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Wie Gott in das Weltgeschehen
eingreift

von Roderick C. Meredith
Was wird Gottes Beitrag zur Entwicklung der Ereignisse sein,
die für die nächsten Jahre prophezeit sind?
Die Menschheit sieht sich heute einer sich zuspitzenden
Krisensituation gegenüber im Bezug auf Umweltverschmutzung, Dürren, Hungersnöte,
Epidemien, wirtschaftliches Chaos und Kriege.
Wohin wird das alles führen? Wird Gott zulassen, dass die
Menschheit sich selbst vernichtet, oder wird er auf dramatische Weise
eingreifen?
WGE, Version 1.0, Juli 2002
Englische Originalausgabe: How God Intervenes in World Affairs
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wurde der Öffentlichkeit als kostenloses Informationsmaterial
von der Living Church of God zur Verfügung gestellt.
©2002 LIVING CHURCH OF GOD. Alle Rechte vorbehalten.
Schriftstellen in dieser Broschüre wurden, falls nicht anders
angegeben, aus der revidierten Lutherbibel 1984 zitiert
(©1985, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart).
Millionen von Gläubigen evangelischer Glaubensrichtungen
und Pfingstlerbewegungen glauben, dass Jesus Christus jederzeit zurückkommen
kann. Sie sehen, wie sich die Weltereignisse im Hinblick auf biblische
Prophezeiungen zuspitzen. Und sie wollen „bereit" sein.
„Jesus Christus kommt vielleicht heute Nacht zurück," ruft der
Evangelist in seiner gut besuchten Vorstellung. „Besser, Sie geben Ihr Herz
jetzt dem Herrn, solange er Sie ruft. Vielleicht haben Sie nie wieder eine
Chance wie diese!" Viele dürften schon einmal einen Prediger so reden gehört
haben, sei es persönlich oder durch Radio und Fernsehen. Im World Magazine
vom 24. April 1999 schrieb Andree Seu: „Ich kenne einen Pastor, der gerne sagt:
‚Jesus kommt heute zurück,’ denn wie er erklärt, egal, an welchem Tag er kommt,
es wird dann ‚heute’ sein."
Franklin Graham, Sohn des bekannten Fernsehpredigers Billy Graham wurde so
zitiert: „Die Kirchen glauben, dass sich alles zuspitzt und dass Gott in
Bewegung ist. Viele Menschen in den evangelikalen Gemeinschaften glauben, dass
die Rückkehr Jesu Christi jeden Moment stattfinden kann – und ich bin einer von
diesen" (Los Angeles Times, 31. Dezember 1995). Das war vor fast einem
Jahrzehnt. Seit Jahrzehnten verkünden viele Prediger der evangelikalen Bewegung
mit lauter Stimme in ihren Veranstaltungen: „Jesus Christus könnte heute
Nacht zurückkommen. Sie müssen sich bereit machen, jetzt ihrem
Schöpfer zu begegnen!"
Ist es wahrscheinlich, dass der Jesus Christus der Bibel heute Nacht
zurückkommt? Für die meisten Menschen in dieser Welt ist die Aussicht eines
Eingreifens Gottes nicht besonders real. Selbst unter „Gläubigen" gibt es große
Meinungsverschiedenheiten darüber, wann und wie Christus zurückkehrt – oder ob
er überhaupt wirklich zurückkehrt.
Wird Gott plötzlich und auf geheimnisvolle Weise eingreifen – völlig
unerwartet? Oder hat der Allmächtige eine spezifische Reihe von Ereignissen
vorhergesagt, die diejenigen informieren und warnen wird, die die Bibel ernst
nehmen? Hat Gott bereits in das Weltgeschehen eingegriffen?
Was sagt die Bibel wirklich? Sie sollten das wissen!
Zunächst muss man feststellen, dass Gott nicht launisch ist. Der Schöpfer
des Universums macht seine Pläne nicht aus Effekthascherei oder impulsiven,
unkontrollierten Gefühlsausbrüchen. Gott, der Vater, wird Jesus Christus zu
einer Zeit auf diese Erde zurücksenden, wenn dessen Rückkehr für das Überleben
oder die Vernichtung der menschlichen Rasse entscheidend sein wird. Prediger,
die törichterweise betonen „heute ist der Tag," tun ihren Zuhörern keinen
Gefallen. Die Rückkehr Jesu Christi ist eine sehr ernste Angelegenheit. Sie
könnte sogar eine Frage Ihres eigenen Überlebens sein!
Die Heilige Schrift ist die einzige verlässliche Quelle für das offenbarte
Wissen über Jesu Christi Rückkehr. Die meisten Ideen und Spekulationen von
Menschen über seine Rückkehr sind blanker Unsinn und sind durch Raten und
menschliche Eitelkeit entstanden!
Der unsichtbare Schachmeister
Für den modernen Wissenschaftler, Geschäftsmann oder
sogar Theologen, der die Bibel nicht wörtlich versteht, ist der größte
Stolperstein für ein Verständnis der Prophezeiungen Gottes, dass er die absolute
Realität des wahren Gottes – des Schöpfergottes, der in der Bibel offenbart ist
– nicht erfassen kann. Wie funktioniert Gottes Kraft eigentlich? Wie bestimmt
Gott das Schicksal von Nationen?
In jedem Fall hat der Gott, der in Ihrer Bibel offenbart ist, die
Fähigkeit, vollständige Macht und Kontrolle über Nationen und einzelne
Personen auszuüben. „Siehe, die Völker sind geachtet wie ein Tropfen am Eimer
und wie ein Sandkorn auf der Waage. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein.
[...] Er thront über dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie
Heuschrecken; er spannt den Himmel aus wie einen Schleier und breitet ihn aus
wie ein Zelt, in dem man wohnt; er gibt die Fürsten preis, dass sie nichts sind,
und die Richter auf Erden macht er zunichte" (Jesaja 40, 15.22-23).
Glauben Sie das? Oder nimmt sich Jesaja nur künstlerische Freiheit
heraus und sagt das in seiner Ansicht über die göttliche Macht einfach so dahin?
Der Prophet Daniel beschrieb, wie Nebukadnezar, König eines der
bemerkenswertesten Reiche im Altertum, seinen Verstand verlor und aus dem Amt
geworfen wurde, „bis du [Nebukadnezar] erkennst, dass der Höchste Gewalt hat
über die Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will" (Daniel 4, 22).
Gott entscheidet, wer die verschiedenen Nationen regiert und bestellt manchmal
sogar die geringsten Menschen in ein Amt.
Können die Amerikaner sich auf diese Schriftstelle verlassen, angesichts
der knappen und umstrittenen Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000? Können die
Briten die Führung von Premierminister Tony Blair betrachten und darin Gottes
Hand sehen? Im Juni 2001 setzte Italien die 59. Regierung seit dem 2. Weltkrieg
ein. Andere europäische Nationen haben ebenfalls mit sozialen und politischen
Unruhen zu kämpfen. Im Mai 2002 stimmten die Franzosen in den
Präsidentschaftswahlen zwischen einem Gaullisten und einem Mann ab, der oft als
Neofaschist bezeichnet wird. Bekommen diese Nationen die Art Staatsoberhäupter,
die sie verdienen, anstatt der anständigen und weisen Regierungschefs, die sie
so dringend bräuchten? Und wer kann schon sagen, was geschehen wird, wenn der
gegenwärtige, alternde Papst stirbt? Wen werden die Kardinäle wählen, um in die
Fußstapfen dieses konservativen Papstes zu treten, um eine Kirche zu leiten, die
durch Skandale abscheulicher sexueller Unmoral gebeutelt wurde?
Die gegenwärtige politische Stabilität dieser Welt ist etwa so groß wie die
eines Kartenhauses.
In den hebräischen Schriften beschrieb Mose, wie Gott die Aufteilung von
Nationen und Völkern im Altertum fügte und lenkte. „Als der Höchste den Völkern
Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die
Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel" (5. Mose 32, 8). Wie ein
Schachmeister lenkt er Könige, Königinnen, Kardinäle und Bauern wie er will,
entsprechend seiner Absicht. Er leitet verschiedene große Nationen in Gebiete
dieser Erde, wo er sie haben will und segnet oder verflucht sie durch das
Wetter, durch Kriege und durch Wohlstand entsprechend ihrer Bereitschaft, sich
seinem Willen zu beugen (vgl. 3. Mose 26).
Zustände in der Welt am Ende der
Zeit
Die Bibel offenbart, dass das technische Wissen der
Menschen sich direkt vor Christi Rückkehr erheblich vergrößert. Dies wird auch
eine Zeit massenhafter Reisewellen und Immigrationsbewegungen sein: „Und du,
Daniel, verbirg diese Worte, und versiegle dies Buch bis auf die letzte Zeit.
Viele werden es dann durchforschen und große Erkenntnis finden" (Daniel 12, 4).
Trotz dieses Aufschwungs an technologischen Fähigkeiten geht das Wissen
über geistliche Angelegenheiten zurück! Unsere Fähigkeit, mit anderen Menschen
friedlich auszukommen, hat sich in den letzten 4000 Jahren nicht verbessert.
Jesus sagte: „Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der
Wiederkunft des Menschensohnes sein" (Matthäus 24, 37; Schlachter-Übersetzung).
Die Bibel offenbart eindeutig, dass Noahs Tage durch allgegenwärtige Sünden
und Gewalttaten charakterisiert waren: „Als aber der HERR sah, dass der Menschen
Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse
war immerdar, da reute es ihn [...]. Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles
Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen;
und siehe, ich will sie verderben mit der Erde" (1. Mose 6, 5.13).
Der Apostel Paulus wurde von Gott inspiriert, einen Blick in die Zukunft zu
werfen und beschrieb die letzten Tage als „schlimme Zeiten" – Zeiten erfüllt von
extremem Materialismus, moralischem Niedergang und einer falschen Spiritualität,
die die Macht des wahren Gottes der Bibel leugnet (2. Timotheus 3, 1-5). Passt
diese Beschreibung auf unsere gegenwärtige, westliche Zivilisation?
Eine weitere Eigenschaft der Zeit, die zu Jesu Rückkehr hinführt, wird die
große Anzahl schrecklicher Kriege und Zerstörungen sein (Matthäus 24, 3-20).
Jesus warnte, dass dadurch die Auslöschung der Menschheit drohen könnte – wenn
er nicht eingreifen würde, um die Menschen vor ihren tödlichen Aktivitäten zu
retten: „Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist
vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird. Und wenn diese
Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig [gerettet] werden; aber
um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt" (Verse 21-22).
Eine Vision für die Zukunft
Stellen wir uns diese Vision für die Zukunft vor: Eine
alarmierende Serie von Krisen trifft eine überraschte Menschheit. Die auf der
Welt verfügbaren Vorräte an Nahrungsmitteln und sauberem Wasser schwinden wegen
der starken Umweltverschmutzung, die die Natur schädigt und wegen der globalen
Erwärmung, die das Wetter verändert. Millionen sehen sich Hungersnöten und
später dem Hungertod ausgesetzt. Manche Gegenden kämpfen mit extremen
Winterstürmen und massiven Hochwasserkatastrophen, während andere Gebiete in
einer Dürre unter sengender Sonne vergehen! Diese Veränderungen im Wetter
verschlingen Unsummen und führen zum Bankrott einiger
Versicherungsgesellschaften.
Massive Erdbeben, gelegentliche Vulkanausbrüche und Insektenplagen belasten
internationale und regionale Katastrophenfonds weiter. Ethnische Spannungen,
Arbeitslosigkeit und das allgegenwärtige Verbrechen machen einst friedliche
Wohngegenden zu einem unsicheren Pflaster. Ein Leben ist zunehmend weniger wert.
Was kosten schließlich ein paar Patronen oder ein Messer?
Und der Schrecken der Attacken vom 11. September 2001 erinnert uns daran,
dass verstärkte terroristische Aktivitäten die oben genannten Probleme
noch weiter verstärken!
Vernichtende Epidemien werden etliche Millionen von Menschen betreffen! Und
während sich das Klima erwärmt, wandern exotische Krankheiten, die früher auf
die tropische Dritte Welt beschränkt waren, mit manchen keimübertragenden
Insekten weiter nordwärts. Multiresistente Bakterienstämme breiten sich in
Krankenhäusern rapide aus und machen die Wirkung von Antibiotika und anderen
„wunderbaren" Medikamenten zunichte. Bioengineering – das Herstellen
transplantationsfähiger Organe in Affen, Schweinen und anderen Tieren –
begünstigt noch gefährliche Mutationen tödlicher Bakterien und Viren. Diese
überspringen irgendwann die bisherige Grenze zwischen Tieren und Menschen vor
Ansteckung mit den Krankheiten der jeweils anderen Art. Junge, Alte und
Mittellose sterben in erschreckend hoher Zahl. Massenbegräbnisse für die Toten
werden Teil des Alltags.
„Quatsch," sagen Sie? „Das wird nie passieren, wo ich lebe," argumentieren
Sie. „Unbegründete Schwarzmalerei," beteuern Sie. „Außerdem werden unsere
Regierung und die moderne Technik uns vor solchen Problemen bewahren," hoffen
Sie.
Wirklich? Werden Ihre Armeen, Ihre Polizei, Ihr Sozial- und
Gesundheitswesen Sie von solchem Terror aus dem In- und Ausland
isolieren? Verlassen Sie sich lieber nicht darauf!
Die meisten westlichen Regierungen einschließlich der der Vereinigten
Staaten leiden unter einer zunehmenden Last der Staatsverschuldung, die
inzwischen wahrhaftig gigantische Ausmaße angenommen hat! Schmerzliche
Haushaltskürzungen geben vielen Nationen Nahrung für politische Debatten. Und in
vielen Ländern der Dritten Welt haben Waffenkäufe in unseren Tagen Vorrang vor
Ausgaben für das Gesundheitswesen oder die Rentenversorgung.
Falls Sie Amerikaner, Kanadier, Brite, Australier oder Bürger eines der
recht wohlhabenden Länder der westlichen Welt sind, seien Sie auf der Hut.
Verantwortungslose finanzielle Fehlentscheidungen auf nationaler Ebene kündigen
einen zukünftigen Niedergang an Ansehen und Macht an. Und wenn Ihr Land Ausgaben
kürzen muss, weil das Einkommen sinkt, welchen Effekt wird das für Sie als
Einzelperson haben? Ist das wirklich keine Wolke am Horizont? Oder braut sich da
vielleicht ein Sturm zusammen?
Ein düsteres Bild
Beachten Sie diesen Bericht aus einer Reportage:
„Dr. Abdul Wahab Achakzai ist ein Mediziner am zivilen
Krankenhaus in Chaman, einer armen und staubigen Basarstadt Pakistans. Täglich
strömen 700 bis 800 Kinder und Erwachsene in seine von Fliegen wimmelnde
Einrichtung nahe der afghanischen Grenze, um wegen Krankheiten von Malaria bis
Tuberkulose behandelt zu werden.
‚Die Regierung gibt uns 120 Rupien’ – weniger als $4, sagte Achakzai einem
Besucher, während er ein zitterndes, fünfjähriges Mädchen untersuchte, von dem
er vermutete, dass es von einem Malaria übertragenden Moskito gestochen wurde.
Weniger als 4 Dollar. ‚Nicht pro Patient. Das ist die tägliche Unterstützung für
das ganze Krankenhaus,’ fügte Achakzai hinzu" (Los Angeles Times, 3.
Dezember 1995). Könnte ein solcher Rückgang in der Gesundheitsversorgung in
Ihrem Land stattfinden? An vielen Orten sind Einschnitte in der Versorgung von
Armen, Kindern und Alten schon seit Jahren eine Tatsache.
Während sich Krankheiten ausbreiten und lange geschätzte gesellschaftliche
Normen zusammenbrechen, verfallen viele in Hoffnungslosigkeit und hegen
Selbstmordgedanken. Im letzten Jahrzehnt haben 300 000 Amerikaner sich das Leben
genommen – genauso viele, wie bei Kampfhandlungen im 2. Weltkrieg starben.
„Amerika steht vor einer weithin noch nicht erkannten Selbstmord-Epidemie.
Selbstmord ist zur achthäufigsten Todesursache in den USA von heute geworden,
und zur dritthäufigsten Todesursache unter Jugendlichen. Alle Amerikaner
erkennen, dass das Land voll von Gewaltverbrechen ist, aber nur wenige wissen,
dass 50 Prozent mehr Amerikaner sich selbst umbringen, als ermordet
werden" (San Diego Union-Tribune, 11. Januar 2002).
Die Gefängnisse sind ebenfalls voll von Beweisen, dass
unsere Gesellschaft nicht mehr das ist, was sie sein sollte. „Vor Kurzem
erreichten die Vereinigten Staaten den zweifelhaften Ruhm, die größte Zahl von
Strafgefangenen auf der Welt zu haben. Damit übertraf man sogar das an
Geldknappheit leidende Russland – lange Zeit der einzige Rivale im Hinblick auf
eine riesige Gesellschaft von Strafgefangenen – nachdem Russland Tausende von
Gefangenen entließ, um Geld einzusparen," bemerkte Sasha Abramsky, Autor von
Hard Time Blues. „Etwa 2 Millionen Amerikaner sitzen nun im Zuchthaus oder
in Gefängnis... . Auf 100 000 Einwohner gerechnet haben die USA eine fünf Mal so
hohe Gefangenenrate wie England, sechs Mal so viel wie Kanada und sieben Mal so
viel wie Deutschland."
Auch steigende Temperaturen kündigen schwere Krisen an. Klimaveränderungen
wirken auf die riesigen Eisflächen der Antarktis ein. Eine Eisscholle, die nach
Vermutungen von Wissenschaftlern seit mindestens 12000 Jahren existierte, brach
im März 2002 ab nach einem der wärmsten Sommer seit Beginn der dortigen
Aufzeichnungen. „Das ist ein tief greifendes Ereignis," sagte die Geologin
Christina Hulbe. „Diese Eisscholle hat seit Tausenden von Jahren viele
Temperaturschwankungen überstanden. Jetzt ist sie weg." Das abgebrochene Gebiet,
1100 Kilometer breit, hatte eine Fläche von etwa 3000 Quadratkilometern – etwa
die Größe des Saarlandes. „Wissenschaftler sagten, dass es in den letzten 50
Jahren einen Trend zur Erwärmung auf dieser Halbinsel gegeben hat, die als ein
sensibler Indikator für eine globale Klimaveränderung angesehen wird" (San
Diego Union-Tribune, 20. März 2002).
Und wenn die Temperaturen auf der Erde steigen, werden Dürren weitere
schlimme Notlagen hervorrufen. Wissenschaftler schätzen nun, dass im Jahr 2025
ein Drittel der Menschen nicht mehr genügend Zugang zu Wasser haben wird, und
dass die herkömmliche Landwirtschaft nicht mehr ausreichen wird, um die
Bevölkerung der Erde zu ernähren. Schon jetzt „betrifft die Wasserknappheit etwa
450 Millionen Menschen in 29 Ländern und Streitigkeiten um Wasserrechte in Asien
und Afrika könnten zu ernsthaften Konflikten führen, wenn die Regierungen nicht
neue Wege finden, die bestehenden Vorräte effizienter zu nutzen," so ein Bericht
des Welt-Wasserforums vom August 2001. „Wasser könnte wie Öl zu einer neuen
Ursache von Konflikten werden," sagte der holländische Kronprinz
Willem-Alexander, Vorsitzender des Forums.
„Trotz mancher Erfindungen, die die Kosten der Wasseraufbereitung gesenkt
haben, haben immer noch ein Milliarde Menschen nicht ausreichend sauberes
Trinkwasser... . Ländliche, landwirtschaftlich genutzte Gebiete sind am meisten
gefährdet... . Eine Kombination aus globaler Erwärmung, Verschwendung und
Verschmutzung bedeutet, dass große Flüsse, von denen seit je her Millionen von
Menschen abhängig sind, jetzt zu manchen Zeiten des Jahres austrocknen. Der
Gelbe Fluss in China, der Nil in Afrika und der Indus und der Ganges in Südasien
erreichen während der Trockenzeit nicht immer das Meer, und lassen verzweifelte
Bauern zurück... . Es gibt nicht genügend Wasser, um genügend Nahrung zu
produzieren" (Los Angeles Times, 14. August 2001).
Hungersnöte und Krankheiten
In der Folge könnten Millionen von Menschen
Hunger leiden. „Vierzig der ärmsten Länder der Welt laufen Gefahr, in ihrer
Möglichkeit, Nahrungsmittel zu produzieren, stark eingeschränkt zu werden – mit
Rückgängen von bis zu 25 Prozent [...] und 450 Millionen unterernährten
Menschen" (Los Angeles Times, 11. Juli 2001).
Auch die USA sind stark betroffen. „Dürren haben beinahe ein Drittel der
Vereinigten Staaten heimgesucht und drohen, diesen Sommer in manchen Gegenden zu
der schlimmsten Wasserverknappung seit vielen Jahren zu führen, so die Meinung
von Experten. ‚Dies ist ein schlafender Riese,’ sagte der Klimatologe Mark
Svoboda vom National Drought Mitigation Center [Nationalen
Dürrelinderungs-Zentrum] in Lincoln, Nebraska. ‚Die Auswirkungen werden sich
erst noch zeigen.’" Im Frühjahr 2002 sind die Wasservorräte New Yorks auf 48
Prozent ihrer Kapazität gesunken und viele andere Gemeinden in den gesamten
Vereinigten Staaten haben mit Wassermangel zu kämpfen und sehen sich einer
zwangsweisen Wasserrationierung im Sommer gegenüber.
Und das Wasser, das wir haben, könnte vergiftet sein. „Drei Jahrzehnte nach
dem Abkommen zur Wasserreinhaltung glaubt eine wachsende Anzahl von
Umweltforschern, dass die herkömmlichen Bedenken über Wasserverunreinigungen
nicht weit genug gehen könnten. Sie sehen eine potenzielle Bedrohung in der
allgegenwärtigen Verwendung von Chemikalien in Medizin und Alltag. Diese
Verbindungen, von Antibiotika bis Koffein, reichern sich in der Umwelt und den
Wasserreservoirs an – mit unbekannten Folgen" (San Diego Union-Tribune,
20. März 2002). Aber manche Folgen sind bekannt. In England zum Beispiel
wurde ein drastischer Rückgang an Spermazellen bei Männern mit Verunreinigungen
in der Themse in Verbindung gebracht. In Deutschland, wo in manchen kleineren
Flüssen die Abwasserrate bis zur Hälfte des Wasservolumens ausmachen kann, haben
Forscher messbare Mengen an Spasmolytika, entzündungshemmenden Stoffen und
anderen Medikamenten im Wasser entdeckt. Forscher in Kansas, USA, haben Spuren
von Nonylphenol in deren Wasser nachgewiesen; diese häufig in Seifen vorkommende
Substanz wurde mit Krebs, Unfruchtbarkeit und körperlichen Missbildungen in
Verbindung gebracht.
AIDS – Acquired Immune Deficiency Syndrome – ist schon seit einigen Jahren
aus den Schlagzeilen verschwunden, aber die Krankheit ist immer noch da. Das
Center for Disease Control [Gesundheitsamt] berichtete im Februar 2002, dass
bis zu 1 Million Amerikaner mit einer HIV-Infektion leben dürften – viele davon
unbehandelt. Obwohl dank neuer, teurer Behandlungsmethoden einschließlich
komplexer „Cocktails" von Medikamenten jedes Jahr weniger Amerikaner an AIDS
sterben, ist die Zahl der neu Infizierten über die letzten Jahre hinweg bei
jährlich 40 000 stabil geblieben (Los Angeles Times, 26. Februar 2002).
Diese Krankheit ist keineswegs und auch nicht hauptsächlich ein
amerikanisches Problem. Osteuropa und die Länder der ehemaligen Sowjetunion
haben die höchsten Zuwachsraten an HIV-Infektionen auf der ganzen Welt, wobei
die Zahl der HIV positiven Menschen sich in Russland in den letzten drei Jahren
verfünfzehnfacht hat, so ein Bericht der Vereinten Nationen vom November
2001. Die höchste Infektionsrate wurde in der Ukraine gefunden, wo mindestens 1
Prozent der Bevölkerung mit dem Virus infiziert ist.
In manchen afrikanischen Ländern sind die Zahlen noch viel schlimmer. Für
einige Länder der Subsahara wird erwartet, dass sie 20 Prozent ihres
Bruttosozialproduktes bis 2020 aufgrund von AIDS verlieren. In Swaziland und
Botswana sind ein Drittel aller Erwachsenen HIV positiv! Auf dem
gesamten afrikanischen Kontinent leben über 28 Millionen Menschen mit HIV (Los
Angeles Times, 29. November 2001).
Auf der ganzen Welt haben sich 5 Millionen Menschen im Jahr 2001 mit dem
AIDS-Virus infiziert – 800 000 davon waren Kinder. Die Gesamtzahl der Menschen,
die mit HIV leben, beläuft sich nun auf 40 Millionen. In den vergangenen 20
Jahren starben über 22 Millionen an AIDS, 3 Millionen davon im Jahr 2001. AIDS
ist nun die vierthäufigste Todesursache auf der Welt.
Die Bibel prophezeite klar diese
Trends!
Jesus Christus prophezeite, dass direkt vor seiner
Rückkehr „Hungersnöte" – Mangel an Nahrung – und „Pest" – Seuchen – auftreten
würden. Wir sehen gegenwärtig nur den Beginn dieser Flüche, die sich verstärken
werden, bis sie massive Auswirkungen auf unsere gesamte Lebensweise haben!
Christus prophezeite direkt, dass unsere Zeit wie die Zeit Noahs sein würde
(Matthäus 24, 37-39). Noahs Tage waren charakterisiert durch „Bosheit" und
„Frevel" (1. Mose 6, 5.13).
Ist die Welle des Verbrechens in den USA am abklingen? „Zu all den
erfreulichen Nachrichten von neueren Verbrechensstatistiken gibt es eine dunkle
Kehrseite. Während die Verbrechensrate bei Erwachsenen zurückgeht, schießt
sie bei Teenagern in die Höhe... . Die Rate stieg bei
Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren um 16 Prozent und verdrängte Anfang der
90er Jahre die Gruppe der 18-24-Jährigen von ihrem Spitzenplatz. Und genau
dieselbe Altersgruppe wird in den nächsten zehn Jahren boomen... . ‚Dies ist die
Ruhe vor dem Sturm. Solange wir uns selbst vormachen, dass wir den Kampf gegen
das Verbrechen gewinnen, mögen wir kein Auge haben für das Blutbad von Gewalt
unter Teenagern, das uns in der Zukunft erwartet’... . Fast alle Faktoren, die
zu Verbrechen unter Jugendlichen beitragen – Haushalte mit nur einem Elternteil,
Kindesmissbrauch, heruntergekommene innerstädtische Schulen – werden schlimmer.
Zur gleichen Zeit interessiert sich die Regierung immer weniger – anstatt mehr –
dafür, Geld dafür auszugeben, um diesen Kreislauf von Armut und Verbrechen zu
durchbrechen" (Time Magazin, 15. Januar 1996, Seite 52). Kriminologen
warnen, dass die kommende Generation zu „Raubtieren" ohne jegliches Gewissen für
richtig und falsch werden könnte – weil sie nie geliebt, genährt und auf
positive Art diszipliniert wurde.
Und zum Widerwillen vieler konservativer und traditionell ausgerichteter
Gegenden in anderen Teilen der Welt werden zur gleichen Zeit Hollywood und
dessen Nachahmer enorm reich durch den Vertrieb moralischer Degeneration in
gewaltreichen und von Sex angefüllten Videos und CD’s. Ein solch korrumpierender
Einfluss wird zunehmend als soziales Übel empfunden, das ferngehalten werden
muss – doch die Jugendlichen und zunehmend auch die Erwachsenen in der
westlichen Welt nehmen diesen Einfluss gierig auf! In einem Artikel von Kim
Painter in der Zeitschrift USA Today vom 15. März 2002 wird berichtet,
dass Studien nun ergeben haben, dass 21 Prozent der Jungen und 19 Prozent der
Mädchen erklären, sie hatten im Alter von 14 Jahren bereits Sex! Forscher in
Washington D.C. entwickelten vor Kurzem ein Programm, dass einer frühen
sexuellen Aktivität vorbeugen soll. Sie entwickelten es im Hinblick auf
Siebtklässler, doch nach einer Pilotstudie entschieden sie dann, stattdessen
Fünftklässler ansprechen zu wollen – weil zu viele Siebtklässler bereits Sex
hatten!
Doch all diese Probleme sind nur der Anfang der Geschichte. Die Welt sieht
sich weiterhin einer nuklearen Bedrohung massiven Ausmaßes gegenüber. Auch wenn
man sich über den Zusammenbruch der Sowjetunion freut, so stellt nun das immense
Waffenarsenal, das sie besaß – einschließlich Nuklearwaffen – eine Bedrohung
dar, weil diese Waffen an den Höchstbietenden verkauft werden könnten! Militante
Islamisten peitschen Hunderte von Millionen gegen die westlichen Demokratien
auf, während die USA sich an der Grenze ihrer Möglichkeiten in ihrem „Krieg
gegen den Terror" befinden. Es wurde im militärischen Aufrüsten der letzten Zeit
kaum zur Kenntnis genommen, dass die Vereinigten Staaten vor Kurzem ihre
Jahrzehnte alte Strategie eines „Zwei-Fronten-Konflikts" aufgegeben haben, in
der sie sich bereit hielten, zum Beispiel gleichzeitig einen Krieg im
Mittelmeerraum zu führen und einen weiteren im pazifischen Raum. Dieser
Strategiewechsel könnte in naher Zukunft zu einer ernsten Gefahr werden, während
die USA sich immer mehr Feinde machen.
Und vergessen wir nicht die weltverändernden Auswirkungen eines wieder
erstarkenden Europas! Seit Januar 2002 durch eine gemeinsame Währung – den
Euro – vereint, sind die Nationen Europas nun mehr daran interessiert, auf
globaler Ebene einzugreifen, wo sie das Gefühl haben, dass die USA versagen, sei
es im „Krieg gegen den Terror" oder im Nahen Osten.
Wenn all diese Trends sich vereinigen, beschreiben sie eine Vision für die
Zukunft, die einem Angst machen kann! Wie entwickeln sich die Dinge? Für
jemanden, der sich damit befasst und weit gereist ist, und der die Komplexität
der Themen erfasst, ist es offensichtlich, dass wir in „gefährlichen Zeiten"
leben. Die Weltereignisse nähern sich immer mehr dem Bild der biblischen
Prophezeiungen! Veränderungen stehen bevor, doch vielleicht nicht so, wie sich
viele das gedacht haben.
Und sie wurden zerstreut!
Gott muss sich keine Wettervorhersagen ansehen. Er
entscheidet, ob wir morgen einen klaren Himmel haben oder nicht. Jesus Christus
sagte über Gott: „Er [...] lässt regnen über Gerechte und Ungerechte" (Matthäus
5, 45). Gelegentlich hält Gott den Regen zurück oder schickt zu viel davon, um
Menschen eine Lektion zu erteilen!
Jakobus beschrieb in seinem Brief, wie der Prophet Elia „betete ein Gebet,
dass es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs
Monate. Und er betete abermals, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte
ihre Frucht" (Jakobus 5, 17-18).
Gott hat also die Macht, ein Land zu bewässern oder es austrocknen zu
lassen. Dasselbe gilt für Wind, Kälte, Wirbelstürme und Wolken. Und er gebraucht
diese Macht manchmal, um in das Weltgeschehen einzugreifen: „Du zerbrichst die
großen Schiffe durch den Sturm von Osten" (Psalm 48, 8).
Einige der wichtigsten Wendepunkte in der Geschichte der englischsprachigen
Völker wurden durch Gottes Eingreifen in das Wetter während einer Schlacht
entschieden. Diese erfolgreichen Eingriffe ermöglichten die religiöse Freiheit,
den Wohlstand und die Macht, welche die angelsächsisch-keltischen Mächte USA,
Kanada, Australien, Neuseeland und Großbritannien noch immer genießen.
In den Jahren 1586-87 wurde die katholische Vorherrschaft über den
englischen Thron durch die Hinrichtung Maria Stuarts, der Königin der Schotten,
vereitelt. Im folgenden Jahr sandte König Philip II. von Spanien seine
„unbesiegbare" Armada von 124 Schiffen gegen England, um die Kontrolle durch den
Katholizismus wiederzuerlangen. Während die englischen Seestreitkräfte noch
tapfer kämpften, ging ihnen irgendwann das Schießpulver aus! Zu diesem
kritischen Zeitpunkt kam plötzlich ein unvorhersehbarer Sturm auf und schickte
viele der schwer bewaffneten spanischen Gallionen ins Verderben. Die vom Wetter
angegriffenen Schiffe, die noch ihre Heimat in Spanien erreichten, waren so
schwer beschädigt, dass viele von ihnen nie wieder eingesetzt werden konnten.
Königin Elisabeth, die den Sieg über Spanien feiern ließ, gab eine
Silbermedaille heraus mit der Inschrift: „Gott blies, und sie wurden zerstreut."
Sie wusste, wer in dieser kritischen Stunde der Geschichte ihres Volkes
hinter den Winden steckte!
Eine wundersame Rettung
1940 waren Hitlers Streitkräfte in einem Blitzangriff in
Frankreich und den Niederlanden einmarschiert. Sie hatten 330 000 britische
Soldaten vom Rest ihrer Streitkräfte abgetrennt und sie bei Dünkirchen zum
Rückzug gezwungen, mit dem Ärmelkanal als letztem Fluchtweg. Hätten die Briten
diese Armee verloren, so hätten sie wohl kaum noch eine Chance gehabt, die
Armeen der Nazis zurückzudrängen, die sich auf den Einmarsch in England
vorbereiteten. In ganz Großbritannien machte das Wort die Runde: „Winnie
[Churchill] braucht Boote."
Obwohl der Ärmelkanal normalerweise rau und gefährlich ist, wurden Hunderte
von Schiffen, Yachten und kleinen Booten ausgeschickt – alles, was sich bewegen
konnte und nicht unterging –, um zumindest das zu retten, was von der Armee noch
übrig bleiben würde. Doch die Lage sah schlecht aus. Dann kam überraschend
schlechtes Wetter auf dem Festland auf und zwang die deutsche Luftwaffe dazu, am
Boden zu bleiben. Aber anstatt wie gewöhnlich rau und wechselhaft zu sein –
somit gefährlich für kleine Boote – wurde der Ärmelkanal fast so still wie eine
Badewanne! Die Menschen, die ihr ganzes Leben lang an seinem Ufer gelebt hatten,
hatten ihn nie so ruhig erlebt. Winnies bunt zusammengewürfelte Armada von
schifffahrtstechnischem Strandgut rettete fast eine Drittelmillion britischer
Soldaten – das Rückgrat ihrer gesamten Armee! Hitler war sprachlos. Die Generäle
der Nazis grollten vor Verbitterung, weil sie diesen einfachen Sieg verpassten.
Die Briten waren zutiefst dankbar und nannten dies „das Wunder der ruhigen See."
Ich habe vier Jahre meines Lebens in Großbritannien verbracht und sprach
mit einigen älteren Männern, denen die Rettungsoperation bei Dünkirchen
persönlich vertraut war. Alle bekamen feuchte Augen, als sie darüber
redeten. Alle erinnerten sich an das tiefe Gefühl der Dankbarkeit der
Briten Gott gegenüber nach diesem Ereignis. Sonntag, der 9. Juni 1940 wurde als
ein Tag der nationalen Danksagung ausgerufen für Gottes Rettung bei Dünkirchen,
und viele englische Vikare können bestätigen, dass deren Kirchen an diesem Tag
so voll waren, wie seitdem nie mehr.
Am Tag zuvor, am 8. Juni, war in Londons Daily Telegraph ein Artikel
erschienen über die so genannte „wundersame Rettung" bei Dünkirchen. Ein
britischer Offizier, der selbst auch aus Dünkirchen gerettet worden war, sagte:
„Eines kann man sicher über den morgigen Tag der Danksagung in unseren Kirchen
sagen. Von keinem wird der Dank mit größerer Aufrichtigkeit und tieferer
Empfindung aufsteigen, als von den Offizieren und Männern, die die Hand Gottes
gesehen haben, stark genug, um zu retten, die sie aus den Händen eines mächtigen
Feindes befreit hat, dem sie nach menschlichem Ermessen auf Gedeih und Verderb
ausgeliefert waren."
Ja, Gott kontrolliert das Schicksal von Nationen – und
einzelnen Personen.
Hitlers Teufel
Um seinen Willen bei den Menschen umzusetzen, gebraucht
Gott seine geheimen, unsichtbaren Agenten – gerechte Engel (und manchmal sogar
gefallene Engel) – um so seinen Einfluss auszuüben, zur Errettung oder zur
Zerstörung.
Die Bibel offenbart eine faszinierende Einsicht in die Funktionsweise der
Geistwelt in 1. Könige Kapitel 22. Der inspirierte Autor gibt einen
detaillierten Bericht über eine Konferenz vor dem Herrn. Es scheint, als hätte
Gott bereits beschlossen gehabt, einen der böswilligsten Könige in der
Geschichte Israels, König Ahab, zu entfernen. Die Frage war, wie das zu tun sei.
Gott entschied sich für den Plan, Ahab dazu zu bringen, persönlich in einen
bevorstehenden Kampf gegen die Syrer bei Ramoth in Gilead zu ziehen. Doch Gott
brauchte jemanden, um Ahab in dieser Weise zu beeinflussen. In diesem Fall
meldete sich ein böser Geist freiwillig, um diese Aufgabe zu übernehmen: „Der
HERR sprach zu ihm [dem bösen Geist]: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und
will ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten" (Vers 22).
Am Tag der Schlacht wusste Gott bereits, dass die syrische Armee stärker
war und tatsächlich die Israeliten besiegen würde. Und Ahab, der seinen Rang
versteckte, um nicht zur Zielscheibe zu werden, wurde dennoch im Kampf getötet,
als ein in „Einfalt" verschossener Pfeil ihn zwischen Teilen seiner Rüstung traf
(Verse 34-37). Dies geschah, weil Gott entschieden hatte, dass dieser böse König
weder im Hintergrund und somit außer Gefahr stehen, noch lebendig aus der
Schlacht entkommen sollte, sondern stattdessen wie viele seiner besiegten
Truppen fallen sollte.
Als Adolf Hitler an die Macht kam, machte Martin Niemöller, ein bekannter
evangelischer Pfarrer in Deutschland, diese aufschlussreiche Bemerkung: „Es ist
wirklich eine Zeit des Aussiebens über uns gekommen. Gott gibt Satan freie Hand,
damit er uns aufrütteln möge und es so sichtbar werde, was für Männer wir sind."
Offenbar erlaubte Gott ausdrücklich Dämonen, von diesem Nazidiktator
Besitz zu ergreifen oder ihn zumindest stark zu beeinflussen. Der britische
Autor George Bruce schrieb: „Kann das Mysterium der Bosheit des
Nationalsozialismus erklärt werden? War da ein satanischer Kern in seinem
Herzen? Eine Interpretation seiner Natur, die erwähnt werden sollte, ist die
Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und dem Okkultismus und der
schwarzen Magie, zu denen sich Hitler und sein innerer Kreis angeblich
hingezogen fühlten, einschließlich Göring, Himmler, Göbbels, Ley und in den
früheren Tagen Dietrich Eckart und Professor Karl Haushofer.
„Nach dem, was vielen Leuten als weit hergeholter Glaube erscheint, war
Hitler das Medium, durch das der Kontakt mit den übernatürlichen Kräften
des Bösen hergestellt wurde. Hermann Rauschning, der Hitler mit einem kalten und
analytischen Auge beobachtete, erklärt, dass er ein Medium war, ‚besessen von
Kräften außerhalb von ihm selbst – beinahe dämonischen Kräften.’ Rudolph
Olden, politischer Redakteur des Berliner Tagblatts in den Tagen der
Machtergreifung der Nazis, kommentierte, wie der alles vereinnahmende, beinahe
übermenschliche Wasserfall von Worten, der während Hitlers Reden
heraussprudelte, manchmal Höhepunkte erreichte, in denen Hitler buchstäblich ‚in
Zungen redete’ und besessen zu sein schien. André François-Poncet,
französischer Botschafter in Berlin nahm ebenfalls Bezug auf diese scheinbare
dämonische Besessenheit" (The Nazis [Die Nazis], Hamlyn, 1974, Seite
154).
Nach dem Zitieren einiger anderer Beobachter, die den Eindruck hatten, dass
Hitler Hilfe von dunklen Geistesmächten erhielt, spekulierte George Bruce: „Und
wirft diese Theorie eines von bösen, übernatürlichen Mächten beherrschten Hitler
nicht zum ersten Mal Licht auf die Ursache für Auschwitz, Treblinka, den Tod von
sechs Millionen Juden, den Plan für die Ermordung von 33 Millionen Slawen in
Russland, die Bereitschaft für die Opferung von drei oder vier Millionen jungen
deutschen Männern im Krieg und schließlich für das langfristige Ziel, über das
Fabian von Schlabrendorff berichtete, zur vollständigen und dauerhaften
Ausrottung des Christentums auf der ganzen Welt?" (Seite 156).
Hitlers Europa war dabei nur ein milder Vorläufer dessen, was Gottes
inspiriertes Wort im Bezug auf eine zukünftige Wiedererstehung eines von Satan
beeinflussten „babylonisch-römischen Systems" prophezeit: „Sie ist gefallen, sie
ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden und
ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen Vögel"
(Offenbarung 18, 2).
Es ist ein ernüchternder Gedanke, sich vorzustellen, dass einige der
bedeutendsten Spieler auf der Weltbühne, die unser Schicksal mit bestimmen,
nicht gesehen werden können. Es sind Engel oder Dämonen! Wir
müssen uns der Realität einer Geistwelt um uns herum viel mehr bewusst werden.
Und wir müssen absolut sicher gehen, dass wir selbst vom Geist Gottes geleitet
werden!
Wie weiß Gott im Voraus, was geschehen wird?
Wie weiß Gott, was in der Zukunft stattfinden wird? Wie
kann er ein Ereignis Hunderte oder sogar Tausende von Jahren im Voraus
prophezeien? Von Anfang an war Gott ein genauer und aufmerksamer Beobachter
menschlichen Verhaltens. Er weiß wirklich, wie wir beschaffen sind (Jeremia 17,
4-10). Er versteht sehr gut, wie Menschen dazu neigen, zu entarten, sich zu
kompromittieren und vom rechten Weg abzukommen.
Direkt nachdem Gott Mose die Einzelheiten seines Gesetzes gegeben hatte,
sagte er zu ihm: „Siehe, du wirst schlafen bei deinen Vätern, und dies Volk wird
sich erheben und nachlaufen den fremden Göttern des Landes, in das sie kommen,
und wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe.
Da wird mein Zorn entbrennen über sie zur selben Zeit, und ich werde sie
verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, so dass sie völlig verzehrt
werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen:
Hat mich nicht dies Übel alles getroffen, weil mein Gott nicht mit mir ist?" (5.
Mose 31, 16-17).
Da Gott ein solch tiefgründiges Wissen über uns besitzt, kann er mit
Bestimmtheit vorhersagen, was die grundlegenden Lebensbedingungen von Völkern
und Nationen in der Zukunft sein werden. Und dann kann Gott durch die
geschickte Beeinflussung von Faktoren bei der Macht von Nationen wie zum
Beispiel dem Wetter, den menschlichen Herrschern und anderen Umständen
spezifische Prophezeiungen zur Erfüllung bringen, die manchmal in ihrer
Detailgenauigkeit frappierend sind.
Ein Beispiel dieses göttlichen Eingreifens ist die bemerkenswerte
Geschichte von Cyrus dem Großen, König von Persien. Erstaunlicherweise
inspirierte Gott den Propheten Jesaja fast zwei Jahrhunderte vor der
Geburt von Cyrus, dessen Namen und seine Taten zu beschreiben!
Um 740-720 v.Chr. schrieb Jesaja unter göttlicher Eingebung: „So spricht
der HERR [...]: Ich bin der HERR [...], der zu Cyrus sagt: Mein Hirte! Er soll
all meinen Willen vollenden und sagen zu Jerusalem: Werde wieder gebaut! und zum
Tempel: Werde gegründet! So spricht der HERR zu seinem Gesalbten, zu Cyrus, den
ich bei seiner rechten Hand ergriff, dass ich Völker vor ihm unterwerfe und
Königen das Schwert abgürte, damit vor ihm Türen geöffnet werden und Tore nicht
verschlossen bleiben" (Jesaja 44, 24.28; 45, 1).
Heute behaupten viele Gelehrte, dass diese Schriftstellen im Buch Jesaja zu
der Zeit geschrieben worden sein müssen, als die beschriebenen Ereignisse
eintrafen. Sie leugnen, dass Jesaja eine Prophezeiung 200 Jahre vor ihrer
Erfüllung geschrieben hat. Worauf basieren sie diese Leugnung? Sie haben keine
Fakten, um ihr Argument zu beweisen – nur einen Mangel an Glauben, dass Gott der
Allmächtige ist, der wirklich in das Weltgeschehen eingreift!
Sehen wir, was Historiker über die Ereignisse wissen, die um 539 v.Chr.
stattfanden, als Cyrus Babylon eroberte, eine „undurchdringliche" Stadtfestung,
die weltberühmt für ihre Macht war. Da es unmöglich war, die massiven Mauern um
Babylon zu überwinden, an denen schon so viele Angreifer gescheitert waren,
leiteten Cyrus’ Männer den Fluss Euphrat um, der normalerweise unter den
schweren Wassertoren hindurch und dann durch die Stadt floss. Durch die
Herabsenkung des Wasserspiegels und mit Hilfe eines Spions, der von innen die
Tore entlang des Flusses öffnete, drang Cyrus’ Armee völlig unerwartet in die
Stadt ein und nahm Babylon in einem Überraschungsangriff ein.
War Gott überrascht? Nein. Er hatte fast 200 Jahre zuvor beschrieben, wie
ein Führer, der auch „Cyrus" genannt wurde, große Könige unterwerfen würde,
indem „vor ihm Türen geöffnet werden" würden!
Bald danach erließ Cyrus ein Dekret, das den Juden erlaubte, freiwillig in
ihre Heimat und nach Jerusalem zurückzukehren, und er wies sie – in
erstaunlicher Erfüllung einer weiteren Prophezeiung – an, den Tempel wieder
aufzubauen (Esra 1, 2-4; 6, 2-5).
Was hat Gott vor?
Religiös gesinnte Menschen fragen sich: „Was hat der
Schöpfergott im Sinn?" Doch das Interesse der breiten Bevölkerung an Religion
ebbt mit den Weltereignissen ab und schwindet dahin. „Nach dem 11. September lag
Religion in der Luft, so sehr, wie schon seit langer Zeit nicht mehr und
vielleicht auch für lange Zeit nicht mehr," sagte Andrew Kohut, Direktor des
Pew Research Center for the People & the Press [Forschungszentrum für das
Verhalten von Kirchgängern]. Kohuts Organisation veröffentlichte im März 2002
eine Umfrage, nach der 52 Prozent der Amerikaner jetzt meinen, dass die
Auswirkungen der Religion geringer werden, nachdem sie im Herbst 2001 einen
Zulauf an Interesse erfahren hatten. Dennoch wird Religion als wichtig
angesehen. Im Bereich von 2:1 sagten die Leute, dass die Terrorangriffe vom
September das Ergebnis von eher zu wenig als von zu viel Religion in der Welt
waren," so die Pew – Umfrage (San Diego Union-Tribune, 22. März
2002).
Trotz weltlichem Skeptizismus können wir in einem Buch, das vielen Leuten
am Herzen liegt, das sie aber nur sehr wenig kennen, ein tiefgreifendes
Verständnis darüber finden, wie diese „schlimmen Zeiten" in der Zukunft beendet
werden. Dieses Buch ist die Bibel. Sie spricht mit Autorität über die Zukunft
unserer Nationen. Sie offenbart Prophezeiungen von bewegenden Ereignissen, die
die gesamte Menschheit betreffen werden.
Obwohl die Menschen in der modernen Welt es kaum erkennen, war der Jesus
Christus der Bibel der größte Prophet künftiger Ereignisse, der jemals gelebt
hat. Das Buch der Offenbarung, auch bekannt als Apokalypse, beschreibt, was
Jesus Christus direkt offenbart hat.
Beachten Sie den ersten Vers dieses spannenden und bedeutsamen Buchs: „Dies
ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu
zeigen, was in Kürze geschehen soll, und er hat sie durch seinen Engel gesandt
und seinem Knecht Johannes kundgetan" Offenbarung 1, 1).
Doch diese Prophezeiungen wurden nicht nur in der Apokalypse offenbart.
Jesus Christus sprach auch davon, solange er auf der Erde war. Die gesamten
Kapitel von Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 handeln von Jesu berühmter
Ölbergprophezeiung – einer wichtigen Prophezeiung, die die Abfolge von
Ereignissen am Ende der uns bekannten Zivilisation beschreibt, welche uns in ein
neues Zeitalter führen.
Das Gespräch begann, als Jesu Jünger fragten: „Sage uns, wann wird das
geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der
Welt?" – das Ende der Herrschaft des Menschen (Matthäus 24, 3). Nach der
Auflistung einer Reihe von Zuständen, einschließlich des Erscheinens falscher
Propheten, örtlicher und globaler Kriege, Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben,
beschrieb Jesus eine „große Bedrängnis" auf Erden – „wie sie nicht gewesen ist
von Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird" (Vers 21).
Die schlimmste Zeit der Bedrängnis, die die Erde jemals erlebt hat?
Tragischerweise ja. Der Jesus Christus Ihrer Bibel prophezeite dies in
unmissverständlichen Worten. Das Evangelium nach Markus gibt Jesu Aussage so
wieder: „Denn in diesen Tagen wird eine solche Bedrängnis sein, wie sie nie
gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und
auch nicht wieder werden wird" (Markus 13, 19).
Zermürbende Armut, Dürre und Hungersnöte, weit um sich greifende Seuchen
und letztlich weltweite Gewalt werden alles biologische Leben an den Punkt der
Ausrottung bringen – all dies so wird es klar in der Bibel vorhergesagt, soll am
Ende dieser menschlichen Zivilisation eintreten.
Aber ist das wirklich das Ende von allem?
Jesus sagte ausdrücklich: „Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so
würde kein Mensch selig [gerettet] werden; aber um der Auserwählten willen
werden diese Tage verkürzt" (Matthäus 24, 22). Diese Tage müssen „um der
Auserwählten [der wahren Christen, die wirklich Gott dienen und gehorchen]
willen" verkürzt werden.
Doch vor Gottes gnadenvollem Eingreifen wird er zulassen, dass die
westliche Welt eine unvergleichbare Zeit nationaler Notstände erleben wird – in
der Bibel als „große Bedrängnis" bezeichnet. Es wird eine Zeit nationaler
Züchtigung sein, die vor allem die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien,
Australien, Neuseeland und die meisten Nationen Nordwesteuropas trifft.
Warum eine große Bedrängnis?
Gott der Allmächtige ist derjenige, der Nationen
entstehen und vergehen lässt. Er ist derjenige, der – vor Hunderten von Jahren –
die Entstehung eines letzten europäischen Reichs oder der „Vereinigten Staaten
von Europa" vorhergesagt hat, die er gebrauchen wird, um Amerika,
Großbritannien, Kanada und die anderen oben erwähnten Nationen zu züchtigen!
In Jesaja 47, 1 spricht Gott von einer jungfräulichen Tochter des
altertümlichen Babylon. Er beschreibt ihre zukünftige Bestrafung: „Setze dich
stumm hin, geh in die Finsternis, du Tochter der Chaldäer! Denn du sollst nicht
mehr heißen ‚Herrin über Königreiche.’ Als ich über mein Volk zornig war und
mein Erbe entheiligte, gab ich sie in deine Hand; aber du erwiesest ihnen keine
Barmherzigkeit, auch über die Alten machtest du dein Joch allzu schwer" (Verse
5-6).
Beachten Sie, dass Gott von „mein Volk" und „mein Erbe" spricht. Erinnern
wir uns, dass das Haus Israel „mein Erbe" genannt wird und Gott die Israeliten
wiederholt im Alten Testament als „mein Volk," „mein Haus" oder „mein Erbe"
bezeichnet (Jesaja 19, 25; Jeremia 12, 7-9).
Erinnern wir uns auch, dass es die Assyrer des Altertums waren, die die
zehn Stämme Israels im Norden angriffen und besiegten.
Aber diese Prophezeiung spricht von einer Tochter – einem politischen,
wirtschaftlichen und religiösen System im Geiste des altertümlichen Babylon –,
die in unserer Zeit entstehen und den physischen Nachkommen von Gottes Volk ein
„Joch" auferlegen wird.
Beachten Sie auch, dass sie „Herrin über Königreiche" genannt wird und
sagt: „Ich bin’s und sonst keine; ich werde keine Witwe werden noch ohne Kinder
sein" (Jesaja 47, 8). Um zu verstehen, wer diese Tochter Babylons ist, sollten
wir keine fehlerhafte menschliche Argumentation benutzen, sondern die Bibel sich
selbst interpretieren lassen. In Offenbarung 17 finden wir dasselbe falsche
System genauestens beschrieben.
Die Bibel gebraucht Symbole, um geistliche Konzepte darzustellen.
Offenbarung 17 spricht symbolisch von einer großen Hure, gekleidet in Purpur und
Scharlach, die politischen Einfluss nimmt und mit den weltlichen
Staatsoberhäuptern dieser prophezeiten politisch-militärischen Macht „ins Bett
geht" (Vers 18). Diese scharlachrote Frau versinnbildlicht ein falsches
religiöses System genannt: „Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller
Gräuel auf Erden" (Vers 5). Die „Wasser," an denen sie sitzt, sind „Völker und
Scharen und Nationen und Sprachen" (Vers 15). Dies beschreibt offensichtlich
eine Art vielsprachige Föderation oder ein Reich. Sie ist wirklich eine „Herrin
über Königreiche," wie Jesaja prophezeit hat.
Vergleichen wir auch Jesaja 47, 7-8 mit Offenbarung 18, 7, wo es heißt:
„Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne hier [habe Macht] und bin eine
Königin und bin keine Witwe, und Leid werde ich nicht sehen."
Der Apostel Johannes schrieb, dass in der Endzeit, wenn diese Prophezeiung
verstanden werden würde, es auch „sieben Könige" geben werde. „Fünf sind
gefallen, einer ist da, der andre ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt,
muss er eine kleine Weile bleiben" (Offenbarung 17, 10).
Wer die Prophezeiungen ernsthaft studiert, kann erkennen, dass die Abfolge
von fünf Königen sich auf das „Heilige Römische Reich" bezieht, das in Form von
fünf verschiedenen „Königreichen" Zentraleuropa und die Mittelmeerregion für
über 1000 Jahre beherrscht hat, von der Spätantike bis ins 19. Jahrhundert.
Durch wiederholte Umformungen und ein immer wieder erneutes Aufgreifen der Idee
hat dieses politische System sich als sehr dauerhaft erwiesen. Seine
berühmtesten Oberhäupter waren in zeitlicher Reihenfolge: Justinian, Karl der
Große, Otto der Große, Karl V. von Habsburg und Napoleon.
Johannes schrieb auch von einem sechsten Reich – „einer ist da" – das zu
dem Zeitpunkt herrschen würde, als diese Prophezeiung in der Endzeit verstanden
wurde. Dieses Reich war die Wiedererstehung des Systems, die ihren Höhepunkt
unter Hitler und Mussolini in den Achsenmächten Italien und Deutschland während
des 2. Weltkriegs hatte.
Nun, wo wir beobachten können, wie sich die Endzeitereignisse fügen, wissen
wir, dass ein letzter Herrscher „noch nicht gekommen" ist. Dieser Herrscher
steht „in den Startlöchern," um bald auf der Weltbühne zu erscheinen – noch zu
Lebzeiten vieler von Ihnen, die diese Broschüre lesen.
Erwähnt die Bibel die USA und
Großbritannien?
Abraham erhielt die Verheißung, dass seine Nachkommen
wie der Sand am Ufer des Meeres sein werden (1. Mose 22, 16-17). Diese
Verheißung wurde an seinen Enkel Jakob weitergegeben. Gott sagte diesem, seine
Nachkommen würden unter anderem „ein Volk und eine Menge von Völkern" sein (1.
Mose 35, 10-12). Im hohen Alter gab Jakob diese großen Verheißungen an seine
Enkel Ephraim und Manasse weiter (1. Mose 48, 15-20). Diese Verheißungen
bedeuteten nicht nur die Vorherrschaft im Nahen Osten. Die Nachkommen Israels
sollten „zum höchsten über alle Völker" gemacht werden (5. Mose
26, 19).
Wann und wo erfüllte Gott diese Verheißungen? Die Reiche Davids und Salomos
waren groß, aber passte diese Beschreibung auf sie? Nein! Obwohl Salomos Reich
wohl das wohlhabendste seiner Zeit war, war es dennoch eine einzelne Nation,
nicht ein „Volk und eine Menge von Völkern." Außerdem waren seine Größe und
Bevölkerung sehr klein im Vergleich zum chinesischen Reich dieser Zeit. Und seit
Salomo konnte auch kein Reich mit Regierungssitz in Jerusalem mehr beanspruchen,
„das Höchste über alle Völker" zu sein. Hat Gott diese ganzen Verheißungen über
die vielen Jahre hinweg vergessen?
Natürlich nicht! Die Antwort finden wir in 1. Könige Kapitel 12 und 2.
Könige Kapitel 17, 24 und 25. Nach dem Tod König Salomos wurden Israel und Juda
zu getrennten Nationen und sind bis heute getrennt! Israel wurde von Assyrien
erobert und über 100 Jahre später Juda von Babylon. Beide Völker wurden
deportiert, doch nur eine Minderheit der Nation Juda kehrte später zurück!
Dies ist eine faszinierende Geschichte, die den Rahmen dieser Broschüre
sprengen würde, aber die Fakten liegen auf der Hand. Das heutige Israel ist in
Wirklichkeit die altertümliche Nation Juda – die Juden. Das altertümliche Israel
hat seine Identität verloren und ist nun „wie der Sand am Ufer des Meeres," –
die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Australien, Kanada und
große Teile Nordwesteuropas. Es gibt biblische und historische Beweise, auch
wenn viele sie lieber ignorieren. Zusammen sind sie die physischen Nachkommen
des biblischen Patriarchen Israel. Der Allmächtige wird sie für ihre immensen
Sünden zurechtweisen und züchtigen, so wie er es mit jedem Sohn macht, den er
lieb hat (Hebräer 12, 6).
Möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren, so fordern Sie unsere
ebenfalls kostenlose Broschüre What’s Ahead for America and Britain? an.
Sie erklärt den Ursprung und die prophetische Identität der von den Briten
abstammenden Völker der USA, Kanadas, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands,
Südafrikas und Nordwesteuropas. Schreiben Sie an eine der Adressen am Ende
dieser Broschüre für Ihr kostenloses Exemplar.
Das letzte von Menschen
gestaltete Reich
Die bisher letzte Wiedererstehung des
babylonisch-römischen Systems wurde als existierend bezeichnet, als diese
Prophezeiung zuerst von Herbert W. Armstrong Ende der 30er Jahre des vorigen
Jahrhunderts verstanden wurde. Es war der Machtblock der Achsenmächte unter
Hitler und Mussolini. Mussolini gab zu, dass er bestrebt war, das System des
Römischen Reichs wieder zu errichten.
In Offenbarung 17, 11-12 sehen wir, dass nach dem sechsten Haupt noch ein
letztes Haupt erscheinen muss – eine weitere Wiederbelebung dieses Systems muss
noch stattfinden! Beachten Sie, dass die zehn Hörner auf dem ursprünglichen Tier
zehn Könige – oder Diktatoren – sind! Sie haben jetzt noch kein Reich (keine
Macht) erhalten, bekommen aber ihre Macht „für eine Stunde" zusammen mit dem
Tier. Hier sehen wir also, dass zehn Könige oder Diktatoren zur gleichen Zeit an
die Macht gelangen und sich darin einig sind, einem charismatischen Führer, den
die Bibel das „Tier" nennt, ihre Unterstützung zuzusichern. Wo wird diese letzte
Wiedererstehung des Heiligen Römischen Reichs sein? Wer werden diese Könige und
Nationen sein?
Die Antworten sind klar! Dieses Reich, das Kirche und Staat vereinigt, ist
schon wiederholt in Zentraleuropa und den an das Mittelmeer grenzenden Ländern
entstanden. Und eben diese Macht eines Systems von Kirche und Staat ist es, die
Gott in Offenbarung 17 und 18 verurteilt.
Das System wird also auf dem europäischen Kontinent entstehen! Es werden
der Form nach die „Vereinigten Staaten von Europa" sein – ein europäisches
Reich, das ohne Zweifel nicht von dem demokratischen Großbritannien dominiert
werden wird, sondern von einem Regierungssystem, das die Macht in den Händen
einiger Schlüsselpositionen in Europa vereint und offizielle Verbindungen zu
einer starken religiösen Kraft pflegt!
Beachten Sie auch in Offenbarung 17, 14, dass dieses System letztlich daran
scheitert, dass es einen Krieg gegen das Lamm – Jesus Christus – führt, wenn
dieser als König aller Könige zurückkehrt. Und die Zeit für diese Meilensteine
der Geschichte kommt bald, wie die Prophezeiungen in Matthäus 24 zu erkennen
geben.
Prophezeiungen haben oft einen dualen Charakter. Gott gebrauchte das
Assyrien des Altertums, um die zehn Stämme Israels zu züchtigen – über 100 Jahre
bevor das Haus Juda von Babylon in Gefangenschaft geführt wurde (2. Könige 17,
6; 25, 21).
In dieser Endzeit jedoch wird Gott die heutigen Nachkommen der alten
Assyrer zusammen mit der prophezeiten, modernen Wiedererstehung des
Babylonischen/Heiligen Römischen Reichs benutzen, um sein so massiv sündigendes
Volk zu züchtigen – hauptsächlich Kanada, Großbritannien und Amerika. Diese
modernen Nachkommen des Patriarchen Israel werden für ihre Sünden gezüchtigt,
genauso sicher, wie ihre Vorfahren. Und die Juden und die übrigen Stämme Israels
sowie die Heiden, die unter ihnen leben, werden zur gleichen Zeit ihren Teil der
Züchtigung erhalten.
Lassen Sie mich ganz offen und deutlich sein. In den Jahren, die direkt vor
uns liegen, werden Sie in den Nachrichten vom Niedergang der englischsprachigen
Völker der Welt hören und lesen! Es wird normalerweise nicht so ausgedrückt
werden, aber Sie werden zunehmend bemerken, dass die USA, Kanada,
Großbritannien, Australien und Neuseeland mehr und mehr Probleme bekommen. Es
wird Finanzkrisen geben. Sie werden schrittweise von ihrer Vormachtstellung
verdrängt werden. Und wenn sie versuchen, in Angelegenheiten, die die ganze Welt
betreffen, zu führen oder militärisch einzugreifen, wird es mehr und mehr
Fehlentscheidungen geben, und immer mehr Widerstand. Und die Palästinenser,
Iraker, Iraner und anderen, die Amerika jetzt den „großen Satan" nennen, werden
– zumindest ideologischen – Beistand von einer großen Anzahl bedeutender Staaten
erhalten.
Zuerst werden viele Nationen ihr Mitgefühl für die gegenwärtigen
Schwierigkeiten Amerikas und der anderen Länder zum Ausdruck bringen. Aber
Schritt für Schritt wird dies in Feindseligkeit und Verbitterung umschlagen –
besonders im Hinblick auf die Vereinigten Staaten. Von Neid motiviert werden sie
denken, dass sich die USA lange genug groß aufgespielt haben. Sie war reich und
mächtig, hat aber auch eine dekadente Unterhaltung und einen selbstsüchtigen
Lebensstil in die Welt getragen, die in anderen Gesellschaften echte Abscheu und
Anwiderung hervorrufen.
Eine Nation am Abgrund
Die Vereinigten Staaten schulden anderen Nationen
gegenwärtig Billionen von Dollars, die sie niemals zurückzahlen
können! Wer wird da zuletzt auf sein Geld verzichten müssen – und dadurch
äußerst verärgert sein?
Eines der angesehensten Magazine der Welt berichtete kürzlich: „Der
Internationale Währungsfond sagt, dass Amerikas gegenwärtiges Bilanzdefizit
eines der größten Risiken der Weltwirtschaft darstellt... . Ein Defizit, das
Amerika dazu nötigt, 2003 fast 2 Milliarden Dollar täglich vom Ausland zu
leihen, kann wohl kaum ignoriert werden. Wenn die Nachfrage nach amerikanischen
Gütern im Ausland je nachlässt, würden die Konsequenzen für den Dollar jedem
Finanzminister, der weiß, wovon er redet, schlaflose Nächte bereiten... .
Amerika läuft Gefahr, Ende des Jahres in diese Gefahrenzone zu geraten. In
früheren Rezessionen wurde Amerikas Defizit geringer, als die Inlandsnachfrage
und die Importe nachließen. Aber letztes Jahr blieb Amerikas Defizit bei knapp
über 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die diesjährige Steigerung bei den
Importen aufgrund des ungebrochen hohen Konsums wird das Defizit noch ansteigen
lassen. Morgan Stanley sagt voraus, dass es fast 6 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts bis Ende 2003 erreichen könnte. Dies wäre das größte
Defizit aller Wirtschaften der G7 Nationen in den vergangenen 30 Jahren. In den
letzten Jahren hat ein starker Kapitalfluss aus dem Ausland das Bilanzdefizit
mehr als gedeckt. Im Ergebnis wurde der Dollar überbewertet... . Falls – oder
sobald – das Interesse ausländischer Anleger an Dollaranlagen schwindet, könnte
der Dollar zu weit in die andere Richtung pendeln. Wird das für die
Verantwortlichen in der Politik auch kein Grund zur Beunruhigung sein?" (The
Economist, 27. April 2002).
Rutscht Amerika in die finanzielle „Gefahrenzone"? Die politische Führung
muss aufwachen!
Vielleicht fühlen sich andere Nationen darin gerechtfertigt, eine Nation
anzugreifen [in Besitz zu nehmen], deren bekanntester Export einen Lebensstil
einschließt, der Drogen, Sex, degenerierte Musik und Überschuldung befürwortet.
Wird den USA in naher Zukunft von anderen Nationen vorgeworfen, sich ihren
hochtrabenden Lebensstil durch geliehenes Geld zu finanzieren, ohne je die
Absicht zu haben, das Geld zurückzuzahlen?
Beachten Sie Gottes Anweisung an seine wahren Diener kurz vor Beginn der
großen Bedrängnis: „Und nun, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr
sprecht: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, dass wir darunter
vergehen; wie können wir denn leben? So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe,
spricht Gott, der HERR: Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern
dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um
von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause
Israel?
Ja wirklich. Wenn sie als Volk wirklich bereuen und sich Gott zuwenden
würden und anfangen würden, seine Gebote zu halten, würde Gott Einhalt gebieten.
Er könnte diese nationale Züchtigung aufschieben für ein oder zwei Generationen.
Denn Gott sagt: „So kehrt nun um von euren bösen Wegen!"
Aber wie viele von Ihnen glauben wirklich, dass Briten und Amerikaner eine
Erneuerung der wahren Religion erleben werden? Glauben Sie, man wird beginnen,
die Schriften zu studieren und anfangen, danach zu leben? Werden Verbrechen
plötzlich aufhören? Werden wir aufhören, Millionen ungeborener Kinder zu
ermorden? Werden wir aufhören, außerehelichen Geschlechtsverkehr zu treiben,
der Millionen vaterloser Kinder hervorbringt? Haben wir den Mut, abartige
Sexualpraktiken und Gewaltszenen aus unseren Unterhaltungsmedien zu verbannen?
Werden wir zu mehr Selbstkontrolle gelangen und damit aufhören, Alkohol und
Drogen zu missbrauchen? Werden wir damit aufhören, uns scheiden zu lassen und
unsere Kinder zu missbrauchen, und dafür Gott ehren, indem wir seine
Gebote halten und tun, was vor ihm wohlgefällig ist (1. Johannes 3, 22)?
Die meisten von uns wissen es besser. Doch falls es nicht zu einer echten
Reue und Umkehr kommt, liegt die große Bedrängnis direkt vor uns!
Nur das zweite Kommen Christi als König aller Könige wird in allen Nationen
eine wirkliche Veränderung in den Herzen hervorrufen – und das auch nur, nachdem
wir schreckliches Leid erlebt haben. Wie paradox! Was für ein trauriger Zustand,
dass wir nur durch die „schlimmsten Zeiten" zu der besten Zeit gelangen können,
die die Welt je gesehen hat. Aber Jesus Christus kommt wieder, und er wird eine
reale, buchstäbliche Regierung hier auf Erden einsetzen, um uns vor dem Elend zu
retten, das wir uns selbst zugefügt haben. Jesu Regierung wird die Menschen in
dieser kommenden Zeit die Gesetze und die Lebensweise Gottes lehren. Menschen,
die eifrig danach streben, echte Christen zu sein, können und sollten sich jetzt
vorbereiten, um an Christi bald kommendem Reich aktiv Anteil zu nehmen.
Was hat Jesus wirklich gesagt?
Im ganzen Evangelium hat Jesus ständig von einem
kommenden Reich Gottes auf Erden gesprochen. Im Gleichnis von den Pfunden zeigte
Jesus den Lohn für diejenigen, die ihre Talente und ihre Zeit benutzten, um Gott
eifrig zu dienen. Jesus sagte zu dem, der sein Pfund verzehnfacht hatte: „Recht
so, du tüchtiger Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du
Macht haben über zehn Städte" (Lukas 19, 17).
Jesus sagte nicht, dass seine treuen Diener „den ganzen Tag im Himmel
herumlungern" würden und nichts zu tun hätten! Vielmehr sagte er, dass die
Heiligen am kommenden Reich Gottes teilhaben würden. Sie werden über fünf oder
zehn Städte regieren – je nachdem, wie sehr sie geistlich gewachsen waren und
ihre „Pfunde" oder „Talente" vermehrt hatten. Der wahre Jesus Christus sagte
voraus, dass er zur Erde als König aller Könige zurückkehren und eine
Weltregierung errichten würde (Matthäus 25, 31-34; Offenbarung 19, 11-16).
So beinhaltet also Jesu Botschaft – das Evangelium vom Reich – eine
Weltregierung. Es gibt einen großen Bedarf an Erneuerung auf dieser Erde in
Sachen Reinheit, Würde und Frieden. Deshalb erklärte der Apostel Petrus, dass
Gott wieder „den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus. Ihn
muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird,
wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn"
(Apostelgeschichte 3, 20-21).
Petrus sagte, dass Gottes erwählte Sprecher im Laufe der Zeit immer wieder
einen neuen Beginn für diese Welt vorhergesagt haben! Was haben diese Propheten
über die direkte Regierung Gottes gesagt, die auf Erden errichtet werden soll?
Die Welt von morgen
Der Prophet Micha beschrieb diese kommenden Tage des
Friedens: „In den letzten Tagen wird der Berg, darauf des H>ERRN Haus ist, fest
stehen, höher als alle Berge und über die Hügel erhaben. Und die Völker werden
herzulaufen, und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf
zum Berge des HERRN gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre
seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln!
Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Er
wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen
Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln
machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden
hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem
Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund
des HERRN Zebaoth hat’s geredet" (Micha 4, 1-4).
Beachten Sie, dass die Menschen nicht mehr lernen werden, Krieg zu führen.
Das ist die Sprache des Friedens und Wohlstands, wo Menschen Ruhe und die
Früchte ihrer Arbeit genießen können. Keiner wird Angst haben – denn nicht nur
auf nationaler Ebene, sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich wird man
lernen, Gottes Gesetzen zu gehorchen.
Das Gesetz, das von Jerusalem ausgehen wird (Vers 2) sind natürlich die
Zehn Gebote. Dieses grundlegende, geistliche Gesetz Gottes war von Anfang an das
Fundament der Anweisungen Gottes an die Menschen.
Während seines Wirkens auf Erden wurde Jesus von einem jungen Mann nach dem
Weg zu ewigem Leben gefragt. Jesus antwortete: „Willst du aber zum Leben
eingehen, so halte die Gebote." „Welche?" hakte der junge Mann nach. Und Jesus
gab zur Antwort: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst
nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben" (Matthäus 19, 17-18).
In einer weltumspannenden Gesellschaft, die auf den Zehn Geboten basiert,
in Verbindung mit der versprochenen Hilfe durch den heiligen Geist, um die
Menschen zu befähigen, diese einzuhalten, würde es keine Kriege, praktisch keine
Verbrechen, keinen Ehebruch, keine zerbrochenen Ehen, keine Jugendkriminalität
und keine Lügen geben. Staatshaushalte könnten den Etat für Rüstungsausgaben und
den größten Teil des Etats für Polizei und innere Sicherheit einsparen. Viele
weitere „notwendige" Tätigkeiten der Regierung könnten auch als „nicht mehr
notwendig" eingestuft werden. Diese ganzen Institutionen und Aktivitäten treiben
derzeit die Steuern in die Höhe. Ohne Lügen und Diebstähle könnte unvorstellbar
viel Geld eingespart werden, weil man sich einfach keine Sorgen mehr zu machen
braucht um Betrug, Ladendiebstahl, Wirtschaftskriminalität und
Steuerhinterziehung.
Was für eine gesegnete Gesellschaft!
Und sie kommt – so sicher, wie der morgige Sonnenaufgang! Und diese
Gesellschaft wird von Menschen bevölkert sein, die – durch Christi Gnade, Hilfe
und Leitung – die Zehn Gebote als eine grundsätzliche Lebensweise einhalten.
Wie Gott für diese Zeit verheißen hat: „Ich will euch ein neues Herz und
einen neuen Geist in euch geben. [...] Ich will meinen Geist in euch geben und
will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine
Rechte halten und danach tun" (Hesekiel 36, 26-27).
Dieses Land wird so fruchtbar und blühend sein, wie es schon seit Tausenden
von Jahren nicht mehr war. Den Menschen wird ein neuer Geist – des Gehorsams
gegenüber Gott – gegeben, und so wird die Welt endlich Frieden finden.
Was viele nicht erkennen: Diese kommende Zeit des Friedens unter der
Herrschaft Christi auf Erden ist auch ein wesentlicher Bestandteil des
Evangeliums oder der „Guten Nachricht," die Christus selbst gepredigt hat. Das
Evangelium ist eine wichtige Botschaft über diese kommende Weltregierung!
Vom Anfang bis zum Ende seines Wirkens auf Erden hat Jesus Christus ständig
über das Reich Gottes gesprochen. Das Wort „Reich" schließt eine Regierung mit
ein – die Art, wie ein Land oder eine Gruppe von Nationen geführt wird.
Nachdem Jesus in der Synagoge von Kapernaum gelehrt hatte, sagte er: „Ich
muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes, denn dazu
bin ich gesandt" (Lukas 4, 43). Im so genannten Vaterunser lehrte Jesus uns, so
zu beten: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden"
(Matthäus 6, 10). Er weist uns an, zu beten, dass Gottes Regierung auf dieser
Erde wieder hergestellt werde!
Die tausendjährige Herrschaft
Christi
Als Jesus den Aposteln nach seiner Auferstehung
erschien, fragten diese ihn: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten
das Reich für Israel?" (Apostelgeschichte 1, 6). Wäre das Reich Gottes nur ein
geistlicher, nicht greifbarer Gefühlszustand anstatt einer realen Regierung, die
in Dutzenden alttestamentlicher Prophezeiungen vorhergesagt und von Christi
eigenen Aussagen bestätigt wurde, so hätte Jesus hier eine gute Gelegenheit
gehabt, diesen Irrtum auszuräumen.
Aber tat er das?
Ganz im Gegenteil. Er sagte: „Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu
wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat" (Vers 7). Also predigten die
Apostel weiterhin die Gute Nachricht von der kommenden Regierung Gottes. Gegen
Ende des apostolischen Zeitalters predigten die Apostel noch immer, dass ein
kommendes Reich oder eine kommende Regierung Gottes auf dieser Erde errichtet
werden würde, mit Christus selbst als „König aller Könige" (Offenbarung 19, 16).
Selbst nach dem Tod der ursprünglichen Apostel lehrten und predigten die
frühen Kirchenväter noch die Botschaft von der 1000jährigen Herrschaft Christ
auf Erden. Der angesehene Historiker Edward Gibbon schrieb darüber, wie weit
verbreitet diese Lehre im frühen Christentum war: „Die altertümliche und
populäre Lehre des Millenniums war eng mit dem zweiten Kommen Christi verknüpft.
Wie die Werke der Schöpfung in sechs Tagen vollendet worden waren, sollte nach
einer Tradition, die dem Propheten Elia zugeschrieben wird, ihr gegenwärtiger
Zustand für sechstausend Jahre andauern. Dieselbe Analogie beinhaltete, dass auf
diese lange Zeit der Arbeit und Mühe ein freudiger, tausendjähriger Sabbat
folgen würde, und dass Christus mit der triumphierenden Schar der Heiligen und
den Auserwählten, die dem Tod entronnen wären oder auf wundersame Weise
wiedererweckt wurden, auf der Erde regieren würde bis zu der Zeit, die für die
letzte und allgemeine Auferstehung vorgesehen ist" (The Decline and Fall of
the Roman Empire [Abstieg und Fall des Römischen Reichs], Band 1, Seite
403).
Wir befinden uns nun nahe dem Ende von 6000 Jahren menschlicher
Geschichtsschreibung! Es ist bald an der Zeit für die Errichtung von Christi
Reich auf dieser Erde. Obwohl es den Anschein hat, dass 6000 Jahre
aufgezeichneter Geschichte seit Adam und Eva bereits vorüber sind, ist dies
offenbar nicht der Fall! Viele Studenten biblischer Chronologie
erkennen an, dass – aufgrund unterschiedlicher Monate in den Jahren der
Thronbesteigung der Könige von Juda – die gegenwärtig akzeptierte Chronologie,
die vor vielen Jahren von Erzbischof Usher erstellt wurde, um 20 bis 30 Jahre
von der Realität abweichen könnte. Es bewegt sich also leicht im Rahmen der
biblischen Chronologie, dass die ersten 6000 Jahre der Menschheitsgeschichte
noch weitere 25 Jahre andauern könnten. Doch so, wie sich die Erfüllung
prophezeiter Ereignisse beschleunigt, kann es durchaus sein, dass diese 6000
Jahre viel früher beendet sein dürften! Dies wird dann das Ende
von 6000 Jahren einer menschlichen Gesellschaft unter dem Einfluss Satans, des
Teufels, sein (Offenbarung 12, 9; 20, 3). Es wird das Ende von sechs
„1000-Jahr-Tagen" sein, in denen der Mensch die Lektion menschlichen Leidens
geschrieben hat – um die übergeordnete Lektion zu schreiben, dass die Wege des
Menschen falsch sind und dass die Menschheit von Gott abgewandt nicht weiß, man
in Frieden und Zufriedenheit lebt.
Der lebendige Jesus Christus muss zurückkehren, um uns vor uns selbst zu
retten – davor, buchstäblich alles Leben von diesem Planeten durch einen
Nuklearkrieg und andere Massenvernichtungswaffen auszulöschen (Matthäus
24, 22)! Diejenigen, die wirklich auf Jesu Botschaft achten, werden die
wundervolle Gelegenheit haben, unter Christus bei der Regierung der Nationen
dieser Erde während des bald anbrechenden, siebten 1000-Jahr-Tages mitzuwirken.
Dann werden Christus und die Heiligen den Frieden auf diesem gebeutelten
Planeten wieder herstellen. Der Apostel Johannes beschrieb das kommende
Millennium unter Inspiration so: „Selig ist der und heilig, der teilhat an der
ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie
werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre"
(Offenbarung 20, 6).
Wahre Christen werden eine
Aufgabe haben
Die wahren Heiligen werden nicht im Himmel auf einer
Wolke sitzen, wenn Christus zurückkehrt. Vielmehr werden sie eine aufregende und
herausfordernde Verantwortung unter Jesus Christus als König aller Könige
erhalten. Denn Offenbarung 2, 26-27 besagt: „Wer überwindet und hält meine Werke
bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden
mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen,
wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater."
Beachten Sie, dass es unsere zukünftige Rolle ist, die Nationen mit
eisernem Stabe zu regieren. Es ist offensichtlich, dass es im Himmel keine
rebellierenden Nationen gibt! Also werden wir hier auf Erden bleiben, wo die
Probleme sind und wo wir mit Christus daran mitarbeiten können, Lösungen
umzusetzen.
Im „Gebet der Heiligen, das in Offenbarung 5, 8-10 niedergeschrieben ist,
wird darauf hingewiesen: „[Du, Christus,] hast sie [die Heiligen] unserm Gott
zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden."
Und Jesus versprach den 12 Aposteln: „Ich will euch das Reich zueignen, wie
mir’s mein Vater zugeeignet hat, dass ihr essen und trinken sollt an meinem
Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme
Israel" (Lukas 22, 29-30).
Einzelne christliche „Überwinder" werden über Städte regieren. Und jeder
der zwölf Apostel wird über einen ganzen Stamm Israels gier auf Erden regieren.
Und wem sind die 12 Apostel untergeordnet?
In seiner Beschreibung der Zeit, wenn das Volk Israel aus der
Gefangenschaft wieder zusammengeführt wird, inspirierte Gott Hosea, zu
schreiben: „Danach werden sich die Kinder Israel bekehren und den HERRN, ihren
Gott, und ihren König David suchen und werden mit Zittern zu dem HERRN und
seiner Gnade kommen in der letzten Zeit" (Hosea 3, 5). In der „letzten Zeit"
wird also Israel zusammengeführt und König David wird von den Toten erweckt –
zusammen mit allen wahren Heiligen Gottes – und er wird erneut über ganz Israel
regieren.
In Jeremia 30 beschreibt Gott, wie er Israel aus der künftigen
Gefangenschaft befreien wird: „Sie werden nicht mehr Fremden dienen, sondern dem
HERRN, ihrem Gott, und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will" (Verse
8-9). Beachten Sie, dass sich fast alle Gelehrten darin einig sind, dass Jeremia
um 600 v.Chr. geschrieben wurde – fast 400 Jahre nach dem Tod von König David.
Diese Schriftstellen beschreiben also, was zur Zeit der Auferstehung
von den Toten geschehen wird (Johannes 5, 28-29). Jesus Christus wird
zurückkehren als König aller Könige. Der buchstäbliche König der Bibel
wird auferweckt, um einer der aus Geist geborenen Könige unter Christus zu sein.
Unter König David werden die 12 Apostel dienen. Und unter diesen werden Tausende
der wahren Heiligen Gottes dienen – indem sie über einzelne Städte regieren, wie
wir in Lukas 19, 11-19 gesehen haben.
„Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie
alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote
halten und danach tun" (Hesekiel 37, 24). So wird also noch einmal
ganz Israel Gottes Gesetze und Statuten lernen. Und das Volk wird Herrscher
haben, die im Gesetz Gottes voll und ganz unterrichtet sind – etwas, was Gott
schon immer haben wollte (5. Mose 17, 18-20).
Hier geht es nicht um einen sentimentalen Gefühlszustand! Der große Gott,
der die zitierten Schriftstellen inspiriert hat, meint es entweder so, wie er
es sagt, – oder die Bibel ist eine Lüge!
Vom ersten Buch Mose bis hin zur Offenbarung weisen die biblischen
Prophezeiungen auf eine buchstäbliche Regierung hin, die von
Gott auf dieser Erde errichtet werden soll. Der Prophet Daniel fasste es
kurz und bündig zusammen: „Zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein
Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein
anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören;
aber es selbst wird ewig bleiben" (Daniel 2, 44).
Nach den Reichen von Babylon, Persien, Mazedonien (Griechenland) und dem
Römischen Reich – mit den sieben „Wiederbelebungen" Roms, einschließlich der
bald kommenden, letzten Wiederbelebung mit zehn Königen oder Herrschern,
die ihre Macht einem Superdiktator übergeben, der das „Tier" genannt wird
(Offenbarung 17, 9-14) – wird der lebendige Jesus Christus als König aller
Könige kommen (Offenbarung 19, 16), um diese Erde zu regieren und die
menschliche Gesellschaft wieder auf den rechten Weg zu führen, bevor sie alles
menschliche Leben auf diesem Planeten vernichtet (Matthäus 24, 21-22).
Wenn wir „glauben" und auf Gottes Botschaft reagieren, werden
wir die atemberaubende Gelegenheit haben, unter den „anderen Königen" und
Herrschern zu sein, die Christus in dieser sehr realen Regierung
unterstützen, welche auf dieser Erde errichtet werden wird! Gott
inspirierte den Apostel Paulus, es so zu erklären: „Wisst ihr nicht, dass die
Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun die Welt von euch gerichtet werden
soll, seid ihr dann nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisst ihr nicht,
dass wir über Engel richten werden? Wie viel mehr über Dinge des täglichen
Lebens" (1. Korinther 6, 2-3).
Dann erklärt Paulus, dass wahre Christen in Gottes Kirche die richtige
Regierungsform praktizieren und so lernen sollen, Probleme zwischen
Geschwistern innerhalb der Kirche zu „richten," weil sich wahre Christen
jetzt „im Training" dafür befinden, unter Jesus Christus Könige und Priester
zu werden!
Warum haben Sie dies noch nie zu hören bekommen? Warum wird
diese klare biblische Botschaft praktisch nie in den traditionellen
Kirchen der gegenwärtigen Gesellschaft gepredigt?
Irgendwo auf dieser Erde existiert Christi wahre „kleine Herde" (Lukas 12,
32), die die Wahrheit über Gottes großen Plan lehrt. Auch wenn
Gott jetzt nicht versucht, alle Menschen zu „retten" (sonst würde er es tun!),
so soll seine wahre Kirche doch die Gute Nachricht vom kommenden Reich oder der
kommenden Regierung Gottes „zum Zeugnis für alle Völker" predigen (Matthäus 24,
14). Den Leuten in dieser Kirche wird über den wahren Zweck ihres
Lebens erzählt. Sie werden darin unterrichtet, wie sie sich vorbereiten können,
einmal unter Jesus Christus und unter König David im kommenden Reich Gottes
selbst echte Könige zu sein. Christi kommendes Reich ist für diese Menschen
sehr real!
Für Sie auch?
Unsere Herausforderung und Chance
Alle unter uns, die Teil dieses Reichs sein wollen,
müssen lernen, zu denken wie König David! Denn David schrieb: „Wie habe
ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach. Du machst mich mit deinem
Gebot weiser, als meine Feinde sind, denn es ist ewiglich mein Schatz" (Psalm
119, 97-98). Wir müssen das geistliche Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, lieben
und darüber nachdenken. Wir müssen die Statuten Gottes studieren, insbesondere
in ihrer im Neuen Testament dargelegten, erweiterten Form. Auf diese Weise
lernen wir Gottes gerechte und gnädige Wege zu einem erfüllten Leben kennen.
Dann werden wir weitaus besser qualifiziert sein, diese Gesetze in der Welt von
Morgen – dem kommenden Reich Gottes – zu lehren und umzusetzen!
Noch viele weitere Schriftstellen machen deutlich, dass das Reich Gottes
eine tatsächliche Regierung ist, die auf dieser Erde errichtet
werden wird. Die wahren Heiligen Gottes haben eine wundervolle
Herausforderung und Chance vor sich! Wir werden nicht nur über Menschen auf
dieser Erde regieren, sondern auch über die Engel Gottes, die jetzt dafür
eingesetzt sind, uns zu „dienen" und uns zu helfen in unseren Vorbereitungen auf
die kommende Verantwortung in der Welt von Morgen (Hebräer 1, 14). Für manche,
die die Bibel nicht richtig studiert haben, mag dies überraschend klingen, stark
von der traditionellen Idee abweichend, dass wir in den Himmel kommen und nichts
weiter zu tun haben sollen! Doch das inspirierte Wort Gottes konfrontiert uns
ständig mit dieser Berufung, dieser Hoffnung und diesem Werk.
Das ist der Lohn – und die beeindruckende Herausforderung – für die wahren
Heiligen Gottes. Wir müssen unsere Talente und Fähigkeiten jetzt zum Dienst für
Gott einsetzen. Wir müssen Sünden und Satan überwinden, um wirklich vorbereitet
zu sein, damit wir unter dem lebendigen Jesus Christus dienen können.
Kann dies alles auf einen emotionalen Gefühlszustand reduziert werden? Sind
wahre Christen wirklich nur dazu berufen, in den Himmel zu kommen, um dann für
alle Ewigkeit nichts mehr zu tun?
Beachten Sie, was Daniel prophezeite, nachdem er das letzte „Reich des
Bösen" und dessen Vernichtung beschrieben hatte: „Aber das Reich und die Macht
und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der
Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte
werden ihm dienen und gehorchen" (Daniel 7, 27).
Direkt nach der Zerstörung der letzten Wiederbelebung des Römischen Reichs
– des letzten Versuchs einer von Menschen errichteten Weltregierung – spricht
dieser Vers ganz offensichtlich von einer tatsächlichen, göttlichen
Regierung, die auf dieser Erde errichtet wird. Und diese Regierung wird
den „Heiligen des Höchsten" gegeben.
Wie klar!
In Psalm 149 lesen wir eine klare Aussage über die Gelegenheit der wahren
Heiligen Gottes, mit den Diktatoren abzurechnen, die kurz vor Christi Rückkehr
zur Erde die Macht ergreifen: „Die Heiligen sollen fröhlich sein und preisen und
rühmen auf ihren Lagern. Ihr Mund soll Gott erheben; sie sollen scharfe
Schwerter in ihren Händen halten, dass sie Vergeltung üben unter den Heiden,
Strafe unter den Völkern, ihre Könige zu binden mit Ketten, und ihre Edlen mit
eisernen Fesseln, dass sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist.
Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!" (Verse 5-9).
Wenn wir uns wirklich dem lebendigen Jesus Christus unterwerfen, wenn wir
ihm gehorchen und dienen, dann wird der Vater uns die großartige
Gelegenheit geben, daran mitzuwirken, dieser Erde endlich echten Frieden
und wahre Freude zu bringen, weil wir dann den Weg zum Frieden
verinnerlich haben, den die Nationen dieser Erde jetzt nicht kennen (Jesaja 59,
8).
Erinnern wir uns an Gottes eigene Beschreibung „treuer" Christen: „Hier
ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes und den Glauben
Jesu bewahren" (Offenbarung 14, 12; rev. Elberfelder Übersetzung).
Gottes Absicht steht
Gott sagt für diese „letzten Tage" voraus, dass sich die
„Erkenntnis" der Menschen mehren wird (Daniel 12, 4; rev. Elberfelder
Übersetzung). Das vielleicht bezeichnendste Merkmal unserer Zeit ist eine wahre
Wissensexplosion. Technologische Veränderungen stellen alles auf den Kopf, was
wir bisher für „normal" gehalten haben. Gott in seiner Weisheit wusste, dass
wenn wir uns in erster Linie auf den Materialismus beschränken, unser Leben von
Götzendienst und heidnischen Vorstellungen geprägt sein würde. Was wir heute
säen, werden wir morgen ernten. Derjenige, der uns in der Vergangenheit immer
wieder aus nationalen Bedrohungen errettet hat, wie beispielsweise vor einer
Eroberung durch die spanische Armada oder vor der Vernichtung durch die Nazis
bei Dünkirchen, hat auch prophezeit, dass er nun seine Hand ausstreckt, um uns –
in Liebe – durch die kommende, große Trübsal zu züchtigen und demütig zu machen,
weil wir ihn und seine Wege verworfen haben!
Wir könnten dies nur verhindern, wenn wir uns als Nationen und als einzelne
Personen von Grund auf ändern würden und aufrichtig zu Gott zurückkehren würden,
um so zu zeigen, dass wir bereit sind, nun seinen Wegen nachzufolgen, seine
gerechten Gesetze und seine Herrschaft über unser Leben zu akzeptieren.
Werden wir das tun?
Wenn nicht, wird der der große Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, in
unsere Angelegenheiten eingreifen. Er wird uns mit Problemen durch das Wetter,
Erdbeben, Seuchen und andere Katastrophen konfrontieren. Und er wird zulassen,
dass pervertierte, dämonische Geister die Nationen angelsächsisch-keltischen
Ursprungs und deren Verbündete angreifen und zugrunde richten, indem sie
neidische und von Hass erfüllte Oberhäupter anderer Staaten beeinflussen, die
bald auf der Weltbühne in Erscheinung treten! Und noch weiter verstärkte
Terrorangriffe werden als ein weiteres Werkzeug gebraucht werden, um den
„Stolz" der Macht dieser Nationen zu „brechen" (3. Mose 26, 19)!
Gott ist allmächtig! Er hat die Macht, die inspirierten Prophezeiungen in
seinem Wort zu erfüllen. Gottes Wille wird geschehen, auf der Erde wie im
Himmel.
Christi Botschaft – eine kommende
Realität
Die Gute Nachricht, dass Gott Jesus Christus zu den
Menschen gesandt hat, handelt nicht nur von dem wunderbaren Angebot völliger
Vergebung für unsere vergangenen Sünden und Fehler, sondern auch von einer
Weltregierung, die bald auf der Erde errichtet werden wird! Sie wird keine
militärische, mit anderen in Konflikt stehende Regierung von Menschen sein.
Vielmehr wird der Schöpfer der Menschheit eingreifen, um uns zu retten,
zu lehren und zu geistlicher Reife zu führen.
Seine Herrschaft wird alles ändern – die menschliche
Gesellschaft, das Bildungswesen, die Kultur und das Klassendenken – und wird
Politik, Kriege und Leiden beseitigen! Wir reden über massive Veränderungen!
Unser Fernseh- und Radioprogramm, die Musik, die wir hören, die Bedrohung durch
Raub, Vergewaltigung und Mord auf offener Straße, in Parks und Schulen – all
dies wird geändert.
Machen Sie sich nichts vor! Dies ist kein religiöses Gerede. Ein sehr
realer Gott, der uns nach seinem Bilde erschaffen hat, wird eingreifen, um uns
wach zu rütteln und letztlich die Welt zu retten, um dann wahren Frieden mit
Wohlstand und Zufriedenheit zu bringen.
Selbst die physische Erde – die durch menschliche Sünden und Nachlässigkeit
seit vielen Jahrhunderten leidet – wird in ihrer Schönheit wieder hergestellt.
„Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird
blühen wie die Lilien" (Jesaja 35, 1).
Das sind Gottes Pläne für die Zukunft. Und er hat die Weisheit und überaus
große Macht, all dies zu verwirklichen! Sie sollten den Willen Gottes kennen und
verstehen lernen, der bald eingreifen und alles verändern wird! Studieren
Sie Ihre eigene Bibel, wie nie zuvor!
Letztendlich wird sich alles zum Positiven entwickeln – mehr, als wir uns
jetzt vorstellen können. Aber wir müssen bereit sein für das, was Gott für
unsere Zukunft geplant hat.
Machen Sie sich bereit! Suchen Sie Gott und seinen offenbarten Willen
demütig in der Heiligen Schrift. Seien Sie gewillt, zu tun, was Gott sagt. Dann
wird Gottes Eingreifen ein Segen für Sie und Ihre Familie sein. Denn Jesus sagte
zu seinen treuen Nachfolgern in Lukas 21, 28: „Wenn aber dieses anfängt zu
geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht."

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