
von Douglas S. Winnail
Das heutige Bestreben, Europa zu vereinigen, begann kurz
nach dem zweiten Weltkrieg und in nur wenigen Jahrzehnten wurden dabei
erstaunliche Ergebnisse erzielt. Doch es verbleiben noch immer bedeutsame
Hürden auf dem Weg zu einer Einheit Europas. Es gibt keine einzelne,
zentrale Führungspersönlichkeit. Es gibt viele miteinander im Widerstreit
liegende nationale Eigensinnig-keiten. Die unterschiedlichen Völker Europas sind
durch kein einheitliches geistliches Funda-ment miteinander verbunden.
Vor zweitausend Jahren hatte das Römische Reich ähnliche Hürden überwunden.
Das alte Rom schuf eine kulturelle und politische Einheit, die zum
erfolgreichsten und langlebigsten Reich der Geschichte führte. Heute blicken
Befürworter eines vereinigten Europas mit Bewunderung auf das zurück, was in Rom
erreicht wurde. Und dies überrascht nicht, weil biblische Prophezeiungen
offenbaren, dass Europa in der Endzeit unter einem religiös-politischen System
vereint wird, indem es viele derselben Strategien verwendet, die bereits im
alten Rom erfolgreich angewandt wurden. Nur wenige verstehen heute die Bedeutung
dessen, was in Europa geschieht, doch wer die Bibel genau liest, kann erkennen
wie sich in Europa seit langem prophezeite Ereignisse zusammenfügen, die dann
die ganze Welt beeinflussen werden.
Altertümliche Prophezeiungen offenbaren, dass die letzte Phase des
Römischen Reichs in den „letzten Tagen" in Erscheinung treten wird (Daniel 2,
28.41-45). In den vergangenen 50 Jahren konnten wir die Entstehungsphase dieses
seit langem prophezeiten Ereignisses miterleben. Winston Churchill rief zur
Schaffung einer „Art Vereinigte Staaten von Europa" auf (The Principality and
Power of Europe [Die Vorherrschaft und Macht Europas], Hilton, Seite 21).
Zwei Jahre später sagte Churchill auf dem Europakongress: „Wir hoffen, ein
Europa zu sehen, in dem die Menschen aus jedem Land sich ebenso als Europäer
fühlen, wie sie sich als Bürger ihres eigenen Landes fühlen" (The European Dream
[Der europäische Traum], Rifkin, Seite 200). Im Bestreben, einen zukünftigen
Krieg zu vermeiden unterzeichneten 1951 sechs europäische Nationen – Frankreich,
Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande und Luxemburg – den Vertrag von
Paris, durch den die europäische Kohle- und Stahlgemeinschaft entstand. Dieser
Vertrag unterstellte eine Industrieregion zwischen Frankreich und Deutschland,
über die man sich seit langem gestritten hatte, einer übernationalen Autorität
mit regulativer Macht, einer gesetzgebenden Versammlung und einem Europäischen
Gerichtshof. 1957 unterzeichneten dieselben Nationen die Römischen Verträge und
errichteten damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die einen
gemeinsamen Markt und ein Europäisches Parlament beinhaltete. Auch die
Europäische Kommission wurde ins Leben gerufen, die Gesetze und Regelungen
formuliert, die Steuergesetzgebung vereinheitlicht und internationale
Zollbeschränkungen reduziert (ebenda, Seiten 201-202).
1992 transformierte der Vertrag von Maastricht die EWG zur Europäischen
Union. Fünfzehn Mitgliedsländer kamen darin überein, eine gemeinsame europäische
Polizei, eine europäische Bank – und eine gemeinsame Währung, den Euro, zu
schaffen. Im Jahr 2002 traten zehn weitere Nationen aus Zentral-, Süd- und
Osteuropa der EU bei und brachten die Zahl der Mitglieder auf 25.
Im Jahr 2004 trafen sich Repräsentanten der EU erneut in Rom, um die neue
Europäische Verfassung zu unterzeichnen. Die Unterzeichner hatten den Eindruck,
sie seien zu einem erhabenen Anlass versammelt gewesen. Auf einer Gedenkplatte
aus Marmor zu diesem Anlass steht: „Am 29. Oktober 2004 unterzeichneten auf dem
geheiligten Hügel des Kapitol... die hohen Vertragspartner der Nationen, die in
der Europäischen Union vereint sind, ein Abkommen über die Form der Verfassung,
die angenommen werden sollte, damit die Völker Europas zu einer Einheit aus
einem Volk mit einem Sinn, einem Willen und einer Regierung zusammenwachsen
können."
Der britische Journalist Boris Johnson merkte an: „Wann hatte der
europäische Kontinent zuletzt einen Sinn, einen Willen und eine Regierung?
Nicht mehr seit dem Fall des Römischen Reichs" (The Dream of Rome [Der
Traum von Rom], Seiten 30-31). Tatsächlich blieb es nicht unbemerkt, dass
Methoden aus dem alten Rom benutzt wurden, um ein vereintes Europa zu schaffen.
Johnson schrieb: „Auf vielerlei Weise kann die Europäische Union als Erbe des
Römischen Reichs angesehen werden, als Versuch, dieses riesige und ungleiche
Territorium auf eine Weise zu einigen, wie es die Römer taten... Es ist
diese Erinnerung an einen friedlichen und vereinten Kontinent, die so starke
Anziehungskraft besitzt... und... aus diesem Grund sollte der jüngste und
geschickteste Versuch, das Römische Reich wieder aufzurichten... auch in der
ewigen Stadt beginnen" (ebenda, Seiten 1, 22, 52).
Der belgische Politiker Paul-Henri Spaak war einer der
„Gründerväter" der modernen Bemühungen, Europa zu vereinigen. In einem
Kommentar, wie es sich anfühlte, 1957 die Römischen Verträge zu unterzeichnen,
beobachtete er: „Wir fühlten uns an diesem Tag wie Römer... Wir waren ganz
bewusst dabei, das Römische Reich noch einmal zu erschaffen" (The Signature
of God [Die Signatur Gottes], Jeffrey, Seite 191).
Nur wenige begreifen heute, dass der Prophet Daniel diese Entwicklung schon
vor über 2500 Jahren vorausgesagt hat!
Parallelen zwischen dem Altertum und der
Moderne
Wenn wir untersuchen, wie die Römer Europa vereinigten,
werden die Parallelen zu unserer Zeit schnell deutlich. Die Römer entwickelten
ein System von Gesetzen, Gerichten und Verwaltungseinrichtungen, um ihr Reich zu
leiten. Noch heute bildet das römische Gesetz die Grundlage für den
Gesetzeskodex in Frankreich, Italien, in Ländern Lateinamerikas – und in der EU,
sowie für viele internationale Gesetze. Das römische Gesetz wurde auch zum
Bestandteil des kanonischen Gesetzes der Römischen Kirche (Civilization Past
& Present [Vergangenheit und Gegenwart der Zivilisation], Wallbank, 6.
Ausgabe, Seiten 87-88).
Die englische Rechtsprechung unterscheidet sich von derjenigen des alten
Rom in einem wichtigen Punkt. Nach englischem Recht gelten Verdächtige so lange
als unschuldig, bis ihre Schuld bewiesen ist. Die Gesetze Roms behandelten
Verdächtige als Schuldige, bis ihre Unschuld bewiesen war. Der Gegensatz
zwischen diesen beiden Ansätzen in der Rechtsprechung hatte einen starken
Einfluss auf die Gesellschaften, die sich auf diesem sehr unterschiedlichen
Rechtsverständnis aufbauten.
Die EU bringt zudem einen immer umfangreicher werdenden Gesetzeskodex mit
Vorschriften hervor, mit denen die Nationen Europas langsam und unmerklich in
eine immer festere Union gebracht werden. Diese europäischen Gesetze, die den
Mitgliedsstaaten immer mehr Macht entziehen, stehen über der nationalen
Gesetzgebung und finden in jedem Land und für jede Firma Anwendung, die
innerhalb der EU Handel betreiben wollen. Wenn der Europäische Gerichtshof diese
Gesetze durchsetzt, so revidieren dessen Entscheidungen sogar Urteile der
Gerichte in den Mitgliedsstaaten. Dieses europäische Rechtssystem wird die
Länder als eine juristische Einheit zusammenbinden, die zu einem vereinigten,
föderalen Europa führt! Und da sich die Nationen der Welt an die europäische
Gesetzgebung anpassen werden, damit sie weiterhin Geschäfte mit dem
wirtschaftlich wohlhabenden Europa machen können, wird die EU zur maßgebenden
Autorität, die die Regeln des Welthandels festlegt.

Die Römer entwickelten ein verlässliches Währungssystem,
als sie den Kontinent vereinten. Ab der Zeit unter Augustus, etwa 11 v.Chr.,
wurde im gesamten Reich eine einzige Währung verwendet. Die Münzen hatten
den Kopf des Kaisers eingeprägt und übermittelten so eine starke politische
Botschaft. Die EU hat ebenfalls eine gemeinsame Währung eingeführt – den Euro.
Als die Staatsoberhäupter mit der gemeinsamen Währung begannen, „wussten
sie, dass sie damit in einem großen Teil dessen, was einst das Römische Reich
war, einen riesigen Schritt in Richtung auf eine politische Einheit
unternehmen" (Johnson, Seite 175).
Die europäische Zentralbank hat ihren Sitz in Frankfurt. Bereits im
Mittelalter war Deutschland das politische Zentrum des Heiligen Römischen
Reichs. Die EU ist im Begriff, eine Steuer einzuführen, die direkt nach Brüssel
– einem Zentrum der EU – abgeführt wird. Das Römische Reich hatte eine ähnliche
Steuer erhoben, mit der die Armee, Verwaltungsangestellte bezahlte und mit der
öffentliche Ausgaben des Reichs bestritten wurden. In Vergangenheit und
Gegenwart haben also Währungsreformen eine bedeutende Rolle bei der Vereinigung
Europas gespielt!
Die militärische Macht hatte im Rom des Altertums den Frieden gesichert und
dies hatte bedeutende wirtschaftliche Auswirkungen. Die „pax romana" [der
römische Friede] erlaubte die Abschaffung von Zöllen und anderen künstlichen
Handelsbarrieren, die Unterdrückung von Piraterie und Räuberei und die
Einführung einer verlässlichen Währung. Solche Faktoren in Verbindung mit der
längsten Friedenszeit, die der Westen jemals genießen konnte, erklären zum
großen Teil die enorme Ausbreitung des Handels im ersten und zweiten Jahrhundert
n.Chr." (Wallbank, Seite 83).
Die EU hat Zollbeschränkungen zwischen den Mitgliedsstaaten abgebaut und
die Grenzen für Handel und Reiseverkehr geöffnet. Dieser Prozess begann in einer
Zeit des Friedens der durch die Militärmacht der USA gewährleistet wurde. Doch
wie die Römer errichtet auch die EU ihre eigene Armee und neuere Berichte
erwecken den Eindruck, als wären die Pläne, eine europäische Küstenwache
aufzubauen, „ein Versuch, durch die Hintertür eine europäische Marine zu
schaffen" (The Sunday Telegraph, 21. Mai 2006).
Heimliche Eroberung
Das alte Rom eroberte und vereinte Europa sichtbar
und gewaltsam. Die heutige EU hingegen versucht, den Kontinent durch
verdeckte Gesetze und Regulationen zu vereinen. Die Römer rekrutierten
die Elite aus der jeweiligen Provinz, um den Prozess der Romanisierung
voranzutreiben. Als Gegenleistung für deren Hilfe bei der Erhebung der Steuern
erhielten die örtlichen Verwalter Unterstützung durch die römische Armee und das
römische Bürgerrecht – „und die Römer waren sorgfältig darauf bedacht, sie in
der Illusion zu belassen, dass sie sich weiterhin selbst regierten"
(Johnson, Seiten 126-127). Im Lauf der Zeit wurde es schick, eine Toga zu
tragen, in Badehäuser zu gehen und an Spielen und Trinkgelagen in römischen
Villen teilzunehmen. Die heutige EU verwendet denselben Prozess bei ihrem
Versuch, Europa zu vereinen. Wenn Personen in das Europäische Parlament gewählt
werden (oder in die Europäische Kommission berufen werden), schnellen ihre
Gehälter in die Höhe, sie reisen stilvoll und haben ein schönes Leben, während
sie das „Evangelium von Europa" in ihren Heimatländern verbreiten.
Der römische Historiker Tacitus beschrieb den Prozess, wie man die Bewohner
der Provinzen dazu brachte, die römische Lebensweise anzunehmen, als eine
Form der Sklaverei: „So wurde die Bevölkerung schrittweise mit den
demoralisierenden Versuchungen von Lustgärten, Bädern und üppigen Banketts
gelockt. Die naiven Briten nannten solche Neuheiten „Zivilisation", obwohl sie
tatsächlich nur ein Aspekt ihrer Versklavung waren" (Agricola,
22). In der Welt des Altertums war Romanisierung die Methode, die Provinzen
in einem vergoldeten Käfig zu versklaven (Johnson, Seite 131). Moderne
Bemühungen der europäischen Elite, den Kontinent heimlich zu vereinen, könnten
zu Schwierigkeiten führen – wenn die Nationen sich der Tatsache bewusst werden,
dass sie in ein Gefängnis aus Gesetzen und Regulierungen verstrickt
wurden, aus dem man nur schwer wieder herauskommt.
Die Haltung der Römer zur Religion half ebenfalls, verschiedene
Völker in ein vereintes Reich einzufügen. Fremde Religionen stießen nur selten
auf Widerstand, denn die Römer waren gleichsam gerissen und gelassen... sie
begrüßten neue Götter und vermischten örtliche Gottheiten einfach mit der
römischen Götterwelt" (Johnson, Seite 50). Vor dem Aufkommen des Christentums
„war der wichtigsten Kult im Reich [in Rom] der des Sol Invictus (der
unbesiegten Sonne, deren Tempel am 25. Dezember geweiht wurde)" – zur Zeit der
Wintersonnenwende und der Wiedergeburt des Sonnengottes (ebenda, Seite
33). Als Kaiser Konstantin das „Christentum" zur Staatsreligion in seinem Reich
erklärte, machte das Gerücht die Runde, dass Jesus am bereits geheiligten 25.
Dezember geboren sei, obwohl Christus im Herbst geboren war. Aufgrund der
römischen Bemühungen, die Religion zu gebrauchen, um das Reich zu vereinen,
wurde der Geburtstag des Sonnengottes kurzerhand zum Geburtstag des „Sohnes
Gottes" umbenannt, was es den Heiden erleichterte, sich zur neuen Staatsreligion
zu bekehren!
Ephesus war in jener Zeit eine zentrale Stätte für die Verehrung der
jungfräulichen Gottesmutter Artemis und war deshalb mit seinem pompösen Tempel
und Tausenden von Priestern und Tempelprostituierten eine Touristenattraktion.
Nach und nach brachte man den Ort mit Geschichten über die jungfräuliche Mutter
Christi in Verbindung. Ein großes Kirchengebäude wurde in Ephesus errichtet und
statt den kleinen Statuen der Artemis wurden nun Statuen der „Jungfrau Maria"
als Souvenirs verkauft, während man sich erzählte, dass Maria an diesem Ort
begraben worden sei (Johnson, Seiten 119-120). Dies ist ein gutes Beispiel für
die römische Methode, deren anpassungsfähige Religion dafür zu verwenden, das
Reich zusammenzuschmieden.
Im Europa von heute wurde die Religion durch eine allgemeine
Säkularisierung an den Rand gedrängt. Es gibt keine einheitliche Religion
Europas und es gibt keine allen Europäern gemeinsamen religiösen Rituale, durch
die die Einheit des Kontinents gefestigt werden könnte (vgl. Johnson, Seite
186). Die „geistliche Dimension", die das Römische Reich zusammenhielt, fehlt
heute – der Faktor Religion muss erst noch nutzbar gemacht werden. Achten
Sie auf eine charismatische religiöse Führungspersönlichkeit, die die
politischen Führer Europas in einer geistlichen Union zusammenfügen kann.
Kaiserkult
Mächtige Persönlichkeiten haben immer wieder eine
wesentliche Rolle in den Bestrebungen gespielt, Europa zu vereinen – und der
römische Kaiserkult ist ein gutes Beispiel dafür. Oktavian (der später Augustus
Cäsar genannt wurde), war der „Gründer des Römischen Reichs" und „eine der
herausragenden Persönlichkeiten der Geschichte" (The 100 [Die 100], Hart,
Seite 127). Octavian war gerade mal 18 Jahre alt, als sein Uronkel Julius Cäsar
ermordet wurde. Er gebrauchte seinen Ehrgeiz, seine Gerissenheit, seinen Mut und
seine Entschlossenheit, um sich an die Spitze des politischen Systems in Rom zu
setzen. Als er die Kontrolle erlangt hatte, beendete er die Kämpfe und
Bürgerkriege, die die römische Republik beinahe ruiniert hätten, und
organisierte die Regierung neu. Er formierte einen gut funktionierenden
Staatsapparat, ließ ein ausgedehntes Straßennetz errichten, nahm
Umstrukturierungen in der Armee vor und richtete eine ständig verfügbare
Kriegsflotte ein. Als Populist – „der sich an den Vergnügungen des Volkes
erfreute" – verschönerte er Rom, besuchte die Spiele und förderte die zunehmende
Verschwendungssucht des Volkes (Johnson, Seiten 92-94). Während seiner
40-jährigen Herrschaft sprach Augustus davon, die Republik wieder
herzustellen, behielt aber die Zügel der Macht fest in der Hand – er wurde zu
einem wohlwollenden Diktator, der eine demokratische Fassade aufrecht
erhielt, um seine persönliche Tyrannei fortzusetzen.
Augustus verstand das Volk, das er regierte – ihre „Versessenheit auf
Tradition und Rückbesinnung auf die Vergangenheit" (ebenda, Seite 91). Er
ließ Tempel errichten und förderte die alte Religion Roms. Da er Jahrzehnte der
Unruhen beendet und ein goldenes Zeitalter des Friedens und Wohlstands begonnen
hat, sahen viele in ihm einen „Retter" und eine Art Gott. Augustus benutzte die
Poeten Roms (die „Medien" des Altertums), um im gesamten Reich ein „einziges
politisches Bewusstsein" zu schaffen und die Idee zu verbreiten, dass der
„jugendliche Kaiser" ein „Wunderkind" sei, „das die ganze Welt befrieden und
regieren werde" (Johnson, Seiten 74 und 82). Das Gefühl verbreitete sich, dass
„der Erfolg Roms göttlich gelenkt sei, und ... dass der römische Kaiser
auch göttlich sei" (ebenda, Seite 96). Diese Verschmelzung von
Religion und Politik wurde zu einer wirkungsvollen Strategie, um das Reich zu
einen.
Boris Johnson macht folglich diese Beobachtung: „Der Kaiserkult war ein
Schlüsselelement in dem Prozess der Romanisierung Europas... um zu
verstehen, wie die Römer Europa für so lange Zeit so gut beherrschen konnten,
müssen wir uns die Faszination vor Augen halten, die durch die von Augustus
verbreitete Idee ausging, dass es sich um ein göttlich gewolltes Reich mit einem
göttlich bestimmten Kaiser als Zentralfigur handelte... Der große
Vorteil des römischen Systems war, dass ihr göttlicher Kaiser tatsächlich
existierte... Dies hat enorme politische Vorteile und erklärt, warum die Römer
Europa mit einem solchen Einheitsbewusstsein regierten, dem sich seither kaum
jemand entziehen konnte... Es war das heidnische System mit einer religiösen
Verehrung des Kaisers im Zentrum, wodurch die Römer Europa
beherrschten... Augustus hatte genügend Vorstellungskraft, um sich
auszumalen, wie es funktionieren könnte, und er hatte die Autorität, um
seine Rolle darin so erfolgreich auszufüllen, dass es noch Jahrhunderte dauerte,
bis das Reich letztlich auseinander fiel" (Johnson, Seiten 98-100). Diese
Strategie muss im heutigen Europa erst noch ausprobiert werden.
Eine alte Vision
Was ist also die wahre Bedeutung der modernen
Bemühungen, die Nationen Europas zu vereinigen? Was offenbaren die biblischen
Prophezeiungen über künftige Entwicklungen auf dem europäischen Kontinent? Vor
über 2500 Jahren hatte König Nebukadnezar eine Vision eines riesigen Standbilds,
das vier Weltreiche darstellte, die die Welt um das Mittelmeer beherrschen
sollten (Daniel 2, 36-43). Die zwei Beine des Standbilds offenbaren, dass das
vierte Reich – Rom – sich in einen östlichen und einen westlichen Teil
aufspalten sollten, und dass die letzte Phase dieses vierten Reichs (die
Füße aus Eisen und Ton) eine „Art brüchiger Staatenbund" sein würde, der aus
Nationen besteht, die einst Teil des Römischen Reichs waren (The Expositor’s
Bible Commentary, Band 7, Seite 47). Genau das entwickelt sich heute in
Europa! Die zehn Zehen deuten darauf hin, dass zehn Nationen oder zehn
Staatsoberhäupter an der letzten Wiederbelebung des Römischen Reichs beteiligt
sein werden.
Die Prophezeiungen zeigen auch: „Zu der Zeit dieser Könige wird der Gott
des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird" (Daniel 2, 44)
und der wiederkehrende Jesus Christus (der Stein) wird das Standbild zermalmen
und diesen weltlichen Reichen ein Ende bereiten (Daniel 2, 44-45). Diese
Ereignisse werden am Ende dieses Zeitalters geschehen, wenn Jesus Christus zu
dieser Erde zurückkehrt.
Die wahre Bedeutung der modernen Bemühungen, Europa mit den Methoden
des alten Roms und nach römischem Vorbild zu vereinigen, ist, dass wie Zeugen
werden, wie nun die letzte Wiederbelebung des Römischen Reichsgedankens
stattfindet, die für die Zeit direkt vor der Rückkehr Jesu Christi
prophezeit ist! Wir können also erwarten, dass sich die gegenwärtige Europäische
Union von 27 Nationen bald auf ein Kerneuropa von zehn Nationen reorganisiert,
während wir uns den Endzeitereignissen nähern.
Biblische Prophezeiungen weisen darauf hin, dass die Staatsoberhäupter
dieser letzten zehn Nationen „eines Sinnes" sein werden und ihre Autorität und
Macht einem klugen und charismatischen Politiker, genannt „dem Tier",
überschreiben (Offenbarung 13, 1-10; 17, 12-13). Diese Person wird den Juden
zunächst die täglichen Opfer in Jerusalem erlauben, und sie dann verbieten, um
ein Götzenbild aufzurichten, das den Tempel entweiht (Daniel 8, 11-14; Matthäus
24, 15). Das Tier wird als böser Mensch beschrieben, der seine Macht durch
Täuschungsmanöver und Schmeicheleien erhält; er tritt als Verfechter des
Friedens auf, nutzt jedoch das Militär und seine Staatsmacht für eigene Zwecke –
ganz ähnlich wie Augustus, Napoleon, Mussolini oder Hitler (Daniel 11, 21-24).
Er wird „die Wahrheit zu Boden" werfen und während einer kurzen Zeit des
Wohlstands allem Heiligen lästern und „wird überheblich werden", bevor dann sein
Ende kommt (Daniel 8, 12.23-26; 11, 36-39). Den modernen Bemühungen um eine
Vereinigung Europas fehlt es noch an einem starken, gerissenen und zentralen
Führer, aber die Bibel offenbart, dass ein solcher Führer auftreten wird!
Das Römische Reich wurde durch einen solchen Mann begründet und der Führer der
letzten Wiederbelebung Roms wird dem Gründer ähnlich sein (Daniel 11, 28.45).
Eine Hinwendung zur Religion?
Die Bibel und ebenso die Geschichte weisen darauf hin,
dass die Führer Europas sich wieder auf die Religion konzentrieren werden, um
ein Bindeglied zwischen den so verschiedenen Nationen zu haben. Ebenso wie die
Römer die Macht der Religion und des Kaiserkults nutzten, um ihr Reich enger
zusammenzubringen, beginnen nun auch führende Europäer, dieses Thema
anzusprechen. Seit Jahrzehnten haben die Päpste von Europas geistlichem Vakuum
gesprochen und gewarnt, dass wirtschaftliche Regelungen die Völker nicht
wirklich aneinander binden können. 1975 erklärte Papst Paul VI: „Es ist der
Glaube, der christliche Glaube, der katholische Glaube, der Europa
geprägt hat... Und hier erhält unsere Mission als Bischöfe in Europa eine
faszinierende Perspektive. Keine andere Kraft in Europa kann den Dienst
leisten, der uns anvertraut ist... Europas christliche Seele aufzuwecken, in
der seine Einheit verwurzelt ist" (Hilton, Seite 35). 1979 sagte Papst Johannes
Paul II., dass um zu einer grundlegenden Einheit zu finden, sich Europa „zum
Christentum hinwenden muss. Wirtschaftliche und politische Gründe schaffen das
nicht. Wir müssen tiefer gehen" (ebenda, Seite 33). 1982 beschwor der
Papst die Europäer: „Findet euch wieder. Seid ihr selbst. Entdeckt eure
Ursprünge, erweckt eure Wurzeln zu neuem Leben" (ebenda, Seite
33). Kürzlich erklärte Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die EU
mehr sein muss, als eine wirtschaftliche oder politische Union, und sagte,
dass sich Deutschland für einen klaren Gottesbezug in der Europäischen
Verfassung einsetzen werde – um Europa seine christlichen Wurzeln bewusster zu
machen.
Viele der Gründungsväter der modernen europäischen Bewegung waren
engagierte römische Katholiken. Beobachter bemerkten, dass die Idee eines
vereinten Europas „im Wesentlichen ein katholisches Konzept" ist und dass
„katholische Kirchen in vielen Staaten Kontinentaleuropas von dem Wunsch
getrieben sind, wieder einen Schatten des Heiligen Römischen Reichs in
Europa entstehen zu sehen" (Hilton, Seite 37). Biblische Prophezeiungen zeigen,
dass die letzte Wiederbelebung des Römischen Reichs von einer Frau
„geritten" wird (Offenbarung 17, 1-6). Gemäß der Symbolik der Prophezeiungen
stellt eine Frau eine Kirche dar (vgl. Offenbarung 12, 1-6). Die Frau, die am
Ende dieses Zeitalters auf der Macht des Tieres reitet, hat die wahren Gläubigen
verfolgt, sich in die Politik eingemischt und eine heidnische Form des
Christentums auf der ganzen Welt verbreitet. In den kommenden Jahren werden die
Römische Kirche und ihre Führer den Katholizismus als notwendiges Bindemittel
anpreisen, um eine Kernregion europäischer Nationen zusammenzuschweißen, wenn
die letzte Wiederbelebung des Römischen Reichs in Europa in Erscheinung tritt.
Wie bereits Konstantin die Religion und den Kaiserkult nutzte, um sein
Reich zu einen, zeigen Bibelprophezeiungen, dass auch europäische Führer sich
kurz vor der Wiederkehr Christi wieder auf die Religion besinnen und nach einem
starken Mann Ausschau halten werden, um Europa zu vereinigen. Beobachten Sie
diese dramatischen Ereignisse und seien Sie vorbereitet!
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Die Petrus-Täuschung |
| Douglas S. Winnail |
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Vergangenen Juni erinnerte Papst Benedikt XVI. eine Schar von
50.000 Menschen auf dem Petersplatz daran, dass das Fundament seiner
Autorität der Fels sei, auf dem Jesus die Katholische Kirche
gegründet habe – und dass dieser Fels der Apostel Petrus sei. In seinen
Anmerkungen beschwor er: „Lasst uns beten, dass die Vorherrschaft
Petri ... zunehmend in ihrer wahren Bedeutung von den Brüdern
anerkannt wird, die jetzt noch nicht Gemeinschaft mit uns haben" (Zenit
News Agency, 7. Juni 2006). Benedikt sprach sich dafür aus, dass
alle, die sich Christen nennen, den römischen Pontifex als alleiniges
und einziges Oberhaupt der christlichen Welt anerkennen sollten. |
Sein Anspruch – die so genannten „Petrus-Theorie" – ist
seit Jahrhunderten eine Standardlehre der Römisch-Katholischen Kirche. Doch
viele Menschen wissen nicht, dass weder die Bibel noch die Geschichte
eine solche Anmaßung päpstlicher Autorität stützen. Tatsächlich ist Benedikts
Vorstellung von der päpstlichen Vormachtstellung eine der dauerhaftesten
Täuschungen des Christentums!
Römische Lehren und die Bibel
Die Lehre von der „Vorherrschaft Petri" behauptet, dass
Jesus an Petrus und dessen Nachfolger die Autorität übertrug, als alleiniger
Bewahrer der wahren christlichen Lehren zu fungieren. Und – wie Papst Benedikt
erklärte – „diese Vorherrschaft gilt für alle Zeit" (ebenda). Befürworter
dieser Lehre verweisen auf eine Schlüsselpassage in der Bibel, wo Jesus sagte:
„Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen... Ich will
dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: alles, was du auf Erden binden wirst,
soll auch im Himmel gebunden sein" (Matthäus 16, 18-19).
Eine sorgfältige Betrachtung dieser Passage und anderer Schriftstellen
offenbart jedoch etwas ganz anderes, als das, was Benedikt im Sinn hatte. Im
originalen griechischen Text ist die Aussage Jesu tatsächlich ein Wortspiel. Das
griechische Wort für „Petrus" ist petros (was einen kleinen Stein
bezeichnet), und das griechische Wort für „Felsen" ist petra (ein
riesiger Fels oder Berg). Die Bibel zeigt ganz klar, dass Jesus Christus dieser
Fels ist (vgl. 1. Korinther 10, 4; 1. Petrus 2, 4; vgl. auch Psalm 118, 22;
Jesaja 28, 16). Jesus bezeichnete sich selbst als petra und seinen Jünger
Petrus als petros.
Die Schrift zeigt ebenfalls, dass die Gemeinde nicht alleine auf Petrus
begründet war, sondern sie ist „erbaut auf den Grund der Apostel und
Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist" (Epheser 2, 20). Jesus
beschrieb seinen petros – Petrus – als einen Gründungsstein der Gemeinde,
gemeinsam mit den anderen Aposteln und Propheten. Doch Jesus Christus und seine
Lehren würden das wahre Fundament der Kirche sein. Das ist die eigentliche
Bedeutung von Matthäus 16, 18-19. Versuche, diesen Vers dahingehend zu
verdrehen, dass er die alleinige Autorität Petri beschreibt, sind einfach nicht
biblisch. Aus diesem Grund wurde auch der Anspruch Roms auf Vorherrschaft
basierend auf der angenommenen Vormachtstellung Petri nie von den östlichen
orthodoxen Kirchen anerkannt und wurde von den protestantischen Reformatoren
abgelehnt (vgl. Civilization Past & Present [Vergangenheit und Gegenwart
der Zivilisation], Wallbank, Seite 133).
Die biblische Rolle von Petrus
Was offenbart die Bibel über die Rolle von Petrus in der
frühen Gemeinde? Petrus wird in einer Liste der zwölf Apostel an erster Stelle
genannt (Matthäus 10, 1-4, Lukas 6, 13-16). Er war oft Sprecher für die ganze
Gruppe (Matthäus 16, 13-16) und gab die erste Predigt am Pfingsttag
(Apostelgeschichte 2). Petrus war zusammen mit Jakobus und Johannes einer der
drei Säulen in der Jerusalemer Gemeinde (Galater 2, 9). Petrus, Paulus und
Barnabas gaben Erklärungen zur Lehre bei der Konferenz in Jerusalem, aber
Jakobus – nicht Petrus – hatte den Vorsitz bei der Konferenz und verkündete die
letztliche Entscheidung (Apostelgeschichte 15). Petrus war der Apostel für die
Juden und Paulus der Apostel für die Heiden – aber von keinem wird beschrieben,
dass er über dem anderen stand (Galater 2, 7). Paulus wies Petrus sogar zurecht
(Galater 2, 11-14). Petrus lehnte Ehrbezeugungen ihm gegenüber ab, als man ihm
huldigen wollte (Apostelgeschichte 10, 25-26) und niemand küsste seinen Ring.
Die Bibel offenbart, dass Petrus ein Führer unter den Aposteln war, aber er
hatte keine Vormachtstellung gegenüber den anderen und beanspruchte sie auch
nicht.
Fakten der Geschichte
Aber war Petrus dann der erste Papst, der den Vorsitz in
Rom hatte? Selbst katholische Quellen erkennen an, dass der Begriff „Papst" im
Westen „erst in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts" verwendet wurde (Short
Biographies of All the Popes [Kurze Biografien aller Päpste], Lozzi Roma,
Seite 2). Und der Gelehrte Hans Küng erklärt: „Katholische Theologen räumen ein,
dass es keine verlässlichen Beweise gibt, dass Petrus jemals als
Oberhaupt oder Bischof der Gemeinde in Rom vorstand" (The Catholic Church
[Die Katholische Kirche], Küng, Seite 20). Professor Küng erwähnt auch: „Die
Frage einer legalen Vorherrschaft der römischen Gemeinde oder des Bischofs von
Rom – oder auch nur einer Vormachtstellung basierend auf der Bibel – kam in den
ersten Jahrhunderten überhaupt nicht auf" (ebenda, Seite 49). Das Neue
Testament bringt Petrus mit Rom überhaupt nicht in Verbindung und erwähnt auch
keinen Nachfolger für Petrus. Die Apostel ermahnten die Christen, sich an
Jerusalem und den Gemeinden in Judäa zu orientieren – nicht an Rom (Galater 1,
18; 1. Thessalonicher 2, 14).
Historiker wissen, dass der Bischof von Rom „zunächst nur einer von vielen
Patriarchen war" (Civilization Past & Present [Vergangenheit und
Gegenwart der Zivilisation], Wallbank, 6. Ausgabe, Seite 133). Es gab auch
Patriarchen in Konstantinopel, Antiochia, Jerusalem und Alexandria, die als
gleichrangig angesehen wurden – aber die Geschichte berichtet, dass sie auch
untereinander im Wettstreit lagen und nach Macht strebten. Um 160 n.Chr.
versuchte Bischof Anacetus von Rom, Polycarp, den Bischof von Smyrna, dazu zu
zwingen, das römische Osterfest statt des biblischen Passahs am 14. Nisan zu
feiern. Anacetus hatte keinen Erfolg, denn Polycarp sagte, er folge einer
Tradition, die er von dem Apostel Johannes übernommen hatte. Fünfzig Jahre
später drohte ein anderer Bischof von Rom, Viktor, damit, die östlichen
Gemeinden zu exkommunizieren, weil sie den Zeitpunkt des römischen Osterfests
nicht übernehmen wollten. Wiederum lehnten diese ab und hielten sich weiterhin
an die wahre, apostolische Lehre.
Die Petrus-Theorie geht davon aus, dass die Nachfolger Petri Lehrmeinungen
für die Kirche entscheiden können. Doch auf dem Konzil von Nicäa 325 n.Chr.
beweisen Aufzeichnungen, dass der römische Bischof Sylvester I. gar nicht
teilnahm und keine Vorherrschaft ausübte, als das Datum des Osterfests als
Ersatz für das biblische Passah festgelegt wurde und als die Sonntagsverehrung
offiziell den Sabbat des siebten Tags ersetzte. Das Konzil von Nicäa wurde nicht
von einem römischen Bischof einberufen und geleitet, sondern von Kaiser
Konstantin. Als Kaiser hatte Konstantin auch den Titel eines Pontifex Maximus in
der heidnischen Religion Roms – ein Titel, den der römische Bischof Leo I. ein
Jahrhundert später annahm, als er für die Vorherrschaft Petri über alle anderen
Bischöfe stritt. Im Jahre 451 n.Chr. wies das Konzil von Chalcedon Leo I.
zurecht und beschloss, dass die Bischöfe von Rom und von Konstantinopel gleiche
Autorität besäßen. Im Jahre 1200 n.Chr. schließlich beanspruchte Papst Innocent
III., der „Vikar Christi" und oberster Souverän der Kirche und der Welt zu sein
(Halley’s Bible Handbook, Seite 776). Für etwa 600 Jahre während des
Mittelalters wiesen römische Bischöfe auf die „Konstantinische Schenkung" als
Beweis ihres Rechts hin, über alle anderen Bischöfe zu herrschen, bevor sich das
Dokument später als Fälschung herausstellte (Küng, Seite 50).
Prophetische Warnungen
Sowohl Bibel als auch Geschichte zeigen, dass die frühe
Kirche die römische Theorie der Vorherrschaft Petri nicht anerkannte. Vielmehr
waren es ehrgeizige Bischöfe in Rom, die diese Lehre entwickelten, um Macht über
andere Bischöfe und ihre Gemeinden zu erlangen. Jesus Christus warnte, dass am
Ende dieses Zeitalters viele durch falsche Lehrer verführt werden würden, die
für sich in Anspruch nehmen, ihn zu vertreten (Matthäus 24, 3-5). Paulus warnte,
dass in den letzten Zeiten heuchlerische Lehrer Lügen verbreiten (1. Timotheus
4, 1-3) und Menschen dazu verführen würden, an alte Irrlehren und unbiblische
Traditionen zu glauben (2. Thessalonicher 2, 1-15). Diese seit langem
bestehenden Warnungen gewinnen zunehmend an Bedeutung!
REV, November 2006
© 2006 Living Church of God
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Englischer Titel: How The Romans United Europe: Then and
Now
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Biblische Verweise und Zitate sind, soweit nicht anders
angegeben, der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart