as
bedeutet das Wort „Zehnter?" Ist das Gesetz des Zehnten heute noch in
Kraft? Hat Jesus Christus selbst zu erkennen gegeben, dass wir den
Zehnten geben sollten?
Es ist wichtig, dass wir die Antworten zu diesen und anderen Fragen in
diesem Zusammenhang verstehen, insbesondere da die Vereinigten Staaten von
Amerika, Kanada, Großbritannien und Australien bald die Folgen
ihres gedankenlosen Ungehorsams gegenüber dem Gesetz des Zehnten – und vielen
anderen Gesetzen – zu spüren bekommen werden. Diese Nationen wurden in
materieller Hinsicht weit mehr als andere Völker der Erde gesegnet wegen eines
Versprechens, das Gott Abraham vor Tausenden von Jahren gegeben hatte. Aber nun
gibt es das British Empire nicht mehr. Selbst das Ansehen des
Commonwealth verblasst. Und wie wir in den nächsten Jahren sehen werden,
zerfällt auch Amerikas Nationalstolz und Ansehen.
Obwohl Amerika noch immer die mächtigste Nation der Welt ist, ist sie auch
ihr größter Schuldner. Die Amerikaner schulden anderen Nationen
weit mehr als irgendeine andere Nation dies je in der Geschichte getan
hat. Und obwohl die Schulden Kanadas vom Betrag her niedriger sind, liegen ihre
Schulden proportional zur Bevölkerung sogar noch höher!
Es kommt bald die Zeit, in der die Rechnung beglichen werden muss! Viele
angesehene Wirtschaftsforscher haben seit Jahren vor diesem wachsenden Problem
gewarnt. Die San Diego Union-Tribune schrieb am 22. November 2000:
„Viele private Wirtschaftsexperten sagen, das Defizit
dürfte nun ein Niveau erreicht haben, das ein Risiko für die gesamte Wirtschaft
darstellen könnten wenn die Ausländer, die bisher eifrig darauf bedacht waren,
ihre Produkte zu verkaufen und Dollar-Investments anzusammeln, sich plötzlich
entschließen würden, ihre US-Investitionen abzustoßen. Dies könnte Börsen- und
Handelskurse kollabieren lassen.
‚Die unvermeidbare Frage, die ein so riesiges und weiter wachsendes
Handelsdefizit aufwirft, ist, ob diese Situation nur darauf wartet, zu
entgleisen,’ sagte Ken Mayland, Wirtschaftsexperte bei Clear View Economics,
Pepper Pike, Ohio."
Eine wirtschaftliche Situation, die nur darauf wartet,
zu entgleisen? Warum?
Weil die Menschen – individuell und als Gesellschaft – Gott und seine
Gesetze verworfen haben, entzieht Gott ihnen nun nach und nach
seine Segnungen. Das ist der wahre Grund, warum diese Nationen zu den
größten Schuldnern der Welt werden. Das ist der Grund, warum Millionen von
Amerikanern und Kanadiern einen Ausweg aus der Schuldenfalle suchen, indem sie
einen privaten Insolvenzantrag stellen. Doch selbst in den traumatischen Jahren
vor der großen Trübsal wird Gott diejenigen schützen und segnen, die ihm
dienen und wirklich seinen Gesetzen gehorchen – auch dem
Gesetz des Zehnten.
Was ist ein Zehnter? Das Wort bedeutet wörtlich ein „Zehntel." Es bezieht
sich darauf, dass man ein „Zehntel" seines Zuwachses Gott gibt. Und Gott macht
die Vorgabe, dass dieses Zehntel ihm gegeben wird – seinen wahren
Dienern, um sein Werk zu tun – und nicht einfach irgendwo anders hingebracht
wird.
Das Gesetz des Zehnten bedeutet einfach, dass der große Gott, der uns
erschaffen hat – der uns das Leben schenkt mit allen unseren Talenten, unserem
Verstand, die Kraft, mit der wir arbeiten und das Land und die Mittel, die wir
in unserer Arbeit gebrauchen – von uns verlangt, ihm das erste Zehntel
unseres Zuwachses oder Einkommens zu zahlen.
So weit es das direkte Geben eines Zehnten betrifft, sieht Gott es nicht
so, als würden wir irgendetwas „geben" – sondern wir zahlen ihm einen
klar definierten Betrag zurück als demjenigen, der uns erschuf, der uns
erhält, der unser Herr, Beschützer und Gott ist!
Dennoch verspricht der Allmächtige: „Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit
den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine Scheunen voll werden und
deine Kelter von Wein überlaufen" (Sprüche 3, 9-10).
Ja, wenn Sie in Ihrem Gehorsam Gott gegenüber treu sind und ihm das
erste Zehntel – den „Zehnten" – Ihres Einkommens – bezahlen, so wird er Ihr
Leben auf vielfältige Weise in physischen und materiellen Dingen segnen.
Er hat es versprochen – und Gott bricht nie sein Wort!
In Maleachi Kapitel 3 erklärt Gott, als er zu dem neuzeitlichen Jakob oder
Israel spricht: „Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich
betrügt! Ihr aber sprecht: ‚Womit betrügen wir dich?’ Mit den Zehnten
und der Opfergabe!" Gott gibt hier zu erkennen, dass sein
neuzeitliches Volk Israel seinen eigenen Schöpfer und dessen Werk beraubt!
Es wundert einen nicht, dass so wenig von der wahren Religion heute auf der Erde
übrig geblieben ist! Kein Wunder gibt es so viel Verwirrung und
Verführung im Namen des Christentums! Gott fährt fort: „Darum seid ihr auch
verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt" (Vers 9).
Dann verheißt Gott in seinem Wort: „Bringt aber die
Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei,
und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des
Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle" (Vers 10).
Hier haben wir eine Herausforderung des allmächtigen Gottes!
Gott sagt, er werde Sie segnen, wenn Sie beginnen, den Zehnten zu
zahlen – wie er geboten hat – im Glauben an ihn und sein
Wort. Buchstäblich Hunderte von Fällen könnten angeführt werden, die
zeigen, dass Gott denjenigen, der den Zehnten gibt, wirklich segnet, selbst auf
materielle Weise. Er mag es nicht immer sofort tun. Sie mögen ihm
vielleicht gehorchen müssen und sich eine Weile in Glauben üben. Aber
wenn Sie ihm dienen, ihm gehorchen und ihm vertrauen,
wird Gott seinen Teil der Abmachung einhalten.
Kapitel 2 – Ein von Gott gelehrtes Gesetz
Trotz der offenkundigen Segnungen, die denjenigen
zuteil werden, die Gott im Zehntengesetz gehorchen, haben manche immer
noch Argumente oder Fragen: War die Idee des Zehnten eine Erfindung Moses’?
Wurde er von Jesus „abgeschafft? Galt er nur der physischen Nation Israel
– als einer Art Steuersystem für Kirche und Staat?
Schon lange Zeit bevor das „mosaische Gesetz" überhaupt aufgezeichnet
wurde, zahlte Abraham treu den Zehnten an Gott! Wir lesen in 1. Mose 14,
17-20, wie Abraham Gottes Hohepriester Melchisedek ehrte, nachdem Gott ihm seine
Feinde auslieferte: „Und Abram gab ihm den Zehnten von allem."
Dies ist ein enorm wichtiges Beispiel, das üblicherweise von vielen
übersehen oder missachtet wird. Es ist auch deshalb ein bedeutsames Beispiel,
weil Abraham – auf eine Art – ein Typus für Gott selbst war. Er war der Mensch,
den Gott ausgewählt hatte, um im Voraus das Opfer darzustellen,
das Gott später selbst darbrachte – die Bereitschaft, seinen eigenen Sohn
aufzugeben (1. Mose 22). Er war auch derjenige, den Paulus unter Gottes
Inspiration im Neuen Testament als den Vater aller Gläubigen bezeichnete
(vgl. Römer 4, 1.11.16). So war der „Vater" aller Gläubigen ein menschlicher
Typus für Gott – und sein Vorbild ist richtungweisend für die gesamte wahre
Religion!
Und welches Vorbild gab Abraham im Bezug auf die „Treue im Glauben" mit
unseren finanziellen Ressourcen? Abraham gab seinen „Zehnten" der
Persönlichkeit, die später zu Jesus Christus wurde. Abraham gab nicht nur den
Zehnten von den Früchten seiner eigenen Arbeit, sondern von allem Überfluss, den
er letztlich von Gott erhalten hatte. Der Zehnte erstreckt sich also nicht
nur auf den Zuwachs an Vieh oder aus der Ernte – wie manche Kritiker vorbringen
– sondern auf jeden finanziellen Zuwachs, den Gott uns als seinen erschaffenen
Kindern gewährt!
Später versprach Jakob, dem Gott Abrahams zu dienen und sagte: „Von allem,
was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben" (1. Mose 28, 22).
Noch später, als Gott vorläufig die Priesterschaft der Leviten
einrichtete, bestimmte er, dass ihnen der Zehnte gezahlt werden sollte,
solange sie seine menschlichen Repräsentanten waren: „Alle Zehnten im
Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN
und sollen dem HERRN heilig sein ... . Und alle Zehnten von Rindern und Schafen,
alles, was unter dem Hirtenstabe hindurchgeht, jedes Zehnte davon soll heilig
sein dem HERRN" (3. Mose 27, 30.32).
Nun beachten Sie 4. Mose 18, 21: „Den Kindern Levi aber habe ich alle
Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte
ausüben."
Da Gottes Predigerschaft zu jener Zeit eine physische Predigerschaft
war – für die Ausführung von Opfergaben und rituellen Handlungen – und da die
Leviten diese Aufgaben als ihr Werk erfüllten, ging Gottes Zehnter
an sie als seine Repräsentanten und Diener.
Neutestamentliche Anweisungen im Bezug auf den Zehnten
Im Neuen Testament inspirierte Gott den Apostel Paulus,
zu zeigen, dass das Gesetz des Zehnten dahingehend abgeändert oder
verändert wurde, dass der Zehnte nun wieder an Gottes geistliche
Priesterschaft gezahlt werden soll – wie bei Melchisedek, dem Abraham den
Zehnten gab. Diesen Bericht finden wir im 7. Kapitel des Hebräerbriefs.
Paulus beschreibt, wie Abraham Melchisedek zahlte (Vers 2). Dann beschreibt
er, wie groß Melchisedeks Priesterschaft gewesen sein muss (Verse 3-4).
Anschließend zeigt Paulus, dass die Leviten ihrerseits – durch ihren
Vorgänger Abraham – Melchisedek den Zehnten gaben, der dementsprechend ein
größerer Priester gewesen sein muss (Verse 9-10).
In den Versen 11-12 zeigt Paulus nun, dass die levitische Priesterschaft
nur vorübergehend bestand und nie jemanden zur Vollendung geführt hat.
Also wurde die geistliche Priesterschaft Melchisedeks durch Christus
wieder eingeführt und das Gesetz des Zehnten wurde wieder geändert,
so dass Gottes Zehnter wieder wie zuvor an die geistlichen Priester geht
– die wahren Diener Jesu Christi.
Der Apostel Paulus schrieb an Judenchristen, die zumindest den Buchstaben
des Gesetzes verstanden und nicht über die Tatsache des Zehntengesetzes
diskutierten. Obwohl der Schwerpunkt seiner Ausführungen auf der Größe
der geistlichen Dienerschaft Christi liegt, ist es dennoch wichtig, zu erkennen,
dass Paulus in dieser ganzen, neutestamentlichen Passage vom Zehnten als
einem Gesetz spricht! Und er zeigt, dass es ein Gesetz ist, das seit je
her existierte, seit den Tagen des Melchisedek – und noch immer existiert
– auch wenn es jetzt abgeändert wurde und der Zehnte wieder an Gottes
geistliche Diener geht, die sein Werk heute tun!
Jeder also, der es versäumt, den Zehnten zu entrichten, bricht ein
wichtiges Gesetz des Gottes der Schöpfung! Dies ist ein Grund für die
vielen persönlichen und finanziellen Flüche, unter denen
wir heute leiden!
Jesus Christus lehrte persönlich die Gabe des Zehnten
Als Gott des Alten Testaments hatte Jesus Christus die
Gabe des Zehnten gelehrt. Erinnern wir uns, dass Jesus Christus der Gott des
Alten Testaments ist. Wie der Apostel Paulus den Geschwistern in
Korinth erklärte: „Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Ungewissheit
darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs
Meer gegangen sind; und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und
durch das Meer und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und haben alle
denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen
Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus" (1.
Korinther 10, 1-4). Später im gleichen Kapitel – und im Bezug auf die gleiche
Zeit – schrieb Paulus: „Lasst uns auch nicht Christus versuchen wie
einige von ihnen ihn versuchten und wurden von den Schlangen umgebracht" (Vers
9). Also war es Christus, der mit den Menschen im Alten Testament Umgang
hatte! Die meisten Theologen wissen dies, weil es so viele Hinweise darauf gibt.
Doch die meisten „spielen es herunter," wegen der Schlussfolgerung, dass es dann
auch Christus war, der die Zehn Gebote gesprochen hat und der andere Gesetze
erlassen hat, die zu missachten sich das „moderne Kirchentum" entschieden hat!
Ja, Christus war das „Wort" – der göttliche „Sprecher" des Vaters von
Anfang an (Johannes 1, 1-10). Also ist das „Wort" – derjenige, der später
zu Christus wurde – auch derjenige, der Abraham dafür geleitet und
gesegnet hat, dass dieser Gott den Zehnten gab. Und Christus ist
derselbe „gestern und heute und [...] auch in Ewigkeit" (Hebräer 13, 8). Aus
diesen Gründen dürfen wir nicht das grundlegende Beispiel des
Zehntenzahlens verleugnen oder gering achten, das uns der „Vater" aller
Gläubigen Gottes gegeben hat!
Hat Jesus Christus diese Praxis im Neuen Testament verworfen? Nein! Er
befolgte sie, wie auch die Apostel! Obwohl manche der neutestamentlichen Bücher
sogar geschrieben worden sind, nachdem der Tempel um 70 n.Chr. zerstört wurde,
finden wir kein Gebot in der Schrift, mit dem Zahlen des Zehnten aufzuhören, und
auch kein Anzeichen dafür, dass die Apostel oder die apostolische Kirche damit
aufhörten!
Wie wir gesehen haben, ist Jesus Christus das „Wort Gottes" – derjenige,
der das Alte Testament inspiriert hat. Als das Wort Gottes gab er die Gesetze,
die im Alten Testament aufgelistet sind. Dann erweiterte er sie um
die geistliche Bedeutung und erklärte sie im Neuen Testament.
Manche mögen noch immer darauf bestehen: „Zeigen Sie uns irgendeine
direkte Aussage Christi, die beweist, dass er das Zehntengesetz
gutgeheißen hat." Das lässt sich machen. Aber werden Sie es dann glauben?
Werden Sie dann gehorchen?
Als Jesus zu den Schriftgelehrten und Pharisäern sprach, die oft in
selbstgerechter Haltung ihre strenge Gesetzestreue in kleinen Punkten von Gottes
Gesetz zur Schau stellten, sagte er: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer,
ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das
Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den
Glauben! Doch dies sollte man tun [das Wichtigste im Gesetz] und jenes
nicht lassen [sorgfältige Gabe des Zehnten]" (Matthäus 23, 23).
War das deutlich genug? Jesus sagte, dass geistliche Eigenschaften wie
Barmherzigkeit und Glaube den Vorrang vor einer strikten und peinlich
genauen Abgabe des Zehnten von allem, was vielleicht in Ihrem Garten wächst,
haben sollen – insbesondere, wenn diese Genauigkeit zu
Selbstgerechtigkeit führt. Aber Christus sagte, man solle „jenes nicht
lassen" – nicht lassen, den vollen Zehnten zu zahlen, wie Gott es
geboten hat!
In Lukas 11, 42 ist dasselbe Gebot auf ähnliche Weise wiederholt –
es wurde durch Gottes heiligen Geist inspiriert, dass es dort steht!
Menschen würden gerne Gottes Zehntengesetz als von geringster
Bedeutung ansehen. Aber auch von den kleinsten Punkten im Gesetz Gottes sagte
Jesus: „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute
so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der
wird groß heißen im Himmelreich" (Matthäus 5, 19).
Wie klar! Wer auf ein Streitgespräch aus ist, wird immer ein Argument
finden. Wenn wir aber nach Gerechtigkeit „hungern und dürsten," auch den
kleinen Punkten in Gottes Gesetz gehorchen wollen, dann werden wir dafür
gesegnet werden.
Kapitel 3 – Gott betrügen?
Wenn wir das Alte Testament studieren, sehen wir, dass
es Menschen tatsächlich möglich ist, Gott zu „berauben." Doch wir finden auch
ein erstaunliches Versprechen, das Gott denen gibt, die ihm gehorchen.
Um ca. 586 v.Chr. wurden die Juden ins Exil nach Babylon gebracht wegen der
groben Nachlässigkeit in ihrem Gehorsam gegenüber Gott. Unter ihren größten
Sünden waren das Brechen der Sabbate, Götzendienst und nicht zwischen heilig und
unheilig zu unterscheiden (Hesekiel 22, 26) – was eine Vernachlässigung des
Zehntenzahlens mit einschließen würde. Für ihren Ungehorsam litten die Juden
viele Jahre lang unter der Gefangenschaft im Land ihrer Feinde, bis schließlich
um 539 v.Chr. Babylon vom Persischen Reich unter Cyrus dem Großen erobert wurde
und Gott den siegreichen König dazu veranlasste, ein Edikt zu erlassen, das den
Juden erlaubte, in das verheißene Land zurückzukehren.
Etwa zwei Jahre später erlaubte Cyrus Serubabel, dem neuen Gouverneur des
wiedererrichteten Staates, eine Gruppe von Juden von Babylon zurück in das
verheißene Land zu führen. Diese Wanderbewegung umfasste über 42000 Männer und
viel mehr Frauen und Kinder (vgl. Esra 2). Diese begannen, einen neuen Tempel
für Gott zu erbauen. Aber bevor sie noch das Fundament fertig stellen konnten,
brachte der Widerstand benachbarter Armeen ihre Arbeit zum Erliegen und die
Bautätigkeit hörte auf.
Etwa 15 Jahre später erklärte der Prophet Haggai, warum die Nation der
Juden unter finanziellen Problemen litt. Ihre Probleme, so erklärte er, waren
das direkte Ergebnis ihres Versäumnisses, die Wiedererrichtung des Tempels
Gottes – das Werk in der damaligen Zeit – durch Zehnten und Opfergaben zu
unterstützen. Auf Drängen von Haggai und Sacharja, dem Propheten, wurde das Werk
um 520 v.Chr. weitergeführt und der Tempel 516 v.Chr. fertig gestellt – genau 70
Jahre, nachdem die Juden in Gefangenschaft geführt worden waren.
Nach der Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft war eine
der größten Sünden das Versäumnis, Gott den Zehnten zu zahlen. Nehemia jedoch,
der um 440 v.Chr. Gouverneur war, begann, das Volk zu ermahnen, dass es seinem
Schöpfer eifrig Gehorsam leisten solle. In der Folge verpflichteten sich alle,
„sich ihren Brüdern, den Mächtigen unter ihnen [anzuschließen] und der Abmachung
[beizutreten] und sich mit einem Eid [zu] verpflichten, zu wandeln im Gesetz
Gottes [...] und alle Gebote, Rechte und Satzungen des HERRN, unseres
Herrschers, zu halten und zu tun" (Nehemia 10, 29).
Erinnern wir uns, dass Gottes „Statuten" den Zehnten mit
einschließen. Und Gottes Wort sagt uns, das in der Welt von Morgen Gottes
Volk nach seinen Statuten (oder „Rechten") handeln wird. Gottes Zehntengesetz
wurde also von Abraham befolgt, von Jesus Christus bestätigt und wird von Gottes
Volk selbst während der kommenden, tausendjährigen Herrschaft Christi befolgt
werden!
Nehemia und die Juden erklärten sich einverstanden, „den Zehnten
unseres Landes für die Leviten [zu bringen]; die sollen den Zehnten einnehmen
aus allen unsern Orten mit Ackerland. [...] So wollen wir es im Haus unseres
Gottes an nichts fehlen lassen" (Nehemia 10, 38.40). Sie schienen sehr
entschlossen zu sein, die Bedürfnisse von Gottes Werk und derer, die darin
dienten, nicht außer Acht zu lassen. Das Volk erklärte sich bereit, dafür zu
sorgen, dass den Priestern und Leviten der Zehnte zukam, der ihnen für ihren
Dienst an ihren Mitbürgern zustand.
Bedauerlicherweise wurden die Juden jedoch schon bald nach Nehemias
Reformen wieder sehr nachlässig in ihrer Einhaltung der Gesetze uns Statuten
Gottes. Das Brechen von Gottes Zehntengesetz war ein besonderes Problem, wie der
Prophet Maleachi in seinem gleichnamigen Buch – geschrieben um 400 v.Chr. –
aufzeigt.
Durch den Propheten sprechend fragte der Allmächtige: „Ist’s recht, dass
ein Mann Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber sprecht: ‚Womit betrügen
wir dich?’ Mit den Zehnten und der Opfergabe. Darum seid ihr auch
verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt" (Maleachi 3, 8-9). Und aus demselben
Grund stehen Menschen heute – wie die Juden damals – unter einem göttlichen
Fluch!
Viele erkennen nicht, dass alle Probleme der Menschen – das, was ihnen
Kopfzerbrechen bereitet und Leid zufügt, Verbrechen und Gewalt, Drogenmissbrauch
und Krankheiten – eine direkte Folge Ihres Brechens der Gebote und Gesetze des
allmächtigen Gottes sind. Und eines der am häufigsten gebrochenen Gesetze ist
Gottes Gebot, treu den Zehnten zu zahlen. Wenn Menschen ihrem Schöpfer
ungehorsam sind, indem sie dieses Gesetz ignorieren, so bringen sie auf sich
selbst einen göttlichen Fluch!
Bedenken wir, was heute in den Vereinigten Staaten und den von den Briten
abstammenden Nationen geschieht. Es gibt viele Gründe für nationale und
persönliche Schulden. Einer der wichtigsten davon ist ein massives finanzielles
Missmanagement und das Versäumnis, Gott zu geben, „was Gottes ist" (Markus 12,
17)!
Wie wir bereits gesehen haben, hat sich Amerika in den letzten Jahren von
der größten Gebernation zur größten Schuldnernation der Welt entwickelt.
Millionen von Konkursverfahren beschäftigen die Gerichte. Erinnern wir uns, dass
Nationen, die nicht den Zehnten geben, nach Gottes Wort unter einem Fluch
stehen. Könnte es dann sein, dass die erwähnten Probleme die direkte Folge eines
– selbst auferlegten – Fluchs sind für das Versäumnis, dem allmächtigen Gott zu
gehorchen?
Maleachi Kapitel 3 besagt nicht, dass ein Versäumnis des Zehntenzahlens die
Priester beraubt. Es heißt vielmehr eindeutig, dass ein solches Verhalten
tatsächlich ein Betrug an Gott ist! Und das ist in Gottes Augen eine
sehr ernste Angelegenheit!
Das Versprechen eines Segens
De Schöpfergott spricht zu all denen, die dahin gelangt sind, von seinem
Zehntengesetz zu wissen: „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein
Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit,
spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun
werde und Segen herabschütten die Fülle" (Maleachi 3, 10)!
Dies ist eine ziemliche Herausforderung, die der allmächtige Gott jeder
Person gibt, die von ihm und seinem Zehntengesetz weiß. Er sagt, wir sollen ihn
„prüfen" – also testen, es ausprobieren – und dann werden wir sehen! Diese Verse
sind nicht weniger als ein feierliches Versprechen unseres Schöpfers, diejenigen
zu segnen, die treu den Zehnten geben – die Gott zu ihrem Finanzpartner
machen! Es sagt jedoch nicht, dass Gott den Zehntenzahler reich machen wird!
Gott segnete Abraham mit materiellem Reichtum (1. Mose 13, 2). Und wir
wissen, dass Abraham den Zehnten gab. Gott segnete auch Jakob kurz nachdem er
sich verpflichtet hatte, ihm den Zehnten zu geben (1. Mose 30, 43). Gott will
ganz sicher, dass es seinem Volk „in allen Dingen gut gehe" und wir gesund sind
(3. Johannes 1, 2).
Aber er weiß auch, dass es nicht für jeden gut ist, reich zu sein (1.
Timotheus 6, 9-10.17-19). Manche Menschen können mit Reichtum einfach nicht
umgehen. Und im Zeitalter des Neuen Testaments, wo Gott Leute zu einer
geistlichen Bekehrung beruft, werden Gottes Segnungen vornehmlich
geistlicher Natur sein – mehr von Gottes geistlicher Stärke, Weisheit
und Liebe – und ewiges Leben in Gottes Reich (siehe 2. Petrus 1,
5-11).
Wenn wir aber treu den Zehnten zahlen, verspricht Gott: „Ich will um
euretwillen den ‚Fresser’ [eine Heuschreckenart] bedrohen, dass er euch die
Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch
nicht unfruchtbar sei ... . Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen
[gesegnet nennen], denn ihr sollt ein herrliches Land sein" (Maleachi 3, 11-12).
Und im Buch der Sprüche bekräftigt Gott diese Verheißung: „Ehre den HERRN
mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine
Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen" (Sprüche 3, 9-10).
Gott der Allmächtige hat alle Kraft. Er kann und wird jede Person oder
Nation segnen, die ihm gehorcht – er wird sein feierliches Versprechen
einhalten, diejenigen zu segnen, die ihm treu den Zehnten zahlen, der ihm
rechtmäßig zusteht. Gott lügt nicht (Titus 1, 2) und „die Schrift kann doch
nicht gebrochen werden" (Johannes 10, 35)!
Wenn eine Nation treu Gott den Zehnten zahlt, hat er versprochen, die
gesamte Nation zu segnen. Doch selbst wenn eine Nation als Ganzes nicht
den Zehnten gibt, dann ist Gott prinzipiell noch immer an seine Verpflichtung in
seinem Wort gebunden, jede Einzelperson zu segnen, die treu den Zehnten
gibt!
Für die meisten Menschen klingt es unlogisch, dass man durch das Abgeben
eines Teils von „unserem" Geld letztlich finanziell besser da steht, als wenn
man alles für sich behielte. Aber das ist, was Gott sagt! Er geht sogar noch
weiter und sagt: „Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer
kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer" (Sprüche 11, 24). Dies ist ein
aktives Gesetz. Glauben Sie ihrer Bibel! Gottes Lebensweise ist
realitätsbezogen. Sie funktioniert! Und sie wurde für Sie gemacht!
Kapitel 4 – Tun Sie IHREN Teil vollständig
Ja, Jesus Christus lehrte das Zehntenzahlen! Und
wie wir gesehen haben, gebot er seinen Aposteln, die Nationen zu lehren, zu
„halten alles, was ich euch befohlen habe." Und dann versprach er: „Ich
bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende" (Matthäus 28, 20).
Wenn wir also Gottes Segnungen und ein Leben in Fülle genießen, wie
Jesus Christus es versprochen hat, dann sollten wir treu Gottes Zehnten
zahlen und auch alle anderen Dinge tun, die Jesus gelehrt hat.
Unter anderem lehrte Jesus auch im Bezug auf unsere Arbeit und beruflichen
Erfolg: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke
sehen und euren Vater im Himmel preisen" (Matthäus 5, 16). Wahre Christen sollen
also anderen ein Vorbild sein in allem, was sie sagen oder tun.
Der lebendige Christus inspirierte den Apostel Paulus, zu schreiben: „Ihr
Sklaven [oder Angestellten], seid gehorsam in allen Dingen euren irdischen
Herrschern [oder Vorgesetzten], nicht mit Dienst vor Augen, um den Menschen zu
gefallen, sondern in Einfalt des Herzens und in der Furcht des Herrn. Alles, was
ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen"
(Kolosser 3, 22-23).
Das Wort Christi weist uns hier an, unser ganzes Herz in unsere Arbeit
einzubringen, und zwar zu jeder Zeit – ob der Vorgesetzte anwesend ist
oder nicht! Uns wird gesagt, dass wir dies ernsthaft und aufrichtig
tun sollen, als würden wir direkt für Gott arbeiten. Denn im Endeffekt
tun wir genau das! Das Leben eines wahren Christen ist eine lebenslange
„Berufung" – oder ein Beruf im vollen Sinn des Wortes.
Seien Sie EIFRIG in Ihrer Arbeit
In seinem Wort sagt Gott: „Lässige Hand macht arm; aber
der Fleißigen Hand macht reich" (Sprüche 10, 4). Sind Sie wirklich fleißig
bei Ihrer Arbeit?
Wiederum sagt Gott: „Was man mühelos gewinnt, das zerrinnt; was man aber
mit der Hand sammelt, das mehrt sich" (Sprüche 13, 11; Schlachter-Übersetzung).
Viele Leute verdienen heute ihren Lebensunterhalt mit möglicherweise fraglichen
Beschäftigungen – wie Glücksspiel, Leuten Dinge zu verkaufen, die sie nicht
brauchen oder durch ungerechtfertigten Profit als Zwischenhändler. Aber Gott
sagt, dass die Grundlage für dauerhaften Reichtum und sein Segen demjenigen
zuteil werden, der arbeitet – wirklich etwas von Wert produziert und
vollbringt!
Lesen Sie nun Sprüche 13, 18: „Wer Zucht missachtet, hat Armut und Schande;
wer sich gern zurechtweisen lässt, wird zu Ehren kommen." In diesem Spruch
empfiehlt Gott uns, Anweisungen von Leuten, die über uns eingesetzt sind,
zu beachten, sei es bei der Arbeit oder in irgendeiner Situation des Lebens.
Lernen Sie, Ihre Arbeit so zu tun, wie Ihr Vorgesetzter oder Ihre Vorgesetzte
es möchte! Lernen Sie, sorgfältig zuzuhören – bei der Arbeit zu
denken – und an Wissen und Fertigkeiten in Ihrem Beruf zu wachsen!
Ein sehr wichtiges Prinzip für unser alltägliches Leben finden wir
in Sprüche 15, 22: „Die Pläne werden zunichte, wo man nicht miteinander berät;
wo aber viele Ratgeber sind, gelingen sie." Wenn eine große Entscheidung
anfällt, die Ihren Arbeitsplatz betrifft – oder einen Hauskauf oder einen
Jobwechsel einschließt – suchen Sie Rat von vielen Seiten! Wägen Sie
diese Ratschläge sorgfältig und objektiv ab – und bitten Sie Gott
um Führung und Weisheit.
Schließlich gebietet Gott: „Liebe den Schlaf nicht, dass du nicht arm
werdest; lass deine Augen offen sein, so wirst du Brot genug haben" (Sprüche 20,
13). Lernen Sie, früh aufzustehen, sorgfältig zu arbeiten und in
Ihrem Beruf oder an Ihrem Arbeitsplatz produktiv zu sein!
Dann gehorchen Sie Gottes Finanzgesetz des Zehnten – und
erkennen Sie damit an, dass all Ihre Stärke und Fertigkeit, mit der Sie etwas in
Ihrer Arbeit produzieren, alle Materialien, die Sie benutzen, alle
Nahrungsmittel, die Sie zu sich nehmen und die Luft, die Sie atmen, um Kraft zu
bekommen – dass all dies von Gott kommt, der nur verlangt, dass Sie ihm
ein Zehntel von dem, was Sie produzieren, zurückgeben!
Seien Sie SORGFÄLTIG darin, wie Sie dem lebendigen Gott
dienen!
Wenn Sie einmal den Entschluss gefasst haben, den
Zehnten zu entrichten, geht es darum, diesen Gottes Repräsentanten zu geben, die
sein Werk tun und seine Botschaft verkündigen! Wie Gott Ihnen gebietet,
dass Sie sorgfältig darin sein sollten, Ihren menschlichen Vorgesetzten
zu dienen, um wie viel eifriger sollten wir dann darin sein, unserem
Schöpfer in diesem Finanzgesetz zu gehorchen?
Fangen Sie nicht an, zu denken, sie könnten es sich nicht leisten, den
Zehnten zu zahlen. Sie können es sich nicht leisten, es nicht zu tun!
Gott wirkt oft durch menschliche Instrumente. Er wird durch Sie
wirken, wenn Sie sich ihm unterordnen und sein Reich an erste Stelle in
Ihrem Leben setzen. Wie wir gesehen haben, war das Zehntengesetz ein Teil von
Christi Evangelium. Und als solches muss es der Welt – und Ihnen –
zum Zeugnis verkündet werden.
Bitten Sie Gott um Weisheit, Glauben und Willensstärke, um ihm in diesem
Finanzgesetz zu gehorchen. Dies wird bewirken, dass Sie Gott an erste
Stelle setzen. Es wird Sie dazu bringen, ein Budget aufzustellen – zu
planen –, Ihre Angelegenheiten zu organisieren, vielleicht mehr, als
Sie es bisher getan haben. Es wird dazu führen, dass Sie sich im Glauben
an Ihren Schöpfer üben, dass er seine Gesetze bestätigt und zu seinen
Verheißungen steht.
Aber Gott kann nicht lügen. Sie werden also merken, dass es sehr
wohl möglich ist, den Zehnten zu geben! Und wenn Sie aus Liebe und im
Glauben handeln werden die physischen und geistlichen Segnungen, die folgen,
genauso real sein, wie Gott selbst real ist.
Gottes Diener Herbert W. Armstrong schrieb einmal über ein tatsächlich
geschehenes Beispiel dafür, wie Gott mit Sicherheit eingreift und diejenigen
segnet, die den Zehnten zahlen:
„Es war im Spätjahr 1933 – mitten in der großen
Depression. Ed Smith war ein Brunnenbohrer von Beruf, aber niemandem schien es
sich leisten zu können, einen Brunnen gebohrt zu bekommen.
Ed und seine Frau Emma besuchten die Versammlung, die ich damals in einem
kleinen Schulhaus auf dem Lande zwölf Meilen westlich von Eugene, Oregon,
leitete. Ed bekannte sich erst sehr viel später zum Christentum. Aber er
besuchte die Versammlungen und diskutierte, während er auf dem Lande unterwegs
war, biblische Lehren mit seinen sich zum Christentum bekennenden Nachbarn.
Er bestand darauf: „Sie müssen den Zehnten zahlen und Gott gehorchen. Die
Bibel sagt es so. Es ist eindeutig!
Einer seiner Nachbarn wurde verunsichert. „Hör zu, Ed," fragte er, „warum
kommst du hier heraus und versuchst, mich zu solchen Dingen zu überreden, wo du
doch selbst nicht der Bibel gehorchst und auch keinen Zehnten entrichtest?"
„Weil ich," so kam Ed’s schnelle Antwort, „nicht vorgebe, ein Christ zu
sein, du aber schon. Und außerdem," so fügte er hinzu, „kann ich es mir sowieso
nicht leisten, den Zehnten zu zahlen."
Es gibt Tausende, die sich, wie Ed Smith, eine Entschuldigung in ihren
Köpfen zurechtlegen, dass sie es sich nicht leisten können, den Zehnten zu
zahlen, auch wenn sie, wie Ed Smith, erkennen, dass die Bibel solches lehrt.
Ich hörte von diesem Gespräch und gab eine Predigt über die Frage, ob ein
Unbekehrter den Zehn Geboten gehorchen und den Zehnten zahlen solle, oder ob,
wie Ed Smith argumentierte, dies nur für Christen gelte. Ich führte aus, dass
Gottes Gesetze für das Wohl des Menschen in Kraft gesetzt wurden – sie
sind der Weg, der Frieden, Glück, Wohlstand, ein erfülltes, interessantes
Leben, Erfolg und Freude bringt, sowohl hier und jetzt, als auch in einem
ewigen Leben der durch Christus erlösten.
Ich zeigte, dass es sich bezahlt macht, und dass dies die einzig
vernünftige Lebensweise ist, ganz unabhängig von dem Thema des Heils – und dass
selbst wenn jemand letztlich verloren wäre, jemand der nur wenig sündigt, auch
nur mit wenigen Hieben bestraft wird. Ich betonte Gottes Versprechen, es den
Zehntenzahler wohl ergehen zu lassen, und dass dies ein klares Gesetz Gottes
ist, das in Kraft gesetzt wurde und das unausweichlich und automatisch
funktioniert, bei den Gerechten wie bei den Ungerechten.
Ed begann, der Bibel zu gehorchen. Bei der nächsten Versammlung [...]
händigte mir Frau Smith lächelnd eine 1-Dollar-Note aus. „Das ist Ed’s erster
Zehnter," sagte sie triumphierend. „Wir haben nur noch zehn Dollar, und Ed hat
sich entschieden, das Zehntenzahlen mit dem anzufangen, was wir besitzen."
Bei der nächsten Versammlung kam sie mit einem glücklichen Lächeln zu mir.
„Hier ist eine 5-Dollar-Note," sagte sie. „An dem Tag, nachdem Ed dem Werk
Gottes einen Zehnten von allem gab, was er hatte, kam ein Kunde, der ihm seit
einem Jahr 50 Dollar schuldete und bezahlte seine Rechnung. Hier ist also der
Zehnte von diesen 50 Dollar. Nach der Zahlung von 6 Dollar an Zehnten haben wir
jetzt noch 54 Dollar verfügbar, statt der 10 Dollar, die wir vorher hatten."
Es begann, sich bezahlt zu machen! Aber das war erst der Anfang!
So weit ich mich erinnere, war es bei der folgenden Versammlung, dass Ed seinen
ersten Auftrag seit über einem Jahr erhielt, einen neuen Brunnen zu bohren, für
den er in bar bezahlt wurde. Bevor er noch fertig war, lag schon ein weiterer
Auftrag vor. Bald hatte er drei oder vier Aufträge hintereinander und war
gezwungen, jemanden einzustellen, der für ihn arbeitete.
Ed Smith war nur einer von vielen, die ich kannte, die aus
eigener Erfahrung lernten, dass man es sich nicht leisten kann, nicht Gott
den Zehnten zu zahlen, der ja Gott gehört! Ich erinnere mich, dass Ed
Smith später ganz andere Probleme bekam, als seine Frau und sein Sohn mit
Tuberkulose ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Irgendwann brach er
zusammen, bereute aufrichtig und nahm Jesus Christus als seinen Erlöser an. Er
kam zu mir, wie es in Jakobus 5, 14 geboten ist, und seine Frau und sein Sohn
wurden vollständig geheilt und konnten nach Hause zurückkehren.
Dies ist eine wahre Geschichte und der Name ist nicht erdacht. Ed Smith
starb vor einigen Jahren, aber ich denke immer noch gerne an diese Ereignisse in
seinem Leben, in der Hoffnung, dass sie andere auch dazu bringen können, den
richtigen, lohnenden und auch christlichen Lebensweg einzuschlagen."
Wir sollten alle aus dem obigen Bericht lernen. Wie wir
gesehen haben, folgen wir darin auch einer direkten, neutestamentlichen Lehre
Jesu Christi, der gesagt hat, man solle „jenes [Zehntenzahlen] nicht
lassen" (Matthäus 23, 23)! Unser himmlischer Vater will, dass wir alle großzügig
sind und Zehnten und Opfergaben von Herzen geben. Denn er inspirierte den
Apostel Paulus, zu schreiben: „Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich
ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie
er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn
einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen, dass
alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle
Genüge habt und noch reich seid zu jedem guten Werk" (2. Korinther 9, 6-8).
Erinnern Sie sich, dass der große Gott, dem wir dienen, fähig ist, für uns
zu sorgen – uns zu segnen, damit wir „volle Genüge" haben für alle guten Werke
(Vers 8). Ja, Zehntenzahlen beinhaltet den Glauben, dass Gott da ist –
dass er sein inspiriertes Wort bestätigen wird und tun wird, was er
gesagt hat, dass er es tun werde.
Wenn sich die Wolken am Horizont der Welt verdichten und Nationen mehr
physische und finanzielle Probleme erleben, dann ist es sehr wichtig, dass Sie
den Gott der Schöpfung auf Ihrer Seite haben. Auch wenn er Sie nicht
reich machen wird, so hat er doch versprochen, allezeit für Sie zu sorgen,
wenn Sie ihm dienen und gehorchen. Er wird dafür sorgen, dass Sie immer genug
haben, um über die Runden zu kommen. Wenn andere Hunger leiden oder schlimmen
Schwierigkeiten ausgesetzt sind, verspricht der Gott der Bibel seinen treuen
Dienern: „Ich will dich nicht verlassen und nicht von die weichen" (Hebräer 13,
5).
Für Ihr eigenes Wohlergehen: Schließen Sie sich den Tausenden an, die auf
Gott vertrauen, dass er seine Verheißungen bestätigt! Geben Sie dem Schöpfer des
Himmels und der Erde den „Zehnten," den Sie ihm schulden – und großzügige
Opfergaben – und sehen Sie, wie er in Ihrem eigenen Leben realer wird, je mehr
Sie ihm dienen und gehorchen.
Kapitel 5 – Anderen helfen, wie Gott Ihnen
hilft
Wenn wir die Zehnten und Opfergaben zahlen, die Gott
gebietet, bringen wir nicht nur Segnungen auf uns selbst. Wir erlauben Gott
auch, uns zu gebrauchen, um andere zu segnen. Gott gebraucht unsere Zehnten, um
für andere Leute zu sorgen und ihnen die dringend benötigte Wahrheit zu
verkünden. Wenn wir also sorgfältig Gott zehn Prozent von all unserem Einkommen
zurückgeben, denken wir zwangsläufig an andere – anstatt selbstsüchtig alles für
uns einzubehalten (Philipper 2, 4-5). Christus sagte: „Geben ist seliger
[gesegneter] als nehmen" (Apostelgeschichte 20, 35).
Wenn wir von einem Bestreben motiviert werden, anderen zu dienen,
entwickeln wir eine Einstellung des Gebens, Teilens, der Sorge für andere und
der Großzügigkeit. „Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt,
der wird auch getränkt werden" (Sprüche 11, 25). Das bedeutet, wir sollten nicht
„mit Unwillen oder aus Zwang [geben]; denn einen fröhlichen Geber hat
Gott lieb" (2. Korinther 9, 7)! Zwar ist die Gabe des Zehnten eine
Notwendigkeit, aber unsere Motivation dabei sollte darüber hinaus gehen – sie
sollte sein, dass wir Gott freiwillig und mit Freude gefallen und anderen helfen
wollen.
Christus gab uns ein vollkommenes Beispiel, indem er bereit war, uns alles
zu geben, sogar sein eigenes Leben. „Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn
Jesus Christus; obwohl er reich ist [er und der Vater besitzen alles!], wurde er
doch arm um euretwillen [indem er Mensch wurde], damit ihr durch seine Armut
reich werdet" (2. Korinther 8, 9). Gott, der Allmächtige, ist der große Geber
aller guten und vollkommenen Gabe (Jakobus 1, 17). Und was verspricht Gott,
jedem zu geben, der seine selbstsüchtige, menschliche Natur überwindet? „Wer
überwindet, der wird es alles erben [das ganze Universum mit all seinen
Reichtümern]" (Offenbarung 21, 7). Wir müssen über die hauptsächlich
eigensüchtige Einstellung, in die wir so leicht verfallen, hinauswachsen und
lernen, wirklich auf das Wohlergehen und das Glück anderer bedacht zu sein
(Markus 12, 31). So können wir ein Segen für andere Leute sein!
Ein wichtiger Weg, wie Gott andere segnet, ist durch Ihr Vorbild. Andere
wissen vielleicht, dass Sie den Zehnten geben und können sehen, dass Sie lernen,
Ihren Schöpfer zu lieben, zu achten, ihm zu gehorchen und zu dienen. Sie werden
auch sehen, dass Sie gesegnet sind – vielleicht auf materielle Weise, sicherlich
aber in geistlicher Hinsicht – und Gott im Glauben und Gehorsam näher kommen.
Und oft geschieht es durch das persönliche Vorbild eines Einzelnen, dass andere
dazu inspiriert werden, demselben Weg nachzufolgen, um die gleichen Segnungen zu
erfahren.
Eine andere, sehr wichtige Lektion, die man durch das Zahlen des Zehnten
lernen kann, ist wahre Demut und Gehorsam von Herzen gegenüber
unserem Schöpfer. Durch den Zehnten erkennen wir an, dass Gott unser Herrscher
und somit der eigentliche Besitzer aller Dinge ist (1. Mose 14, 22). Genau
betrachtet besitzen wir sterblichen Wesen nämlich tatsächlich nichts! Wir sind
nur Verwalter einiger weniger Besitztümer Gottes für eine kurze Zeit.
Und indem wir treu den Zehnten zahlen, lernen wir noch eine weitere
bedeutende Lektion – Glauben. Es braucht echten Glauben, darauf zu
vertrauen, dass Gott existiert „und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn
gibt" (Hebräer 11, 6). Es braucht Glauben, Gott zu gehorchen, besonders wenn es
so scheint, als könnten wir und nicht „leisten," den Zehnten zu geben. Aber wir
haben bereits gesehen, dass Gott verspricht, Segnungen in „Fülle" auf uns zu
bringen (Maleachi 3, 10), wenn wir ihn auf die richtige Weise „prüfen"!
Indem wir uns im Glauben an Gott üben, werden wir immer stärker –
überwinden täglich – und verbessern damit unsere Chancen, eines Tages zu
tragenden Pfeilern in seinem ewigen Reich zu werden (vgl. Offenbarung 3, 12).
Das heißt natürlich nicht, dass wir unser Heil verdienen oder dass wir aus uns
selbst heraus etwas tun können, was wirklich „gut" ist (vgl. Matthäus 19, 17;
Römer 3, 10-12). Aber wenn unsere guten Werke durch die uns innewohnende Kraft
des heiligen Geistes geschehen – durch den Gott in uns lebt –, dann folgen wir
wirklich in Jesu Fußstapfen nach! Christus sagte, dass sogar er nichts aus sich
selbst heraus tun konnte (Johannes 5, 19.30; 8, 28).
So wird in uns noch größerer Glaube aufgebaut, wenn wir im Glauben leben!
Wir werden dahin gelangen, noch mehr auf Gott zu vertrauen. Dann hören wir auf,
uns über unsere persönlichen Finanzen so viele Sorgen zu machen – denn wir
werden den Worten Jesu Christi absoluten Glauben schenken: „Darum sollt ihr
nicht sorgen: Was werden wir essen? [...] Womit werden wir uns kleiden? [...]
Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen [der Lebensgrundlagen]
bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner
Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für
morgen" (Matthäus 6, 31-34). Welch wunderbaren, inneren Frieden wir doch erleben
können, wenn wir völlig auf Gott vertrauen (Philipper 4, 6-7).
Nachdem wir regelmäßig den Zehnten unseres Einkommens zum Gebrauch in
Gottes Werk beiseite legen, werden wir bald lernen, dass wir mit dem auskommen
können, was übrig bleibt. Natürlich erfordert dies eine sorgfältige
Budgetplanung und Ausgabendisziplin! Und Gott hilft auf andere Weise. Viele
Christen waren verblüfft über seltene Gelegenheiten, unerwartete Rabatte und
andere „Segnungen," die ihnen begegneten, nachdem sie begonnen hatten, treu den
Zehnten zu entrichten.
Jesus Christus, unser Herr und Erlöser, sagte: „Ihr sollt euch nicht
Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die
Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder
Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo
dein Schatz ist, da ist auch dein Herz" (Matthäus 6, 19-21).
Jesus lehrte uns, großzügig von unserem „Schatz" zu geben. Erinnern wir
uns, dass er es war, der sagte: „Geben ist seliger als nehmen." Er lobte die
arme Witwe besonders, die ein so großzügiges Opfer gab: „Er blickte aber auf und
sah, wie die Reichen ihre Opfer in den Gotteskasten einlegten. Er sah aber auch
eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich,
ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. Denn diese alle
haben etwas von ihrem Überfluss zu den Opfern eingelegt; sie aber hat von ihrer
Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte" (Lukas 21, 1-4).
Bei einer anderen Gelegenheit sagte Jesus: „Gebt, so wird euch gegeben. Ein
volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß
geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen"
(Lukas 6, 38)! Eindeutig gebot Christus uns, zu geben. Und dieses Gebot kommt
mit einem Versprechen, dass wir weit mehr zurückbekommen, wenn wir selbst geben.
Gott verspricht, die zu segnen, die treu ihre Zehnten und freiwilligen
Opfergaben ihm und seinem Werk geben – diejenigen, die in der richtigen
Einstellung der Liebe und selbstlosen Fürsorge für andere geben.
Unser Motiv beim Geben sollte nie sein, uns selbst erhöhen zu wollen. Wir
sollten nicht geben mit dem erklärten Ziel, Reichtümer zurückzubekommen für
unsere „Investition" – wie das falsche „Wohlstandsevangelium" lehrt, das manche
Prediger vertreten. Wenn wir aber aus reinem Herzen großzügig geben, dann sagt
Gott, dass wir sicher gesegnet werden.
Der Apostel Paulus sagte zu Timotheus: „Den Reichen in dieser Welt gebiete,
dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum,
sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass sie
Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien, sich
selbst einen Schatz sammeln als guten Grund für die Zukunft, damit sie das wahre
Leben ergreifen" (1. Timotheus 6, 17-19).
Wenn wir treu das wahre Werk Gottes in diesem Zeitalter unterstützen, indem
wir den Zehnten zahlen und Opfer geben, und wenn wir aus freien Stücken den
Bedürftigen finanzielle und sonstige Hilfe – also Almosen – geben, die uns
begegnen, dann wird der Allmächtige diese guten Werke als ewigen Schatz
anrechnen, der im Himmel aufbewahrt ist. Durch unseren treuen Gehorsam gegenüber
Gott wird sein Werk vollbracht werden – und sein Evangelium wird in alle Welt
getragen!
Wenn wir treu „Gott [geben], was Gottes ist" (Matthäus 22, 21), dann
verspricht er, uns in diesem Leben zu segnen! Das Zahlen des Zehnten mit einer
positiven Einstellung wird Ihr jetziges Leben auf vielfältige Weise günstig
beeinflussen, aber noch weit mehr Ihr künftiges Leben in der Welt
von Morgen! Dann werden all diejenigen, die treu von ihren „Reichtümern" den
Zehnten entrichtet haben, vollständig begreifen, was Paulus „den
unausforschlichen Reichtum Christi" nannte (Epheser 3, 8). Sicherlich würde
keiner diesen verpassen wollen!
Kapitel 6 – Wohin sollten Sie Gottes
Zehnten senden?
Es ist sehr wichtig, dass Sie Gottes Zehnten an seine
wahren Repräsentanten senden! Während das Ende dieses Zeitalters heranrückt,
werden sie Christi Auftrag mit zunehmender Stärke ausführen. Sie
werden die Gute Nachricht vom bald kommenden Reich oder der Regierung
Gottes deutlich machen.
Ohne Furcht oder Einschränkung werden sie die Gesetze dieses
Reichs erklären. Sie werden die Hunderten von Prophezeiungen im Bezug auf
diese Endzeit klar und deutlich machen. Durch Gottes Geist können sie
spezifische Angaben über die bewegenden Ereignisse machen, die bald auf der
Erde stattfinden!
Jesus sprach prophetisch von dem großen, weltweiten Werk, das seine Diener
in diesem letzten Zeitalter durchführen: „Und es wird gepredigt werden dies
Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und
dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24, 14).
Sie müssen für sich selbst nachprüfen, ob die Aktivitäten der
Welt von Morgen mit ihren Fernsehsendungen und Zeitschriften auf der ganzen
Welt diesen Auftrag Christi erfüllen! Wenn Ihnen das noch nicht erwiesen
scheint, dann seien Sie einfach unvoreingenommen und lassen Sie sich anhand der
Früchte beweisen, wo der allmächtige Gott wirklich wirkt!
Irgendwo auf dieser Erde gibt es wahre Diener Gottes. Diese werden Teil der
wahren Kirche Gottes sein – zwölf Mal im Neuen Testament Kirche oder „Gemeinde
Gottes" genannt (siehe Apostelgeschichte 20, 28; 1. Korinther 1, 2; 15, 9; 1.
Timotheus 3, 15; usw.). Diese treuen Prediger werden Gottes Gebot an seine
wahren Diener befolgen: „Rufe getrost, halte nicht an dich! Erhebe deine
Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit und dem
Hause Jakob seine Sünden" (Jesaja 58, 1).
Speziell werden sie die von den Amerikanern und Briten abstammenden Völker
– die direkten Nachkommen der „verlorenen zehn Stämme Israels" – warnen,
dass die kommende Große Trübsal hauptsächlich sie betrifft, falls sie
nicht umkehren und bereuen (Hesekiel 33, 1-7). Jesus gab seinen Dienern
gleichsam einen Auftrag, wie auch eine Prophezeiung mit doppelter Bedeutung
– zum Teil erfüllt, aber noch nicht vollständig erfüllt bis zur
Endzeit: „Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens
willen. Wer aber bis ans Ende beharrt, der wird selig werden. Wenn sie
euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich, ich sage
euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis
der Menschensohn kommt" (Matthäus 10, 22-23).
Obwohl also zahlenmäßig klein (eine „kleine Herde," Lukas 12, 32), wird
Gottes wahre Kirche ganz am Ende eine machtvolle Botschaft verkünden, die
ihr schwere Verfolgung einbringt. Gottes Volk wird zahlenmäßig klein sein, aber
dennoch zunehmen bekannt werden wegen der starken Botschaft, die es verkündet.
Diese Leute werden sicherlich nicht unter den „traditionellen" Kirchen zu
finden sein – die darauf bedacht sind, sich in die Gesellschaft dieser Welt
einzufügen. Und sie werden mit Gottes warnender Botschaft in die „Städte
Israels" (Matthäus 10, 23) gehen – das bald kommende Reich Gottes über Radio,
Fernsehen, das Internet und durch Publikationen verkünden, in Amerika, Kanada,
Großbritannien, Australien, Neuseeland, Südafrika und auf der ganzen Welt!
Wo wird diese aufrüttelnde Botschaft heute mit zunehmender Stärke
verkündet? Wer hat sowohl das Verständnis, als auch den Mut,
sich unserer modernen Gesellschaft und ihres organisierten „Kirchentums" mit der
vollständigen und unverwässerten Botschaft der Bibel entgegenzustellen?
Prüfen Sie selbst nach, wo die Wahrheit der Bibel klar und
deutlich gemacht wird. Stellen Sie selbst fest (Apostelgeschichte 17,
11), wo die wirkliche Gute Nachricht über die Welt von Morgen (das Reich
Gottes) gepredigt wird (Matthäus 24, 14)! Finden Sie heraus, wer die Welt
vor spezifischen, wesentlichen prophezeiten Ereignissen warnt, die schon
jetzt anfangen, Ihr Leben zu beeinflussen! Und für Sie selbst am
wichtigsten: Finden Sie das Werk, das Ihnen aufzeigt, wie sie persönlich der
zerstörerischen Kraft dieser prophezeiten Ereignisse entkommen können. Suchen
Sie nach dem Werk, das Gott heute gebraucht, um Ihnen Antworten für Ihre
Zukunft zu geben!
Dies ist Ihr Leben - Ihr einziges Leben! Wenn Sie sich die
Mühe machen, dies alles mit einer offenen Einstellung zu prüfen, dann
können Sie wissen, wo Gott wirkt!
Viele von uns sind in einer „traditionellen" Kirche aufgewachsen. Natürlich
gibt es dort „nette" Menschen. Und ihre sehr gelehrten Prediger sind oft gute
Redner mit beeindruckender Stimme. Die Musik ist schön und der Prunk ist
beeindruckend.
Doch wird in diesen Kirchen ein wahres Verständnis von Gottes
eigentlicher Absicht für unser Leben klar gemacht? Werden die
spezifischen Gesetze Gottes und die Lebensweise, die Jesus und die
Apostel vertraten, gelehrt und praktiziert? Und wird das wichtige Viertel des
Wortes Gottes – biblische Prophezeiungen – klar gemacht und zum „Zeugnis"
verkündet?
Gottes wahre Diener setzen sein Werk fort. Sie repräsentieren ihn und als
solche Repräsentanten Gottes sollte man ihnen die Zehnten und
freiwilligen Opfergaben geben. Gott leitet diese dann, sein Geld für sein Werk
zu verwenden. Helfen Sie der Menschheit! Diese sterbende Welt
muss dringend mit Gottes voller Wahrheit erreicht werden. Sie
braucht ein Verständnis für den Zweck der menschlichen Existenz, für die
wichtigen, aktiven Gesetze des Lebens, für die festgelegten,
prophetischen Ereignisse, die bald in unserer Zeit geschehen, und für die
Bedeutung all dieser Dinge! Das ist genau, worum es in diesem
Werk Gottes geht!
Kapitel 7 – Das erfüllte Leben, das Gott
Ihnen wünscht
Bekennende Christen und andere, die auf ein Leben nach
dem Tode hoffen, mögen sich mit der Verheißung ewiger Freude und Glückseligkeit
in der nächsten Welt trösten. Aber in dieser Welt fühlen sich viele angesichts
einer Furcht vor finanziellem Ruin oder der täglichen Mühe, Rechnungen
rechtzeitig begleichen zu müssen, frustriert, unerfüllt und hoffnungslos! Doch
Jesus Christus sagte selbst: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle
Genüge haben sollen" (Johannes 10, 10). Und der Apostel Johannes schrieb zu den
Christen seiner Zeit: „Ich wünsche, dass es dir in allen Dingen gut gehe und du
gesund seist" (3. Johannes 1, 2).
Ziehen Sie keine falschen Schlussfolgerungen! Wir predigen kein
„Wohlstandsevangelium" von Gesundheit und Reichtum. Gottes Lebensweise
orientiert sich grundsätzlich nicht am „Nehmen," sondern vielmehr daran, was man
„geben" kann – wodurch man lernt, in wahrem Frieden, erfüllt mit innerer Ruhe,
Begeisterung und Freude, zu leben! Dennoch segnet Gott diejenigen in materieller
Hinsicht, die seinen Gesetzen für finanziellen Erfolg richtig gehorchen.
Wenn wir treu den Zehnten zahlen und unseren Teil tun, wird
der große Gott, dem wir dienen, uns nie verlassen! Unser himmlischer Vater wird
immer für das sorgen, was wir wirklich benötigen. Er wird nie erlauben, dass wir
finanziell „am Boden zerstört" sind – und einen wirklichen Mangel leiden oder
hungern. Es mag vielen heute so scheinen, als könne so etwas überhaupt nicht
eintreten. Doch wenn die von Jesus so prophezeiten Ereignisse anfangen,
einzutreten – einschließlich Dürren, Hungersnöten und epidemischen Erkrankungen
(Matthäus 24, 7; Offenbarung 6, 5-8), dann sehen die Verheißungen von Gottes
Segen und Schutz plötzlich sehr gut aus!
König David schrieb unter Gottes Inspiration: „Von dem HERRN kommt es, wenn
eines Mannes Schritte fest werden, und er hat Gefallen an seinem Wege. Fällt er,
so stürzt er doch nicht; denn der HERR hält ihn fest an der Hand. Ich bin jung
gewesen und alt geworden und habe noch nie den Gerechten verlassen gesehen und
seine Kinder um Brot betteln" (Psalm 37, 23-25). Da unser Gott „gestern und
heute und derselbe auch in Ewigkeit" ist (Hebräer 13, 8), hat Gott sich
selbst bereit erklärt, sich in den schwierigen Zeiten, die vor uns liegen, um
seine Treuen im Glauben zu kümmern. Wie bedeutsam ist es dann,
dass wir unserem Schöpfer vollständig gehorchen!
Und es gibt auch wichtige geistliche Segnungen. Dass wir unseren Sinn frei
haben von Furcht, Zweifel und Sorgen, ist von großer Bedeutung für eine richtige
Beziehung mit Gott. Eine nie endende Sorge darum, woher man die nächste Rate für
Haus oder Auto nehmen soll, bewirkt, dass wir von uns selbst eingenommen werden
– unfähig, uns wirklich auf Gott zu konzentrieren und zu lernen, was er uns
beibringen will. Sorgen und ein ängstliches Wachen über unsere finanziellen
Angelegenheiten sind Feinde des Glaubens an Gott (vgl. Matthäus 6, 24-34;
Lukas 12, 13-34). Und der Glaube an Gott – einschließlich des Vertrauens in
seine erprobten Prinzipien des Lebens – ist ein integraler Bestandteil der
wirklichen Lösung unserer finanziellen Probleme.
Leider ist sich der größte Teil der Menschheit nicht bewusst, dass Gott
irgendetwas Wichtiges über unsere persönlichen Finanzen zu sagen hat. Diese
allgemeine Unwissenheit – im Zusammenhang mit unvernünftigen Gewohnheiten beim
Geld ausgeben – ist der Hauptgrund, warum viele Leute nur gerade so durchkommen.
Ihre Vermögenswerte scheinen für kaum mehr als den akuten Bedarf auszureichen.
Das ist ein Teil des Grundes, warum so viele unter einem großen Schuldenberg
gefangen zu sein scheinen, scheinbar unfähig, sich selbst aus diesem
bedrückenden Alptraum zu befreien! Solche Leute verfallen häufig in Depression
und Selbstmitleid.
Doch wie Sie in dieser Broschüre lesen konnten, gibt es einen Ausweg!
Dieser Weg erfordert jedoch Glauben an Gott und eine
Unterwerfung unter seine Gebote (Psalm 19, 7-11). Traurigerweise denken
viele Menschen, dass es einem Leben unter Tyrannei gleich kommt, sich Gott zu
unterwerfen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall! „Seine Gebote sind nicht
schwer," heißt es in 1. Johannes 5, 3! Gottes Weg wirkt immer befreiend – er
befreit uns von Unterdrückung und Lasten. „Kommt her zu mir, alle, die ihr
mühselig und beladen seid," sagt Christus, „ich will euch erquicken. Nehmt auf
euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen
demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft,
und meine Last ist leicht" (Matthäus 11, 28-30).
Unsere finanziellen Lasten sind keine Ausnahme. Wenn Sie in eine tiefe
finanzielle Krise geraten sind – oder solches zukünftig vermeiden wollen –, dann
sollten Sie Gottes Anweisungen beherzigen. Dadurch wird Ihr Leben auf
bemerkenswerte Weise gesegnet werden und Gott wird Ihnen in der Folge helfen,
finanzielle Probleme zu lösen, die Sie belastet haben!
Zusammenfassen kann man sagen, dass wir jetzt mit Sicherheit in den
prophezeiten „letzten Tagen" der Zivilisation dieser Welt, wie wir sie kennen,
leben (2. Timotheus 3, 1). Der lebendige Christus kommt schon bald, um die
Regierungen dieser Welt zu übernehmen (Offenbarung 11, 15). Gott beruft nun ein
paar Tausend einzelne Personen heraus, um sie darauf vorzubereiten, unter
Christus in seiner kommenden Weltregierung zu dienen. Er „testet" sein Volk, um
zu sehen, auf wen er wirklich zählen kann – diejenigen, deren Herz
tatsächlich dabei ist, ihm und seinem Werk heute zu Diensten zu stehen. Gott
offenbart, dass er unsere Gebete erhört, „denn wir halten seine Gebote und tun,
was vor ihm wohlgefällig ist" (1. Johannes 3, 22).
Wer die Bibel ernsthaft studiert, sollte keinen Zweifel daran haben,
dass die Gabe des Zehnten an Gott und sein Werk vor ihm sicherlich
„wohlgefällig" ist! Lange vor dem „mosaischen Gesetz" gab Abraham den Zehnten.
Und er war sicherlich ein Vorbild für uns heute. Denn Abraham wird der „Vater
aller, die da glauben" genannt – die Art Person, die wir alle versuchen sollten,
zu sein.
Als Teil einer Prophezeiung, die die Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen
Testament überbrückt – im letzten Buch des Alten Testaments platziert und
auf das Neue Testament hindeutend –, inspirierte Gott Maleachi, zu schreiben:
„Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber
sprecht: ‚Womit betrügen wir dich?’ Mit dem Zehnten und der Opfergabe"
(Maleachi 3, 8). Wer versucht, um die Gabe des Zehnten herumzukommen und diese
Warnung zu ignorieren, wird in den Tagen des Zornes Gottes wach gerüttelt
werden!
Und schließlich sagte die Persönlichkeit Gottes, die sich selbst entäußert
hat (Philipper 2, 7) und zur Erde kam, dass wir uns im Recht, in der
Barmherzigkeit und im Glauben üben sollten, das andere aber [den Zehnten zahlen]
„nicht lassen" solle (Matthäus 23, 23). Sollten wir es wagen, diese direkte
Anweisung des Sohnes Gottes zu missachten? Sollten wir es wagen, Gottes Gesetz
des Zehnten ungetan zu lassen?
Während sich diese Welt ihrem Ende nähert und der Gott des Himmels uns
beobachtet, um zu erkennen, wer wirklich Gott fürchtet und einen tiefen
Respekt vor ihm und seinem Gesetz hat, ist es fraglich, ob er sich sehr für die
trickreichen Argumente von Menschen interessiert, die versuchen, um seine
Anweisung für das Zahlen des Zehnten herumzukommen. Ist es nicht vielmehr so,
wie unser Schöpfer sagt: „Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der
zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort" (Jesaja 66,
2).
Möge Gott mit uns allen sein, dass wir uns wirklich bemühen, ihm mit Herz
und Verstand zu dienen und dass wir darauf bedacht sind, wie nahe wir ihm
kommen können – nicht wie nahe wir uns an den Rand der Klippe heranwagen können,
ohne herunterzufallen! Unser Bestreben sollte sein, mit Gott im Gebet
festzustellen, wie viel wir geben und tun können, um uns auf Gottes Reich
vorzubereiten und um zu helfen, dieser sterbenden Welt seine Botschaft zu
bringen.