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von Roderick C. Meredith
Es gibt tatsächlich
„Schlüssel“ und erprobte Prinzipien, die uns dabei helfen können, eine
wirklich ERFREULICHE Ehe zu führen!
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Unser Erfolg in der Ehe
hängt nur von unserer Bereitschaft ab, diese Schlüssel zu GEBRAUCHEN.
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SEF 1.0, November 2002
Englische Originalausgabe: Building a JOYOUS Marriage
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wurde der Öffentlichkeit als kostenloses Informationsmaterial
von der Living Church of God zur Verfügung gestellt.
©2002 LIVING CHURCH OF GOD. Alle Rechte vorbehalten.
Schriftstellen in dieser Broschüre wurden, falls nicht anders
angegeben, aus der revidierten Lutherbibel 1984 zitiert
(©1985, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart).
Vorwort
Viele Frauen haben mir mit Tränen in den Augen erklärt:
„Mein Mann redet einfach nicht mit mir! Er hält sich auf Distanz. Er teilt gar
nicht mehr sein Leben mit mir. Obwohl wir in derselben Wohnung wohnen und
dasselbe Essen essen, fühle ich mich die meiste Zeit ALLEINE!"
Der Zusammenbruch von Ehe und Familie in der westlichen Gesellschaft ist
hinlänglich bekannt. Die Statistiken sind erschreckend, und sie wären noch
schlimmer, wenn inzwischen nicht Millionen von Paaren sich dafür entscheiden
würden, ohne Trauschein zusammen zu leben. Wo es keine Eheschließung gab, gibt
es auch keine Aufzeichnungen einer Scheidung, wenn sich ein solches Paar wieder
trennt – was sogar noch schneller geschieht, als bei Paaren, die sich zuerst die
Mühe gemacht haben, zu heiraten.
Auch so noch hat die Nachrichtenagentur Associated Press kürzlich
berichtet, dass etwa 19,4 Millionen Erwachsene in Amerika zurzeit in Scheidung
leben, was 9,8 Prozent der Bevölkerung entspricht. Also ist fast jeder zehnte
Amerikaner geschieden! Aber natürlich gibt es noch viele andere, die früher
in Scheidung lebten, seither aber wieder geheiratet haben. Diesen Schätzungen
zufolge haben also Dutzende von Millionen Menschen in Amerika das Trauma einer
Scheidung durchgemacht. Und etliche weitere Millionen wurden stark durch
Scheidungen traumatisiert und in ihren Gefühlen verletzt: Kinder, nahe
Verwandte, Freunde und Bekannte. Leider muss man sagen, dass Scheidung
inzwischen zu einem allgegenwärtigen Bestandteil unseres Lebens geworden ist!
Was sagt GOTT dazu?
Was sagt GOTT zu Scheidung und zu der wahren
Bedeutung und dem ZWECK der Ehe? Es ist sehr wichtig, dass wir das
verstehen, denn die Geschichte hat uns gezeigt, dass jede Nation, deren
Gesellschaft es zugelassen oder mit verursacht hat, dass Familien auseinander
brechen, sich schon bald selbst auflöste. Die meisten Historiker erkannten, dass
„der Zusammenbruch der Familie" eines der Symptome – wenn nicht sogar einer der
Gründe – für den Fall des Römischen Reichs war. Und in unseren Zeitungen lesen
wir unzählige Artikel, die beschreiben, wie junge Menschen, die ohne Vater
aufwuchsen, dazu neigen, sich Drogen, unehelichem Sex und Verbrechen zuwenden,
weit mehr, als diejenigen, die in stabilen Familienverhältnissen
aufgewachsen sind.
Tatsache ist, dass ungefähr 20 Millionen Kinder unter 18 Jahren in Amerika
mit nur einem Elternteil zusammenleben. Sie machen 28 Prozent aller Kinder aus.
Die Mehrheit von ihnen – 84 Prozent – lebt bei der Mutter. Mit anderen Worten:
17 MILLIONEN Kinder alleine in Amerika wachsen ohne Vater auf!
Kein Wunder, dass seit über 25 Jahren die Kriminalitätsrate unter
Jugendlichen sprunghaft ansteigt. Kein Wunder, dass wir eine Generation
junger Menschen aufgezogen haben, die kaum noch ein Bewusstsein für falsches
Handeln besitzt. Sie scheinen kein Gewissen zu besitzen. Sie stehen ganz offen
zu ihrem Sarkasmus und ihrer Rebellion gegen die Regeln der Gesellschaft und
gegen die Gesetze Gottes. In einer Prophezeiung mit doppelter Bedeutung, die
sich sicherlich auch dem Sinn nach auf unsere Zeit bezieht, schrieb der Prophet
Jesaja: „Und ich will ihnen Knaben zu Fürsten geben, und Mutwillige sollen über
sie herrschen. Und im Volk wird einer den andern bedrängen, ein jeder seinen
Nächsten. Der Junge geht los auf den Alten, und der Verachtete auf den Geehrten"
(Jesaja 3, 4-5).
Im Neuen Testament schrieb der Apostel Paulus: „Das sollst du aber wissen,
dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. Denn die Menschen
werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer,
den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, unversöhnlich,
verleumderisch, zuchtlos, wild, dem Guten feind, Verräter, unbedacht,
aufgeblasen. Sie lieben die Wollust mehr als Gott; sie haben den Schein der
Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide!" (2.
Timotheus 3, 1-5). Solche Menschen, die undankbar, gottlos, unversöhnlich und
den Eltern ungehorsam sind, haben ALLER WAHRSCHEINLICHKEIT NACH KEINE starken,
stabilen, liebevollen Ehen!
Was wir alle brauchen, sind also „Schlüssel," die uns helfen, unsere Ehen
nach GOTT auszurichten, und Prinzipien, die uns aufzeigen, wie Er möchte,
dass Männer und Frauen in der Ehe mit Freude zusammenleben. Im Folgenden werden
solche Prinzipien angesprochen, die aus einer fast 50jährigen Erfahrung in
seelsorgerischer Tätigkeit und Familienberatung, aus einer Vielzahl von
Literatur und aus 44 Jahren einer glücklichen Ehe stammen.
Richten Sie Ihre Ehe nach Gott
aus
„Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst,
die daran bauen" (Psalm 127, 1). Viele von Ihnen, die diese Zeilen lesen, müssen
sich vielleicht erst einmal wieder von der REALITÄT Gottes überzeugen! Denn
unsere Existenz ist NICHT einfach so „passiert." Unser menschlicher Verstand ist
offensichtlich von etwas erschaffen worden, das weit größer ist, als wir. Die
alles durchdringenden Gesetzmäßigkeiten um uns herum – wie das Gesetz der
Schwerkraft, das Gesetz der Trägheit der Masse und die Gesetze der Thermodynamik
– verlangen alle nach einem GESETZGEBER. Die großartige Gestaltung unserer
menschlichen Körper sowie der Pflanzen, Tiere und Himmelskörper erfordern alle
einen GESTALTER. Die inspirierten Prophezeiungen der Bibel, die erfüllt
wurden und auch heute vor unseren Augen erfüllt werden, erfordern
alle die Realität eines persönlichen Gottes – eines Gottes, der das Universum
unter Kontrolle hat und tatsächlich in seine Schöpfung EINGREIFT – eines Gottes,
der hier auf Erden einen gut durchdachten PLAN verwirklicht!
Wenn Sie diesen sehr realen Gott kennen lernen, werden Sie mehr und mehr
verstehen, dass er auch wirklich weiß, was das Beste für Sie und für jeden
Aspekt Ihres Lebens ist, was ganz sicher auch Ihre Ehe mit einschließt.
Denn er ist es, der uns als Mann und Frau ERSCHAFFEN hat. Er ist es, der
unseren Körper und unseren Verstand, sowie die speziellen Unterschiede zwischen
uns erschuf – die verschiedenen Wege, wie Männer und Frauen denken und ihre
Umwelt wahrnehmen.
Der große SCHÖPFER machte Mann und Frau für einander. Er weiß sicherlich
besser als ALLE Psychologen und Eheberater zusammen, wie unser Körper und unser
Verstand funktionieren und wie wir am besten in einer Ehebeziehung miteinander
auskommen. Die Bibel erklärt uns: „Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde
vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der
Mensch ein lebendiges Wesen" (1. Mose 2, 7). Und etwas später lesen wir: „Es ist
nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm
entspricht" (Vers 18; rev. Elberfelder Übersetzung).
Ein Mensch allein ist NICHT vollständig. Adam verspürte diese
Unvollständigkeit und Einsamkeit. Er hatte niemanden von seiner Art, mit
dem er reden und sein Leben teilen konnte. Er hatte niemanden, den er
lieben und umsorgen konnte, den er im Arm halten konnte – niemanden, zu
dem er sich aus der Tiefe seines Herzens zugehörig fühlen konnte.
Unser himmlischer Vater verstand dies.
Also hat Gott Adam einschlafen lassen und entnahm ihm buchstäblich
eine Rippe, aus der er die Frau erschuf. Natürlich hätte Gott es auch anders
machen können. Doch er wollte Mann und Frau zeigen, dass sie sehr eng
zusammengehören. Also nahm er etwas von Adams Seite, das nahe an seinem Herzen
lag, und erschuf Eva. „Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein
und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne
genommen ist" (Vers 23).
Im hebräischen Original heißt dieser Vers: „Man wird sie Ishah [von
Ish] nennen, weil sie vom Ish genommen ist." So machte Gott Adam eine
„Gehilfin [...], die um ihn wäre" (Vers 20) – jemanden, mit dem er wirklich eine
Beziehung eingehen und seine Gedanken, Pläne, Hoffnungen und Träume teilen
konnte.
Der von Gott gewollte Zweck der Ehe
Es ist sehr wichtig, dass wir uns von Anfang an vor
Augen halten, dass Mann und Frau von Gott ERSCHAFFEN wurden. Es war so gedacht,
dass sie ihr Leben miteinander in Liebe teilen. Dennoch wurde die Frau dem Mann
als „Gehilfin" gemacht. Sie wurde aus dem Mann gemacht und kann – trotz
all dem, was moderne „Experten" behaupten – ihre größte Freude und Erfüllung
darin finden, ihrem Mann beizustehen, ihm zu helfen, ihn zu ergänzen und ihm ihn
deren gemeinsamem Leben zur Hand zu gehen, Kinder zu haben und einen Hausstand
zu verwalten.
Ein ebenfalls sehr realer Satan, der Teufel, tut alles, was in seiner Macht
steht, um dieses Konzept vor jungen Menschen von heute zu VERSCHLEIERN. Durch
Psychologen und Eheberater, durch Medien und sogar im Bildungswesen ist Satan
eifrig beschäftigt, Gottes Plan für die Familie zu untergraben. Er verbreitet
massiv sein Konzept, dass die Menschheit NICHT durch einen realen Gott
erschaffen worden ist. Er will, dass wir glauben, es sei einfach „passiert," als
wir uns entwickelt haben, dass es keinen höheren ZWECK für unser Leben gibt und
dass Männer und Frauen sich NICHT in vielen Dingen unterscheiden, es also
keinen Unterschied macht, welche Rollen wir übernehmen und wer das
Oberhaupt der Familie ist.
Nun hat Satan sogar damit begonnen, bestimmte Bereiche unserer Gesellschaft
dahingehend zu beeinflussen, dass sie akzeptieren, dass eine „Familie" NICHT
einen Ehemann und eine Ehefrau beinhalten muss. Vielmehr können es auch zwei
oder mehr Menschen gleichen Geschlechts sein, die „nur so" zusammen wohnen. Doch
WENN Sie der Bibel Glauben schenken, beachten Sie, was Jesus über die Ehe gesagt
hat: „Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf
sie als Mann und Frau und sprach: ‚Darum wird ein Mann Vater und Mutter
verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein’? So
sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt
hat, das soll der Mensch nicht scheiden" (Matthäus 19, 4-6). Jesus rückt Gott in
den Mittelpunkt der Betrachtung. Er zeigt, dass Gott die erste Frau für den
ersten Mann erschaffen hat. Dann veranlasste er, dass sie zusammen kamen, als
Ehemann und Ehefrau, um in dieser von Gott eingesetzten Beziehung „ein Fleisch"
zu werden. Es war Gottes Absicht, dass alle weiteren Ehen diesem Vorbild folgen.
Jesus erklärte, dass Eheleuten nur wegen der „Härte" ihrer Herzen gestattet
wurde, dass sie sich scheiden lassen konnten, und auch nur wegen Ehebruchs des
Partners. Jesus bezog sich hierbei klar auf die „Schöpfungsgeschichte" als
TATSACHE. Er erkannte an, dass Gott uns „als Mann und Frau" erschaffen hatte
(Vers 4). Und dann sagte er im Bezug auf die Ehe: „Was GOTT zusammengefügt hat,
das soll der Mensch NICHT scheiden" (Vers 6). Wenn diese tief greifende
Erkenntnis – dass es GOTT war, der den Bund der Ehe eingeführt hat – das
Fundament Ihrer Ehe bildet, dann haben Sie eine unvergleichlich bessere
Chance auf Erfolg.
Die Verantwortung des Ehemanns
Sicherlich sollte ein Mann nur dann eine Frau heiraten,
wenn er sie wirklich und wahrhaftig liebt. Doch leider müssen wir mit der
Tatsache leben, dass Millionen von Männern nie die Bedeutung des Wortes „Liebe"
gelernt haben. Wegen billiger Filme und schlechter Vorbilder haben sie nur allzu
oft gelernt, „Liebe" mit Lust zu verwechseln. Sie scheinen zu denken, dass ein
triebhaftes sexuelles Verlangen, Befriedigung von einer Person des anderen
Geschlechts zu „bekommen" Liebe ausmacht. Nichts könnte entfernter von der
Wahrheit sein!
Denn wahre Liebe beinhaltet Geben – zwei Menschen, die ihre Pläne,
Hoffnungen und Träume miteinander teilen, die ihr gesamtes Leben gemeinsam
aufbauen wollen, bis der Tod sie scheidet. Wenn sie nicht fähig sind,
miteinander über Dinge zu reden, einander in die Augen zu schauen und zu
lächeln, kleine Freuden zu teilen und zusammenzuhalten, wenn große Probleme
auftauchen, dann ist ihre Liebe verloren gegangen.
Der Apostel Paulus gebot: „Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht
bitter gegen sie" (Kolosser 3, 19). Manche Ehemänner erlauben sich, schnell
„verbittert" zu werden, weil ihre Frau nicht an das engelhafte Wesen herankommt,
das sie sich in ihrer Vorstellung ausgemalt haben!
Aber es war auch nie beabsichtigt, dass eine Ehefrau so sein sollte! Es war
nie gedacht, dass sie in diesem Leben perfekt sein sollte, genauso wenig, wie
ihr Mann! Sie war nicht als perfekte Hausverwalterin, Mutter, Gefährtin und
Sexgöttin nach Hollywood-Manier in einer Person gedacht!
Vielmehr wurde sie konzipiert und erschaffen – von dem, der uns alle
erschaffen hat –, um für ihren Mann die Liebe seines Herzens, eine Hilfe und
eine Quelle der Inspiration zu sein, während der Mann seinerseits sein Leben mit
ihr teilen sollte, mit ihr seine Pläne, Hoffnungen und Träume besprechen, ihr
Ermutigung und Führung geben sollte. Er sollte ihr gemeinsames Zuhause in einer
Einstellung des Vertrauens und der Liebe leiten, nicht wie ein Despot
beherrschen!
Nur allzu oft, gerade in unserer modernen Welt, scheinen Männer zu denken,
es sei Sache der Frauen, mit den Kindern über geistliche Themen zu sprechen und
ihr Interesse an Gott und der Kirche zu wecken. Das ist jedoch nicht der Fall,
und jeder Mann, der seiner von Gott gegebenen Verantwortung in dieser Hinsicht
nicht nachkommt, schadet sich letztlich nur selbst. Denn Gott hat beabsichtigt,
dass der Mann, sofern er seine Verantwortung ernst nimmt und seine Chancen
ergreift, die Leitung im Haushalt auch im geistlichen Sinn innehat.
Beachten Sie diese inspirierte Bemerkung in der Bibel: „Ich lasse euch aber
wissen, dass Christus das Haupt eines jeden Mannes ist; der Mann aber ist das
Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi" (1. Korinther 11, 3).
Jeder lebendige Mann hat die Gelegenheit, ein direkter Repräsentant Gottes
in seinem eigenen Zuhause zu sein – im Lehren, in der Unterweisung, der Führung
und Inspiration seiner Frau und Kinder, damit alle dabei lernen, den Worten der
heiligen Schrift gehorchen und den Gott, der sie erschaffen hat, verehren. Die
meisten Ehefrauen und Kinder werden schnell und mit Freude reagieren, wenn ihnen
nur eine Chance dazu gegeben wird! Männer müssen dies erkennen. Sie müssen ein
aktives Vorbild des Engagements für ihren Schöpfer sein, beim Studium seines
Wortes, bei Tischgebeten vor den Mahlzeiten – und bei Gebeten auf den Knien
alleine und als Familie gemeinsam.
Der Mann sollte ein Vorbild an Selbstdisziplin in Gottesfurcht geben. Er
sollte zeigen, dass er Mann genug – stark genug – ist, um seine Lust und seinen
Appetit zu kontrollieren. Durch ein Überwinden von Angewohnheiten wie Rauchen
und Kontrollieren von Angewohnheiten wie Trinken von Alkohol, durch eine
Zurückhaltung seiner Gefühle, um sie in die richtigen Bahnen zu lenken, durch
eine Kontrolle seiner Zunge nach dem „Gesetz der Freundlichkeit", – durch all
das kann er ein Beispiel geben, das seine Söhne und Töchter nie vergessen
werden, auch nicht, wenn sie erwachsen geworden sind. Und dieses Beispiel wird
ihnen sicherlich auch den Respekt, die Bewunderung und Liebe jeder empfindsamen,
weisen Frau einbringen.
Wenn Sie also wirklich die Bibel studieren, um zu sehen, was sie
über die Ehe sagt, wenn Sie sich bemühen – mit Gottes Hilfe –, den biblischen
Lehren, Prinzipien und Beispielen in ihrer Ehe zu folgen, dann werden sie
gesegnet werden. Wenn ein frisch verheiratetes Paar auf die Knie gehen würde, um
Gott ernsthaft anzuflehen, dass er die Führung und Leitung in ihrer Ehe
übernehmen sollte, und es dann sein inspiriertes Wort studieren und
befolgen würde, so hätte es eine Art „Himmel auf Erden," zumindest was ihre
Ehe betrifft!
Wenn dies auch viele, die mit den Wegen Gottes nicht vertraut sind,
überraschen mag, es ist eine TATSACHE. Ich habe in meiner eigenen Ehe und in den
Ehen vieler anderer, die auf Gott vertrauten, erlebt, dass diese Prinzipien
funktionieren. In dem Maß, wie wir Gottes Lehren folgen,
funktionieren sie auch.
Es kann nur uns allen empfohlen werden, GOTT in das ZENTRUM unserer Ehen zu
rücken! Suchen Sie seinen Willen von ganzem Herzen und in jedem Aspekt Ihrer Ehe
– und dann folgen Sie ihm!
Verpflichtung und Vertrauen
Eine der traditionellen Hochzeitszeremonien enthält den
Ausspruch „bis dass der Tod euch scheidet." Obwohl viele junge Menschen heute
diesen Teil bereits weglassen, ist es von essenzieller Bedeutung, dass
jede Ehe auf diesem Verständnis aufbaut. Wir haben bereits gesehen, dass es GOTT
war, der die Ehe eingeführt hat. Es war Jesus, der gesagt hat: „Was GOTT
zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden" (Matthäus 19, 6). Obwohl
moderne Psychologen, Eheberater und sogar viele christliche Prediger eifrig
bemüht zu sein scheinen, Verheirateten allerlei „Schlupflöcher" zu bieten, ist
es bei Gott nicht so! Ja, „Ehebruch" (porneia auf Griechisch) ist ein von
Gott anerkannter Grund für eine Scheidung. Aber es ist Gottes ausdrücklicher
Wille, dass die Ehe eine LEBENSLANGE VERPFLICHTUNG ist! Beachten Sie die
wichtige Passage in Gottes Offenbarung an die Menschheit: „Und zweitens tut ihr
dies: Ihr bedeckt mit Tränen den Altar des HERRN, mit Weinen und Stöhnen, weil
er sich eurer Opfergaben nicht mehr zuwendet und sie nicht mehr mit Wohlgefallen
aus eurer Hand annimmt. Ihr sagt: ‚Weswegen?’ Deswegen weil der HERR Zeuge
gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an der du treulos gehandelt
hast, wo sie doch deine Gefährtin ist und die Frau deines Bundes. Und hat er sie
nicht zu Einem gemacht? Zu einem Fleisch, in dem Geist ist. Und was erstrebt das
Eine? Nachkommenschaft von Gott [die Gott geheiligt ist]. So hütet euch bei
eurem Leben! Und an der Frau deiner Jugend handle nicht treulos! Denn ich hasse
Scheidung, spricht der HERR, der Gott Israels, ebenso wie wenn man sein Gewand
mit Unrecht bedeckt, spricht der HERR der Heerscharen. So hütet euch bei eurem
Leben und handelt nicht treulos!" (Maleachi 2, 13-16; rev. Elberfelder
Übersetzung).
In den obigen Versen spricht Gott von der Ehe als einem „Bund." Er zeigt,
dass es einer der Zwecke der Ehe ist, „geheiligte Nachkommen" hervorzubringen.
Offensichtlich ist dazu eine stabile und liebevolle Beziehung notwendig. In
diesem Abschnitt spricht Gott an drei Stellen von „Treulosigkeit" und Ehebruch.
Denn unter anderem ist die Ehe ein „Test." Sie ist ein Test dafür, wie TREU
Sie gegenüber Gottes Anweisungen im Bezug auf die Ehe und bezüglich Ihres
Partners, mit dem Sie diese geheiligte Beziehung teilen, sein werden. Wie viel
werden Sie von sich aus diesem anderen Menschen „geben"? Wie viel Geduld,
Freundlichkeit und Demut werden Sie aufbringen, damit diese Beziehung
funktioniert? Außerdem sagt Gott, dass er Scheidung „hasst" (Vers 16). Gott
hasst nicht geschiedene Leute, aber er verachtet das selbstsüchtige, von eigenen
Gelüsten geleitete und von Eitelkeit und Egoismus bestimmte Verhalten, sowie die
„Treulosigkeit," die beinahe immer mit dem Zusammenbruch einer Ehe bei einer
Scheidung einhergehen.
In jeder Ehe sollte man die wichtige, von Gott inspirierte Lehre des
Apostels Paulus beachten: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem
Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der
Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde sich
Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen
in allen Dingen. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde
geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben" (Epheser 5, 22-25). Diese
Verse zeigen klar, dass die Ehe ein ABBILD der Beziehung zwischen Christus und
der Kirche Gottes ist. Diese Beziehung ist geprägt von VÖLLIGER Unterordnung
untereinander und beider unter den Willen Gottes. Sie soll eine DAUERHAFTE
Beziehung sein – andauern „bis dass der Tod euch scheidet." Sie soll die Liebe,
die völlige Hingabe und das daraus resultierende VERTRAUEN und die STABILITÄT
verkörpern, die auch zwischen Christus und seiner wahren Kirche besteht.
Für eine erfolgreiche Ehe muss man sich anstrengen
Um diese Art einer von Gott vorgesehenen Beziehung in
Ihrer Ehe zu erleben, müssen beide daran arbeiten! Sie müssen in etwa die
gleiche Gedankenarbeit und Energie in den Aufbau Ihrer Ehe investieren, die ein
guter Wissenschaftler in eine wichtige neue Erfindung einbringen würde. Wirklich
glückliche und erfolgreiche Ehepaare halten ihre Ehe NICHT für
selbstverständlich. Wirklich christliche geprägte Paare beten regelmäßig für
ihre Ehe. Sie studieren die Bibel und andere Quellen, um ihre Ehe zu
verbessern. Und sie gehen eine gegenseitige Verpflichtung ein, ihre Ehe
dauerhaft zu gestalten – „bis dass der Tod uns scheidet."
All dies baut in ihrer Ehe ein Gefühl von „Vertrauen" und Stabilität auf.
Wie auch der Autor des Buchs der Sprüche schrieb: „Wem eine tüchtige Frau
beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen. Ihres Mannes Herz
darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm
Liebes und kein Leid ihr Leben lang" (Sprüche 31, 10-12). Welch ein schönes Bild
eines liebevollen Dienens und einer Verpflichtung seitens einer Gott treuen
Ehefrau! Eine solche Frau sollte zutiefst geachtet und geschätzt werden.
Ein Mann, der eine solche, wirklich liebevolle Frau hat, sollte sicherlich
ebenso darauf reagieren und „sein Leben für sie hingeben" – sie lieben, ehren,
beschützen, für sie sorgen und ihr in jeder Weise dienen, wie es ihm möglich
ist. Und jeder einigermaßen anständige Ehemann sollte NIEMALS seinen Kopf oder
seine Gefühle darauf verwenden, eine Romanze mit einer anderen Frau anzufangen.
Jesus Christus nennt diese Art von Lust bestimmten Denkens Ehebruch: „Ich aber
sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe
gebrochen in seinem Herzen" (Matthäus 5, 28).
Wer dann auch dementsprechend handelt, wird mit dieser treulosen Tat
nicht nur seiner Frau sehr wehtun und wahrscheinlich die Ehe ruinieren, er wird
auch dem Ehemann der anderen Frau tiefen Kummer und Schmerz – nicht zu sprechen
von WUT – zufügen.
Der Schöpfer, der uns als Mann und Frau erschaffen hat, sagt uns: „Wer mit
einer Verheirateten die Ehe bricht, der ist von Sinnen; wer sein Leben ins
Verderben bringen will, der tut das" (Sprüche 6, 32). Das hebräische Original
wird auch manchmal übersetzt als „hat kein Herz" anstatt „ist von Sinnen." Denn
ein solch gemeines, verdorbenes und absolut selbstsüchtiges Verhalten wird einem
liebenden Ehemann praktisch das „Herz zerreißen," wenn er erfährt, dass er auf
diese Weise betrogen und entehrt worden ist. Natürlich gilt genau dasselbe für
eine Ehefrau, die auf diese Weise betrogen und entehrt wurde. Denn die tiefen
Gefühle von Liebe und Vertrauen, von Geborgenheit, Vertrautheit und Sicherheit
werden plötzlich ZERSCHLAGEN! Kein Wunder, dass es in dieser Passage weiter
heißt: „Denn Eifersucht erweckt den Grimm des Mannes, und er schont nicht am
Tage der Vergeltung und achtet kein Sühnegeld und nimmt nichts an, wenn du auch
viel schenken wolltest" (Verse 34-35).
Alle, die bereits verheiratet sind oder zu heiraten beabsichtigen, sollten
sich vom Grunde ihres Herzens dazu verpflichten, ihr Eheversprechen in
jeder Hinsicht zu EHREN! Wir sollten Gottes Wort zu diesem Thema studieren,
täglich für unsere Ehe und Familie beten, Gott regelmäßig danken, wenn
wir einen liebevollen und treuen Partner haben und – mit Gottes Hilfe – alles in
unserer Macht stehende tun, um ein tiefes Gefühl von Liebe, Vertrauen und
Stabilität in unserer Ehe aufzubauen. „Genieße das Leben mit der Frau, das du
liebst, alle Tage deines nichtigen [vergänglichen] Lebens, das er dir unter der
Sonne gegeben hat, all deine nichtigen Tage hindurch! Denn das ist dein Anteil
am Leben und an deinem Mühen, womit du dich abmühst unter der Sonne" (Prediger
9, 9). In diesem physischen Leben gibt es keinen größeren Segen als eine solche
geheiligte Beziehung!
Tiefgründige Kommunikation
Wie bereits zuvor erwähnt, habe ich viele Frauen darüber
weinen gehört, die verzweifelt erklärten: „Mein Mann redet einfach nicht mit
mir! Deshalb stehen wir uns auch nicht nahe – er teilt einfach nicht sein Leben
mit mir. Er sitzt beim Essen nur stumm am Tisch, liest die Zeitung oder sieht
abends nur fern!"
Dieses Beispiel ist typisch für buchstäblich Millionen von Ehen. Oft
denkt zumindest einer der Partner, dass er oder sie kommuniziert. Aber der
andere Partner, normalerweise die Frau, weiß, dass sie es nicht tun und fühlt
sich alleine und frustriert. Sie spürt, dass sie und ihr Mann nur im selben Haus
nebeneinander herleben. Sie streiten sich nicht notwendigerweise oder verletzen
sich durch Taten oder Worte. Aber es gibt keine Offenheit, keine Nähe und nicht
die Art, das Leben miteinander zu teilen, und die Art Liebe, die da sein sollte.
Ein Fachmann auf diesem Gebiet zitierte eine Frau, die über ihre zehn Jahre
alte Ehe sprach: „Es bricht mir das Herz. Bevor ich verheiratet war, bin ich in
Restaurants gewesen und konnte nur beim Umsehen im Raum feststellen, wer
verheiratet war, und wer nicht. Die verheirateten Paare aßen entweder in einer
Totenstille, oder die Frau plapperte vor sich hin, während der Mann aß und so
tat, als sei sie nicht da. Ich habe mir selbst geschworen, dass mir das nie
passieren würde – aber es ist passiert."
Wie kommt es zu solchen Zuständen? Wieso kommunizieren Ehemänner und
Ehefrauen aller Völker nicht intensiver miteinander?
Sich lieben bedeutet, zu teilen. Jeder Ehemann, der diesen Namen verdient,
sollte es sich zur Gewohnheit machen, seine Pläne und Hoffnungen mit seiner Frau
zu besprechen, seine innersten Gedanken und Wünsche mit ihr teilen – nicht nur
die negativen! – und dafür sorgen, dass sie sich zutiefst als „ein Teil" von ihm
fühlen kann. Allein dieser Ansatz und diese Einstellung bedeuten einer Frau
mehr, als sich die meisten Männer überhaupt vorstellen können! Und dennoch
teilen nur die wenigsten Ehemänner ihr Leben mit ihrer Partnerin.
WARUM?
Frisch Verheiratete arbeiten oft hart daran, zu lernen, sich auf die
Einstellungen und Vorlieben des jeweils anderen einzustellen. Es macht ihnen
Freude, ihre Meinungen zu so ziemlich allem auszutauschen.
Nach ein paar Monaten jedoch sich alle Meinungen ausgetauscht, die
Einstellungen scheinbar verstanden und das Interesse und die Begeisterung
erloschen, die vorherrschten, als man sich kennen lernte.
Im weiteren Verlauf der Ehe und mit der Ankunft von Kindern beziehen sich
die Interessen und Gesprächsthemen der Frau zunehmend auf die Kinder und eine
Vielzahl von Details im Haushalt, die für den Mann von geringem oder gar keinem
Interesse sind. Das Paar nimmt die gegenseitigen Einstellungen im Bezug auf
bestimmte Themen einfach als selbstverständlich hin, anstatt sich zu bemühen,
darüber zu diskutieren.
Die meisten Ehemänner möchten nur gute Nachrichten über ihre Kinder hören
und sind entweder irritiert oder gelangweilt, wenn die Frau ihnen im Detail die
Probleme darlegt, die das Familienleben so mit sich bringt. Ehefrauen vermissen
ihre Männer oft am meisten, wenn die Kinder noch klein sind. Da es keinen
Erwachsenen im Haus gibt, mit dem sie sich den ganzen Tag unterhalten können,
verspüren diese Frauen einen starken Drang danach, mit ihrem Partner abends zu
sprechen. Aber viele Ehemänner ziehen sich hinter ihre Zeitung zurück oder
schalten stillschweigend den Fernseher ein, anstatt auszuhalten, was sie als
langweilige, aufgewärmte Frustrationen aus dem Haushaltsleben empfinden.
Ein Mann muss seine Frau als „Schatz" behandeln. Er muss eine Atmosphäre
der Liebe, Romantik und Vertrautheit in ihrem gemeinsamen Zuhause aufbauen und
kultivieren – seine Frau küssen, wenn er von der Arbeit kommt, ihre Hand halten,
wenn sie miteinander spazieren gehen und sie oft im Verlauf eines Tages mit
ungeheuchelter Zuneigung umarmen.
Wahre Liebe beinhaltet sicherlich auch einen tiefen und dauerhaften Respekt
voreinander. Ein Mann sollte dankbar sein, dass die Frau, die seine Ehefrau ist,
sich entschlossen hat, ihn bis in den Tod allen anderen vorzuziehen. Er sollte
diese Tatsache zu würdigen wissen – wie auch die vielen, vielen guten
Eigenschaften der Hilfe, der Geduld und des Dienens, die praktisch alle Frauen
besitzen. Er sollte sie ermutigen und das Beste in ihr fördern – nicht ständig
an ihr herumnörgeln und sie abwertend kritisieren, was nur zur Folge hat, dass
sie in den meisten Fällen auf dieselbe Weise antwortet.
Ein Mann sollte respektieren, dass seine Frau ein erwachsener Mensch ist,
erschaffen nach dem Ebenbild Gottes. Er muss sich vor Augen halten, dass sie –
nach dem beeindruckenden Plan Gottes – eines Tages ein verherrlichtes Geistwesen
sein soll, das mit Christus über diese Erde regieren und sogar Engel richten
wird (1. Korinther 6, 3)!
Mit diesem Verständnis und Respekt sollte jeder wirklich christliche
Ehemann seine Gedanken, Pläne und sein LEBEN mit dem liebenswerten Menschen
TEILEN, den er sich zu seinem lebenslangen Partner erwählt hat. „Meine Frau ist
mein bester Freund" sollte NICHT nur ein Klischee sein. Es sollte zu einer
Realität werden. Ein Partner, der ein wirklicher Freund ist, hilft uns,
unser Selbstwertgefühl zu stärken, ermutigt uns in schweren Zeiten und bewahrt
uns vor Einsamkeit. Paare, die miteinander über alles reden können, was ihnen
wichtig ist – einschließlich ihrer eigenen Beziehung – sind glücklicher und
haben eine wesentlich größere Chance auf eine dauerhafte Ehe. Obwohl man es
immer als ein Risiko betrachtet, sich anderen gegenüber zu öffnen, ist es viel
besser, Probleme offen auszusprechen, als zuzulassen, dass verletzte Gefühle und
Missverständnisse innerlich anwachsen.
Positive Kommunikation
Bedenken wir, dass ein „Zuhören," was unseren Partner im
Innersten bewegt, NICHT automatisch nach einer „Bewertung" oder einem Rat
verlangt. Oft ist es besser, einfach nur jemand zu sein, mit dem man reden kann.
Dann, im Laufe der Zeit, wird sich Ihr Partner gewöhnlich Ihren Rat oder
Kommentar einholen. Aber überlassen Sie dies der Initiative Ihres Partners,
nicht Ihrer eigenen. Sie müssen aber Liebe und Fürsorglichkeit zum Ausdruck
bringen. Sie müssen bereit sein, ZEIT AUFZUBRINGEN, um Ihrem Partner wirklich
„zuzuhören" – echtes Interesse dafür zeigen, was Ihr Gegenüber sagt und
durchmacht. Lernen Sie in diesem Prozess, Fragen zu stellen, um die Situation
besser zu verstehen: „Erzähl’ mir mehr!" „Verstehe ich richtig, dass du gesagt
hast ...?" „Das wusste ich nicht. Bitte hilf mir, es besser zu verstehen, damit
ich deine Bedenken mit dir teilen kann." Diese und ähnliche Worte zeigen eine
liebevolle Anteilnahme.
Ziehen Sie aber NIEMALS einen persönlichen Vorteil aus der Offenheit Ihres
Partners. Denn dann wird er oder sie sich künftig verschließen, wie eine Auster.
Betrachten Sie die durch Worte zum Ausdruck gebrachte Vertrautheit, die Sie in
Ihrer Ehe miteinander erleben, als ein heiliges Geschenk von Vertrauen. Was
gesagt wurde, muss absolut vertraulich zwischen Ihnen beiden bleiben und darf
nie als „Waffe" zum persönlichen Vorteil in einem späteren Streit oder einer
anderen Situation benutzt werden.
Auf der anderen Seite ist auch der Ansatz von Lob und Ermutigung für Ihren
Partner von entscheidender Bedeutung. Versichern Sie sich, dass Ihr Lob
aufrichtig und normalerweise spezifisch ist. Ihre Frau dafür zu loben, dass sie
ein liebevolles Mahl vorbereitet hat, Ihren Mann dafür zu loben, dass er
vielleicht morgens als erster aufsteht, um zur Arbeit zu gehen, um für die
Familie zu sorgen – dies sind Beispiele von bewusster Wertschätzung und
Ermutigung, die Ihren Partner sogar noch beflügeln können und eine Atmosphäre
von Liebe und Anerkennung in Ihrer Ehe aufbauen. Denken Sie über das Wort
„Anerkennung" nach. Ich werde nie die beständigen Ausdrücke von Anerkennung
vergessen, die ich von meiner Mutter hörte. Sie führten sogar dazu, dass wir
alle sie mehr schätzten und liebten. Und ich bin sicher, dass sie einen
großen Beitrag zum Glück und zu der Stabilität in der langen Ehe meiner Eltern
beitrugen.
Bedenken wir, dass wir besonders in der Ehe die Kommunikation immer
positiv gestalten sollten. Es ist keine wünschenswerte Kommunikation, wenn
ein Partner immer am anderen herumnörgelt und ihn oder sie ständig kritisiert!
Diese negativen Töne wirken sich zerstörerisch auf die Ehe aus und sollten um
jeden Preis vermieden werden. Ein Mann, der seine Frau ständig beschimpft und
kritisiert, ist sehr dumm! Denn wie kann sie ihm als liebevoller Partner
entgegentreten, wenn sie von ihrem Mann regelmäßig schlecht gemacht und
korrigiert wird? Und die Bibel zeigt sehr deutlich, dass es für eine Frau ebenso
falsch ist, wenn sie sich ständig beklagt, über ihren Mann herzieht und ihn
beschimpft. „Besser im Winkel auf dem Dach wohnen als mit einem zänkischen Weibe
zusammen in einem Hause" (Sprüche 21, 9).
Doch um es noch einmal zu sagen: Die liebevolle, positive Kommunikation,
Information und der Austausch von Plänen und Träumen zwischen einem Mann und
seiner Frau ist die Grundlage einer glücklichen Ehe. Denken Sie darüber
nach! Selbst GOTT „teilt" seine Hoffnungen und Pläne mit uns
winzigen, sterblichen Wesen! „Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid;
denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass
ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich
euch kundgetan" (Johannes 15, 15). Wenn der lebendige Christus gewillt war,
„alles" mit uns zu teilen, was er von Gott, dem Vater, gehört hatte, wie viel
mehr sollten wir bereit sein, uns zu öffnen und unsere Gedanken und Träume mit
unserem eigenen Partner zu teilen?
Träumen und arbeiten Sie zusammen
In Ihren gemeinsamen Stunden des Lachens und Weinens
gehen Sie gemeinsam zurück und durchleben Sie die Gedanken eines jungen
Mannes, der auf einem Hügel saß, in den Himmel blickte und von der Zukunft
träumte. Diskutieren und analysieren Sie diese Träume in Liebe und Verständnis
füreinander. Dann arbeiten Sie und beten Sie gemeinsam, um diese Träume wahr zu
machen.
In der gleichen Weise durchleben Sie die Hoffnungen und Sehnsüchte eines
jungen Mädchens, das bei Sonnenuntergang alleine spazieren ging und davon
träumte, wie ihr Mann sein würde, ihr eigenes Zuhause, ihre Kinder mit der
Sicherheit, Wärme, dem Lachen und der Freude, die sie mit sich bringen. Stellen
Sie sicher, dass Sie beide gemeinsam daran arbeiten, ihre Träume wahr
werden zu lassen.
Lernen Sie, aufeinander einzugehen – offen und liebevoll. Haben Sie
voreinander keine falschen Geheimnisse. Tragen Sie keine Verbitterung
gegeneinander herum. Dies ist Ihr einziges Leben, Ihr einziger Partner, Ihre
einzige Liebe. Lernen Sie, im Gleichklang zu denken und zu fühlen. Lösen Sie
Probleme gemeinsam, als ein Team. Die gegenseitige Ermutigung und
Stimulation, die Sie spüren werden, zusammen mit der neuen Wärme und Liebe, die
Sie erleben werden, wird Ihrem Leben eine neue Dimension von Verständnis, Freude
und Lebenssinn hinzufügen, die auf keine andere Weise gefunden werden kann. Dann
kann man wahrlich sagen: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei" (1. Mose
2, 18).
Ehe bedeutet Geben
Mehr als jeder andere Mensch es jemals getan hat, hat
Jesus Christus die Liebe Gottes erfüllt. Er tat dies auf vielerlei Weise. Doch
am bedeutsamsten und offensichtlichsten war, dass er sein Leben
bereitwillig gab und sein Blut vergoss, um unser Erlöser zu sein.
Wie wir gesehen haben, ist die Beziehung zwischen Christus und der wahren
Kirche durch die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau versinnbildlicht. Nach
einem Leben des Gebens und Dienens gab sich Jesus Christus zuletzt selbst für
seine Kirche. Und so werden alle Ehemänner angewiesen: „Ihr Männer, liebt eure
Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie
DAHINGEGEBEN, um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im
Wort, damit er sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und
keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und
untadelig sei. So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen
Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst" (Epheser 5, 25-28).
Jeder von uns denkt von Natur aus an seine eigenen Bedürfnisse. Wir
erfüllen uns unsere Wünsche. Wir beschäftigen uns mit Dingen, die uns gefallen.
Da Gott uns aber in der Ehe zu „einem Fleisch" gemacht hat, müssen wir lernen,
auch so zu denken – ständig die Bedürfnisse und Wünsche unseres Partners
berücksichtigen und uns um unsere „bessere Hälfte" kümmern! Dazu braucht es
bewusste Planung und Selbstdisziplin. Man muss sich selbst einem anderen
Menschen GEBEN. Und darum geht es in der Ehe!
Eine der bedeutendsten Aussagen Jesu finden wir nicht in den Evangelien,
sondern in einem Kommentar des Apostels Paulus, niedergeschrieben in der
Apostelgeschichte. „Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und
sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der
selbst gesagt hat: GEBEN ist seliger als nehmen" (Apostelgeschichte 20, 35). In
der Ehe gilt dies in besonderem Maße. Denn in den meisten Fällen bekommt man
umso mehr zurück, je mehr man gibt. Wenn Sie sich wirklich bemühen, zu
ermutigen, zu dienen und zu GEBEN, so werden Sie feststellen, dass ihr Partner
bald ebenso handelt. Dann werden Sie beide geben. Sie werden beide
dienen. Sie werden beide erfreut und überrascht sein, welche Spirale von Wärme
und Anerkennung Sie in Ihrer Ehe in Gang gesetzt haben.
Jeder Ehemann muss sorgfältig darüber nachdenken, wie er seiner Frau mehr
Freude und Erfüllung im Leben bereiten kann. Vielleicht kann er von Zeit zu Zeit
beim Geschirr spülen oder bei der Hausarbeit helfen. Sicherlich aber wird er
Arbeiten übernehmen, wo es um das Heben schwerer Lasten geht. Vielleicht kann er
sie dazu ermutigen, mehr zu schlafen, mehr Sport zu treiben, mehr zu entspannen.
Wenn es die finanziellen Verhältnisse zulassen, kann er sie vielleicht ein oder
zwei Mal in der Woche zum Essen ausführen oder zu einem kleinen Wochenendausflug
einladen, um die Alltagsroutine und Arbeit zu unterbrechen. Sicher können beide
ihr Leben bereichern, indem sie in Konzerte, in Museen, zu Lesungen oder
sonstigen interessanten Plätzen bringt. Was auch immer dem Vorlieben in der
jeweiligen Situation entspricht – all dies sind Dinge, die ein Ehemann tun kann,
um seiner Frau etwas zu „geben."
Umgekehrt sollte eine Frau oft darüber nachdenken, wie sie das Leben ihres
Mannes bereichern und auf physischer, emotionaler und intellektueller Ebene zu
seinem Glück beitragen kann. Vielleicht kann sie öfter sein Lieblingsessen
kochen. Vielleicht will sie ihn ermutigen, mehr Sport zu treiben, mehr zu
schlafen, besser auf seine Gesundheit zu achten, damit er länger lebt.
Vielleicht kann sie sich am Nachmittag oder nach der Arbeit etwas ausruhen, kurz
duschen und frische Kleidung anziehen, damit sie abends munterer ist und
hübscher aussieht, wie sie es möglicherweise getan hat, solange beide verlobt
waren. Sie kann ihn ermutigen, ihr seine Meinung über gegenwärtige Ereignisse
oder geistliche Themen mitzuteilen. Auf vielfältige Weise kann sie auf seine
Zuneigung reagieren und versuchen, ihn darin noch zu bestärken. So wird er auch
besonders dankbar dafür sein, dass er eine so liebevolle Frau geheiratet hat.
Vielleicht haben Sie gehört, dass es in der Ehe 50:50 zugeht. Sie gehen die
Hälfte des Weges und Ihr Partner geht die Hälfte des Weges. Aber wer bestimmt,
wo die Hälfte ist, wenn Sie beide sich nicht einig sind? Wahre Liebe bedeutet
vielmehr, zu geben, ohne etwas zurück zu erwarten – also 100 Prozent des
Weges zu gehen – und weit mehr zu tun, als man denkt, dass es von einem
„erwartet" wird.
Christus sprach von diesem Prinzip, als er sagte: „Und wenn dich jemand
nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei" (Matthäus 5, 41). Ja, auch
wenn Sie sich nach menschlichem Ermessen nicht danach fühlen, gehen Sie die
extra Meile und GEBEN Sie ihrem Partner oder Ihrer Partnerin. Gott wird
hinzufügen, was Ihnen fehlt. Bitten Sie ihn um Hilfe, damit Sie Ihrem Partner
mehr Zuneigung, mehr Liebe, mehr Respekt geben können, um schon bald werden Sie
mit dem Lohn und den Früchten einer verbesserten Ehe gesegnet sein.
Denken Sie also über Wege nach, wie Sie Ihrem Partner etwas geben können.
Kleine Geschenke oder Worte der Anerkennung machen einen großen Unterschied.
Eine unerwartete Umarmung oder ein Kuss erfordert nicht viel Anstrengung von
Ihrer Seite. Aber für Ihren Partner könnte dies zu einem hoch geschätzten
Geschenk werden. Eine einfache Frage wie: „Wie war dein Tag?" ist vielleicht ein
willkommenes Geschenk von Aufmerksamkeit für Ihren Partner, das die Chance
eröffnet, dass er oder sie ihre privaten Gedanken und Gefühle mit Ihnen teilt.
Ich kenne ein sehr viel beschäftigtes Paar, das sich aber dennoch immer die
Zeit nimmt, einander ihre Liebe und Fürsorge zu zeigen. Eines Abends, als die
Frau gerade das Abendessen auftischte, fragte sie ihren Mann: „Brauchst du noch
irgendetwas?" Der Mann lächelte und erwiderte: „Ich brauche deine Liebe." Sie
lächelte ebenfalls. Er schob seinen Stuhl zurück, sie setzte sich auf seinen
Schoß und sie umarmten und küssten sich. Diese Art Spontaneität, dieser Eifer,
dem anderen etwas zu geben, hilft dabei, eine Atmosphäre von Liebe und Frieden
zu schaffen.
Nicht immer geht es romantisch zu und nicht immer verläuft alles ideal,
aber Tag für Tag, Jahr für Jahr wird ein glückliches Ehepaar danach streben, dem
jeweils anderen etwas von sich zu „geben." Jeder wird bestrebt sein, dem Partner
auf jede erdenkliche Weise zu helfen, das volle Potenzial zu erreichen, das Gott
für uns vorgesehen hat. Denn wir „bekommen" eine glückliche Ehe nur, wenn wir
lernen, eine glückliche Ehe zu GEBEN.
Lernen Sie, zu vergeben
Ein weiterer absolut wichtiger Schritt zu einer wirklich
glücklichen Ehe ist die Bereitschaft, zu VERGEBEN. Wenn zwei Menschen ihr ganzes
Leben miteinander teilen, wenn sie jeden Tag und jede Nacht für lange Zeit
zusammen sind, dann ist es unvermeidlich, dass es gelegentlich zu
Unstimmigkeiten kommt. Schließlich sind wir alle nur Menschen. Doch der weitaus
beste Weg, solche echten Probleme zu lösen, ist GOTTES Weg.
Zu schmollen und böse Gedanken über Ihren Partner zu hegen und ihm oder ihr
falsche Motive zu unterstellen, ist völliger Unsinn. Daraus entsteht nur wieder
neuer Ärger, mehr Streit und möglicherweise sogar eine Scheidung. Sicherlich
müssen Sie, wie bereits erwähnt, über Ihre verletzten Gefühle und
Missverständnisse sprechen. Versuchen Sie aber, der Argumentation Ihres
Partners wirklich zuzuhören – nicht nur dazusitzen und darüber
nachzudenken, was Sie gleich erwidern werden! Denken Sie NICHT darüber nach, wie
Sie es ihm oder ihr „heimzahlen" können.
Heimzahlen?
WEM heimzahlen? Wenn Sie die Tatsache wirklich begriffen und akzeptiert
haben, dass Sie und Ihr Partner „ein Fleisch" sind, von Gott für Ihr ganzes
Leben VERBUNDEN, dann würden Sie ja versuchen, es SICH SELBST heimzuzahlen!
Sie würden sich nur selbst verletzen. Sie würden sich im Endeffekt selbst
angreifen.
Wenn Sie also nach einem Streit oder einer heftigen Diskussion mit Ihrem
Partner über verletzte Gefühle – echt oder nur so empfunden – noch immer Ärger
über Ihren Partner verspüren, was sollten Sie tun? Ganz einfach, Sie müssen dem
folgen, was Gott sagt, dass wir es in solchen Situationen immer tun müssen –
VERGEBEN Sie der anderen Person!
„Aber es war wirklich seine/ihre Schuld," hören wir uns sagen. „Und
außerdem hat er/sie sich nicht bei mir entschuldigt, wie kann ich ihm/ihr dann
vergeben?" Durch ein von Herzen kommendes Gebet und Gottes Führung können Sie
lernen, allerlei Menschen allerlei reale oder nur so empfundene „Fehler" zu
vergeben, die sie uns vermeintlich zugefügt haben. Der Fahrer, der Sie auf der
Autobahn geschnitten hat, das Kind, das im Nebenhaus seine Musik bis tief in die
Nacht zu laut spielen lässt oder die Nachbarin, die über Sie tratscht.
Jesus Christus sprach von Taten, die weitaus schlimmer waren, als diese,
als er bat: „Vater, VERGIB IHNEN; denn sie wissen nicht, was sie tun"
(Lukas 23, 34).
Wir alle müssen erkennen, dass die meisten Leute es gar nicht
beabsichtigen, uns weh zu tun. Sie wollen uns gar nichts Böses. Sie sind nur
einfach Menschen. Sie platzen mit verletzenden Worten heraus oder fügen anderen
Schaden zu, ohne die Konsequenzen ihres Handelns zu durchdenken. Und dennoch tut
es so oft „weh."
Aber derjenige, der sein Leben für uns gegeben hat, gebot: „Denn wenn ihr
den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch
vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure
Verfehlungen auch nicht vergeben" (Matthäus 6, 14-15). Wenn wir also jeder
Person auf diese Weise vergeben sollen, um wie viel mehr dann unserem
geschätzten Partner, der nun ein Teil unseres Fleisches geworden ist?
Und was, wenn ihr Mann immer wieder Schmutz an den Schuhen ins Haus
bringt? Was, wenn ihre Frau immer wieder mindestens zweimal die Woche das
Essen anbrennen lässt?
Lernen Sie, mit Ihrem Partner auf konstruktive Weise umzugehen und
natürlich darüber zu sprechen. Und wenn solche Schwächen immer
wiederkehren, auch über Jahre hinweg, dann vergeben Sie ihm oder ihr immer
wieder. Immerhin: Kratzen Sie lieber gelegentlich eine verbrannte Kruste
vom Essen oder leben Sie lieber ALLEINE, mit niemandem, der Ihnen Essen
zubereitet, niemandem, mit dem Sie reden oder an kalten Tagen kuscheln können?
Vergessen wir nie, was Jesus geboten hat: „Herr, wie oft muss ich denn meinem
Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal? Jesus sprach zu ihm:
Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal" (Matthäus 18,
21-22).
Die Einstellung des Vergebens
Wir alle müssen Gott regelmäßig im Gebet bitten,
uns den „Geist des Vergebens" zu geben. Manchen Menschen scheint es unheimlich
schwer zu fallen, anderen zu vergeben. Es scheint fast, als würde es ihnen
gefallen, verletzte Gefühle und Verbitterung über Jahre hinweg mit sich
herumzutragen.
Erinnern Sie sich, dass es die anderen Menschen gewöhnlich gar nicht
trifft, wenn Sie sich über sie ärgern. Sie wissen es vielleicht noch nicht
einmal! Aber es tut Ihnen weh. Es lässt Sie verbittert und schlecht
gelaunt sein und macht Sie zu einer Person, mit der man nicht gerne zusammen
ist. Fachleute haben herausgefunden, dass diese negativen Gefühle oft zu
Magengeschwüren, sonstigen Magenbeschwerden, hohem Blutdruck, Schlaganfällen und
sogar Herzinfarkten beitragen. Ihre negativen Gefühle können Sie buchstäblich
UMBRINGEN!
Also, bitten Sie Ihren himmlischen Vater, dass er Ihnen hilft, diese
Tendenzen zu überwinden und zu lernen, allen Menschen zu vergeben und sie zu
lieben – ganz besonders Ihren Partner! Versuchen Sie, Ihr Denkschema zu
durchbrechen, damit Ihre Gefühle nicht mehr so leicht verletzt werden. Erinnern
Sie sich, dass Gott „Vater der Barmherzigkeit" genannt wird (2. Korinther 1, 3).
Während Sie erkennen, dass Sie selbst immer wieder der Vergebung bedürfen,
bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen, dass auch Sie anderen vergeben.
Der Apostel Petrus wurde inspiriert, alle Männer anzuweisen, ihre Frauen zu
„ehren" als „Miterben der Gnade des Lebens," damit das gemeinsame Gebet nicht
behindert werde (1. Petrus 3, 7). Dann sagt Petrus etwas, das für unser gesamtes
christliches Leben gilt – besonders aber für unsere Ehen: „Endlich aber,
seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig.
Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet
vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr Segen ererbt. Denn wer das Leben
lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses
rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen. Er wende sich ab vom Bösen und
tue Gutes, er suche Frieden und jage ihm nach" (Verse 8-11).
Wir alle müssen die Ehe als eine Art „Kurs" sehen, in dem wir lernen,
wie man gibt, wie man teilt und wie man anderen immer wieder
vergibt. Wenn wir die oben zitierten Verse eingehend studieren, wird es klar,
dass Gott will, dass wir unseren Partner mit besonderer Freundlichkeit und
Höflichkeit behandeln. Leider ist es nämlich in den meisten Ehen so, dass jeder
den anderen bald als „selbstverständlich" ansieht. Deshalb haben wir die
Tendenz, mit dem Partner respektlos und grob umzugehen. Schnell vergisst man
dann, wie leicht sich der andere durch unbedachte Worte und Taten verletzt
fühlen kann. Jeder der beiden könnte vergessen, wie bedeutsam es auch in der Ehe
ist, den FRIEDEN zu „suchen" und ihm nachzujagen.
Denken Sie darüber nach. Denken Sie nach, wie schwer es
möglicherweise für Ihren Partner ist, mit all Ihren eigensüchtigen
Verhaltensweisen und Ticks zu leben, die wir alle haben. Wenn es
umgekehrt wäre, würden Sie IHR EIGENES Verhalten aushalten?
Niemand kann wirklich Freude empfinden, wenn wir eine negative Einstellung
und Verbitterung mit uns herumtragen – ganz besonders im Bezug auf unseren
Partner. Also lernen Sie, mit Gottes Hilfe, Ihrem Partner jeden Tag aufs
Neue vollständig zu VERGEBEN und gemeinsam voranzuschreiten, um eine wirklich
enge und von Liebe geprägte Beziehung aufzubauen.
Machen Sie Ihre Familie zu Ihrem
Reich
Der Aufbau einer glücklichen Ehe sollte auch die Idee
beinhalten, dass man sich damit ein kleines Reich errichtet. „My home is my
castle" [mein Heim ist mein Schloss] sagt ein Sprichwort. Diese Analogie
sollte die ganze Familie mit einbeziehen, mit dem Mann als König, seiner
Frau als geliebte Königin und den Kindern als königlichen Prinzen und
Prinzessinnen, die eine Ausbildung für ihre künftige Verantwortung
brauchen. Also arbeiten die Eltern mit Begeisterung zusammen, damit diese
zukünftigen Herrscher über ihr eigenes Reich gut ernährt, angeleitet,
diszipliniert und trainiert werden, um in späteren Jahren ihrer wichtigen Rolle
gerecht werden zu können.
Die intelligente und Freude bereitende Mischung dieser zwei Konzepte in der
Ehe – von der offenen und liebevollen Vereinigung zweier Körper, Herzen und
Sinne des Ehepaars, und von der Errichtung eines bedeutungsvollen
Familien-Reichs – kann und sollte eine Atmosphäre voller Gelegenheiten bieten,
in der Mann und Frau völlige Erfüllung finden. Diese Erfüllung wird in einem
Psalm beschrieben: „Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht.
[...] Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause,
deine Kinder wie junge Ölbäume um deinen Tisch her" (Psalm 128, 1.3).
Wenn Sie einmal die volle Bedeutung dieser Konzepte im Bezug auf den Zweck
der Ehe begriffen haben, warum nicht die Ehe und Ihr Zuhause um sie herum
aufbauen?
Anstatt dass Ehemann und Ehefrau über die Gedanken des jeweils anderen mit
gelangweiltem Desinteresse hinwegsehen, sollten beide ein reges Interesse an
ihrem „Reich im Miniformat" haben, das sie gemeinsam aufbauen. Es sollte
eine gemeinsame Absicht bestehen, ihr Zuhause und ihre finanzielle Situation zu
verbessern und für die Zukunft zu planen – für ihre Zukunft.
In einer wirklich glücklichen Ehe gibt es kein „mein Haus," „mein Auto" und
auch nicht „mein Gehalt." Die Einstellung sollte sein: „Unser Haus,
unser Einkommen, unsere Zukunft."
Bauen Sie gemeinsam Ihr „Schloss"
Ebenso sollten beide immer nach vorne schauen und
Verbesserungen an ihrem „Schloss," an ihrem Heim planen. Die Gefühle der Frau
und ihr Sachverstand beim Dekorieren, bei der Gartengestaltung, bei
Haushaltsgeräten usw. sollten immer in Entscheidungsprozesse eingebunden werden.
Alle größeren Anschaffungen wie ein Haus oder ein Auto sollten ein
Familienprojekt sein – was die Gelegenheit zu einem Synergieeffekt zwischen
den Erfahrungen von Mann und Frau bietet.
Nichts, worüber man reden müsste?
Nein! Über alles reden, alles miteinander teilen. Darum geht
es.
Ohne es als unrealistischen Unsinn abzutun, sollten Mann und Frau sich als
„Partner" in einem großen Unternehmen betrachten – mit dem Ziel, einen Auftrag
gemeinsam zu erledigen, nämlich ihr gemeinsames Leben zu gestalten. Sie
sollten miteinander über ihre Verbündeten reden – ihre Freunde,
Geschäftskollegen und Verwandte. Mit Ehemann und Ehefrau in einer eifrig
geführten Diskussion können sie so ihre Strategie planen und Details
ausarbeiten, wie sie ihre Ziele im Leben realisieren können.
Dann sind da noch die Kinder. Was für ein weites Feld für Gespräche, Pläne,
gemeinsames Problemlösen und aus tiefstem Herzen miteinander geteilte Hoffnungen
und Träume sie bieten!
Regelmäßig als Familie zusammen Ziele zu setzen, schafft ein sehr
bedeutungsvolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn Mann und Frau arbeiten, wollen
sie vielleicht im Detail darüber sprechen, wie man genügend Geld ansparen kann,
damit die Frau nach ein paar Jahren aufhören kann, zu arbeiten und sie Kinder
haben können. Später müssen sie darüber reden, wie sie finanziell und auf
andere Art dafür vorsorgen können, wenn der Mann oder die Frau – oder beide – in
den Ruhestand gehen. Wie können sie es sich leisten? Wohin
könnten sie umziehen, um Kosten einzusparen? Welcher Lebensstil gibt
beiden die Erfüllung, die sie brauchen, während dies alles geschieht? Können sie
sich vielleicht zu Hause selbständig machen und sich auch im Rentenalter ein
bescheidenes Einkommen sichern?
Wenn Mann und Frau beide von sich als „Team" denken, kann ihre Ehe so viel
bedeutungsvoller werden. Beide tragen dann regelmäßig zu ihrem „Familien-Reich"
bei. Beide geben, beide bauen, beide teilen und verbringen so ihr gemeinsames
Leben auf eine besondere Weise.
Romantik ist wichtig
Wir sprechen über „Romantik" als Letztes. Obwohl sie der
Katalysator ist, der ein junges Paar zuerst zusammenführt, lässt sie die beiden
oft die Bedeutung anderer Aspekte einer Ehe, die wir bisher beschrieben haben,
vergessen.
Doch müssen wir ebenso sicherstellen, dass wir die „Romantik" NICHT außer
Acht lassen. Denn, egal wie lange zwei Menschen miteinander verheiratet sind,
egal wie „alt" sie zu sein scheinen, das tiefe menschliche Bedürfnis nach
romantischer Liebe und Zuneigung besteht in den meisten Personen weiter. Der
Wunsch, sich zu küssen, zu kuscheln, einander „festzuhalten," ist in vielen
Menschen beinahe so tief verwurzelt, wie der Bedarf an Luft zum Atmen.
Und daran ist NICHTS falsch!
Denn der große Gott, der uns als Mann und Frau erschaffen hat, hat auch
unsere Geschlechtsorgane für ihren Zweck erschaffen. Er machte es so, dass sich
Männer und Frauen gegenseitig attraktiv finden. Er erschuf in uns die Gefühle,
die ihren Ausdruck in unserem sexuellen Verlangen finden. Was war das erste
niedergeschriebene Gebot an Adam und Eva? „Und Gott segnete sie und sprach zu
ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch
Untertan" (1. Mose 1, 28).
Beachten Sie, dass Gott uns „gesegnet" hat, als er unseren Ureltern das
„Geschenk" der Sexualität und menschlichen Reproduktion gab. Denn wenn diese
richtig, ihm Rahmen der Ehe, verwendet wird, ist die Sexualität wirklich ein
Segen. Im physischen Sinn bringt sie die Verbindung zweier Menschen, die sich
lieben und sich gegenseitig für die Zeit ihres LEBENS verpflichtet haben. Diese
Verbindung findet dann auf den Ebenen des Herzens, der Sinne, der Gefühle und
der Körper ihre Vollendung. Und wie wir gesehen haben, versinnbildlicht ihre
Vereinigung auch die völlige Vereinigung, die eines Tages zwischen Christus und
der wahren Kirche Gottes erreicht werden wird (Epheser 5, 22-25).
Diese geheiligte Verbindung eines Mannes und einer Frau in der Ehe ist so
wichtig, dass Gott ihr sogar eines der Zehn Gebote gewidmet hat, um sie zu
schützen! Denn unser Schöpfer gab uns das Gebot: „Du sollst NICHT ehebrechen"
(2. Mose 20, 14). Und Jesus Christus erweiterte dieses Gebot noch – und machte
es damit noch bindender: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: ‚Du sollst nicht
ehebrechen.’ Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat
schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen" (Matthäus 5, 27-28).
Doch wenn die Sexualität in der Ehe als Bestätigung der Liebe, des
Vertrauens und im Geist des gegenseitigen GEBENS gebraucht wird, dann ist sie
etwas sehr Schönes und Geheiligtes in Gottes Augen. Und dies sollte eigentlich
NICHT entwertet und zu etwas Allgegenwärtigem gemacht werden, indem man solche
Darstellungen ständig zu Gesicht bekommen kann, wie es in modernen Filmen, im
Fernsehen und in anderen Medien geschieht. Dadurch wird nur in den Schmutz
gezogen, was GOTT als höchsten Ausdruck der LIEBE unter Verheirateten gedacht
hatte – ein Sinnbild für Christus und die Kirche.
Ich hoffe, es ist klar erkennbar, dass Satan „teuflisch" clever Gottes
Segnungen abgewertet hat, indem er deren MISSBRAUCH veranlasst. Und durch die
Verführung von Millionen von Menschen dazu, das Geschenk der Sexualität zu
missbrauchen, kann Satan die von Gott gegebene Basis einer anständigen
Gesellschaft untergraben – das Zuhause und die Familie. GENAU dies geschieht
zurzeit in den meisten westlichen Gesellschaften! Auf der anderen Seite
möchte Gott, dass junge, verheiratete Paare einander so lieben. Seine
inspirierte Offenbarung sagt uns: „Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei
allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird
Gott richten" (Hebräer 13, 4).
Und die Bibel sagt auch: „Deine Quelle sei gesegnet, erfreue dich an der
Frau deiner Jugend. Wie eine liebliche Hirschkuh und anmutige Gämse sollen dich
ihre Brüste berauschen jederzeit, in ihrer Liebe sollst du taumeln immerdar.
Warum solltest du, mein Sohn, an einer unmoralischen Frau taumeln und in den
Armen einer Verführerin liegen?" (Sprüche 5, 18-20; Übersetzung aus der
englischen New King James Version).
Wenn ein junges Paar anfängt, sich den Hof zu machen, verbringen sie
gewöhnlich bei romantischen Aktivitäten VIEL Zeit miteinander. Sie machen
ausgedehnte Spaziergänge im Mondschein. Sie besuchen romantische Cafés, gehen
vielleicht tanzen, halten Hände, lachen zusammen und versuchen, einander völlig
zu verstehen und dem Partner ihre Wertschätzung zu zeigen, den sie als
Lebenspartner ansehen. Sie werden praktisch immer sauber, gut gekleidet und
wohlriechend sein. In jeder Hinsicht zeigen sie sich von ihrer
„Schokoladenseite."
Aber nach der Hochzeit und den Flitterwochen beginnt es bei den meisten
Paaren, nachzulassen. Der Mann wäscht sich vielleicht nicht mehr ordentlich,
bevor er zu Bett geht. Die Frau lässt ihre Haare vielleicht wie einen Wischmopp
aussehen und trägt schlampige Kleidung in Gegenwart ihres Mannes. Sie „vergisst"
vielleicht, zu baden oder ein nettes Kleid anzuziehen, um besonders hübsch
auszusehen, wenn ihr Mann von der Arbeit zurückkommt. Und heute, wo so viele
Frauen selbst auch arbeiten, ist es sogar noch schwerer geworden, so etwas zu
tun.
Dennoch müssen beide, Mann und Frau, versuchen, „das Feuer" ihrer
Romanze am Brennen zu halten! Sie sollten alles daran setzen, um einander ihre
besondere Aufmerksamkeit und Umsicht zu zeigen, so wie sie es in der
Verlobungszeit und der Anfangszeit ihrer Ehe gemacht haben. Ein liebender Mann
wird seine Frau küssen, wenn er morgens das Haus verlässt, ihr eine besonders
liebevolle Umarmung und einen Kuss geben, wenn er zurückkommt, und ihr „zum
Dessert" noch einmal am Abend, nach dem Abendessen mit einem Kuss danken.
Vielleicht hilft er auch beim Abräumen und sie mit einer Umarmung überraschen,
während sie das Geschirr spült, usw. Jeder der beiden Partner sollte dem anderen
gegenüber großzügig Zuneigung und Anerkennung zum Ausdruck bringen. Dann folgt
das „Finale" ganz natürlich, weil sich beide den ganzen Tag über
„geliebt" haben, und so wird ihre Ehe auch auf physische Weise schön sein und
Freude bereiten!
Widmen Sie diesem sehr WESENTLICHEN Aspekt Ihrer Ehe viel Aufmerksamkeit.
Lassen Sie nichts dazwischen kommen, sondern bilden Sie eine solch liebevolle,
romantische Atmosphäre in Ihrem Zuhause auf. Keine „Arbeitsplatzsorgen," keine
Sorgen im Bezug auf die Kinder, im Bezug auf einen „perfekt" aufgeräumten
Haushalt oder im Bezug auf IRGENDETWAS sollten Sie daran hindern, in Ihrer Ehe
und in Ihrem Zuhause die besondere Romantik und FREUDE zu erleben, die Ihr
Schöpfer dafür vorgesehen hat!
Ehemänner dürfen dabei nicht harsch, kurz angebunden oder fordernd
gegenüber ihrer Frau sein. Lieben und ermutigen Sie sie und veranlassen Sie sie
dadurch, auf Ihre ständigen Aufmerksamkeiten und Freundlichkeiten reagieren zu
wollen. Versuchen Sie, sich selbst ihrer Partnerin auf jede erdenkliche
Weise zu „geben" und schenken Sie ihr so ein erfülltes und zufriedenes Leben.
Ehefrauen sollten sich die Zeit nehmen und die Mühe machen, die „Geliebte"
ihres Mannes zu sein. Antworten Sie auf seine Zuwendung und versuchen Sie, ihn
auf jede erdenkliche Art zu inspirieren und zu ermutigen. Versuchen Sie
innerhalb der Gebote Gottes, ihn in jeder Hinsicht glücklich zu machen und ihm
Erfüllung zu schenken. Lächeln Sie ihm zu, machen Sie „Quatsch" mit ihm, küssen
Sie ihn leidenschaftlich zurück und machen Sie ihn froh, mit Ihnen
verheiratet zu sein.
Auf diese Weise wie auf andere Art sollte jeder lernen, seinen Partner
aufrichtig zu schätzen und zu lieben. Bitten Sie GOTT im Gebet auf Ihren Knien,
Ihnen zu helfen, der liebende Partner zu sein, der Sie sein sollten! Und seien
Sie zutiefst DANKBAR dafür, dass er Ihnen einen Partner fürs Leben gegeben hat,
als Liebhaber oder Geliebte, als Freund, als Gefährte, mit dem Sie alle
Segnungen dieser physischen Existenz teilen können.
Bitten Sie Gott, Ihnen zu helfen, all die hier besprochenen „Schlüssel" für
wirkliche FREUDE in Ihrer Ehe zu gebrauchen. Dann werde Sie, trotz aller
Prüfungen und Probleme, die wir alle haben, jemanden haben, der wirklich etwas
„Besonderes" ist, der Sie ermutigt und Ihnen hilft. Und in dieser von Gott
gegebenen Vereinigung, die wir Ehe nennen, werden Sie auf bemerkenswerte Weise
lernen, wie man dem zweiten großen Gebot des Schöpfers gehorcht: „Du sollst
deinen Nächsten lieben, wie dich selbst" (Matthäus 22, 39).

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