
von Roderick C. Meredith
Tausende verschiedener Kirchenorganisationen beanspruchen für
sich, Jesus Christus nachzufolgen. Doch sie lehren Tausende verschiedener
„Evangelien" und sind untereinander in zahllosen doktrinären Fragen zerstritten.
Ist Jesus Christus das Haupt all dieser Gemeinden? Ist
Christus gespalten? Oder gibt es eine wahre Kirche Gottes, die sich von diesem
religiösen Babylon abhebt? Wie können Sie Gottes wahre Kirche erkennen?
Diese Broschüre wird Ihnen dabei helfen!
GKH 1.0, Juli 2005
Englische Originalausgabe: Where Is God’s True Church Today?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind, soweit nicht anders angegeben, der
revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Haben Sie sich jemals gefragt, wozu Sie geboren sind?
Wie sieht Ihre tatsächliche Zukunft nach diesem Leben aus? Was werden Sie
in der Ewigkeit eigentlich tun? Werden Sie den ganzen Tag herumsitzen und Harfe
spielen oder passiv in Gottes Antlitz blicken? Oder hat Gott etwas weitaus
Schöneres und Erstaunlicheres für Sie geplant?
Haben Sie sich jemals gewünscht, eine Gemeinde zu finden, die wirklich die
Endzeitprophezeiungen der Bibel versteht – die versteht, welchen Bezug sie zu
den Schlagzeilen unserer Zeit und den Ereignissen hat, die Ihr Leben
direkt betreffen? Haben Sie nach einer Gemeinde gesucht, die Ihnen helfen
könnte, die Bedeutung des Lebens selbst zu verstehen – und die erklären
kann, was die kommenden Jahre für Sie und Ihr Land bringen? Haben Sie sich schon
einmal gewünscht, eine Gemeinde zu finden, in der die Prediger tatsächlich
direkt aus der Bibel predigen und Ihnen helfen, diesen Worten Sinn zu geben –
einschließlich der vielen detaillierten Prophezeiungen? Sehnen Sie sich nach
einer Gemeinde, in der praktisch alle Mitglieder ihre Bibel in den Gottesdienst
mitbringen und in der jeder tatsächlich glaubt, was die Bibel sagt und bestrebt
ist, entsprechend dem echten „Christentum des ersten Jahrhunderts" zu leben, wie
es Jesus Christus und seine Apostel gelehrt und vorgelebt haben?
Haben Sie vielleicht sogar gehofft, eine Gemeinde zu finden, in der alle
Menschen unabhängig von ihrer Nationalität oder sozialen Herkunft mit Wärme und
Liebe aufgenommen werden, und in der Christi Gebot, einander zu lieben, sich
durch eine familiäre Atmosphäre äußert, wenn sich die Mitglieder zur
Gemeinschaft und zum Gottesdienst versammeln?
Es gibt eine solche Gemeinde, die wirklich an die göttliche Inspiration der
Bibel glaubt und sich aufrichtig bemüht, in allen Bereichen des Lebens nach dem
zu handeln, was darin steht. Es ist eine Gemeinde, die keine weiteren „heiligen
Bücher" oder Kirchentraditionen hat, die den Vorrang der Bibel in
irgendwelchen Bereichen aufheben. Diese Gemeinde ist kein Gebäude, keine
Kirchenorganisation und auch keine von Menschen ins Leben gerufene Einrichtung.
Sie ist ein geistlicher Organismus, dessen Ursprünge bis auf Jesus Christus und
die Apostel zurückreichen. Diese Gemeinde ist sehr klein – von Jesus Christus
selbst als „kleine Herde" beschrieben (Lukas 12, 32) – doch sie hat seit der
Zeit Christi auf Erden immer existiert und wird auch bis zum Ende dieses
Zeitalters bestehen, wenn ihre treuen Mitglieder an einen „Ort der Sicherheit"
gebracht werden (siehe Offenbarung 12), bevor die große Bedrängnis
wirklich beginnt. Möchten Sie Teil einer solchen Gemeinde sein, deren Mitglieder
bald zu Königen und Priestern gemacht werden und dabei mithelfen werden, diese
Erde unter Jesus Christus mit zu regieren (Offenbarung 5, 10)?
Wo ist Gottes Volk?
Der Mann, der mir gegenüber saß, sprach über seine
tiefsten Gedanken: „Ich dachte immer, dass Gottes Volk über all die
verschiedenen Kirchen verstreut wäre", erklärte er. „Doch je mehr ich die Bibel
lese, desto mehr gewinne ich den Eindruck, dass es irgendwo auf dieser Erde eine
wahre Kirche geben muss, die aus Menschen besteht, die wirklich tun, was
die Bibel sagt. Aber wie kann ich sicher sein? Wie kann ich wirklich wissen, wo
Gott heute wirkt?"
Die Frage ist: Wie können Sie es wissen? Und wie können Sie sicher
sein?
Heute nennen sich viele Kirchen christlich. Manche praktizieren Taufe durch
Untertauchen in Wasser. Andere „bespritzen" die Täuflinge mit Wasser oder gießen
es über die Stirn. Viele Kirchen feiern jeden Sonntagmorgen ein „Abendmahl".
Andere halten diesen Brauch einmal im Monat, im Vierteljahr oder im Jahr.
Die meisten Kirchen haben den Sonntag als ihren Ruhetag, während wenige den
Sabbat vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag
einhalten. Andere erklären, es mache keinen Unterschied, welcher Tag für den
Gottesdienst genommen wird.
Die verschiedenen Kirchen haben allerlei Namen: Protestanten, Katholiken,
Methodisten, Baptisten, Episkopale, Pfingstler, usw. Bedeutsamer aber ist, dass
die verschiedenen Kirchen dieser Welt auch unterschiedliche Vorstellungen von
Gott haben. Manche meinen, Gott sei ein strenger Autokrat, der Sünder in
einem ewigen Höllenfeuer grillt. Andere halten Gott einfach für einen
„göttlichen Funken", der irgendwie alles Leben begonnen hat, heute aber wenig
oder gar nichts mehr mit den Weltereignissen zu tun hat und sich auch nicht für
den Lebensstil der Menschen interessiert. Doch diese unterschiedlichen Kirchen
nennen sich allesamt „christlich" – sie gebrauchen den Namen Christi.
Macht es denn einen Unterschied? Hat Gott es den Menschen überlassen, sich
ihre Kirchen auszusuchen und ihnen verschiedene Namen zu geben, sich
verschiedene Ruhetage auszusuchen, verschiedene Taufriten durchzuführen und
unterschiedliche Dinge zu lehren?
Wo ist Gott?
Hat Gott etwas dazu zu sagen? – Ja, das hat er!
Irgendwo auf dieser Erde hat Gott wahre Diener, die treu und vollständig
die endzeitlichen Warnungen verkündigen, auf die wir alle achten sollten. Gott
inspirierte seinen Propheten Amos, zu erklären: „Gott der Herr tut nichts, er
offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten. – Der Löwe
brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott der Herr redet, wer sollte nicht
Prophet werden?" (Amos 3, 7-8).
Heute liegen schockierende Ereignisse vor uns, und sie sind in Ihrer Bibel
vorhergesagt. Ein Viertel der gesamten Bibel enthält Prophezeiungen. Und
der Apostel Paulus schrieb: „Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder
zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. Denn es
wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern
nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen
ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich
den Fabeln zukehren" (2. Timotheus 4, 2-4). Predigt Ihr Pastor die
volle Botschaft der Bibel? Erklärt er regelmäßig die einprägsamen
Endzeitprophezeiungen der Bibel, so dass sie Ihnen und Ihrer Familie klar
werden? Die Bibel nennt viele spezifische Ereignisse, auf die wahre Christen
achten sollen. Diese Ereignisse werden bald klar machen, dass die Menschheit
sich am Ende dieses gegenwärtigen Zeitalters befindet – des Zeitalters,
in dem der Mensch unter Satans Einfluss über die Erde herrscht (Offenbarung 12,
9).
Viele religiöse Führer sprechen über eine „Endzeit". Aber gibt es darunter
auch nur einen, der Ihnen die spezifischen Ereignisse erklärt, auf die Sie
achten sollten? Und wer hilft Ihnen in unserer Zeit, die Bedeutung der
traumatischen Katastrophen zu verstehen, die durch Wetter, Erdbeben,
Terrorangriffe und die schrecklichen Kriege in Afrika, dem Nahen Osten und
anderswo ausgelöst werden, und die zunehmend die Existenz dieses Planeten
gefährden?
Wer erklärt wirklich den Sinn in all dem?
Jesus sagte: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr
wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die
Wahrheit wird euch frei machen" (Johannes 8, 31-32). Wenn Sie also an
Christi „Wort" bleiben sollen, wo gibt es dann jemanden, der dieses Wort
wirklich „gegenwärtig" macht? Wer zitiert beständig aus dem inspirierten Wort
Gottes – und nicht aus den Schriften dieser Welt? Wer fordert Sie
heraus: „Prüft aber alles, und das Gute behaltet" (1.,
Thessalonicher 5, 21).
Wo wird also die volle Wahrheit heute gepredigt?
„Ach, alle Kirchen haben doch im Prinzip dieselben Lehren", mögen viele
sagen. Oder: „Niemand hat ein Monopol auf die Wahrheit. Völlige Gewissheit gibt
es sowieso nicht, also haben alle Religionen grundsätzlich ihren Wert, solange
die Menschen es ehrlich meinen!"
Sicherlich haben viele von Ihnen eine solche Argumentation schon einmal
gehört. Wenn es keinen realen Gott gibt und wenn die Bibel
nicht wirklich inspiriert ist, dann könnte man diese Aussagen gelten
lassen. Das ist aber nicht der Fall! Eine der grundlegendsten
Anweisungen Jesu Christi sind die Worte in Matthäus 4, 4: „Der Mensch lebt
nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund
Gottes geht". Gottes wahre Kirche muss notwendigerweise auch diese
grundsätzliche christliche Lehre anerkennen! Die Kirchenführung und alle
Gemeindemitglieder sind natürlich noch nicht vollkommen, aber sie müssen
zumindest anerkennen, dass Gottes Wort die Grundlage dafür ist, die
Wahrheit zu erkennen, die uns von unserem Schöpfer gegeben wurde. Denn ohne
die Bibel – ohne die inspirierten Anweisungen Gottes in seinem
inspirierten Wort – sind ein paar Milliarden menschlicher Meinungen alles, was
uns bleibt: „So denke ich!" oder „So scheint es mir zu sein".
Erkennen Sie den Unterschied?
Wenn Gott also eine wahre Kirche auf dieser Erde hat, so muss diese die
inspirierte Autorität der Bibel anerkennen und muss ihre Lehren fundiert
durch diese belegen! Wie der Apostel Paulus schrieb: „Wenn ich aber erst später
komme, sollst du wissen, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, das ist
die Gemeinde des lebendigen Gottes, Pfeiler und
Grundfeste der Wahrheit" (1. Timotheus 3, 15).
Was also ist die Wahrheit? Jesus sagte in Ihrer Bibel: „Heilige sie in der
Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit" (Johannes 17, 17).
Wo immer sich die wahre Kirche befindet, sie ist ein Pfeiler und ein
„Bollwerk" (wie das Wort „Grundfeste" in 1. Timotheus 3, 15 besser übersetzt
wäre) der Wahrheit. Sie beschützt die Wahrheit. Paulus sagt uns auch,
dass wahre Christen – diejenigen, aus denen die wahre Kirche zusammengesetzt ist
– „Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen [sind], erbaut auf dem Grund
der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist" (Epheser 2,
19-20). Wenn also – wie Paulus schrieb – die wahre Kirche auf dem Fundament
der Apostel und Propheten erbaut ist und Jesus Christus der Eckstein ist, dann
müssen die Schriften der Apostel und Propheten – und nicht die Meinungen
oder „Ideen" von Menschen – die Basis ihrer Lehren und Praktiken sein.
Diese Aussage von Paulus, dass die wahre Kirche ein Pfeiler und eine
Grundfeste (ein Bollwerk) der Wahrheit ist, hat weit reichende Bedeutung!
Denn durch Gottes Kirche sollten die Menschen zu einem Verständnis über den
höchsten Zweck des menschlichen Daseins gelangen. Sie sollten im Detail
erfahren können, welchen großen Plan Gott für die Menschen entworfen hat
und wie er ihn erfüllt. Sie sollten die Prophezeiungen verstehen können, die
immerhin ein Viertel der Bibel ausmachen. Zudem sollten sie die tiefere
Bedeutung gegenwärtiger Weltereignisse im Hinblick auf die biblischen
Prophezeiungen begreifen können. Dadurch werden die Nachrichten im Fernsehen und
in der Tageszeitung wirklich „mit Leben erfüllt" sein.
Durch all dies werden die Mitglieder der wahren Kirche Gottes wissen,
wie sie Jesu Gebot nachfolgen sollen: „So seid allezeit wach und betet, dass
ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen
vor dem Menschensohn" (Lukas 21, 36). Diese wirklich bekehrten Menschen werden
dann den persönlichen Schutz Gottes genießen, wenn die große Bedrängnis
anbricht, die Jesus Christus selbst für die Zeit direkt vor seiner Rückkehr
prophezeit hat (Matthäus 24, 21-22). Diese wahren Christen – Mitglieder
der wahren Gemeinde, die die volle Wahrheit lernen – werden vor der
schrecklichen „Stunde der Versuchung" bewahrt werden, die schon bald über die
Welt hereinbricht! Denn Jesus verspricht den Menschen in seiner Gemeinde: „Weil
du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der
Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Erdkreis, zu versuchen,
die auf Erden wohnen" (Offenbarung 3, 10).
Möchten Sie auf Gottes Schutz in der kommenden, traumatischen Zeit
vertrauen können, oder lieber den „komfortablen" Weg gehen und weiter in einer
Kirche bleiben, nur weil Sie darin aufgewachsen sind – ob sie die Wahrheit
versteht, oder nicht?
Eine „behagliche" Kirche?
Sollten Sie nach einer Gemeinde suchen, in die Sie sich
leicht „einfügen" können und wo Sie sich „behaglich" fühlen können. Der
Kolumnist einer amerikanischen Tageszeitung schrieb kürzlich:
„’Behaglich in der Kirche’.
Dieser Ausdruck brachte mich schon immer auf die Palme. Die Idee, dass wir in
die Kirche gehen, um es uns bequem zu machen, um uns behaglich zu fühlen, um mit
Menschen zusammen zu sein, bei denen wir uns wohl fühlen, ist beleidigend,
ärgerlich und einfach nur unsinnig. ‚Behaglich’ – das ist, wie ich mich fühlen
möchte, wenn ich meine Füße hochlege und Fernsehen schaue. Für Kirchgänger, die
ich kenne, hat Behaglichkeit zu tun mit sozialem Status, Bildungsstand, Golfclub
und Pferderennen. Und ja, allzu oft ist auch Politik mit im Spiel. Wir mögen es,
mit Menschen im Gottesdienst zu sitzen, die so denken wie wir, so aussehen wie
wir und dieselben Autos fahren wie wir."
Ich bin sicher, Ihnen ist eine solche Einstellung
vertraut. Aber ist dies die richtige Einstellung gegenüber der wahren Religion,
die Jesus seinen wahren Nachfolgern beigebracht hat?
Hören wir, was Christus selbst dazu sagte: „Wenn jemand zu mir kommt, und
hasst nicht [liebt nicht weniger] seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder,
Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein ... So auch
jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht
mein Jünger sein" (Lukas 14, 26-27.33).
Nein, Jesus Christus möchte nicht, dass wir eine „behagliche"
Existenz anstreben, wenn wir ihm nachfolgen! Manchen mag dies seltsam vorkommen,
wenn ihnen bisher ein Evangelium von „Frieden und Wohlstand" gepredigt wurde,
wie es heute so viele tun. Der wahre Christus Ihrer Bibel hingegen sprach
beständig von der Notwendigkeit, aus der Gesellschaft dieser Welt
herauszukommen, sich auf Verfolgung einzustellen und bereit zu sein,
das eigene Leben notfalls „aufzugeben", um wirklich dem Einzigen zu dienen, der
das ewige Leben schenken kann!
Die wahre Gemeinde besteht aus Menschen, die wirklich ihr eigenes Leben
durch Jesus Christus Gott ausgeliefert haben. Diese Menschen haben
sich selbst bewiesen, dass es einen wahren Gott gibt, den Schöpfer des
Himmels und der Erde. Sie haben sich selbst bewiesen, dass die heilige Bibel
tatsächlich von Gott inspiriert ist und haben sich entschlossen, Jesu Christi
Anweisung nachzufolgen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von
einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht" (Matthäus 4,
4). Sie haben sich eindeutig bewiesen, dass Jesus von Nazareth Gott im
Fleisch war und dass er starb, um die Strafe für die Sünden aller Menschen
zu bezahlen, dass er nach drei Tagen und drei Nächten im Grab von den Toten
auferstanden ist und nun zur Rechten Gottes, des Vaters, sitzt als unser aktiver
Hohepriester, lebendiges Oberhaupt der Gemeinde und bald kommender König.
Solche wahrlich bekehrten Menschen werden sich Christus als dem „Herrn"
unterordnen – werden ihm gehorsam sein. Daher werden sie durch
Christus, der mittels des heiligen Geistes in ihnen lebt (Galater 2, 20), bemüht
sein, nach den Lehren der Bibel zu leben. Das ist die Art
Menschen, aus denen die wahre Kirche Gottes besteht!
Ist es Ihnen also ernst damit, dann hören Sie bitte darauf, was die
Bibel wirklich sagt. Denn Gott hat tatsächlich eine wahre Kirche hier
auf dieser Erde. Diese Kirche bereitet ihre Mitglieder auf das ewige Leben vor.
Diese Kirche tut heute wirklich das Werk Gottes. Und diese Kirche hat einige
erkennbare „Merkmale" – Erkennungszeichen, die in der Bibel deutlich erwähnt
sind. Damit wird jedem aufrichtig suchenden Menschen klar, wo Gottes
wahre Kirche ist – wenn man bereit ist, mit einem offenen Sinn zuzuhören!
Ist es „notwendig", dass Sie den Gottesdienst
besuchen?
In der gegenwärtigen religiösen Verwirrung wenden sich
viele Menschen von dem ab, was sie als „organisierte Religion" nennen. Sie
entschließen sich, zuhause zu bleiben und Gott alleine, mit ihrer Familie oder
mit wenigen anderen Menschen anzubeten. Ist irgendetwas daran auszusetzen?
Obwohl viele aufrichtige Menschen versuchen, eine Rechtfertigung dafür zu
finden, ihre eigene kleine Gemeinde zuhause zu gründen, ist dies aus vielerlei
Gründen eindeutig falsch, denn es ist bis auf wenige extreme Umstände
unbiblisch!
Diejenigen, die wirklich der Bibel glauben, verstehen, dass Jesus Christus
das „Licht" war, das Gott in die Welt gesandt hat. Er war uns ein Vorbild
und ebenso waren die Apostel für uns ein Vorbild, nachdem sie wirklich bekehrt
waren.
Was war das inspirierte Vorbild, das Jesus Christus uns gab? „Und er
kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit
am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen" (Lukas 4, 16). Jesu
Christi eigene Gewohnheit war es, regelmäßig die Versammlung mit anderen in
einer „organisierten" Synagoge oder Kirchengemeinde zu besuchen! Gott
hatte bereits früher den Sabbat eine „heilige Versammlung" genannt – was eine
„gebotene Zusammenkunft" bedeutet. Also gehorchte Jesus Christus diesem gebot
und gab uns darin ein Beispiel.
Wir lesen, dass – selbst nach Jesu Auferstehung – Petrus und die frühen
Apostel sich regelmäßig im Tempel trafen, sowohl am wöchentlichen
Sabbat als auch an den jährlichen Sabbaten. Tatsächlich begann die
neutestamentliche Kirche auch nicht an Weihnachten oder Ostern, sondern
an einem von Gott gebotenen heiligen Tagen, dem Pfingsttag
(Apostelgeschichte 2, 1)! Danach trafen sich die frühen Jünger
regelmäßig mit anderen im Tempel von Jerusalem (Apostelgeschichte 2, 46-47).
Als es in Gottes Augen Zeit für Paulus war, aktiv in den Predigtdienst
einzutreten, kam Barnabas nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, „und als er ihn
gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochien. Es geschah ihnen aber, dass sie
ein ganzes Jahr in der Gemeinde zusammenkamen und eine zahlreiche
Menge lehrten und dass die Jünger zuerst in Antiochien Christen genannt wurden"
(Apostelgeschichte 11, 25-26). Beachten Sie, dass Paulus und Barnabas mit den
anderen in der „Gemeinde zusammenkamen". Es gab also eine „organisierte"
Gemeinde, die sich regelmäßig traf! Und später lesen wir: „Wie nun Paulus
gewohnt war, ging er zu ihnen [in die Synagoge] hinein und redete mit ihnen
an drei Sabbaten von der Schrift" (Apostelgeschichte 17, 2).
Der inspirierte Autor des Hebräerbriefs schrieb: „Lasst uns aufeinander
acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, und nicht
verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern
einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.
Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit
empfangen haben, haben wir hinfort kein Opfer mehr für die Sünden" (Hebräer 10,
24-26). Diese wichtige Stelle in Gottes Wort ermahnt uns, die Zusammenkunft mit
anderen nicht zu unterlassen. Ebenso heißt es, dass wir uns gegenseitig
zu Liebe und guten Werken „anreizen" sollen.
Einige wohlmeinende Menschen mögen annehmen, dass sie einander zu
guten Werken anreizen können, indem sie sich nur zu Hause im Kreis der Familie
und einiger Freunde versammeln. Aber diese Haltung widerspricht einer ganzen
Reihe von biblischen Beispielen, dass sich Gottes wahre Diener als organisierte
Gemeinde versammelt haben und versammeln sollten, der richtig ausgebildete und
ordinierte, wahre Diener Jesu Christi vorstehen, und nicht
irgendein Laie, der sich selbst zum Prediger „ernannt" hat! Die Bibel betont
ausdrücklich: „Niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern er
wird von Gott berufen" (Hebräer 5, 4).
In meinen über 50 Jahren des Dienstes in Christus sind mir einige Männer
und Frauen begegnet, die sich entschlossen hatten, sich aus der „organisierten
Religion" zurückzuziehen. Dabei nahmen sie eine Haltung gegenüber der Kirche an,
dass ihr Glaube lediglich eine Angelegenheit „zwischen Jesus und mir" sei. Sie
verkannten aber, dass Gott eine klare Führungsstruktur in seiner Kirche
errichtet hatte. Viele dieser Menschen, die sich selbst von vernünftigen
Ratschlägen abgegrenzt hatten, übernahmen schließlich selbst die Pflichten eines
Pastors oder „ernannten" sich sogar selbst zu Predigern Jesu Christi. In beinahe
allen diesen Fällen waren diese Personen von Eigenwilligkeit geprägt, waren
gewöhnlich „starrsinnig" und tatsächlich nicht bereit, von anderen Menschen
belehrt und geführt zu werden. Sie wünschten sich, in ihren eigenen Augen oder
gegenüber Familie und Freunden als „wichtig" dazustehen, indem sie es
übernahmen, eine „Hausgemeinde" zu gründen, in der sie als Prediger und Leiter
agieren konnten.
Diese Männer scheinen das abschreckende Beispiel von Korah und seinen
Anhängern vergessen zu haben, die die Führungsautorität von Gottes Diener Mose
ablehnten und behaupteten, dass „alle" das Recht hätten, als geistliche
Führer aufzutreten! Diese eigenwilligen Personen forderten Mose und Aaron
heraus: „Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und
der Herr ist unter ihnen" (4. Mose 16, 3). Gott zeigte, was er von diesem
„allgemeinen Priestertum" hielt, indem er die Erde auftat und alle starrsinnigen
Rebellen bei lebendigem Leibe verschlingen ließ (Verse 28-34)!
In unseren Tagen drücken sich solche Menschen vor der Verantwortung als
Teil des aktiven Leibes Christi, indem sie sich von Gottes wahren
Dienern absondern und sich davon abwenden, Teil des Werkes zu sein, das
Christus zur Verkündigung des Evangeliums „unter allen Völkern" mittels seiner
wahren Kirche durchführt (Matthäus 28, 19-20). So lernen sie nicht, als
Teil des Leibes mit anderen zusammenzuarbeiten, lernen nicht die volle Wahrheit
in einer ausgeglichenen Weise, lernen nicht, auch Ermahnungen und
Belehrung auf demütige Weise anzunehmen und danach zu handeln, wie es alle
Christen in der wahren Kirche Gottes tun.
Auf diese Weise befinden sich diese Menschen letztlich „am Rand" von Gottes
Volk, haben keine Gemeinschaft als Teil einer echten Kirchengemeinde. Solche
selbst ernannten religiösen Führer und diejenigen, die ihnen nachfolgen, driften
nur allzu oft von einem ausgeglichenen Verständnis der Wahrheit ab und verrennen
sich in seltsame Ideen und „neue Lehren". Besonders gravierend ist, dass sie dem
lebendigen Christus zeigen, dass sie nicht an dessen Fähigkeit glauben, seine
Kirche führen zu können, was nach Gottes Aussage seine Aufgabe ist (Epheser 1,
22-23; Kolosser 1, 18)!
Die Gemeinde, die Jesus baute
Jesus fragte seine Jünger: „Wer sagen die Leute, dass
der Menschensohn sei? Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer,
andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten"
(Matthäus 16, 13-14).
Aber Petrus antwortete: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn".
Dann sprach Jesus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine
Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle [des Todes] sollen sie nicht
überwältigen" (Vers 18).
Jesus sagte hier eindeutig, dass er eine „Gemeinde" oder Kirche bauen werde
– was in der inspirierten griechischen Sprache einfach eine „Gruppe" oder
„Menge" von Menschen bedeutet. Jesus nannte sie „meine" Gemeinde – nicht
einfach irgendeine Gruppe, Menge oder Kirche.
Im gesamten Neuen Testament zeigt Gott eindeutig, dass sein Volk –
seine Gemeinde – in diesem Zeitalter zahlenmäßig klein sein und oft verfolgt
werden würde. Er sagte: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch
erwählt. [...] Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr
aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe,
darum hasst euch die Welt" (Johannes 15, 16-19).
Wo immer sie sich befinden, es ist offensichtlich, dass Gottes wahres Volk
nicht wirklich in diese Welt und ihre Gesellschaft „passt". Denn Jesus sagte
weiter: „Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen" (Vers 20).
Und Jesus nannte sein Volk die „kleine Herde" (Lukas 12, 32).
Jesus sagte: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit,
und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm
hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt,
und wenige sind’s, die ihn finden" (Matthäus 7, 13-14). Halten wir also fest,
dass es nur wenige sind, die durch die enge Pforte gehen. Nur wenige
verstehen jetzt wirklich und sind heute Teil der wahren Kirche Gottes!
Beachten Sie auch: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in
das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im
Himmel" (Matthäus 7, 21). Jesus erklärte eindeutig, dass sein wahres Volk
dem Willen des Vaters gegenüber gehorsam sein muss. Sie müssen tun,
was der Vater geboten hat.
Sehen wir also, was das für die wahre Kirche direkt bedeutet. Im
gesamten Neuen Testament wird der Begriff „Frau" als Symbol für eine
Kirche gebraucht. In 2. Korinther 11, 1-2 wird die wahre Kirche als die verlobte
„Braut" Christi dargestellt. In Offenbarung 17 wird die große, falsche Kirche
eine „Hure" genannt (Vers 1) und die „Frau" (Vers 3) sitzt auf einem
scharlachroten Tier.
Beinahe alle Gelehrten stimmen darin überein, dass in Offenbarung 12 die
wahre Kirche als Braut dargestellt wird. Sie wird von einem „Drachen" verfolgt –
in Vers 9 als Satan der Teufel beschrieben. Obwohl die engagierten Mitglieder
der Kirche an einen Ort der Sicherheit gebracht werden, beschreibt Gott in Vers
17, wie der Teufel gegen die „Übrigen" der wahren Kirche Krieg führt – gegen
diejenigen, die zurückgeblieben sind.
In Offenbarung 14, 12 wird Gottes treues Volk genauer beschrieben: „Hier
ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu
behalten" (rev. Elberfelder Übersetzung). Das sind die Menschen,
von denen Gott aufzeigt, dass sie während der bald kommenden großen Bedrängnis
und der Zeit schrecklicher Plagen Gottes im Anschluss daran beschützt werden!
Macht es also einen Unterschied, wie Sie Gott anbeten? Natürlich
können Sie einen Gottesdienst in einer Kirche „Ihrer Wahl" besuchen – wie es oft
propagiert wird. Natürlich können Sie den Vorstellungen Ihrer
Angehörigen, Freunde und Bekannten nachfolgen! Aber werden diese Menschen
auch da sein, um Sie während der kommenden, weltweiten Unruhen zu beschützen?
Und noch wichtiger: Werden diese Menschen da sein, um Sie in Gottes Zeit
des Gerichts zu „retten"?
Wie wäre es, wenn Sie stattdessen sich selbst beweisen, dass die Bibel die
inspirierte Offenbarung des Schöpfers ist, in der er uns grundlegendes
geistliches Wissen gibt, zu dem wir auf keine andere Weise Zugang bekommen
können? Wie wäre es, wenn Sie selbst nachsehen, was das Wort Gottes – die Bibel
– darüber zu sagen hat, wo sich Gottes wahre Kirche heute befindet?
Erkennungszeichen
Wir haben bereits gesehen, dass Jesus sagte, er würde
seine Gemeinde bauen. Und wir haben herausgefunden, dass die Bibel diese
Gemeinde als eine kleine, verfolgte Kirche beschreibt – eine Gemeinde, die
sicher nicht Teil der Gesellschaft dieser Welt ist. Es ist eine Kirche,
die den Willen Gottes, des Vaters, tut. Und sie befolgt die Zehn
Gebote, die der allmächtige Gott als grundlegende Lebensweise vorgegeben hat.
Offensichtlich gibt es viele verschiedene kleine Kirchen, und viele davon
sind verfolgt. Manche von ihnen sind verfolgt, weil es scheint, als legten sie
es darauf an, andere zu provozieren, um so Verfolgung auf sich zu ziehen
– nicht wegen der biblischen Botschaft, sondern durch ihren gedankenlosen und
arroganten Versuch, ihre Religion anderen Menschen aufzudrücken.
Viele kleine religiöse Gruppierungen sind aufrichtig davon überzeugt, nicht
„Teil dieser Welt" zu sein. Vielleicht tragen sie andere Kleidung – schwarze
Hüte, einfache Kleidung in unscheinbaren Farben oder besondere Unterwäsche – um
sich und anderen ihre Andersartigkeit zu „beweisen". Aber klein und manchmal
verfolgt zu sein, nicht „Teil dieser Welt" zu sein sind Prinzipien, die manchmal
auf seltsame Weise Anwendung finden. Ein biblischer „Schlüssel" , um diese
Prinzipien richtig zu verstehen und umzusetzen, wird in der Aussage des Apostels
Paulus offenbart, dass Gott den Christen einen Geist der „Besonnenheit"
gegeben hat (2. Timotheus 1, 7).
Gibt es, abgesehen von der oben genannten, allgemeinen Beschreibung der
wahren Kirche, denn noch irgendwelche spezifischen Zeichen, die
unmissverständlich darauf hindeuten, wo Gottes Kirche sich heute befindet?
Es gibt sie tatsächlich.
Um es kurz zu machen, ist im Folgenden eine Liste von fünf dieser
„Erkennungszeichen" zusammengestellt und erklärt, mit deren Hilfe Sie – wenn Ihr
Sinn dafür offen ist – wissen können, wie Sie die wahre Kirche Gottes
heute auf dieser Erde erkennen können.
1. Gottesfurcht
Vor der Erschaffung des Menschen schuf Gott Luzifer –
einen von drei Cherubim oder Erzengeln, die früher seinen Thron umgaben. Sein
ursprünglicher Name „Luzifer" bedeutet „Lichtträger" oder „strahlender
Morgenstern". Luzifer wurde als ein mächtiger und schöner Erzengel mit
überragender Weisheit und Fähigkeit erschaffen (Hesekiel 28, 11-15). In Jesaja
14, 12-15 wird Luzifer so beschrieben: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du
schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker
niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: Ich will in den Himmel
steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen
auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die
hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten. Ja, hinunter zu den Toten
fuhrest du, zur tiefsten Grube".
Beinahe alle Gelehrten erkennen an, dass diese und andere Schriftstellen
eindeutig zeigen, dass Luzifers große Fähigkeiten und Schönheit ihn zu großem
Stolz führten. Dieser Stolz brachte Luzifer dazu, gegen seinen Schöpfer zu
rebellieren, und sein Name wurde später geändert von „Lichtträger" zu Satan
– was im Hebräischen wörtlich „Widersacher" bedeutet. Luzifer wurde zu Gottes
größtem Feind.
In der gesamten Bibel zeigt Gott uns, dass er entschlossen ist,
niemanden in sein Reich aufzunehmen, der ein möglicher Widersacher
– ein möglicher Satan ist! Wären Sie so jemand? Wir sollten alle
erkennen, wie wichtig dies für Gott ist. Er will in seinem Reich und in
seiner geistlichen Familie Einheit und Frieden haben! Er ist der
Urheber von Liebe, Freude und Frieden. Jeder, der ein potenzieller
Rebell ist, könnte irgendwann diesen Frieden zerstören.
Daher offenbart Gott in der Bibel immer wieder, dass er absolut
sicher gehen wird, dass jeder seiner potenziellen Söhne die richtige Art
„Gottesfurcht" hat! Wie Gottes Wort zeigt, bedeutet diese Art Furcht nicht, in
Angst und Schrecken vor etwas Schlimmem zu leben! Vielmehr ist gemeint, dass wir
in tiefer Ehrerbietung, Demut und Bereitschaft zum Gehorsam
gegenüber unserem Schöpfer leben und entschlossen sind, niemals gegen seine
Gesetze und Wege der Gerechtigkeit zu rebellieren, durch die Friede und Freude
gesichert sind.
Eine der ersten „Prüfungen", die Abraham, der „Vater aller Gläubigen"
bestehen musste, wird in 1. Mose 22 beschrieben. Bitte lesen Sie dieses
Kapitel sorgfältig durch! Dort sehen wir, wie Gott Abraham „getestet" hat
(Vers 1), um zu erkennen, ob dieser sich seinem Schöpfer bedingungslos
unterordnen würde – ob er sogar bereit wäre, seinen einzigen Sohn zu opfern.
In allerletzter Minute – als Abraham seine völlige Hingabe an Gott bewiesen
hatte – sandte Gott seinen Boten, der sagte: „Lege deine Hand nicht an den
Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest
und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen" (Vers 12).
Daraufhin gab Gott Abraham den unbeschreiblichen Segen, dass seine Nachkommen
großen physischen Reichtum und Macht erhalten würden, und zugleich
geistlich gesegnet würden durch einen Nachkommen aus ihrem Geschlecht, Jesus
Christus (Verse 15-18).
Abraham musste Gott beweisen, dass er ihn „fürchtete" und dass er
bereit war, seinen eigenen Willen völlig zurückzustellen – nicht nur „an Gott zu
glauben", sondern auch zu tun, was Gott gebot! In Sprüche 1, 7 lesen wir:
„Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten
Weisheit und Zucht." Und ebenso Sprüche 9, 10: „Der Weisheit Anfang ist die
Furcht des Herrn, und den Heiligen erkennen, das ist Verstand". Eine tiefe
Ehrfurcht und Hochachtung gegenüber unserem Schöpfer ist also der Beginn für
echte Erkenntnis und Weisheit. Ohne diese will Gott uns nicht in seinem
ewigen Reich haben!
Es sollte klar geworden sein, dass diejenigen, die Teil der wahren Kirche
Gottes sind, lernen müssen, dieselbe tief gehende Ehrerbietung und
Bereitschaft zum Gehorsam gegenüber ihrem Schöpfer aufzuweisen, wie dies
bei Abraham, dem „Vater" aller Gläubigen der Fall war. Und die Mitglieder dieser
wahren Gemeinde haben sich auch einwandfrei bewiesen, was Gott in Hebräer 11, 6
sagt: „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott
kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die
ihn suchen, ihren Lohn gibt".
Wenn wir echte Christen sein wollen, müssen wir hundertprozentig an
einen realen Gott glauben – den Gott, der in der Bibel beschrieben ist.
Und wir müssen glauben, dass er, wie die Bibel sagt, denen ihren „Lohn" gibt,
die ihn ernsthaft suchen –die nicht nur halbherzig dem Gottesdienst in
einer „Kirche ihrer Wahl" beiwohnen, oder gar nur eine Kirche in ihrer
Nachbarschaft aufsuchen, wenn es gerade „passt" und die immer glauben, was
gerade Trend ist!
Echte Christen haben sich zweifelsfrei bewiesen, dass die Bibel
inspiriert, also von Gott direkt eingegeben ist! Jesus sagte: „Der Mensch
lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund
Gottes geht" (Matthäus 4, 4). Sie haben sich Gott untergeordnet, um dem
nachzufolgen, was Jesus sagte, und zu tun, was Gott in seinem
inspirierten Wort gebietet. Sie verstehen, dass Gott sich selbst durch sein
Wort „offenbart", und nicht durch menschliche Vorstellungskraft. Sie haben
verstanden und befolgen, was 2. Timotheus 3, 16-17 sagt: „Alle Schrift, von Gott
eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur
Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem
guten Werk geschickt".
Wie Gott in obigem Vers klar macht, ist die Bibel nicht nur dazu da, uns zu
ermutigen, sondern auch, um uns zurechtzuweisen, zu bessern und
„in der Gerechtigkeit zu erziehen". Gottes wahre Kirche muss ihre
Glaubensaussagen vollständig aus Gottes inspiriertem Wort begründen
können! Sie muss den wahren Christus annehmen, der in der Bibel sowohl
als Erlöser, wie auch als Herr – als einer, dem man gehorchen muss –
offenbart ist. Diejenigen, die dies nicht tun, haben Hunderte von
widerstreitenden Glaubensgemeinschaften ins Leben gerufen – alle mit
unterschiedlichen Lehren, Praktiken und Konzepten von der Wesensart Gottes.
Das Fundament der WAHRHEIT
In dem hilfreichen Buch The Battle For the Bible
[Schlacht um die Bibel] stellte Dr. Harold Lindsell eine grundlegende These auf:
„Von allen Lehren, die mit dem christlichen Glauben zusammenhängen, ist keine
wichtiger als diejenige, worauf sich unser religiöses Wissen begründet. Für
jeden, der sich zum christlichen Glauben bekennt, stellt sich die grundlegende
Frage: Woher bekomme ich mein Wissen, auf das sich mein Glaube stützt? Die
Antworten auf diese Frage variieren natürlich, aber für Christen zumindest gehen
sie immer zurück auf die Bibel. Wenn alles gesagt und getan ist, dann ist
die einzige wahre und verlässliche Quelle des Christentums das Buch, das
wir die Bibel nennen" (Seite 17; Hervorhebungen durch uns).
Hoffentlich können Sie dieser Aussage von Herzen zustimmen, denn sie ist
ein zentraler Aspekt des wahren Christentums. Und sie ist ein wichtiger
Punkt, der in jeder Gemeinde gelehrt und praktiziert werden muss, wenn
diese sich als wahre Kirche Gottes bezeichnet! Um es noch einmal zu sagen: Das
wahre Volk Gottes sind nur diejenigen, die sich Gott ausliefern und
tatsächlich tun, was die Bibel wirklich sagt. Sie werden Gott gehorchen,
selbst wenn sie damit „Probleme" oder sogar ernsthafte Verfolgung auf
sich ziehen! Wie Sie wissen, setzten die frühen Christen ihr Leben
aufs Spiel, als sie Jesus und den ursprünglichen Aposteln nachfolgten. Sie
waren ständiger Verfolgung ausgesetzt und wurden teilweise sogar zu Märtyrern –
wurden oft von ihrer Arbeit, aus ihrer Stadt und sogar aus ihrer Familie
vertrieben. Wir haben bereits gelesen, dass der Jesus Christus der Bibel allen,
die ihm nachfolgen wollen, gesagt hat: „Wenn jemand zu mir kommt, und hasst
nicht [liebt nicht weniger] seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder,
Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein ... So auch
jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht
mein Jünger sein" (Lukas 14, 26-27.33).
Als der Apostel Petrus darüber befragt wurde, welche „Kraft" einen
gelähmten Mann geheilt hatte, antwortete er furchtlos: „So sei euch und dem
ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth,
den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht
dieser hier gesund vor euch. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen,
der zum Eckstein geworden ist. Und in keinem andern ist das Heil, auch ist
kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen
selig werden" (Apostelgeschichte 4, 10-12).
Um in Gottes wahrer Kirche zu sein, muss man aufrichtig Petrus’
inspirierter Anweisung am Pfingsttag Folge leisten: „Tut Buße [bereut],
und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi
zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen
Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung, und allen, die fern
sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird" (Apostelgeschichte 2,
38-39). Wenn ein Mensch an den Punkt gelangt, wo er bereit ist, von Herzen zu
bereuen, Gottes heiliges Gesetz gebrochen zu haben – denn Sünde ist
die Gesetzesübertretung (1. Johannes 3, 4; Schlachter-Übersetzung) – dann
soll diese Person auf den Namen Jesu Christi getauft werden und den
heiligen Geist durch Händeauflegen empfangen. In diesem Moment sind dem neuen
Christen seine vergangenen Sünden völlig vergeben und er wird ein
Mitglied der Kirche Gottes.
Denn Gottes wahrer Kirche kann man nicht „beitreten"! Man wird in
die Kirche hineingesetzt – getauft in die Kirche – durch Gott selbst,
indem er diesen Menschen mit dem heiligen Geist erfüllt. Wie Paulus erklärte:
„Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8, 9). Und:
„Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien
Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt"
(1. Korinther 12, 13). Durch die völlige Unterwerfung von Körper, Herz
und Verstand unter Gott durch Jesus Christus als unseren Erlöser
wird man in die Kirche Gottes, den Leib Christi hineingetaucht – eingepflanzt.
Dann gehören diese Menschen nicht mehr sich selbst – sie haben Christus als
ihren höchsten Herrn, der ihnen sagen kann, was sie tun sollen. „Oder wisst ihr
nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und
den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr
seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe" (1. Korinther
6, 19-20).
Sind Sie persönlich bereit, eine solche Verpflichtung einzugehen?
Völlige Unterordnung unter Jesus Christus
Gottes wahre Kirche besteht aus Menschen, die bereit
sind, sich völlig Gott unterzuordnen. Sie müssen gewillt sein, Jesu Anweisung zu
befolgen: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein
Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s
verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden"
(Matthäus 16, 24-25). Die meisten Menschen, die sich heute zum Christentum
bekennen, sind so damit beschäftigt, ihr Leben zu „retten" – eine „schöne Zeit"
zu haben und sich in diese Gesellschaft einzufügen – dass sie es als sehr
schwierig empfinden würden, auch nur in Erwägung zu ziehen, dieser deutlichen
Lehre des Sohnes Gottes zu gehorchen.
Ich erinnere mich noch an eine Begebenheit in London auf einer
Evangelisierungskampagne im Jahr 1957. Unter den Teilnehmern befand sich ein
freundliches Ehepaar aus Schottland, das über einen Zeitraum von vier Wochen
fast jeden Abend anwesend war. Sie schienen sehr interessiert und begeistert zu
sein. Sie sagten: „Lobt den Herrn!" und schienen sehr von dem angetan zu sein,
was ich in dieser Zeit sagte. Sie gaben an, tun zu wollen, „was auch immer" der
Herr mit ihnen vorhatte. Aber gegen Ende der Kampagne sprach ich ein paar
zentrale Themen im Zusammenhang mit den Zehn Geboten an. Plötzlich änderte sich
ihre Einstellung. Sie wurden still und abweisend.
Meine Frau und ich versuchten, mit ihnen am letzten oder vorletzten Abend
ihrer Teilnahme Kontakt aufzunehmen. Sie erkannten an, dass das, was ich sagte,
in der Bibel steht. Dann aber erklärten sie, dass es in ihrer gegenwärtigen Lage
wegen der Arbeit ihres Mannes „zu schwierig" sei, Gott zu gehorchen. Zu den
letzten Zusammenkünften sind sie dann nicht mehr erschienen und verschwanden
wieder in der Masse der Bevölkerung Londons. Gottes direktes Gebot erschien
ihnen „zu schwierig". Es erforderte einen Gehorsam, den sie nicht bereit waren,
zu geben.
Einer der beeindruckendsten wahren Diener Gottes, den ich je gekannt habe,
sagte oftmals: „Gott wird niemanden ‚retten’, den er nicht regieren
kann!" Wir haben am Beispiel Abrahams gesehen, dass Gott einen Beweis für unsere
Bereitschaft verlangt, ihm unser Leben und unseren Willen bedingungslos
unterzuordnen, und zu tun, was er gebietet!
Bitte verstehen Sie das nicht falsch! Ich möchte nicht den Eindruck
vermitteln, dass jede Person eine fast vollkommene Einstellung der
Unterordnung unter Gott haben muss, bevor man ein Mitglied seiner wahren
Kirche wird! Aber die grundsätzliche Einstellung und Bereitschaft, in
dieser Unterordnung zu wachsen, sollte vorhanden sein. Wir in diesem
Werk, das der lebendige Christus gebraucht, um seine Botschaft zu verkündigen,
können ihnen nicht mit einem „billigen Abklatsch" des wahren Christentums
dienen. Wir können und sollten Ihnen keine „einfache Gnade" anbieten, indem wir
sagen: „Gott nimmt Sie an, wie Sie sind!"
Denn der wahre Jesus Christus der Bibel sagte: „Was nennt ihr mich aber
Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46).
Und der reale Jesus sagte auch: „Es werden nicht alle, die zu mir
sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines
Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben
wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse
Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann
werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr
Übeltäter!" (Matthäus 7, 21-23).
Achten Sie genau auf den letzten Satz dieser inspirierten Lehre des Sohnes
Gottes. Im griechischen Originaltext steht hier nämlich: „Weicht von mir, ihr
Täter der Gesetzlosigkeit!"
Diejenigen, die vorgeben, die Zehn Gebote zu lehren, die dann aber allerlei
Ausflüchte anführen, um die Grundlage des echten christlichen Charakters
zu „verwässern", befinden sich auf dünnem Eis! Der Apostel Jakobus wurde
inspiriert, zu schreiben: „Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt
gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. Denn der gesagt
hat: ‚Du sollst nicht ehebrechen’, der hat auch gesagt: ‚Du sollst nicht töten.
Wenn du nun nicht die Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des
Gesetzes. Redet so und handelt so wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit
gerichtet werden sollen" (Jakobus 2, 10-12).
Jakobus bezog sich eindeutig auf die Zehn Gebote. Diese Gebote lehren uns,
nicht die Ehe zu brechen und nicht zu töten. Jakobus zeigte, dass wir alle
zehn Gebote Gottes einhalten müssen – und nicht mit cleveren Argumenten
aufwarten sollen, warum irgendeines davon „abgeschafft" sein soll, oder weshalb
manche abgeändert oder „abgemildert" sein sollen, um zu unserem modernen
Lebensstil zu passen.
Gottes wahre Gemeinde besteht also aus Menschen, die die richtige Form von
„Gottesfurcht" besitzen – die es leid sind, Religion nur als „Freizeitaktivität"
zu sehen, und die stattdessen eifrig den Gott der Bibel suchen, seine
Gebote befolgen und sich wirklich Christus unterordnen, damit dieser
sein gehorsames Leben durch den heiligen Geist in ihnen leben kann. Die
beste, nur einen Vers umfassende Definition eines wahren Christen finden wir in
folgender inspirierter Aussage des Apostels Paulus: „Ich bin mit [Christus]
gekreuzigt. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes
Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben" (Galater 2,
20; Lutherbibel 1912). Das ist die Grundlage des echten
Christentums. Das ist das Fundament der wahren Kirche Gottes!
2. Die wahre Kirche trägt Gottes Namen
Es klingt beinahe zu einfach. Man sollte meinen, dass
die Menschen es wissen. Aber Gott benennt die Dinge nach dem, was sie sind!
Bevor Satan rebellierte, wurde er „Luzifer" genannt, was „Lichtträger"
bedeutet. Doch nachdem er versucht hatte, den lebendigen Gott zu entthronen,
wurde sein Name in „Satan" geändert. Dieser Name bedeutet „Gegner" oder
„Widersacher" – genau das, was dieser gefallene Cherub geworden war.
Der Name „Jakob" bedeutet „Fersenhalter" oder „Überlister". Nachdem er mit
dem Boten Gottes gerungen hatte und Gott um Hilfe bat, änderte Gott seinen Namen
in „Israel" um. Dieser Name bedeutet „Gotteskämpfer" oder „Überwinder". In der
gesamten Bibel beobachten wir dieses Prinzip. Namen sind Gott sehr wichtig.
Und Gott benennt die Dinge, wie sie sind!
Vor vielen Jahren, Im Jahre 1517, lehnte sich ein junger katholischer
Priester in Deutschland gegen den „Ablasshandel" auf – die römisch-katholische
Praxis, nach Bezahlung eines bestimmten Geldbetrags Sündenvergebung zu
versprechen. Er nagelte 95 Thesen an eine Kirchentür, in denen unter anderem
erklärt wurde, warum der Ablasshandel falsch sei, und mit welchen Praktiken der
Römisch-Katholischen Kirche er sonst noch nicht einverstanden war. Dadurch
startete Martin Luther, ohne es zu wissen, die später so genannte
Protestantische Reformation. Nach einem Bruch mit der römischen Kirche nannten
sich seine Anhänger „Lutheraner" nach dem Namen dieses Reformers. Sie
entschieden sich, ihre Kirche nach diesem Namen zu benennen!
Einige Jahre später empfand John Wesley ein Gefühl von „innerer Wärme" und
Frieden nach einer religiösen Zusammenkunft. Er begann daraufhin, über eine
andere Einstellung zu Gott und der Religion zu predigen. Schließlich
entschlossen sich seine Anhänger, ihre Kirche nach ihm zu benennen. Doch obwohl
der Name „Wesleyaner" weit verbreitet war, wurden Wesley und seine Anhänger
wegen ihres methodischen Ansatzes und ihres reglementierten Verhaltens bekannt.
Was zunächst als Kosename gedacht war, wurde schließlich zum Namen der gesamten
Vereinigung: Die methodistische Kirche.
Die Presbyterianer wiederum sind nach ihrem System der Kirchenverwaltung
durch Älteste oder Presbyter benannt. Baptisten haben ihren Namen durch
eine ihrer Lehren, die Taufe (engl. baptism). Die
Siebenten-Tags-Adventisten haben sich nach zwei ihrer Lehren benannt –
dem Glauben an den Sabbat am siebten Wochentag und dem „Advent", also der
Rückkehr Jesu Christi. Viele andere Kirchen nennen sich nach ihrer Heimatstadt,
ihrer Form der Verwaltung oder Aspekten ihrer Lehre.
Wie sollte dann aber Gottes wahre Kirche heißen? Sollte sie nach einem
Menschen benannt sein? Sollte sie heißen, wie das Land oder die Region,
in der sie beheimatet ist? Sollte sie nach Lehren oder Praktiken der
Kirche benannt sein? Gibt Gott uns in der Bibel Hinweise, wie seine
Kirche heißen soll? Es mag manche überraschen, dass dies der Fall ist!
Der richtige „Name" wird an zwölf Stellen
erwähnt
Als der Apostel Paulus die Ältesten der Gemeinde in
Ephesus belehrte, schrieb er: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die
ganze Herde, in der euch der heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu
weiden die Gemeinde Gottes [Kirche Gottes], die er durch sein eigenes
Blut erworben hat" (Apostelgeschichte 20, 28).
Was sollten sie weiden? Die „Gemeinde Gottes".
Klingt es zu offensichtlich, dass Gottes wahre Kirche genau so
heißen sollte: Die „Kirche [bzw. Gemeinde] Gottes"? Beachten Sie 1. Korinther 1,
1-2. In seiner offiziellen Ansprache an die Gemeinde hat der heilige Geist
Paulus inspiriert, zu schreiben: „... an die Gemeinde Gottes in
Korinth...". Und später in diesem Brief schrieb er: „Erregt keinen Anstoß, weder
bei den Juden noch bei den Griechen noch bei der Gemeinde Gottes" (1.
Korinther 10, 32).
In 1. Korinther 11, 16 beschreibt Paulus die vielen örtlichen Gemeinden mit
einem Sammelbegriff als „die Gemeinden Gottes". In Vers 22 dieses
Kapitels bezieht er sich erneut auf sie als „die Gemeinde Gottes". Und in
1. Korinther 15, 9 schrieb er: „Ich bin der geringste unter den Aposteln, der
ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes
verfolgt habe": Der 2. Korintherbrief beginnt mit derselben, offiziellen
Grußformel: „... an die Gemeinde Gottes in Korinth...". Und in 1.
Thessalonicher 2, 14 nennt Paulus die ursprünglichen Christen „Gemeinden
Gottes in Judäa, die in Christus Jesus sind".
Die einführenden Worte zu beiden Briefen an die Thessalonicher erwähnen
„die Gemeinde in Thessalonich in Gott, dem Vater", weil sie seine
Gemeinden waren und mit ihm eins sein sollten. Und in 1. Timotheus 3, 5
erklärt Paulus dem jungen Evangelisten Timotheus: „Wenn jemand seinem eigenen
Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes
sorgen?". Und schließlich sagt Paulus in 1. Timotheus 3, 15 zu Timotheus, dass
er ihm schreibt, um ihm zu erklären, „wie man sich verhalten soll in Hause
Gottes, das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine
Grundfeste der Wahrheit".
Wie klar!
Im gesamten Neuen Testament – an zwölf verschiedenen Stellen – wird die
wahre Kirche die „Gemeinde [bzw. Kirche] Gottes", „Gemeinden Gottes", „Gemeinde
in Thessalonich in Gott" und im heidnischen Ephesus, wo die Statue der Göttin
Diana stand, „Gemeinde des lebendigen Gottes" genannt.
In Geschäftskreisen wird einem Unternehmen oft der Name des Gründers
gegeben als identifizierendes „Zeichen" des Besitzes oder der Kontrolle:
Beispiele dafür sind Siemens, Porsche, Hohner und andere. Gottes Name
ist immer mit seiner wahren Kirche verbunden. Christus ist Gott, deshalb
finden wir an ein oder zwei Stellen auch die Bezeichnung „Gemeinde Christi".
Eine absolute Voraussetzung und ein Erkennungszeichen von Gottes
wahrer Kirche ist also, dass sie seinen Namen trägt! Der Name alleine
ist kein hinreichender Beweis für die wahre Identität. Aber zusammen mit den
vier weiteren Erkennungszeichen, die in dieser Broschüre erwähnt sind, ist er
ein wichtiger Hinweis. Denn Gott benennt die Dinge nach dem, was sie sind.
Selbst Jesus betete vor seiner Kreuzigung für die, die ihm Nachfolgen: „Heiliger
Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien
wie wir" (Johannes 17, 11).
3. Wachsen an Gnade und Erkenntnis
Der Apostel Paulus schrieb: „Wer aber Christi Geist
nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8, 9), und: „Denn welche der Geist Gottes
treibt [leitet], die sind Gottes Kinder" (Vers 14).
Um wirklich ein „Christ" und Kind Gottes zu sein, muss man mit dem Geist
Gottes erfüllt und von diesem geleitet sein. Die Bibel zeigt eindeutig,
dass jedes Kind Gottes geistlich wachsen muss. Ebenso muss die wahre
Kirche Gottes insgesamt tatsächlich an geistlichem Verständnis und Einsicht
wachsen. Und sie muss vom heiligen Geist geleitet werden.
Lesen wir nun, wie der heilige Geist wirkt. Jesus erklärte, dass der
heilige Geist der „Geist der Wahrheit" ist. Er sagte, wenn der Geist der
Wahrheit komme, werde er die wahren Christen in alle Wahrheit leiten und ihnen
sogar verständlich machen, was die Zukunft bringt (Johannes 16, 13). Beachten
Sie, dass der Geist uns in alle Wahrheit „leitet". Und er hilft
uns auch, Prophezeiungen – „was zukünftig ist" – zu verstehen.
Es ist ein fortlaufender Prozess des Wachstums und der Weiterentwicklung,
ein Prozess, der uns im Charakter, in unseren Gedanken und Gewohnheiten Gott
immer ähnlicher werden lässt. Der Apostel Petrus hat es vielleicht am
deutlichsten ausgedrückt: „Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis
unseres Herrn und Heilands Jesus Christus" (2. Petrus 3, 18).
Die wahre Kirche Gottes besteht aus wirklich bekehrten Christen
–Menschen, die durch die Kraft des heiligen Geistes verändert wurden und
weiterhin verändert werden. Wie jede einzelne Person an Gnade und
Erkenntnis wachsen muss, so muss auch der Leib als Ganzes, die
Gemeinschaft aller dieser Personen – der wahren Kirche – wachsen.
Zum Beispiel wurden Daniel erstaunliche Visionen und Träume zuteil, die
Ereignisse vom Ende dieses Zeitalters auf Erden – wahrscheinlich aus den uns
direkt bevorstehenden Jahren – beinhalteten. Er fragte: „Mein Herr, was wird das
Letzte davon sein?"
Und Gottes Engel antwortete: „Geh hin, Daniel; denn es ist verborgen und
versiegelt bis auf die letzte Zeit" (Daniel 12, 8-9). Heute, mit
der Fähigkeit, alles Leben von diesem Planeten auszulöschen, befinden wir uns
sicherlich in dieser prophezeiten „letzten Zeit".
Wer versteht wirklich?
Gibt es heute eine Kirche, die wirklich in solchem
Wissen und Verständnis biblischer Prophezeiungen wächst? Kennen Sie eine
Gemeinde, die bereit war, sich zu verändern und zu wachsen – nicht, um sich der
Welt anzupassen, sondern um den Meisterplan besser zu verstehen, den Gott hier
auf Erden ausführt? Gibt es eine Kirche, die wirklich versteht, wohin heutige
Ereignisse führen – warum die USA und Großbritannien langsam aber sicher vom
Höhepunkt ihrer nationalen Größe abrutschen, und wie und weshalb auf der anderen
Seite eine starke Union europäischer Nationen bald zu einem bedeutenden
Machtfaktor wird?
Es gibt eine Kirche, die begreift, warum Sie geboren und auf diese
Erde gesetzt wurden, und die das unglaubliche Potenzial des Menschen versteht –
einschließlich der faszinierenden Wahrheit, dass Gott sich buchstäblich
selbst vermehrt. Diese Kirche weiß, weshalb die meisten Menschen in dieser
gegenwärtigen Zeit nie auch nur irgendeiner Art „christlicher" Kirche oder
Organisation beitreten, und warum Gott jetzt nicht einmal versucht,
in dieser 6000-jährigen Zeitperiode die Welt zu „retten", obwohl der allmächtige
Gott in jedem Fall die Macht hätte, dieses zu tun, wenn er es wollte.
Gottes wahre Kirche versteht diese Themen und kann klare, biblische
Antworten auf diese grundlegendsten Fragen geben. Es ist eine Kirche, die im
Bezug auf dieses wichtige Wissen und Verständnis immer weiter lernt und
wächst.
Wie man erkennen kann, wachsen oder verändern sich die „traditionellen"
Kirchen wenn überhaupt, dann nur selten, hinsichtlich solcher wahrer
Erkenntnis. Wenn diese sich verändern, dann geschieht es zumeist in Richtung
einer weltlicheren Haltung – einer „Verwässerung" dessen, was sie an kleinen
Teilen biblischer Wahrheit einst gehabt haben mögen.
Doch die wahre Kirche Gottes wächst beständig in einem tieferen und
umfassenderen Verständnis der Bibel, des großen Plans, der hier auf Erden
verwirklicht wird und der Erfüllung von biblischen Prophezeiungen, wie man jetzt
im großen Umfang beobachten kann.
4. Das „ZEICHEN" von Gottes Volk
Im Bezug auf wahre Christen, die vor der kommenden
großen Bedrängnis fliehen müssen, sagte Jesus: „Bittet aber, dass eure Flucht
nicht geschehe im Winter oder am Sabbat" (Matthäus 24, 20). Warum sollte Jesus
darüber besorgt sein, dass seine Nachfolger den Sabbat einhalten können?
Weil der Sabbat zu allen Zeiten ein „Testgebot" war – ein Test, um zu
sehen, ob wir einfach Gott gehorchen, weil er es so geboten hat. Und
deshalb ist der Sabbat auch ein „Erkennungszeichen" für sein Volk. Er weist auf
den wahren Gott hin, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Jesus hielt den Sabbat „nach seiner Gewohnheit" ein (Lukas 4, 16). Der
Apostel der Heiden hielt immer an diesem Tag religiöse Versammlungen ab und
predigte am Sabbat, wie er es gewohnt war (Apostelgeschichte 17, 2).
Im Alten Testament wurde mit Israel ein besonderer Sabbatbund geschlossen:
„Sage den Kindern Israel: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen
zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt,
dass ich der Herr bin, der euch heiligt. Darum haltet meinen Sabbat, denn
er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn
wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe,
heilig dem Herrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben.
Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren
Nachkommen halten als ewigen Bund. Er ist ein ewiges Zeichen
zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der Herr
Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich" (2.
Mose 31, 13-17).
Um sich selbst von Gottes wahrem Sabbat und seiner Bedeutung zu
überzeugen, bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre „Welcher Tag
ist der christliche Sabbat?".
Zusätzlich zu dem wöchentlichen Sabbat gab Gott seinem Volk noch sieben
jährliche Sabbate oder heilige Tage. Diese geistlichen „Freudenfeste"
versinnbildlichen Gottes großen Erlösungsplan. Wer diese Tage nicht einhält,
versteht nicht Gottes großen Plan und seine Absicht. Dann kann man zum
Beispiel auch nicht verstehen, warum Gott jetzt nicht jeden „errettet".
Und es bleibt auch unklar, wann in Gottes Plan alle Menschen, die jemals
gelebt haben, ein echtes Verständnis im Bezug auf Gottes Wort und das
wahre Christentum erhalten – worauf die große Mehrheit dann positiv
reagieren wird!
Eines dieser geistlichen Feste ist das Passah. Die meisten Kirchen haben
seine Zeit und die Art und Weise, wie es begangen wird, abgeändert und nennen es
das „Abendmahl des Herrn", „Eucharistiefeier" oder so ähnlich. Jesus feierte es
als das „Passah" (Lukas 22, 15-20). Der Apostel Paulus feierte das Passah und
die sich anschließenden „Tage der ungesäuerten Brote" (1. Korinther 5, 7-8).
Das Passahlamm im Israel des Altertums wies auf den Tod Jesu Christi – das
Lamm Gottes – für unsere Sünden hin. Direkt nach dem Passah wurden die „Tage der
ungesäuerten Brote" eingehalten. Durch das Entfernen von Sauerteig sollen
Christen symbolisch Sünde entfernen und in Gnade und Erkenntnis
wachsen – der nächste Schritt nach der Annahme von Christi Opfer!
Paulus lehrte die heidenchristliche Gemeinde in Korinth, wie das
Fest der ungesäuerten Brote einzuhalten sei: „Darum lasst uns das Fest feiern
nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und
Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit" (1.
Korinther 5, 8). Wohlgemerkt ist dies ein neutestamentliches Gebot –
nicht an die Juden, sondern an eine vorwiegend heidnische
Gemeinde, das Fest der ungesäuerten Brote zu feiern. Gottes wahre Kirche
sollte dieses von Gott gegebene Fest so feiern, wie Christus, die Apostel und
alle frühen Christen es taten!
Für eine tiefer gehende Erklärung dieser Festtage und ihrer Bedeutung
bestellen Sie unsere kostenlose Broschüre „Die heiligen Tage – Gottes
Meisterplan".
Der Punkt ist, dass diese jährlichen Sabbate und heiligen Tage
ebenfalls Teil des „Zeichens" sind, mit dem Gottes Volk erkennbar sein
würde. Beachten Sie Gottes klare Aussage im Bezug auf die Tage der ungesäuerten
Brote: „Darum soll es dir wie ein Zeichen sein auf deiner Hand und wie
ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, damit des Herrn Gesetz in deinem
Munde sei..." (2. Mose 13, 9).
Wo auch immer Gottes wahres Volk ist – wo sich seine Gemeinde
befindet – da werden seine Diener das „Erkennungszeichen" von Gottes wahren
Sabbaten – den wöchentlichen und den jährlichen – haben. Denn der wöchentliche
Sabbat weist auf den wahren Gott – den Schöpfer – hin, und die jährlichen
Sabbate breiten seinen wunderbaren Plan vor uns aus.
Wenn eine Gemeinde also nicht aufrichtig gewillt ist, dem vierten Gebot zu
gehorchen, in dem es um die Einhaltung des siebten Wochentags als „heilige
Zeit" geht, dann werden deren Mitglieder immer noch herumsitzen und darüber
debattieren, warum Gottes Gebot nicht mehr gelten soll, wenn seine wahre Kirche
zu einem Ort der Sicherheit flieht, wie Christus in Matthäus
24, 20 erklärt hat! Und diese Menschen werden sehr durstig werden,
wenn die tausendjährige Herrschaft Christi beginnt, weil er gezwungen sein wird,
eine massive Dürre über alle Nationen und Völker zu
bringen, die sich weigern, seine gebotenen heiligen Tage
einzuhalten – besonders das Laubhüttenfest (Sacharja 14, 16-19)! Bitte
unterschätzen Sie dieses wichtige Thema nicht – zu Ihrem eigenen Wohl und
zum Wohl Ihrer Angehörigen! Sind Sie persönlich bereit, sich Ihrem Schöpfer
unterzuordnen und ihm in diesem bedeutsamen Punkt zu gehorchen?
5. Gottes Kirche tut das echte WERK Gottes
Eines der „Erkennungszeichen", das Jesus für seine
Wiederkunft und für das Ende dieses Zeitalters gab, was dies: „Und es wird
gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für
alle Völker, und dann wird das Ende kommen" (Matthäus 24, 14).
Irgendwo auf dieser Erde werden also direkt vor Jesu Wiederkehr seine
wahren Diener mit zunehmender Stärke die Botschaft vom kommenden, die ganze Welt
beherrschenden Reich Gottes predigen! Sie werden eine Botschaft der von Herzen
kommenden Reue und völligen Hingabe an Gott und sein Gesetz
predigen, wie Jesus es auch getan hat. Sie werden erklären, inwiefern das wahre
Christentum nicht nur beinhaltet, Jesus Christus als persönlichen Erlöser
anzunehmen, sondern auch, ihn tatsächlich als Herrn, Hohepriester
und bald kommenden König anzuerkennen. Denn das künftige Reich Jesu ist
ein reales Reich. Ein Reich ist eine Regierung – und von einem Ende der
Bibel bis zum anderen handelt Gottes Botschaft von seiner kommenden Regierung,
die letztlich alle Regierungen dieser Welt zerdrücken und selbst auf ewig
herrschen wird (Daniel 2, 44; Offenbarung 11, 15).
Der lebendige Jesus Christus wird bald in großer Macht zurückkehren,
um diese Erde zu regieren und die Menschen davor zu bewahren, sich selbst
auf diesem Planeten auszurotten (Matthäus 24, 22)! Wie Jesus einem Zeitalter
oder einem Zweig seiner wahren Gemeinde erklärte: „Wer überwindet und hält meine
Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und
er soll sie weiden mit eisernem Stabe" (Offenbarung 2, 26-27).
Und: „[Du, Christus] hast sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht,
und sie werden herrschen auf Erden" (Offenbarung 5, 10). Beachten Sie, dass
Christus und seine Heiligen „auf Erden" herrschen werden – nicht
„im Himmel"!
Durch Gottes wahre Kirche soll also diese bedeutsame Botschaft von seiner
kommenden, die Welt beherrschenden Regierung verkündet werden. Diese
Botschaft wird jedoch nicht verbreitet, um jeden zu bekehren, sondern dient
lediglich zum „Zeugnis", damit die Menschheit schneller begreift, wenn die
vorhergesagten Endzeitereignisse schließlich eintreten.
Und Gott trainiert durch seine Kirche auf Menschen in der Entwicklung von
Charakter und Gehorsam, damit diese „bereit" werden, unter dem lebendigen
Christus zu dienen, wenn er als König aller Könige zurückkehrt. Der Apostel
Paulus war dazu inspiriert, wahre Christen auf die Dringlichkeit und Wichtigkeit
dieses Aspekts eines christlichen Lebens hinzuweisen und zu beschreiben, in
welcher Weise sich Mitglieder der wahren Kirche darauf vorbereiten und dafür
„trainieren" sollten. Er schrieb: „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die
Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet
werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst ihr
nicht, dass wir über Engel richten werden? Wieviel mehr über Dinge
des täglichen Lebens" (1. Korinther 6, 2-3).
Um über andere herrschen zu können muss man erst lernen, sich selbst zu
beherrschen. Gottes Regierung basiert auf seinem geistlichen Gesetz – den Zehn
Geboten. Aus diesem Grund sagte er über die wahren Heiligen: „Hier ist das
Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben Jesu
bewahren" (Offenbarung 14, 12; rev. Elberfelder Übersetzung).
Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt des Werkes der wahren Kirche ist
es, die prophetischen Botschaften der Bibel zu verstehen und zu
verkünden. Etwa ein Viertel der gesamten Bibel ist Prophezeiungen
gewidmet! Gottes Wort selbst sagt uns: „Das Zeugnis Jesu ist der Geist der
Weissagung" (Offenbarung 19, 10; rev. Elberfelder Übersetzung).
Gottes Kirche versteht und verkündet die tatsächliche Bedeutung
gegenwärtiger Ereignisse, wie zum Beispiel die Hintergründe, warum die
USA und die von den Briten abstammenden Völker zunehmend an Ansehen und Einfluss
verlieren, und wohin das Ganze letztlich führt. Sie kann erklären, warum
die im Wesentlichen katholischen Nationen Europas sich zunehmend
zusammenschließen, wohin dies führen wird und weshalb die Briten – innerhalb
weniger Jahre – aus der Europäischen Union austreten oder herausgedrängt werden.
Wenn Sie dieses bedeutsame Thema wirklich verstehen wollen, bestellen Sie unsere
ebenfalls kostenlose Broschüre „Was bringt die Zukunft für Amerika und
Großbritannien?".
Ein weiterer wichtiger Teil des prophetischen Auftrags der Kirche Gottes in
dieser Endzeit ist die so genannte „Warnung Hesekiels". Sie besteht aus einer
warnenden Botschaft, von der Gott wollte, dass sie durch seine wahren Diener
hauptsächlich den zwölf Stämmen Israels verkündet wird. In der oben genannten
Broschüre wird ausführlich erklärt, dass die angelsächsisch – keltischen Völker
in den USA und dem British Commonwealth Nachfahren der so genannten „verlorenen
zehn Stämme Israels" sind. Gemeinsam mit dem jüdischen Volk wird sie die
kommende große Bedrängnis am meisten treffen. Diese Völker müssen also
vorzeitig vor diesem kommenden Holocaust gewarnt werden!
Wir in der Living Church of God fühlen uns in der Verantwortung,
entsprechend Gottes Anweisung an den endzeitlichen Wächter zu handeln:
„Wenn ich das Schwert über ein Land bringe und das Volk des Landes nimmt einen
Mann aus seiner Mitte und macht ihn zu seinem Wächter und er sieht das Schwert
kommen über das Land und bläst die Posaune und warnt das Volk – wer nun den Hall
der Posaune hört und will sich nicht warnen lassen, und das Schwert kommt und
nimmt ihn weg, dessen Blut wird auf seinen Kopf kommen. Denn er hat den Hall der
Posaune gehört und sich dennoch nicht warnen lassen; darum wird sein Blut auf
ihn kommen. Wer sich aber warnen lässt, der wird sein Leben davonbringen. Wenn
aber der Wächter das Schwert kommen sieht und nicht die Posaune bläst und sein
Volk nicht warnt und das Schwert kommt und nimmt einen von ihnen weg, so wird
der wohl um seiner Sünde willen weggenommen; aber sein Blut will ich von der
Hand des Wächters fordern. Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter
gesetzt über das Haus Israel. Wenn du etwas aus meinem Munde hörst, sollst du
sie in meinem Namen warnen" (Hesekiel 33, 2-7). Dies ist ein wichtiger
Bestandteil der Verantwortung der wahren Diener Gottes in diesen „letzten
Tagen".
Nur Gottes Kirche versteht wirklich die Trends, die unsere Welt
verändern und schon bald Ihr Leben auf dramatische Weise beeinflussen
werden, und sie gibt dieses Verständnis an Sie weiter! Gottes wahre
Kirche wird auch nach wie vor ihre Mitglieder lehren, trainieren und wirklich
auf ihre Zukunft als Könige und Priester in der bald anbrechenden Weltregierung
Christi vorbereiten (Daniel 7, 27; Lukas 19, 15-19; Offenbarung 1, 5-7;
5, 10; 20, 6). Nur wer mit einem offenen Sinn und eifrig die Bibel
studiert und Gott um Verständnis bittet, kann „sehen", wo der lebendige
Christus in dieser Endzeit wirkt! Gottes wahre Kirche predigt die gesamte
Bibel – nicht nur ein paar sentimentale Abschnitte über die Person
Jesu Christi und Auslassung der beeindruckenden Botschaft, die er selbst
gepredigt hat. Sie können diese Gemeinde finden und ein Teil von ihr werden –
wenn Sie das wollen!
Gottes Kirche besitzt ALLE FÜNF
Erkennungszeichen
Auf der ganzen Welt verkündet Gottes wahre Kirche – mit
zunehmender Stärke – die kommende Regierung Gottes auf Erden durch Jesus
Christus und die auferstandenen Heiligen. Grundlage dieser Regierung wird Gottes
Gesetz mit seinen Geboten sein. Gottes wahre Kirche lehrt die Lebensweise,
die schon Christus und die Apostel gelehrt und praktiziert haben. Sie
praktiziert bereits jetzt Gottes Regierungsform und bereitet ihre Mitglieder
darauf vor, eines Tages Christus darin zu unterstützen, diese Welt zu
regieren (1. Korinther 6, 2-3).
An dieser Stelle ist es wichtig, anzumerken, dass Gottes Kirche zwar ein
geistlicher Organismus ist, die Bibel aber auch zeigt, dass es für diese
Gemeinde normal ist, gleichzeitig innerhalb von mehreren verschiedenen
Organisationen und eingetragenen Gemeinschaften oder „Zweigen" zu existieren. In
den Kapiteln 2 und 3 der Offenbarung zeigt Christus die Eigenschaften von sieben
Zeitaltern in Gottes wahrer Kirche auf. An den meisten dieser sieben Gemeinden
übt er Kritik – nicht aber an der Philadelphiagemeinde. Diese „Zeitalter"
repräsentieren Geisteshaltungen, die in Gottes Kirche immer gegenwärtig sind und
waren, lassen aber auch eine zeitliche Entwicklung der jeweils „dominanten"
Einstellung in der Kirche als Ganzes erkennen. Heute befinden wir und eindeutig
im Zeitalter von Laodizäa, deren „laue" Einstellung Christus bemängelt, obwohl
sie den größten Teil der Wahrheit erkannt hat. Der lebendige Christus sagte:
„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt
oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich
ausspeien aus meinem Munde" (Offenbarung 3, 15-16).
Die Living Church of God, der Herausgeber der Broschüre, die Sie
gerade lesen, ist bestrebt, eine Einstellung wie die Philadelphiagemeinde zu
bewahren, obwohl wir uns im Zeitalter von Laodizäa befinden. Wir ermutigen und
ermahnen immer wieder Gottes Volk, sich mit Eifer am Werk Gottes zu beteiligen,
sich darauf vorzubereiten, in Christi Reich Könige und Priester zu sein und sich
völlig der Herrschaft Christi in der Kirche und in ihrem eigenen Leben
unterzuordnen. Wir in der Living Church of God sind fest entschlossen,
das Werk zu vollbringen, das Jesus Christus durch seine Gemeinde in diesen
letzten Tagen durchführt.
Jesus inspirierte den Apostel Paulus, uns in 1. Korinther 12 zu sagen, dass
seine Gemeinde der „Leib" Christi ist – das physische Instrument, durch das
Christus heute wirkt, um sein Werk durchzuführen und die zukünftigen Könige und
Priester für sein Reich vorzubereiten. Beachten Sie, dass dieser Leib seither zu
allen Zeiten existiert hat. Erinnern wir uns, dass Jesus sagte: „Du bist Petrus,
und auf diesem Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten
werden sie nicht überwältigen" (Matthäus 16, 18; rev. Elberfelder Übersetzung).
Seit Christus also in den Himmel aufgestiegen und zum lebendigen
Haupt der Gemeinde geworden ist, hat er seine „kleine Herde" durch Prüfungen und
Verfolgung zu allen Zeiten geleitet. Unsere kostenlose Broschüre „Die Geschichte
der Kirche Gottes" ist außerordentlich hilfreich, dieses Thema zu erläutern.
Darin finden Sie die Geschichte der wahren Kirche über all die Jahrhunderte
genau dokumentiert – mit vielen Zitaten aus Büchern zur Kirchengeschichte
und anderen Quellen. Diese Broschüre hilft, zu erkennen, wo Gottes wahre Kirche
sich all die Jahre befunden hat und wo sie heute zu finden ist.
Wenn Sie die „Früchte" betrachten, können Sie selbst entscheiden, wie Gott
die Living Church of God heute gebraucht, um seine Ziele zu erreichen.
Erinnern Sie sich, wie bereits erwähnt, dass Gottes wahre Kirche der „Leib"
Christi ist. Der Apostel Paulus schrieb: „Denn wie der Leib einer ist und doch
viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein
Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib
getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit
einem Geist getränkt" (1. Korinther 12, 12-13).
Verschiedene „Zweige" von Gottes Kirche
Um im Leib Christi zu sein, muss man sich völlig Gott
unterworfen haben und von Gottes Geist geleitet sein. „Wer aber Christi Geist
nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8, 9). Jedes einzelne Mitglied der
wahren Kirche muss also wirklich bekehrt und von Gottes Geist geleitet sein. Und
Gott gibt seinen Geist denen, „die ihm gehorchen" (Apostelgeschichte 5,
32). Doch im Laufe der Zeitalter hat es viele verschiedene Gemeinschaften der
Kirche Gottes – Zweige der wahren Kirche – gegeben, die auch gelegentlich
gleichzeitig bestanden. Im ersten Jahrhundert nach Christus schrieb der Apostel
Johannes über sieben Gemeinden in Kleinasien, die Einstellungen aufwiesen, die
man auch in den folgenden Jahrhunderten der Kirchengeschichte erkennen konnte.
Jede dieser Gemeinden repräsentierte eine in der Gemeinde vorherrschende
Geisteshaltung in der Abfolge von „Zeitaltern" der Kirche. Diese verschiedenen
„Zweige" der wahren Kirche Gottes befanden sich oft in verschiedenen Teilen der
Welt – und kannten sich womöglich nicht einmal gegenseitig. Zum Beispiel
existierte Gottes wahre Kirche im 12. und 13. Jahrhundert unter den Bogomilen in
Ungarn, während diese Gläubigen nicht wussten, dass es zur gleichen Zeit eine
ähnliche Gruppierung von Menschen, die den Sabbat einhielten, in Großbritannien
gab.
Viele in den USA sind mit der Seventh Day Church of God [Kirche
Gottes des siebenten Tags] vertraut. Im Laufe der Jahre durchlief sie viele
„Spaltungen" – wie so viele Gemeinschaften – und existierte vor dem Zweiten
Weltkrieg schließlich in einer Gruppe mit Hauptsitz in Stanberry, Missouri, und
einer Gruppe in Caldwell, Idaho. In dieser Situation berief Gott Herrn Herbert
W. Armstrong, der anschließend für viele Jahre die Worldwide Church of God
[Weltweite Kirche Gottes] leitete. Die Weltweite Kirche Gottes wurde zur bei
weitem größten Gruppe von wahrhaft Gläubigen, die ihr Leben Gott unterordneten
und das gesamte Gesetz Gottes befolgten, die den wahren Sabbat einhielten, das
Evangelium vom kommenden Reich Gottes predigten und den richtigen Namen „Kirche
Gottes" verwendeten. Dennoch existierten auch während dieser Zeit die zuvor
genannten Gruppierungen der Seventh Day Church of God weiter. Herr
Armstrong hat oft anerkannt, dass auch diese Gruppierungen „Zweige" der wahren
Kirche waren.
Während des Wirkens von Herrn Armstrong stellten sich die meisten, die Gott
berief, folgende zwei entscheidende Fragen:
Wo wird die biblische Wahrheit am deutlichsten gepredigt?
Wo wird das „Werk" mit größtem Eifer durchgeführt?
Erinnern wir uns, dass das „Werk" nicht nur darin besteht, die Wahrheit der
Bibel zu predigen, sondern speziell auch in der Verkündigung des bald kommenden
Reichs Gottes in aller Welt (Matthäus 24, 14). Bestandteile dieser Verkündigung
sind eine direkte Warnung an die „israelitischen" Nationen vor der kommenden
großen Bedrängnis, das „Weiden der Schafe" mit dem „ganzen Ratschluss Gottes"
(Apostelgeschichte 20, 27) und die tatsächliche Vorbereitung von Gottes Volk
durch Belehrung und Training, damit es in Christi Reich zu einem Volk von
„Königen und Priestern" werden kann (Offenbarung 5, 10).
Sicherlich waren die meisten Menschen in der Seventh Day Church of God
„nett" und sie kannten sogar Teile der Wahrheit. Aber sie schienen damit
zufrieden zu sein, lediglich die grundlegendsten Lehren zu predigen und
ansonsten im Stillen ihre Gemeinschaft untereinander zu genießen. Ihnen schien
das „Feuer im Bauch" zu fehlen, um „in alle Welt zu gehen" und mit Macht das
Evangelium zu predigen, sowie die wichtige Warnung Hesekiels von der künftigen
großen Bedrängnis zu verbreiten (Hesekiel 33, 1-7), von der hauptsächlich die
angelsächsisch-keltischen Nationen betroffen sein werden.
Jesus sagt uns im Bezug auf jegliche religiöse Organisation: „An ihren
Früchten sollt ihr sie erkennen" (Matthäus 7, 15-20). Es ist also Aufgabe
jedes Einzelnen, sich sorgfältig zu überlegen: Wo wirkt Christus heute
hauptsächlich? Wer predigt mehr von der Wahrheit? Wer führt das
Werk zur öffentlichen Verkündigung des Evangeliums in aller Welt am effektivsten
durch?
Anhand der Bibel und aus der Geschichte wissen wir, dass die Kirche Gottes
der „Leib" Christi ist – die Gemeinschaft derer, die an die echte biblische
Wahrheit glauben. Wo auch immer Gottes wahres Volk ist, es sind diejenigen, die
ihr Leben Gott untergeordnet haben und „nach einem jeglichen Wort Gottes" leben.
Im Leib Christi in seiner Gesamtheit muss Gottes wahres Volk sich untereinander
wirklich so lieben, wie Christus uns alle geliebt hat (Johannes 13, 34). Wo
dieses Volk auf verschiedene organisierte Gemeinschaften aufgeteilt ist, wird es
unterschiedliche Stärken und Schwerpunkte geben. Doch eine selbstlose Liebe,
brüderliche Freundlichkeit und eine Einstellung des Dienens sollten in bekehrten
Mitgliedern der Kirche Gottes vorhanden sein, unabhängig davon, wo sie leben und
zu welcher speziellen Kirchenorganisation sie gehören. Die echte Liebe Gottes
beruht auf den Zehn Geboten. Daher war der Apostel Johannes inspiriert, uns zu
schreiben: „Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine
Gebote sind nicht schwer" (1. Johannes 5, 3).
So wird also das wahre Volk Gottes, geleitet von Christi Geist in ihnen,
diesem Weg nachfolgen. Diese Menschen haben das Verständnis und den Mut, alle
zehn der Zehn Gebote zu befolgen und sind ein Beispiel für Offenbarung 14, 12:
„Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den
Glauben Jesu behalten" (rev. Elberfelder Übersetzung). Und sie üben
den Glauben aus, das Erkennungszeichen einzuhalten, das Gott seinem Volk gab (2.
Mose 31, 16-18).
Anstatt zu diskutieren und Ausflüchte zu suchen, um nicht gehorchen zu
müssen, hält Gottes Kirche heilig, was Gott geheiligt hat. Sie folgt dem
inspirierten Vorbild Jesu und der Apostel und hält sowohl Gottes Sabbat, als
auch die jährlichen heiligen Tage, die seinen wunderbaren Plan
offenbaren. Und schließlich führt Gottes Kirche das Werk aus, die Botschaft des
Heils durch Jesus Christus zum „Zeugnis" in aller Welt zu verkünden, sowie die
Gute Nachricht vom bald kommenden Reich Gottes, das auf seinem Gesetz basiert.
Die Organisation, die diese Broschüre herausgegeben hat, ist bestrebt, all
diese Dinge zu tun. Wie Sie wissen, versuchen wir in der Living Church of God
all den genannten Wahrheiten von ganzem Herzen zu folgen und mit aller Kraft die
endzeitlichen Prophezeiungen der Bibel zu verkünden. Außerdem tun wir alles,
was wir können, um die israelitischen Nationen speziell vor der nahe
bevorstehenden großen Bedrängnis zu warnen. Mit unserem Hauptbüro in
Charlotte, North Carolina, USA, Regionalbüros auf der ganzen Erde sowie
Dutzenden örtlicher Gemeinden mit ihren Predigern, mit weltweiten Radio- und
Fernsehsendungen und Veröffentlichungen, zu denen auch eine englischsprachige
Zeitschrift und diese Broschüre gehört, verbreitet sich diese Botschaft mit
zunehmender Stärke.
Nun müssen Sie entscheiden, was Sie mit dieser Broschüre tun werden.
Vielleicht ist sie einfach nur hilfreich, damit Sie sich Gedanken machen können
über die „Erkennungszeichen" dafür, wo Gott heute wirksam ist – wo sich Gottes
wahre Kirche heute befindet.
Doch wenn Ihr Interesse darüber hinausgeht – wenn Gott Sie beruft
und wir Ihnen persönlich dienen können – zögern Sie nicht, uns zu
schreiben. Wir können Ihre Fragen per Post beantworten. Oder wenn Sie das
wollen, kann sich ein ausgebildeter Repräsentant dieses Werks mit Ihnen
telefonisch mit Ihnen in Verbindung setzen. Es ist Ihre Entscheidung.
Während sich die Ereignisse unaufhaltsam auf ein Ende dieses
gegenwärtigen Zeitalters bewegen, sind Sie es sich selbst schuldig,
sicherzugehen, wohin Ihr Weg Sie führt. „Packen Sie den Stier bei den Hörnern".
Beweisen Sie sich selbst all dies anhand Ihrer eigenen Bibel. Und wenn Gott
Ihnen den Sinn jetzt dafür geöffnet hat, dann handeln Sie entsprechend diesem
unschätzbaren Wissen und fangen Sie damit an, sich wirklich auf Ihre Arbeit in
der Welt von morgen vorzubereiten. Nur der wahren Kirche Gottes wurde das
echte Verständnis, der Mut und die Motivation gegeben,
furchtlos die volle Wahrheit zu verkünden und die Berufenen darauf
vorzubereiten, den großartigen Zweck ihres Lebens zu erfüllen und „Könige und
Priester" im kommenden Reich Gottes auf Erden zu werden (Offenbarung 1, 6)!
Es liegt an Ihnen, zu HANDELN!
Wenn Sie sich mit einem Prediger oder Repräsentanten
dieses Werks treffen wollen, wenden Sie sich an eine der genannten
Kontaktadressen oder Internetseiten. Erklären Sie einfach Ihren Wunsch nach
einem Gespräch und geben Sie Ihre Adresse oder Telefonnummer an, damit ein
Repräsentant mit Ihnen Kontakt aufnehmen kann. Niemand wird Sie aufsuchen, ohne
vorher genau mit Ihnen einen Termin vereinbart zu haben, der Ihnen passt. Unsere
Prediger und Repräsentanten stehen einfach zur Verfügung, um Ihre Fragen über
die Bibel oder über das Werk der Living Church of God zu beantworten.
Wir üben keinen Druck aus, dass Sie irgendwo „beitreten" sollen oder
für irgendeinen Zweck Geld spenden sollen. Aber Sie werden die
Gelegenheit haben, mit einem wahren Diener Gottes zu sprechen und uns genauer zu
prüfen. Wenn Sie das wünschen, können diese auch Fragen beantworten, wo Sie eine
Versammlung oder ein Bibelstudium besuchen können. Oft werden unsere Prediger
vorschlagen, dass Sie noch weitere Literatur lesen, sich einzelne Wahrheiten
noch eingehender anhand Ihrer eigenen Bibel beweisen und sich ihres Engagements
noch sicherer werden sollten, bevor Sie eine Versammlung besuchen. Denn wir
wollen, dass Sie sich sicher sind. Wir sind bemüht, Ihnen zu dienen bei
Ihrem Streben nach dem ewigen Leben im Reich Gottes.
Doch wenn Gott Ihnen wirklich den Sinn geöffnet hat und Sie „beruft", sind
wir sicher, dass Sie mit Spannung und Freude darauf warten, sich mit anderen zu
treffen, die bereit waren, ihr Leben wirklich Gott und dem Dienst an den
Mitmenschen zu widmen. Sie werden auf eine Gruppe von glücklichen Menschen
treffen, die mit der Bibel in der Hand den Gottesdienst besuchen und wie die
Beröer sind, die „bereitwillig das Wort [aufnahmen] und forschten täglich in der
Schrift, ob sich’s so verhielte" (Apostelgeschichte 17, 10-11). Gewöhnlich wird
es dort – je nach Größe der Gruppe und nach den örtlichen Gegebenheiten – Singen
von Liedern, Bekanntmachungen über Aktivitäten und Neues aus dem Werk sowie
hilfreiche Predigten geben. Nach der Versammlung bleibt man oft noch lange in
der Gemeinschaft beisammen oder besucht sich gegenseitig.
Möge Gott Ihnen dabei helfen, wie es heißt: „Prüft aber alles, und das Gute
behaltet" (1. Thessalonicher 5, 21). Da sich das Ende dieses Zeitalters schnell
nähert, sollten wir nicht länger herumsitzen, spekulieren und nichts tun! Gott
gibt denen ihren Lohn, die mit Eifer entsprechend der Wahrheit handeln und alles
tun, was sie können, um ihm und ihren Mitmenschen in Gottes Werk zu dienen.
Jakobus wurde eingegeben, uns zu schreiben: „Seid aber Täter des Wortes
und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst" (Jakobus 1, 22). Wie
bereits erwähnt, schicken wir Ihnen auf Wunsch gerne unsere ausgesprochen
hilfreiche und informative Broschüre „Die Geschichte der Kirche Gottes". Diese
kann Ihnen helfen, die Geschichte von Gottes wahrer Kirche – der kleinen Herde,
die im Mittelalter beinahe verschwunden wäre – wirklich zu verstehen.
Gott helfe Ihnen, dies alles zu verstehen und sich zum Handeln
durchzuringen, solange es noch Gelegenheit dazu gibt! Im Moment mögen Sie sich
in Ihrer „Komfortzone" in einer anderen Gemeinde befinden. Aber sofern Gott Sie
jetzt beruft, möchte Ihr Schöpfer, dass Sie ein aktiver Teil seiner Kirche
werden und sich ernsthaft auf sein Reich vorbereiten, sowie dabei mitwirken, die
israelitischen Völker vor der bevorstehenden großen Bedrängnis zu warnen.
Beachten Sie die eindeutige Verantwortung der treuen Diener Gottes: „Errette,
die man zum Tode schleppt, und entzieh dich nicht denen, die zur Schlachtbank
wanken. Sprichst du: Siehe, wir haben’s nicht gewusst!, fürwahr, der die Herzen
prüft, merkt es, und der auf deine Seele acht hat, weiß es und vergilt dem
Menschen nach seinem Tun" (Sprüche 24, 11-12).
Der lebendige Jesus Christus ermahnt uns alle, Frucht zu bringen: „Darin
wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine
Jünger" (Johannes 15, 8). Möge Gott Sie inspirieren, ein aktiver Teil des
Werkes zu werden, das Christus durch seinen Leib, die wahre Kirche Gottes, heute
auf Erden durchführt.