Welches sind die wichtigsten Tage im christlichen Kalender?
Die meisten würden sagen, Weihnachten und Ostern. Aber die ersten Jünger Jesu
Christi feierten KEINEN dieser Tage. Sie folgten Christi Beispiel und feierten
DIE SELBEN heiligen Tage, die auch Jesus Christus selbst beging!
Die heiligen Tage sind keine veralteten, „jüdischen" Bräuche,
sondern versinnbildlichen in ihrer Folge die Bestimmung, die Gott für die
GESAMTE Menschheit geplant hat. Gott selbst hat diese heiligen Tage eingesetzt,
damit ALLE, die zu seinem Volk gehören, sie einhalten.
Einleitung
Heidnische Feiertage gegenüber Gottes heiligen Tage
Weshalb feiern die meisten Menschen, die sich zum
Christentum bekennen, Weihnachten, Ostern und Halloween, jedoch NICHT die Tage,
die in der Bibel eindeutig geboten sind? Macht es denn einen so großen
Unterschied, welche Tage wir einhalten? Beeinflusst dies Ihre Hoffnung auf
ewiges Leben? Und hat dies einen massiven Einfluss auf unser Verständnis
hinsichtlich dessen, WELCHEN Gott wir anbeten und welchen großen PLAN dieser auf
der Erde verwirklicht?
Leider sind die meisten von uns in einer protestantischen oder katholischen
Umgebung aufgewachsen und haben alles, was uns über Gott, Christus und Religion
beigebracht wurde, als selbstverständlich hingenommen. Für gewöhnlich machen
sich nur sehr wenige – sogar im Erwachsenenalter – die Mühe, tatsächlich die
Bibel zu studieren und sich wirklich zu vergewissern, WARUM sie glauben, was sie
glauben. Es scheint einfach leichter zu sein, der „Masse nachzulaufen" und
hinzunehmen, was auch immer uns beigebracht wird.
Waren Sie auch so?
Haben Sie unbekümmert ANGENOMMEN, dass die Bibel lehrt, wir sollten
Weihnachten und Ostern feiern? Haben Sie angenommen, dass Christus, unser
Vorbild, und die ursprüngliche, apostolische Kirche Weihnachten und Ostern
gefeiert haben?
Wenn ja, könnten Sie nicht mehr im IRRTUM sein!
Denn beinahe alle aufrichtigen Theologen und Historiker bestätigen offen,
dass Weihnachten und Ostern viele Jahre nach dem Tod der ursprünglichen Apostel
in das „Christentum" übertragen wurden! Unter dem Stichwort „Weihnachten"
schreibt die Encyclopaedia Britannica: „... in der christlichen Kirche
das Geburtsfest Jesu Christi. Die Geschichte dieses Festes hat so viel
Ähnlichkeit mit Epiphanes (q.v.), dass die folgenden Ausführungen im
Zusammenhang mit dem Artikel unter diesem Stichwort gelesen werden müssen... .
Die Großkirche übernahm das Weihnachtsfest erst viel später als Epiphanes; und
vor dem 5. Jahrhundert gab es keine allgemeine Übereinstimmung der Meinungen,
wann es in den Kalender kommen solle, ob am 6. Januar, am 25. März oder am 25.
Dezember... . Im Jahre 1644 verboten die englischen Puritaner per
Parlamentsbeschluss jegliche Vergnügung oder religiöse Versammlung, weil es ein
heidnisches Fest war, und ordneten an, dass es als Fastentag gehalten werden
sollte. Karl II. rief das Fest wieder ins Leben, doch die Schotten hielten sich
an die Überzeugung der Puritaner" (Band 6, 11. Ausgabe, Seiten 293-294).
Die katholische Enzyklopädie besagt: „Weihnachten fand sich nicht
unter den frühesten Festtagen der Kirche, Irenäus und Tertullian erwähnen es
nicht in ihren Listen von Festen. Origenes bestätigt, als er wohl von der
unrühmlichen Natalitia des Römischen Imperiums berichtet (in Lev. Hom.
Viii in Migne, P.G., XII, 495), dass in der Schrift nur Sünder, nicht aber
Heilige, ihren Geburtstag feiern... . In England wurde Weihnachten durch einen
Parlamentsbeschluss 1644 verboten; der Tag sollte ein Fasten- und Markttag sein;
Läden mussten geöffnet bleiben; Plum Puddings und Minzkuchen wurden als
heidnisch gebrandmarkt. Die Konservativen leisteten Widerstand; in Canterbury
wurde Blut vergossen, aber nach der Zeit der Restauration nannten Gegner die
Julezeit weiterhin „Narrenzeit." (Band 3, Seiten 724, 728).
Das Vorbild Christi und der Apostel wurde
VERWORFEN
Ein wichtiger Punkt, den man sich ins Gedächtnis rufen
sollte, wenn man versucht, das Geschehene zu verstehen, ist zu erkennen, dass
die große Mehrheit „christlicher" Priester und Gelehrter NICHT ernsthaft bemüht
war, dem Vorbild Christi und der ursprünglichen Apostel nachzufolgen! Als die
bekennende christliche Kirche im Römischen Reich wuchs, versuchte sie, ihre
Religion für die Heiden um sie herum „annehmbarer" zu gestalten, um sie damit
für sich zu gewinnen, oder manchmal, um Verfolgung zu vermeiden. Wie Dr. Rufus
M. Jones herausstellt: „Wenn Christus von seinen späteren Nachfolgern als
Vorbild und Muster für den neuen Weg genommen und ein ernsthafter Versuch
unternommen worden wäre, sein Leben zum Standard und zur Norm für die Kirche zu
machen, so hätte sich das Christentum zu etwas völlig anderem entwickelt, als es
tatsächlich der Fall war. Als „Ketzerei" würde dann gelten – wie es jetzt nicht
der Fall ist – eine Abweichung von seinem Weg, seinen Lehren, seinem Geist,
seinem Reich ... Was wir richtigerweise als „galiläisches Christentum"
bezeichnen können, war sehr kurzlebig, obwohl es bemerkenswerte Versuche gegeben
hat, dieses wieder zum Leben zu erwecken. Und hin und wieder gab es geistliche
Propheten, die darauf bestanden, dass alles andere außer dieser galiläischen
Religion „Ketzerei" sei; aber der Hauptstrom der geschichtlichen Entwicklung hat
eine andere Richtung eingeschlagen und einen ganz anderen Schwerpunkt gesetzt (The
Church’s Debt to Heretics [Die Schuld der Kirche gegenüber den Ketzern],
Jones, 1924, Seiten 15-16).
Und Jesse Lyman Hurlbut, ein Autor des traditionellen Christentums,
bestätigt in seinen Ausführungen über die Zeitspanne zwischen 313 n.Chr. und 476
n.Chr.: „Das Format und die Zeremonien des Heidentums schlichen sich
schrittweise in den Gottesdienst ein. Manche der alten, heidnischen Feiertage
wurden zu Kirchenfesten, mit einer Änderung ihres Namens und darin, wie sie
begangen wurden. Etwa um 405 n.Chr. erschienen erstmals Abbilder der Heiligen
und Märtyrer in den Kirchen, zuerst als Gedenktafeln, in der Folge dann verehrt
und angebetet" (The Story of the Christian Church [Die Geschichte der
christlichen Kirche], Seite 79).
Obwohl also die frühen, „christlichen" Führer sich mit den Heiden um sie
herum arrangierten, warnte Gott unsere geistlichen Vorväter davor, den Bräuchen
der sie umgebenden, heidnischen Nationen nachzufolgen: „So hüte dich, dass du
dich nicht verführen lässt, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind vor
dir, und dass du NICHT fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese
Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun! So sollst du dem
HERRN, deinem Gott NICHT dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was
dem HERRN ein Gräuel ist und was er hasst" (5. Mose 12, 30-31).
Jesus warnte die Religionsführer seiner Zeit: „Ihr verlasst Gottes Gebot
und haltet der Menschen Satzungen" (Markus 7, 9). Beachten Sie genau Jesu
Bemerkung darüber, dass sie Gottes Gebote verwerfen, indem sie menschliche
Traditionen halten. Dies ist ganz klar der Fall, wenn wir bedenken, welche Tage
Gott geheiligt hat. Denn praktisch niemand feiert die Tage, die durch das
Heidentum eingeführt wurden, und begeht zusätzlich noch die biblischen,
heiligen Tage, die Gott geboten hat und die von Christus und der apostolischen
Kirche eingehalten wurden.
Im Endeffekt haben Sie also eine WAHL zu treffen.
Sie müssen wählen, ob Sie die „Christmesse" feiern – die Christus als
hilfloses, kleines Kind darstellt und von heidnischen Bräuchen wie dem
Adventskranz, dem Weihnachtsbaum und dem Nikolaus umrahmt ist – ODER ob Sie
andererseits die biblischen Festtage einhalten, die Schritt für Schritt den
erstaunlichen PLAN versinnbildlichen, den Gott auf dieser Erde ausführt. Sie
müssen sich entscheiden zwischen der Nachfolge Christi und der ursprünglichen
Apostel oder dem Folgen von katholischen „Vätern" des Mittelalters, die
stufenweise immer mehr heidnische Riten in das Christentum eingeführt haben.
Was werden SIE wählen?
Wie ich in der Broschüre Welcher Tag ist der
christliche Sabbat? erklärt habe: Wenn Sie sich auf einer einsamen Insel
befänden, mit nur einem heiligen Kalender und einer Bibel, dann müssten Sie den
biblischen Sabbat und die biblischen, heiligen Tage einhalten, weil diese die
EINZIGEN Tage sind, die die Bibel gebietet und direkt erwähnt. Zum Beispiel
kommt das Wort „Weihnachten" in der Bibel überhaupt nicht vor. Und es gibt nicht
das leiseste Anzeichen dafür in der Bibel, dass wir den Tag der Geburt Christi
feiern sollten, selbst WENN wir wüssten, wann dieser war – was nicht der Fall
ist! Und das Wort „Ostern" ist absichtlich in keiner angesehenen, modernen
Übersetzung der Bibel enthalten. Es wird fälschlicherweise in manchen älteren
Übersetzungen wie der Lutherbibel 1912 in Apostelgeschichte 12, 4 verwendet.
Doch alle Gelehrten stimmen darin überein, dass das Wort pascha, das so
übersetzt wurde, richtiger als „Passah" wiedergegeben wird, und dass dieses
keinerlei Bezug zu Ostern hat. Des Weiteren bestätigen praktisch alle Gelehrten,
dass das Wort „Ostern" lediglich eine Ableitung des Namens der altertümlichen
Göttin Ischtar oder Isis ist – der Göttin für Sex und Fruchtbarkeit im Nahen
Osten des Altertums. Von dort wurde natürlich auch der Brauch der „Ostereier"
überliefert –eine Form heidnischen Götzendienstes zur Förderung der
Fruchtbarkeit.
Wenn wir also auch nichts über Gottes heilige Tage im Religionsunterricht
erfahren, so werden die von Gott gebotenen Tage doch ziemlich oft in der Bibel
erwähnt! Denn diese Tage werden sowohl im Alten Testament klar geboten, wie auch
deren Einhaltung durch Christus und die Apostel im Neuen Testament ihren
Fortbestand für die christliche Kirche bestätigt.
Lukas sagt: „Das Kind [Jesus] aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit,
und Gottes Gnade war bei ihm. Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem
zum Passahfest" (Lukas 2, 40-41). Der Bericht fährt fort: „Und als die Tage
vorüber waren ... blieb der Knabe Jesus in Jerusalem" (Vers 43). Alle Gelehrten
erkennen an, dass „die Tage," von denen hier die Rede ist, die Tage der
Ungesäuerten Brote waren, die sich direkt an das Passah anschließen. Obwohl also
Jesus „stark" wurde und auf höchstem Niveau mit den Gelehrten des jüdischen
Gesetzes über geistliche Prinzipien zu diskutieren vermochte, hielt er doch mit
seinen Eltern die Tage der Ungesäuerten Brote.
Während seines Wirkens auf Erden ging Jesus nach Jerusalem hinauf, um das
Laubhüttenfest zu feiern. Er sagte zu seinen leiblichen Brüdern: „Geht ihr
hinauf zum Fest" (Johannes 7, 8). Ihnen wurde eindeutig von Gottes Sohn gesagt,
sie sollten hinaufgehen und das Laubhüttenfest feiern! Dann ging Jesus
ebenfalls, zunächst jedoch heimlich, um keine Verfolgung zu provozieren (Vers
10). Und „mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte" (Vers 14).
Zum Ende von Jesu menschlichem Leben sagt uns Lukas: „Es kam nun der Tag
der Ungesäuerten Brote, an dem man das Passahlamm opfern musste. Und er sandte
Petrus und Johannes und sprach: Geht hin und bereitet uns das Passahlamm, damit
wir’s essen. [...] Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies
Passahlamm mit euch zu essen, ehe ich leide" (Lukas 22, 7-8.15). Also auch als
Erwachsener beging Jesus das Passah – und war uns darin ein Vorbild.
Weiter finden wir, dass die inspirierte, apostolische Kirche an einem
anderen heiligen Tag Gottes ihren Anfang nahm, am Pfingsttag, als der heilige
Geist ausgeschüttet wurde: „Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle
an einem Ort beieinander" (Apostelgeschichte 2, 1). Was wäre geschehen, wenn die
Jünger Gottes heilige Tage verworfen hätten und nicht einmal dort versammelt
gewesen wären, als an diesem Tag der heilige Geist ausgeschüttet wurde?
Manche vermuten vielleicht, dass dieser der einzige Pfingsttag war, den die
frühe Kirche feierte. Dem ist nicht so. Denn in Apostelgeschichte 20, 16 lesen
wir: „Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorüberzufahren, um in der Provinz
Asien keine Zeit zu verlieren, denn er eilte, am Pfingsttag in Jerusalem zu
sein, wenn es ihm möglich wäre." Und Paulus feierte auch ein Pfingstfest in
Ephesus: „Ich werde aber in Ephesus bleiben bis Pfingsten. Denn mir ist eine Tür
aufgetan zu reichem Wirken, aber auch viele Widersacher sind da" (1. Korinther
16, 8-9).
Und der Apostel Paulus gebot auch der heidenchristlichen Gemeinde in
Korinth, die Tage der Ungesäuerten Brote zu begehen. Im Bezug auf diese Tage
schrieb er: „Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig
seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passahlamm, das ist
Christus, der geopfert ist. Darum LASST UNS DAS FEST FEIERN, nicht im alten
Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im
ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit" (1. Korinther 5, 7-8). Paulus
sprach offensichtlich davon, das Fest der Ungesäuerten Brote zu feiern.
ALLE Nationen werden Gottes heilige Tage
einhalten
Eine machtvolle, END-zeitliche Prophezeiung macht
ausgesprochen deutlich, dass bald ALLE Nationen lernen werden, das
Laubhüttenfest zu feiern! Beachten Sie, was der Prophet Sacharja unter Gottes
Inspiration über die Jahre schrieb, die uns bevorstehen: „Siehe, es kommt für
den HERRN die Zeit, dass man in deiner Mitte unter sich verteilen wird, was man
dir geraubt hat. Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem.
Und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen
geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden,
aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Und der HERR
wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage
der Schlacht. Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor
Jerusalem liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten,
vom Osten bis zum Westen, sehr weit auseinander, so dass die eine Hälfte des
Berges nach Norden und die andere nach Süden weichen wird. [...] Und alle, die
übrig geblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden
jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und UM DAS
LAUBHÜTTENFEST ZU HALTEN. Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht
heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth,
über das wird’s nicht regnen. Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht
heraufzöge und käme, so wird auch über sie die Plage kommen, mit der der HERR
alle Heiden schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu
halten. Darin besteht die Sünde der Ägypter und aller Heiden, dass sie nicht
heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu HALTEN" (Sacharja 14, 1-4.16-19).
Da bald JEDER Mensch auf Erden lernen wird, diese biblischen heiligen Tage
zu begehen, warum dann nicht GLEICH JETZT lernen, Gott zu gehorchen und diese
Tage zu feiern? Warum nicht ein geistlicher „Pionier" sein und mithelfen, den
Weg für MILLIARDEN von Menschen vorzubereiten, denen das Verständnis dafür nach
Christi Rückkehr gegeben werden wird?
„Aber," so mögen Sie sagen, „uns wurde erzählt, dass dies jüdische
Feiertage sind! Sollen Christen die jüdischen Feiertage einhalten?"
Nun, wir haben gerade gelesen, dass ALLE Nationen, Juden und Heiden, bald
lernen werden, die biblischen Festtage zu begehen – NICHT, weil sie „jüdisch"
sind, sondern weil Gott seinem ganzen Volk gebietet, diese Tage einzuhalten. Und
sein ganzes Volk hielt sie in der neutestamentlichen Kirche ein, ebenso auch,
wie wir gesehen haben, Christus selbst – der uns damit ein Beispiel gab. Und
auch die ursprünglichen Apostel begingen diese Festtage.
Wahre Christen sind das „Israel Gottes"
Ein zentraler Punkt zum Verständnis ist, wirklich zu
erfassen, was Jesus zu einer Frau aus Samaria sagte: „Ihr wisst nicht, was ihr
anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden"
(Johannes 4, 22).
Obwohl sie oft seine Lehren verwarfen und mit allerlei menschlichen
Traditionen umgaben, haben die Juden das Wissen über den Schöpfergott, sowie die
einzige niedergeschriebene Bibel, die den ursprünglichen, neutestamentlichen
Christen zur Verfügung stand – und die wir heute das Alte Testament nennen –,
bewahrt. Ihnen wurde eindeutig „anvertraut, was Gott geredet hat" (Römer 3,
1-2), was sicherlich Gottes heilige Tage und das Verständnis, wie sich der
heilige Kalender aufbaut, auf dem diese Tage beruhen, mit einschließt. So
„wussten" die Israeliten also, wen sie anbeteten. Und durch Christus und ein
richtiges Verständnis des Alten Testaments kommt das Heil „von den Juden." Denn
trotz menschlicher Schwäche und von Menschen eingeführten Traditionen haben die
Juden Gottes geistliches GESETZ, die Zehn Gebote, bewahrt, sowie den wahren
Sabbat und die jährlichen heiligen Tage, die der Schöpfer geboten hat. Und aus
dem jüdischen Volk stammt auch Jesus Christus – der prophezeite Messias.
Und der Apostel Paulus schrieb: „Nicht der ist ein Jude, der es äußerlich
ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht;
sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die
Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das
Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott" (Römer 2, 28-29).
Also sind ALLE wahren Christen geistliche „Juden"! Und wir sind verpflichtet,
die geistlichen Gesetze und heiligen Tage einzuhalten, die Gott den Israeliten
gegeben hat, und die durch das Beispiel Christi und der inspirierten,
neutestamentlichen Kirche bestätigt wurden.
Derselbe Apostel schrieb auch: „In Christus Jesus gilt weder Beschneidung
noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur. Und alle, die sich nach
diesem Maßstab richten – Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel
Gottes!" (Galater 6, 15-16).
Eindeutig ist das wahre Volk Gottes das „Israel Gottes" – diejenigen, die
geistlich beschnitten sind und in denen Christus sein Leben des Gehorsams lebt
durch den heiligen Geist. Wir müssen also alle Vorurteile beiseite legen und
aufhören, die Dinge „jüdisch" zu nennen, die GOTT seinem GANZEN Volk, bestehend
aus allen Rassen und Nationen, gab!
Wahre Christen müssen die Tage heilig halten, die Gott geheiligt hat. Und
wir müssen dem Beispiel Jesu und der ursprünglichen Apostel nachfolgen. Dann
wird uns – wie wir sehen werden – die Einhaltung und das Verständnis der
heiligen Tage Gottes den Sinn für den großen Plan und die ABSICHT Gottes öffnen,
welche dieser hier auf Erden ausführt. Gott hat tatsächlich einen großen Plan
für die gesamte Menschheit im Sinn. Er offenbart uns diesen durch den Brief, den
Paulus an die Epheser schrieb: „Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis
seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte,
um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde
in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. In ihm sind wir auch zu Erben
eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der
alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens" (Epheser 1, 9-11).
Eine Vorschau auf den PLAN
Die meisten Menschen, die sich als Christen bezeichnen,
feiern, was sie ein „Abendmahl," eine „Messe" oder die „Eucharistiefeier"
nennen, oder eine ähnliche Zeremonie, in der sie als Symbol für Christi Opfer
Brot essen und Wein trinken. Nur wenige beginnen auch nur, zu verstehen, weshalb
sie dies tun, und zudem gibt es – wie ich gerade angedeutet habe – etliche
verschiedene Arten von Feiern, wenn man die verschiedenen Zweige des
Christentums in Betracht zieht.
Doch sind, wie wir sehen werden, diese Anlässe nur eine Gedenkfeier für die
ERSTE Stufe in Gottes Plan. Die meisten Menschen, die sich zum Christentum
bekennen, feiern alle weiteren Stufen in Gottes Plan in KEINER Weise – und
verstehen sie deshalb auch überhaupt nicht! Doch Gott hat einen „siebenstufigen"
Plan – ebenso, wie viele Dinge, die Gott geschaffen hat, in einem Muster
offenbart sind, das die Zahl SIEBEN beinhaltet: Am Anfang erschuf Gott die
siebentägige Woche (1. Mose Kapitel 1). Der siebente Tag wurde als sein heiliger
Sabbat offenbart (1. Mose 2, 1-3). Später gab er uns genau SIEBEN jährliche
Festtage, um uns seinen Plan und seine Absicht für die Menschheit im Allgemeinen
zu offenbaren (3. Mose Kapitel 23). Im Neuen Testament finden wir die SIEBEN
Gemeinden im Buch der Offenbarung beschrieben (Offenbarung Kapitel 2-3). Wir
lesen von den SIEBEN Siegeln, den SIEBEN Posaunen, den SIEBEN letzten Plagen,
und so weiter. Denn die Sieben symbolisiert als Zahl Vollständigkeit und
Vollkommenheit.
Wenn wir dies also verstehen, wäre es lächerlich, nur EINEN der jährlichen
Festtage Gottes zu begehen, die seinen Plan veranschaulichen, und alle anderen
AUSZULASSEN! Als „Vorschau" auf die folgenden Ausführungen wollen wir kurz
einmal alle sieben jährlichen, geistlichen Festtage Gottes untersuchen, damit
wir in der Folge seinen Plan und seine ABSICHT, wie sie sich in diesen Festen
darstellen, besser verstehen können.
Zuerst kommt das feierliche Gedenken an Christi Leiden und Sterben für uns.
Die Bibel nennt dies das „Passah." Es versinnbildlicht, dass wir Christi
gebrochenen Leib und sein vergossenes Blut, welches er als unser Erlöser hingab,
annehmen. Aber denken wir daran, dass dies nur die erste Stufe in Gottes Plan
für uns ist! Danach müssen wir in Gnade und Erkenntnis WACHSEN (2. Petrus 3, 18)
und anfangen, unsere alten, sündhaften Lebensweisen und Gewohnheiten völlig aus
unserem Leben zu entfernen. Dieser Prozess des „Überwindens" wird durch die Tage
der Ungesäuerten Brote dargestellt.
Als Drittes sind wir alle zusammen in der geistlich gezeugten Kirche – der
kleinen Herde (Lukas 12, 32) – zunächst lediglich die „Erstlingsfrüchte" der
großen, geistlichen Ernte, die nach Christi zweitem Kommen stattfinden wird.
Gottes dritter jährlicher Festtag, das Pfingstfest oder Fest der
„Erstlingsfrüchte" versinnbildlicht also die Tatsache, dass in der heutigen Zeit
nur eine sehr kleine geistliche Ernte von Gott eingebracht wird. Gott VERSUCHT
NICHT, in dieser Zeit die ganze Welt zu „retten." Wenn er dies wollte, dann
würde er es tun – und MILLIARDEN von Ungläubigen der Vergangenheit und
heutzutage in China, Indien und anderen Nationen würden schnell zu einem
umfassenden Verständnis im Bezug auf den wahren Gott und zu einer echten Annahme
seines Sohnes als ihren Herrn und Erlöser gelangen!
END-zeitliche Ereignisse im SIEBTEN Monat
dargestellt
Als Viertes werden die katastrophalen Ereignisse am ENDE
dieses gegenwärtigen Zeitalters, sowie die Rückkehr Christi zu Erde durch das
Posaunenfest versinnbildlicht (3. Mose 23, 24). Posaunen wurden tatsächlich
benutzt, um im altertümlichen Israel vor militärischen Angriffen zu warnen. In
unserer heutigen Zeit wird Christus während eines Höhepunktes in einer Reihe von
Kriegen und weltweiten Aufständen zurückkehren, und die Toten werden auferstehen
„zur Zeit der LETZTEN POSAUNE" (1. Korinther 15, 51-52).
Dann, direkt nach Christi Rückkehr, wird Satan auf übernatürliche Weise
gefesselt und in den Abgrund geworfen werden, „damit er die Völker NICHT MEHR
VERFÜHREN sollte" (Offenbarung 20, 3). Schließlich wird es, wenn Satan gebunden
ist, den Menschen ermöglicht werden, wieder mit Gott „versöhnt" zu werden. Dies
wird deutlich durch den fünften jährlichen Festtag versinnbildlicht – den
Versöhnungstag.
Nach Christi Rückkehr gießt Gott seinen heiligen Geist aus und beginnt, der
gesamten Menschheit das wahre Verständnis für seinen großen PLAN zu ermöglichen.
Zu dieser Zeit sagt Gott: „... das Land wird voll von Erkenntnis des HERRN sein,
wie Wasser das Meer bedeckt" (Jesaja 11, 9). Dies wird versinnbildlicht durch
unsere freudige Feier des sechsten Fests in Gottes Plan – das siebentägige
Laubhüttenfest oder „Fest der Lese" (2. Mose 34, 22).
Gottes Kalender für die heiligen Tage basiert auf den Erntezeiten Israels.
Wie erwähnt symbolisiert dies für uns die geistliche Ernte, die Gott
einzubringen plant. Zunächst die kleine Frühjahrsernte, symbolisiert durch das
„Fest der Erstlingsfrüchte." Schließlich, am Ende dieses Zeitalters, die riesige
Herbsternte, die durch das „Fest der Lese" symbolisiert wird.
Nun folgt das siebte und letzte geistliche Fest, das Gott seinem Volk gab.
„Doch welcher Teil seines Plans könnte noch übrig geblieben sein," fragen Sie
sich vielleicht. Wie schon angedeutet, wird es auch nach Christi 1000-jähriger
Herrschaft noch unzählige MILLIARDEN von Menschen aus vergangenen Zeiten geben,
die NIE auch nur irgendetwas von dem wahren Gott, von Jesus Christus oder von
Gottes Absicht für ihr Leben VERSTANDEN haben. Was geschieht mit diesen
Milliarden „nicht erlöster" Menschen, wo es doch vor Gott „kein Ansehen der
Person" gibt (Römer 2, 11)? Das feierliche, siebte Fest Gottes versinnbildlicht
die Zeit, in der Gott – zum ERSTEN Mal – den Sinn dieser Menschen für das
Verständnis seines Wortes und seines Willens öffnen und ihnen somit eine echte
Chance geben wird, dass ihre Namen in das „Buch des Lebens" geschrieben werden
(Offenbarung 20, 11-12).
Mit der Einhaltung dieses siebten Festes, das wir den „letzten, großen Tag"
nennen (Johannes 7, 37), beenden wir den Einblick in den gesamten PLAN unseres
Schöpfers. Von der Zeit, in der wir zuerst Christus als unseren Erlöser
annehmen, über das Sinnbild für sein zweites Kommen, bis hin zum letzten, großen
Tag, der eine Zeit darstellt, in der ALLE Menschen schließlich eine wirkliche
Gelegenheit zum Heil haben – all diese, von Gott gegebenen und inspirierten
Festtage versinnbildlichen den WAHREN Plan Gottes. Die heidnischen, religiösen
Feiertage, die Satan einer verführten Menschheit angedreht hat, sind dagegen nur
ein billiger Ersatz. Denn in Wirklichkeit stellen sie einen falschen Gott und
einen falschen Christus dar und führen zu der Annahme eines falschen
Evangeliums, das zu der wahren Botschaft, die Christus und die Apostel
predigten, im direkten Widerspruch steht!
Diese sieben Feste – zwei davon dauern sieben Tage und fünf dauern einen
Tag – ergeben zusammen 19 jährliche Festtage. Sieben dieser 19 Tage sind
besondere Ruhetage oder „Sabbate." Diese sieben Jahressabbate – auch als Gottes
jährliche heilige Tage bekannt – sind der erste und der letzte Tag der
Ungesäuerten Brote, das Pfingstfest, das Posaunenfest, der Versöhnungstag, der
erste Tag des Laubhüttenfests und der letzte, große Tag.
Wie wir in dieser Broschüre sehen werden, sind Gottes heilige Tage weit
mehr, als nur Tage, an denen wir von unserer normalen Arbeit ruhen; sie sind
weit mehr, als gesetzliche Feiertage. Andere jüdische Feiertage wie Hanukkah und
Purim spielten eine wichtige Rolle im zivilen Leben der jüdischen Nation, und
sind für viele Juden auch heute noch von Bedeutung. Doch sind diese zivilen
Feiertage keine Feste des Herrn, die in 3. Mose 23 angeführt sind. Sie mögen
fröhliche, nationale Anlässe zum Feiern sein, wie zum Beispiel auch das
Erntedankfest in den USA und Kanada – aber ebenso, wie man nicht von einem
Briten erwarten würde, dass er das kanadische Erntedankfest feiert, würde man
auch von einem Nichtjuden nicht erwarten, dass er einen Bezug zu einem Feiertag
hat, der von der jüdischen Nation ausgerufen wurde. Und Gott hat NICHT geboten,
dass wir diese zivilen Feiertage begehen, während er aber geboten hat, dass wir
die Feste, die in 3. Mose 23 aufgezählt sind, einhalten.
Lassen Sie uns nun auf Spurensuche gehen und die Bedeutung und den Zweck
jedes der SIEBEN RELIGIÖSEN FESTE ergründen, die Gott der gesamten Menschheit
überliefert hat, und die wir halten sollen. Erinnern wir uns, dass das
Verständnis und das Einhalten dieser Feste uns hilft, den GROSSEN MEISTERPLAN
unseres Schöpfers im Sinn zu behalten, durch den er letztlich die ganze
Menschheit erleuchten und den größten Teil zum Heil führen will.
Stufe 1:
Das Passah
Vor vielleicht Millionen oder sogar Milliarden von
Jahren entschloss sich Gott, Geschöpfe hervorzubringen, die seine echten Söhne
und Töchter werden sollten. Wesen, die direkt von ihm ausgingen, seine göttliche
Natur innehätten (2. Petrus 1, 4). In diesen sollte sein eigener CHARAKTER durch
den heiligen Geist eingepflanzt sein.
Sie sollten nicht nur erschaffene Wesen wie die Engel sein. Sie mussten die
Fähigkeit zur freien Willensentscheidung haben – die Fähigkeit, zwischen gut und
böse zu „wählen". Und sie sollten durch ein Leben des Überwindens beweisen, dass
sie sich immer für Gottes Weg entscheiden würden, sich ihm beugen, ihm dienen
und sich nie von ihm abwenden würden, wie es Satan und ein Drittel der
ursprünglichen Engel getan hatten (Offenbarung 12, 4; vgl. Kapitel 1, 20).
Daher entschied Gott, dass er das Menschengeschlecht nach seinem eigenen
Bilde erschaffen würde – in seiner Gestalt und mit bestimmten, Gott ähnlichen
Fähigkeiten wie echte geistige Stärke, schöpferische Vorstellungskraft, die
Freiheit der Wahl, usw. Gott würde der Menschheit erlauben, zu SÜNDIGEN – unter
dem Einfluss des gefallenen Erzengels Luzifer, der nun zu Satan, dem Teufel
geworden ist, würde er den Menschen erlauben, für die ersten 6000 Jahre der
Menschheitsgeschichte ihren eigenen Weg zu gehen. Sie würden durch menschliche
Erfahrung und Leiden Lektionen für das Leben erstellen, zum größten Teil jedoch,
ohne sie wirklich zu LERNEN, bis zu jener Zeit, wo Gott jeden individuell und
auf übernatürliche Weise „beruft" und ihm ein echtes Verständnis zur Reue gibt
(Johannes 6, 44).
Da SÜNDE in jeglicher Form eine Rebellion gegen Gott ist, ist sie etwas
wirklich Schlimmes. Und da Gott beschlossen hat, dass „der Sünde Sold [...] der
Tod" ist (Römer 6, 23), hat Gott vor langer Zeit entschieden, dass nur der TOD
seines eigenen Sohnes, Jesus Christus, wirklich für die Schwere dieser Sünden
bezahlen kann. „Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war,
dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten... . In ihm haben wir die
Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner
Gnade" (Epheser 1, 4.7).
Gott sagte zu Israel im Altertum: „Des Leibes Leben ist im Blut" (3. Mose
17, 11). Gott plante daher, dass das Blut seines eigenen Sohnes vergossen werden
müsse. Christus würde das höchste Passahlamm sein – und alle wahren Christen mit
Gott, dem Vater, versöhnen. „Denn auch wir haben ein Passahlamm, das ist
Christus, der geopfert ist" (1. Korinther 5, 7). Und: „Um wie viel mehr werden
wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein BLUT
gerecht geworden sind" (Römer 5, 9).
Wochen vor ihrer Ankunft am Berg Sinai, und bevor der alte Bund auch nur
verkündet wurde, sagte Gott zu dem Volk Israel, es solle makellose, männliche
Lämmer aussondern (2. Mose 12, 3-6). Dieses Lamm sollte das „Passahlamm" sein
und am Abend des 14. Abib – dem ersten Monat in Gottes heiligem Kalender –
geschlachtet werden.
Gott hatte beschlossen, ALLE Erstgeborenen in Ägypten zu vernichten, weil
der Pharao sich geweigert hatte, sein Volk ziehen zu lassen. Aber zu den
Israeliten sagte Gott, dass sie verschont werden würden, wenn sie ihm gehorchten
und das Passahlamm schlachten und essen würden – wobei sie dessen Blut auf die
Pfosten und die obere Schwelle ihrer Häuser streichen sollten. „Wo ich das Blut
sehe, will ich an euch VORÜBERGEHEN, und die Plage soll euch nicht widerfahren,
die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage. Ihr sollt diesen Tag als
GEDENKTAG haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN, ihr und alle
eure Nachkommen, als EWIGE Ordnung" (Verse 13-14).
Gott hat also über 1400 Jahre im Voraus eine ganze Nation von etwa drei
Millionen Menschen angewiesen, darzustellen, welches beachtliche OPFER sein
Sohn, Jesus Christus, später für die gesamte Menschheit erbringen würde. Denn
das Schlachten des Passahlamms symbolisiert direkt das Opfer Christi – den
ersten Schritt in Gottes Plan, um die Menschen zu seinen vollwertigen Söhnen und
Töchtern zu machen.
Das Passah versinnbildlicht die Tatsache, dass wir „ohne Verdienst gerecht
[werden] aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen
ist. Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum
Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt [englische Übersetzung:
ÜBERGEHT], die früher begangen wurden" (Römer 3, 24-25).
Jedem wahren Christen gebietet Gott, das Passah EINZUHALTEN! Es soll einmal
im Jahr gefeiert werden, wie Gott es geboten hat – in derselben Nacht, in der
Jesus festgenommen wurde, um gekreuzigt zu werden. Der Apostel Paulus erklärt:
„Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der
Herr Jesus, in DER Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und
brach’s und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu
meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach:
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt,
zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch
trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt" (1. Korinther 11,
23-26).
Beachten Sie, dass zuerst das Brechen des Brotes erfolgt. Dies
versinnbildlicht, wie Christi Leib für uns „gebrochen" wurde (Vers 24). Gottes
Wort zeigt deutlich, dass Jesus eine schreckliche Misshandlung oder „Geißelung"
erlitt, bevor er gekreuzigt wurde. Die römische Geißel bestand aus Leder und
hatte an den Enden scharfe Metallteile, um die Haut aufzuschlitzen und zu
zerfetzen. Wegen dieser Gewalteinwirkung und des resultierenden Blutverlusts
starben viele verurteilte Gefangene schon durch die Geißelung selbst, noch bevor
sie gekreuzigt werden konnten.
WARUM musste Jesus diese schlimme Misshandlung über sich ergehen lassen?
Etwa 700 Jahre vor diesem Ereignis inspirierte Gott den Propheten Jesaja,
zu beschreiben, was geschehen würde, und weshalb: „Fürwahr, er trug unsre
Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der
geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer
Missetat willen verwundet und um unsrer Sünden willen zerschlagen. Die Strafe
liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir
geheilt" (Jesaja 53, 4-5).
Durch Jesu Wunden sind wir GEHEILT! Er trug damit unsere „KRANKHEIT." Im
Neuen Testament wird beschrieben, wie Jesus viele Menschen heilte, die krank
waren, und dann wird zitiert, dass dies eine Erfüllung der Prophezeiung Jesajas
war. „Er trieb die Geister aus durch sein Wort und machte alle Kranken gesund,
damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:
‚Er hat unsre Schwachheit auf sich genommen und unsre Krankheit hat er
getragen’" (Matthäus 8, 16-17).
Wenn wir also am Passah von dem gebrochenen Brot essen, bestätigen wir von
Neuem, dass wir Christi gebrochenen Leib für unsere physische HEILUNG annehmen.
Wir sollten diese lebenswichtige Symbolik des Opfers von unserem Erlöser in
tiefer Demut, mit Ehrfurcht und im GLAUBEN an den großen Gott annehmen, durch
den unsere physische Heilung und eine geistliche Vergebung möglich wurde!
Als Nächstes in der Passahzeremonie sollten wir von dem Rotwein trinken,
der das vergossene Blut Jesu Christi als vollständigen „Sold" (Römer 6, 23) für
unsere Sünden symbolisiert.
Es ist wichtig, zu verstehen, dass Christus unser SCHÖPFER ist. Daher ist
sein Leben mehr wert als unser aller Leben zusammen. Das Johannesevangelium sagt
uns dies über Jesus Christus: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei
Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind
durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
[...] Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht, aber die Welt
erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht
auf" (Johannes 1, 1-3.10-11). Die Persönlichkeit also, die seit aller Ewigkeit
beim Vater war, „entäußerte" sich selbst (vgl. Philipper 2, 7) von der
göttlichen Herrlichkeit und Macht und wurde zu unserem Erlöser. Doch am Anfang
war es dieser Christus, der die Menschheit und alles, was existiert, erschaffen
hatte – als ausführendes Organ des Vaters. Epheser 3 sagt uns, dass Gott „in ihm
[...] alles geschaffen hat" (Vers 9).
Kein Wunder also, dass die Bibel von dem „kostbaren" Blut Jesu Christi
spricht! Denn es ist das Blut des großen Wesens, das im Auftrag des Vaters die
unermesslichen Himmel, die Erde und alles, was existiert, erschuf.
Wenn wir von dem Rotwein trinken, der diesen bewundernswerten Akt völliger
Demut seitens unseres Schöpfers symbolisiert, sollte uns dies mit großer
Dankbarkeit und ANBETUNG gegenüber unserem Gott und unserem Erlöser erfüllen.
Wenn wir wirklich unsere Sünden bereut und Christus als unseren Erlöser
angenommen haben, sollten wir einen unerschütterlichen GLAUBEN haben, dass wir
„nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst [sind] von [unserem] nichtigen
Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines
unschuldigen und unbefleckten Lammes" (1. Petrus 1, 18-19).
Stufe 2:
Das Fest der ungesäuerten Brote
Durch das Passahopfer Christi sind wir gerechtfertigt,
unsere vergangenen Sünden sind uns vergeben und unsere Beziehung zu Gott wieder
„zurechtgerückt." Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor
dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind" (Römer 5, 9).
Doch auch wenn uns nun unsere vergangenen Sünden vergeben wurden, wie werden wir
zu „Überwindern" und entfernen die Sünde völlig aus unserem Leben?
Das Fest der ungesäuerten Brote gibt uns die Antwort. Und es
versinnbildlicht so die nächste Stufe in Gottes Plan. Direkt nach dem
Passahgebot sagte Gott zu Mose: „Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen.
Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer
gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag bis zum siebenten, der soll ausgerottet
werden aus Israel. Am ersten Tag soll heilige Versammlung sein, und am siebenten
soll auch heilige Versammlung sein. Keine Arbeit sollt ihr dann tun; nur was
jeder zur Speise braucht, das allein dürft ihr euch zubereiten. Haltet das Gebot
der ungesäuerten Brote. Denn eben an diesem Tage habe ich eure Scharen aus
Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure
Nachkommen, als ewige Ordnung" (2. Mose 12, 15-17).
Beachten Sie das! Wie das Fest der ungesäuerten Brote die Zeit war, als
Gott Israel aus Ägypten – einem Symbol oder Typus der Sünde – herausführte, so
versinnbildlicht dieses Fest auch, wie wahre Christen aus dem geistlichen
Ägypten – der SÜNDE – herauskommen! Sauerteig ist dabei ein weiteres Symbol der
Sünde. Denn als Jesus die Jünger vor den trickreichen und sündigen Lehren der
Pharisäer warnen wollte, sagte er zu ihnen: „Seht zu und hütet euch vor dem
SAUERTEIG der Pharisäer und Sadduzäer" (Matthäus 16, 6). Richtiger Sauerteig
bewirkt, dass Brot sich „aufbläht," so wie eine sündenvolle – oder eigenwillige
– Geisteshaltung bewirkt, dass wir aufgebläht sind und „unsere eigene Sache"
machen wollen. Und Sauerteig tendiert dazu, sich über den gesamten Teig
auszubreiten, so wie SÜNDE, die nicht beachtet wird, dazu neigt, sich über die
gesamte Kirche zu verbreiten! Deshalb sagte der Apostel Paulus zu den
Korinthern: „Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig
Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Darum schafft den alten Sauerteig weg,
damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben
ein Passahlamm, das ist Christus, der geopfert ist" (1. Korinther 5, 6-7).
Viele, die dem Namen nach Christen sind, glauben, dass wir „gerettet" sind,
sobald uns unsere Sünden vergeben wurden. Und tatsächlich sind wir in dem Moment
von der Todesstrafe begnadigt, die wir durch unsere vergangenen Sünden verdient
haben. Aber wir können immer noch vom Glauben abfallen und das Heil verlieren
(Hebräer 6, 4-8; 10, 26-31; 1. Korinther 9, 27). Unsere Erlösung ist ein
fortwährender Prozess. Wir „werden" selig (1. Korinther 1, 18) und werden
letztendlich gerettet sein – wenn wir bis ans Ende ausharren (Matthäus 24, 13).
Paulus erklärt: „Wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines
Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden
durch sein LEBEN, nachdem wir nun versöhnt sind" (Römer 5, 10). Wenn wir nur das
Passah feiern, lassen wir Gottes Plan unvollständig. Wir lassen dann Jesus tot
am Kreuz hängen – Ende der Geschichte! Doch erinnern Sie sich – unser Erlöser
ist wieder auferstanden! Und wir werden durch seine Auferstehung
zum Leben gerettet.
Jesus sagte zu seinen Anhängern: „Willst du aber zum [ewigen] Leben
eingehen, so halte die Gebote" (Matthäus 19, 17). Und er ermahnte uns auch,
„Buße zu tun" (Markus 1, 15) – also aktiv zu bereuen, uns völlig von der Sünde
abzuwenden und in eine andere Richtung zu gehen, auf dem Weg der Gerechtigkeit.
Mit anderen Worten will Gott, dass wir mit ihm einen Bund eingehen, in dem wir
versprechen, die Sünde aus unserem Leben zu entfernen – dass wir aufhören, sein
geistliches Gesetz zu brechen und anfangen, es einzuhalten. Und dann erwartet er
von uns, dass wir diesen Weg beibehalten.
Der Apostel Paulus schrieb: „Aus Gnade seid ihr selig geworden durch
Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit
sich nicht jemand rühme" (Epheser 2, 8-9). Viele werden vielleicht sagen wollen,
dass dieser Vers doch beweist, dass wir nichts weiter zu tun brauchen, als
Gottes freie Gabe anzunehmen – dass wir Gottes Gesetz nicht zu halten brauchen.
Dies wäre aber eine kurzsichtige Sichtweise, wenn man den folgenden Vers
berücksichtigt. In diesem erklärt Paulus: „Denn wir sind sein Werk, geschaffen
in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin
wandeln sollen" (Vers 10). Tatsächlich muss sich unser gesamter Lebenswandel
ändern, vom Ungehorsam hin zum Gehorsam gegenüber Gott. Natürlich weiß
er, dass wir dies nicht perfekt schaffen werden, solange wir noch im Fleisch
sind (Römer 7, 18.24; 1. Johannes 1, 8-10). Aber dennoch will Gott, dass wir
seine Charakterzüge in uns wachsen lassen indem wir durch einen Prozess des
Widerstandes gegen Sünde ankämpfen und diese überwinden (vgl. 1. Korinther 9,
24-27; Offenbarung 2, 11; 3, 21; 21, 7). Unser vergangenes Leben in Sünde muss
„mit Christus gekreuzigt" sein (Galater 2, 20). Wir werden getauft als ein
Symbol, dass unsere frühere Natur bildlich mit Christus begraben wurde. Und wenn
wir dann aus unserem „Wassergrab" der Taufe auftauchen, ist dies eine
symbolische „Auferstehung" zu einem neuen Leben in Christus. Wenn dies also der
Fall ist, so sollten wir von da ab nach seiner Lebensweise leben. Das Fest der
ungesäuerten Brote versinnbildlicht diesen Prozess des Lebens nach seinem Weg,
in dem wir die Sünde aus unserem Leben entfernen.
Daher gebot Paulus auch der Gemeinde von Heidenchristen in Korinth: „Darum
LASST UNS DAS FEST FEIERN [das Fest der ungesäuerten Brote] nicht im alten
Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im
ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit" (1. Korinther 5, 8).
Offenkundig ist dies ein neutestamentliches Gebot, das Fest der
ungesäuerten Brote EINZUHALTEN! Und dieses Gebot war hier an eine Gemeinde
vorwiegend heidnischen Ursprungs gerichtet – es gab hier also keine jüdischen
Bräuche! In Vers 7 verbindet Paulus das Fest der ungesäuerten Brote mit dem
Passah, das diesem direkt vorangeht. Denn, wie bereits erwähnt, handelt das
Passah von der Vergebung vergangener Sünden, während das Fest der ungesäuerten
Brote von dem „Beibehalten dieses Wegs" handelt – von der Entschlossenheit, mit
Gottes Hilfe in Gnade und Erkenntnis zu WACHSEN, hin „zum vollendeten Mann, zum
vollen Maß der Fülle Christi" (Epheser 4, 13).
Wie also sollen Christen dieses Fest begehen? Wenn sich die Zeit des Festes
nähert, sollen wahre Nachfolger des neutestamentlichen Christentums
Backtriebmittel (und Backwaren, die durch Triebmittel aufgegangen sind) aus
ihren Häusern und von ihrem Besitz entfernen. Dann sollen sie sieben Tage lang
kein gesäuertes Brot essen. (Backtriebmittel sind nichts von Natur aus
Schlechtes. Sie sind lediglich für die Dauer dieses Fests ein Symbol für Sünde).
Und wenn man im Verlauf dieses Fests auf etwas Gesäuertes im eigenen Haus stößt,
das man zuvor übersehen hat, so soll man dieses ebenfalls entfernen (2. Mose 13,
7).
Während man auf diese Weise „Frühjahrsputz" macht, sollte man sich daran
erinnern, dass die Sünde sich, ebenso wie Krümel gesäuerten Brotes in den Ritzen
und Ecken eines Hauses, in verschiedenen, sogar auch verborgenen Bereichen
unseres Lebens aufhalten kann. Tatsächlich überrascht es einen manchmal, wo man
Gesäuertes finden kann! Christen sollten Gott darum bitten, dass er sie
geistlich ebenso reinigen möge – und ihnen die verborgenen Bereiche des
eigenen Lebens aufzeigt, in denen sich Sünde zugetragen hat, ohne dass ihnen
dies zunächst bewusst war.
Für sieben Tage – die Anzahl, die Vollständigkeit symbolisiert – sollen
wahre Nachfolger des neutestamentlichen Christentums also Sauerteig aus ihren
Wohnungen und von ihrem Besitz entfernen. Sie sollen sich darauf besinnen, die
Sünde vollständig zu ENTFERNEN. Sie sollen sich durch diese von Gott gebotenen
Handlungen daran erinnern, dass sie eine fortwährende Verantwortung vor Gott
haben, ihr egoistisches Wesen, die Welt und Satan, den Teufel, zu überwinden.
Das ist die eigentliche Bedeutung der Tage der ungesäuerten Brote!
Stufe 3:
Pfingsten
Wie wir gesehen haben, baut jeder der von Gott
gebotenen, heiligen Tage auf dem vorangegangenen Festtag auf und zeigt uns den
weiteren Ablauf des großen Meisterplans, den Gott für die Menschheit vorbereitet
hat. Das Passah versinnbildlicht unsere Annahme von Christi gebrochenem Leib und
seinem vergossenen Blut – die Vergebung für unsere Sünden und unsere Versöhnung
mit Gott. Die Tage der ungesäuerten Brote versinnbildlichen die Notwendigkeit,
aus der Sünde herauszukommen und in Gnade und Erkenntnis zu wachsen.
In seiner Beschreibung, wie neutestamentliche Christen ein tieferes
Verständnis als die unbekehrten Israeliten im Altertum haben, sagt uns der
Verfasser des Hebräerbriefs: „So lasst uns nun mit Furcht darauf achten, dass
keiner von euch etwa zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, dass wir
zu seiner Ruhe kommen. Denn es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort
der Predigt half jenen nichts, weil sie nicht glaubten, als sie es hörten"
(Hebräer 4, 1-2). Durch dem Empfang des verheißenen, heiligen Geistes können
neutestamentliche Christen echten GLAUBEN an Gott haben – können seine Absichten
weit tiefgreifender verstehen – und können ein gewisses Maß an Gottes Charakter
erhalten, der ihnen hilft, Sünden zu überwinden und an Gnade und Erkenntnis zu
wachsen.
Petrus schrieb über die atemberaubende Verheißung Gottes: „Durch sie [seine
göttliche Kraft] sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt,
damit ihr dadurch Anteil bekommt an der GÖTTLICHEN NATUR" (2. Petrus 1, 4).
Durch die Kraft des heiligen Geistes gibt Gott seine eigene Natur in uns –
seinen göttlichen Charakter – so weit wir auf seinen Wegen wandeln und geistlich
wachsen. Diese ist es, die es uns ermöglicht, Sünde wirklich zu überwinden – im
Gegensatz zu den Israeliten im Altertum, die die Verheißung des heiligen Geistes
nie erhielten.
Bald nach den Tagen der ungesäuerten Brote folgt das Pfingstfest oder
„Wochenfest" [Fest der Erstlingsfrüchte] (2. Mose 34, 22), und erinnert uns
daran, dass Gott jetzt nur eine kleine Ernte von geistlichen „Erstlingen"
beruft, er aber diese kleine Ernte von Erstlingen segnet, indem er ihnen die
KRAFT seines Geistes gibt, damit sie überwinden und geistlich wachsen können,
obwohl sie noch in „dieser gegenwärtigen, bösen Welt" (Galater 1, 4) leben.
Als Gott den Israeliten im Altertum das Wochenfest gebot, sagte er
zunächst, sie sollten die „erste Garbe" der Frühlingsernte zum Priester bringen
(3. Mose 23, 10). Dieser sollte die Garbe – in einer feierlichen Zeremonie –
schwingen, damit sie Gott wohlgefällig sei und er die Frühlingsernte segnen
würde. Dadurch wurde symbolisiert, wie im geistlichen Sinn Christus von dem
Vater als „Erster der Erstlinge" angenommen werden würde – als erster Mensch,
der tatsächlich von Gott durch die Auferstehung wiedergeboren wurde. Die
„Schwingzeremonie" fand am Sonntag direkt nach dem wöchentlichen Sabbat während
der Tage der ungesäuerten Brote statt (Vers 11). Wenn Sie Matthäus 28, 9 mit
Johannes 20, 17 vergleichen, können Sie sehen, dass Christus sich selbst dem
Vater präsentierte, nachdem er am Vorabend auferstanden war (1. Korinther 15,
20.23; Römer 8, 29; Kolosser 1, 15-18).
Die Israeliten sollten danach 50 Tage zählen, beginnend mit diesem Sonntag.
„Danach sollt ihr zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als
Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen. Bis zu dem Tag nach dem siebenten
Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und dann ein neues Speiseopfer
dem HERRN opfern. Ihr sollt aus euren Wohnungen zwei Brote bringen als
Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem Mehl, gesäuert und gebacken, als
Erstlingsgabe für den HERRN" (3. Mose 23, 15-17). Das griechische Wort für
Pfingsten ist pentecoste und bedeutet wörtlich „der Fünfzigste." Wenn sie
von einem bestimmten Sonntag an gerechnet bis zum fünfzigsten Tag zählten,
würden sie immer an einem Sonntag sieben Wochen später ankommen – aber natürlich
nicht an einem bestimmten Datum eines Monats. Hätte Gott geboten, dass Pfingsten
an einem bestimmten Tag im Monat gefeiert werden sollte, so würde die Bibel das
eindeutig sagen – und dann bräuchte man auch nicht zu „zählen"!
Dann, am Pfingsttag oder dem Fest der „Erstlingsfrüchte" sollten die
Israeliten zwei Brote zum Opfer darbringen. Diese zwei Brote wurden als
„ERSTLINGSGABE für den HERRN" bezeichnet (Vers 17). Diese „Erstlingsbrote"
stellten offensichtlich das Volk Gottes aus dem Alten und dem Neuen Testament
dar – da selbst die alttestamentlichen Propheten den heiligen Geist Gottes
hatten (vgl. 1. Petrus 1, 10-11).
Wiederum, eine der Lehren der „Erstlingsfrüchte" ist, dass Gott in diesem
Zeitalter nur eine kleine Anzahl von Menschen – die „Erstlinge" – beruft. Wie
bereits erwähnt, war die Frühlingsernte in Israel verhältnismäßig klein im
Vergleich zu der großen Ernte im Herbst.
Ebenso ist es, geistlich gesehen, heute. Jesus Christus sagte: „Geht hinein
durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur
Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die
Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und WENIGE sind’s, die ihn
finden" (Matthäus 7, 13-14). Und Johannes berichtet von der Warnung Christi: „Es
kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt
hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. [...] Und er sprach: „Darum
habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater
gegeben" (Johannes 6, 44.65).
Auch wenn es für Millionen von „traditionellen" Christen, denen beigebracht
wurde, dass Gott jetzt versucht, die ganze Welt zu „retten," seltsam klingen
mag: Der wahre Gott der Bibel versucht nichts dergleichen! Würde er
dies nämlich versuchen, so wären etliche MILLIARDEN von Menschen, die über
Jahrtausende hinweg in Indien, China, Afrika und anderswo gelebt haben ebenfalls
zum Christentum „berufen" worden. Doch die überwältigende Mehrheit dieser
Menschen hat gelebt und ist gestorben, ohne jemals auch nur den Namen Christi
gehört zu haben!
Das Pfingstfest oder Fest der „Erstlingsfrüchte" erinnert uns Jahr für Jahr
daran, dass die wenigen, die jetzt aus dieser Welt herausberufen werden, nur die
„Erstlingsfrüchte" sind, und dass eine WEITAUS GRÖSSERE Ernte von Menschen
später stattfinden wird – wie wir noch sehen werden. Und wenn wir vom
„Ausgießen" des heiligen Geistes am ersten neutestamentlichen Pfingstfest lesen,
können wir dadurch inspiriert werden, dass wir „Herausberufenen" – obwohl
zahlenmäßig klein – dennoch die KRAFT des heiligen Geistes haben, um das Werk
Gottes zu vollbringen und um unser egoistisches Wesen zu überwinden, dank einer
Hilfe, die nie zuvor Menschen gegeben wurde.
Denn Petrus verkündete unter Inspiration: „Tut Buße, und jeder von euch
lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so
werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern
gilt diese Verheißung, und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott,
herzurufen wird" (Apostelgeschichte 2, 38-39). Dann lesen wir die inspirierten
Worte, die Paulus in Römer Kapitel 5 schrieb: „Hoffnung aber lässt nicht
zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch
den heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Vers 5).
Und was für eine Art Liebe wird durch den heiligen Geist ausgegossen? Der
Apostel Johannes sagte klar: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir SEINE
GEBOTE HALTEN; und seine Gebote sind nicht schwer" (1. Johannes 5, 3). Durch den
heiligen Geist erhalten wir die geistliche Liebe Gottes – die Art Liebe, die wir
haben müssen, um Gottes großes, geistliches Gesetz, die Zehn Gebote, zu erfüllen
und Gottes eigenen Charakter in uns heranzubilden. Jedes Jahr erinnert uns der
Pfingsttag an die Einzigartigkeit unserer Berufung und an die Stärke, die uns
durch den heiligen Geist verliehen wurde, um unsere „Berufung und Erwählung
festzumachen" (2. Petrus 1, 10).
Stufe 4:
Das Posaunenfest
Die ersten drei der von Gott gebotenen Feste finden im
Frühling statt. Sie versinnbildlichen allesamt geistliche Aspekte des Plans
Gottes. Die letzten vier Feste fallen alle in den siebten Monat des heiligen
Kalenders – den Monat der Vollendung und des Abschlusses – und versinnbildlichen
die Vollendung von Gottes Plan auf Erden.
Das Posaunenfest findet am ersten Tag dieses siebten Monats in Gottes
heiligen Kalender statt. Es läutet die letzten Ereignisse in Gottes Plan ein. Es
versinnbildlicht nicht nur das MASSIVE Eingreifen Gottes in die Angelegenheiten
der Menschen, sondern auch die Rückkehr Christi als König aller Könige. Beachten
Sie Gottes ursprüngliches Gebot an das Volk Israel im Altertum: „Sage zu den
Kindern Israel: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit
POSAUNENBLASEN zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung" (3. Mose 23, 24).
In Israel wurde das Posaunenblasen als ein Signal dafür verwendet, dass
sich das Volk versammeln sollte, um etwas zu tun – oder als Warnzeichen für
einen KRIEG (4. Mose 10, 1-10). Daher ist auch das Posaunenfest, symbolisch an
den Anfang der endzeitlichen Ereignisse gesetzt, ein deutliches Zeichen für
weltweite Unruhen, Chaos und Krieg, von denen praktisch alle Prophezeiungen der
Bibel zeigen, dass sie direkt vor Christi Rückkehr auftreten werden.
Man sollte auch beachten, dass Posaunen auch benutzt wurden, um die Krönung
eines neuen Königs zu verkünden, wie es bei König Salomo von Israel der Fall war
(1. Könige 1, 34.39). Und die friedliche Regentschaft Salomos, die auf die
Kriege seines Vaters David folgte, war ein Typus der künftigen Regentschaft des
„Friede-Fürsten" Jesus Christus (vgl. 1. Könige 5, 5; 1. Chronik 28, 5).
Das Zeitalter menschlicher Selbstherrschaft wird damit enden, dass die
menschliche Gesellschaft am Rande der Selbstauslöschung stehen wird. Tatsächlich
sagt die Bibel einiges über einen schrecklichen Weltkrieg, der bald die ganze
Welt überziehen wird. Um mehr über diese schlimme Zeit zu erfahren, die die
„große Bedrängnis" genannt wird (Matthäus 24, 21), sowie über die Umstände, die
zu ihr führen werden, fragen Sie nach unserer informativen Broschüre Das Tier
der Offenbarung. Sie ist kostenlos erhältlich.
Wir können dankbar sein, dass Gott eingreifen wird, bevor alles zu spät
ist, um die völlige Auslöschung der Menschheit abzuwenden (Vers 22). Dann werden
die Tage der Menschen vorüber sein – und der Tag des Herrn wird beginnen. Doch
er wird nicht für alle mit Frieden und Freude anfangen. Vielmehr wird der
Allmächtige einer rebellischen Menschheit seinen Frieden aufzwingen müssen –
indem er zuerst ihren Starrsinn bricht. Daher wird der Schöpfer eingreifen,
SEINE MACHT demonstrieren und eine in die Irre geleitete Zivilisation daran
erinnern, dass ER der höchste HERRSCHER des Himmels und der Erde ist.
Beachten Sie die inspirierte Prophezeiung Joels: „Blast die POSAUNE zu
Zion, ruft laut auf meinem heiligen Berge! Erzittert, alle Bewohner des Landes!
Denn der Tag des HERRN kommt und ist nahe" (Joel 2, 1). Hier ist das Blasen der
Posaunen also ein Alarmzeichen, dass der prophezeite „Tag des HERRN" nahe ist!
Der Prophet Jesaja schrieb über die Zeit, wenn die Israeliten aus der
Gefangenschaft befreit, und bei Christi zweitem Kommen zurück in das Land
Israels gebracht werden: „Zu der Zeit wird man mit einer großen POSAUNE blasen,
und es werden kommen die Verlorenen im Lande Assur und die Verstoßenen im Lande
Ägypten und werden den HERRN anbeten auf dem heiligen Berg zu Jerusalem" (Jesaja
27, 13).
Dann gibt es noch die „Plagen der sieben Posaunen," die in Offenbarung
Kapitel 8 und 9 beschrieben sind. Direkt auf die große Bedrängnis folgend werden
diese schrecklichen Plagen die Erde buchstäblich AUFRÜTTELN, wie es noch nie
zuvor geschehen ist. Zu einer Zeit, als das prophezeite Tier und der falsche
Prophet (vgl. Offenbarung 13, 15-18) gerade Millionen von Menschenleben mit
ausgereiften Waffensystemen vernichtet haben werden, wird der große Gott
eingreifen, um SEINE MACHT zu demonstrieren und einer rebellischen Zivilisation
zu zeigen, wer der höchste HERRSCHER des Himmels und der Erde ist. „Und die
sieben Engel mit den SIEBEN POSAUNEN hatten sich gerüstet zu blasen. Und der
erste blies seine Posaune, und es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermengt, und
fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil
der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte" (Offenbarung 8, 6-7).
Schließlich greift der lebende Jesus Christus auf übernatürliche Weise ein,
um eine rebellische Menschheit zu RETTEN und der Welt echten FRIEDEN zu bringen.
„Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen
im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines
Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit" (11, 15).
Christus wird also zu der Zeit der siebten Posaune zurückkehren! „Sogleich
aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond
seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte
der Himmel werden ins Wanken kommen. Und dann wird erscheinen das Zeichen des
Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden
und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer
Kraft und Herrlichkeit. Und er wird seine Engel senden mit hellen POSAUNEN, und
sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des
Himmels bis zum andern" (Matthäus 24, 29-31).
Welche Bedeutung hat es, dass Christus Engel aussendet, um seine
Auserwählten zu dieser Zeit zu sammeln? Der Apostel Paulus schrieb über Christi
Rückkehr zur Zeit der letzten Posaune: „Nun aber ist Christus auferstanden von
den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind" (1. Korinther 15, 20).
Und beachten Sie, was er dann sagte: „Denn wie sie in Adam alle sterben, so
werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner
Ordnung: als Erstling Christus [der Erste der Erstlingsfrüchte]; danach, wenn er
kommen wird, die, die Christus angehören [der Rest der Erstlingsfrüchte]" (Verse
21-23). Und wann wird dies alles geschehen? Paulus schrieb: „Siehe, ich sage
euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle
verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der LETZTEN
POSAUNE. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen
unverweslich, und wir werden verwandelt werden" (Verse 51-52). Es gibt
vielleicht nichts Ermutigenderes, als diese erstaunliche Tatsache.
Können wir uns ein großes, blendendes LICHT vorstellen, dass so stark
scheint, dass Menschen nicht einmal hinsehen können? So wird das Gesicht des
auferstandenen Christus sein, wenn er in HERRLICHKEIT zurückkehrt. Können wir
uns einen enormen POSAUNENSCHALL vorstellen, der die Erde buchstäblich
ERSCHÜTTERT, wenn Christus als König aller Könige zurückkehrt? Können wir uns
vorstellen, wie die wahren Heiligen Gottes auferstehen, Christus in der Luft
begegnen und dann mit ihm herabsteigen auf den Ölberg, um mit ihm diesen
rebellischen Planeten zu REGIEREN? (vgl. Sacharja 14, 1-4.9; Offenbarung 2,
26-27).
All diese Dinge werden zur Zeit der letzten Posaune geschehen! Denn obwohl
das Posaunenfest die erschreckenden Unruhen, KRIEGE und PLAGEN am Ende der
menschlichen Zivilisation versinnbildlicht, zeigt es auch das herrliche
EINGREIFEN des SCHÖPFERS auf, der schließlich die Ordnung wieder herstellen und
einer geplagten Menschheit wieder FRIEDEN und FREUDE bringen wird, wenn diese
dann endlich bereit ist, auf Gott zu „hören" und seinen gerechten Wegen zu
folgen.
Stufe 5:
Der Versöhnungstag
Nach dem außergewöhnlichen „Aufrütteln" der Nationen und
der Rückkehr Christi in Macht und Herrlichkeit ist die nächste Stufe in Gottes
Meisterplan, die Völker der Erde wieder mit Gott zu „versöhnen". Dann können sie
bereitwillig Gottes Wege lernen und gesegnet werden.
Aber heute rebellieren die Nationen noch gegen Gott und seine Lebensweise,
weil sie VERFÜHRT worden sind. In seiner Weisheit und unendlichen Gnade hat Gott
allen Menschen einen freien Willen gegeben. Er wusste, dass die Menschheit
unbedingt versuchen würde, Dinge auf ihre eigene Weise zu tun, bevor sie
schließlich lernen würde, dass GOTTES Weg der Richtige ist. Daher hat Gott die
Irreführung der Menschheit erlaubt – wodurch diese im Wesentlichen für die
vergangenen 6000 Jahre menschlicher Geschichtsschreibung von Gott
„abgeschnitten" war.
In seinem offenbarten Wort sagt Gott uns deutlich, dass Satan, der Teufel,
der „Gott" dieser gegenwärtigen Welt ist. „Ist nun aber unser Evangelium
verdeckt, so ist’s denen verdeckt, die verloren werden, den Ungläubigen, denen
der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle
Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild
Gottes" (2. Korinther 4, 3-4). Paulus wurde auch inspiriert, zu schreiben: „Auch
ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt
habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht,
nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des
Ungehorsams" (Epheser 2, 1-2).
Satan, der Teufel oder „Fürst dieser Welt," wie Jesus ihn genannt hat
(Johannes 14, 30), ist eifrig am Werk, die Menschheit zu verführen. Als der
Mächtige, der in der Luft herrscht „sendet" Satan seine Geisteshaltung aus,
vergleichbar mit Radio- oder Fernsehwellen. Aber er sendet geistlich gesehen
falsche Einstellungen und Ideen aus. Er veranlasst die Menschheit, zu glauben,
dass Gott entweder „tot" ist, oder nicht „real," dass er ein ungreifbarer Gott
ist, eine unwirksame Kraft, irgendwo und ohne Einfluss. Und immer schwingt dabei
mit, dass die Menschen Gottes Gesetz NICHT einhalten und nicht wirklich seiner
Lebensweise nachfolgen müssen, welche in den Zehn Geboten, seinen wöchentlichen
Sabbaten und jährlichen Festtagen ihren Ausdruck findet, und welche Christus und
die ursprünglichen Apostel uns vorlebten – wodurch sie uns ein Beispiel gaben.
Der Apostel Johannes schrieb: „Und es wurde hinausgeworfen der große
Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, DER DIE GANZE WELT
VERFÜHRT, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm
dahin geworfen" (Offenbarung 12, 9).
Der Apostel Petrus wurde inspiriert, uns zu warnen: „Seid nüchtern und
wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und
sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass
ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen" (1. Petrus 5, 8-9).
WENN also wahrer Friede und eine richtige Gesinnung unter den Menschen
entstehen soll, so muss zu Beginn von Christi Herrschaft Satan, der Teufel,
verbannt werden! Beachten Sie das Gebot im Bezug auf den Versöhnungstag in 3.
Mose 23, 27-28: „Am zehnten Tage in diesem siebenten Monat ist der
Versöhnungstag. Da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und fasten und dem
HERRN Feueropfer darbringen und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage, denn es
ist der Versöhnungstag, dass ihr entsühnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott."
Dieser Tag sollte eine „EWIGE Ordnung" für das Volk Gottes sein. Wie wir gesehen
haben, hat sogar der Apostel der Heiden offensichtlich den Versöhnungstag auf
einem römischen Gefangenenschiff inmitten des Mittelmeers EINGEHALTEN
(Apostelgeschichte 27, 9) – noch Jahre, nachdem dies alles angeblich ans Kreuz
genagelt worden war!
Ein sehr deutlicher Hinweis auf die wahre Bedeutung des Versöhnungstags
findet sich in 3. Mose Kapitel 16. Dort lesen wir von einem alttestamentlichen
Ritual, bei dem zwei Ziegenböcke dem Hohepriester präsentiert wurden. In Israel
war das „Los werfen" ein Appell an GOTT, um in einer Angelegenheit zu
entscheiden. Aaron sollte also das „Los werfen," um herauszufinden, was jeder
dieser Böcke darstellen sollte (3. Mose 16, 8). Einer sollte den „HERRN" (JHWH)
repräsentieren – den Gott Israels, der sich selbst später entäußerte und unser
Erlöser wurde (1. Korinther 10, 4). Der andere Bock sollte Asasel darstellen,
eine Bezeichnung – wie viele hebräische Referenzen erklären – für den
„Widersacher," Satan, den Teufel!
Der Ziegenbock, der den „HERRN" darstellte, sollte STERBEN. Gott sagte zu
Aaron, er solle ihn als „Sündopfer" darbringen (3. Mose 16, 9), genau wie Jesus
Christus sein Leben für unsere Sünden gab. Aber bezüglich des Bocks, der den
Widersacher darstellte, gebot Gott: „Dann soll Aaron seine beiden Hände auf
dessen Kopf legen und über ihm bekennen alle Missetat der Kinder Israel und alle
ihre Übertretungen, mit denen sie sich versündigt haben, und soll sie dem Bock
auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereit steht, in die Wüste
bringen lassen, dass also der Bock alle ihre Missetat auf sich nehme und in die
Wildnis trage; und man lasse ihn in der Wüste" (Verse 21-22). Danach sollte der
Mann, der den Bock (welcher symbolisch Satan war) in die „Wüste" gebracht hatte,
sich selbst und sogar seine Kleider waschen (Vers 26), weil er, symbolisch, mit
der Verkörperung des Bösen – Satan, dem Teufel – in direkten Kontakt gekommen
war!
Er war dazu benutzt worden, Satan von Gottes Volk zu trennen. Er hatte den
Bock des „Widersachers" in die Wüste gebracht – WEIT WEG –, an einen Ort, von
dem aus er (symbolisch Satan) Gottes Volk nicht mehr schaden oder verführen
konnte!
Wann sollte diese Zeremonie durchgeführt werden? „Auch soll euch dies eine
ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des siebenten Monats ..." (Vers 29). Obwohl
die Israeliten des Altertums verstanden, dass diese Zeremonie Teil der
Einhaltung des Versöhnungstags war, haben nur sehr wenige die wahre, geistliche
Bedeutung begriffen, die diese für neutestamentliche Christen haben sollte. Und
wie hätten sie es auch verstehen können, wo sie sogar im Bezug auf die Bedeutung
des ersten Bocks – des Messias – verblendet waren, als dieser auf die Erde kam,
um für ihre Sünden zu sterben?
Doch das Neue Testament zeigt, dass dies genau das ist, was geschehen wird,
wenn Christus zurückkehrt. Jesu Rückkehr als König aller Könige wird in
Offenbarung 19, 11-21 beschrieben. Dann, in Offenbarung 20, lesen wir, dass ein
mächtiger Engel dazu ausgewählt wird, Satan zu entfernen: „Und er ergriff den
Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und der Satan, und fesselte ihn
für tausend Jahre, und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und setzte ein
Siegel oben darauf, damit er die Völker nicht mehr verführen sollte, bis
vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er losgelassen werden eine
kleine Zeit" (Verse 2-3). Eindeutig wird Satan – der „Asasel" oder Widersacher –
von der Menschheit GETRENNT, damit es ihm nicht mehr möglich ist, die Menschen
während der tausendjährigen Herrschaft Christi zu VERFÜHREN!
Aus diesem Grund wird die Menschheit sehr schnell mit Gottes Lebensweise
„versöhnt" werden – ES GIBT KEINEN SATANISCHEN EINFLUSS MEHR. Aus diesem Grund
heißt es über die herrliche Regierungszeit Christi: „Man wird nirgends Sünde tun
noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll von
Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt" (Jesaja 11, 9).
Und Jesaja erklärt auch, wie zu jener Zeit die Verblendung der Menschheit
völlig beseitigt wird: „Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit
der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt
sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott, der HERR wird die Tränen
von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in
allen Landen, denn der HERR hat’s gesagt" (Jesaja 25, 7-8). Wenn also Satans
„Sendewellen" beseitigt und die VERBLENDUNG der Menschheit beendet ist, können
die Menschen tatsächlich mit Gott „versöhnt" werden. Denn Christus wird unseren
Teil der Schuld unserer Sünden bezahlt haben, aber Satan wird vollständig in
eine symbolische „Wüste" oder einen „Abgrund" verbannt werden, wo er für seinen
Anteil an unseren Sünden in dieser Gefangenschaft gehalten werden wird.
Gott ist gerecht! Er wird Satan für seine enorme SCHULD zur Verantwortung
ziehen, die er auf sich gezogen hat, indem er die Menschheit gegen Gott
aufgebracht hat, indem er sie dahingehend VERFÜHRT hat, zu glauben, dass Gott
„unfair" ist und seine Gesetze und seine Lebensweise nicht gut seien. Letztlich
wird die Menschheit wieder lernen, Gott und seine Lebensweise zu SCHÄTZEN und
den wahren Gott der Bibel wirklich zu LIEBEN und ANZUBETEN. Denn zu dieser Zeit
wird die „Versöhnung" für die Sünden der Menschheit abgeschlossen sein.
Stufe 6:
Das Laubhüttenfest
Nachdem Satan entfernt ist, wird die nächste Stufe in
Gottes Plan die tausendjährige Herrschaft Christi als König aller Könige sein.
Dies schließt ein, dass Christus und die wieder auferstandenen Heiligen ALLE
Menschen Gottes Lebensweise lehren. Diese Stufe umschließt somit die RIESIGE
„Herbsternte" von Heiligen – die Zeit, in der schließlich alle, die dann leben,
Gottes Lebensweise kennen lernen und eine wirkliche Gelegenheit haben werden,
dem Schöpfer – ohne Satans Verführung – zu dienen und zu gehorchen.
In 3. Mose 23, 34 gebot Gott den Israeliten des Altertums dieses Fest:
„Sage zu den Kindern Israel: Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das
Laubhüttenfest für den HERRN, sieben Tage lang." Das Laubhüttenfest sollte also
sieben Tage dauern. Es versinnbildlicht den siebten Millenniums-Tag oder die
siebte 1000-jährige Zeitspanne in der Menschheitsgeschichte, die direkt vor uns
liegt. In 3. Mose 23 wird es Fest der „Laubhütten" genannt, um Israel daran zu
erinnern, dass sie nur „Wanderer" auf Erden sind. Geistlich erinnert es
Christen, dass wir – wie unser Vorvater Abraham – „Gäste und Fremdlinge auf
Erden" (Hebräer 11, 13) in Erwartung des Reichs Gottes sind.
In 2. Mose 23 lesen wir von einem Herbstfest, genannt „Fest der LESE am
Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom
Felde" (Vers 16). Dieses Fest versinnbildlicht also auch die große Herbsternte
in Israel – und damit für Christen die große, geistliche Ernte von Menschen, die
während der tausendjährigen Herrschaft Christi eingefahren werden wird!
Wie wir bereits gesehen haben, wird die Erde zu jener Zeit „voll Erkenntnis
des HERRN sein" (Jesaja 11, 9). Und „man wird nirgends Sünde tun noch freveln
auf meinem ganzen heiligen Berge." Es wird unvorstellbaren Frieden und FREUDE
geben, wie sie die Welt noch nie erlebt hat: „Es wird da kein Löwe sein und kein
reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten
werden dort gehen. Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion
kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; FREUDE und WONNE
werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen" (Jesaja 35,
9-10).
Petrus nannte diese Zeit unter Inspiration die „Zeit, in der alles
wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen
Propheten von Anbeginn" (Apostelgeschichte 3, 21). Und tatsächlich berichten
etliche Prophezeiungen im Alten und Neuen Testament von der Zeit der Rückkehr
Christi, wenn die ganze Welt zu Verständnis gelangt und wahrer Friede und
Sicherheit die Erde überziehen, weil die Menschheit Gottes gerechte GESETZE
lernen und seine Lebensweise praktizieren wird.
„Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen,
höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden
herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns auf
den Berg des HERRN gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine
Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird WEISUNG ausgehen und
des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden und
zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und
ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das
Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen"
(Jesaja 2, 2-4).
Wenn die neuzeitlichen Israeliten aus ihrer endzeitlichen Gefangenschaft
zurückkehren, werden sie „die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten
zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte
erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben. [...] Dafür,
dass mein Volk doppelte Schmach trug und Schande ihr Teil war, sollen sie
doppelten Anteil besitzen in ihrem Lande und EWIGE FREUDE haben" (Jesaja 61,
4.7).
Die tausendjährige Herrschaft Christi ist mit Sicherheit auch die Zeit, von
der Jeremia prophezeite: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will
ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,
nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie
bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht
gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR, sondern das soll
der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit,
spricht der HERR: Ich will MEIN GESETZ in ihr Herz geben und in ihren Sinn
schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein" (Jeremia
31, 31-33).
Denn Gottes wunderbares, geistliches Gesetz, die Zehn Gebote, wurden NIE
abgeschafft! Vielmehr wurden sie von Jesus Christus „erweitert" und dadurch noch
bindender gemacht, so dass wir nun nicht nur den Buchstaben, sondern auch die
geistliche Absicht von Gottes Gesetz zu halten haben. So sollen wir auch
weiterhin niemanden ermorden, sollen nun aber auch davon Abstand nehmen, zu
hassen und eine mörderische Einstellung zu hegen (Matthäus 5, 21-22). Wir werden
belehrt, nicht nur Ehebruch zu unterlassen, sondern auch, keine Frau mit
begehrlichen Blicken zu verfolgen! (Verse 27,28).
Im tausendjährigen Reich Gottes auf Erden werden Gottes Gesetze in die
Herzen und den Verstand des Volkes Gottes auf der ganzen Welt geschrieben. Denn
Gottes Gesetze sind Ausdruck seines persönlichen CHARAKTERS – des Charakters,
von dem er erwartet, dass wir ihn entwickeln, um Könige und Priester in seinem
Reich zu sein! Diese Segnung wird der GESAMTEN MENSCHHEIT während des
wunderbaren „Fests der Lese" zuteil werden, der 1000-jährigen Herrschaft Christi
hier auf Erden. Offenbarung 20 sagt uns: „Selig ist der und heilig, der teilhat
an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern
sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre"
(Vers 6).
Alle wahren Christen sollten sich also JETZT darauf vorbereiten Gottes
Gesetze zu lernen und seine Lebensweise zu praktizieren, damit sie befähigt
sind, diese Dinge anderen Menschen in Christi bald kommender Weltregierung
BEIZUBRINGEN. Der inspirierte Apostel Paulus ermahnt wahre Christen: „Wisst ihr
nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch
gerichtet werden soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten?
Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge
des täglichen Lebens"(1. Korinther 6, 2-3).
Werden nur die „wahren Christen" oder die Israeliten das Laubhüttenfest
feiern? Beachten Sie Sacharja 14, 1-4: „Siehe, es kommt für den HERRN die Zeit,
dass man in deiner Mitte unter sich verteilen wird, was man dir geraubt hat.
Denn ich werde alle Heiden sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und die Stadt wird
erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden. Und die
Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, aber das übrige Volk wird
nicht aus der Stadt ausgerottet werden. Und der HERR wird ausziehen und kämpfen
gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht. Und seine
Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg." Lesen Sie nun Vers 9: „Und der
HERR wird König sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HERR der einzige
sein, und sein Name der einzige." Und lesen Sie Verse 16-19: „Und alle, die
übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich
heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das
Laubhüttenfest zu halten. Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht
heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth,
über das wird’s nicht regnen. Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht
heraufzöge und käme, so wird auch über sie die Plage kommen, mit der der HERR
alle Heiden schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu
halten. Darin besteht die Sünde der Ägypter und ALLER Heiden, dass sie nicht
heraufkommen, UM DAS LAUBHÜTTENFEST ZU HALTEN."
Die obigen Verse sollten sehr deutlich machen, dass ALLE Nationen schon in
wenigen Jahren unter der direkten Leitung Jesu Christi lernen werden, das
Laubhüttenfest zu feiern. Selbst die Ägypter, die zunächst eine Ablehnung gegen
alles „jüdische" empfinden dürften, werden lernen das Laubhüttenfest EINZUHALTEN
– wie auch ALLE anderen von Gott gebotenen Feste.
Stufe 7:
Der letzte, große Tag
Ist jetzt der EINZIGE Tag des Heils? Die überwiegende
Mehrheit von Pastoren und Priestern sowie der „traditionellen" Christen würde
sofort antworten: „JA."
Aber diese Menschen versäumen es, das Ausmaß der massiven VERFÜHRUNG zu
erkennen, mit der Satan, der Teufel, die Menschheit durchdrungen und verwirrt
hat. Wie wir gesehen haben, sagt die Bibel klar, dass Satan „die GANZE WELT
verführt" (Offenbarung 12, 9). Noch einmal sei betont, dass Satan der „Gott"
dieses gegenwärtigen Zeitalters ist (2. Korinther 4, 3-4). Die Menschheit folgt
im Allgemeinen den Wegen Satans – nicht Gottes Wegen.
Der letzte, große Tag versinnbildlicht die erstaunliche Wahrheit, dass Gott
NICHT BEMÜHT IST, schon jetzt die ganze Welt zu retten! Würde der große GOTT,
der das gesamte Universum erschaffen hat, jetzt wirklich „versuchen," die
Menschheit zu retten, so würde ihm dies auch gelingen. Die MILLIARDEN von
Menschen in Asien, Afrika und anderswo würden alle in kürzester Zeit gute
Christen werden! Doch es ist eine Tatsache, dass die ÜBERWÄLTIGENDE Mehrheit der
Menschen in der ganzen Menschheitsgeschichte sich NIE zu irgendeiner Form
von Christentum bekannt hat – oder auch nur damit in Kontakt gekommen wäre. Und
so ist es noch heute!
Was ist die WIRKLICHE Antwort auf dieses Dilemma?
Zunächst einmal: Der Sohn Gottes sagte deutlich: „Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Wer nicht zur Tür hineingeht in den Schafstall, sondern steigt
anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Räuber. [...] DA sprach Jesus wieder:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen" (Johannes 10,
1.7). Und er inspirierte den Apostel Petrus, über ihn zu sagen: „Das ist der
Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und in
keinem andern ist das Heil, auch ist KEIN ANDRER NAME unter dem Himmel den
Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden" (Apostelgeschichte 4,
11-12). Sie nehmen also Christus – den wahren Christus der Bibel – entweder an,
oder Sie tun es nicht. Und wenn Sie wirklich Christus als Ihren Erlöser UND
Herrn annehmen, werden Sie sich ihm unterwerfen und ihn in Ihrem Leben
REGIEREN lassen. Wie Christus geboten hat, werden Sie die Zehn Gebote als eine
Lebensweise BEFOLGEN (Matthäus 19, 17). Sie werden Christus sein GEHORSAMES
Leben in Ihnen leben lassen durch den heiligen Geist (Galater 2, 20). Und wenn
Sie dies nicht tun, sind Sie KEIN Christ und könnten selbst verblendet sein. So
einfach ist das.
Die überwältigende Mehrheit aller Menschen wurde im Bezug auf die Kenntnis
des wahren Gottes und im Bezug auf den wahren Christus VERBLENDET. Und doch sagt
uns Gottes inspiriertes Wort: „Es ist KEIN ANSEHEN DER PERSON vor Gott" (Römer
2, 11). Und der Apostel Petrus sagte, als Gott begann, einige Heiden zur Reue zu
berufen: „Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott DIE PERSON NICHT ANSIEHT"
(Apostelgeschichte 10, 34).
Widerspricht Gott sich selbst? Natürlich nicht! Denn Gott hat NIE gesagt,
dass er „jetzt" versucht, alle zu retten! Gott sagte: „Der Herr verzögert nicht
die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld
mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur
Buße finde" (2. Petrus 3, 9). Es ist Gottes Wille, dass ALLE zur Reue finden –
aber sie haben dies in diesem Zeitalter gewiss NICHT getan! Beachten Sie auch
die Worte des Apostels Paulus über Gott, „welcher will, dass alle Menschen
gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2, 3-4;
Schlachter-Übersetzung).
Es ist nur eine Frage des ZEITLICHEN ABLAUFS.
Denn zu dem von Gott bestimmten Zeitpunkt werden – wie wir sehen werden –
alle Menschen, die JEMALS gelebt haben ein wirkliches Verständnis über Gottes
Plan und Absicht erlangen, und die große Mehrheit wird Gottes Wahrheit
AKZEPTIEREN, wenn ihnen die Augen geöffnet werden. Nein, dies wird keine „zweite
Chance" sein, wie manche vielleicht einwenden wollen. Es wird für diese Menschen
die erste echte Gelegenheit sein, zu einem Verständnis im Bezug auf den wahren
Gott und den wahren Jesus Christus, sowie deren großartigen PLAN zu gelangen!
Die Bibel spricht oftmals von einer Zeit des „Gerichts" für ALLE Menschen.
Und wie der Begriff „Gericht" gebraucht wird, bedeutet er für gewöhnlich NICHT
eine Verurteilung, sondern vielmehr eine Zeit der Entscheidung – eine Zeit des
Testens und der Prüfung (vgl. 1. Petrus 4, 17). Beachten Sie Jesu Christi eigene
Aussagen im Bezug auf Städte zu seiner Zeit, die ihn und seine Lehren ABLEHNTEN:
„Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon
geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche
Buße getan. Doch ich sage euch: es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen AM
TAGE DES GERICHTS als euch" (Matthäus 11, 21-22).
Den Städten der Heiden, deren Einwohner NIE von Christus GEHÖRT haben, wird
ihre Gelegenheit in der kommenden Zeit des Gerichts „erträglicher" vorkommen.
Beachten Sie, wie sogar die Stadt Sodom in dieser Kategorie aufgeführt wird: „Es
wird dem Land der Sodomer erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir"
(Vers 24).
Wenn Gott diese Menschen nach demselben Standard richtet wie andere – was
die Bibel eindeutig so bestätigt –, dann dürften die Heiden des Altertums
eigentlich KEINE CHANCE haben, das ewige Leben zu erhalten, weil sie
erwiesenermaßen NICHT Christus als ihren Erlöser angenommen oder Gottes
Lebensweise befolgt haben. Wiederum, die EINZIG mögliche Antwort ist, dass sie –
in einer künftigen Zeit des Gerichts – eine Chance erhalten werden, Gottes
großartige ABSICHT wirklich zu verstehen, Jesus Christus als ihren Herrn und
Erlöser anzunehmen, um dann – zu jener Zeit – danach „gerichtet" zu werden, was
sie mit diesem Verständnis machen, bei ihrer ERSTEN ECHTEN CHANCE auf das Heil.
Aber deutet die Bibel an, dass solch eine Zeit kommen wird?
Ja, sie tut es! Denn nach einer Beschreibung des Millenniums in Offenbarung
Kapitel 20 und der kurzen Zeit nach dem Millennium, in der Satan für eine
„kleine Zeit" freigelassen wird (Vers 3), beschreibt Gott eine Zeit des Gerichts
für die Toten, die starben, bevor das Millennium begann, und die nie bekehrt
wurden. Beachten Sie, was der Apostel Johannes nach einer Beschreibung des
großen, „weißen Throns" unter Inspiration weiter schrieb: „Und ich sah die
Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein
andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten
wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren
Werken. Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein
Reich gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden gerichtet, ein
jeder nach seinen Werken" (Verse 12-13).
Da man die Toten hier „stehen" sieht, setzt das eine Auferstehung voraus!
Und beachten Sie auch, dass Vers 12 sagt, dass „Bücher" geöffnet werden. Das
griechische Wort hier ist biblia, aus dem das Wort „Bibel" abgeleitet
ist. Diesen Menschen wird also – zum ersten Mal – der Sinn und das Herz für die
Bibel geöffnet. Sie haben ebenfalls die Gelegenheit, das Heil zu erlangen – ihre
Namen in das „Buch des Lebens" geschrieben zu bekommen. In dieser Zeit des
Gerichts des „großen, weißen Throns" werden auch sie wirklich „berufen." Satan
wird dann wieder verbannt sein. Ihre Sinne werden zu jener Zeit für ein
wirkliches Verständnis offen sein. In dieser Zeit des Gerichts werden selbst die
ehemaligen Bewohner von Sodom und von Hunderten anderer, heidnischer oder
irregeführter Städte der Vergangenheit möglicherweise eine bessere Gelegenheit
haben, zu verstehen, als manche Menschen, die zu Zeiten Jesu auf Erden lebten.
Denn diese Heiden des Altertums haben nie zuvor auch nur IRGEND ETWAS von dem
wahren Gott oder seiner Lebensweise verstanden. Sie trifft KEINE Verantwortung
für ihre „Verblendung"!
Zahllose Millionen dieser Menschen des Altertums werden vielleicht mit
Feuereifer die Wahrheit annehmen, wenn sie diese einmal verstanden haben. Sie
werden vielleicht bessere Christen – bessere Diener Gottes – als viele von uns,
die wir manchmal Gottes unschätzbare Wahrheit als selbstverständlich hinnehmen
und nicht so eifrig sind, wie wir sein sollten.
Wie klar!
Gott wird die zahllosen Millionen von Menschen auferwecken, die gelebt
haben und gestorben sind, lange bevor Christus kam und ein volles Verständnis im
Bezug auf das Heil vermittelte. Weitere MILLIARDEN, die gelebt haben und
gestorben sind, seitdem Christus auf der Erde war, oder die nun leben, aber
gegenüber der Erkenntnis des wahren Gottes und seines Plans VERBLENDET sind –
all diese werden zu WIRKLICHEM Verständnis und zur Reue geführt werden! Ihnen
wird Gottes heiliger Geist gegeben werden – sie werden GOTTES eigene Natur und
seinen Charakter erhalten –, nachdem sie bereut haben und getauft worden sind –
ebenso wie wir heute. Dann werden auch sie eine Gelegenheit haben, einige Jahre
„an Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus zu wachsen"
(vgl. 2. Petrus 3, 18).
Sie werden eine Chance auf vollständige Erlösung haben – auf das ewige
Leben in GOTTES eigener Familie und seinem Reich. Es ist nur eine Sache des
ZEITPUNKTS ihrer „Berufung," die später stattfindet als bei uns – aber sie
findet SICHER statt!
Dann wird schließlich jeder einzelne Mensch, der JEMALS gelebt hat, eine
echte Chance auf das Heil haben! So kommt also der SIEBTE heilige Tag Gottes,
der geheimnisvolle „achte Tag" direkt nach dem Laubhüttenfest – aber als ein
separates Fest (3. Mose 23, 36) – und versinnbildlicht diese wundervolle Zeit
nach dem Millennium, wenn die GANZE Menschheit schließlich eine Gelegenheit
haben wird, die Wahrheit zu erkennen.
Dies ist offensichtlich die Zeit, auf die sich Jesus in Johannes 7 bezieht:
„Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief:
Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift
sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen" (Verse 37-38).
Denn zur Zeit des Gerichts des großen, weißen Throns werden alle – JEDER, der
jemals gelebt hat – ihre Augen geöffnet bekommen und die Gelegenheit erhalten,
sich Gott zuwenden zu können und seinen heiligen Geist zu erhalten.
Mit dem siebten der von Gott gebotenen Festtage ist nun das Abbild von
Gottes Plan VOLLSTÄNDIG. Wenn wir erkennen, welche wunderbare Weisheit und Gnade
Gott in seinem ganzen Plan zum Ausdruck bringt, können wir wirklich zusammen mit
dem Apostel Paulus sagen: „Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam,
damit er sich aller erbarme. O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der
Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und
unerforschlich seine Wege!" (Römer 11, 32-33).