
von Roderick C. Meredith
Was sehen Sie, wenn Sie sich selbst betrachten?
Wie sehr
benötigen Sie persönlich Gottes Vergebung?
Brauchen Sie wirklich einen Erlöser?
Vielleicht wurden Sie bereits als Kind getauft, oder sogar als
Säugling.
Vielleicht erinnern Sie sich nicht einmal mehr daran.
Ist Ihre Taufe
vor Gott wirklich gültig und von ihm akzeptiert?
Dies ist eine wirklich wichtige
Frage, denn Ihr Heil hängt von der Antwort darauf ab!
STL 1.1, März 2004
© 2000 Living Church of God
Alle Rechte vorbehalten.
Englische Originalausgabe: Should You Be Baptized?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Die Schultern des großen Mannes, der mir am Tisch
gegenüber saß, begannen sich zu heben und zu schütteln. „Ich habe jedes einzelne
von Gottes Geboten gebrochen," schluchzte er, „ich muss getauft werden!"
Dieser Mann, ein Veteran des Zweiten Weltkrieges und ehemaliger Marinesoldat,
war sich dessen tief bewusst, dass er ein Sünder war und Erlösung brauchte. Als
junger, 22–jähriger Student eines amerikanischen Colleges befand ich mich auf
einer Taufreise und war von der reuevollen Einstellung dieses Mannes tief
beeindruckt. Er begann, sich selbst zu erkennen, und er hasste wirklich,
was er sah! Er erkannte sein dringendes Bedürfnis nach einem Erlöser.
Wie steht es mit Ihnen? Was sehen Sie, wenn Sie sich selbst betrachten? Wie
sehr brauchen Sie persönlich Gottes Vergebung? Sind Sie ein Mensch, der
ein „ziemlich gutes" Leben geführt hat? Wenn das der Fall ist, ist dann die
Taufe wirklich nötig? Brauchen Sie persönlich wirklich einen Erlöser?
Vielleicht wurden Sie bereits getauft. Vielleicht geschah das, als Sie ein
Kind waren, und Sie erinnern sich nicht einmal daran, oder vielleicht wurden Sie
als Jugendlicher oder Erwachsener getauft, als Sie sich „für Christus
entschieden." Ist Ihre Taufe in Gottes Augen wirklich gültig und akzeptabel?
Dies ist eine entscheidende Frage, weil Ihr Heil von der Antwort darauf abhängt.
Millionen wurden VERFÜHRT
Es ist wichtig, zu begreifen, dass die große Mehrzahl
der Menschen auf dieser Erde – sogar religiöse Leute – VERFÜHRT worden sind. Der
Apostel Johannes beschrieb Satan unter Inspiration als „die alte Schlange, die
da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt" (Offenbarung 12, 9).
Für die meisten Menschen ist es schwer, die Tatsache völlig zu begreifen, dass
sie selbst dazu verführt worden sein sollen, falschen religiösen Lehren
und Praktiken zu folgen.
Doch wir alle müssen sorgfältig und mit einer offenen Einstellung die
klaren Beispiele und Lehren Jesu Christi mit dem vergleichen, was uns heute als
„Christentum" dargeboten wird. Sie werden schnell einen ENORMEN Unterschied
feststellen, wie Dr. Rufus Jones erklärt: „Wenn diejenigen, die Christus später
nachfolgten, ihn in irgend einer Form zum Vorbild und Muster des neuen Weges
gemacht hätten und einen ernsthaften Versuch unternommen hätten, sein Leben und
seine Lehren als Standard und Norm für die Kirche zu übernehmen, wäre das
Christentum zu etwas VÖLLIG ANDEREM geworden, als es ist. Als Ketzerei würde
gelten – wie es jetzt nicht der Fall ist – eine Abweichung von seinem
Weg, seinen Lehren, seinem Geist, seinem Reich" (The
Church’s Debt to Heretics [Die Schuld der Kirche gegenüber den Ketzern],
Seite 15).
Wenn Jesus und die frühen Apostel nicht der „Maßstab" für das wahre
Christentum sind, was ist dann dieser Maßstab? Sind es die verwirrten
und sich oft widersprechenden Ausführungen der sogenannten „Kirchenväter" der
römisch – katholischen Kirche des dunklen Mittelalters? Bedenken Sie, dass sogar
Jesus vor falschen religiösen Führern warnte. Er sagte: „Lasst sie, sie sind
blinde Blindenführer! Wenn aber ein Blinder den andern führt, so fallen sie
beide in die Grube" (Matthäus 15, 14).
Offen gesagt wuchs ich selbst völlig BLIND gegenüber den meisten
grundlegenden Wahrheiten der Bibel auf. Ich gehörte einer traditionellen,
protestantischen Kirche an. Ich war einmal sogar Präsident meiner
Sonntagsschulklasse. Meine Eltern beendeten beide das Studium an einem College,
das diese Kirche finanzierte, und wir gingen regelmäßig in diese Kirche. Dennoch
hatte ich KEINE AHNUNG von dem Zweck der menschlichen Existenz, hatte
keinerlei Wissen hinsichtlich der großen, endzeitlichen Prophezeiungen der
Bibel und mir wurde nichts über die KRAFT des heiligen Geistes beigebracht, um
mein Leben zu ändern und dem lebendigen Jesus Christus zu ermöglichen, sein
Leben in mir zu leben! (siehe Galater 2, 20)! Kaum zu glauben, dass Dutzende
meiner Freunde mich dennoch für „gebildeter" im Bezug auf die Bibel und
religiöse Themen hielten, als sich selbst. Diese anderen Jugendlichen, die auch
in die Kirche gingen, fragten mich oft, wunderten sich oder waren verwirrt im
Bezug auf den Sinn der Existenz des Menschen.
Ich wurde als hilfloses kleines Baby getauft – unfähig, meine linke von
meiner rechten Hand zu unterscheiden und konnte schon gar nicht die Bedeutung
von Sünde erfassen, meine Sünden tief BEREUEN und Jesus Christus als meinen
Erlöser annehmen. War ich dann also ein wahrer Christ?
Natürlich nicht!
Meine eigene Suche nach der Wahrheit
In dieser bekannten, protestantischen Kirche war ich
genauso, wie die MILLIONEN anderer, verführter Menschen, die lediglich in einer
„Kirche ihrer Wahl" aufwuchsen – die sich NIE Gedanken darüber gemacht haben, ob
dies wirklich GOTTES Kirche ist, und ob sie seine vollständige Wahrheit lehrt,
oder nur die Ideen und Vorstellungen verführter Menschen. Schließlich, zum Ende
meiner Teenagerzeit begann Gott, meinen Verstand dafür zu öffnen, was wahre
Religion eigentlich bedeutet. Anstatt nur zur „Inspiration" in den Evangelien
oder den Psalmen zu lesen, begann ich, die Bibel so zu STUDIEREN, wie man ein
Fachbuch für Geschichte, Physik oder Chemie studieren würde. Ich bat Gott um
Verständnis und begann, monatelang das gesamte Neue Testament zu lesen, zu
markieren, noch einmal zu lesen und darüber zu meditieren – dann tat ich das
Gleiche mit dem Alten Testament – und versuchte, zu verstehen, was Jesus
Christus wirklich lehrte!
Durch mein persönliches Studium begann ich zu erkennen, dass wahres
Christentum nicht nur heißt, an die Person Jesu Christi zu glauben,
sondern auch seine BOTSCHAFT zu glauben und danach zu handeln. Ich erkannte,
dass ein wahrer Christ sich völlig unterwerfen und Christus sein Leben
durch den heiligen Geist in sich leben lassen muss. Wie der Apostel Paulus
schrieb: „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder" (Römer 8,
14). Paulus sagte auch: „Ich lebe aber: doch nun nicht ich, sondern Christus
lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des
Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben"
(Galater 2, 20 – Jubiläumsbibel 1912).
Ich begann, Jesu wiederholte Warnungen zu verstehen, ihn anzunehmen und
seinen Namen nicht zu missbrauchen: „Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut
nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46). Und: „Es werden nicht alle, die zu mir
sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines
Vaters im Himmel" (Matthäus 7, 21).
Wie steht es mit IHNEN?
Hat Gott Ihnen den Sinn dafür geöffnet, dass er WIRKLICH der Herrscher über
das Universum ist; dass er ein ECHTER Gott ist, der alles erschuf und über alles
regiert? Erkennen Sie, dass sein Sohn Jesus Christus nicht nur auf die Welt kam,
um für unsere Sünden zu sterben, sondern jetzt auch LEBT und zur rechten Hand
des Vaters im Himmel sitzt, und dass Christus nun unser lebendiger Hohepriester
ist? Verstehen Sie, dass er SEIN LEBEN durch den versprochenen heiligen Geist in
uns LEBT, WENN wir wirklich bereuen und getauft werden, und dass Christus in uns
DASSELBE, gehorsame Leben führen wird, das er gelebt hat, als er im Fleisch war?
Denn Ihre Bibel sagt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in
Ewigkeit" (Hebräer 13, 8).
Wir alle brauchen Hilfe – viel Hilfe. Wir können nicht einfach aus
eigener Kraft unsere menschlichen Eitelkeiten und Begierden, die Welt und Satan
den Teufel überwinden. Der Gott, der uns erschaffen hat, hat versprochen, dass
er uns die geistliche Hilfe und Stärke geben wird, die wir brauchen. Jesus
sagte: „Der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in meinem Namen
senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch
gesagt habe" (Johannes 14, 26 – Schlachter-Übersetzung). Und: „Wenn aber jener,
der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn
er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er
reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen" (Johannes 16, 13).
GLAUBEN was Jesus wirklich lehrte
Als Jesus kam, predigte er eine BOTSCHAFT vom kommenden
Reich Gottes. Im Evangelium nach Markus heißt es: „Nachdem aber Johannes
überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich
Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllet, und das Reich Gottes ist
herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium" (Markus 1, 14-15 –
Jubiläumsbibel 1912).
Um wirklich ein Jünger Jesu Christi zu sein und seinen Geist zu empfangen,
müssen Sie Ihre Sünden BEREUEN und an das Evangelium Jesu Christi GLAUBEN. Die
wahre Botschaft des Evangeliums über Gottes Reich beinhaltet den Willen des
Einzelnen, den GESETZEN dieses Reiches zu gehorchen – den Zehn Geboten. Als ein
junger Mann Jesus fragte, wie er das ewige Leben erhalten könne, antwortete
Jesus: „Was fragst du mich nach dem, was gut ist. Gut ist nur Einer. Willst du
aber zum Leben eingehen, so HALTE DIE GEBOTE. Da fragte er ihn: Welche? Jesus
aber sprach: ‚Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht
stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter’; und: ‚du
sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst’ " (Matthäus 19, 17-19). Hier
zählt Jesus eindeutig die Zehn Gebote auf als die LEBENSWEISE derer, die in
seinem Reich sein wollen.
Später, als unser Hohepriester und lebendiges Haupt der Kirche, inspirierte
Jesus den Apostel Jakobus, zu erklären, dass wahre Christen ALLE „Punkte" in
Gottes Gesetz einhalten müssen. Wir müssen tatsächlich so leben wie jemand, der
nach den Zehn Geboten „gerichtet" wird, denn sie sind der Standard
für wirklich christliches Verhalten!
Der von Jesus geliebte Apostel Johannes warnte diejenigen, die versuchen
würden, die klaren biblischen Lehren des Gehorsams gegenüber den Zehn Geboten zu
„verwässern." „Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein
Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht" (1. Johannes 2, 4). Viele, die sich
zum Christentum bekennen und sogar viele bekannte Prediger mögen vielleicht
etwas über Gott wissen, aber sie „kennen" Gott nicht wirklich – sind
nicht wirklich mit ihm vertraut – falls und bevor sie sich nicht Gott
völlig UNTERWERFEN und den wahren Jesus Christus SEIN GEHROSAMES LEBEN durch den
heiligen Geist in sich LEBEN LASSEN! Erst dann haben sie erfahren
was es heißt, Gottes eigenen Charakter zum Ausdruck zu bringen. Erst dann werden
sie wirklich Gott „kennen."
Bedeutet dies, dass wahre Christen die Zehn Gebote zu jeder Zeit in
vollkommener Weise einhalten? Natürlich nicht! Denn der Apostel
Johannes sagte auch – als er über Christen schrieb: „Wenn WIR sagen, wir haben
keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn
wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die
Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1, 8-9).
Diese „Reinigung" von Sünde ist ein fortwährender Prozess, denn der
wahre Christ muss WACHSEN „in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und
Heilands Jesus Christus" (2. Petrus 3, 18).
Das neu bekehrte „Kleinkind in Christus" wird ständig Fehler begehen. Wir
alle, die Christen sind, werden Fehler begehen. Doch wir werden uns wieder
aufrichten und es erneut versuchen. Wir werden gelegentlich „vom Weg abkommen."
Aber wir werden jedes Mal mit der Hilfe des heiligen Geistes BEREUEN und auf den
Weg des Gehorsams gegenüber den Zehn Gebotes zurückkehren. Denn das große,
geistliche Gesetz Gottes – die Zehn Gebote – ist wahrlich der WEG des Lebens.
König David von Israel, ein Mann „nach Gottes eigenem Herzen" erklärte: „Wie
habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach. Du machst mich mit
deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewig mein Schatz" (Psalm
119, 97-98).
Was sollten Sie tun?
Wenn Gott Sie durch den heiligen Geist zu sich gezogen
hat, und Sie ein echter Christ werden wollen, was sollten Sie dann tun?
Der Apostel Petrus gab die Antwort darauf am Tage des ersten neutestamentlichen
Pfingstfestes. Nachdem sie die Bedeutung ihrer Sünden erkannt hatten, fragten
die reuevollen Juden Petrus und die anderen Apostel: „Ihr Männer, liebe Brüder,
was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse
sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr
empfangen die Gabe des heiligen Geistes. Denn euch und euren Kindern gilt diese
Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen
wird" (Apostelgeschichte 2, 37-39).
Denken Sie sorgfältig über diese grundlegende Anweisung in Gottes Wort
nach. Wir sollen „zur Vergebung [ oder Entfernung ] unserer
SÜNDEN" getauft werden. Offensichtlich müssen wir dazu erst die Sünden BEREUEN.
Aber was IST Sünde?
Die deutlichste Definition von Sünde, die wir in der Bibel finden, steht in
1. Johannes 3, 4: „Die Sünde ist die Gesetzesübertretung" (Schlachter –
Übersetzung). Wir müssen also bereuen, Gottes geistliches Gesetz – die Zehn
Gebote – gebrochen zu haben! Und wir müssen verstehen, dass Jesus Christus kam,
um das Gesetz zu „erweitern" und es bedeutsamer zu machen (Jesaja 42, 21). In
der Bergpredigt erklärte Jesus, dass uns nicht nur das Töten verboten ist,
sondern dass wir auch keine Verbitterung und keinen Hass in unseren Herzen
tragen dürfen – denn daraus ergibt sich der „Geist" oder die Einstellung
des TÖTENS (Matthäus 5, 21-22). Christen dürfen nicht nur NIEMALS die Ehe
brechen, sie sollen auch nie nach einer anderen Person „gelüsten" (Verse 27-28).
Jesu Lehre war weit davon entfernt, Gottes Gebote zu „verwässern," sondern
machte sie vielmehr noch VERBINDLICHER!
NUR dadurch, dass Jesus Christus sein Leben in uns lebt, können wir mehr
und mehr den Geist der Zehn Gebote in unserem täglichen Leben widerspiegeln. Wie
zuvor gesagt, müssen wir wirklich kontinuierlich an Gnade und Erkenntnis
WACHSEN.
Durch den heiligen Geist wird uns die geistliche LIEBE Gottes zuteil, die
es uns ermöglicht, Gottes Gesetz einzuhalten. „Hoffnung aber lässt nicht
zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch
den heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Römer 5, 5). Und was ist die „Liebe
Gottes," die den wahren Christen zuteil wird? Wie funktioniert sie? Der Apostel
Johannes erklärt: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten;
und seine Gebote sind nicht schwer" (1. Johannes 5, 3).
So fließt also die wahre Liebe Gottes durch die Zehn Gebote wie durch ein
Flussbett. Die Zehn Gebote zeigen uns, wie wir Gott lieben sollen und
wie wir unsere Mitmenschen lieben sollen. Und im Gegensatz zu den cleveren
Argumenten mancher religiöser Führer sind sie KEINE Belastung. Vielmehr werden
sie, wenn man sie befolgt, zum „Gesetz der Freiheit" (Jakobus 1, 25). Sie würden
die Menschheit von Krieg, Verbrechen, Ehebruch, zerrütteten Familien,
rebellierenden Kindern und vielen anderen Problemen BEFREIEN, WENN sie von allen
Menschen befolgt würden!
Im bald kommenden Reich Gottes WIRD die Menschheit die Zehn Gebote als eine
Lebensweise befolgen. Aus eben diesem Grund WIRD es während der tausendjährigen
Herrschaft Jesu Christi auf Erden FRIEDEN, WOHLSTAND und FREUDE geben! „In den
letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, höher
als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden herzulaufen,
und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge
des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege
und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des
HERRN Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden
zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und
ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert
erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen" (Micha 4,
1-3).
Überschlagen Sie die Kosten
Um auf die Predigt des Apostels Petrus am ersten
neutestamentlichen Pfingstfest zurückzukommen, erinnern wir uns daran, dass er
diese Menschen ermahnte, zu BEREUEN. Seine Sünden zu bereuen bedeutet mehr, als
dass es einem nur „Leid tut." Die Bibel macht klar, dass wirkliche Reue
beinhaltet, dass man völlig davon überzeugt ist, ein Sünder zu sein, der Gottes
Gesetz wieder und wieder gebrochen und MIT FÜSSEN GETRETEN hat – zumindest im
Geist, wenn nicht buchstäblich. Es bedeutet, nicht nur davon überzeugt zu sein,
dass man etwas Falsches getan hat, sondern dass man in seinem ganzen
Wesen Gott widerstrebt hat! Wie der Apostel Paulus erklärt: „Denn ich weiß,
dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich
wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht" (Römer 7, 18). Und später fügt
er hinzu: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen
Leibe? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn" (Verse 24-25).
Wenn Sie zu einer derartigen, wirklichen Reue gefunden haben, ist
es Zeit, getauft zu werden! Sie werden ernstlich „die Kosten überschlagen"
müssen, wie Jesus uns anwies: „Wenn jemand zu mir kommt, und hasst nicht seinen
Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann
nicht mein Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der
kann nicht mein Jünger sein. Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen will,
und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die Kosten, ob er genug habe, um
es auszuführen?" (Lukas 14, 26-28).
Fragen Sie sich selbst: Mit Gottes Hilfe, werden Sie wirklich Gott
vor die Familie, die Freunde, den Arbeitsplatz, Geld und soziales Ansehen
stellen, oder wären Sie wie die Pharisäer in Jesu Tagen, die „lieber Ehre bei
den Menschen als Ehre bei Gott [hatten]" (Johannes 12, 43)?
Wurde Gott für Sie zur REALITÄT? Werden Sie ihn wirklich ALLEM ANDEREN
vorziehen? Oder haben Sie insgeheim einen „Götzen" – etwas, das Sie tatsächlich
Gott und Ihrer Beziehung zu Jesus Christus vorziehen?
Bedenken Sie, dass Reue auch VERÄNDERUNG bedeutet. Sind Sie persönlich
bereit, im Glauben das Opfer Jesu Christi für Ihre Sünden anzunehmen und
sich ihm dann völlig zu unterwerfen, ihn hereinzulassen, um „die Führung
zu übernehmen" und ihr gesamtes Leben zu VERÄNDERN?
Wissen Sie es aufrichtig zu schätzen, dass Jesus Christus – der Sohn Gottes
– sich selbst seiner Macht und Herrlichkeit entäußert hat und in das Fleisch
gekommen ist, um für Ihre Sünden zu STERBEN (Philipper 2, 5-8), und dass er, der
seit aller Ewigkeit beim Vater war, sich freiwillig von dieser Größe losgesagt
hat, um Ihnen und mir zu DIENEN – um uns zu ermöglichen, die Ewigkeit mit ihm
und dem Vater in seinem Reich als vollwertige Söhne Gottes zu teilen?
(Johannes 1, 1-12).
Wollen Sie sich in Ihrer Vorbereitung auf die Taufe mit Gottes Hilfe
gänzlich der Liebe und Treue zu Jesus Christus als Ihrem Erlöser hingeben, so
dass er Ihr Herr und Meister, Ihr Hohepriester und kommender König wird?
Wollen Sie?
Dies sind ENTSCHEIDENDE Fragen, die gestellt werden müssen – und sie müssen
aufrichtig beantwortet und bejaht werden. Denn wenn Sie sich taufen lassen,
gehen Sie einen heiligen BUND mit Ihrem Schöpfer ein, ihn zu lieben, ihm
zu gehorchen und ihm zu dienen, ihm und seinem Sohn Jesus
Christus, jetzt und für immer!
Gott schuldet Ihnen nichts. Andererseits schulden Sie und ich ihm und
seinem verherrlichten Sohn ALLES. Denn Gott hat „alle Dinge geschaffen [...]
durch Jesum Christum" (Epheser 3, 9 – Jubiläumsbibel 1912, Johannes 1, 1-3). Er
erschuf Sie und mich. Er erschuf und erhält die Erde, auf der wir leben, die
Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und die Nahrung, die wir essen.
Durch Jesus Christus erschuf Gott der Vater auch unseren VERSTAND – den selben,
den wir Menschen manchmal dazu benutzen, um Argumente gegen die Tatsache
zu suchen, dass etwas GRÖSSERES existieren musste, um unseren Verstand zu
erschaffen! Dann machen wir Ausflüchte dafür, dass wir stehlen, lügen, die Ehe
brechen und allerlei Dinge tun, von denen wir wissen müssten, dass sie FALSCH
sind. Wie der Apostel Paulus in Römer 8, 7-8 erklärte: „Denn fleischlich gesinnt
sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht
untertan ist; denn es vermag’s auch nicht. Die aber fleischlich sind, können
Gott nicht gefallen."
Wir brauchen also VERGEBUNG. Wir brauchen unbedingt einen
Erlöser. Und wir brauchen die ständige Hilfe unseres Erlösers und
Hohenpriesters, der uns nicht in unserer Sündhaftigkeit, sondern VON
unseren Sünden erlösen wird – und uns die geistliche Stärke geben wird, zu
ÜBERWINDEN und in Gottes eigenem Charakter zu wachsen. Und all das kann NUR
erreicht werden, wenn wir zu dem Punkt gelangen, dass wir unsere natürliche
Feindseligkeit gegen Gott vollständig BEREUEN, und von Herzen das vergossene
Blut Jesu Christi – das LEBEN des Sohnes Gottes – als Bezahlung für unsere
Sünden annehmen.
Sind Sie in Ihrem Leben an einem solchen Punkt angelangt?
Die Schlüssel zu einer Veränderung Ihres
Lebens
Die Bibel enthält Geschichten voller dramatischer
Veränderungen im Leben vieler Personen. Wie war es diesen Menschen möglich,
solche drastischen „Kehrtwendungen" in ihrem Leben zu vollziehen? Können Sie
ebenfalls Veränderungen von solcher Größe in ihrem eigenen Leben durchführen? Es
gibt zwei wesentliche Schlüssel dazu. Die meisten Menschen übersehen diese
völlig. Und selbst diejenigen, die sie anerkennen, missverstehen für gewöhnlich,
was sie wirklich beinhalten.
In Apostelgeschichte 2 lesen wir von den Ereignissen zu Beginn der Kirche
des Neuen Testaments. Simon Petrus predigte eine machtvolle Botschaft vor
mehreren tausend Menschen, die sich versammelt hatten, um das Pfingstfest zu
feiern. Einige von denen, die ihn an diesem Tag hörten, befanden sich auch in
der Menge vor dem Gerichtssaal des Pilatus, nur siebeneinhalb Wochen früher. Zu
diesem früheren Zeitpunkt hatten sie noch gerufen: „Kreuzigt ihn!", als Pilatus
angeboten hatte, Jesus von Nazareth freizulassen. Jetzt aber glaubten sie an die
Wahrheit der Botschaft von Petrus und waren von der Bedeutung dessen, was sie
getan hatten überwältigt. Mit einem Gefühl von tiefer Scham und
persönlicher Schuld fragten sie nun demütig: „Was sollen wir tun?"
(Apostelgeschichte 2, 36-39). Er gab zur Antwort, dass sie BEREUEN sollten.
Glaube und Reue sind die zentralen Schlüssel, ohne die eine wirkliche
Veränderung unmöglich ist.
Der Glaube bereitet den Boden für die Reue. Der Glaube, um den es dabei
geht, ist lebendig und real. Er erzeugt eine Geisteshaltung, die eine
Kehrtwendung herbeiführen und sich Gott zuwenden will. Dieser Glaube ist
das Vertrauen in einen WIRKLICHEN Gott und die Verheißungen, die er gibt. Er
führt zu Taten! „Glaube, wenn er nicht Werke hat, [ist] tot in sich
selber" schrieb der Apostel Jakobus in Jakobus 2, 17. Um wirklich zu glauben und
zu vertrauen, ermöglicht Gott, dass wir uns ihm absolut und bedingungslos
ergeben.
Das elfte Kapitel des Hebräerbriefes wird oft als „Glaubenskapitel"
bezeichnet. In Hebräer 11, 13 lernen wir, dass die Männer und Frauen des
Glaubens bestimmte Dinge TATEN. Zu verstehen, was sie taten, hilft uns, ihren
lebensverändernden Glauben zu begreifen. Wir lesen, dass sie „die Verheißungen
[...] von ferne gesehen und sich ihrer getröstet [haben] und wohl genügen lassen
und bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden wären" (Jubiläumsbibel
1912).
Zunächst müssen wir also die Verheißungen, die Gott gibt, erkennen und
verstehen, müssen von ihrem Wert und ihrer Echtheit überzeugt sein, um sie dann
anzunehmen. Sie anzunehmen heißt, sie zu schätzen und in ihrem Wert zu achten.
Wenn wir nicht zu schätzen wissen, was Gott uns anbietet, werden wir es nicht
durch die Höhen und Tiefen des Lebens hindurch bewahren. Weil die Männer und
Frauen des Glaubens, die in Hebräer 11 erwähnt sind, den Wert der Verheißungen
Gottes geachtet haben, demonstrierten sie in Worten und Taten, dass sie nicht
Teil dieser Welt waren.
Wir können nicht gleichzeitig mit dieser Welt liebäugeln und Gott zu
gefallen suchen (Jakobus 4, 4). Um in diese Welt zu passen und ihre Akzeptanz
und Wertschätzung zu erhalten, muss man mit den Wertvorstellungen dieses
Zeitalters in Einklang stehen. Johannes zeigte, dass die Werte dieser Welt an
„des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben" appellieren (1.
Johannes 2, 16). Dieses Zeitalter und sein korruptes und dekadentes Wertesystem
werden eines Tages vergehen, aber es kommt eine neue Welt, deren Fundament auf
ewigen Werten beruht. Diese neue Welt, die Welt von Morgen, wird auf ewig
bestehen.
Wenn wir das wirklich glauben, werden wir uns von ganzem Herzen Gott
zuwenden und lernen wollen, wie man mit ihm in ewiger Harmonie leben
kann. Lebendiger Glaube resultiert in Taten, und wahre Reue ist eine der ersten
Taten, die er hervorbringt. Das ist es, was die Zuhörer von Petrus bewiesen, als
sie ihn fragten: „Was sollen wir tun?" Sie brachten keine Entschuldigungen vor.
Sie versuchten nicht, ihre Taten zu verharmlosen. Sie gaben nicht anderen Leuten
die Schuld. Vielmehr waren sie demütig, belehrbar und ergaben sich mit Herz und
Verstand. Petrus hatte ihnen das Evangelium gepredigt, und sie glaubten
seiner Botschaft. Sie bewiesen ihren Glauben durch ihr aufrichtiges Bestreben,
nach diesem Glauben zu handeln. Also stellten sie an jenem Tage die Frage, die
alle stellen müssen, wenn sie eine echte Veränderung in ihrem Leben anstreben:
„Was sollen wir tun?"
Kann Gehorsam das Heil verdienen?
Gottes Gesetz zeigt uns, wie wir Gott ähnlich sein
können (1. Petrus 1, 15-16). Dennoch hat es niemand geschafft, Gott gleich zu
sein. Was können wir also tun? Keine noch so große Anzahl guter Taten kann
jemals kompensieren, was wir in der Vergangenheit getan haben. Dies ist sogar
aus der menschlichen Gesetzgebung ersichtlich. Wenn Sie wegen Mordes
festgenommen würden, würde dann Ihr Versprechen, es nie wieder zu tun, Ihre
Freilassung bewirken? Natürlich nicht! Wenn wir zukünftig das Gesetz einhalten,
tun wir nur, was von uns erwartet wird. Keine noch so große Gesetzestreue in der
Zukunft kann wiedergutmachen, was wir an Gesetzen in der Vergangenheit gebrochen
haben.
Wir alle haben gesündigt (Römer 3, 23), und der Sünde Sold ist der Tod
(Römer 6, 23). Gott ermöglichte unsere Begnadigung von der Todesstrafe, dem
Fluch des Gesetzes, indem er seinen einzig gezeugten Sohn Jesus Christus gab, um
an unserer Stelle zu sterben. Er nahm unseren Platz ein. So wurden wir mit Gott
durch den Tod seines Sohnes versöhnt (Römer 5, 10).
Gott ergriff die Initiative, um uns mit ihm in Einklang zu bringen – das
ist, was Versöhnung bedeutet. Er erwies uns seine Liebe, indem er das größte
Opfer erbrachte, das Leben seines Sohnes, um die Strafe zu bezahlen, die wir
durch Gedanken, Geisteshaltungen und Taten (Johannes 3, 16) auf uns gezogen
haben. Dennoch müssen wir auf Gottes Gnade mit Glauben und Reue antworten.
Gott will uns VOR der Sünde retten, NICHT IN Sünde. „Sollen wir denn in der
Sünde beharren, damit die Gnade um so mächtiger werde?", fragt Paulus. „Das sei
ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?"
(Römer 6, 1-2). Wenn wir Gottes freie Gabe des ewigen Lebens annehmen wollen,
die wir unter keinen Umständen erkaufen oder verdienen könnten, dann müssen wir
auf Gottes Initiative reagieren, indem wir uns von unseren Wegen abwenden und
uns seinen Wegen zuwenden (Apostelgeschichte 2, 38).
Eine reuevolle Einstellung bedeutet, dass wir unser Leben und unseren
Willen bedingungslos Gott übergeben. Wenn wir wirklich die herrliche
Zukunft erkennen, die Gott uns anbietet, und wirklich seinem Wort
glauben, dann werden wir Gott und seine Lebensweise von ganzem Herzen suchen
wollen. Diese Tatsache führte zu den Veränderungen im Leben der Männer und
Frauen des Glaubens, von denen wir in Hebräer 11 lesen. Sie sehen, lebendiger
Glaube führt IMMER zu Taten! Reue ist ein Ergebnis lebendigen Glaubens. Obwohl
Reue im Inneren beginnt, wird sie sich auch in äußeren Veränderungen
widerspiegeln. Wer wirklich die bisherige Lebensweise zu hassen gelernt hat,
wird sich von ihr abwenden wollen.
Hat Gott Sie dahin gebracht, zu erkennen, dass Ihre innere Natur falsch
ist? Sind Sie an dem Punkt angelangt, wo Sie ernsthaft Ihre miserable,
selbstsüchtige, fleischlich gesinnte, menschliche Natur loswerden wollen? Mit
anderen Worten, sind Sie bereit, nicht nur Ihre Taten, sondern Ihr ganzes
Wesen zu bereuen?
König David wusste, dass Gott dies verlangte. Er sagte: „Die Opfer, die
Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist, ein geängstetes, zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verachten" (Psalm 51, 19). Bevor irgend jemand – egal
wer – wirklich bekehrt ist, muss er gedemütigt werden, bis er seine eigene
Nichtigkeit gegenüber Gott erkennt. Er muss eine Zeit durchleben, wo er sich
selbst verabscheut, seine Sünden vor Gott bekennt und sie bereut – also eine
Kehrtwendung im Herzen, Verstand und Willen vollzieht und sich entschließt, eine
andere Richtung einzuschlagen.
Wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist, wird derjenige aufhören, mit Gott oder
seinen Dienern zu diskutieren und Argumente auszutauschen. Er wird nicht länger
starrsinnig an falschen Konzepten von Gott festhalten. Er wird aufhören, dagegen
zu argumentieren, dass er Gottes Geboten gehorchen und buchstäblich nach jedem
Wort Gottes leben muss. Er wird sich durch die Korrektur und Ermahnung von
Gottes auserwählten Dienern nicht „in seinen Gefühlen verletzt" fühlen. Vielmehr
wird er sein Leben Gott ÜBERGEBEN, wie der Apostel Paulus uns alle ermahnt: „Ich
ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure
Leiber hingebt als ein OPFER, das LEBENDIG, heilig und Gott wohlgefällig ist.
Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt
gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen
könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene"
(Römer 12, 1-2). Wie Paulus zeigt, müssen selbst unsere Gedanken sich
durch die Erneuerung des Geistes VERÄNDERN!
Die Symbolik der Taufe
„Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib
getauft..." schreibt Paulus in 1. Korinther 12, 13. Johannes der Täufer sagte,
der Messias würde zwei Arten von Taufe anbieten – durch Geist und durch Feuer
(Matthäus 3, 11-12). Diejenigen, die nicht durch den Geist Gottes in die Familie
Gottes „eingetaucht" werden, werden letztlich in einem Feuersee untergetaucht,
der ihnen „weder Wurzel noch Zweig lassen" wird (Maleachi 3, 19). Jesus Christus
verglich den heiligen Geist mit „Strömen lebendigen Wassers" (Johannes 4, 14; 7,
38-39).
Paulus erklärt in Kolosser 2, 12, dass die Taufe ein Begräbnis
symbolisiert. Der „alte Mensch" wird symbolisch begraben. Wir tauchen als eine
neue Kreatur auf. Von dem Wassergrab der Taufe wieder aufzustehen symbolisiert
unseren Glauben an die Auferstehung, die unsere letztendliche Hoffnung ist, eine
neue Kreatur zu werden.
In Römer 6, 4-5 lesen wir: „So sind wir ja mit ihm BEGRABEN durch die Taufe
in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die
Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir
mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm
auch in der Auferstehung gleich sein." Die Taufe ist kein leeres Ritual oder ein
magischer Ritus. Sie ist vielmehr ein wichtiges Symbol und etwas, das wir nicht
leichtfertig auf uns nehmen sollten.
Auf Glauben und Reue basierend ist die Taufe ein äußeres Zeichen unserer
Verpflichtung. Sie symbolisiert einen neuen Anfang. Der alte Mensch, mit seiner
sündhaften Vergangenheit wird symbolisch begraben und eine neue Kreatur taucht
auf. Das Wasser der Taufe symbolisiert, dass wir durch den heiligen Geist
innerlich rein gewaschen werden. Christi Opfer hat unsere Sündenschuld beglichen
und wir kommen als reine Wesen in Gottes Augen aus der Taufe hervor. Dies
verkörpert jedoch nicht das Ende, sondern den Anfang des wahren
Bekehrungsprozesses!
Die Rolle des heiligen Geistes
Wir lesen, dass in der Predigerschaft Christi im ersten
Jahrhundert nach der Taufe das Händeauflegen praktiziert wurde
(Apostelgeschichte 8, 18; Hebräer 6, 2). Diese Händeauflegung symbolisierte eine
besondere Aussonderung durch Gott. Im Anschluss an die Taufe wurde
der Neugetaufte ausgesondert, um den heiligen Geist Gottes zu empfangen. In
Apostelgeschichte 19, 1-6 lesen wir, dass Paulus in Ephesus einige Menschen
traf, die seiner Predigt glaubten und zuvor bereits getauft worden waren. Jedoch
hatten sie das Evangelium noch nicht völlig verstanden, als sie getauft wurden,
und hatten nie den heiligen Geist empfangen, oder auch nur von ihm gewusst. Nach
einem Beratungsgespräch taufte Paulus sie erneut in Jesu Namen und legte ihnen
die Hände auf, damit sie den heiligen Geist Gottes empfingen. Gott demonstrierte
durch ein ungewöhnliches Wunder, wie es am ersten Pfingsttag der
neutestamentlichen Ära geschehen war, dass sie tatsächlich in diesem Moment den
heiligen Geist empfangen hatten. Wozu war dies nötig?
Petrus sagte seinen Zuhörern am Pfingsttag, dass sie nach Reue und Taufe
„empfangen [werden] die Gabe des heiligen Geistes" (Apostelgeschichte 2, 38).
Was soll der Empfang des heiligen Geistes in unserem Leben bewirken?
Petrus erklärt, dass wir durch den heiligen Geist, Gottes Kraft, „Anteil
[bekommen] an der göttlichen Natur" (2. Petrus 1, 4). Durch den heiligen
Geist wohnt Jesus Christus in uns und ermöglicht uns, dasselbe Leben zu führen,
das er gelebt hat, als er als Mensch auf dieser Erde wandelte (Galater 2, 20;
Philipper 2, 5).
Da Christus durch den heiligen Geist in uns wohnt, werden unsere Körper als
Tempel Gottes bezeichnet (1. Korinther 3, 16), und wir sollen Gott in allen
Aspekten unseres Lebens verherrlichen (1. Korinther 6, 20). Gottes Geist in uns
macht uns zu einem heiligen Volk, das, was die Bibel als „Heilige" bezeichnet.
Wir können uns selbst (oder irgend etwas anderes) nicht heilig machen. Nur Gott
ist heilig und kann andere Dinge oder Personen heiligen. Wenn wir wirklich
bereuen und uns im Glauben an Gott wenden, verspricht er nicht nur, uns unsere
Vergangenheit zu vergeben, sondern auch, uns seinen heiligen Geist zu geben. Wir
erhalten Gottes Geist als Geschenk. Er soll unser Leben umwandeln, indem er
unsere Denkweise erneuert (Titus 3, 5; Römer 12, 2). Wir werden zu neuen
Geschöpfen, weil Gott uns verändert, indem er sein Gesetz in unsere Herzen und
Sinne schreibt (Hebräer 8, 10).
Obwohl es die Kraft Gottes ist, die diese Transformation ermöglicht, müssen
wir dennoch unseren Teil dazu tun. Wir müssen Gottes Geist gebrauchen,
der Führung durch Gottes Geist folgen – kurzum, in der Gegenwart Gottes
leben. Gottes Geist wird uns führen und uns Kraft geben, aber uns niemals
beherrschen oder kontrollieren. Es liegt an uns, Gottes Führung für unser Leben
zu suchen und zu wünschen. Unsere Anstrengungen alleine, ohne Gottes stärkenden
Geist wären zwecklos, aber andererseits bildet Gottes Kraft ohne unsere
Anstrengung nur ein Energiepotenzial. Dies ist vergleichbar mit einem
ausgeschalteten Lichtschalter. Das Potenzial, den Raum zu erhellen, ist gegeben,
aber der Stromkreis ist nicht geschlossen, der Strom kann nicht hindurchfließen.
Nur durch die uns innewohnende Gegenwart des Geistes Gottes wird es letztendlich
möglich, unser Heil zu vollenden.
Durch Glauben und Reue werden wir gerechtfertigt, für unschuldig erklärt
und mit Gott durch das vergossene Blut Jesu Christi versöhnt (Römer 5, 9). Wenn
wir uns nun Gott zugewendet haben, heiligt uns Gott als Nächstes – erklärt uns
für heilig –, indem er seinen heiligen Geist in uns gibt. Der Geist verhilft uns
zu einem tieferen Verständnis in geistlichen Dingen und gibt uns die Kraft, die
wir zu einem gottgefälligen Leben brauchen. Als Christen müssen wir nun an Gnade
und Erkenntnis wachsen (2. Petrus 3, 18). Wenn wir der Führung durch Gottes
Geist folgen, wird die Gerechtigkeit Gottes, so wie sie sein Gesetz definiert,
in unserem Leben erfüllt (Römer 8, 4).
Während wir durch Christi Tod gerechtfertigt werden, so werden wir
letztendlich durch sein Leben gerettet (Römer 5, 9-10). Christus
LEBT jetzt und sitzt zur Rechten des Vaters! Er tritt aktiv für uns als
unser Hohepriester ein, wenn wir vom Weg abkommen und sündigen (Hebräer
4, 14-16), UND er lebt sein Leben der Überwindung von Sünde in uns durch den uns
innewohnenden heiligen Geist (Galater 2, 20). Schon die Tatsache seines
Triumphes über den Tod durch die Auferstehung ist ein BEWEIS, dass auch wir
letztlich, bei seiner Rückkehr, das ewige Leben erhalten (1. Korinther 15,
20-23).
Sie werden von Gott in seine Kirche
„eingeführt"
Durch die Taufe und den Empfang des heiligen Geistes
Gottes werden Sie automatisch in die wahre Kirche Gottes aufgenommen.
„Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden
oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt" (1.
Korinther 12, 13), denn Gottes Kirche setzt sich aus denjenigen zusammen, die
durch den heiligen Geist erfüllt sind und von ihm GELEITET werden (Römer 8, 14).
Es ist unmöglich, einfach der wahren Kirche Gottes „beizutreten."
Gott muss Sie „ziehen" oder „berufen," um Sie dann in seine Kirche
einzugliedern, indem er Ihnen seinen heiligen Geist gibt. Wie Jesus sagte: „Es
kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt
hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage" (Johannes 6, 44).
Dennoch hat Gott eine organisierte Kirche – und hat sie immer
gehabt! Jesus Christus sagte: „... will ich meine GEMEINDE bauen, und die
Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen" (Matthäus 16, 18). Diese
„Hölle" oder das Grab, das Gottes wahre Kirche nicht überwältigen würde, kann
zwei Bedeutungen haben: Einerseits wird Gott NIEMALS erlauben, dass seine Kirche
völlig zerstört wird und aufhört, zu existieren. Andererseits ist die
grundsätzliche Hoffnung aller wahren Christen die AUFERSTEHUNG von den Toten.
Auch wenn einzelne Christen sterben, WERDEN sie wieder zum Leben erweckt zum
Zeitpunkt der siebten Posaune, wenn Christus als König aller Könige zu dieser
Erde zurückkehrt! „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle
entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem
Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen,
und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden"
(1. Korinther 15, 51-52).
Paulus erklärt uns, dass diejenigen, die der Kirche angehören, der
geistliche „Leib" Christi sind (1. Korinther 12, 27). Wie die Hände, Füße,
Augen, Ohren und das Gehirn unseres physischen Leibes zusammenarbeiten
müssen, um richtig zu funktionieren, so muss auch der geistliche Leib –
die Kirche Gottes – organisiert sein, und ihre Mitglieder müssen kooperieren, um
die der Kirche aufgetragenen Aufgaben zu erfüllen. Jesus Christus ist das
lebendige und aktive OBERHAUPT der wahren Kirche (Epheser 1, 22-23). Er
ist es, der die Ziele und Aufgaben für seine Kirche festlegt. Nach seiner
Auferstehung und kurz vor seiner Himmelfahrt gab Jesus diesen Auftrag: „Darum
GEHET HIN und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters
und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich
euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende"
(Matthäus 28, 18-20).
Die Hauptaufgabe der wahren Kirche ist also, in alle Nationen zu GEHEN und
dieselbe, machtvolle Botschaft über das kommende Reich Gottes zu verkünden, die
Jesus verkündigt hat! Dann soll die Kirche die Menschen „lehren," ALLES zu
befolgen, was Christus seine Jünger gelehrt hat – die gesamte LEBENSWEISE
Gottes, die auf dem tiefen Gehorsam gegenüber Gottes geistlichem Gesetz
und völliger HINGABE beruht, damit Jesus Christus sein Leben in jedem
einzelnen aus dem Volk Gottes leben kann.
Wir alle brauchen Anweisungen, Belehrung, Ermutigung und Führung im Bezug
auf das Reich Gottes. Deshalb wurden wir angewiesen: „Lasst uns aufeinander Acht
haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken, und nicht verlassen unsre
Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das
umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht" (Hebräer 10, 24-25). Beachten
Sie, dass wir es NICHT versäumen sollen, uns zu versammeln! Vielmehr sollen wir
uns regelmäßig an Gottes Sabbat und seinen heiligen Tagen versammeln, genauso
wie es Jesus und die frühen Apostel taten (Lukas 4, 16; Apostelgeschichte 17,
2).
Obwohl sich manche damit brüsten, „unabhängige Christen" zu sein, war dies
NIEMALS Gottes Absicht. Der gesamte Verlauf der Apostelgeschichte beschreibt
eine einheitliche Kirche, in der sich alle trafen und zusammenwirkten, wann
immer dies möglich war! Wir alle brauchen die Gemeinschaft, die Liebe die
Vorbilder und die Ermutigung von Mitchristen, die sich entschlossen haben, „nach
JEDEM Wort Gottes" zu leben. Die wahre Kirche – im Neuen Testament zwölfmal
„Kirche Gottes" genannt – bietet diese Gelegenheit zu richtiger, geistlicher
Gemeinschaft, geistlichem Wachstum und Hilfestellung.
Sich zu weigern, mit denen zusammenzukommen, die wachsen wollen und das
Werk Gottes TUN, wäre das genaue Gegenteil von dem, was uns Christus und die
Apostel lehrten und vorlebten. Denn wir müssen alle lernen, einander zu
LIEBEN, einander zu VERGEBEN und – durch Gottes heiligen Geist in uns – in
dieser Art Liebe zu WACHSEN. Denn Gottes Wort sagt uns: „Wenn jemand spricht:
Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen
Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen
Bruder liebe" (1. Johannes 4, 20-21).
Ein Bund mit Ihrem Schöpfer
Gottes Wort besagt ganz klar, dass die wirkliche,
christliche Taufe die Entscheidung eines Erwachsenen ist, die dieser nach
eingehender Überlegung und von Herzen empfundener Reue trifft. Denn sie
versinnbildlicht wirklich den Tod und das BEGRÄBNIS unseres alten,
selbstsüchtigen Wesens. Und durch diese Entscheidung und Handlung schließen wir
einen BUND mit unserem SCHÖPFER, Jesu Christi vergossenes Blut als Bezahlung für
unsere Sünden anzunehmen und ihn wirklich als unseren Herrn, oder
Meister, und als kommenden KÖNIG anzuerkennen, dem wir von diesem Zeitpunkt an
GEHORCHEN!
Dafür verspricht Gott uns die unschätzbare „Gabe des heiligen Geistes"
(Apostelgeschichte 2, 38). Der Empfang des heiligen Geistes beinhaltet, dass
Gottes eigene Wesensart und sein Charakter in uns gepflanzt wird. Wie der
Apostel Paulus erklärt: „... die LIEBE Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen
durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Römer 5, 5). Und wie wir in
Galater 5, 22-23 lesen, ist die „Frucht" oder das Ergebnis des heiligen Geistes
in unserem Leben „LIEBE, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Selbstbeherrschung" (revidierte Elberfelder Übersetzung).
Gottes heiliger Geist gibt uns die geistliche Liebe und Stärke, Gott zu
gehorchen, unsere Begierden zu kontrollieren und als grundsätzliche
Lebenseinstellung nach seinen Geboten zu leben. „Denn das ist die Liebe zu Gott,
dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer" (1. Johannes
5, 3). Es ist also nicht unser Verdienst – durch unsere menschliche Kraft – wenn
wir Gottes Gebote einhalten; es ist CHRISTUS, der durch die Gegenwart des
heiligen Geistes in uns lebt.
Jesus Christus sagte in Matthäus 24, 13: „Wer aber beharrt bis ans Ende,
der wird selig werden." Wenn wir das Reich ererben wollen, das Gott für
diejenigen bereitet hat, die ihn lieben, müssen wir bis ans Ende treu bleiben.
Dies geschieht, indem wir IN CHRISTUS BLEIBEN (Johannes 15, 4). Wie bleiben wir
in Christus? Beachten Sie, was Johannes in 1. Johannes 2, 3-6 erklärte: „Und
daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt:
Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist
die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe
Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass
er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat."
In ihm zu bleiben oder zu beharren heißt, treu in der Wahrheit Gottes
verankert zu bleiben. Erinnern wir uns, dass die Bibel die Wahrheit nicht nur
als eine Liste von Lehren darstellt, über die man sich streiten kann, sondern
vielmehr als eine Lebensweise, der man gehorchen und die man aktiv leben
muss (Galater 3, 1; 2. Petrus 2, 2.21).
Die meisten, die sich als Christen bezeichnen, glauben, dass die Erlangung
des Heil eine einmalige Angelegenheit ist. Viele, die für sich beanspruchen,
Gottes Repräsentanten zu sein, haben Gottes Verheißungen und seine Absichten
trivialisiert. Sie boten eine „billige Gnade" an, die den Gläubigen nichts
kostet. Sie versprachen „Freiheit," indem sie lehrten, dass Gottes Gesetz ein
Joch sei, und dass es unnötig sei, es zu befolgen. In Wirklichkeit aber lässt
ihre Lehre der „einfachen Gnade" – nämlich dass Christus irgendwie alles für uns
getan hat – deren Anhänger in der Knechtschaft der Sünde verharren (2. Petrus 2,
19).
Im Gegensatz dazu sagte Jesus, dass seine Nachfolger bereit sein müssten,
alles aufzugeben, sogar ihr eigenes Leben (Matthäus 16, 24-25). Christus
erwartet nicht weniger als eine vollständige und bedingungslose Hingabe und
Verpflichtung von denen, die ihn als ihren Herrn und Heiland annehmen. „Geht
hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit,
der zur Verdammnis führt...", sagte Christus. „Es werden nicht alle, die zu mir
sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun
meines Vaters im Himmel" (Matthäus 7, 13.21). Das ist der BUND, den wir mit
unserem Schöpfer bei der Taufe schließen.
Die Bibel beschreibt eine großartige und wundervolle Zukunft für
diejenigen, die Gottes Heil erben. Sie enthüllt auch den Prozess, durch den Gott
sich selbst in uns vermehrt. Die Bekehrung ist der Schlüssel zu diesem Prozess.
Wahre Bekehrung beinhaltet die völlige Hingabe unseres Lebens und unseres
Willens an den allmächtigen Gott.
Denjenigen, die sich ihm so zuwenden, ermöglicht Gott Vergebung, die
völlige Umwandlung von innen nach außen, und letztlich den Eingang in sein
herrliches Reich als einer seiner eigenen Söhne. Werden wir auf Schwierigkeiten
stoßen und manchmal sogar Verfolgung erleiden, weil wir uns bemühen, nach Gottes
Anweisungen anstatt nach den Traditionen und Bräuchen der Welt zu leben? Darauf
können Sie sich verlassen! Aber vergessen wir nie den Trost des Apostels Paulus,
„dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit,
die an uns offenbart werden soll" (Römer 8, 18).
Unser persönlicher Bund mit unserem Schöpfer bei der Taufe beinhaltet eine
Verpflichtung zu einer lebenslangen Veränderung. Es wird Änderungen darin
geben, wie wir fühlen, was wir tun, und vor allem darin, was wir innerlich SIND.
Wahre Bekehrung führt dazu, dass unser Wesen „gleich sein [soll] dem Bild seines
Sohnes, damit dieser [Christus] der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern"
(Römer 8, 29).
HANDELN Sie nach der Wahrheit
Gott sagt uns, dass wir nicht nur an seiner Wahrheit
„interessiert" sein sollen, sondern auch danach HANDELN müssen! „Darum legt ab
alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in
euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen. Seid aber TÄTER
des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. Denn wenn
jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der
sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut" (Jakobus 1, 21-23). Zweifellos
fangen Tausende von Ihnen, die diese Zeilen lesen, an, zu erkennen, dass Gott
Sie irgendwie mit seiner Kirche auf dieser Erde in Kontakt gebracht hat.
Sie haben durch das Werk der Living Church of God, die Fernsehsendung
Tomorrow’s World und die gleichnamige Zeitschrift den ZWECK der menschlichen
Existenz und die Lebensweise, die Gott vorgibt, kennen gelernt. Nun könnte es an
der Zeit sein, dass Sie dieser wertvollen Wahrheit entsprechend HANDELN. Sie
sollten diese Gelegenheit nicht gering achten. Lassen Sie keine Verzögerung
aufkommen, sobald Sie einmal verstanden haben, was Gottes Absicht für Ihr Leben
ist. Warten Sie nicht, bis Sie meinen, Sie hätten alles überwunden, oder bis Sie
„vollkommenes" Verständnis oder „vollkommene" Reue glauben erreicht zu haben,
denn Sie können nicht einmal beginnen, Vollkommenheit anzustreben, ehe
Sie getauft wurden und Gottes verheißenen, heiligen Geist empfangen haben, der
Sie leiten und stärken wird!
Wenn Sie also ernsthaft bereuen und „die Kosten überschlagen" haben, und zu
dem Ergebnis gekommen sind, dass Sie getauft werden müssen, wenden Sie sich
an uns. Die Living Church of God hat Prediger und geschulte
Repräsentanten in fast aller Welt. Sofern Sie es wünschen, werden wir Sie
anrufen, um einen Termin für eine Taufberatung zu vereinbaren. NIEMAND wird
unerwartet bei Ihnen erscheinen. Wir werden rechtzeitig mit Ihnen in Kontakt
treten, und einen Zeitpunkt und einen Ort vereinbaren, der Ihnen angenehm ist.
NIEMAND setzt Sie unter Druck, irgendwo „beizutreten." Unsere Prediger
werden sich nur mit Ihnen unterhalten, Ihre Fragen beantworten, und Ihnen
Literatur zum Lesen und Studieren empfehlen, bevor Sie tatsächlich
getauft werden. Wir wollen SICHER sein – ebenso wie Sie – dass Sie
wirklich bereit sind, getauft zu werden. Aber dieser erste Besuch wird Ihnen die
Gelegenheit geben – vielleicht zum ersten Mal in Ihrem Leben –, sich mit einem
wahren Diener Gottes zu beraten, der wirklich die volle WAHRHEIT Gottes versteht
und lehrt.
Also schreiben Sie uns noch HEUTE.
Sie finden unsere Kontaktadressen und Telefonnummern auf der letzten Seite
dieser Broschüre. Wir freuen uns, wenn wir von Ihnen hören und Ihnen dienen
können, denn Sie sind nun in Kontakt mit der Living Church of God. Möge
Gott Ihnen das Verständnis, die Liebe und den Mut schenken, nach der
unschätzbaren Wahrheit, die er Ihnen eröffnet hat, zu HANDELN.