Zwölf Schlüssel
für erhörte Gebete
von Roderick C. Meredith
Warum beantwortet Gott die Gebete
der meisten Menschen nicht?
Wissen Sie, wie man betet,
um wirkliche Resultate zu erhalten?
ZS 1.1, Mai 2004
© 2004 Living Church of God
Alle Rechte vorbehalten.
Englische Originalausgabe: Twelve Keys to Answered Prayer
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Ich weiß, dass das, was ich nun
sagen werde, nicht „politisch korrekt" ist. Aber lassen Sie es mich so
ausdrücken: Warum sollten Sie erwarten, dass der Gott der Bibel die Gebete von
Menschen beantwortet, die zu einem anderen Gott beten? Oder die in einer
falschen Weise beten? Oder die regelmäßig dem wahren Gott den Gehorsam
verweigern? Oder die um die falschen Dinge bitten?
Die Antwort ist einfach – sie sollten es nicht erwarten! Täuschen Sie sich
nicht. Es gibt keinen Grund, wirkliche Antworten auf Ihre Gebete zu
erwarten, es sei denn, Sie beten zu dem wahren Gott in der richtigen
Weise. Dies mag manche, die das Christentum als selbstverständlich ansehen – als
nur eine von vielen Weltreligionen – empören. Die Wahrheit ist aber, dass
buchstäblich Millionen von Menschen in unserer westlichen, angeblich
christlichen Welt KEINE VORSTELLUNG davon haben, wer der wahre Gott ist, oder
wie sie zu ihm beten sollen.
Mir ist sehr wohl bewusst, dass viele Leute irgend welche auswendig
gelernten Texte oder Mantras vor sich hinmurmeln und sich dann irgendwann
„besser fühlen." Und da sich Probleme oft mit der Zeit von selbst erledigen,
gewinnen viele den Eindruck, sie hätten eine Antwort auf ihre Gebete erhalten,
obwohl dem gar nicht so war. Dies entspricht oft den Praktiken des positiven
Denkens oder anderer „Selbsthilfe – Philosophien."
Aber dies ist NICHT die Art von „Antwort," um die es in dieser Broschüre
geht. Was ich meine, ist ein direktes, göttliches EINGREIFEN durch den Gott der
Bibel – den Schöpfer des Himmels und der Erde und aktiven Herrscher
des gesamten Universums! Wie können Sie diese Art von Antworten auf Ihre
Gebete erhalten? Obwohl noch weitere Punkte angeführt werden könnten, möchte ich
eine Reihe grundlegender „Schlüssel" für erhörte Gebete erklären. Ich bin
zuversichtlich, dass Sie, wenn Sie diese Punkte genau, aufrichtig und von
ganzem Herzen praktizieren, anfangen werden, echte ANTWORTEN auf Ihre Gebete zu
erhalten. Und diese mögen so real und eindrucksvoll sein, dass es viele
überraschen wird, die nie zuvor diese Art von Macht erlebt haben.
Schlüssel 1 – Beten Sie aufrichtig zu dem
wahren Gott
Es ist von größter Bedeutung, dass Sie zu dem sehr
realen Gott der Bibel beten, wenn Sie echte Antworten auf Ihre Gebete
erwarten. Er offenbart sich selbst den Menschen auf vielfältige Weise – in der
Schöpfung, in der Bibel, durch seine Voraussagen genauer historischer Momente
göttlichen Eingreifens in das Weltgeschehen, sowie durch direkte ANTWORTEN an
diejenigen, die ihn suchen und ihm gehorchen.
Der Apostel Paulus beschrieb unter Inspiration den wahren Gott so: „Und
obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf
Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen
Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus
Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn" (1. Korinther 8, 5-6).
In unserer modernen, ökumenischen Auffassung von Religion mögen wir
denken, dass es im Grunde dasselbe ist, wenn wir zu einem vagen „Etwas"
irgendwo im Himmel oder zu einem Götzenbild des Buddha beten, wie wenn wir zu
dem SCHÖPFER – dem Gott Abrahams, Isaaks, Israels und Jesu Christi – beten. Aber
es ist keineswegs dasselbe!
Der wahre Gott wurde durch Jesus Christus offenbart (Matthäus 11, 27).
Dieser sagte zu einem seiner Jünger: „So lange bin ich bei euch, und du kennst
mich nicht...? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige
uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die
Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der
Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke. Glaubt mir, dass ich im Vater bin
und der Vater in mir" (Johannes 14, 9-11).
Wir lesen, wie Jesus Christus bekannte, dass Gott eine liebevolle,
göttliche Person – ein „Vater" – ist. Und wir sehen, wie der Vater durch
Christus wirkte, um die Kranken zu heilen, die Niedergeschlagen zu trösten und
diejenigen zu lehren, die er dazu berufen hat, die Zehn Gebote als eine
Lebensweise einzuhalten (Matthäus 19, 17). Dies sollte uns helfen, Gottes
Charakter und seine Wünsche für uns besser zu verstehen.
Christus war uns auch ein Vorbild darin, wie er zum Vater betete: „So
redete Jesus, und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde
ist da, verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche" (Johannes
17, 1). Und als er seinen Jüngern eine Zusammenfassung über die richtige Art und
Weise des Gebets gab, sagte er: „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im
Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im
Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere
Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die
Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen" (Matthäus 6, 9-13).
Jesus zeigte also wiederum, dass der Gott, zu dem wir beten sollten, ein
Vater ist. Und was offenbart Christus über ihn? Er ist „im Himmel." Er hat ein
Reich oder eine Regierung, die auf dieser Erde errichtet werden wird. Er
ist – als unser Vater – derjenige, der uns täglich Nahrung geben, unsere Sünden
vergeben, uns von Satan befreien und in sein ewiges Reich bringen kann.
In seiner Beschreibung dieses wahren Gottes, den heute sehr wenige
überhaupt kennen, schrieb der Apostel Paulus: „Nun verkündige ich euch, was ihr
unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er,
der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen
gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der
etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie
auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen
und in welchen Grenzen sie wohnen sollen" (Apostelgeschichte 17, 23-26).
Im Alten Testament lernen wir mehr über den wahren Gott. Dem großen
babylonischen König Nebukadnezar wurde gesagt, dass er aus seinem Königreich
vertrieben würde, „bis du erkennst, dass der Höchste Gewalt hat über die
Königreiche der Menschen und sie gibt, wem er will" (Daniel 4, 29). Und dieser
Gott wird die Vorherrschaft mit keinem anderen teilen. Er inspirierte Jesaja,
folgendes zu schreiben: „Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt
Enden, denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr. Ich habe bei mir selbst
geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgegangen aus meinem Munde, ein Wort, bei
dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören"
(Jesaja 45, 22-23).
Dies ist ein atemberaubender Gott voll grenzenloser Macht und
Herrlichkeit! Wenn Sie auf beide Knie niedergehen und die Hände im Gebet zu dem
großen SCHÖPFER des Universums erheben, sollten Sie sich bewusst machen, zu
wem Sie beten und seinen Namen „heiligen" oder preisen, wie Jesus uns
lehrte. Denken Sie daran, dass er nicht nur der Schöpfer, sondern auch der
aktive REGENT des gesamten Universums ist – der den Aufstieg und Fall von
Nationen nach seinem Willen lenkt. Er kontrolliert das Wetter – schickt Regen
zur rechten Zeit (vgl. 5. Mose 28, 12) – oder manchmal Dürre und Zerstörung über
Nationen, die gezüchtigt werden müssen (Verse 24-25).
Doch wenn Sie sich ihm unterordnen, ihm gehorchen und ihm
dienen, wird Gott Ihr liebevoller Vater, Beschützer und Heiler sein,
derjenige, der Ihnen „alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe" (Jakobus 1, 17)
gibt, und derjenige, der Liebe und Gnade in Fülle hat. „Denn so hoch der Himmel
über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten. So
fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein. Wie
sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn
fürchten. Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir
Staub sind" (Psalm 103, 11-14).
Vergewissern Sie sich, dass Sie immer spezifisch zu diesem Gott
beten – dem wahren Gott – und zu keinem anderen. Wenn Sie Ihr
Gebet beginnen, denken Sie daran, zu wem Sie beten, und beten Sie diesen großen
Gott, der Ihnen das Leben und jeden Atemzug schenkt, bewusst an.
Schlüssel 2 – Studieren Sie die Bibel
Die natürliche Konsequenz der Anbetung des wahren Gottes
ist, dass wir glauben, was er sagt. Und wir finden seine Worte –
Anweisungen für die Menschen, wie sie leben sollen – in der Heiligen Schrift.
Diese offenbart uns grundlegendes Wissen, das wir auf keine andere Weise
erwerben könnten. Sie ist Gottes „Bedienungshandbuch" für die Menschheit. Sie
sagt uns, wer Gott ist, welche Eigenschaften er besitzt und wie wir ihm dienen
sollten. In ihren Seiten finden wir auch Gottes persönliche Anweisungen darüber,
wie wir zu ihm beten sollten.
Aber Sie werden die volle Anleitung nicht dadurch empfangen, dass Sie
lediglich „in die Kirche gehen" oder oberflächlich Teile der Bibel lesen, um
Trost oder Inspiration zu erhalten. Gott gebietet uns in seinem Wort: „Gib dir
MÜHE, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu
schämen braucht, der das Wort der Wahrheit richtig behandelt" (2. Timotheus 2,
15; Schlachter-Übersetzung).
Um Gott zu kennen, seinen Willen zu verstehen und an seine Versprechen zu
GLAUBEN, müssen Sie regelmäßig sein inspiriertes Wort STUDIEREN – und zwar
planvoll, so wie Sie auch ein wissenschaftliches Lehrbuch oder ein Buch über
Geschichte studieren würden. Ein guter Anfang wäre es, mit dem
Matthäusevangelium zu beginnen, dem ersten Buch im Neuen Testament. Lesen Sie es
langsam und sorgfältig durch – beachten Sie, was Jesus wirklich
sagte, und achten Sie besonders auf die zahlreichen Beispiele erhörter Gebete.
Es würde den Rahmen dieser Broschüre sprengen, die göttliche Inspiration
der Bibel eingehend zu dokumentieren. Wenn Sie aber wirklich wollen, so können
Sie sich beweisen, dass die Prophezeiungen, die NUR die Bibel enthält, entweder
bereits buchstäblich und detailgetreu in der Vergangenheit erfüllt worden sind,
oder jetzt im Begriff sind, sich in dieser aufregenden Endzeit, in der
wir leben, zu erfüllen. Sobald Sie im Detail die Tragweite dieser Prophezeiungen
begriffen haben, können Sie erkennen, dass Gott die Bibel praktisch mit
seinem Namen unterschrieben hat – und genau zeigt, dass dieses Buch durch
GÖTTLICHE Eingebung entstanden ist! Der Apostel Paulus schrieb: „Alle Schrift,
von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechweisung, zur Besserung, zur
Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allen
guten Werken geschickt" (2. Timotheus 3, 16-17).
Wenn Sie also spezifische Verheißungen in der Bibel lesen, bitten
Sie den allmächtigen Gott, diese in Ihrem Leben zu erfüllen. Wenn Sie sehen,
dass Jesus und andere um bestimmte Dinge baten, so sollten Sie sich bewusst
machen, dass dies für uns ein Vorbild ist, dem wir nachfolgen sollen.
Folgen Sie in allen Ihren Gebeten dem Beispiel Christi und der Apostel.
Lassen Sie Ihre Gebete so sein, wie deren Gebete, wenn Sie sich ähnlichen
Prüfungen und Schwierigkeiten gegenübersehen.
Wie erging es König David von Israel und den anderen großen Propheten der
fernen Vergangenheit? Ihre von Herzen kommenden Gebete und die wundersame
Rettung, die Gott ihnen gewährte, dient uns ebenfalls zur Lehre und zur
Stärkung unseres Glaubens: „Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber
geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist" (1.
Korinther 10, 11).
Einer der Gründe, weshalb König David ein Mann nach Gottes Herzen
war (1. Samuel 13, 14) ist, dass er nicht nur Gott gehorchte, sondern
ständig mit ihm wandelte, kommunizierte und ihn ehrte und ANBETETE. Sie können
seine Einstellung in den Psalmen leicht erkennen: „Lobe den HERRN, meine
Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig
geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest den Himmel aus wie
einen Teppich... . Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott
loben, solange ich bin" (Psalm 104, 1-2.33).
Lassen Sie die auswendig gelernten und oft bedeutungslosen Gebete der
traditionellen Religion hinter sich und beginnen Sie, wirklich die Lehren und
Beispiele im Bezug auf das Gebet in Ihrer eigenen Bibel zu STUDIEREN.
Lassen Sie sich von dem inspirierten Wort Gottes belehren, wie man beten
und worum man bitten soll. Und GLAUBEN Sie die Lehren und Verheißungen,
die Sie in diesem heiligen Buch finden.
Schlüssel 3 – Bereuen Sie zutiefst Ihre
Sünden
Obwohl Gott von Zeit zu Zeit Gebete erhört, die ein
Mensch in einer Notlage ernstlich an ihn richtet, so ist er doch durch sein
Wort nicht verpflichtet, dies zu tun. Deshalb haben sich Menschen, die die
Schrecken des Kriegs miterlebt haben, beklagt: „Wo war GOTT bei der Schlacht um
Stalingrad, als Hunderttausende starben?" Oder sie fragten: „Wo war GOTT, als
die Juden, Polen, Tschechen, Dänen und Holländer und andere im Zweiten Weltkrieg
in die Gaskammern getrieben wurden?"
Gottes Wort gibt die Antwort: „Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass
er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so dass er
nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott,
und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet"
(Jesaja 59, 1-2).
Dasselbe Prinzip findet sich im Neuen Testament. Ein Mann, den Jesus von
seiner Blindheit heilte, sagte: „Wir wissen, dass Gott die Sünder nicht erhört;
sondern den, der gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den erhört er"
(Johannes 9, 31).
Es ist nicht unsere Aufgabe, diejenigen psychoanalytisch zu begutachten
oder „geistlich zu sezieren," deren Gebete in der Vergangenheit nicht erhört
wurden. Aber wir alle haben die PFLICHT, uns selbst zu fragen: „Bete ich
den wahren Gott an? Tue ich seinen Willen?"
Jesus sagte: „Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote"
(Matthäus 19, 17). Befolgen Sie die Zehn Gebote? Oder machen Sie Ausflüchte? Der
Apostel Johannes schrieb unter Inspiration: „Und was wir bitten, werden wir von
ihm empfangen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig
ist" (1. Johannes 3, 22). Diese neutestamentliche Schriftstelle zeigt deutlich,
dass wir ANTWORTEN auf unsere Gebete erhalten, wenn wir GOTTES GEBOTE BEFOLGEN!
Seien Sie bitte ehrlich mit sich selbst. Es ist leicht, um diese
klare Lehre der Schrift über den Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz
herumzuargumentieren. Wenn Sie aber wirkliche Antworten auf Ihre Gebete
erhalten wollen, müssen Sie das Brechen der Zehn Gebote – was als SÜNDE
definiert ist (1. Johannes 3, 4; Zürcher Übersetzung) – BEREUEN. Und Sie müssen
Jesus Christus als Ihren persönlichen Erlöser akzeptieren (Apostelgeschichte 2,
38). Dann müssen Sie – mit Hilfe des verheißenen Heiligen Geistes – täglich mehr
Ihr eigenes Ich hingeben, und Jesus Christus sein Leben des Gehorsams in Ihnen
LEBEN lassen. Behalten Sie im Sinn, was der Apostel Paulus erklärte: „Ich lebe
aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe
im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat
und sich selbst für mich dargegeben [hat]" (Galater 2, 20; Lutherbibel 1912).
Wenn Sie weitere Informationen darüber erhalten möchten, wie man Gott
gehorcht, so bestellen Sie bitte unsere wichtige und informative Broschüre mit
dem Titel „Das apostolische Christentum wiederherstellen." Sie wird
Ihnen auf Anfrage völlig kostenlos zugesandt.
Während Sie in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi WACHSEN (2. Petrus 3,
18), wird er sein Leben im Laufe Ihres christlichen Lebens immer intensiver in
Ihnen leben. Selbstverständlich werden Sie nicht sofort „vollkommen" sein! KEIN
menschliches Wesen außer Jesus Christus selbst war je vollkommen. Aber indem Sie
sich ihm unterwerfen, WERDEN Sie auf dem Wege der Zehn Gebote wandeln. Wenn Sie
so „mit Christus wandeln," können Sie SICHER sein, dass Sie eindrucksvollere
Antworten auf Ihre Gebete erhalten, als jemals zuvor!
Schlüssel 4 – Vergeben Sie anderen
Ein weiterer, wichtiger Schlüssel für erhörte Gebete ist
unsere Bereitschaft, anderen wirklich zu VERGEBEN. Offen gesagt erhört unser
himmlischer Vater keine Gebete von Menschen, die in einer Einstellung der
Vergeltung, Verbitterung oder des Hasses zu ihm kommen. Direkt nachdem Jesus uns
das „Vaterunser" gab – den Grundriss eines Gebets und die Beschreibung
eines allgemeinen, richtigen Ansatzes für das Zwiegespräch mit Gott – belehrte
er seine Jünger: „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird
euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht
vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben"
(Matthäus 6, 14-15).
Der Prophet Jesaja wurde inspiriert, uns zu warnen, NICHT in Gottes
Gegenwart zu kommen, während wir andere unterdrücken, anklagen oder damit
beschäftigt sind, nur dem eigenen Ich zu dienen. Er schrieb: „Wenn du in
deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel
redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst,
dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen" (Jesaja 58, 9-10).
Jesus gibt uns dieselbe Ermahnung: „Wenn du deine Gabe auf dem Altar
opferst, und dort kommt dir in den Sinn, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
so lass dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit
deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe" (Matthäus 5, 23-24).
Wir müssen also in einer demütigen, reuevollen und vergebenden Einstellung
zu Gott kommen. Andernfalls – wie Jesus sagte – wird Gott uns nicht vergeben!
Ein Geist der Demut und des Mitleids ist ein Schlüsselelement dafür, ob Gott
unsere Gebete erhören wird, oder nicht. Sein inspiriertes Wort sagt uns: „Ich
sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der
erzittert vor meinem Wort" (Jesaja 66, 2).
Schlüssel 5 – Gott erhört oft auch Unbekehrte
Ein wichtiger Aspekt des oben angeführten Punktes über
Mitgefühl mit anderen und Vergebung ist, dass wir demütig anerkennen sollten,
dass Gott oft auch die Gebete von völlig unbekehrten Menschen erhört, die ihn
anflehen. Natürlich wissen wir, dass Gott gesagt hat: „Siehe, des HERRN Arm ist
nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart
geworden, so dass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden
euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr
nicht gehört werdet" (Jesaja 59, 1-2).
Es ist gewiss wahr, dass Gott so gut wie nie diejenigen erhört, die in
einer sündenvollen und falschen Einstellung verharren. Aber es gibt Millionen
von aufrichtigen Menschen, die meinen, sie würden Gott wirklich verehren,
die aber schlicht VERFÜHRT sind. Gott selbst hat dies zugelassen! Und in seinem
inspirierten Wort erklärt Gott, dass es Satan, der Teufel ist, „der die GANZE
WELT verführt" (Offenbarung 12, 9). Und auch Christus sagt uns ganz deutlich:
„Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich
gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage" (Johannes 6, 44).
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bitte unsere kostenlose Broschüre „Ist jetzt der EINZIGE Tag des Heils?"
an.
Es ist von großer Bedeutung, dass wir NICHT in einer selbstgerechten
Einstellung annehmen, dass Gott nur die Gebete derer hört, die bekehrt sind und
ihm gehorchen. Was geschieht sonst mit den aufrichtigen Menschen, die noch
nicht berufen sind? Was ist mit denen, die berufen sind, sich aber noch
nicht bekehrt haben? Wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, erinnere ich
mich gut an einige Ereignisse, bei denen Gott mit absoluter Sicherheit
eingegriffen und meine Gebete erhört hat. Er „berief" mich. Er begann, sich
mir als einen „realen" Gott zu offenbaren, indem er in mein Leben eingriff. Und
dies hat er im Leben vieler, vieler anderer auf der ganzen Welt getan und wird
es weiterhin tun.
Erinnern wir uns an die Geschichte des Pharisäers und des Zöllners in Lukas
18. 9-14: „Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und
verachteten die andern, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den
Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der
Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin
wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.
Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel,
sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott sei mir Sünder gnädig! Ich sage
euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich
selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der
wird erhöht werden."
Der Schöpfer wird also oft die Gebete von schwachen oder geistlich
verblendeten Menschen erhören, die demütig zu ihm beten. Er wird sie NICHT
erhören, wenn sie ihm wissentlich ungehorsam sind oder eine unrechte Einstellung
haben. Er wird auch diejenigen NICHT erhören, die direkt ein Götzenbild oder
einen falschen „Gott" anbeten. Aber unser gnädiger Vater wird diejenigen
erhören, die ihn – wenn auch in Unkenntnis seines ganzen Wesens – aufrichtig als
den Schöpfer und wahren Gott anflehen.
Dieses Verständnis findet einen wundervollen Ausdruck in Psalm 107,
23-24.27-31: „Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel auf
großen Wassern, die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder auf dem
Meer... . sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wussten keinen Rat
mehr, die dann zum HERRN SCHRIEN in ihrer Not, und er führte sie aus ihren
Ängsten und stillte das Ungewitter, dass die Wellen sich legten und sie froh
wurden, dass es still geworden war und er sie zum erwünschten Lande brachte: Die
sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den
Menschenkindern tut!"
Wir alle kennen ungehorsame oder „weltlich gesinnte" Christen, die
öffentlich mit erhörten Gebeten prahlen oder unglaubliche Geschichten von
ständigen „Wundern" in ihrer Kirche oder ihrem Leben erzählen. Diese religiöse
Angeberei oder sogar Verfälschung schadet dem wahren Christentum und könnte
leicht zu einem Stolperstein für diejenigen werden, die berufen werden, diesen
Trug zu durchschauen. ABER: Wenn Ihr Freund oder Nachbar aufrichtig und
von Herzen zu dem Gott des Himmels betet, mag es sein, dass er oder sie
erhört wird, weil Gott weiß, dass ihre Unkenntnis seiner Lebensweise nicht von
diesen zu verantworten ist, und dass ihre Aufrichtigkeit hingegen sehr real ist.
Schlüssel 6 – Suchen Sie den Willen Gottes
Ein weiterer Schlüssel für erfolgreiche Gebete ist, sich
absolut sicher zu sein, dass Sie – so weit möglich – Ihren Willen und
Ihre Bitten an den Willen GOTTES angleichen. Während Sie eifrig die Bibel
studieren und sich fügen, um Christus in sich wirken zu lassen, wird sein
Wille zunehmend Ihren Willen ersetzen. Dies beeinflusst die Art, wie Sie
beten. Sie beginnen, zu erkennen, dass Gott alle Menschen nach seinem
Bilde geschaffen hat – dass er JEDEN zu seiner Zeit zu Verständnis und
Reue „berufen" wird. Mit dieser Erkenntnis werden Sie nicht nur für Ihre eigenen
Bedürfnisse beten, sondern auch dafür, dass es anderen besser geht. Dann können
Sie aufrichtig zu Gott sagen, wie Jesus dies tat: „... nicht mein, sondern
dein Wille geschehe" (Lukas 22, 42).
Erinnern Sie sich an die Schlüsselaussage des Gebetsgrundrisses in Matthäus
6, Vers 10: „DEIN WILLE GESCHEHE wie im Himmel so auf Erden." Darauf müssen wir
uns alle in unseren Gebeten konzentrieren. Was ist wirklich das Beste für uns
und die anderen auf lange Sicht? Nur GOTT weiß das mit Sicherheit.
Auf der anderen Seite enthält die Bibel buchstäblich Dutzende von
Verheißungen und direkten Hinweisen darauf, was Gott als Antwort auf Gebete
getan hat oder tun wird. Wenn wir in dem Glauben beten, dass Gott uns
erhören wird – und entsprechend seinem Willen beten – können wir sicher sein,
dass er zuhört. „Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu Gott. Wenn wir um
etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns. Und wenn wir wissen, dass er
uns hört, worum wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erhalten, was wir von
ihm erbeten haben" (1. Johannes 5, 14-15).
Schlüssel 7 – Glauben Sie an Gott
Je mehr Sie von der Bibel in sich aufnehmen, desto mehr
werden Sie die Bedeutung des GLAUBENS erkennen. „Ohne Glauben ist’s unmöglich,
Gott zu gefallen, denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist
und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt" (Hebräer 11, 6).
Ohne GLAUBEN ist es also unmöglich, Gott zu gefallen. Und im Allgemeinen
macht die Bibel deutlich, dass Gott unsere Gebete weder hört noch beantwortet,
es sei denn, wir richten sie im Glauben an ihn: „Er bitte aber im Glauben und
zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde
getrieben und bewegt wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem
Herrn empfangen werde" (Jakobus 1, 6-7).
Ebenso, wie die anderen Schlüssel, die wir untersucht haben, wird auch
Glaubensstärke dadurch erreicht, dass wir uns wirklich UNTERWERFEN und Jesus
Christus sein Leben durch den heiligen Geist in uns leben lassen! „So
kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes"
(Römer 10, 17). Jeder von uns muss also regelmäßig die Bibel lesen und wir
müssen die Beispiele des Glaubens und des Gehorsams der großen Männer und Frauen
Gottes in uns aufnehmen. Dadurch „ernähren" wir uns von Jesus Christus (Johannes
6, 57). Dann denken wir allmählich, wie er denkt und wollen, was er
will. Und durch den heiligen Geist LEBT er immer mehr in uns, während wir
geistlich wachsen. Auf diese Weise vereint mit Christus können wir VÖLLIGES
VERTRAUEN haben, dass Gott, der Vater, unsere Gebete erhören wird. Und dieses
absolute, unumstößliche Vertrauen in Gott ist das, was man Glauben nennt!
Beachten Sie genau die wichtige Lehre Jesu Christi im Bezug auf Gebet und
Glauben: „Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem
Berge spräche: Heb dich und wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem
Herzen, sondern glaubte, dass geschehen werde, was er sagt, so wird’s ihm
geschehen. Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, GLAUBT
nur, dass ihr’s empfangt, so WIRD’S euch zuteilwerden" (Markus 11, 22-24).
Wenn Sie beständig die Bibel verinnerlichen und um Glauben bitten, werden
Sie erfahren, dass ihr Glaube immer mehr wächst. Man muss verstehen, dass
lebendiger Glaube durch Gottes Geist in uns erzeugt wird (Galater 5, 22-23).
Und Jesus sagte: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben
geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist geben
denen, die ihn bitten" (Lukas 11, 13).
Gott will Ihnen diese Dinge geben, sofern Sie in Demut darum bitten.
Also beten Sie beständig, dass er Ihnen den GLAUBEN geben möge, den Sie
brauchen. Lernen Sie, an die Verheißungen Gottes zu GLAUBEN. Lernen Sie, zu
glauben, dass Gott real ist – dass er vollkommene Weisheit, vollkommene Liebe
und vollkommene MACHT besitzt. Erkennen Sie, dass er all seine Verheißungen
ERFÜLLEN wird! Lernen Sie, Abraham, den Vater der Gläubigen (Römer 4, 16)
nachzuahmen, „denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben,
sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs
allergewisseste: was Gott verheißt, das KANN er auch tun" (Verse 20-21). Das ist
WAHRER GLAUBE. Dies ist die Einstellung, die Sie haben müssen, um
wirkliche Antworten auf Ihre Gebete zu erhalten.
Schlüssel 8 – Seien Sie ausdauernd
Wenn Ihr Sohn Sie nur ein Mal um ein Fahrrad bitten
würde und es dann scheinbar wieder vergessen und nie wieder erwähnen würde,
wie groß könnte dann sein Wunsch danach sein? Wie sehr, glauben Sie, würde
er es dann zu schätzen wissen, wenn er eines bekäme? Ebenso verhält es sich mit
uns, wenn wir unseren himmlischen Vater um etwas bitten. Bevor er übernatürlich
eingreift, will Gott die Bestätigung, dass wir von ganzem Herzen wünschen,
worum wir gebeten haben, und dass wir ihn dafür achten und anerkennen, dass er
unsere Gebete beantwortet hat.
Mit anderen Worten: Gott gebraucht unsere Bedürfnisse oder Wünsche als ein
Mittel, um uns ihm geistlich näher zu bringen – damit wir uns auf seinen
Willen konzentrieren und auf das, was wirklich das Beste für uns und andere
ist, die unser Wunsch mit einschließt. Wenn wir gedankenlos um etwas bitten und
dann praktisch vergessen, dass wir je darum gebeten haben, was würde das wohl
heißen? Es könnte Gott sagen, dass wir eigentlich gar nicht so sehr daran
interessiert sind, dass er tut, worum wir ihn bitten! Oder es könnte bedeuten,
dass all unsere Wünsche oberflächlich sind und sich vielleicht ständig
ändern, und dass wir keine tiefgreifende Anerkennung empfinden und Gott dafür
ehren würden, selbst WENN er ständig diese oberflächlichen Gebete beantwortete!
Vielleicht ist Ihnen Jesu Gleichnis vom „ungerechten Richter" bekannt
(Lukas 18, 1-8). Es ist die Geschichte einer Witwe, die immer wieder zu
dem „ungerechten" Richter kam, bis er schließlich sagte: „ich [will] doch dieser
Witwe, weil sie mir soviel Mühe macht, Recht schaffen [und dadurch ihre Bitte
erhören], damit sie nicht zuletzt komme und mir ins Gesicht schlage" (Vers 5).
Dann sagte Jesus: „Hört, was der ungerechte Richter sagt! Sollte Gott nicht auch
Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen, und sollte
er’s bei ihnen lange hinziehen?" (Verse 6-7). Wenn Sie ein wirklich tiefes
Verlangen nach etwas haben, sollten Sie Tag und Nacht zu Gott beten –
NIEMALS aufgeben.
Gott will, dass wir beharrlich sind. Er will, dass wir mit ihm wandeln,
reden und beständig Kontakt halten – Tag für Tag, in dieser heutigen Zeit und
für alle Ewigkeit! Der Apostel Paulus belehrt uns: „Betet ohne Unterlass" (1.
Thessalonicher 5, 17).
Als ich meiner Verlobten den Hof machte, konnte ich „nicht genug von ihr
bekommen." Wir redeten persönlich miteinander und telefonierten; ich dachte an
sie und betete für sie, bis wir schließlich heirateten! Die wahre Kirche wird
als Braut dargestellt, die mit Christus verlobt ist. Wir MÜSSEN viel Zeit
mit ihm und dem Vater verbringen, um uns eingehend kennen zu lernen.
Halten Sie sich vor Augen, dass das, was wir in diesem Leben tun, eine
Vorbereitung auf die EWIGKEIT ist, die wir mit diesen zwei göttlichen Personen
verbringen werden. Dies ist eine REALE Beziehung, und sie muss, wie jede andere
Beziehung auch, mit der Zeit heranreifen.
Lernen Sie also, regelmäßig zu Gott zu beten – genügend Zeit
im Gebet zu verbringen, um wirklich mit ihm vertraut zu werden. Denn er ist
derjenige, durch den wir „leben, weben und sind" (Apostelgeschichte 17, 28). Die
Schrift bezeugt, dass Jesus oft früh am Tag aufstand und lange,
ununterbrochene ZEIT damit verbrachte, zu seinem Vater zu beten (vgl. Markus 1,
35).
Der Prophet Daniel war zu einem der höchsten Herrscher des größten Reichs
seiner Zeit emporgestiegen – dem babylonischen Reich. Dennoch nahm er
sich immer Zeit, auf seinen Knien zu Gott zu beten – und das drei Mal am
Tag (Daniel 6, 10). Diese Beziehung zu dem ewigen Gott war ihm so wichtig,
dass er schließlich sogar sein LEBEN riskierte, um diesen bedeutsamen Teil
seines geistlichen Lebens weiter ausüben zu können (Verse 5-10)!
König David hatte ebenfalls die Gewohnheit, dreimal täglich zu seinem
Schöpfer zu beten: „Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.
Abends und morgens und mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine
Stimme hören" (Psalm 55, 16-17).
Beten Sie also regelmäßig. Verbringen Sie viel ZEIT mit Jesus
Christus und Ihrem himmlischen Vater. Und hören Sie NIEMALS auf, zu Gott zu
beten! Denn in vielerlei Hinsicht hängt Ihr Leben von diesem Kontakt ab!
Schlüssel 9 – Beten Sie mit Hingabe
Ich kannte einmal einen besonders engagierten und
eifrigen Diener Gottes, der oft sagte: „Einer der Gründe, warum wir in unserer
modernen Gesellschaft nicht mehr Antworten auf unsere Gebete erhalten, ist, dass
wir nicht wirklich von HERZEN beten!" Eine der Schriftstellen, die er dann
zitierte, war Hosea 7, 14, wo ein Grund angeführt wird, weshalb Gott nicht
die Gebete der altertümlichen Israeliten erhörte: „Auch rufen sie mich
nicht VON HERZEN an."
Wie steht es mit uns? Beten wir mit unserem ganzen Wesen? Oder
leiern wir nur ein auswendig gelerntes Gebet herunter wie eine heidnische
Beschwörungsformel, oder murmeln im Halbschlaf ein paar halbherzige Bitten,
bevor wir einschlafen?
Denken wir an Jesu Beispiel, der FRÜH aufstand, um zum Vater zu beten! Denn
Gebet war für Christus außerordentlich wichtig. Deshalb setzte er es offenbar
an erste Stelle auf seinen „Terminplan" – bevor ihn irgend etwas davon
abhalten konnte. Und wahrscheinlich kam er auch im Tagesverlauf wiederholt vor
Gott. Der Hebräerbrief berichtet von den leidenschaftlichen, von Herzen
kommenden Gebeten Christi: „Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens
Bitten und Flehen mit lautem SCHREIEN und mit TRÄNEN dem dargebracht, der ihn
vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren
hielt" (Hebräer 5, 7).
Es ist gut, sich in einen „privaten Bereich" zurückzuziehen, um zu beten,
wie Jesus uns in Matthäus 6 anwies. Wenn wir alleine sind, können wir
gelegentlich UNTER TRÄNEN zu Gott flehen, uns zu helfen, uns zu
züchtigen und uns aus Versuchungen oder Schwierigkeiten zu RETTEN, wo nur
die Hilfe Gottes eine Situation wirklich bereinigen kann. In der letzten Nacht
seines irdischen Lebens, als Jesus wusste, dass er schon bald verhaftet und
gekreuzigt werden würde, legte er sein ganzes Wesen dem Vater in einem
hingebungsvollen Gebet offen und bat um Hilfe und Errettung: „Und er rang mit
dem Tode und betete heftiger. Und sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf
die Erde fielen" (Lukas 22, 44).
Jesus SCHRIE UNTER TRÄNEN zu seinem Vater, so intensiv und
leidenschaftlich, dass einige Kapillaren buchstäblich GEPLATZT sein könnten –
und sich dann manche Schweißkanäle mit Blut gefüllt hätten! In unserer modernen,
weltlich gesinnten, abgeklärten Gesellschaft müssen wir wieder erfassen, dass
die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht materieller Natur sind! Vielmehr
sind es geistliche Dinge – die mit unserem Schöpfer und der EWIGKEIT zu
tun haben. Diese sind es sicherlich Wert, dass man sich leidenschaftlich mit
ihnen befasst!
Beten wir also von ganzem Herzen. Seien wir HINGEBUNGSVOLL. Seien wir
leidenschaftlich und offenherzig gegenüber der Persönlichkeit, die unser
wirklicher Vater sein will, dem „Hohen und Erhabenen, der ewig wohnt, dessen
Name heilig ist" (Jesaja 57, 15).
Schlüssel 10 – Bitten Sie Gott, Sie zu formen
Ein wahrer Mensch Gottes ist jemand, der sich dem Willen
des Schöpfers völlig untergeordnet hat. Gott sagt uns durch den Propheten
Jesaja: „Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist
und der erzittert vor meinem Wort" (Jesaja 66, 2).
Diese Einstellung, eher Gottes Willen zu suchen, als den eigenen – eine
Einstellung der völligen Unterordnung unter den himmlischen Vater – muss
ESSENTIELLER Bestandteil unseres Gebets sein, wenn wir stetige und
EINDRUCKSVOLLE Antworten erhalten wollen. Beachten Sie noch einmal Jesu Haltung
in einem seiner letzten Gebete an Gott, als er noch Mensch war: „Vater, willst
du, so nimm diesen Kelch von mir; doch NICHT MEIN, sondern DEIN Wille geschehe"
(Lukas 22, 42).
Wollen Sie wirklich geistlich WACHSEN „bis wir alle hingelangen zur Einheit
des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum
vollen Maß der Fülle Christi" (Epheser 4, 13)? Wenn ja, so müssen Sie – wie wir
alle – geistlich mit Gott in unseren Gebeten „ringen," so wie Jakob buchstäblich
mit ihm gerungen hat und durchhielt (vgl. 1. Mose 32, 24-32). Wir müssen mit ihm
lange, tiefgründige Gespräche darüber führen, wie wir ihm noch besser dienen,
mit ihm wandeln und ihn in unserem Leben ehren können. Unsere beständige Bitte
muss es sein, dass Gott uns helfe, den großen ZWECK unseres Lebens zu erfüllen
(verlangen Sie bitte unsere kostenlose Broschüre „Die Bestimmung Ihres
Lebens" zu diesem Thema).
Es ist – im angemessenen Rahmen – in Ordnung, um „materielle Güter" zu
bitten. Aber der wichtigste Zweck des Gebets ist, dass wir uns mehr auf GOTT
konzentrieren, uns ihm zuwenden und unseren Willen seinem Willen
unterordnen, während wir eine lebenswichtige, wechselseitige Beziehung zu ihm
pflegen. Auf diese Weise wird er für uns mehr und mehr zu einer REALITÄT. Durch
beständiges und aufrichtiges Bibelstudium und Gebet müssen wir
Gottes Willen SUCHEN. Wir müssen begreifen, dass die Ideen und Einstellungen,
die wir in der Vergangenheit gegenüber Gott und der Religion im Allgemeinen
hatten, überholungsbedürftig sind. Gott sagt uns durch Jesaja: „Meine
Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Pfade, spricht
der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine
Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken" (Jesaja 55. 8-9).
Und der Apostel Paulus belehrt uns: „Ein jeglicher sei so gesinnt, wie Jesus
Christus auch war" (Philipper 2, 5; Lutherbibel 1912).
Lernen Sie, mit ihm zu wandeln, zu reden und im Stillen den ganzen Tag
hindurch mit ihm Kontakt zu halten. Bitten Sie ihn ernsthaft, Sie nach
seinem Bilde zu FORMEN. Der Prophet Jesaja schrieb unter Inspiration: „Aber nun,
HERR, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist der Töpfer, und wir alle
sind deiner Hände Werk" (Jesaja 64, 7). Die Haltung der Unterwerfung
unter Gott im Gebet und das Bitten um Zurechtweisung und Gestaltung nach seinem
Willen ist einer der wesentlichen Schlüssel zu wirklich machtvollen Gebeten.
Schlüssel 11 – Preisen Sie den allmächtigen
Gott und sagen Sie ihm Dank
Eine weitere Eigenschaft, die König David zu einem Mann
„nach Gottes eigenem Herzen" machte, war die aufrichtige Liebe, Anbetung und
BEWUNDERUNG, die er dem großen SCHÖPFER, der ihn segnete, am Leben hielt und
führte, beständig zuteil werden ließ. Das gesamte Buch der Psalmen ist angefüllt
mit Davids Gebeten der Ehrerbietung und Bewunderung Gottes. Lesen Sie Psalm 18:
„Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg,
mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg
meines Heiles und mein Schutz! Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde
ich vor meinen Feinden errettet" (Verse 1-4).
Eindeutig war Gott – in der Person Jesu Christi, der der „Fels Israels" war
(1. Korinther 10, 4) – Davids persönlicher „Held," sein Champion, sein
Beschützer und persönlicher Freund. David freute sich und JUBELTE angesichts der
Weisheit, Stärke und MAJESTÄT des großen Gottes! Heutzutage, in unserer
„zivilisierten," westlichen Welt, in der Millionen von Menschen Rockstars,
Rap-Stars sowie Film- und Fernsehidole (treffenderweise manchmal sogar „Idole"
genannt!) praktisch ANBETEN, ist es aus der Mode gekommen, unseren Schöpfer
in derselben Weise anzubeten und zu verehren, wie David es tat. Doch statt diese
eitlen und oft fehlgeleiteten menschlichen „Stars" anzubeten, sollten wir den
großen Gott verehren, der uns das Leben und jeden Atemzug schenkt – den „Vater
des Lichts," der uns, wie wir gesehen haben, „alle gute Gabe und alle
vollkommene Gabe" gibt (Jakobus 1, 17).
Warum nicht wirklich Jesus Christus anbeten – durch den Gott, der Vater,
ALLES erschaffen hat, was existiert (vgl. Johannes 1, 1-3; Epheser 3, 9)? Warum
nicht denjenigen anbeten, der sich selbst seiner göttlichen HERRLICHKEIT
„entäußert" hat, um uns ein vollkommenes Vorbild zu sein (vgl. Philipper 2,
7-9)? Warum nicht unseren gnädigen und treuen Hohepriester (Hebräer 2, 17-18)
anbeten, der aus freien Stücken für uns am Kreuz GESTORBEN ist? Warum nicht IHN
anbeten?
Es ist richtig, dass wir Menschen nach jemandem suchen, zu dem wir
„aufschauen" können. Aber wir machen uns des GÖTZENDIENSTES schuldig, wenn wir
diesen Wunsch nach Anbetung PERVERTIEREN, indem wir dekadente, Gott ablehnende
Menschen verehren und manchmal sogar nach ihnen schreien und sie vergöttern.
Viel eher sollten wir alle diese Heldenverehrung einschließlich der
Bewunderung und BEGEISTERUNG, die sie manchmal mit sich bringt, wieder in
richtige Bahnen lenken und die wirklich „begeisterndste" Persönlichkeit des
gesamten Universums verehren – den allmächtigen Gott! Wir können uns in Gedanken
vorstellen, wie Gott „die Sterne in die dunklen Weiten des Alls
hinausschleuderte," wie er diese Erde und den Menschen erschaffen und uns nach
seinem Bilde gemacht hat, um seine vollwertigen Söhne zu sein – buchstäblich
Brüder von Jesus Christus für alle Ewigkeit (Römer 8, 29)! Wir sollten jeden
schönen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang schätzen lernen, jedes bewegende
Musikstück, Kunstwerk oder literarische Werk, jeden wundervollen Menschen mit
allen Talenten und aller Liebe, die er oder sie besitzt – und dabei erkennen,
dass sie alle von GOTT kamen! Und er hat noch wesentlich mehr für uns
vorbereitet!
Wir sollten Gott ständig Dank sagen und ihn preisen für alle guten Gaben,
für seine Hilfe und seinen Segen in jeglicher Situation (1.
Thessalonicher 5, 18). Anstatt in unserem Enthusiasmus für Sportler, Rockstars
und andere menschliche „Idole" die Selbstkontrolle zu verlieren, können wir ohne
uns zu schämen unser GANZES WESEN in die Danksagung, den Lobpreis und die
Verehrung des Gottes hineinlegen, der uns erschaffen hat und uns mit jedem
Atemzug das Leben schenkt. Er ist der Gott, der uns immer und immer wieder
VERGIBT, der uns leitet und segnet, und der letztlich plant, seine EWIGE
HERRLICHKEIT mit uns zu teilen, wenn wir nur einwilligen und lernen, ihn zu
lieben, wie er uns liebt!
Schlüssel 12 – Beten Sie im Namen Jesu
Christi
Im altertümlichen Israel war es NUR dem Hohenpriester
erlaubt, in das Allerheiligste der Stiftshütte oder des Tempels zu gehen – es
versinnbildlichte, dass er direkt in Gottes Gegenwart trat. Und selbst ihm wurde
geboten, nur EINMAL im Jahr dorthinein zu gehen – am Versöhnungstag (vgl. 3.
Mose 16). Mit dieser einzigen Ausnahme an einem einzigen Tag wäre jeder, der
sonst diesen geheiligten Ort betreten hätte, sofort von Gott selbst getötet
worden! In derselben Weise war die gesamte Menschheit vom direkten Kontakt mit
Gott abgeschnitten.
Aber weil Jesus von Nazareth für unsere Sünden gestorben ist, haben
wahre Christen heute direkten Zugang zum Vater. Anstatt den TOD fürchten zu
müssen, wenn wir vor Gott treten, wird uns nun gesagt: „Darum lasst uns
hinzutreten MIT ZUVERSICHT zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit
empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben" (Hebräer 4,
16).
Durch den „Namen" – das Amt und die Autorität Jesu Christi – können wir uns
im Gebet direkt Gott, dem Vater, nähern und ihn anbeten. Wir brauchen keinen
menschlichen Hohenpriester als eine Art Vermittler, denn wir haben bereits
den größten Hohenpriester – Jesus Christus (Vers 14). Und dieser lehrte
seine wahren Anhänger: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um
etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er’s euch geben. Bisher habt ihr um
nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude
vollkommen sei" (Johannes 16, 23-24).
Natürlich gibt es auch viele, die den Namen Christi missbrauchen. Indem er
Jesaja zitierte, beschrieb Jesus die Religionsführer seiner Zeit: „VERGEBLICH
dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote
sind" (Matthäus 15, 9). Und weiter sagte er: „Was nennt ihr mich aber Herr,
Herr, und tut nicht, was ich euch sage?" (Lukas 6, 46).
Um wahrheitsgemäß und richtig Jesu Namen zu gebrauchen, müssen wir ihm
GEHORCHEN und entsprechend seinem Willen bitten. Erinnern wir uns, dass Christus
in der Bergpredigt warnte: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!,
in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im
Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht
in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister
ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich
ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter"
(Matthäus 7, 21-23).
Offen gesagt sind diejenigen, die GESETZLOSIGKEIT lehren und praktizieren,
– die predigen, dass ein Gehorsam gegenüber den Zehn Geboten unnötig sei –,
nicht AUTORISIERT, den Namen Jesu Christi zu verwenden. Denn sie lehren und
praktizieren ein falsches Christentum, das im Gegensatz zu ALLEM steht,
was Jesus vorlebte und wofür er starb!
Der Apostel Johannes erklärte: „Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine
Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht" (1.
Johannes 2, 4). Man kann Gott nicht wirklich „kennen" – mit Gott „bekannt"
sein –, bis man sich wirklich Christus unterwirft und ihn sein Leben in
sich leben lässt, also die Zehn Gebote als eine LEBENSWEISE praktiziert. Und
ebenso wenig kann man Gott kennen, es sei denn, man wächst, überwindet und
erfährt in seinem eigenen Leben Gottes persönlichen CHARAKTER, der durch seine
Gebote zum Ausdruck kommt!
Denjenigen, die den wahren Gott oder seine Lebensweise nicht wirklich
kennen, ist es einfach nicht möglich, in der richtigen Weise in Jesu
Christi Namen vor Gott zu treten. Dennoch wird der gnädige Gott, wie wir gesehen
haben, manchmal auch die Gebete von Sündern erhören, SOFERN sie es wirklich
nicht besser wissen, und SOFERN sie sich ihm von ganzem Herzen zuwenden. Aber
alle, die auf Dauer Antworten auf ihre Gebete erhalten möchten, müssen
dem wahren Gott dienen und gehorchen. Wie Gottes Wort sagt: „Wer nun weiß, Gutes
zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde" (Jakobus 4, 17).
Wenn Sie sich also Gott durch regelmäßige, von Herzen kommende Gebete
nähern, achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Herrn und Meister Jesus Christus
GEHORCHEN. Obwohl er nicht sofortige geistliche Reife erwartet, möchte er doch,
dass wir mit der Hilfe des heiligen Geistes auf diesem Wege voranschreiten. Dann
treten Sie ALLEINE durch Christus vor den Vater und erstellen Sie einen direkten
Kontakt durch effektives Beten. Und denken Sie daran, dass wenn Sie durch
Christi Namen – also sein Amt und seine Autorität – vor Gott erscheinen, sie
auch die meisten der anderen Schlüssel, die in dieser Broschüre besprochen
wurden, mit berücksichtigen müssen. Denn in der vollständig richtigen Weise in
Christi Namen vor Gott zu treten, muss mit Sicherheit auch beinhalten, dass man
zu dem wahren Gott betet, dass man die Heilige Schrift kennt, Gott
gehorcht, anderen vergibt, einen tiefgehenden Glauben an Gott
hat, dass man beständig und eifrig betet, und dass man sich wie
weicher Ton von Gott formen lässt und von Herzen Gott anbetet und ihn als
Schöpfer verehrt.
Zum Schluss bitte ich Sie in Ihrem eigenen Interesse, ALL diese wichtigen
Schlüssel noch einmal durchzugehen und zu studieren! Lernen Sie,
beständig zu Gott zu beten – mit ihm zu kommunizieren und zu wandeln. Dann
werden Sie, sobald das Ende dieses Zeitalters heranrückt und die
Prüfungen und Tests, die das Leben eines Christen beinhalten, kommen
– was ganz sicher geschehen wird – genau wissen, was zu tun ist und wie.
Sie werden tatsächlich befähigt sein, in Christi Fußstapfen nachzufolgen. Da er
Gott um Stärke und Mut anflehte, hatte er keine Angst, als die Zeit kam,
in der er sterben sollte. Als Judas mit einigen Soldaten kam, um ihn festnehmen
zu lassen, trat er sogar hervor und fragte sie ruhig: „Wen sucht ihr?" (Johannes
18, 4). Denn Jesus hatte getan, was er immer tat. Zuvor, im Garten Gethsemane,
war er auf sein Angesicht gefallen und hatte flehentlich GEBETET: „Mein
Vater,..." (Matthäus 26, 39).
Möge Gott Ihnen gewähren, dass Sie lernen, so wie Jesus zu beten! Denn nun
sollten sie wissen, wie man eines der mächtigsten Werkzeuge im gesamten
Universum verwendet. Sie haben jetzt eine wirkliche Antwort auf
unbeantwortete Gebete erhalten – 12 Schlüssel für erhörte Gebete!