
von Roderick C. Meredith
Hier ist ein absolut LEBENSWICHTIGES Thema, das weit
bedeutender ist, als die meisten Menschen auch nur vermuten!
Es beinhaltet, ob Sie den wahren Gott, den Schöpfer, wirklich
„kennen.
“ Tatsächlich betrifft dieses Thema die Frage,
ob Sie das ewige Leben in
seinem bald kommenden Reich ererben werden.
TCS, Version 1.1, November 2006
Englische Originalausgabe: Which Day is the Christian Sabbath?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wurde der Öffentlichkeit als kostenloses Informationsmaterial
von der Living Church of God zur Verfügung gestellt.
©2006 LIVING CHURCH OF GOD. Alle Rechte vorbehalten.
Schriftstellen in dieser Broschüre wurden, falls nicht anders
angegeben, aus der revidierten Lutherbibel 1984 zitiert
(©1985, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart).
Sich überstürzende Ereignisse werden schon bald diese
Welt aus ihrer alltäglichen Routine aufrütteln. Alles um Sie herum wird
sich schon in naher Zukunft verändern! Die Menschheit hat einen Punkt erreicht,
an dem sie diesen Planeten mehrfach zerstören kann. Und aus der
Geschichte wissen wir, dass fortschrittliche Waffensysteme immer auch benutzt
wurden, nachdem sie einmal erfunden waren, wenn zwei Nationen miteinander Krieg
führten.
Jesus sagte, dass am Ende dieses Zeitalters nur Gottes direktes
Eingreifen verhindern würde, dass wir alles menschliche Leben auf diesem
Planeten ausrotten würden. Er sagte: „Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden,
so würde kein Fleisch [Leben] gerettet werden; aber um der Auserwählten willen
werden jene Tage verkürzt werden“ (Matthäus 24, 22, revidierte Elberfelder
Übersetzung).
Während wir uns mit rasanter Geschwindigkeit dem ENDE dieses gegenwärtigen
Zeitalters menschlicher Herrschaft unter dem Einfluss Satans, des Teufels,
nähern ist es von größter Bedeutung, dass wir uns darüber Gedanken machen, ob
wir dem Gott, der uns das Leben schenkt, wirklich gehorchen oder nicht. Denn der
Jesus Christus der Bibel hat immer wieder gelehrt, dass ein „leerer Glaube“
NICHT genug ist! Zum Abschluss der Bergpredigt sagte Jesus: „Es werden nicht
alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! , in das Himmelreich kommen, sondern die den
Willen tun meines Vaters im Himmel“ (Matthäus 7, 21).
Im Hinblick darauf stellte er die Frage: „Was nennt ihr mich aber Herr,
Herr, und tut nicht, was ich euch sage?“ (Lukas 6, 46). Und in einer hitzigen
Diskussion mit den Pharisäern zitierte Jesus Jesajas Prophezeiung und sprach:
„Wie fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht
(Jesaja 29, 13): ‘Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist fern von
mir. VERGEBLICH dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts
sind als Menschengebote’“ (Markus 7, 6-7). Denken Sie darüber nach!
Jesus hat klar gesagt, dass es möglich ist, Gott zu verehren, und ihm
dennoch VERGEBLICH zu dienen, indem man die Lehren der Menschen befolgt! Dann
sagte Jesus zu ihnen: „Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure
Satzungen aufrichtet“ (Vers 9).
Wenn also die von Menschen geschaffenen Satzungen im Konflikt mit Gottes
Geboten stehen, haben wir ein RIESIGES Problem – dies macht Jesus Christus
deutlich! Wussten Sie, dass Ihre Bereitschaft, den wahren Sabbat, den
Gott geheiligt hat, heilig zu halten, direkten Einfluss darauf hat, ob Ihnen
ewiges Leben im Reich Gottes gewährt werden wird? Wussten Sie, dass in Gottes
Augen die Einhaltung des Sabbats schon immer ein besonderes „Testgebot“ war?
Welcher Tag ist der biblische Sabbat?
Jesus Christus lehrte uns: „Der Mensch lebt nicht vom
Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“
(Matthäus 4, 4). Jesus machte auch deutlich, dass die Bibel sich NICHT selbst
widerspricht. Er zeigte, dass die Lehren der Bibel beständig sind, denn er
sagte: „...die Schrift kann doch nicht gebrochen werden(Johannes 10, 35).
Der Apostel Paulus führte weiter aus: „Denn ALLE Schrift, von Gott
eingegeben,
ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der
Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allen guten Werken
geschickt“ (2. Timotheus 3, 16-17).
Wenn Sie den Willen besitzen, diese inspirierten Aussagen zu GLAUBEN,
werden Sie kein Problem haben, dieses wichtige Thema zu verstehen. Denn
die Bibel spricht von Anfang bis Ende über Gottes wahren Sabbattag. Es ist sogar
eines der klarsten und am einfachsten zu verstehenden Themen der gesamten Bibel
- WENN Sie aufrichtig die Tatsachen betrachten und nicht davor zurückschrecken,
„was die anderen Leute denken.“ Bedenken Sie, dass zu der Zeit, als Jesus auf
Erden lebte, viele religiöse Führer wussten, dass er der Christus war, aber sich
aus eben diesem Grund nicht zu ihm bekannten: „Denn sie hatten lieber Ehre
bei den Menschen als Ehre bei Gott“ (Johannes 12, 43).
Haben Sie den Glauben und den Mut, zu tun, was Gott eindeutig gebietet -
unabhängig davon, was andere darüber denken?
Wenn dem so ist, können wir nun nach klaren, absoluten BEWEISEN im Bezug
auf den wahren Sabbat des allmächtigen Gottes forschen. Nehmen wir an, Sie
würden Ihre Suche nach dem wahren Sabbat auf einer einsamen Insel beginnen, und
dass die einzigen Schriftstücke, die Sie nach einem Schiffsunglück retten
konnten, die Bibel und ein Kalender wären. Wenn Sie Ihre Suche völlig offen und
unvoreingenommen beginnen würden und vielleicht sogar vergessen hätten, welchen
Tag Sie bisher eingehalten hatten, welchen Tag
MÜSSTEN Sie dann nach einem solchen Studium einhalten?
Sonntag? - Auf gar keinen Fall!
WARUM? Weil die Bibel an keiner Stelle irgend jemandem gebietet, den
Sonntag als Tag des wöchentlichen Gottesdienstes zu halten! Vielmehr lehrt sie
uns, an diesem Tage zu arbeiten
. Tatsächlich zeigen viele Verse vom 1. Buch Mose bis hin zum Buch der
Offenbarung eindeutig, dass es nicht der erste Tag - Sonntag - war,
sondern der siebte Tag der Woche (der Sabbat von Sonnenuntergang am
Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag), der von allen treuen Dienern
Gottes sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament gehalten wurde. Und
eben dieser Siebenten - Tages - Sabbat wird auch weiterhin von allen Christen
auf der Erde während der bald anbrechenden 1000jährigen Herrschaft Christi
gehalten werden! (vgl. Offenbarung 20, 4-6).
Beachten Sie, was Jesus Christus in Markus 2, 23-28 sagt: „Jesus erlaubte
seinen Jüngern, Ähren auszuraufen und zu essen, als sie am Sabbat durch ein
Kornfeld gingen. Die Pharisäer stellten ihn deshalb zur Rede, denn sie hatten
über 60 Satzungen hinzugefügt, die bestimmten, was am Sabbat getan werden
durfte, und was nicht - lediglich gestützt auf ihr menschliches Gutdünken. Doch
Jesus sagte: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der
Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den
Sabbat
“ (Verse 27-28).
Christus sagte nicht, der Sabbat sei für die Juden gemacht worden,
sondern für die „Menschen.“ Er sagte, der Sabbat (nicht Sonntag) ist der
Tag, dessen „Herr“ er ist. Jesus gab nicht den kleinsten Hinweis darauf, dass
das Sabbatgebot aufgehoben sei. Vielmehr zeigte er hier wie in den folgenden
Versen, wie man den Sabbat so einhält, dass er an Bedeutung gewinnt.
Jesus sagte, der Sabbat sei „um des Menschen willen gemacht“ - dass er ihn
einhalten sollte - LANGE BEVOR das jüdische Volk überhaupt existierte.
Sehen wir uns nun den von Gott inspirierten Bericht an, wie dieser den
Menschen erschuf und ihm anschließend den Sabbat gab. In 1. Mose 1, 1 lesen wir:
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Diese ursprüngliche Schöpfung dürfte vor
Milliarden von Jahren stattgefunden haben. Der nächste Vers beschreibt, dass die
Erde in einen Zustand der Unordnung und Leere verfiel. Und die folgenden Verse
zeigen, wie Gott unseren Planeten vor etwa 6000 Jahren erneuerte und die
Vorfahren der Pflanzen und Tiere erschuf, die wir heute sehen. Beachten Sie
jetzt Vers 26: „Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns
gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter
dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles
Gewürm, das auf Erden kriecht.“ Der Mensch wurde also nach dem „Bild“ Gottes
erschaffen. Uns wurde „Herrschaft“ oder Regierungsgewalt über den Rest der
Schöpfung gegeben. Aber wie sollte der Mensch in Kontakt mit seinem
Schöpfer bleiben? Wie sollten wir uns daran erinnern, dass der wahre
Gott tatsächlich der SCHÖPFER all dessen ist?
1. Mose 2, 2-3 gibt uns einen Teil der Antwort: „Und so vollendete Gott am
siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen
seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und
heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott
geschaffen und gemacht hatte.“
Beachten Sie, dass Gott sein Schöpfungswerk vollendete
, indem er am siebten Tag der Woche ruhte. Das Wort „Sabbat“ ist vom
hebräischen Shabath
abgeleitet, das buchstäblich „Ruhe“ oder „Aufhören“ bedeutet. Gott schuf
den Sabbat, indem er an ihm ruhte und aufhörte, materielle Dinge zu erschaffen.
Und er „segnete“ und „heiligte“ diesen Tag - das heißt, er sonderte ihn ab zum
heiligen Gebrauch - wie keinen anderen Tag! Durch das Segnen und
Heiligen des Siebenten - Tages - Sabbats zeigte Gott seine Gegenwart IN diesem
Tag in ganz besonderer Weise. Denn von allen Tagen der Woche weist ALLEINE
dieser in einzigartiger Weise auf ihn als den wahren Gott hin, als denjenigen,
der das gesamte Universum erschuf und jetzt regiert.
Der Sonntag im Neuen Testament
Das Wort „Sonntag“ erscheint noch nicht einmal in
wortgetreuen Übersetzungen der Bibel. Was wir finden können, ist der
Begriff „erster Tag der Woche.“ Er erscheint im Neuen Testament nur an acht
Stellen. Fünf dieser Verse (Matthäus 28, 1; Markus 16, 1-2; Markus 16, 9; Lukas
24, 1 und Johannes 20, 1) beschreiben, wie Maria Magdalena und andere NACH
Christi Auferstehung an das Grab kommen. Wie wir an anderer Stelle in dieser
Broschüre beweisen, wurde Jesus am Samstagabend auferweckt – NICHT am
Sonntagmorgen. Diese Verse haben also nichts mit der Einhaltung des Tages
von Christi Auferstehung zu tun!
In Johannes 20, 19 lesen wir: „Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche,
als die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den
Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht zu ihnen: Friede sei mit
euch!“ Dies war kein Gottesdienst zur Feier der Auferstehung. Die Bibel
berichtet, dass sie nicht glaubten, dass Christus auferstanden war,
bis sie ihn sahen! (Markus 16, 14; Lukas 24, 27-41).
Das Buch der Apostelgeschichte hält die Entwicklung und Ausübung der Lehren
in der frühen Kirche fest. Doch der erste Tag der Woche ist nur einmal erwähnt,
in Apostelgeschichte 20, 7-12. „Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt
waren das Brot zu brechen [d.i. eine gemeinsame Mahlzeit einzunehmen], predigte
ihnen Paulus, und da er am nächsten Tag weiterreisen wollte, zog er die Rede hin
bis Mitternacht“ (Vers 7). Dies war eine einmalige Zusammenkunft und ein
gemeinsames Essen, kein regelmäßiger Gottesdienst. Und wenn wir verstehen, dass
nach biblischer Zählung Tage von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gerechnet
werden, können wir erkennen, dass die Zeit vor Mitternacht des „ersten Tages“
tatsächlich der Samstagabend war. Diese Zusammenkunft am „ersten Tag“ war also
ein Ereignis, das am Samstagabend stattfand! Und bei Sonnenaufgang am Sonntag
begann Paulus einen anstrengenden, etwa 30 Kilometer langen Fußmarsch (Verse
11-14) – nicht gerade das, was man erwarten würde, wenn er den Sonntag als
seinen Tag der Sabbatruhe angesehen hätte!
In 1. Korinther 16, 2 bat Paulus: „An jedem ersten Tag der Woche lege ein
jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, soviel ihm möglich ist,
damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme.“ Dies ist in
keiner Weise eine Aufforderung zum Gottesdienst am Sonntag. Beachten Sie, dass
die Sammlung aufhören sollte, als Paulus in Korinth eintraf! Und beachten
Sie auch, dass diese Verse nichts darüber aussagen, dass man sich zu einem
wöchentlichen Gottesdienst versammeln sollte, um diese Sammlung durchzuführen.
Es war außerdem keine Sammlung von Geld, sondern von Lebensmitteln, um die Armen
in Jerusalem zu unterstützen, die an einer Dürre und Hungersnot litten (vgl.
Römer 15, 25-28). Bis zu Paulus’ Ankunft sollte jeder Einzelne seinen Beitrag
bei sich „zurücklegen“ – sicherlich bei sich zu Hause. Paulus wusste, dass die
Sammlung so umfangreich ausfallen würde, dass es mehrere Personen brauchte, um
sie nach Jerusalem zu transportieren (Vers 4) – nicht gerade, was man erwarten
würde, wenn hier Geld gesammelt worden wäre.
Einen weiteren Vers, der manchmal herangezogen wird, um zu begründen, dass
der Sonntag der „Tag des Herrn“ sei, finden wir in Offenbarung 1, 10. Hier sagt
der Apostel Johannes: „Ich war an dem dem Herrn gehörenden Tag im Geist und ich
hörte hinter mir eine laute Stimme“ (revidierte Elberfelder - Übersetzung).
Dieser Vers bezieht sich jedoch nicht darauf, am ersten Tag der Woche - oder an
irgend
einem bestimmten Wochentag - einen Gottesdienst abzuhalten. Das Buch der
Offenbarung ist eine Prophezeiung (Kapitel 1, 3) von Endzeitereignissen. Der
„Tag des Herrn“ ist somit identisch mit dem zukünftigen Tag des Herrn, der über
30 Mal in der biblischen Prophezeiung erwähnt wird. Dieser beschreibt die Zeit,
wenn Gott auf übernatürliche Weise in das Weltgeschehen eingreifen wird, um die
Nationen zurechtzuweisen und schließlich Christus zur Erde zurückzusenden, damit
letztendlich Weltfrieden erreicht wird. Johannes meinte, dass er in einer Vision
durch Gottes Geist in diese Zeit geführt wurde.
Und selbst wenn dieser Vers von einem bestimmten Wochentag sprechen
würde, welcher Tag würde das sein? Erinnern wir uns, was Jesus sagte: „So ist
der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat“ (Markus 2, 28). Und der
vorgeburtliche Christus nannte den Sabbat „[meinen] heiligen Tag ... den
heiligen Tag des HERRN“ (Jesaja 58, 13). Und im vierten Gebot sagt er: „Aber am
siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes“ (2. Mose 20, 10).
Offenkundig ist also der Siebenten - Tages - Sabbat nicht unser Tag. Er
ist ohne Zweifel der Tag des Herrn! Eine wöchentliche Einhaltung des Sonntags
als Ruhetag hat absolut keine biblische Basis.
Das Testgebot
Wie alle wissen, die sich intensiver mit der Bibel
befassen, war der Patriarch Abraham der Urgroßvater Judas, von dem die „Juden“
abstammen. Hielt er Gottes wahren Sabbat ein? Absolut!
Denn Gott sagte: „... weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und
gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz“
(1. Mose 26, 5).
Die nachfolgenden Generationen der Israeliten hatten aus diesen Versen
eindeutig entnommen, dass Abraham den Siebenten - Tages - Sabbat - den
Sabbat, den Gott bei der Schöpfung
der Menschheit „geheiligt“ hatte - eingehalten hat. Und im Neuen Testament
nennt Paulus Abraham den „Vater“ aller Gläubigen (Römer 4, 11-16).
Viele vertreten die Meinung, dass die Zehn Gebote - einschließlich des
vierten Gebotes über das Heilighalten des Sabbats - nur Bestandteil des „Alten
Bundes“ waren, den Gott mit Israel am Sinai zur Zeit Moses geschlossen hatte.
Sie argumentieren, dass die Zehn Gebote - mit dem Sabbatgebot - außer Kraft
sind, weil der Alte Bund durch den Tod Christi beendet wurde.
Doch der Siebenten - Tages - Sabbat wurde bereits zu Beginn der
Menschheitsgeschichte von Gott zur „heiligen Zeit“ erklärt. Und etwa 2000
Jahre später gab uns Abraham, der Vater aller Gläubigen, ein BEISPIEL des
Glaubens, als er Gottes Gebote und Weisungen befolgte - offensichtlich
einschließlich der Einhaltung des Sabbattages. Und dies war noch immer LANGE VOR
dem Alten Bund zwischen Gott und Israel!
Einige Jahrhunderte später sehen wir, wie Abrahams Nachfahren von Moses aus
der ägyptischen Sklaverei geführt wurden. Wochen vor der Errichtung des
Alten Bundes am Sinai wollte Gott sein Volk an den wahren Sabbat erinnern, den
er der Menschheit bei der Schöpfung gegeben hatte. Für den Fall, dass irgend
jemand von ihnen Gottes Sabbat vergessen hatte oder darüber im Zweifel war, -
was nach einigen Jahrhunderten in der ägyptischen Sklaverei durchaus möglich war
-, gab Gott seinem Volk eine Reihe von Zeichen, die zeigten, welchen Tag
er geheiligt hatte.
Sehen wir uns den Bericht in 2. Mose 16, 1-30 an. Die Israeliten „murrten“
gegen Gott, weil sie mehr zu essen haben wollten. Deshalb sagte Gott: „Siehe,
ich will [dem Volk] Brot vom Himmel regnen lassen ..., dass ich’s prüfe, ob es
in meinem Gesetz wandle oder nicht“ (Vers 4). Dies ist insofern interessant, als
es ein weiterer Beweis dafür ist, dass Gottes Gesetz bereits in Kraft
war, bevor der Alte Bund am Sinai geschlossen wurde!
Gott erklärte, dass er folgendes Wunder vollbringen würde: An jedem
Wochentag außer am Samstag würde er ein spezielles Nahrungsmittel, genannt
„Manna,“ vom Himmel regnen lassen, das den Boden bedecken sollte. Jeden Morgen
sollte das Volk es einsammeln und am selben Tag essen. Sie konnten es nicht über
Nacht aufbewahren, sonst würde es verderben und Würmer hervorbringen. Aber am
Samstag gäbe es kein Manna, das die Israeliten einsammeln könnten. Was sollten
sie dann an diesem Tag essen? Gottes Antwort war der zweite Teil seines
Wunders: Jeden Freitag würde er eine doppelte Portion Manna vom Himmel regnen
lassen, - eine Portion für diesen Tag und eine weitere Portion zum Aufbewahren
über Nacht für Samstag (Vers 23). Dies erforderte natürlich einen dritten
Teil des Wunders, dass nämlich die Portion, die für den Sabbat aufbewahrt
werden sollte, nicht verderben würde. Von Freitag auf Samstag war die einzige
Zeit, in der das Volk Essen aufbewahren durfte, denn Gott zeigte ihnen, dass der
Freitag als Rüsttag oder Vorbereitungstag für den Sabbat gedacht war.
Deshalb richtete Gott es so ein, dass sie die Arbeit des Einsammelns von
Manna am Samstag nicht zu tun brauchten, und er ermöglichte ihnen dadurch, am
Sabbat zu ruhen und trotzdem etwas zu essen zu haben. „Und sie legten’s
beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht
stinkend, und war auch kein Wurm darin. Da sprach Mose: Esst dies heute, denn
heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem
Felde“ (Verse 24-25).
Erinnern wir uns, dass dies ein TEST war, um zu sehen, ob sie Gottes Gesetz
befolgen würden, oder nicht. Was tat das Volk also?
Wie es bei den Menschen so oft der Fall ist, nahmen sie Gott NICHT ernst!
Einige Israeliten gingen aus dem Lager und versuchten, auch am Sabbat
Manna zu finden. „Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch,
meine Gebote und Weisungen zu halten? Sehet, der HERR hat euch den Sabbat
gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe
nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten
Tage“ (Verse 28-30).
Bei dieser Gelegenheit vollbrachte Gott einige Wochen vor der
Ankunft Israels am Sinai jede Woche ein dreiteiliges Wunder, um seinem Volk zu
zeigen, WELCHER TAG der heilige Sabbat war - und immer gewesen ist. Als
einige versuchten, an diesem Tage trotzdem zu arbeiten, ermahnte sie der
Schöpfer: „Wie LANGE weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten?“!
Wer gab die Zehn Gebote?
Die Zehn Gebote - einschließlich des Sabbatgebotes -
waren schon seit der Erschaffung des Menschen in Kraft. Gott
erinnerte das Volk lediglich an diese wichtige Tatsache.
Dann sehen wir, wie Gott die Zehn Gebote in einem Gesetzeskodex für seine
Nation Israel zusammenfasst. Dies war ein wahrhaft Ehrfurcht einflößender
Moment. Es blitzte und donnerte, und die Erde BEBTE durch die Kraft des
Schöpfers. Dann sprach Gott selbst - nicht Mose - die Zehn Gebote (2.
Mose 20, 1)! Viele glauben, dass Gott, der Vater, diese Gebote gab, und
dass Jesus Christus später erschien, um sie wieder aufzuheben. Aber Jesus sagte
zu den Juden, dass sie die Stimme des Vaters „niemals ... gehört noch seine
Gestalt gesehen“ hatten (Johannes 5, 37).
Wer war dann aber der Gott, der bei den Israeliten am Sinai war? Er wurde
oft der „Fels“ Israels genannt (5. Mose 32, 4.15.31; Psalm 18, 2.31.46; u.a.).
Im Neuen Testament schrieb der Apostel Paulus unter Inspiration über ihn. Er
schreibt, die Israeliten haben „alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie
tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber
war Christus“ (1. Korinther 10, 4)! Die Bibel macht sehr deutlich, dass die
Person in der Gottheit, die mit dem altertümlichen Israel gesprochen hatte,
derjenige war, der sich später „entäußerte“ und Jesus Christus wurde!
Während seiner Lebenszeit als Mensch sagte Jesus zu den feindseligen
Pharisäern: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich“
(Johannes 8, 58). Viele angesehene Bibelkommentare erkennen an, dass Jesus in
diesem Vers klar zu verstehen gibt, dass er tatsächlich der Gott Israels
war, der nun im Fleisch erschienen war.
Im Bezug auf die Aussage „ICH BIN“ schreibt der Expositor’s Bible
Commentary:
„Ich bin“ beinhaltet eine fortdauernde Existenz
einschließlich der Existenz zur Zeit Abrahams. Jesus bestätigte also, dass er
zur Zeit von Abrahams Geburt bereits existierte. Des weiteren war ICH BIN ein
bei den Juden anerkannter Titel der Gottheit. Als Gott Mose auftrug, vom Pharao
die Freiheit der Israeliten zu verlangen, sagte er: „So sollst du zu den Söhnen
Israel sagen: [Der] ‘ich bin
’ hat mich zu euch gesandt“ (2. Mose 3, 14, revidierte Elberfelder Übersetzung).
[Ein Gelehrter] erklärt, dass diese Aussage in sich die echteste, kühnste und
tiefgreifendste Bestätigung Jesu beherbergt, wer er war“ [Band 9, Seite 99].
Jesus Christus war mit Sicherheit der Gott des Alten
Testaments - das „Wort“, wie ihn das erste Kapitel des Johannesevangeliums
nennt, das im Namen des Vaters sprach. Die Bibel zeigt auch, dass Christus
derjenige war, durch den Gott alle Dinge erschaffen hatte (Johannes 1, 1-3.14;
Epheser 3, 9; Kolosser 1, 16-17; Hebräer 1, 2-3). Das bedeutet, dass Jesus
Christus derjenige ist, der den Sabbat ursprünglich erschuf, indem
er am siebten Tage ruhte! Kein Wunder ist er der Herr dieses Tages,
wie wir in Markus 2, 28 lesen, denn er MACHTE den Sabbat!
Wir können also sehen, dass Christi eigene Stimme die Berge erbeben
ließ, als er das große, geistliche GESETZ Gottes verkündete. Wie wir bereits
gesehen haben, existierte dieses Gesetz sogar seit der Schöpfung. Die
Israeliten waren jedoch versklavt, und hatten ohne Zweifel im Lauf der
Jahrhunderte das Wissen über dieses Gesetz und den Gott, der hinter ihm steht,
verloren. Deshalb verkündete Gott - in der Person des „Wortes“, Jesus Christus -
nun dieses Gesetz und schrieb es dann auf Steintafeln (2. Mose 31, 18; 34, 1).
Inmitten des Gesetzes befindet sich - ausführlicher beschrieben als alle
anderen Gebote - das vierte Gebot, in dem Gott Israel daran erinnert, den
Siebenten - Tages - Sabbat einzuhalten: „Denke an den Sabbattag, um ihn
heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber
der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm]
keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und
deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore
[wohnt]. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht,
das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete
der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2. Mose 20, 8-11, revidierte
Elberfelder Übersetzung).
Beachten Sie, dass Gott sagte: „Denke an den Sabbattag.“ Die
Israeliten hatten, wie wir gesehen haben, schon einmal durch die Schöpfung und
erneut in 2. Mose 16 Anweisungen über den Sabbat erhalten. Dann sagte Gott auch,
man solle ihn heilig „halten.“ Man kann nicht kaltes Wasser warm
halten! Ebenso musste der Sabbat bereits geheiligt worden sein. Andernfalls
hätte Israel ihn nicht heilig halten können! Nur GOTT kann etwas
„heiligen“ - in diesem Fall eine bestimmte Zeitspanne. Und wie wir sehen werden,
ist der siebte Tag die EINZIGE Zeit der Woche, die Gott je „geheiligt“ bzw. als
heilige Zeit ausgesondert hat.
In Vers 11 erinnert Gott uns daran, dass der Sabbat ein Hinweis auf die
Schöpfung
ist. Nachdem Gott in sechs Tagen alles erschaffen hatte, „ruhte“ er am siebten
Tage. „Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ Um es noch
einmal zu sagen: Kein anderer Wochentag wurde in dieser Weise von Gott geheiligt
und hatte den Segen Gottes auf sich.
Aber war der Sabbat nicht ein Teil des jüdischen Ritual- und Opfergesetzes,
das abgeschafft wurde? Einige Theologen versuchen, eine Argumentation in dieser
Richtung zu führen. Wenn Sie aber nur Ihre eigene Bibel studieren ist es
einfach, diesen fehlerhaften Gedankengang zu durchschauen. Beachten Sie, dass 2.
Mose 20 IN KEINER WEISE über Tieropfer, rituelle Waschungen oder zeremonielle
Pflichten im Zusammenhang mit dem Sabbat spricht (vgl. Jeremia 7, 22-23). Wie
auch der von Gott inspirierte Bericht in 5. Mose bezeugt, stehen die Zehn Gebote
FÜR SICH ALLEINE als das große, geistliche Gesetz Gottes. Ebenso erinnerte Mose
das Volk: „Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer ganzen Gemeinde auf
dem Berge, aus dem Feuer und aus der Wolke und dem Dunkel mit großer Stimme, und
TAT NICHTS HINZU und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir“ (5.
Mose 5, 22).
Ein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk
Später schloss Gott - wiederum in der Person Jesu
Christi - einen Bund mit Israel, den Sabbat betreffend. Gott sprach: „Sage den
Kindern Israel: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir
und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, dass ich der HERR bin,
der euch heiligt“ (2. Mose 31, 13).
Die Betonung liegt hier darauf, dass wir den wahren Gott „erkennen“, der
uns absondert, wenn wir das „Zeichen“ seines Sabbattages einhalten, der
auf ihn als den SCHÖPFER hinweist.
Der vorgeburtliche Jesus führte weiter aus: „Darum sollen die Kinder
Israel den Sabbat halten, dass sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als
EWIGEN Bund. Er ist ein EWIGES ZEICHEN zwischen mir und den Kindern Israel. Denn
in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er
und erquickte sich“ (Verse 16-17).
Ein „Malzeichen“ oder „Brandmal“ wird üblicherweise einer Person oder einem
Tier aufgezwungen. Aber ein „Zeichen“ wird freiwillig getragen,
wie zum Beispiel „Müller & Söhne“ an der Fassade eines Geschäftsgebäudes. Im
Hinblick auf den Sabbat weist es darauf hin, wer
Gottes treues Volk ist. Es sind diejenigen, die sich Gott unterworfen
haben und gewillt sind, das „Zeichen“ des Schöpfers zu tragen, indem sie den
einzigen Wochentag, den Gott je abgesondert hat, heilig halten. Und für
die in dieser Weise Treuen ist er eine ständige Erinnerung daran, dass sie nicht
„Göttern“ aus Holz und Stein dienen, auch nicht Fabelwesen, die der menschlichen
Vorstellungskraft entsprungen sind, sondern dem SCHÖPFER, der alle Steine und
Hölzer sowie den menschlichen Geist erschaffen hat, der so oft versucht, den
Schöpfer zu verleugnen und durch ein eigenes Konzept von „Gott“ zu ersetzen.
Beachten Sie besonders, dass die Israeliten den Sabbat als „ewigen Bund“
zwischen sich und Gott halten sollten! Gibt es IRGENDEINEN Hinweis, dass die
Israeliten, die zu Christen wurden, den heiligen Bund aufgeben, und einen
anderen Tag begehen sollten? Misst Gott mit zweierlei Maß wenn es darum geht,
welcher Tag als Sabbat einzuhalten ist?
Nein. Vielmehr schreibt Paulus, dass Heidenchristen in Israel
„eingepfropft“, und zu geistlichen Israeliten werden sollten (vgl. Römer
11, 17.24; Galater 3, 28-29). Derselbe Apostel stellte auch ganz klar fest:
„Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die
Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude,
der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die
im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von
Menschen, sondern von Gott“ (Römer 2, 28-29). Aus diesem Grunde nannte Paulus
die neutestamentliche Kirche das „Israel Gottes“ (Galater 6, 16).
Wirklich bekehrte Heiden werden also Teil des geistlichen Israels
und müssen ebenfalls den Zehn Geboten gehorchen, - dem großen, geistlichen
GESETZ des Schöpfers. Selbstverständlich müssen sie auch dem „ewigen“ Sabbatbund
Folge leisten, den der vorgeburtliche Jesus mit Israel geschlossen hat. Er ist
ein Zeichen zwischen Jesus Christus und seinem Volk FÜR ALLE EWIGKEIT!
In Jesaja 56 finden wir eine bemerkenswerte Prophezeiung inmitten einer
Reihe von ENDZEITprophezeiungen, von denen sich viele auf die uns unmittelbar
bevorstehenden Jahre beziehen. In diesem Zusammenhang gibt Gott eine klare
Anweisung für die Männer und Frauen ALLER NATIONEN: „Wohl dem Menschen, der dies
tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht
entheiligt und seine Hände hütet, nichts Arges zu tun!“ (Jesaja 56, 2).
Ein paar Verse später gibt Gott den Heiden oder Ausländern die
Anweisung, seinen Sabbat zu halten und beschreibt die SEGNUNGEN, die sich daraus
ergeben würden: „Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu
dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die
den Sabbat halten, dass sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund
festhalten, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen
in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig
sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für ALLE VÖLKER“
(Verse 6-7).
Wie Jesus sagte, ist der Sabbat um des „Menschen“ willen geschaffen, also
für die GESAMTE Menschheit. Sehen wir nun also, wie Jesus und die Apostel immer
den Siebenten - Tages - Sabbat hielten, - denselben Tag, den alle Juden um sie
herum begingen.
Das Beispiel Jesu Christi
Gott sagt uns immer wieder, dass Christus das „Licht“
war, - ein Vorbild, wie wir leben sollten. Es ist erstaunlich, wie viele
christliche Geistliche sich mit den Lippen zu dieser Aussage bekennen, jedoch
auf der anderen Seite nach Gründen dafür suchen und intensiv darüber
diskutieren, warum man dem vollkommenen Beispiel Christi in der Einhaltung des
Sabbats und anderen Akten des Gehorsams gegenüber Gottes Gesetz nicht zu folgen
braucht!
Im Bezug auf Jesus sagt uns das Johannesevangelium: „In ihm war das Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der
Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen“ (Johannes 1, 4-5).
Verstehen die religiösen Gelehrten von heute dieses „Licht“ wirklich besser als
die Menschen zu Jesu Lebzeiten?
Später sagte Christus: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der
wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“
(8, 12). Was meinte er mit „wer mir nachfolgt“? Kann jemand Jesu Lehren
verwerfen, sich weigern, ihm und der Lebensweise, die er verkörperte,
nachzueifern, und dennoch behaupten, ihm „nachzufolgen“? In 1. Petrus 2, 21-22
gibt Petrus uns folgende Anweisung Gottes: „Denn dazu seid ihr berufen, da auch
Christus gelitten hat für euch und euch ein VORBILD hinterlassen, dass ihr sollt
nachfolgen seinen Fußtapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund
sich kein Betrug fand.“
Ja, Christus hat uns in jeder Hinsicht ein Beispiel gegeben! Der Apostel
Paulus greift dieses Thema auf, als er die Korinther auffordert: „Folgt meinem
Beispiel, wie ich dem Beispiel Christi!“ (1. Korinther 11, 1). Wir sollen also
Jesus Christus „imitieren“, statt ihm nur nach menschlichem Gutdünken
„nachzufolgen.“
Der Apostel Johannes stellte am Ende seines Lebens fest: „Wer sagt, dass er
in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat“ (1. Johannes 2, 6). Die
New English Bible
gibt den Vers so wieder: „Hier ist der Test, durch den wir sicher sein können,
dass wir in ihm sind: Wer beansprucht, in ihm zu sein, verpflichtet sich
selbst, zu LEBEN wie Christus gelebt hat
.“
Und wie hat Jesus Christus gelebt? Die Bergpredigt wird allgemein als
wesentliche Zusammenfassung seiner Lehre anerkannt. Hier sagt Jesus: „Ihr sollt
nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen;
ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen [d.h. zur Fülle zu
bringen]. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen
[die beide noch immer existieren!], wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe
noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Wer nun eines von
diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste
heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im
Himmelreich
“ (Matthäus 5, 17-19).
Jesus kam nicht, um die Zehn Gebote abzuschaffen, die er zuvor im Alten
Testament vom Vater überbracht hatte. Vielmehr kam er, um ihnen vollen Ausdruck
zu verleihen - um deren wirkliche, geistliche Bedeutung aufzuzeigen. Dadurch
machte er sie in Wahrheit noch bindender. Zum Beispiel erklärte Jesus,
dass das siebte Gebot gegen Ehebruch mehr verbietet, als nur den
Geschlechtsverkehr mit jemand anderem als dem Ehepartner. Es verbietet auch, in
Gedanken nach anderen zu gelüsten (Verse 27-28). Und wie wir gerade gesehen
haben, sagte er auch, dass man, um in seinem kommenden Reich „groß“ zu heißen,
selbst das kleinste der Gebote Gottes „tun und die Leute so lehren“ muss.
Wie viel wichtiger
ist es dann, dass wir das TESTGEBOT tatsächlich einhalten und lehren, das auf
den wahren Gott - den Schöpfer - hinweist!
Nun behaupten viele, Christus selbst habe den Sabbat gebrochen. Das
ist aber völlig falsch! Die Bibel sagt, er war „ohne Sünde“ (Hebräer 4, 15). Und
Sünde ist die „Gesetzesübertretung“ (1. Johannes 3, 4, Schlachter -
Übersetzung). Wir wissen also, dass Jesus nie Gottes Gesetz - einschließlich des
vierten Gebotes über die Heilighaltung des Sabbats - gebrochen hat. Hätte
Jesus den Sabbat gebrochen, so hätte er den Lohn der Sünde verdient - den Tod
(Römer 6, 23), und hätte nicht unser Erlöser werden können. Es ist also
erwiesen, dass Jesus niemals auch nur das geringste der Gebote Gottes
brach oder die Menschen lehrte, es zu tun. Er sagte vielmehr: „ ... ich
[halte] meines Vaters Gebote
“ (Johannes 15, 10).
Des Weiteren setzte Jesus zu Beginn seines Wirkens den Maßstab für sein
lebenslanges Beispiel: „Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und
ging nach seiner GEWOHNHEIT
am Sabbat in die Synagoge...“ (Lukas 4, 16). Und in Lukas 13, 10 lesen wir: „
... er lehrte in einer Synagoge am Sabbat.“ Selbstverständlich sollten wir also
dem Beispiel Christi folgen und denselben Sabbat halten, den er hielt!
Und welcher Tag war dieser Sabbat? Natürlich der selbe, den die Juden um ihn
herum auch hielten - Samstag.
Tatsächlich sollte Gottes Sabbat – gemäß dem damaligen und heutigen
Verständnis des jüdischen Volks – von Sonnenuntergang am Freitag bis
Sonnenuntergang am Samstag gehalten werden. Ebenso werden alle Tage in
Gottes Kalender von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang gerechnet - eine Nacht,
gefolgt von einem Tag (vgl. 3. Mose 23, 32; 1. Mose 1, 5-31). Gott ließ seine
Tage NICHT mitten in der Nacht beginnen und enden, wie es die Menschen anhand
der von ihnen erfundenen Uhren berechnen! Bekanntlich gab es in frühester Zeit
keine solchen Uhren. Aber die Menschen hatten Gottes große „Uhr“ am
Himmel - die Sonne. Und sie hatten die Sterne, nach denen auch heute noch ALLE
von Menschen erdachten Kalender ausgerichtet werden müssen. Denn am Anfang
sprach Gott: „Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag
und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre“ (1. Mose 1, 14). Wenn wir
also die Tage heilig halten, die Gott heilig gemacht hat, erkennen
wir, dass sie auf seiner eigenen Schöpfung basieren - wobei die Himmelskörper
die Zeiten markieren -, und dass alles auf ihn als den SCHÖPFER aller Dinge
hinweist!
Die Tatsache, dass Christus selbst den Sabbat hielt wie die Juden zeigt,
dass das Wissen um den richtigen Tag in der Vergangenheit nicht verloren
gegangen war, wie manche zu argumentieren versuchen. Wir haben gesehen, dass es
dem vorgeburtlichen Jesus sehr wichtig war, die Israeliten nach der
Gefangenschaft in Ägypten an den wahren Sabbattag zu erinnern. Hätte er also
nicht auch den richtigen Tag während seines irdischen Lebens gehalten, selbst
wenn die Juden inzwischen davon abgewichen wären? Selbstverständlich! Aber sie
waren nicht davon abgewichen. Christus war Herr über den Tag, den die
Juden als Sabbat hielten! (vgl. Markus 2). Und von dieser Zeit an bis heute hat
sich an dem Zyklus der Sieben - Tage - Woche nichts geändert.
Wie können wir dessen sicher sein? Die Juden hielten weiterhin den
Sabbat - auch nach ihrer Zerstreuung. Wäre der wöchentliche Zyklus in
Vergessenheit geraten, so würden Juden in einem Teil der Welt einen bestimmten
Tag halten, während Juden in anderen Gegenden andere Tage einhalten
würden. Aber was sehen wir? In jeder Nation, in die die Juden zerstreut wurden,
halten sie allesamt DENSELBEN TAG - Samstag! Demnach ist der Samstag noch immer
der siebte Tag im wöchentlichen Zyklus, der bei der Schöpfung begann.
Haben Christus und seine Jünger den Sabbat
gebrochen?
Wir haben bisher gesehen, dass Jesus Gottes heiligen
Sabbat sehr offensichtlich gehalten hat, auch wenn manche etwas anderes
behaupten. Die Pharisäer beschuldigten ihn, den Sabbat zu brechen, wie zum
Beispiel in Markus Kapitel 2, als Jesus und seine Jünger Kornähren ausrauften,
um sie zu essen, als sie am Sabbat Hunger hatten. Dies war aber KEINE
Übertretung des Sabbatgebotes. Es war nur eine Verletzung der legalistischen
Einschränkungen, die die Schriftgelehrten und Pharisäer dem Sabbat
hinzugefügt hatten.
Warum hatten sie das getan? Nun, zum einen war unter dem Alten Bund die
Strafe für das Brechen des Sabbats der Tod durch Steinigen (2. Mose 31, 15; 4.
Mose 15, 32-35). So ernst war es! Zum anderen waren das Brechen des
Sabbats und der Götzendienst zwei der größten Sünden, die Gott veranlassten,
Israel und Juda in nationale Gefangenschaft und Sklaverei zu führen; und der
Prophezeiung nach wird dies wieder geschehen (vgl. Nehemia 13, 17-18; Hesekiel
20, 10-25; 22, 6 - 23, 47). Daher verfielen die Schriftgelehrten und Pharisäer
in diesem Punkt wie in den meisten Aspekten von Gottes Gesetz in das andere
Extrem und begannen, durch penible Vorschriften bis ins Detail zu regeln, was am
Sabbat erlaubt war, und was nicht. Wie bereits gesagt, fügten sie etwas
zu Gottes Gebot hinzu, - nämlich über 60 spezifische Bedingungen oder
Einschränkungen. Dadurch machten sie Gottes wöchentlichen Festtag zu einer
großen Belastung - was nie beabsichtigt war (vgl. 1. Johannes 5, 3).
Beispielsweise schrieben sie vor, man dürfe nur eine bestimmte Anzahl von
Schritten am Sabbat gehen, und müsse sich dann setzen und ausruhen. Doch Gottes
Gesetz sagt nichts Derartiges.
Natürlich lag es in der Verantwortung des Einzelnen, sich am Sabbat nicht
so weit zu verausgaben, dass seine Handlungen als Arbeit gewertet werden
mussten. Wäre Jesus nicht bei seinen Jüngern gewesen, so wäre es schlicht ihre
Verantwortung gewesen, das zu beurteilen. Doch Christus war als vollkommener
Richter bei ihnen - der Gott im Fleisch und Herr über den Sabbat. Und er
machte es sehr deutlich, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer im Irrtum
waren! Ein paar Kornähren auszuraufen und zu essen verletzt nicht das
Sabbatgebot. Hätten die Jünger jedoch das Feld abgeerntet, so wäre das etwas
anderes gewesen. Aber das taten sie nicht. Sie nahmen sich nur etwas zu Essen!
Manche werden sicherlich darauf bestehen, dass der Sabbat durch den Tod
Jesu abgeschafft wurde. Aber war dies der Fall? Glaubten seine Jünger das?
Beachten Sie, dass sich nach Jesu Grablegung einige seiner treuesten Nachfolger
entschlossen, seinen Leichnam einzusalben, damit er im Grab nicht so schnell
verwesen würde. „Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und
Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz“ (Lukas 23, 56).
Inspiriert durch den heiligen Geist schrieb Lukas hier, dass diese
engagierten Frauen den Sabbat „nach dem Gesetz“ hielten! Selbst nach Jesu Tod -
selbst nachdem ALLES, was „ans Kreuz genagelt“ werden sollte, schon daran
genagelt war, war Gottes Sabbatgebot noch immer unversehrt!
Ersetzten Christi Jünger zu dieser Zeit den Samstag durch den Sonntag? Wir
haben gerade gesehen, dass sie sich am Sabbat der Arbeit enthielten.
Aber beachten Sie die nächsten Verse: „Aber am ersten Tag der Woche sehr
früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie
bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab“ (Lukas 24,
1-2). Am Sonntag kamen sie also, um Arbeit zu verrichten. Offenkundig war
also der Sabbat, den sie heilig hielten, der vorangegangene Tag -
Samstag.
Hat Jesus nach seiner Auferstehung irgendwie zum Ausdruck gebracht, dass
seine bisherigen Lehren nun „abgeschafft“ oder „ans Kreuz genagelt“ seien? Nein,
in KEINER WEISE! Vielmehr lehrte Jesus seine Jünger, in alle Welt zu gehen, und
dieselben Dinge zu lehren - bis ans ENDE des Zeitalters. „Mir ist gegeben alle
Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle
Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen
Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und
siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende“ (Matthäus 28, 18-20).
Ist Jesus am Sonntag auferstanden?
Wenn Sie Mitglieder einer christlichen Großkirche
fragen, weshalb sie am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen, dürfte eine
typische Antwort sein, dass Jesus an diesem Tage auferstanden sei. Aber hält
diese Idee einer genauen Prüfung stand?
Beachten Sie, was Christus den Pharisäern sagte, die nach einem Zeichen für
den Messias fragten: „Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen,
aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des
Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches
war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein“
(Matthäus 12, 39-40).
Das einzige Zeichen, das Jesus gab, um zu beweisen, dass er der
Messias ist, war die Tatsache, dass er nur eine begrenzte Zeit im Grab sein
würde - genau „drei Tage und drei Nächte“ (oder 72 Stunden). Die
Ostersonntagstradition vertritt jedoch die Auffassung, dass Christus kurz vor
Sonnenuntergang am „Karfreitag“ begraben wurde, und am frühen Sonntagmorgen
auferstanden ist - nur zwei Nächte und einen Tag (oder 36 Stunden)
später!
Manche streiten sich um den Begriff „Tag.“ Aber Christus stellt klar fest,
dass ein Tag - ohne die Nacht - 12 Stunden hat (Johannes 11, 9-10). Wenn also
die Befürworter des Ostersonntags diese Aussage lesen und zu dem Schluss kommen,
dass Christus 3 Tage x 12 Stunden = 36 Stunden im Grab war, sehen wir, dass sie
die „drei Nächte“ unter den Tisch fallen lassen. Ein 24 - Stunden - Tag hat aber
annähernd 12 Tagesstunden und 12 Nachtstunden! Drei Tage und drei Nächte
sind also definitiv 72 Stunden. Aber waren es genau 72 Stunden? Jesus
sagte, er würde „NACH drei Tagen“ auferstehen (Markus 8, 31), - also nicht
früher als nach 72 Stunden. Aber er sagte auch, er würde „IN drei Tagen“
auferstehen (Johannes 2, 19.21), - also nicht später als nach 72 Stunden.
Der Sachverhalt ist klar - es handelt sich um genau 72 Stunden! Und Gott
verspätet sich nicht.
Bedenken Sie auch, dass es „noch finster“ war, als die Frauen am
Sonntagmorgen zum Grab kamen (Johannes 20, 1), und dass Jesus bereits
auferstanden war. Wie konnte das sein? Die Befürworter der Auferstehung
am Sonntag nehmen an, dass er kurz zuvor auferstanden war. Wenn sie Recht
hätten, dann wären „drei Tage und drei Nächte“ zuvor kurz vor Sonnenaufgang am
Donnerstagmorgen. Und doch glaubt niemand, dass Christus am
Donnerstagmorgen begraben wurde - oder an irgend einem Morgen -, und das aus
gutem Grund. Als Josef von Arimathäa den Leichnam Christi in das Grab legte,
brach der Sabbat an (Lukas 23, 50-54). Biblische Tage, einschließlich des
Sabbats, beginnen und enden bei Sonnenuntergang (vgl. 3. Mose 23, 32; 1. Mose 1,
5-31) - eine Nacht, gefolgt von einem Tag.
Christus wurde also am späten Nachmittag begraben - bevor bei
Sonnenuntergang ein spezieller Sabbat begann. Drei Tage und drei Nächte später
ergibt wieder dieselbe Tageszeit - später Nachmittag! Dies bringt uns zu
einem anderen Problem. Wenn wir annehmen, dass Christus am
Freitagnachmittag begraben wurde, wie es die Karfreitagstradition besagt, hätte
seine Auferstehung - 72 Stunden später - am Montagnachmittag stattgefunden. Und
doch glaubt dies auch niemand
- wiederum aus gutem Grund. Denn wir wissen, dass Christus bereits auferstanden
war, bevor die Frauen bei Tagesanbruch am Sonntag zu seinem Grab kamen! Wie
lautet also die Antwort?
Weshalb glauben so viele, dass Christus am Freitagnachmittag ins
Grab gelegt wurde? Markus 15, 42 besagt, dass es „Rüsttag war, das ist der Tag
vor dem Sabbat.“ Da der wöchentliche Sabbat immer am siebten Tag der Woche war
(dem heutigen Samstag), war der „Rüsttag“ normalerweise der Freitag. Doch wir
haben die Problematik dieser Interpretation bereits gesehen. Die Lösung dieses
scheinbaren Widerspruches ist, dass der wöchentliche Sabbat nicht der einzige
Sabbat ist, den die Bibel erwähnt. 3. Mose 23 listet sieben jährliche
heilige Tage auf, die Bestandteil der Festtage Gottes sind. Jeder dieser Tage
war ein Sabbat (oder „Ruhetag“ von der alltäglichen Arbeit). Alle jährlichen
Sabbate oder „hohen Festtage“ (außer Pfingsten) fielen auf einen bestimmten Tag
im Kalendermonat, und nicht auf einen gleichbleibenden Wochentag.
Nun können wir das Rätsel lösen, indem wir Johannes 19, 31 lesen. Die Juden
wollten die Kreuzigungsopfer entfernen, „weil es aber Rüsttag war und die
Leichname nicht am Kreuz bleiben sollten den Sabbat über - denn dieser Sabbat
war ein HOHER FESTTAG.“ Christus feierte das Passah mit seinen Jüngern in der
Nacht vor seinem Tode (Lukas 22, 15). Am folgenden Nachmittag, an dem es immer
noch Passah war (der 14. Abib oder Nisan im hebräischen Kalender - 3. Mose 23,
5), starb er am Kreuz. 3. Mose 23, 6-7 berichtet, dass der nächste Tag,
beginnend mit dem Abend nach Jesu Kreuzestod , kein wöchentlicher,
sondern ein jährlicher Sabbat war - der erste Tag der ungesäuerten Brote.
Jetzt können wir die Aussagen verknüpfen. Die Bibel zeigt klar, dass
Christus am Passahnachmittag starb und begraben wurde, und dass der folgende Tag
ein jährlicher Sabbat war. Sie zeigt auch, dass er zur selben Tageszeit, am
späten Nachmittag, auferstanden ist. Aber an welchem
Nachmittag? Da die Frauen ihn am Sonntagmorgen bereits nicht mehr im Grab
vorfanden, liegt der Schluss nahe, dass er am vorangegangenen Nachmittag,
am Samstag, auferstanden war! Dies wiederum bedeutet, dass er drei Tage und drei
Nächte vorher - am Mittwochnachmittag - begraben worden war. Es bedeutet auch,
dass das Passah, der 14. Nisan, in jenem Jahr auf einen Mittwoch fiel. Und genau
das war im Jahre 31 n.Chr. der Fall, einem Jahr, das dem biblischen Zeitrahmen
entspricht.
Die Bibel gibt auch einen weiteren Beweis, dass es in jener Woche ZWEI
Sabbate gab - einen jährlichen und einen wöchentlichen. In Markus 15, 47
beobachten Maria von Magdala und ihre Begleiterin, wie Josef von Arimathäa den
Leichnam Jesu gegen Ende des Passah in das Grab legte. Der nächste Vers, Markus
16,1, sagt uns, dass Maria von Magdala und ihre Begleiterinnen nach dem
„Sabbat“ wohlriechende Öle kauften, um Jesu Leichnam einzusalben. Lukas 23, 56
zeigt jedoch, dass sie die Öle vor dem Sabbat zubereiteten.
Natürlich konnten sie diese nicht zubereiten, bevor sie sie gekauft hatten. Die
einzig sinnvolle Erklärung ist, dass sie die Öle am Freitag kauften und
zubereiteten, - nach dem jährlichen Sabbat am Donnerstag und vor
dem wöchentlichen Sabbat am Samstag! Dann ruhten sie am wöchentlichen Sabbat, an
dessen Ende Jesus auferstand. Am nächsten Morgen, am Sonntag, als sie vor
Sonnenaufgang an das Grab kamen, um Jesus einzusalben, fanden sie ihn bereits
nicht mehr vor.
Manche werden einwenden, dass Markus 16, 9 besagt: „Als aber Jesus
auferstanden war früh am ersten Tag der Woche...“. Sie interpretieren dies, als
sei er zu diesem Zeitpunkt gerade auferstanden. Eine genaue Betrachtung der
verwendeten Zeitform löst jedoch das Problem. Am ersten Tag der Woche, als er
zuerst Maria von Magdala erschien, war er bereits auferstanden. Die
Auferstehung fand, wie wir gesehen haben, nicht am Sonntagmorgen, sondern
bereits am späten Samstagnachmittag statt. Am Sonntagmorgen war er demnach
bereits auferstanden.
Man muss also die Schlussfolgerung ziehen, dass eine Sonntagsauferstehung
nicht als Begründung herangezogen werden kann, um den Tag des wöchentlichen
Gottesdienstes vom Samstag auf den Sonntag zu verschieben. Und selbst wenn
Christus am Sonntag auferstanden wäre, warum hätten seine Jünger - die den
Siebenten - Tages - Sabbat mit ihm gehalten hatten - von seinem Beispiel, die
Zehn Gebote zu halten, abweichen sollen, um den Sonntag zu feiern? Und warum
hätten sie den Sonntag wählen sollen, der ja ausgerechnet mit der heidnischen
Sonnenanbetung in Verbindung gebracht wurde? Die Bibel macht sehr deutlich, dass
Christus NICHT am Sonntagmorgen auferstanden ist. Dieser klägliche Versuch,
Gottes Gebot zu ÄNDERN, hält einer Prüfung also nicht stand!
Gewohnheiten der ursprünglichen Apostel
Im gesamten Buch der Apostelgeschichte finden wir
Hinweise, dass die Apostel weiterhin regelmäßig den Sabbat einhielten. Sie taten
dies zusammen mit Juden und mit Heiden, die zum Glauben kamen, und -
geleitet durch den heiligen Geist - hielt die gesamte neutestamentliche Kirche
noch Jahrzehnte nach Jesu Tod Versammlungen am Siebenten - Tages - Sabbat ab.
Auch Historiker der protestantischen Denkrichtung erkennen diese Tatsache an. In
seinem Buch The Story of the Christian Church [Die Geschichte der
christlichen Kirche] bemerkt Jesse Lyman Hurlbut: „Solange die Kirche im
wesentlichen jüdisch war, wurde der hebräische Sabbat gehalten; aber als sie
mehr und mehr heidnischen Zulauf bekam, nahm der erste Tag der Woche allmählich
die Stelle des siebten Tages ein“ (1970, Seite 36).
Beachten Sie, dass Hurlbut sagt, der erste Tag habe den Siebenten - Tages -
Sabbat „allmählich“ ersetzt. Hat Gott sein Gesetz „allmählich“ abgeschafft? Der
Gedanke ist lächerlich! Wie wir später sehen werden, haben ein paar Männer der
Idee Vorschub geleistet und Millionen bekennender Christen VERFÜHRT, so dass sie
nicht nur den Sabbat abschafften, sondern auch das ganze Konzept des Gehorsams
gegenüber Gottes Gesetz!
Zu Lebzeiten der ursprünglichen Apostel Christi gab es jedoch keinerlei
solche Änderung. Sogar der Apostel Paulus - der Apostel der Heiden -
hielt regelmäßig den Sabbat. Und seine Bekehrung zum Christentum fand erst
lange nach Christi Auferstehung statt. Sehen Sie hierzu den Bericht in
Apostelgeschichte 13, 14: „Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach
Antiochia in Pisidien und gingen am Sabbat in die Synagoge und setzten sich.“
Manche mögen vorbringen, dass sich Paulus lediglich am Sabbat mit den Juden
versammelte, weil es ihr Sabbat war. Das Buch der Apostelgeschichte sagt
jedoch, dass sie, als sie aus der Synagoge kamen, von den Heiden gebeten wurden,
„dass sie am nächsten Sabbat noch einmal von diesen Dingen [reden sollten]“
(Apostelgeschichte 13, 42). Hier hätte Paulus die Gelegenheit gehabt, den
Heiden zu sagen, dass sie sich jetzt am Sonntag versammeln würden! Aber tat er
es? Im Gegenteil: „Am folgenden Sabbat aber kam fast die ganze Stadt
zusammen, das Wort Gottes zu hören“ (Vers 44).
Die Wahrheit ist, dass weder Paulus noch IRGEND einer der Apostel auch
nur ein einziges Wort darüber verloren hat, dass Gottes heiliger Sabbat oder
irgend ein Teil der Zehn Gebote geändert wurde. Statt dessen hielten sie, wie
sie es von Christus selbst gelernt hatten, den siebten Tag und versammelten sich
stets an ihm.
Wie war es, als Paulus durch Gebiete mit überwiegend heidnischer
Bevölkerung reiste? Gottes Wort sagt uns: „Nachdem sie aber durch Amphipolis und
Apollonia gereist waren, kamen sie nach Thessalonich; da war eine Synagoge der
Juden. Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete
mit ihnen an drei Sabbaten von der Schrift“ (Apostelgeschichte 17, 1-2).
Es war eindeutig Paulus’ „Gewohnheit“, am Sabbat eine Versammlung zu
besuchen. Apostelgeschichte 18, 4 sagt uns, dass er „lehrte in der Synagoge
an allen Sabbaten und überzeugte Juden und Griechen.“ In allen Beispielen in
der Apostelgeschichte, wo sich Paulus mit anderen zum Gottesdienst versammelte,
gibt es nicht einen einzigen Hinweis, dass sie sich je an einem anderen
Wochentag zum Gottesdienst versammelten, als am Samstag - dem Siebenten -
Tages - Sabbat, den sie immer gehalten hatten und den die Juden noch immer
halten.
Tatsächlich hätte es buchstäblich einen AUFSTAND unter den Judenchristen
gegeben, wenn sie begonnen hätten, einen anderen Tag für den wöchentlichen
Gottesdienst zu lehren! Die einzige große Apostelversammlung, die im Neuen
Testament erwähnt wird, ist in Apostelgeschichte 15 beschrieben. Anlass war eine
heftige Auseinandersetzung im Bezug auf die Frage, ob Heidenchristen physisch
beschnitten werden sollten. Die Apostelgeschichte beschreibt das Ereignis, das
die Konferenz auslöste: „Und einige kamen herab von Judäa und lehrten die
Brüder: Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt
ihr nicht selig werden. Als nun Zwietracht entstand, und Paulus und Barnabas
einen nicht geringen Streit mit ihnen hatten, ordnete man an, dass Paulus und
Barnabas und einige andre von ihnen nach Jerusalem hinaufziehen sollten zu den
Aposteln und Ältesten um dieser Frage willen“ (Apostelgeschichte 15, 1-2).
Nachdem man sich „lange gestritten“ hatte, stand Petrus während der
Konferenz in Jerusalem auf und erklärte ausführlich, wie Gott durch ihn
Heidenchristen berufen hatte, ohne
das Gebot, sie physisch zu beschneiden. Anschließend beschrieben Paulus und
Barnabas, welche Früchte ihr Werk unter den Heiden hervorgebracht hatte, ohne
dass eine Beschneidung stattgefunden hatte. Dann fasste Jakobus, der vorsitzende
Apostel in Jerusalem, das Thema zusammen und stellte fest: „Darum meine ich,
dass man denen von den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht Unruhe mache,
sondern ihnen vorschreibe, dass sie sich enthalten sollen von Befleckung durch
Götzen und von Unzucht und vom Erstickten und vom Blut“ (Apostelgeschichte 15,
19-20). Zum Schluss wurde ein Brief verfasst, der diese richtungweisende
Entscheidung und die Gründe dafür darlegte (Verse 22-29). Paulus nahm eine
Abschrift dieses Briefes mit den Beschlüssen mit sich und ließ ihn in allen
Gemeinden, die ihm unterstanden, verlesen (16, 1-5).
Manche werden nun einwenden, dass die vier Verbote, die hierin erwähnt
wurden, die einzigen Gesetze aus dem Alten Testament sind, die für Christen noch
bindend sind. Wie Sie bemerken, ist aber zum Beispiel Mord nicht darin
aufgelistet. Dürfen wir dann also einen Mord begehen? Offensichtlich nicht!
Warum wurden also speziell diese vier Punkte erwähnt? Weil diese vier Dinge, von
denen sich Christen fernhalten sollen, übliche Praktiken heidnischer Religionen
waren. Bei ihren Götzenopfern erstickten viele Heiden ihre Tiere, statt ihnen
den Hals durchzuschneiden, damit das Blut herausfließen könnte. Dann aßen sie
das Opferfleisch und veranstalteten exzessive Orgien als religiöse Rituale. Die
Verbote in Apostelgeschichte 15 waren ursprünglich ein Teil der göttlichen
Verordnungen. Aber sie wurden auch ein Teil der levitischen Zeremonien- und
Ritualvorschriften, um die Israeliten davon abzuhalten, diese falschen Praktiken
nachzuahmen (vgl. 3. Mose 17, 7.10; 4. Mose 25, 1-3). Die Apostel wollten
verständlich machen, dass diese vier Punkte aus dem Zeremonialgesetz noch immer
gültig waren, obwohl die zeremoniellen und rituellen Teile des
alttestamentlichen Gesetzes insgesamt - einschließlich der physischen
Beschneidung - nicht mehr bindend waren. Und warum waren sie noch gültig? Weil
sie ein Teil des ursprünglichen Gesetzes Gottes waren, das noch immer
in Kraft war!
Bedenken Sie, dass diese große Kontroverse und die darauf folgende
Apostelkonferenz durch die Rechtsordnung der physischen Beschneidung
ausgelöst wurde. Um wie viel größer wäre dann der Disput gewesen, wenn die
Apostel versucht hätten, eines der Zehn Gebote abzuschaffen oder zu
ändern - besonders das Gebot über Gottes wöchentlichen Sabbat, das
„Identitätsmerkmal“ von Gottes Volk?! Es hätte einen AUFSCHREI der Empörung
gegeben. Finden wir aber auch nur den kleinsten Hinweis auf einen Streit in
dieser Angelegenheit?
Wir finden KEINEN!
Wie man sagt, finden wir ein „VIELSAGENDES Schweigen“ in dieser Sache vor.
Es gab keine Änderung in dieser Hinsicht bis Jahrzehnte oder sogar
Jahrhunderte nach dem Tod der ersten Apostel! Weder Christus noch die
frühapostolische Kirche haben also JEMALS versucht, den Sabbat zu ändern. Sie
haben nie versucht, den Gehorsam gegenüber IRGEND einem der Zehn Gebote
abzuschaffen!
Die spätere Lehre der Apostel
Vielen protestantischen Theologen wurde die Theorie der
„schrittweisen Offenbarung“ beigebracht. Wie wir sehen werden, ist diese aber
nicht weniger als eine völlige Verdrehung der Wahrheit. Sie vertritt die Idee,
dass die altertümlichen Propheten nur hebräische Philosophen waren, die
versuchten, ihr eigenes Konzept einer Gottheit zu entwickeln. Dann sei Jesus,
ein jüdischer Zimmermann, erschienen, der - stark beeinflusst durch die Religion
und moralischen Werte seiner Zeit - unter dem Alten Bund gelebt und gelehrt hat.
Nach dieser Theorie wären Jesu erste Apostel genauso ungebildet und rückständig
gewesen und hätten kein wirkliches „Verständnis“ gehabt.
Dann sei der Apostel Paulus gekommen - der „Befreier,“ wie ihn diese
Theorie nennt - und alles wurde besser. Denn Paulus sei willens gewesen, aus dem
jüdischen Denkschema „auszubrechen“ und ein modernes Christentum - ein
heidnisches Christentum - einzuführen, das für die Welt als Ganzes einfacher
zu akzeptieren war.
Das Problem mit dieser Theorie ist, dass sie ABSOLUT FALSCH ist! Denn sie
widerspricht gänzlich Jesu eigenem Gebot: „Der Mensch lebt nicht vom Brot
allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“
(Matthäus 4,4). Und wir müssen bedenken, dass außer dem Leben und den Lehren
Jesu Christi das einzige Wort Gottes, das der Menschheit zur Verfügung
stand, als er diesen Ausspruch tat, das des Alten Testaments war. Diese Tatsache
stellt die progressiven Theologen vor ein großes Problem. Denn sowohl die
Propheten des Alten Testaments als auch Jesus Christus lehrten ganz klar den
GEHORSAM gegenüber den Zehn Geboten - einschließlich der Einhaltung des
Siebenten - Tages - Sabbats. Sogar viele protestantische Theologen erkennen an,
dass Jesus den Sabbat lehrte und hielt.
Und was die Befürworter der „schrittweisen Offenbarung“ auch nicht erklären
können ist, dass die ersten apostolischen Schriften sehr direkt und sehr stark
den Gedanken vertraten, dass die christliche Lebensweise den Gehorsam gegenüber
den Zehn Geboten beinhaltet, wiederum einschließlich der Einhaltung von Gottes
Sabbat.
Jakobus, der Bruder Jesu, der der vorsitzende Apostel in Jerusalem wurde,
schrieb: „Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges
Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig. Denn der gesagt hat, ‘Du sollst nicht
ehebrechen’, der hat auch gesagt: ‘Du sollst nicht töten.’ Wenn du nun nicht die
Ehe brichst, tötest aber, bist du ein Übertreter des Gesetzes. Redet so und
handelt so wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen“
(Jakobus 2, 10-12). Wahre Christen müssen also das „ganze Gesetz“ befolgen. Es
schließt die Gebote gegen Mord und Ehebruch ein. Das ist ein klarer Hinweis,
dass dieses Gesetz die Zehn Gebote sind. Und Jakobus sagte, dass wenn wir auch
nur gegen ein einziges
Gebot dieses Gesetzes verstoßen - offensichtlich einschließlich des
Sabbatgebotes -, wir „am GANZEN Gesetz schuldig“ geworden sind!
Johannes, der Apostel, den Jesus liebte, schrieb ebenfalls über Gottes
Gesetz - am ENDE des apostolischen Zeitalters. Wenn irgend jemand über
eine „progressive“ Lehre schreiben könnte, dann wäre er es. Welche „schrittweise
Offenbarung“ hinterließ uns Johannes also? Gott inspirierte ihn, zu schreiben: „Und
daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt:
Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist
die Wahrheit nicht“ (1. Johannes 2, 3-4).
Man mag vielleicht etwas über Gott wissen, indem man nur einen Teil
der Wahrheit versteht. Aber um ihn wirklich und persönlich zu kennen,
sagt Gott, dass wir Gottes Lebensweise erleben müssen, indem wir seine
Gebote HALTEN! Denn Gottes gütige Liebe - seine Wesensart und sein Charakter -
wird in den Zehn Geboten offenbart. Wie auch Johannes schrieb, kommt Gottes
Liebe in den Zehn Geboten zum Ausdruck: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass
wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5,
3). Und jeder, der nicht wirklich die Zehn Gebote befolgt - natürlich nicht
vollkommen, aber doch als eine grundlegende Lebensweise - ist seinem
Schöpfer UNGEHORSAM und „kennt“ Gott nicht wirklich!
Wie war es mit Paulus? Hat er Gottes Gesetz verworfen? Auf keinen
Fall! In Römer 2, 13 schrieb er: „Denn vor Gott sind nicht gerecht, die das
Gesetz hören, sondern die das Gesetz TUN, werden gerecht sein.“
Und in 1. Korinther 7, 19 erklärte er: „Beschnitten sein ist nichts, und
unbeschnitten sein ist nichts, sondern: Gottes Gebote halten.“ Dies
schließt natürlich ebenfalls das vierte Gebot über den Sabbat ein!
Zudem wird traditionell angenommen, dass der Apostel Paulus den
Hebräerbrief verfasst hat - und es gibt glaubwürdige Hinweise, die diese
Vermutung bestätigen. Aufgrund seines Trainings als Rabbiner in den technischen
Feinheiten des mosaischen Gesetzes war er ohne Zweifel am ehesten von allen
Aposteln qualifiziert, den Neuen Bund zu erklären, den Gott mit der ganzen
Menschheit schloss - das Hauptthema des Hebräerbriefes. Nachdem in diesem Brief
beschrieben ist, wie Gott vom „siebenten Tag“ als Ruhetag spricht (4, 4), steht
dort: „Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig“ (Vers 9,
revidierte Elberfelder Übersetzung).
Dies ist eine sehr interessante Passage. Kapitel 3 und 4 des Hebräerbriefes
sprechen davon, dass Gottes Volk in eine „Ruhe“ eingeht. Die Israeliten in der
Wüste wollten in Gottes „Ruhe“ eingehen - also aufhören, umherzuwandern, und
sich im gelobten Land niederlassen. Und dies geschah zur Zeit Josuas, dem
Nachfolger Moses. Dennoch wird hier auch erwähnt, dass der ewige Gott später
König David inspirierte, über das zukünftige Eingehen in eine Ruhe Gottes zu
schreiben. Der Hebräerbrief besagt: „Denn wenn Josua sie zur Ruhe geführt hätte,
würde Gott nicht danach von einem anderen Tag geredet haben“ (4, 8). Dieser Vers
spricht offensichtlich vom kommenden Millennium, einer tausendjährigen
Zeitspanne der Regierung Christi auf Erden - da das Reich Gottes das „gelobte
Land“ für wahre Christen ist.
In diesem Zusammenhang spricht der Hebräerbrief von einer Sabbatruhe, die
für das Volk Gottes noch kommen soll. Fast in allen Fällen in den Kapiteln 3 und
4 ist das griechische Wort für physische Ruhe - katapausin - als Begriff
für Gottes Ruhe verwendet. Aber in Vers 9 wurde unter Gottes Inspiration ein
anderes Wort benutzt - sabbatismos. Viele Übersetzungen geben es
vereinfacht als „Ruhe“ wieder, genau wie das Wort katapausin. Dies ist
aber eher verwirrend, da hier tatsächlich ein anderes Wort verwendet wurde. Die
revidierte Elberfelder Übersetzung gibt es richtigerweise mit „Sabbatruhe“
wieder. Aber bedeutet dies tatsächlich ein wöchentliches Einhalten des Sabbats?
Das Anchor Bible Dictionary sagt ja, und bestätigt, dass sabbatismos
sich auf die „Feier des Siebenten - Tages - Sabbats“ bezieht. Das Neue
Testament besagt also eindeutig, dass die Einhaltung des Siebenten - Tages -
Sabbats für wahre Christen fortbesteht.
Manche argumentieren jedoch, dass dies nur heißt, dass wir in unserem neuen
Leben in Jesus von unseren sündhaften Werken ruhen sollen. Sehen wir aber, was
der nächste Vers hinzufügt: „Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch
von seinen Werken so wie Gott von den seinen.“ Ruhte Gott von seinen
Werken der SÜNDE? Natürlich nicht! Er ruhte von seinem Schöpfungswerk - seiner
Arbeit als Schöpfer. Und an welchem Tag „ruhte“ Gott - und gab uns hierin ein
Beispiel? „Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken“ (Vers 4). So
sollen wir es auch tun.
Der Zusammenhang dieser Verse zeigt jedoch, dass der Sabbat mehr ist, als
ein Gedenktag an die Schöpfung. Er ist tatsächlich das physische ABBILD für
etwas anderes - und so sollten wir ihn auch einhalten. Aber dieses „etwas“ ist
NICHT in erster Linie das Leben des Christen in diesem Zeitalter. Es ist
vielmehr unser Leben in der zukünftigen, tausendjährigen Ruhe der WELT VON
MORGEN - wenn Jesus Christus das Reich Gottes in aller Welt errichten wird.
Sehen wir, was der Commentary on the Whole Bible [Kommentar zur
ganzen Bibel] von Jamieson, Fausset und Brown über Hebräer 4, 9 zu sagen hat: „Dieser
Vers bekräftigt indirekt die Pflicht zur Sabbatruhe, denn der Typus besteht
fort, bis er durch den Antitypus ersetzt wird.“ Wie der künftige Sabbat des
Millenniums „nicht sein wird, bis Christus ... kommt ..., so muss der Typus des
irdischen Sabbats bis dahin fortdauern.“ Trotzdem werden, wie wir später sehen
werden, in der Welt von Morgen alle Menschen weiterhin Gottes wöchentlichen
Sabbat heilig halten.
Wie deutlich! Hier im Hebräerbrief finden wir ein direktes,
neutestamentliches Gebot für Christen, am Siebenten - Tages - Sabbat zu
„ruhen“! Bedeutsam ist, dass es wahrscheinlich durch den Apostel der Heiden
weitergegeben wurde, - den Apostel, von dem so viele protestantische Theologen
ständig behaupten, er habe Gottes Gesetz „abgeschafft“!
Textauszug aus Faith of Our Fathers [Der Glaube unserer Vorväter] von
James Cardinal Gibbons, erstmals 1876 veröffentlicht. Dieser bekannte,
amerikanische Theologe des Katholizismus erklärte recht deutlich, dass die
Bibel den Wechsel des Ruhetags von Samstag auf Sonntag nicht autorisiert.
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DER GLAUBE UNSERER VORVÄTER
Drittens – eine Glaubensreglementierung oder eine
kompetente Anleitung, wie man in den Himmel kommt, muss geeignet sein, in allen
Wahrheiten zu unterrichten, die für das Heil notwendig sind. Nun beinhalten die
Schriften alleine aber weder alle Wahrheiten, die zu glauben ein Christ
verpflichtet ist, noch umfassen sie alle Praktiken, die auszuüben er
verpflichtet ist. Um nur ein Beispiel zu nennen: Ist nicht jeder Christ
verpflichtet, den Sonntag zu heiligen und an diesem Tage jeglichen unnötigen
Frondienst zu unterlassen? Ist nicht die Einhaltung dieses Gesetzes eine der
herausragendsten unserer heiligen Pflichten? Und dennoch können Sie die Bibel
von Genesis bis zur Apokalypse durchlesen und werden nicht eine Zeile finden,
die die Heiligung des Sonntags autorisiert. Die Schriften bekräftigen die
Einhaltung des Samstags, eines Tages, den wir nie heilig halten.
Die Katholische Kirche lehrt korrekterweise, dass unser Herr und seine
Apostel bestimmte wichtige, religiöse Pflichten einführten, die von den
inspirierten Schreibern nicht aufgezeichnet wurden1. Beispielsweise
beten die meisten Christen zu dem Heiligen Geist, eine Praxis, die nirgends in
der Bibel gefunden werden kann.
Wir müssen also schlussfolgern, dass die Schrift alleine keine
hinreichende Richtlinie und Glaubensreglementierung sein kann, weil sie nicht zu
jeder Zeit von jedem Suchenden zu Rate gezogen werden kann; deshalb, weil sie in
sich selbst nicht klar und einsehbar ist, nicht einmal in Angelegenheiten von
größter Wichtigkeit, und weil sie nicht alle Wahrheiten enthält, die für das
Heil notwendig sind.
1 siehe Johannes xxi, 25; II. Thess. ii. 14.
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Dieser Abschnitt in Hebräer 4 kommt also zu dem Schluss:
„So lasst uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu
Fall komme durch den gleichen Ungehorsam [wie die Israeliten zur Zeit Moses]“
(Vers 11). Der Ausdruck „den gleichen Ungehorsam“ sollte uns aufhorchen lassen.
Denn genauso, wie das Brechen des Sabbats und Götzendienst wesentliche Faktoren
waren, die zur nationalen Gefangenschaft und Versklavung der Israeliten geführt
haben, so waren diese zwei Sünden auch der Hauptgrund, warum die meisten ihrer.
Vorväter während der 40 Jahre in der Wüste starben, bevor Israel das
gelobte Land ererbte.
Lesen Sie Gottes Klage gegen Israel in Hesekiel 20, 10-24. In den Versen
12-13 heißt es: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate als Zeichen zwischen mir
und ihnen, damit sie erkannten, dass ich derHERR bin, der sie heiligt.
Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste, und sie lebten nicht
nach meinen Geboten und verachteten meine Gesetze, durch die der Mensch lebt,
der sie hält, und sie entheiligten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich,
meinen Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie ganz und gar
umzubringen.“
Um also die von Gott gegebene Anweisung aus dem Hebräerbrief zu
wiederholen: Mögen ALLE wahren Christen darauf bedacht sein, NICHT „dem gleichen
Ungehorsam“ zu folgen, indem sie es versäumen, den einzigen Tag der Woche, den
Gott geheiligt hat - den Siebenten - Tages - Sabbat - heilig zu halten!
Die satanische Verdrehung
Das Neue Testament macht sehr deutlich, dass Gottes
wahre Kirche klein sein und verfolgt werden würde. Jesus lehrte seine
Jünger: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der
Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm
hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal ist der Weg, der zum Leben
führt, und wenige sind’s, die ihn finden“ (Matthäus 7, 13-14). Jesus nannte
seine Kirche eine „kleine Herde“ (Lukas 12, 32). Und in der Ölbergprophezeiung
warnte er: „Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und
ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern“ (Matthäus
24, 9). Offen gesagt sind es NICHT die Mitglieder der christlichen Großkirchen,
die „von allen Nationen gehasst“ werden. Warum? Weil sie sich ziemlich gut in
diese Welt einfügen, indem sie bei ihren Gebräuchen und Traditionen - und allzu
oft auch bei ihren SÜNDEN - mitmachen.
Aber gab es denn nach dem apostolischen Zeitalter eine gehorsame Kirche,
wie Jesus sie beschrieb, die weiterhin treu Gottes wahren Sabbattag hielt? Ja,
tatsächlich. Beinahe alle Kirchenhistoriker erkennen an, dass es Tausende von
Frühchristen gab, die weiterhin und für viele Generationen den Siebenten - Tages
- Sabbat einhielten.
Wir haben bereits die Aussage von Jesse Lyman Hurlbut gesehen: „Solange die
Kirche im wesentlichen jüdisch war, wurde der hebräische Sabbat gehalten.“ Aber
wurde irgend einer der Bibelautoren inspiriert, uns zu schreiben, dass der
Sabbat später GEÄNDERT wurde?
Natürlich nicht!
Denn das aktive, lebendige Haupt der wahren Kirche Gottes ist Jesus
Christus. „Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der
Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei“
(Kolosser 1, 18; vgl. Epheser 1, 22). Der Hebräerbrief sagt uns: „Gedenkt an
eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt
ihrem Glauben nach. Jesus Christus gestern und heute und DERSELBE auch in
Ewigkeit“ (13, 7-8).
Tatsächlich ist in der gesamten Bibel nur ein Tag als der Sabbat
ausgesondert - der siebte Tag. Und dieser Tag ist Samstag! Hier ist ein
Zitat von James Kardinal Gibbon, dem ehemaligen Erzbischof von Baltimore und dem
zu seiner Zeit wahrscheinlich bekanntesten katholischen Würdenträger Amerikas.
Beachten Sie, was dieser hochrangige Katholik in seinem bekannten Buch Faith
of Our Fathers [Der Glaube unserer Väter] über Gottes Sabbat schrieb: „Sie
können die Bibel von Genesis bis zum Buch der Offenbarung durchlesen und werden
nicht eine einzige Zeile finden, die die Heiligung des Sonntags autorisiert. Die
Schrift bekräftigt die religiöse Einhaltung des Samstags, eines Tages, den wir
nie heiligen“ (1876).
Und hier ist ein Zitat aus The Catholic Mirror [Der katholische
Spiegel] - der offiziellen Zeitung von Gibbons Erzdiözese: „Im Alten Testament
gibt es einhundertsechsundzwanzig Stellen, die sich auf den Sabbat beziehen, und
alle diese Stellen harmonisieren darin, den Willen Gottes kundzutun, dass der
siebte Tag einzuhalten sei“ (9. September 1893). Der Artikel führt weiter aus:
„Zudem ist es undenkbar, dass jemand naiv genug sein könnte, die Identität des
Samstags mit dem Sabbat oder dem siebten Tag in Frage zu stellen, wenn man
sieht, dass die Israeliten den Samstag eingehalten haben, seitdem ihnen das
Gesetz gegeben wurde.“
Und sehen Sie dieses Zitat aus einem späteren Artikel unter Kardinal
Gibbons Leitung: „Gottes geschriebenes Wort bekräftigt absolut, wiederholt
und mit allem Nachdruck, dass der Gottesdienst in seinem Namen am Samstag
abgehalten werden soll, einschließlich der Androhung der Todesstrafe für
denjenigen, der nicht gehorcht“ (23. September 1893).
Wie könnte man es noch DEUTLICHER ausdrücken? Man kann davon ausgehen, dass
die wahre Kirche Gottes, die die Gebote befolgte, ganz
selbstverständlich weiterhin den Siebenten - Tages - Sabbat einhielt - von
Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag!
George Park Fisher, ein angesehener Professor für Kirchengeschichte an der
amerikanischen Yale - Universität, stimmte mit Hurlbut darin überein, dass die
frühen Christen den Sabbat am siebten Tag hielten. Professor Fisher schrieb:
„Die Judenchristen besuchten in der ersten Zeit die Synagogen. Sie hielten
weiterhin die Festtage, die das Gesetz vorschrieb und verbanden nur zum Teil
christliche Glaubensvorstellungen und Fakten mit ihnen. Sie hielten den
Sabbat am Samstag, gemäß dem mosaischen Gebot“ (History of the Christian
Church [Geschichte der christlichen Kirche], 1887, Seite 40).
Wenn also Gottes Sabbat so klar in seinem Wort verankert ist - und mit
Sicherheit auch von seiner an die Bibel glaubenden Kirche eingehalten wurde -,
wo kommt dann der Sonntag ins Spiel? Der bekannte Historiker Will Durant
schrieb: „Die Feierlichkeit des jüdischen Sabbats wurde auf den christlichen
Sonntag übertragen, der diesen im zweiten Jahrhundert ersetzte“ (The
Story of Civilization
[Die Geschichte der Zivilisation], Band 3, 1972, Seite 599).
Wie war dies geschehen? Ein katholischer Lehrgang besagt, dass „die
katholische Kirche die Verpflichtung des Ruhens vom Samstag auf den Sonntag
übertrug“ (Father Smith Instructs Jackson
). Der Catholic Mirror bestätigt: „Die katholische Kirche ... änderte
aufgrund ihres göttlichen Auftrages den Tag von Samstag auf Sonntag“ (23.
September 1893). Tatsächlich ist an der Gregorianischen Universität der
Katholischen Kirche in Rom ein Buch des nicht katholischen Gelehrten Samuele
Bacchiocchi erschienen, das genau dies beweist! Das Vorwort zu diesem Buch wurde
von Vincenzo Monachino geschrieben, dem Direktor der Fakultät für
Kirchengeschichte an dieser Universität. Er schrieb:
Wir [die Römisch - Katholische Kirche] ERWÄHNEN MIT FREUDE
die These, die Bacchiocchi verteidigt, den Entstehungsort der Sonntagsverehrung:
Seiner Ansicht nach entstand diese höchstwahrscheinlich nicht in der
primitiven Kirche von Jerusalem, die für ihre tiefe Bindung zu den
religiösen Traditionen der Juden bekannt war, sondern vielmehr in der Kirche
von Rom. Das Verlassen des Sabbats und die Adoption des Sonntags als Tag des
Herrn sind das Ergebnis eines Zusammenspiels von christlichen, jüdischen und
HEIDNISCHEN religiösen Einflussfaktoren“ (From Sabbath to Sunday: A
Historical Investigation of the Rise of Sunday Observance in Early Christianity
[Vom Sabbat zum Sonntag: Eine geschichtliche Nachforschung über das Entstehen
der Sonntagseinhaltung im frühen Christentum], 1977, Seiten 7-8).
Einen Tag höher schätzen als einen anderen?
Manche zitieren Römer 14, 5-6 als Beweis, dass es egal
sei, welchen Tag wir als Sabbat halten, oder ob wir überhaupt einen Tag begehen.
In diesen Versen sagt der Apostel Paulus: „Der eine hält einen Tag für höher als
den andern; der andere aber hält alle Tage für gleich. Ein jeder sei in seiner
Meinung gewiss. Wer auf den Tag achtet, der tut’s im Blick auf den Herrn; wer
isst, der isst im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst,
der isst im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.“ Aber spricht dieser
Abschnitt wirklich über das Einhalten des Sabbats?
Beachten Sie den Rest von Vers 6: „...wer isst, der isst im Blick
auf den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, der isst im Blick
auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.“ Worum geht es hier? Römer 14 beginnt
damit, dass Paulus den Christen in Rom erklärt, sie sollen die „Schwachen im
Glauben“ annehmen, aber nicht über Meinungen streiten (Vers 1) - also über
Dinge, deren sich die Leute nicht sicher sind. In Vers 2 erwähnt Paulus
Menschen, die sich aus verschiedenen religiösen Gründen nur vegetarisch ernähren
- obwohl die Bibel an vielen Stellen zeigt, dass es in Ordnung ist, Fleisch von
reinen Tieren zu essen. Zum Beispiel sei das Gleichnis vom verlorenen Sohn
angeführt, wo ein gerechter Vater ein „gemästetes Kalb“ zum Essen zubereiten
lässt (Lukas 15, 23).
In einem anderen Brief des Apostels Paulus erklärt dieser einen speziellen
Grund, warum viele Christen zu Vegetariern wurden. Das meiste Fleisch, das auf
dem Markt verkauft wurde, stammte von Tieren, die Götzen geopfert worden waren.
Dazu sagt Paulus: „Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, so wissen
wir, dass es keinen Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen. ...
Aber nicht jeder hat die Erkenntnis. Denn einige, weil sie bisher an die Götzen
gewöhnt waren, essen’s als Götzenopfer; dadurch wird ihr Gewissen, weil es
schwach ist, befleckt“ (1. Korinther 8, 4.7).
Einige der neu Bekehrten dachten, dass es der Teilnahme am Götzendienst
gleichkäme, solches Fleisch zu essen, aber sie folgten dem Beispiel anderer
Christen und aßen es trotzdem. Das war das Schlechteste, was sie tun konnten.
Denn Paulus sagt in Römer 14: „Wer aber dabei zweifelt und dennoch isst, der ist
gerichtet, denn es kommt nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben
kommt, das ist Sünde“ (Vers 23). Unabhängig davon, ob etwas an sich falsch ist,
oder nicht - wenn man meint, es könnte
falsch sein, tut es aber trotzdem, dann ist es Sünde!
Deshalb sagte Paulus zu denen, die glaubten, dass es in Ordnung sei,
Fleisch zu essen: „Wer isst, der verachte den nicht, der nicht isst“ (Römer 14,
3). Aber in demselben Vers sagte er auch: „...wer nicht isst, der richte den
nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen.“ Dennoch sagte Paulus zu denen,
die Fleisch aßen, sie sollten nicht damit denen gegenüber prahlen, die dies
nicht taten (Verse 15-22).
Warum unterbrach Paulus also seine Ausführungen über das Essen oder
Nichtessen von Fleisch und erwähnte die Höherschätzung von bestimmten Tagen?
Weil es hierbei um dasselbe Prinzip ging! Es gab ein paar schwache
Neubekehrte, die dachten, manche Tage seien besser zum Fasten oder Essen oder
zur Enthaltung von bestimmten Nahrungsmitteln geeignet. Andere waren der
Meinung, alle Tage seien gleichwertig im Bezug auf das, was an ihnen gegessen
werden konnte.
Christus sagte, dass wenn wir fasten, es für Gott sein sollte, und ohne
dass andere unnötigerweise davon wissen sollen (Matthäus 6, 16). Aber sowohl
Juden als auch Heiden praktizierten ein so genanntes „Teilfasten“ an bestimmten
Tagen der Woche oder des Monats. Die Pharisäer fasteten nach ihrer Gewohnheit
„zweimal in der Woche“ (Lukas 18, 12). Und das gesamte jüdische Volk fastete in
bestimmten Monaten (Sacharja 7, 4-7). Die religiösen Autoritäten der Juden waren
jedoch in manchen dieser Angelegenheiten geteilter Meinung. Auch die Heiden
waren uneins, ob und wann man sich bestimmter Nahrungsmittel enthalten sollte
(vgl. Hasting’s Encyclopedia of Religion and Ethics).
Die einzige Möglichkeit, wie der Sabbat hier eine Rolle gespielt haben
könnte wäre, wenn manche ihn für einen geeigneten Tag zum Fasten gehalten
hätten, und andere nicht. Doch so etwas wird nicht erwähnt. Und wenn Paulus über
den Sabbat gesprochen hätte, so hätte er ihn wahrscheinlich namentlich erwähnt -
wie in Kolosser 2, 16, als zum Christentum bekehrte Heiden dafür kritisiert
wurden, in welcher Weise sie Gottes Sabbat und andere Festtage hielten.
Wie dem auch sei, die Streitfrage in Römer 14 über die Höherschätzung bestimmter
Tage hatte praktisch NICHTS mit Gottes Sabbat oder seinen anderen heiligen Tagen
zu tun!
Nein, es war noch nicht einmal ein Thema, ob man die Tage, die Gott
geheiligt hatte, heilig halten sollte, oder nicht. Es ging hier nur um von
MENSCHEN geschaffene Traditionen - von denen manche bedenkenlos eingehalten
werden konnten, aber nicht anderen aufgezwungen werden sollten. Aus Gottes Sicht
ist es nicht von Bedeutung, wann wir fasten (außer am Versöhnungstag, an
dem Gott uns gebietet, zu fasten). Was für ihn zählt, ist dass wir es mit der
richtigen Einstellung tun - und dass wir uns nicht gegenseitig anhand unserer
persönlichen Wertvorstellungen verurteilen.
Das Recht, den Tag zu ändern?
Stück für Stück, schrittweise und im Verborgenen war es
Satan gelungen, fehlgeleitete katholische Theologen dahingehend zu beeinflussen,
dass sie begannen, den altertümlichen „ehrwürdigen Tag der Sonne“ an Stelle des
wöchentlichen Sabbats einzuführen. Schließlich hatten seit je her Millionen von
Heiden diesen Tag - Sonntag - als Teil ihrer Sonnenverehrung und der Anbetung
anderer Himmelskörper eingehalten. Diese irregeführten Theologen dachten, dass
ein Wechsel zur Sonntagsverehrung es für die Heiden einfacher machen würde, sich
zum Christentum zu „bekehren“!
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Samstag oder Sonntag - Aussagen anderer Kirchen
Jesus sagte über die Pharisäer: „Vergeblich dienen sie
mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote. Ihr
verlasst Gottes Gebote und haltet der Menschen Satzungen. Und er sprach zu
ihnen: Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet“
(Markus 7, 7-9). Doch sehen Sie, was andere Kirchen im Bezug auf ihre Einhaltung
des Sonntags statt des Sabbats zugeben:
RÖMISCHE KATHOLIKEN
Stephen Keenan, Ein doktrinärer Katechismus, Seite
174:
Frage: Gibt es irgendeinen anderen Beweis, dass die
Kirche die Macht besitzt, Feiertage als Vorschrift einzusetzen?
Antwort: Hätte sie diese Macht nicht, so hätte sie nicht tun können,
worin alle modernen Religionsgelehrten mit ihr übereinstimmen - sie hätte nicht
die Einhaltung des Samstags, des siebten Tages, durch die Einhaltung des
Sonntags, des ersten Tages der Woche, ersetzen können - eine Änderung, die
die Schrift nicht autorisiert ...
Frage: Wenn Protestanten alltägliche Arbeit am Samstag
verrichten... folgen sie dann der Schrift als alleiniger Autorität in
Glaubensfragen?
Antwort: Im Gegenteil, alleine ihre Tradition autorisiert eine solche
Handlungsweise. Indem sie den Samstag entheiligen, verletzen sie eines der
Gebote Gottes, das er nie eindeutig für ungültig erklärt hat: Gedenke des
Sabbattages, dass du ihn heilig hältst.
Der Katechismus der katholischen Lehre für Konvertierte,
3. Auflage, Seite 50:
Frage: Welcher Tag ist der Sabbat?
Antwort: Der Samstag ist der Sabbat.
Frage: Warum halten wir den Sonntag statt des
Samstags?
Antwort: Wir halten den Sonntag statt des Samstags, weil die Katholische
Kirche im Konzil von Laodizäa (ca. 363) die Feierlichkeit vom Samstag auf den
Sonntag übertragen hat.
Katholische Presse, 25. August 1900:
Der Sonntag ist eine katholische Institution und... kann nur
aufgrund katholischer Prinzipien verteidigt werden.... Es gibt von Anfang bis
Ende nicht eine einzige Passage in der Schrift, die die Übertragung des
wöchentlichen Gottesdienstes vom letzten auf den ersten Tag der Woche gutheißt.
METHODISTEN
Charles Buck, Ein theologisches Wörterbuch, „Sabbat“:
Sabbat bedeutet im Hebräischen „Ruhe“ und ist der siebte Tag
der Woche... und es muss zugegeben werden, dass es im Neuen Testament kein
Gesetz im Bezug auf den ersten Tag gibt.
Clovis Chappell, Zehn Lebensregeln, Seite 61:
Der Grund, warum wir den ersten statt des siebten Tages
einhalten, basiert auf keinem solchen Gebot. Man wird vergeblich in der Schrift
nach einer Autorisierung für den Wechsel vom siebten auf den ersten Tag suchen.
PRESBYTERIANER
Der Christ im Alltag:
Manche haben versucht, die Sonntagsheiligung mit einem
apostolischen Gebot zu begründen, aber die Apostel gaben kein derartiges
Gebot... . Die Wahrheit ist, dass die Sabbatarier das beste Argument haben,
sobald wir uns auf die litera scripta [die wörtlichen Aussagen] der Bibel
berufen.
ANGLIKANER
Isaac William, D.D., Klare Predigten über den Katechismus,
Band 1:
Wo in der Schrift wird uns gesagt, dass wir den ersten Tag
überhaupt einhalten sollen? Uns wird geboten, den siebten Tag zu halten; aber
nirgends wird uns gesagt, dass wir den ersten Tag halten sollen... . Der Grund,
warum wir den ersten anstatt des siebten Tages der Woche heilig halten, ist
derselbe, weshalb wir viele andere Dinge einhalten: Nicht weil die Bibel,
sondern weil die Kirche es so festgesetzt hat.
EPISKOPALE
Philip Carrington, Toronto Daily Star, 26. Oktober
1949:
Das Bibelgebot sagt, am siebten Tage sollst du ruhen. Das ist
der Samstag. Nirgendwo in der Bibel ist niedergeschrieben, dass der Gottesdienst
am Sonntag stattfinden solle.
BAPTISTEN
Harold Lindsell (Herausgeber), Christianity Today, 5.
November 1976:
Nichts in der Schrift verpflichtet uns, den Sonntag statt des
Samstags als heiligen Tag einzuhalten.
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Aber was für eine Art „Christentum“ ist es, wenn man
Gottes Zehn Gebote ändert und dann noch die gesamte Lebensweise, die
Christus und die ursprüngliche, apostolische Kirche lehrten, verwässert? Ist es
immer noch das wahre Christentum? Wiederum sollten wir auf Jesu Worte
hören: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich
kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel“ (Matthäus 7,
21).
Unter Satans verführerischem Einfluss folgten die protestantischen Kirchen
der „römischen Mutterkirche“ in der Ablehnung von Gottes wahrem Sabbat. Obwohl
sie einige katholische Lehren verwarfen, war die heidnische Sonntagsverehrung
nicht darunter. Und das, obwohl viele der frühen protestantischen
Gelehrten der Reformationszeit besser informiert waren. Sie wussten genau,
was die Bibel tatsächlich lehrt! Beachten Sie, was Martin Luther, der Vater
der Reformation, nach dem die evangelisch - lutherische Kirche benannt ist,
schrieb: „In der Tat, wenn Carlstadt [einer der wenigen, die gegen die
Sonntagsverehrung eintraten] weiterhin über den Sabbat schreiben würde, so
müsste der Sonntag weichen und der Sabbat - das ist der Samstag - müsste heilig
gehalten werden“ (Gegen die himmlischen Propheten). Aber Luther
wollte nicht zum richtigen Tag zurückkehren! In seinem großen Katechismus
schrieb er: „Um eine unnötige Unruhe zu vermeiden, die eine Neuerung mit sich
brächte, sollte [der Tag des Gottesdienstes] weiterhin der Sonntag sein“ (Die
neue Schaff-Herzog Enzyklopädie des Religionswissens, „Sonntag“).<
Aus diesem Grund erwähnt die Katholische Kirche „mit Freude“, dass sie den
Tag geändert hat! Denn dies zeigt, dass die Protestanten sich nicht auf die
Bibel als alleinige Autorität in Glaubensfragen stützen, sondern statt dessen
die „Autorität“ der römischen Kirche anerkennen, Gottes Gesetz ändern zu können.
Und so erklärt das der Catholic Mirror: „Die protestantische Welt fand
bei ihrer Entstehung den christlichen Sabbat [Sonntag] zu sehr gefestigt, als
dass sie gegen seine Existenz hätte angehen können; durch die Notwendigkeit
einer Beruhigung der Situation wurde er deshalb übernommen und bestätigte
somit stillschweigend das Recht der Kirche, den Tag zu ändern, seit nunmehr
über 300 Jahren. Der christliche Sabbat [Sonntag] ist deshalb bis auf den
heutigen Tag als ein Werk der Katholischen Kirche akzeptiert ... ohne ein Wort
des [Protestes] von der protestantischen Welt
“ (23. September 1893).
Unglaublich? Ja! Natürlich hatten die Katholiken nicht das „Recht“, den Tag
zu ändern. Und trotzdem taten sie genau das. Und die protestantischen Kirchen
folgten brav. Zur gleichen Zeit hielt die wahre Kirche weiterhin den
wahren Sabbat - genauso, wie sie es in der Zeit der ersten Apostel tat.
Bevor wir zum Schluss kommen, lassen Sie uns noch einmal einen Blick auf diese
Zeit werfen. Der angesehene Gelehrte W. D. Davies schrieb:
Überall, besonders im Osten des Römischen Reiches, gab es
Judenchristen, deren äußerliche Lebensweise sich nicht wesentlich von derjenigen
der Juden unterschied. Sie sahen es als selbstverständlich an, dass die
Evangelien eine Fortführung der [mosaischen Religion] waren; für sie bedeutete
der Neue Bund, den Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern schloss,
nicht, dass der Bund zwischen Gott und Israel nicht mehr gültig wäre. Sie
hielten weiterhin das Passah, Pfingsten und das Laubhüttenfest; sie ließen sich
auch weiterhin beschneiden, hielten den wöchentlichen Sabbat und die
mosaischen Vorschriften bezüglich ihrer Speisen. Nach Meinung mancher Gelehrter
muss ihr Einfluss so stark gewesen sein, dass sie bis zum Fall Jerusalems 70
n.Chr. die VORHERRSCHENDE GRUPPIERUNG in der christlichen Bewegung waren (Judeochristianisme
[Judenchristentum], „Paulus und das jüdische Christentum“, 1972, Seite 72, wie
zitiert bei Bacchiocchi, Seite 151).
Wenn die Gruppierung, die den Sabbat einhielt, für etwa
40 Jahre nach dem Tod Christi und der Ausschüttung des heiligen Geistes das
„dominierende Element“ des Christentums war, sollte uns das nicht aufhorchen
lassen? Ist es nicht offenkundig, dass wenn Jesus selbst, Petrus, Jakobus,
Paulus und die MEHRHEIT der christlichen Kirche jener Zeit den Siebenten - Tages
– Sabbat einhielten, wir ALLE genau DIESEN Tag einhalten sollten? Dieser
Tag ist es, den die ursprünglichen Apostel Jesu Christi bis zu ihrem Tode
hielten. Wie können es die Theologen des späteren, „dunklen Zeitalters“ WAGEN,
den Namen Christi mit einem Tag zu verbinden, den dieser nie eingehalten
und NIEMALS geheiligt hat! Wie können sie es WAGEN, den heiligen Sabbat Gottes
durch den heidnischen „Tag der Sonne“ - Sonntag - zu ersetzen! Wie können sie es
WAGEN, das „Zeichen“ zu pervertieren, das den SCHÖPFER identifiziert und
diejenigen, die ihn verehren!
Aber unter dem mächtigen Einfluss Satans, des Teufels, „der die ganze Welt
verführt“ (Offenbarung 12, 9) haben sie es gewagt! (Um mehr über den
Wechsel von Gottes heiligem Sabbat zum heidnischen Sonntag zu erfahren, fragen
Sie nach unserer kostenlosen Broschüre Das Tier der Offenbarung ).
Es ist also offensichtlich, dass wir den Siebenten - Tages - Sabbat von
Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag einhalten MÜSSEN, wenn
wir wirklich dem nachfolgen wollen, was die BIBEL lehrt. Wer mit dem Gebot, das
auf den wahren Gott hinweist, Kompromisse zu schließen versucht, kann genauso
gut den „Tag der Sonne“ einhalten, zusammen mit der großen Masse - den etlichen
Millionen, die, wie die Prophezeiung zeigt, schon bald in die größte TRÜBSAL
hineingeraten werden, die die Menschheit je erlebt hat, weil sie gegen den
wahren Gott rebellieren (vgl. Matthäus 24, 21-22).
Wie man den Sabbat EINHÄLT
Wie sollen wir den Sabbat begehen? Wir haben bereits
gesehen, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer versucht hatten, per Gesetz bis
ins Detail zu bestimmen, welche Tätigkeiten am Sabbat akzeptabel waren, und
welche nicht. Dadurch machten sie den Sabbat zu einer großen LAST - was Gott nie
beabsichtigt hatte (vgl. 1. Johannes 5, 3). Er gab uns den Sabbat und machte ihn
an anderen Stellen in seinem Wort durch spezifische Angaben noch bindender -
aber lediglich, indem er allgemeine, geistliche Prinzipien erläuterte.
Was sagt uns Gott? Im vierten Gebot heißt es: „Sechs Tage sollst du
arbeiten und alle deine Werke tun“ (2. Mose 20, 9). Viele dürfte es
überraschen, zu erfahren, dass dies tatsächlich ein Teil des Gebotes ist. Gott
bestimmte die ersten sechs Tage der Woche dazu, dass wir arbeiten und unseren
Geschäften nachgehen sollen. Unser Schöpfer beabsichtigte, dass wir arbeiten und
produktiv sind - uns unser tägliches Brot verdienen. In Sprüche 19, 15
sagt er: „Faulheit macht schläfrig, und ein Lässiger wird Hunger leiden.“ Ein
Mensch, der sich vor seiner Verantwortung in den ersten sechs Tagen der Woche
drückt, ist genauso schuldig, Gottes Gebot zu brechen, wie derjenige, der am
siebten Tag arbeitet!
Dies bringt uns zu der nächsten Verfügung in diesem Gesetz: „Aber am
siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine
Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein
Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt“ (2. Mose 20, 10).
Man soll also keinerlei wirkliche Arbeit am Sabbat tun - seien es
berufliche Tätigkeiten, persönliche Geschäfte, Hausarbeit oder irgendeine
anstrengende Tätigkeit. Und ebenso sollen sich die verhalten, die unter Ihrer
Aufsicht stehen. Natürlich ist es nicht falsch, eine nicht zu aufwendige
Mahlzeit zuzubereiten - oder danach aufzuräumen. Denn wir finden einige
Situationen in der Bibel, in denen Jesus ein Sabbatmahl mit anderen genoss. Und
er verurteilte nie Gastfreundschaft am Sabbat (vgl. Lukas 14, 1-6).
Aber Gott will nicht nur, dass wir aufhören, zu arbeiten. Er gibt uns auch
positive Anweisungen. Als Mose die Zehn Gebote auflistet, beginnt das vierte
Gebot damit, dass wir den Sabbattag beachten sollen, dass wir ihn HEILIG HALTEN
(5. Mose 5, 12, revidierte Elberfelder Übersetzung). Wir müssen also beachten,
was Gott sagt, wie wir das tun sollen. 3. Mose 23, 2 zeigt „die Feste des
HERRN [nicht der Juden], die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen.“
Gott sagt: „dies sind MEINE Feste:“ (Vers 2). Das erste, das erwähnt wird, ist
der wöchentliche Sabbat: „Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber
ist ein feierlicher Sabbat, heilige Versammlung“ (Vers 3). Dann gibt Gott
eine Liste von sieben anderen Feiertagen oder Festzeiten, die sieben
jährliche Sabbate beinhalten. Diese Tage unterliegen ebenfalls dem
Sabbatgebot in seiner geistlichen Bedeutung.
Gottes Sabbate - wöchentliche und jährliche - sollen „heilige
Versammlungen“ sein und sind dadurch als Zeiten für den Gottesdienst
ausgesondert. Wenn wir mit anderen Menschen, in denen Gott wohnt, Gemeinschaft
pflegen, haben wir gleichzeitig auch Gemeinschaft mit Gott (vgl. 1. Johannes 1,
3.7). Das Neue Testament sagt, wir sollen das „Zusammenkommen nicht versäumen,
wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, je
mehr [wir] den Tag [der tausendjährigen Sabbatruhe] herannahen [sehen]“ (Hebräer
10, 25, revidierte Elberfelder Übersetzung). Wir sollten also nicht
vernachlässigen, uns an den Tagen zu versammeln, die Gott zu diesem Zweck
bestimmt hat.
Um schließlich wirklich zu verstehen, wie Gott will, dass wir den Sabbat
nutzen, sehen wir uns an, was er in Jesaja 58 sagt: „Wenn du am Sabbat deinen
Fuß zurückhältst, dass du nicht tust, was dich gelüstet an meinem heiligen Tage;
wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag des HERRN ehrenwert;
wenn du ihn ehrst, also dass du nicht deine Wege gehst und nicht dein Vergnügen
suchst, noch eitle Worte redest; alsdann wirst du an dem HERRN deine Lust haben;
und ich will dich über die Höhen des Landes führen...“ (Verse 13-14,
Schlachter - Übersetzung).
Wir sollen also an Gottes heiligem Tag nicht unseren eigenen Vergnügungen
nachgehen. Das bedeutet, wir sollten dann nicht unsere Hobbys oder
Freizeitaktivitäten ausüben. Es schließt jedoch nicht aus, dass wir irgendwelche
Dinge tun, die uns Spaß machen, denn wir sollten den Sabbat eine LUST nennen
können. Der Punkt ist, dass in allem, was wir tun, Gott einen wesentlichen
Anteil haben soll. Ein Spaziergang mit der Familie durch die Natur ist zum
Beispiel eine schöne Gelegenheit, Gott näher zu kommen, der die wunderbare
Schöpfung, die wir sehen, geschaffen hat.
Wenn der siebte Tag anbricht, müssen wir aufhören, unseren eigenen Wegen
nachzugehen (den Dingen, die wir normalerweise tun), unser Vergnügen zu suchen
(nur auf Vergnügungen aus zu sein) und unser eigenes, leeres Gerede zu reden
(über die alltäglichen Dinge, die Gott ausschließen). Der letzte Teil ist oft
SEHR SCHWIERIG auszuführen, denn „wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“
(Matthäus 12, 34). Um den Sabbat wirklich in seiner geistlichen Dimension zu
halten, müssen wir unsere Gedanken auf Gott richten und auf die Dinge, mit denen
Gott will, dass wir uns während seiner heiligen Zeit beschäftigen. Dann, so
verspricht Gott, werden wir wahrhaft gesegnet werden.
Neben der Teilnahme am Gottesdienst in Gottes Kirche an seinem
wöchentlichen, heiligen Tag sollten wir auch Christi Aussage beachten, dass es
recht ist, am Sabbat Gutes zu tun (Matthäus 12, 12). Wir können diesen Tag also
nutzen, um Telefonanrufe zu tätigen oder Briefe zu schreiben, die Kranke
ermutigen oder Geschwistern, die alleine leben, eine Freude machen. Es wäre auch
möglich, Kranke oder Bedürftige am Sabbat zu besuchen oder sie zu einer
gemeinsamen Mahlzeit am Freitagabend einzuladen (vgl. Matthäus 25, 34-36;
Jakobus 1, 27).
Wir sollten also nicht die Einstellung hegen, dass der Sabbat ein Tag ist,
an dem wir dies und jenes „nicht tun dürfen“! Vielmehr sollten wir diesen
besonderen Tag als Gelegenheit betrachten, als einen Tag, an dem wir uns die
ZEIT nehmen können und sollen, um die Bibel eingehend zu studieren
und zu analysieren. Er ist eine Zeit, in der wir uns einmal ruhig hinsetzen
können und intensiv über die wichtigen Fragen des Lebens nachdenken können: Wozu
sind wir geboren? Was ist der ZWECK unseres Lebens? WIE können wir diesen Zweck
erfüllen? Wo stehen wir im Hinblick auf das Ziel unseres Lebens? Außerdem ist
der Sabbat die beste Zeit für geruhsame, tiefgründige, von Herzen kommende
GEBETE an unseren himmlischen Vater - um mit unserem Schöpfer zu „wandeln“, ihn
zu ehren und ihn näher kennen zu lernen. Auf diese Weise HALTEN wir Gottes
Sabbattag.
Von den Zehn Geboten war das vierte - über den Sabbattag - zu allen Zeiten
ein wirkliches „Testgebot“ (vgl. 2. Mose 16, 4). Viele können die anderen neun
akzeptieren - nicht anderen Göttern zu dienen, die Eltern zu ehren, nicht zu
morden, nicht die Ehe zu brechen, nicht zu stehlen, nicht zu lügen, usw. Aber
mit dem vierten Gebot ist es anders. Es einzuhalten bedeutet, in sichtbarer
Weise anders zu leben, als die Gesellschaft um einen herum - vielleicht sogar,
als seltsam oder verrückt angesehen zu werden. Und doch sagte Jesus: „Wenn
jemand zu mir kommt und hasst nicht [liebt nicht weniger] seinen Vater, Mutter,
Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein
Jünger sein. Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht
mein Jünger sein“ (Lukas 14, 26-27).
Lieben Sie die „Anerkennung bei den Menschen“ mehr als die
Anerkennung bei Gott? Oder haben Sie den GLAUBEN und MUT, Gottes Geboten zu
gehorchen, auch wenn Sie dadurch Ihren Arbeitsplatz, Freunde oder vielleicht
sogar Verwandte verlieren könnten?
Wahre Christen BEFOLGEN das vierte Gebot
In der Bibel zeigt Gott, dass seine wahren Nachfolger
seine Gebote befolgen. In Offenbarung 12 beschreibt Gott die wahre
Kirche - die kleine Herde -, die vor dem Zugriff des Römischen Reiches während
des „dunklen Zeitalters“ fliehen musste (Vers 6). Dann sagt er voraus,
wie dies wieder geschehen wird - in unserer Zeit (Vers 14). Schließlich
beschreibt Gott Satans ZORN auf die Kirche: „Und der Drache wurde zornig über
die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die
Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu“ (Vers 17).
In Offenbarung 14, 12 beschreibt Gott den Charakter seiner Heiligen. Er
sagt: „Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den
Glauben Jesu bewahren“ (revidierte Elberfelder Übersetzung). Beachten Sie,
dass die Heiligen nicht nur ein paar „neue“ Gebote Jesu halten. Sie halten
Gottes Gebote durch den Glauben VON Jesus Christus - nicht nur ihren Glauben
AN ihn (vgl. Galater 2, 20). Denn durch den heiligen Geist lebt Christus sein
Leben in ihnen und gibt ihnen die Kraft, sich selbst, die Welt um sie herum
und Satan zu überwinden - und dadurch werden sie befähigt, Gottes geistlichem
Gesetz zu GEHORCHEN!
Und Offenbarung 22, 14 beschreibt diejenigen, die mit Gott dem Vater und
Christus im neuen Jerusalem bis in alle Ewigkeit leben werden: „Selig
sind, DIE SEINE GEBOTE HALTEN, auf dass sie Macht haben, an dem Holz des Lebens
und zu den Toren eingehen in die Stadt“ (Jubiläumsbibel 1912).
In der berühmten Ölbergprophezeiung in Matthäus 24 beschreibt Jesus die
Zeit, wenn die wahren Christen wieder einmal FLIEHEN müssen, um ihr Leben zu
retten. Diese Zeit liegt nur ein paar Jahre vor uns - denn sie findet in
dieser Prophezeiung KURZ VOR der großen Trübsal statt, in der die gesamte
Menschheit ausgelöscht werden würde, wenn Gott nicht übernatürlich eingreifen
würde. In einer Warnung an seine wahren Diener, was sie tun sollten, wenn
die Trübsal anbricht, sagte Jesus: „Bittet aber, dass eure Flucht nicht
geschehe im Winter oder am SABBAT“ (Vers 20). Offensichtlich wusste
Jesus, dass seine wahren Jünger in der Endzeit noch immer den wahren Sabbattag
EINHALTEN würden!
In einer anderen Prophezeiung über die ENDZEIT zeigt Gottes Wort, dass
seine wahren Diener den Sabbat selbst während der tausendjährigen Regierungszeit
Christi auf dieser Erde heilig halten werden: „Denn wie der neue Himmel und die
neue Erde , die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der HERR, so soll auch
euer Geschlecht und Name Bestand haben. Und alles Fleisch wird einen Neumond
nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir
anzubeten, spricht der HERR “ (Jesaja 66, 22-23).
Gehorsam gegenüber dem vierten Gebot ist also nicht „altmodisch.“ Es ist
der „Trend der Zukunft“! Denn die GANZE MENSCHHEIT wird lernen, Gottes Geboten
zu gehorchen - und wird die Tage heilig halten, die Gott heilig
gemacht hat - in der bald kommenden Welt von Morgen, wenn das Reich Gottes
auf dieser Erde errichtet wird!
Wir, die unserem Schöpfer jetzt GEHORCHEN und uns ihm beugen wollen - durch
Jesus Christus, der sein Leben in uns lebt - werden die wundervolle Gelegenheit
haben, unter ihm zu dienen und die Städte und Nationen in dieser Zeit zu
regieren. Denn wir sind wahrhaft Pioniere, die sich für die Welt von
Morgen vorbereiten. Wir überwinden - widerstehen den Kräften und
Neigungen dieser materialistischen, von Satan beeinflussten Gesellschaft. Jesus
sagte: „Wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht
geben über die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe...“
(Offenbarung 2, 26-27).
Und doch sind Sie selbst in dieser materialistischen Gesellschaft nicht
völlig auf sich alleine gestellt. Denn wenn man die orthodoxen Juden, die
Siebenten - Tages - Adventisten, die Siebenten - Tages - Baptisten und die
verschiedenen Kirchen Gottes mitzählt, gibt es Millionen von Menschen,
die den Siebenten - Tages - Sabbat einhalten. Diese haben festgestellt, - wie
auch Sie feststellen können -, dass es möglich ist, dieses „Testgebot“ zu
halten und dabei auch Segen und Wohlstand in vielfältiger Weise zu erfahren.
Vielleicht werden Sie in Ihrer Umgebung sogar auf einige Menschen treffen, die
Ihren Mut und Ihre Entschlossenheit bewundern, selbst wenn Gott diese Menschen
jetzt noch nicht zu vollständigem, geistlichem Verständnis berufen hat.
Denken Sie immer daran, es gibt Millionen von Menschen, die aufrichtig
danach streben, das Richtige zu tun. Dennoch sagte Jesus: „Es kann NIEMAND zu
mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich
werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage“ (Johannes 6, 44). Aber wenn Gott Sie
jetzt beruft und Ihren Geist für das Verständnis seiner vollen Wahrheit
öffnet, dann haben Sie die VERANTWORTUNG, gemäß dieser Wahrheit zu HANDELN. Wie
auch Jakobus 4, 17 feststellt: „Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut´s nicht, dem
ist´s Sünde.“
Wenn Sie also ernsthaft daran interessiert sind, wirklich Gott zu gehorchen
und einer von seinen „Erstlingsfrüchten“ in dieser Zeit zu werden, möchten Sie
vielleicht mit Christi „kleiner Herde“ in Verbindung treten, die er in dieser
verwirrten Generation bewahrt hat. Ein starker Zweig dieses Leibes der Gläubigen
tut das Werk Gottes. Es ist die Kirche, die in vielen Teilen der Welt über Radio
und Fernsehen das Programm Tomorrow’s World [Die Welt von Morgen]
ausstrahlt und das gleichnamige, englischsprachige Magazin kostenlos an
Interessenten in vielen Ländern verschickt. Wir nennen uns die Living Church
of God. Unsere Kontaktadressen finden Sie auf der letzten Seite dieser
Broschüre. Wir haben Repräsentanten in vielen Städten auf der Welt. Wenn Sie
also Fragen haben, wie Sie den Sabbat richtig einhalten oder sich mit anderen in
Ihrer Nähe versammeln können, oder irgendwelche Fragen über das wahre Christsein
haben, zögern Sie nicht, uns zu schreiben. Niemand wird in irgendeiner Form an
Sie herantreten, ohne dass Sie es ausdrücklich wünschen. Unsere Repräsentanten
werden lediglich am Telefon oder in einem Brief Ihre Fragen beantworten. Wir
werden KEINEN Druck ausüben, um Sie dazu zu bringen, uns zu unterstützen oder
einer Organisation beizutreten. Denn wir wollen sicher sein, dass es Gott ist,
der Sie beruft.
Wollen Sie die Gelegenheit haben, den wahren Sabbat einzuhalten,
warmherzige Gemeinschaft mit anderen zu haben, die einen ähnlichen
Glauben besitzen, und mehr über den Plan und die ABSICHT des großen GOTTES
lernen? Wollen Sie mit anderen an dieser MISSION teilnehmen, um den Weg für
die Rückkehr Christi auf diese Erde vorzubereiten? Wir hoffen es, denn all das
hilft auch Ihrem geistlichen Wachstum in besonderer Weise. Wenn Sie nämlich
nicht mit anderen zusammenkommen, die den wahren Glauben Jesu Christi haben und
sich von seinem Wort nähren, statt den Traditionen der Menschen zu
folgen, könnten Sie leicht geistlich „absterben.“ Der Hebräerbrief sagt
dazu: „...lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu
guten Werken, und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun
pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich
der Tag naht“ (10, 24-25).
Werden Sie persönlich den Glauben und MUT haben, Gott zu gehorchen,
der Ihnen das Leben und jeden Atemzug schenkt? Oder werden Sie den Irrtümern
dieser Welt nachfolgen, die unter Satans mächtigem Einfluss steht? Sie WISSEN
jetzt, dass der Gott der Bibel Ihnen gebietet, seinen heiligen Sabbat
einzuhalten. Und die Strafe für Ungehorsam gegenüber Gottes Gesetz ist
der TOD im feurigen Pfuhl. Denn „der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes
aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn“ (Römer 6, 23; vgl.
Offenbarung 21, 8).
So, wie Gott zum altertümlichen Israel sprach - durch sein inspiriertes
Wort -, spricht er auch zu Ihnen in 5. Mose 30, 19: „Ich nehme Himmel und Erde
heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch
vorgelegt, damit du das LEBEN ERWÄHLST und am Leben bleibst, du und deine
Nachkommen.“
