Der Islam, Glaube von über einer Milliarde von Menschen und
eine treibende Kraft hinter dem Nahostkonflikt, ist für viele ein Mysterium. Wie
ist diese wachsende Religion erstmals entstanden und wie wird sie die
prophezeiten Endzeitereignisse beeinflussen? Was wird das Schicksal der Anhänger
des Islam sein? Jetzt, wo wir uns dem Ende eines Zeitalters nähern und
prophezeite Ereignisse sich immer mehr erfüllen, müssen wir die Wahrheit über
den Islam verstehen!
Muslimische Demonstranten versammeln sich in Israels
Westbank und rufen Allah akbar (arabisch für „Gott ist groß"), während
sie die Vernichtung des jüdischen Staates fordern. Auf dem Tempelberg in
Jerusalem – der für Muslime und Juden gleichermaßen von Bedeutung ist – werden
Menschen im israelisch-palästinensischen Konflikt beim Gottesdienst getötet. Im
Namen des Islam planen muslimische, militante Personen wie Osama bin Laden
Terroranschläge gegen Nicht-Muslime.
Salaam ist das arabische Wort für „Frieden." Aus dem Wort salaam
ist der Begriff Islam abgeleitet – der Name einer Religion, die sich auf
Abraham zurückführt und über eine Milliarde Anhänger rund um den Globus hat.
Doch mit den wachsenden Spannungen im Nahen Osten verbinden neuere Berichte
zunehmend den Islam mit Gewalt statt mit Frieden.
Doch der Islam gewinnt in den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen,
von den Briten abstammenden Nationen an Popularität. Über 1,5 Millionen Muslime
leben in Großbritannien. In den USA findet man nach Angaben der
US-Informationsbehörde mehr Muslime als Methodisten. Diese gibt auch an, dass im
Jahr 2010 mehr Muslime als Juden in den USA leben werden, was den Islam dann zur
zweitgrößten Glaubensgemeinschaft der Nation macht. Der überwiegende Wachstum
des Islam fand erst in letzter Zeit statt. Eine Studie des Hartford Seminars vom
April 2001 zeigte, dass 87 Prozent der im Land existierenden 1209 Moscheen
(Gebetshäuser) in den Jahren seit 1970 gegründet wurden, mit 20 Prozent allein
in den letzten fünf Jahren. Von den 7 Millionen amerikanischen Muslimen hat nur
ein Achtel arabische Vorfahren; 29 Prozent sind neu Konvertierte, von denen die
meisten aus der afroamerikanischen Bevölkerung stammen.
Der Islam ist ein weltweites Phänomen, dem über eine Milliarde der sechs
Milliarden Menschen angehören. Was wird deren Schicksal sein? Werden fromme
Muslime nach dem Tod in ein himmlisches Paradies eingehen, wie ihre Religion
lehrt? Werden sie für immer in einem Höllenfeuer brennen, wie viele
Nicht-Muslime glauben? Oder hat Gott etwas anderes für sie geplant? Wie wird
diese Religion, die sich von den Wüsten Arabiens bis ins Zentrum Amerikas
ausgebreitet hat, die prophezeiten Endzeitereignisse beeinflussen?
Arabische Wurzeln
Mohammed wurde 570 n.Chr. in der arabischen Stadt Mekka
geboren. Seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war; er wuchs bei seinem
Onkel auf, einem erfolgreichen Händler, mit dem er im Alter von 12 Jahren zum
ersten Mal nach Syrien reiste. Bevor Mohammed 20 Jahre alt war, hatte er
Damaskus, Jerusalem, Aleppo und weitere Städte in dieser Region besucht; Im
Alter von 25 Jahren hatte er Chadidscha, eine wohlhabende, 15 Jahre ältere
Witwe, geheiratet.
Obwohl jüdische Händler den Handel in Mekka beherrschten, dominierte auf
dem religiösen Sektor ein polytheistischer Tempel – die Kaaba – die Szene. Diese
enthält einen schwarzen Stein, den, nach örtlicher Tradition, Abraham von dem
Engel Gabriel erhalten haben soll. Manche Angehörige seines Stammes, der
Kuraisch, glaubten, dass Adam und Eva die Kaaba erbaut hatten; andere schrieben
sie Abraham und Ismael zu. Von seinen Kontakten zu jüdischen Händlern verstand
Mohammed jedoch, dass die polytheistische Verehrung in der Kaaba für Adam und
Eva oder für Abraham und Ismael unakzeptabel gewesen wäre.
Im Jahre 610 n.Chr., nach sechs Monaten des Meditierens in einer Höhle am
Berg Hira verkündete Mohammed, dass er durch den Engel Gabriel eine Offenbarung
von Gott empfangen hätte. Kurz darauf lehrte er eine neue Religion, genannt
Islam (arabisch für „Unterwerfung"). Als er auf Widerstand stieß, floh er
622 n.Chr. mit seinen Anhängern nach Jathrid (später Medina genannt), wo er die
Stadt unter seine Kontrolle brachte und sich auf die Eroberung Mekkas 630 n.Chr.
vorbereitete. In dieser Zeit berichtete Mohammed von einer Reihe spezieller
Offenbarungen durch den Engel Gabriel; nach seinem Tod wurden diese
Offenbarungen in einem Buch zusammengestellt, das heute Koran genannt wird.
Muslime betrachten dieses Buch als das unfehlbare Wort Gottes.
Der Islam ist in mehrere Zweige zersplittert. Die zwei bekanntesten davon
sind die Gruppierungen der Schiiten und der Sunniten, die beide schon bald nach
Mohammeds Tod um die Vorherrschaft rangen, jedoch vereint sind im Bezug auf die
„fünf Säulen" des Islam – Gebet, Almosengeben, Fasten, eine Pilgerfahrt nach
Mekka und die grundlegende Aussage des muslimischen Glaubens, dass es keinen
Gott außer Allah gibt und Mohammed sein Prophet ist.
Muslime halten sich von Alkohol fern. Sie haben ihre eigenen Gesetze über
reines und unreines Fleisch und lehnen es ab, Schweinefleisch und Fleisch von
Raubtieren zu essen, oder Fleisch, das Götzen geopfert wurde (wohingegen manche
in der Bibel als unrein bezeichnete Tiere wie Kamele nach islamischem Gesetz als
„rein" gelten). Muslime halten, was sie einen „Sabbat" nennen, obwohl dieser der
Freitag ist, statt des biblischen, Siebenten-Tages-Sabbats.
Die meisten Muslime gehören zum Zweig der Sunniten, für die der Koran
zusammen mit der Sunna (die Aussagen und Taten Mohammeds) die Scharia
(islamisches Recht) bildet, die Richtschnur des Handelns für Muslime. Der Zweig
der Schiiten hingegen kennt auch das religiöse Amt des Imam, des geistlichen
Oberhaupts ihres Glaubens. Im Lauf der Jahre haben Sunniten und Schiiten
geringfügig unterschiedliche Standards islamischer Praxis und Rechtsprechung
entwickelt. Ihre Unterschiede sind jedoch geringer als diejenigen zwischen
Katholiken und Protestanten, und diese zwei Splittergruppen der Muslime
betrachten sich nicht als verschiedene Glaubensrichtungen.
Dennoch können die internen Streitigkeiten zwischen Muslimen sehr
leidenschaftlich ausgetragen werden. Nahostexperte Daniel Pipes gab folgende
Analyse: „Islamische Spaltungen beginnen als politische Querelen und erhalten
erst später theologische Untertöne. Insbesondere die größte Spaltung in der
muslimischen Welt, die zwischen Sunniten und Schiiten, hat starke politische
Bedeutung... . Über die Hälfte der Bevölkerung des Irak fühlt sich derselben,
schiitischen Version des Islam zugehörig, die auch im Iran vorherrscht. Dadurch
entsteht eine tiefsitzende Furcht vor einer schiitischen Rebellion im Irak. „A
Border Adrift" [Eine verschwommene Grenze], Pipes, The Iran-Irak War
[Der iranisch-irakische Krieg], 1983). Muslime im Iran und dem Irak bekämpften
sich von September 1980 bis August 1988 in einem Krieg, der fast eine Million
Tote forderte, sowie über eine Million Verwundete und mehrere Millionen Menschen
zur Flucht veranlasste.
Trotz solcher interner Religionskonflikte spricht die Bibel von einer
künftigen, arabisch-muslimischen Konföderation. In Psalm 83 offenbart König
David von Israel, dass Israels Gegner in naher Zukunft eine zumindest teilweise
Einheit erzielen werden. In der Verse 6-7 listet David die Völker mit ihren
altertümlichen Namen, die sich in einem anti-israelischen Bündnis zusammentun
werden – arabische und muslimische Nationen des Nahen Ostens, unterstützt von
sympathisierenden Gruppierungen in Europa –, in dem Bestreben, Israel vom
Angesicht dieser Erde auszulöschen!
Bereits jetzt rufen manche im Nahen Osten nach einer „vereinigten Front"
gegen Israel. Im April 2001 unterstützen Vertreter von über 30 muslimischen
Nationen den Aufruf der Palästinenser nach einem fortgesetzten Aufstand nicht
nur gegen Israel, sondern auch gegen Ägypten und Jordanien, die mit Israel einen
Friedensvertrag geschlossen haben. „Die Muslime vereinigen sich gegen Israel,"
sagte Moussa Abu Marzouk, ein Mitglied im Ältestenrat der radikal-islamischen
Gruppe Hamas, am 25. April gegenüber der Associated Press. "Unser Volk
wird sich der israelischen Aggression nicht beugen," erklärte der Gründer der
Hamas, Scheich Ahmed Yassin, gegenüber Reuters in einem Interview am 11. Mai.
Diese prophezeite, künftige Entwicklung hat jedoch keinen Bezug zum Leben
der meisten Muslime heute, insbesondere in der westlichen Welt. Die wenigen
Muslime, die sich an Terrorangriffen, wie den Anschlägen auf das World Trade
Center von 1993 und vom September 2001 beteiligen, sind eine kleine Minderheit;
weitaus mehr amerikanische Muslime zeigen stolz die amerikanische Flagge am
Unabhängigkeitstag und beteiligen sich am zivilen Leben einer demokratischen
Nation.
Einfluss von Juden und Christen
Mekka und Medina waren in Mohammeds Tagen weltoffene,
arabische Städte, die von Händlern aus vielen Ländern besucht wurden. Mohammed
hatte als Angehöriger einer Familie erfolgreicher Händler Umgang mit Juden und
Christen – eine Tatsache, die sich in der Entwicklung des Islam niederschlug.
Mohammed lehrte, dass der Islam die Religion Abrahams war, und dass die
Juden eine korrumpierte Form dieser wahren Religion praktizierten. Ursprünglich
lehrte Mohammed die Muslime, ihre Gebete nach Jerusalem zu richten; erst nachdem
die Juden Mohammeds Botschaft abgelehnt hatten, änderte er die Richtung für die
Gebetshaltung nach Mekka.
Viele Berichte im Koran ähneln denen in der Bibel, unterscheiden sich aber
in wichtigen Details. Die meisten Juden und Christen glauben, dass Gott Abraham
aufgefordert hat, seinen Sohn Isaak zu opfern (vgl. 1. Mose 22), ihn aber im
letzten Moment aufhielt, nachdem Abraham seine Bereitschaft zum Gehorsam
demonstriert hatte. Eine Version dieser Geschichte findet sich auch im Koran
(Sure 37, 90-122), doch Muslime glauben, dass Ismael, und nicht Isaak
geopfert werden sollte.
Um diese und weitere Abweichungen zu verstehen, müssen wir uns vor Augen
halten, dass die Araber zur Zeit Mohammeds verstanden, dass sie und die Juden
gleichermaßen semitische Völker waren, die von Abraham abstammten. Die Juden
entstanden durch Sarahs Sohn Isaak, die Araber durch Hagars Sohn Ismael. Die
Schrift erklärt die Beziehung zwischen diesen beiden Brüdern: „Und für Ismael
habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar
machen und über alle Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich will
ihn zum großen Volk machen. Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den
dir Sarah gebären soll um diese Zeit im nächsten Jahr" (1. Mose 17, 20-21). Gott
schloss seinen Bund durch Isaaks Nachkommen, obwohl auch Ismael gesegnet war.
Die Bibel sagt uns über Ismaels Charakter und seine Rolle in einem fortgesetzten
Konflikt: „Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und
jedermanns Hand wider ihn, und er wird wohnen all seinen Brüdern zum Trotz" (1.
Mose 16, 12). Die Nachkommen von Isaak und Ismael sind Brüder, aber diese beiden
Völker hegen seit den Anfängen eine bittere Rivalität.
„Volk der Schrift"
Der Koran nennt Juden und Christen „Volk der Schrift" –
Völker, denen Gott die heilige Schrift gab. Diese Bezeichnung beinhaltet einen
gewissen Respekt; Muslimen wird gesagt: „Streitet nicht mit dem Volk der
Schrift, es sei denn in der besten Art" (Sure 29, 46). Doch der Koran besagt
auch, dass die Juden das Buch, das Gott ihnen gegeben hatte – das Alte Testament
– verfälschten.
Dahingegen schrieb der Apostel Paulus: „Alle Schrift, von Gott
eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur
Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3, 16). Als Paulus diese Worte
schrieb, war mit der „Schrift" das Alte Testament gemeint – die Schriften, aus
denen Jesus Christus lehrte. Wir wissen, dass die Schrift nicht gebrochen werden
kann (vgl. Johannes 10, 35). Wer also das Alte Testament verwirft, der verwirft
auch Jesus Christus.
Im 7. Jahrhundert waren viele, die sich Christen nannten, von den Lehren
Jesu Christi und der Apostel abgewichen. Mohammed begegnete vielen, die sich zu
einer „Dreieinigkeit" bekannten und vielen, die Maria, die Mutter Jesu, als
„Gottesmutter" verehrten. Der Koran greift diese Ideen in besonderer Weise an
und bekennt sich zu einem strengen Monotheismus, indem er die Idee verwirft,
dass Maria ein Mitglied der Dreieinigkeit ist (Sure 5, 114-116). Doch nicht
einmal die christlichen Glaubensgemeinschaften, die Maria als „Muttergottes"
verehren, nennen sie Teil der Dreieinigkeit!
Wäre der Koran ein von Gott inspiriertes Buch, würde er dann einen Glauben
angreifen, der überhaupt nicht existiert? Man muss vielmehr annehmen, dass diese
Verse die menschliche Sichtweise Mohammeds widerspiegeln, der den exzessiven
Marienkult verabscheute, welcher in das Christentum eingedrungen war, und
welchen er miterlebt hat, als er auf seinen Reisen durch Städte seiner Jugend
anderen Händlern begegnete.
Muslime verehren Jesus als einen großen Propheten, halten ihn aber nicht
für Gott. Mohammed lehrte, dass Jesus nicht gekreuzigt, sondern in den Himmel
aufgenommen wurde – und dass ein Ersatz für ihn erschien, der für ihn starb
(Sure 4, 157). Dies weist erstaunliche Ähnlichkeit mit manchen gnostischen
Lehren auf, wie sie Mohammed auf seinen Reisen kennen lernen konnte.
Der Koran bestätigt Christi Geburt von einer Jungfrau, scheint dabei aber
die Identitäten von Miriam, der Schwester Moses und Maria, der Mutter Jesu zu
verwechseln. In Sure 19, 28 wird Christi Mutter „Schwester Aarons" genannt –
eine Bezeichnung, die sich an allen anderen Stellen im Koran auf Miriam bezieht.
Die Muslime versuchen, dies so zu erklären, dass „Schwester Aarons" eine
generelle Bezeichnung für eine „tugendhafte Frau" sei, obwohl dieser Gebrauch
sonst nirgends im Koran auftaucht.
Um diese vielen Ungereimtheiten auszugleichen, lehren Muslime, dass es
vormals ein Evangelium gab, das Injil genannt wird, und das die
muslimische Version der Berichte über Jesus bestätigt hat, dass dieses Injil
aber verloren ging oder unterdrückt wurde. Die biblische Archäologie macht es
aber schwierig, diese These aufrecht zu erhalten. Es wurden Manuskripte der
frühesten Evangelien aus der Zeit weniger Jahrzehnte nach Jesu Lebzeiten
gefunden, deren Inhalte den muslimischen Lehren entgegenstehen, wohingegen keine
entsprechenden Funde dieses hypothetischen Injil dokumentiert wurden.
Leben nach dem Tode und Jihad
In Christi Tagen hatten die Juden verschiedene
Vorstellungen von einem Leben nach dem Tode. Manche, wie die Sadduzäer,
verstanden, dass wir mit dem Tod einfach nur aufhören, zu existieren, bis Gott
uns zum Gericht wiedererweckt. Doch selbst in Christi Tagen waren bereits viele
Juden durch hellenistische und fernöstliche Konzepte von einer unsterblichen
Seele beeinflusst, und glaubten, dass alle Seelen in einer körperlosen Form nach
dem Tod weiter existieren, sei es in einem angenehmen Himmel, einem
Schattenreich oder einer feurigen Hölle.
Im 7. Jahrhundert vertrat praktisch jeder, mit dem Mohammed Kontakt haben
konnte, irgend eine Form von Lehre über die Unsterblichkeit der Seele. Dieses
Dogma fand anstelle der akkuraten, biblischen Lehre seinen Weg in den Islam. Dem
Koran nach sollen die Seelen der Gerechten nach ihrem Tod für immer „in dem
verweilen, was ihre Seelen begehren" (Sure 21, 102). Jeder wird „ein
erfreuliches Leben haben, in einem hohen Garten, dessen Früchte leicht
erreichbar sind" (Sure 69, 21-23). Die Seelen der Übeltäter dagegen werden in
ein ewiges, heißes Höllenfeuer geworfen, wo ihre Qualen niemals enden: „Die
Schuldigen werden in der Strafe der Hölle bleiben. Sie wird für sie nicht
gemildert werden, und sie werden in ihr von Verzweiflung erfasst werden" (Sure
43, 74-75). An anderer Stelle heißt es: „Die Unseren Zeichen Glauben versagen,
die werden Wir bald ins Feuer stoßen. Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir
ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe auskosten" (Sure 4, 56).
Die Theologie der Muslime beinhaltet ein Konzept eines Jihad, oder
Kampfes, und lehrt, dass denjenigen, die in diesem Jihad siegreich sind
und die dabei ihr Leben lassen, die höchsten Belohnungen im Himmel zuteil
werden. In den meisten Fällen wird Jihad als der Kampf verstanden,
persönlich ein rechtschaffenes Leben zu führen – entsprechend dem christlichen
Konzept des „Überwindens." Aber im Zusammenhang mit Krieg nimmt Jihad
eine andere Bedeutung an. Unter Muslimen entstand der Glaube, dass sie sich
persönlich ein ruhmreiches Heil sichern, wenn sie auf dem Schlachtfeld ihr Leben
lassen, während sie den Islam auszubreiten versuchen. Viele Muslime verurteilen
dieses militärische Verständnis eines Jihad, doch es bleibt eine starke
Triebfeder in der muslimischen Welt und ein Mittel, das oft von Herrschern
benutzt wird, um eine nationalistische Leidenschaft in ihrem Volk zu beschwören.
Muslime erkennen an, dass sie aus eigener Kraft keine gerechte Welt
errichten können. Besonders unter den Schiiten wird ein „Gerechter" oder
Mahdi am Ende der Zeit erwartet. Manche erwarten, dass Jesus dieser Mahdi
sein wird; die meisten erwarten, dass Jesus nach dem Mahdi aus dem Himmel
zurückkehren wird, um die Nationen zu richten und falsche, religiöse Lehren zu
vernichten.
Ja, die Muslime erwarten Jesu Rückkehr! Aber der Jesus, auf den sie warten,
ist nicht der wahre Jesus der Bibel. Ein falscher Christus, der kurz vor der
Rückkehr des richtigen Jesus Christus auftritt, könnte die muslimischen
Prophezeiungen benutzen, um Hunderte von Millionen Muslime dazu zu bringen, ihm
nachzufolgen (vgl. Matthäus 24, 4-5).
Was steht den Muslimen bevor?
In einer Zeit, in der viele, die sich als Christen
bezeichnen, die Werte und Lehren, die Christus vertrat, verlassen haben,
scheinen eifrige Muslime in vielerlei Hinsicht ein gottgefälligeres Verhalten an
den Tag zu legen, als viele der heutigen, sogenannten Christen. Gebet, Fasten
und die Gabe von Almosen sind ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Muslime.
Engagierte Muslime streben eifrig danach, ihre sündhafte Natur zu überwinden.
Doch trotz aller „guten Werke" sehen sich die Muslime einem Dilemma
gegenüber. Wahre Christen, die Jesu Christi Opfer annehmen und ihn sein Leben in
sich leben lassen (Galater 2, 20), können gute Werke vollbringen, indem sie sich
ihrem lebendigen Erlöser unterwerfen. Ohne Christus kämpfen Muslime jedoch
vergeblich gegen ihre fleischliche Gesinnung. Doch wenn Christus zurückkehrt,
werden die heutigen Muslime eine echte Gelegenheit bekommen, den lebendigen
Christus als ihren Erlöser anzunehmen.
Jesus Christus wird tatsächlich zurückkehren – nicht wie die Muslime
erwarten, aber als „König aller Könige und Herr aller Herren" (Offenbarung 19,
16). Nach seiner Rückkehr werden bisherige Muslime erkennen, dass die Ideale und
Werte, die sie anstrebten, vollkommen erfüllt sind, nicht durch die von Menschen
gemachten Gesetze des Islam, sondern durch das von Gott gegebene Gesetz, das von
Christus umgesetzt wird, wenn alle Menschen in der tausendjährigen Periode des
Friedens und der Gerechtigkeit, die wir die Welt von Morgen – das „Millennium"
nennen, die Unterwerfung unter Gottes vollkommene Liebe lernen werden.
IGP, September 2001
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