldaten, die nach
Deutschland zurückkehrten):
„...Gott in Stalingrad in Frage zu stellen heißt, ihn zu
verleugnen. Ich muss dir, lieber Vater, das mitteilen, und es tut mir aufrichtig
leid. Du hast mich groß gezogen, weil ich keine Mutter mehr hatte, und du hast
mir Gott immer vor meine Augen und meine Seele gehalten. Und ich bedaure meine
Worte umso mehr, als es meine letzten sein werden. Nach diesen werde ich keine
anderen mehr sprechen können, die diese widerrufen oder versöhnen könnten.
Du bist ein Geistlicher, Vater. In seinem letzten Brief schreibt man nur,
was wahr ist oder was man glaubt, dass es wahr ist. Ich habe Gott in jedem
Bombenkrater gesucht, in jedem zerstörten Haus, in jeder Ecke, unter all meinen
Kameraden, als ich in meinem Schützengraben lag, und im Himmel. Gott hat sich
nicht gezeigt, als ich ihn von Herzen rief. Häuser wurden zerstört. Meine
Kameraden waren so tapfer und so feige wie ich selbst. Hunger und Mord waren auf
der Erde. Bomben und Feuer kamen vom Himmel. Aber Gott war nicht da. Nein,
Vater, es gibt keinen Gott. Ich schreibe es wieder und weiß, dass es schrecklich
ist, und dass ich es nicht abändern kann. Und wenn es trotz allem einen Gott
geben sollte, dann ist er nur bei dir, in den Gesangbüchern und Gebeten, den
frommen Sprüchen von Priestern und Pastoren, den Klängen der Glocken und dem
Duft des Weihrauchs. Aber nicht in Stalingrad." (Brief 17, Last Letters from
Stalingrad [Letzte Briefe aus Stalingrad], übersetzt von John E. Vetter,
Corner Press, 1955).
Welch tiefen Schmerz muss dieser bekennende Geistliche
empfunden haben, als er diesen Brief seines Sohnes las – „. Aber Gott war
nicht da. Nein, Vater, es gibt keinen Gott" [Hervorhebung durch uns].
Hätte dieser junge Mann die Wahrheit über Gottes Plan verstanden, so hätte er
zumindest verstanden, dass alle um ihn herum, die sich gegenseitig
abschlachteten, geistlich verstockt waren. Die bekennenden Prediger und
Priester, die sie segneten und dann in den Kampf schickten, waren wahrscheinlich
ebenso verstockt. Später, in einer besonderen Auferstehung werden sie
alle eine echte Chance erhalten – ihre erste richtige Chance - Gott
kennen zu lernen und seinen Willen zu tun!
Während wir an die Milliarden von Menschen aller Zeitalter denken,
die einen tragischen und scheinbar sinnlosen Tod fanden, sollte es
außerordentlich tröstend und sogar inspirierend sein, zu erkennen, dass für
diese tragischen Todesopfer in Stalingrad, in Hitlers Konzentrationslagern, auf
den Schlachtfeldern Kambodschas, beim Untergang der Titanic und von Millionen
anderen, grausamen Situationen der Tod NICHT das „Ende" bedeutete.
Denn der Gott absoluter Liebe und absoluten Verständnisses hat einen
wunderbaren Plan für die unzähligen Millionen von Menschen, die alle nach seinem
Bilde geschaffen wurden. Er wird sie nicht vergessen. Aber noch einmal:
Er wird sie nicht durch eine „Hintertür" in sein Reich „einschleusen," ohne dass
sie wirklich bereut und tatsächlich den wahren Jesus Christus sowohl als
Erlöser, wie auch als ihren Herrn angenommen haben. Vielmehr werden ihnen beim
Gericht des großen, weißen Thrones die Augen geöffnet werden für den
allumfassenden Zweck, den Gott für die gesamte Menschheit im Sinn hat.
Das Leid, das diese Menschen erlebt haben, die Erfahrungen, die ihren
Horizont erweitert haben, die Lektionen, die sie in diesen manchmal
traumatischen Erlebnissen gelernt haben – all dies wird nicht vergebens
gewesen sein. Denn sie werden wieder leben. Sie werden wieder lieben.
Mit der richtigen Einstellung werden sie wieder Freude empfinden. Eine
inspirierende Schriftstelle passt zu dieser „besonderen" Auferstehung genauso,
wie zu der ersten Auferstehung: „Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die
Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann
wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: ‚Der Tod ist verschlungen
vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes
aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank,
der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus" (1. Korinther 15,
54-57).
Gottes Absicht steht fest
Würde Hollywood und die Musikindustrie wirklich
versuchen, die enorme Welle der Freude und des Übermutes
wiederzugeben, die diese Mengen empfinden werden, wenn sie schließlich wieder
leben werden und ihren Gott kennen lernen, würde es einen „von den Socken
hauen," wie es so schön heißt! Komponisten könnten Lieder voller Begeisterung
und Freude über dieses gewaltigste Ereignis in der langen Geschichte der
Menschheit schreiben. Und eines Tages, im Reich Gottes, werden sie es vielleicht
auch tun!
Hier haben Sie es also!
Gott der Allmächtige versucht nicht, jeden in der heutigen Zeit zum
Heil zu führen. Wenn er es wollte, dann wären alle gerettet! Aber
vielmehr erlaubt Gott der Menschheit, für 6000 Jahre der Geschichte ihren
eigenen Weg zu gehen – unter dem Einfluss Satans, des Teufels (Epheser, 2, 2).
Gelegentlich, wenn Gott es so will, greift er in die Geschichte ein, um einen
wesentlichen Zweck im Aufstieg oder Fall von Nationen und Reichen zu erfüllen.
Er greift auch ein, um bestimmte Menschen zu berufen, damit sie Teil seiner
Kirche werden – der „kleinen Herde" (Lukas 12, 32), und um sie auf ihre Rolle
als Könige und Priester unter Christus im kommenden Reich Gottes auf Erden
vorzubereiten (Offenbarung 2, 26-27; 5, 9-10).
Aber die große Mehrzahl der Menschen wurde von Gott selbst verblendet.
Sie brauchen die Gelegenheit, durch Leiden zu lernen, dass ihre Wege
zu keinem guten Ende führen!
Dann, zu seiner Zeit, beim Gericht des großen, weißen Thrones, wird Gott
sie in ihr physisches Leben zurückbringen, ihnen geistliches Verständnis geben
und diejenigen, die es wollen, mit seinem heiligen Geist erfüllen. Schließlich
wird er ihnen das Heil im Reich Gottes gewähren. Ja, vermutlich hätte Gott auch
einen anderen Weg wählen können. Aber die meisten Menschen müssen durch
harte, menschliche Lebenserfahrung lernen, dass die Wege des Menschen
falsch sind. Wenn sie dann die Gelegenheit zu wahrem Verständnis erhalten,
werden sie Gottes Lebensweise umso mehr zu schätzen wissen.
Nach der Beschreibung, wie Gott letztlich „ganz Israel" zu seiner Zeit
bekehren wird (Römer 11, 26), schrieb der Apostel Paulus unter Inspiration durch
unseren Schöpfer: „Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er
sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und
der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich
seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber
gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm vergelten
müsste? Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in
Ewigkeit! Amen" (Verse 32-36).
Tatsächlich versteht nur Gottes wahre Kirche diese tiefgründige
Wahrheit – und viele andere Wahrheiten, gegenüber denen das traditionelle
Christentum dieser Welt „verstockt" ist. Die Living Church of God als
Herausgeber der Zeitschrift Tomorrow’s World und all unserer Broschüren
hat sich dem Ziel gewidmet, das apostolische Christentum wiederherzustellen. Sie
können hier freundliche Menschen finden, mit denen Sie Gottesdienste feiern
können und die an die volle Wahrheit der Bibel glauben und danach zu leben
versuchen. Aber Sie müssen mit uns in Kontakt treten, wenn Sie daran
interessiert sind. Wenn der allmächtige Gott Ihnen den Sinn öffnet, dann
versäumen Sie es nicht, uns „auf die Probe zu stellen." Bestellen und
studieren Sie die anderen Broschüren, auf die wir Bezug nehmen und die wir
kostenlos anbieten. „Prüft aber alles, und das Gute behaltet" (1.
Thessalonicher 5, 21).
Fragen Sie nach unserem Welt von Morgen Bibelfernlehrgang und
studieren Sie ihn wirklich. Dann können Sie wirkliches Verständnis über
die wunderbare Absicht Gottes für Ihr Leben erlangen – und lernen, wie
Sie diese erfüllen können. Wie immer werden alle Broschüren, der
Bibelfernlehrgang und all unsere Literatur und Kassetten völlig kostenlos
verteilt. Ihnen entstehen auch keine Versandkosten und keinerlei
Verpflichtungen.
Aber in Ihrem eigenen Interesse hoffen wir, dass Sie auf diese Wahrheit
reagieren. Wenn Gott Ihnen den Sinn öffnet, gibt es keinen Grund
weshalb Sie die kommende Bedrängnis und die sieben letzten Plagen durchleben
müssten, oder weshalb Sie die nächsten tausend Jahre im Grab liegen müssten, in
Erwartung des Gerichts des weißen Throns.

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