DWG 1.0, Februar 2000
© 2000 Living Church of God
Alle Rechte vorbehalten.
Englische Originalausgabe: The Real God — Proofs and Promises
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden! Sie wird von der Living Church of
God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Fragen über Gott?
Haben Sie sich jemals gefragt, ob Gott wirklich
existiert? Können Sie sich sicher sein? Können Sie es beweisen? Gibt es einen
wahren Gott oder viele Götter? Ist die Idee eines Gottes nur das
Produkt menschlicher Vorstellungskraft? Macht es einen Unterschied, ob Sie an
Gott glauben oder nicht? Dies sind einige der wichtigsten Fragen, die Sie sich
stellen können. Doch in unserer modernen, verweltlichten Gesellschaft wissen wir
mehr über Fernsehprogramme, das Privatleben von Prominenten und die Statistiken
von Profisportlern, als wir über Gott wissen!
Obwohl Millionen von Menschen angeben, an Gott zu glauben, ist der wahre
Gott für die meisten einfach nicht real. Wie real ist Gott für Sie? Ist der
Gott, den Sie anbeten, derselbe Gott, der in den Seiten der Bibel offenbart ist
- oder ist Ihre Vorstellung von Gott aus menschlichen Ideen zusammengesetzt? Hat
die Einstellung des Zweifelns und der Skepsis, die unsere Gesellschaft
durchdrungen hat, Ihre Haltung gegenüber Gott beeinflusst? Viele Menschen haben
heute echte Schwierigkeiten, fundierte Antworten auf Fragen über Gott zu geben.
Es mag Sie überraschen, aber unsere moderne, ausgereifte, gebildete Welt
wurde verführt im Bezug auf die bedeutendsten Fragen des Lebens! Die
Wahrheit über den realen Gott wurde verdreht und unterdrückt -
nicht nur von atheistischen Philosophen und weltlichen Wissenschaftlern, sondern
auch von fehlgeleiteten Theologen! Das klingt vielleicht wie eine ungeheure
Behauptung, aber dies ist genau, was die Bibel offenbart hat, dass es geschehen
würde, und es ist durch historische Fakten bestätigt, wie wir in dieser
Broschüre erläutern werden.
Atheisten erklären uns, dass Gott nicht existiert, und dass die Idee eines
Gottes eine Erfindung des menschlichen Verstandes ist. Agnostiker sagen, es sei
unmöglich, zu wissen, ob Gott existiere oder nicht. Biologen, die an die
Evolutionstheorie glauben, ziehen den Gedanken vor, dass Gottes Existenz nicht
notwendig ist, und weltliche Wissenschaftler wollen Gott vollständig aus der
Diskussion herauslassen, indem sie sich darauf berufen, dass die Idee eines
Gottes gänzlich auf persönlichem Glauben beruhe, und nicht auf Beweisen.
Ohne es zu ahnen, spielen fehlgeleitete und falsch informierte Theologen
bei dieser Verführung mit, indem sie erklären, man könne Gottes Existenz im
blinden Glauben annehmen - einfach nur daran glauben - kein Beweis sei
nötig oder möglich!
Wenn sogenannte Experten einem so widersprüchliche Ideen liefern ist es
kein Wunder, dass der Durchschnittsmensch Zweifel hegt und sich zurückhaltend
äußert, wenn es um Gott geht. Haben Sie solche Zweifel? Wir bitten um einen
Beleg als Beweis, wenn wir etwas gekauft haben. Wir erhalten eine Quittung, wenn
wir Geld auf der Bank einzahlen. Doch wenn es um die wichtigste Frage im Leben
geht, sagt man uns, wir könnten einfach „im Glauben annehmen" - blindlings, ohne
jeden Beweis - dass Gott existiert! Oder wir hören auf „Experten", die
behaupten, dass Gott gar nicht existiere oder wir nicht sicher sein könnten,
aber wir stellen diese drastischen Aussagen üblicherweise nicht ernsthaft in
Frage oder verlangen dafür einen Beweis.
Im vergangenen Jahrhundert haben es viele als selbstverständlich angesehen,
dass die Wissenschaft das Universum ohne Gott erklären kann, und dass die
Existenz Gottes bestenfalls fraglich ist. Manchmal wird auch behauptet, dass
intelligente Menschen nicht mehr an Gott glauben - doch das ist keineswegs der
Fall! Theologen, die sich für die Bibel entschuldigen und davor zurückschrecken,
eine Lehrmeinung über Gott und sein Wort abzugeben, in dem Versuch, Wissenschaft
und Religion in Einklang zu bringen, haben es lediglich geschafft, ihren eigenen
Einfluss zu untergraben. Der Großteil organisierter Religion ist nur deshalb auf
dem Rückzug, weil die Wahrheit über den realen Gott ignoriert, verdreht und
unterdrückt wurde.
Der Gott der Bibel stellt uns die Herausforderung, zu beweisen, dass
er wirklich existiert - und er gibt uns dazu genaue Hinweise. Der wahre Gott
sagt die Zukunft voraus und fordert jeden heraus, dies ebenfalls und mit
derselben Genauigkeit zu tun. Der Gott, der die Bibel inspiriert hat, sagt
deutlich, dass jeder zum Scheitern verurteilt ist, der entgegen seinen
Anweisungen lebt. Der wahre Gott wird Jesus Christus zu dieser Erde
zurücksenden, um der menschlichen Missherrschaft ein Ende zu setzen und mit der
Hilfe der Heiligen sein Reich zu errichten - auf dieser Erde, nicht im
Himmel - als ein weltumspannendes Reich. Ist dies der Gott, den Sie anbeten? Ist
dies der Gott, von dem Sie hören, wenn Sie in die Kirche gehen oder sich ein
religiöses Programm im Fernsehen oder Radio anhören? Wahrscheinlich nicht!
In dieser Broschüre lesen Sie, wie und warum das Wissen über den wahren
Gott verdreht und unterdrückt wurde. Sie werden erkennen, weshalb unsere moderne
Gesellschaft so skeptisch im Bezug auf Gott geworden ist. Sie werden ebenfalls
lesen, weshalb die Frage des Menschen nach Gott dennoch fortbesteht, und Sie
werden sieben definitive Beweise erhalten, die aufzeigen, dass Gott
wirklich real und absolut lebendig ist.
Doch zuerst wollen wir uns ansehen, warum unsere moderne Gesellschaft so
skeptisch und verwirrt ist im Bezug auf Gott, und wie es dazu kam. Wir müssen
untersuchen, warum der Glaube an Gott als unbedeutend heruntergespielt wurde,
und welche Konsequenzen dieser fehlgeleitete Ansatz hat. Niemand kann es sich
leisten, über so grundlegende Fragen weiter im Unklaren zu bleiben. Die wahren
Antworten dürften Sie überraschen und schockieren!
Oberflächliche Religion
Umfragen ergaben, dass gegenwärtig etwa 95 Prozent der
Amerikaner an Gott glauben - und dennoch leben viele ihr Leben so, als ob Gott
nicht existiere. Über 80 Prozent gehen selten oder nie in die Kirche oder lesen
die Bibel. Nur etwa 30 Prozent sehen das Wort Gottes - die Bibel - als höchste
Autorität in ihrem Leben an. Die meisten folgen nur ihrem Gewissen und tun, was
nach ihrer Meinung das Beste ist - oder was ihnen am besten gefällt! In Europa
glauben wesentlich weniger Menschen überhaupt an Gott, und die Zahl derer, die
gar keinen regelmäßigen Glauben praktizieren, ist sogar noch größer. In
Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland und Skandinavien glauben
weniger als 30 Prozent an einen Gott in Person (The Empty Church: The Suicide
of Liberal Christianity [Die leere Kirche: Der Selbstmord des liberalen
Christentums], Reeves, 1996, Seiten 51, 61-65). Diese Zahlen deuten an, dass für
die meisten Menschen heute - selbst in sogenannten „christlichen" Ländern - der
Glaube an Gott einfach kein relevanter Aspekt ihres Lebens ist.
Während das Interesse an Religion in Amerika sehr
hoch ist, wird die amerikanische Gesellschaft als weltlich und materialistisch
beschrieben. Edward Farley, Professor an der Vanderbilt Divinity School
bestätigt: „Religiosität ist eine Randerscheinung" in den meisten unserer
kulturellen Einrichtungen - in Regierung, Wirtschaft, Bildungswesen und
Unterhaltungsindustrie. Eine Gallup - Umfrage ergab, dass Amerika eine „Nation
von biblischen Analphabeten" ist, in der weniger als die Hälfte aller
Erwachsenen die Namen der vier Evangelien im Neuen Testament kennt (ebenda,
Seiten 49, 63). Auch können weniger als die Hälfte aller Amerikaner auch nur
fünf der Zehn Gebote aufzählen - der Grundprinzipien, die der wahre Gott für die
menschliche Gesellschaft vorgegeben hat. Wenn jemand die Gebote nicht einmal
aufzählen kann, ist es nicht verwunderlich, dass er oder sie nicht danach lebt!
Heute üben viele ein oberflächliches „Konsumchristentum" oder eine
„Speisekartenreligion" aus, das heißt, sie suchen sich nur die religiösen Ideen
heraus, die sie glauben möchten und verwerfen alle Lehren, die ihren
persönlichen Interessen widerstreben. Für viele Leute ist ihr religiöser Glaube
oft ungenau definiert und eher eine verallgemeinerte, gelegentliche und
persönliche Erscheinung. Der Grad an Gottvertrauen und religiöser Überzeugung
ist gewöhnlich recht niedrig, spezifische Lehrmeinungen zumeist verschwommen.
Jeder neigt dazu, zu glauben, was er oder sie selbst als richtig empfindet.
Dies ist ein Überbleibsel der Protestantischen Reformation in der das
Individuum - und nicht die Kirche oder die Bibel - die einzige Autorität
darstellt (ebenda, Seiten 61-62). Als ein Reporter eine Jugendliche fragte, was
sie über Gott denke, antwortete sie entsprechend: „Gott ist überall. Gott ist in
mir. Ich bin Gott." Das sind, wie wir sehen werden, leider Meinungen, die durch
Fehlinformation entstanden sind!
Man beschreibt die heutige Zeit in Amerika und Europa als „nachchristliche
Ära" (ebenda, 2. Kapitel). Wir glauben nicht mehr die tatsächlichen Lehren Jesu
Christi, wie wir sie im Wort Gottes finden. Die Bibel sagt, dass Jesus Christus
zurückkehren wird, und auf dieser Erde mit den Heiligen regieren wird (Daniel 2,
44-45; 7, 27; Offenbarung 5, 10; 11, 15-18), doch das traditionelle Christentum
lehrt, und die meisten bekennenden Christen ziehen es vor, zu glauben, dass wir
alle in den Himmel kommen. Gott ermahnt uns, des Sabbattages zu gedenken (2.
Mose 20, 8-11), doch die meisten Menschen gehen an diesem Tag ihren eigenen
Geschäften nach. Die Bibel verurteilt Unzucht, Ehebruch und Mord, und dennoch
durchdringen solche Verhaltensweisen unsere Gesellschaft. Der angesehene
Erzieher, Autor und amerikanische Zivilbeamte William Bennett schrieb: „Zu einer
solchen Gesellschaft, zu der wir uns entwickelt haben, hätten zivilisierte
Länder früher Missionare geschickt" (ebenda, Seite 66). Der Grund dafür ist,
dass wir den wahren Gott weitestgehend vergessen, verleugnet oder
vielleicht nie kennen gelernt haben. Aber wie konnte das passieren?
Vernunft ersetzt Religion
Das Amerika, das auf seinen Münzen der Welt erklärt:
„Wir vertrauen auf Gott", entwickelte sich aus europäischen Wurzeln. Europa
hatte von den Aposteln das Wissen über den wahren Gott empfangen, die es von
Jerusalem zu den europäischen Völkern brachten. In der Schule lernen wir, dass
die Westliche Zivilisation auf den ehrenwerten Ideen der griechischen Demokratie
und des römischen Rechtswesens aufgebaut wurde, doch die Bibel und die
Geschichte zeigen, wie die fehlgeleiteten religiösen Ideen dieser
altertümlichen, heidnischen Kulturen zu der gegenwärtigen Verwirrung beigetragen
haben. In der Apostelgeschichte lesen wir, dass der Apostel Paulus den
abergläubischen Athenern von dem einen, wahren Gott berichtete. Als er eine
Tempelinschrift fand: „DEM UNBEKANNTEN GOTT", erklärte er: „Nun verkündige ich
euch, was ihr unwissend verehrt" (Apostelgeschichte 17, 23). Die Athener haben
vielleicht Demokratie praktiziert, aber sie waren leider falsch informiert im
Bezug auf religiöse Wahrheit!
In Rom war Paulus sogar noch deutlicher. Er erklärte den Römern: „Denn
Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle
Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit
niederhalten. Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar;
denn Gott hat es ihnen offenbart" (Römer 1, 18-19). Er sagte den gebildeten
Römern, dass es für sie keine Entschuldigung gäbe, weshalb sie nichts von dem
wahren Gott wüssten, denn „Gottes unsichtbares Wesen [...] wird seit der
Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken" (Römer 1, 20). Paulus erwähnt
auch, dass fehlgeleitete Menschen „obwohl sie von Gott wussten, [...] ihn nicht
als Gott gepriesen noch ihm gedankt [haben]" (Vers 21). Infolgedessen wurde
ihnen das Verständnis entzogen, so dass sie, die „sich für Weise hielten, [...]
zu Narren geworden [sind], [...] sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt
und das Geschöpf [die Schöpfung] verehrt und ihm gedient haben" (Römer 1,
21-25). Die Bibel offenbart eine erstaunliche Tendenz des Menschen und deren
Konsequenz: „Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie
Gott dahingegeben in verkehrten Sinn" (Vers 28), einen Sinn, der sie zu weiterer
geistlicher Verwirrung, physischer Unmoral und sozialen Missständen geführt hat,
mit denen wir uns noch heute konfrontiert sehen (Römer 1, 26-32).
Viele sind sich dessen nicht bewusst, dass das Wissen über den wahren Gott
und das wahre Christentum, wie es von Paulus nach Griechenland und Rom gebracht
wurde, schon bald durch eine Mischung mit heidnischem, religiösem Gedankengut
verfälscht wurde. Wie der römisch - katholische Theologe Will Durant schreibt:
„Das Christentum hat das Heidentum nicht zerstört, es hat es adoptiert." Die
Form des Christentums, die sich in Europa entwickelte und später in Amerika und
dem Rest der Welt ausbreitete, war „das letzte große Werk der altertümlichen,
heidnischen Welt" (Caesar and Christ, Durant, 1944, Seite 595). Durant
und andere Historiker erklären, dass aus dem Glauben an den einen, wahren Gott
durch den Einfluss heidnischer Philosophie der Glaube an eine Dreieinigkeit
entstand. Sie erwähnen, dass verdrehte gnostische Ideen „den christlichen
Glauben verdunkelten" und dass in heidnischer Philosophie geschulte Theologen
die Wesensart Gottes durch Spekulationen zu erklären versuchten, anstatt zu
lehren, was Gott über sich selbst in der Schrift offenbart hat. Nach
Jahrhunderte andauernder Diskussion und Debatte überrascht es einen nicht, dass
der oft abstrakte Gott des modernen Christentums nur noch wenig Ähnlichkeit mit
dem wahren Gott der Bibel hat.
Andere europäische Ideen untergruben und veränderten ebenfalls die Lehren
über den wahren Gott. Das Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert und
wissenschaftliche Entdeckungen, die der Bibel zu widersprechen schienen, führten
manche zu der Schlussfolgerung, dass die Bibel und ihr Gott nur Mythen seien (God's
Funeral [Gottes Beerdigung], Wilson, 1999). Darwins Spekulationen über die
Evolution schienen einen Schöpfergott nicht mehr notwendig zu machen. Julian
Huxley, ein Befürworter von Darwins Ideen, stellte daher die Behauptung auf: „Es
gibt nun weder die Notwendigkeit noch den Platz für die Existenz eines
übernatürlichen Wesens, das fähig wäre, den Ablauf des Evolutionsprozesses zu
beeinflussen. Die Erde wurde nicht geschaffen, sie entwickelte sich. Ebenso
entwickelten sich alle Tiere und Pflanzen, die auf ihr leben, einschließlich uns
Menschen - unseres Geistes und unserer Seele, unseres Gehirns und Körpers."
Huxley sagte auch: „Im Bezug auf sein Wirken sieht Gott nicht mehr aus wie ein
Herrscher, sondern wie das letzte, verblassende Grinsen eines kosmischen
Phantasiegebildes." Angesichts der scheinbar überwältigenden Entdeckungen der
Wissenschaft zogen sich die Theologen in ihren Lehren über Gott mehr und mehr
zurück.
Huxley machte noch eine andere Beobachtung, die bis heute unsere Meinung
über Gott beeinflusst. Er kommentierte: „Unser Konzept eines Gottes muss das
religiöse Erleben betonen, und nicht den Glauben an eine bestimmte Lehre."
Mit anderen Worten: Gott ist das warme Gefühl in unseren Herzen - kein
übermächtiges Wesen, dessen Existenz man beweisen kann und das in die Geschichte
eingreift. Diese Idee fand ihren Befürworter im 17. Jahrhundert in dem
französischen Philosophen Pascal, der sagte: „Das Herz macht die
Gotteserfahrung, und nicht der Verstand." John Wesley, ein Theologe der
Reformation, sprach ebenfalls von einem „erwärmten Herzen" als ein Zeichen, dass
jemand religiöse Wahrheit gefunden habe. Doch all dies steht im drastischen
Widerspruch zu Paulus' Ermahnung an seine griechischen Zuhörer: „Prüft aber
alles, und das Gute behaltet" (1. Thessalonicher 5, 21). Der Prophet Maleachi
zitierte Gott, wie dieser sagt: „... prüft mich ..." (Maleachi 3, 10). Geprüfte
Beweise beinhalten feste, überzeugende Gründe. Der Glaube an den wahren Gott
schließt den Verstand mit ein - er ist nicht nur ein warmes Gefühl im Herzen!
In den letzten 200 Jahren wurde der Glaube an Gott von vielen
Intellektuellen der westlichen Welt attackiert - von den Kindern der Aufklärung.
Der deutsche Philosoph Nietzsche erklärte: „Gott ist tot." Freud nannte den
Glauben an Gott eine Form von Geisteskrankheit, aus der die Menschheit eines
Tages herauswachsen würde. Karl Marx nannte religiösen Glauben „Opium des
Volkes." Der Atheist H. L. Mencken erklärte: „Gott ist der uralte Zufluchtsort
für die Unfähigen, Hilflosen und Elenden." Der Autor Tennessee Williams
beschrieb Gott als „senilen Delinquenten." In den 60er Jahren griffen prominente
Theologen Nietzsches frühere Gedanken wieder auf und fragten: „Ist Gott tot?"
Richard Dawkins, Zoologe an der Universität von Oxford, erklärte in einer Rede
mit dem Titel A Scientist's Case Against God [Argumente eines
Wissenschaftlers gegen Gott], dass es keinerlei Beweise gebe, um Religion zu
untermauern, und dass jeder höher gebildete Mensch dies zugeben werde (Science
[Wissenschaft], 15. August 1997, Seite 892). Er behauptete, dass jeder, der an
einen Schöpfergott glaube, ein „wissenschaftlicher Analphabet" sei.
Angesichts solcher Angriffe gegen den Glauben an Gott, des beinahe
gänzlichen Fehlens klarer biblischer Lehren durch Geistliche und der Fülle
von ehrlichen, objektiven Präsentationen naturwissenschaftlicher Beweise durch
Wissenschaftler ist es nur allzu verständlich, dass der wahre Gott dieses
Universums den meisten Menschen heutzutage unbekannt bleibt. Doch wir müssen ein
paar Fragen stellen. Haben die Kritiker Recht, oder wurden sie getäuscht? Hat
die Wortflut weltlicher, atheistischer Personen unsere Gesellschaft auf
tragische Weise im Bezug auf Gott getäuscht? Führen wir uns einige wichtige
Lektionen vor Augen, die wir aus der Bibel und unserer jüngeren Vergangenheit
lernen können, die einen Bezug zu Fragen über Gott haben. Dann werden wir sieben
Beweise aufzeigen, die die Realität des wahren Gottes demonstrieren.
Neue Beweise, neue Lektionen
<
David schrieb in den Psalmen vor über 3000 Jahren: „Die
Toren sprechen in ihren Herzen ‚Es ist kein Gott.'" (Psalm 14, 1). Salomo
erklärt: „Der Toren Mund speit nur Torheit" (Sprüche 15, 2). Rückblickend auf
die vergangenen Jahrhunderte wird es schmerzlich bewusst, dass viele
„aufgeklärte" Menschen, die unsere moderne Welt mit geprägt haben, schlicht
im Irrtum waren! Sie machten törichte Annahmen und törichte Aussagen, die
viele Menschen glaubten! Diese fehlgeleiteten Leute waren im Wesentlichen
Blinde, die versuchten, Blinde zu führen.
Der Kommunismus von Marx erwies sich als fataler Fehlschlag, der unsagbares
Leiden verursachte. Freuds psychologische Theorien wurden inzwischen weitgehend
verworfen. Während Freud Religion als Neurose bezeichnete, erkannte einer seiner
Studenten, Carl Jung, Religion als sehr wertvolle Hilfe in der Behandlung
psychologisch geschädigter Menschen (God: The Evidence [Gott: Der
Beweis], Glynn, 1997, Seite 69). Tatsächlich erscheinen immer mehr
wissenschaftliche Abhandlungen, die die positiven Effekte bestimmter religiöser
Überzeugungen auf die persönliche Gesundheit dokumentieren. Marx und Freud, die
viel dazu beigetragen haben, unsere Gesellschaft zu säkularisieren, indem sie
deren religiöses und moralisches Fundament untergruben, waren über viele Dinge
in tragischem Irrtum.
Das Gleiche wird nun auch über die Ideen von Charles Darwin und seinen
freidenkerischen Zeitgenossen gesagt. Die Evolutionstheorien Darwins, die
angeblich die Notwendigkeit eines Schöpfergottes abgeschafft haben, kamen in den
letzten Jahrzehnten unter starke Kritik. Eine wachsende Anzahl von Gelehrten -
darunter Kosmologen, Biologen, Biochemiker und Paläontologen - gibt zu, dass die
Evolutionstheorie einfach nicht die ursprüngliche Entstehung der Erde,
den Ursprung des Lebens oder den Ursprung einzelner Arten erklärt, und dies
auch nicht kann. Die Ideen, die Darwin und andere aufbrachten, passen
einfach nicht zu den Fakten der Fossilienfunde oder zu dem, was im letzten
Jahrhundert über das Universum entdeckt wurde (Creation and Evolution
[Schöpfung und Evolution], Hayward, 1995; Debating Darwin [Widerspruch zu
Darwin], Christian Century, 15.-22. Juli 1998, Seiten 678-681).
Mit dem Anbruch eines neuen Millenniums werden Fragen über Gott mit neuer
Ernsthaftigkeit gestellt. Das zwecklose Universum der Evolutionisten stellte
sich als psychologisch leeres und deprimierendes Konzept heraus. Überraschende
Entdeckungen über das Universum weisen auf einen intelligenten Schöpfer hin (Newsweek,
20. Juli 1998, Seiten 47-52; 9. November 1998, Seite 88). Die Naturwissenschaft,
die lange Zeit Antworten auf alle Fragen zu geben schien, wird nun als begrenzt
in ihrer Aussagekraft erkannt. In den folgenden Seiten dieser Broschüre werden
wir sehen, was wir über den wahren Gott lernen können, wenn wir Beweise sowohl
aus der Natur, als auch aus der Bibel untersuchen. Die Beweise sind erstaunlich
und aussagekräftig - und sie kommen von „wissenschaftlich versierten" Gelehrten.
Sie können beweisen, dass Gott existiert - Sie brauchen weder zu zweifeln noch
„blind zu glauben." Der Gott des Universums ist Realität!
[ INHALT ]
Beweis 1 -
Die Schöpfung bedarf eines Schöpfers
Die Evolutionstheorie behauptet, dass die Erde und das
Universum langsam, über riesige Zeiträume hinweg, entstanden sind, oder dass das
Universum schon immer existiert hat. Der atheistische Astronom Carl Sagan
erklärte einmal: „Das Weltall ist alles, was es gibt, jemals gab oder jemals
geben wird." Doch das ist einfach nicht richtig! Kosmologische Studien haben in
den letzten Jahren gezeigt, dass es eine Zeit gegeben hat, als das Universum
noch nicht existiert hat, - dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen
Anfang nahm. Dies ist genau, was die Bibel sagt. In 1. Mose 1, 1 lesen wir:
„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Sowohl die Bibel als auch die
wissenschaftlichen Entdeckungen lassen klar erkennen, dass die Erde und das
Universum nicht schon immer existiert haben.
Astronomen, die die Bewegungen von Galaxien untersuchen, haben beobachtet,
dass sich das Universum von einem bestimmten Punkt hinweg ausdehnt, jedoch mit
einer sich verringernden Geschwindigkeit. Das Universum scheint mit einer großen
Explosion begonnen zu haben. Diese wird der „Urknall" genannt. Wissenschaftler
konnten das Echo dieser Explosion ausfindig machen, das noch immer durch das
Universum hallt - genannt „Strahlungsecho" oder „Hintergrundrauschen." Stephen
Hawking, ein theoretischer Physiker der Cambridge Universität, schrieb, dass die
Urknall - Forschung den Geist Gottes offenbaren könne, und George Smoot, ein
amerikanischer Astrophysiker deutete an, dass die Hintergrundstrahlung die
„Handschrift Gottes" repräsentiert (Science, 15. August 1997, Seite 890).
Solche Beweise zwingen Wissenschaftler, lange gehegte, naturalistische Theorien
neu zu überdenken.
Physiker haben ebenfalls Gesetze der Thermodynamik formuliert. Das erste
Gesetz der Thermodynamik besagt, dass die Energiemenge im Universum konstant
bleibt. Das zweite Gesetz der Thermodynamik besagt, dass die Menge an
verfügbarer Energie in einem geschlossenen System (wie dem Universum)
abnimmt. Das bedeutet, dass das Universum ausläuft - also „kann es nicht schon
immer in der Vergangenheit existiert haben, noch wird es auf ewig in der Zukunft
existieren" (When Skeptics Ask [Wenn Skeptiker nachfragen], Geisler und
Brooks, 1996, Seite 220). Es hatte einen Anfang. Die Existenz radioaktiver
Elemente (wie zum Beispiel Kohlenstoff 14), die mit einer bestimmbaren Rate
zerfallen (genannt Halbwertzeit) weist auch auf einen Zeitpunkt hin, zu
dem diese Elemente letztlich radioaktiv gemacht wurden. Auch das ist ein
Hinweis auf einen Anfang. Dies widerspricht also auch den Theorien der
Evolutionisten, aber es stimmt mit der Bibel überein.
Aber welche ursächliche Kraft ist für die Existenz des Universums
verantwortlich? Die Wissenschaft geht von dem Prinzip aus, dass es für jede
Wirkung eine Ursache gibt. Aber was war die Ursache des „Urknalls"? Waren es nur
irgendwelche Naturkräfte oder war es ein intelligentes Wesen, ein Schöpfergott,
der ihn sorgfältig vorausgeplant hat? Da dieser Urknall ein einmaliges Ereignis
war, das nicht beobachtet oder wiederholt werden kann, ist die wissenschaftliche
Methode nur von geringem Wert, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Das
Thema der Ursprünge liegt außerhalb des Bereiches wissenschaftlicher
Forschung. Doch die Bibel beschreibt den Ursprung des Universums und der Erde in
Begriffen, die mit Fakten, die von Wissenschaftlern herausgefunden wurden, in
Einklang gebracht werden können. Die Entdeckung, dass das Universum einen
bestimmten Anfangszeitpunkt hatte bestätigt die klaren Aussagen der Bibel.
Die Schrift nennt Gott wiederholt den Schöpfer der physischen Erde und des
Universums (1. Mose 1; Jesaja 40, 28; Markus 13, 19; Offenbarung 4, 11). Doch
der wahre Gott hat weit mehr im Sinn als nur die physische Schöpfung. Die Bibel
offenbart auch, dass es gleichzeitig eine geistliche Dimension der
Schöpfung gibt.
Der Apostel Paulus schreibt, dass sobald ein Mensch sich entscheidet,
seinen eigensüchtigen Weg im Leben zu verlassen, und sich anfängt, nach den
Lehren Jesu Christi zu leben, dieser Mensch eine „neue Kreatur" oder eine neue
Schöpfung wird (2. Korinther 5, 17; Galater 6, 15). Wie wir sehen werden, hat
Gott einen unglaublichen Zweck für die Menschen vorgesehen, die sich auf diese
geistliche Herausforderung einlassen wollen. Die Bibel gibt sehr deutlich zu
erkennen, dass zum Leben mehr gehört, als die Naturwissenschaft zu entdecken
vermag. Diese Aspekte wurden von dem Schöpfer - dem wahren Gott des Universums -
offenbart, und sind nicht durch eine wissenschaftliche Methode im Labor zu
entdecken! Die Schöpfung setzt in jeder Hinsicht einen Schöpfer voraus.
[ INHALT ]
Beweis 2 -
Das Leben braucht einen Lebensspender
Der Ursprung des Lebens ist eine weitere Herausforderung
für diejenigen, die die Idee eines übernatürlichen Gottes verwerfen wollen.
Evolutionisten haben vermutet, dass sich das Leben spontan in einem
Chemikaliengemisch entwickelt hat, als die Erde sich vor vielen Milliarden von
Jahren abgekühlt hat. Sie sagen uns, dass Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff
und Ammoniak sich zufällig verbunden haben und mit Hilfe von Sonnenenergie und
kosmischer Strahlung die ersten Aminosäuren und DNS Moleküle gebildet haben. Im
Laufe einer sehr großen Zeit entstanden dann angeblich Zellen aus diesen
zufälligen Verbindungen. Auch wenn dies glaubwürdig klingt, wissen Biochemiker
es besser. Wissenschafter, die versucht haben, auf diese Weise Leben zu
erzeugen, mussten erfahren, dass es viel schwieriger ist, als diese Theorien
vorgeben. Ein DNS Molekül enthält so viele Informationen wie ein Band einer
Enzyklopädie. Diese Evolutionstheorie für die Entwicklung des Lebens zu
befürworten kommt etwa der Aussage gleich, dass eine Explosion auf einem
Schrottplatz ein vollständiges, fahrbereites Auto entstehen lassen könnte - und
dass dieses Auto sich dann selbst fortpflanzen könnte!
In den 50er Jahren führte Stanley Miller ein einfaches Experiment durch, um
zu sehen, ob diese Theorien wirklich funktionieren würden. Es gelang ihm, einige
einfache Aminosäuren herzustellen, und sein Experiment wurde als Beweis
gefeiert, dass Leben spontan aus lebloser Masse erzeugt werden könne. Doch diese
Bekanntmachung war verfrüht. Noch niemand hat Leben aus einem Gemisch von
Chemikalien („prä-biotischen Suppen") herstellen können - trotz gegenteiliger
Deutungsversuche. Der Astrophysiker Hugh Ross kommentiert: „Selbst unter
günstigsten Versuchsbedingungen im Labor ist es nicht gelungen, mit diesen
prä-biotischen Suppen auch nur annähernd etwas Lebendiges zu erzeugen. Ein
Problem dabei ist, dass sie nur eine zufällige Mischung linksdrehender und
rechtsdrehender prä-biotischer Moleküle produzieren. ... Die Chemie von
Lebewesen setzt jedoch zwingend voraus, dass alle Moleküle entweder
links- oder rechtsdrehend sind. Selbst mit all unseren Lernprozessen und aller
Technologie kommen wir nicht einmal in die Nähe der Erschaffung von Leben im
Labor" (The Creator and the Cosmos [Der Schöpfer und das Weltall], Ross,
1993, Seite 148).
Vierzig Jahre nach seinem ersten Experiment stellte Miller fest: „Das
Problem um den Ursprung des Lebens hat sich als schwieriger erwiesen, als ich
und die meisten anderen uns vorgestellt haben" (Scientific American,
Februar 1991, Seite 117). Der deutsche Biochemiker Klaus Dose beobachtete, dass
alle experimentellen Versuche zu einer „gesteigerten Wahrnehmung des
Problems um den Ursprung des Lebens führten, jedoch nicht zu seiner Lösung.
Gegenwärtig enden alle Diskussionen über Ursprungstheorien und Feldversuche
entweder in einer Sackgasse oder mit dem Eingeständnis der eigenen Unwissenheit"
(The Creation Hypothesis [Die Schöpfungshypothese], Moreland, 1994, Seite
176).
Dieses Ergebnis ist nicht überraschend. Anaxamander von Milet, der
altertümliche griechische Philosoph spekulierte bereits, dass Leben sich spontan
aus lebloser Materie entwickeln könne. Diese abergläubische Idee hielt sich bis
ins 19. Jahrhundert, als Experimente von Redi und Pasteur das Gegenteil
bewiesen. Diese heute klassischen Experimente zeigten, dass die Maden in einem
Stück faulenden Fleisches nicht aus dem Fleisch selbst entstanden, sondern aus
den Eiern von Fliegen, die mit dem Fleisch in Berührung kamen. Leben kam aus
Leben - nicht aus toter Materie. Bis vor wenigen Jahrzehnten kannte man dieses
Ergebnis als das Gesetz der Biogenese. Erst in jüngster Zeit - seit
Wissenschaftler versuchen, spontan Leben zu erzeugen, um die Evolutionstheorie
zu bestätigen - wurde dieses einst akzeptierte Gesetz ignoriert. Und dennoch
gibt es bis heute keinen Beweis, dass es Ausnahmen zu diesem Gesetz gibt.
Menschen können zwar spekulieren, dass Leben spontan aus lebloser Materie
erzeugt werden kann, doch die Fakten sprechen gegen solche Spekulationen. Der
Mensch hat es noch nicht geschafft, Leben zu produzieren - trotz erheblicher
Anstrengungen hoch intelligenter Personen. Die Schrift zeigt Gott als Lebensspender.
In 1. Mose 2, 7 lesen wir: „Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom
Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch
ein lebendiges Wesen." - etwas, das alle hochentwickelten Laboratorien der Welt
noch nicht einmal begonnen haben, nachzumachen. Das Leben braucht einen
Lebensspender. Es scheint keinen anderen Weg zu geben.
[ INHALT ]
Beweis 3 -
Das Gesetz erfordert einen Gesetzgeber
Die Wissenschaft existiert, weil Wissenschaftler
verstanden haben, dass das Universum in geordneten Bahnen, gewissen Gesetzen
folgend, besteht - Gesetzen der Physik (Gravitation und Bewegung), Gesetzen der
Chemie und Gesetzen der Biologie. Wie ein Autor kommentierte: „Seit Isaac Newton
tönte aus der Wissenschaft immer die gleiche Botschaft; die Welt folgt Regeln,
Regeln die im Grunde mathematisch sind, Regeln, die Menschen herausfinden
können" (Newsweek, 20. Juli 1998, Seite 49). Selbst Evolutionisten
beginnen ihre Spekulationen mit der Annahme, dass diese Regeln oder
Naturgesetze von Anfang an so funktionierten, wie heute. Wenn das Universum
nicht diesen Regeln oder Gesetzen folgen würde, würde es aufhören, zu
funktionieren und würde im Chaos auseinanderfallen. Sehen wir uns einige
Beispiele an, wie diese Gesetze wirken.
Die Gravitation hält die Planeten in ihren Umlaufbahnen. Ohne
Gravitationskräfte gäbe es kein Sonnensystem. Sterne und Planeten würden
orientierungslos durch das Weltall sausen. Gravitationskräfte halten die Erde in
einem Abstand zur Sonne, der es erst möglich macht, dass Leben auf diesem
Planeten existieren kann. Wären diese Gravitationskräfte stärker oder schwächer
als sie sind, würden Sterne (wie die Sonne) nicht heiß genug brennen oder zu
schnell ausbrennen und bestimmte Elemente , die lebensnotwendig sind, würden
einfach nicht entstehen können. Unsere Körper existieren, weil Chemikalien sich
nur auf eine ganz bestimmte Art verbinden. Würden chemische Reaktionen nicht
jedes Mal gleich ablaufen (den Gesetzen folgend), würden wir sofort aufhören,
als lebendige, atmende Menschen zu existieren. Das Leben an sich würde aufhören,
zu existieren.
Seit Jahren erwähnen Biologiebücher ein weiteres Gesetz von der Festigkeit
der Arten, - dass es eine genetische Grenze zu geben scheint, die vorgibt, wie
viele Variationen innerhalb einer Art auftreten können. Pflanzen- und
Tierzüchter kennen diese Grenzen. Charles Darwin kannte die Vielfalt, die durch
die Züchtung von Haustieren (wie Hunden, Tauben, Kühen und Pferden) erzeugt
werden konnte. Während seiner Schiffsreisen auf der Beagle beobachtete er
auch eine erstaunliche Vielfalt unter den Finken und den Schildkröten auf Inseln
im Pazifischen Ozean. Als er seine Evolutionstheorie formulierte, spekulierte
er, dass - genügend Zeit vorausgesetzt - aus diesen kleinen Variationen
letztlich völlig neue Arten entstehen könnten, - dass Naturkräfte alleine neue
Lebewesen hervorbringen könnten, ohne dass es eines Schöpfers bedürfe. Diese
Ideen hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Westliche Welt - besonders
auf die Religion - und untergruben massiv den Glauben an Gott.
Doch mit der Zeit kamen ernsthafte Probleme mit Darwins Ideen zu Tage.
Niemand hat je beobachtet, wie in der Natur eine neue Art auf diese Weise
entstanden wäre. Und trotz vieler Versuche ist es niemandem gelungen, neue Arten
durch selektive Züchtung zu erzeugen. Hunde unterscheiden sich in Größe, Farbe
und vielen anderen Merkmalen, aber sie bleiben immer noch Hunde. Pferde bleiben
immer noch Pferde. Fruchtfliegen sind immer noch Fruchtfliegen. Die Bibel
erklärt mehrere Male, dass Gott jede Pflanze und jedes Tier „nach seiner Art"
geschaffen hat (1. Mose 1, 11-12, 21-25). Es gibt in der Biologie keinen Beweis,
dass sich eine Art in eine andere Art entwickeln kann. Die Bibel zeigt auch,
dass Gott den Menschen nach „Gottes Art" erschuf - was, wie wir noch sehen
werden, tiefgreifende Bedeutung für den Zweck des menschlichen Lebens hat.
Selbst die Fossilienfunde bestätigen dieses grundsätzliche, biblische
Prinzip. Darwin spekulierte, dass Zwischenformen zwischen den Arten existieren
mussten, als sich die Arten entwickelten, doch er wusste, dass dies
nicht der Fall war. Er schrieb in The Origin of Species [Der Ursprung der
Arten]: „Warum ist also nicht jede geologische Formation und Schicht übersät mit
solchen Bindegliedern? Die Geologie zeigt sicher keine so fein abgestufte
Entwicklungskette, und dies ist vielleicht der offenkundigste und
schwerwiegendste Widerspruch, der gegen meine Theorie vorgebracht werden kann"
(Geisler und Brooks, Seite 228). Darwin vermutete, dass diese Bindeglieder
irgendwann gefunden werden würden, doch selbst einhundert Jahre nachdem seine
Buch herausgebracht wurde, fehlen sie immer noch! Dieses Fehlen von
Zwischenformen wurde bekannt als das „ Umwandlungsgeheimnis" der Paläontologie.
Wenn Arten in geologischen Aufzeichnungen auftreten, erscheinen sie
vollständig entwickelt. Dies ergibt einen Sinn, wenn sie erschaffen
wurden. Der Beweis aus den Fossilienfunden bestärkt weiter das biblische Konzept
von der Festigkeit der Arten und von einem realen Gott, der mit Regeln und
Gesetzen arbeitet.
Die grundsätzliche Frage lautet: Wie entstanden diese Gesetze? Woher kamen
sie? Wer setzte sie in Kraft? Wieso wirken sie? Evolutionisten wissen keine
Antwort darauf. Naturwissenschafter sind ratlos. Der Physiker Stephen Hawking,
ein Wissenschaftler der versucht, Fragen über das Universum ohne die Hilfe der
Bibel zu beantworten, gab zu, dass „die Gesetze [der Physik] vielleicht
ursprünglich von Gott eingesetzt wurden" (Ross, Seite 91). Dies ist deshalb
interessant, weil die Bibel an mehreren Stellen den wahren Gott einen
„Gesetzgeber" nennt (Jesaja 33, 22; Jakobus 4, 12). Als Schöpfer entwarf und
aktivierte Gott die Gesetze und Kräfte, die das Universum zusammenhalten (Hiob
28, 24-27). Die Schrift sagt auch, dass Gott „alle Dinge [das All] mit seinem
kräftigen Wort [trägt]" (Hebräer 1, 3) - dass er die Gesetze, die er in Kraft
setzte, aufrechterhält.
Im Bezug auf das Gesetz zeigt die Bibel eine Dimension auf, die weit
über das Physische reicht. Während Gott als Gesetzgeber im physischen Sinne
beschrieben wird, zeigt die Schrift auch geistliche Gesetze, die Gott erließ, um
das menschliche Verhalten zu regeln. Die Zehn Gebote bilden die Grundlage des
geistlichen Gesetzes Gottes. Uns wird deutlich gesagt, dass wir gesegnet werden,
wenn wir diese Gesetze befolgen, und negative Konsequenzen auf uns ziehen, wenn
wir sie brechen (3. Mose 26; 5. Mose 28). Salomo schrieb im Buch der Sprüche,
dass das Leben für diejenigen schwierig sein würde, die das Gesetz Gottes
verachten (Sprüche 13, 15). Warum sollte dies der Fall sein, wenn es nicht einen
realen Gott gibt, der diese Gesetze entwarf und aufrechterhält? Die
Evolutionstheorie hat darauf keine Antwort. Ein Grund, warum Menschen das
Konzept eines Gottes verwerfen wollen ist, dass es ohne Gott keine
Verhaltensgebote gibt und jedes Verhalten akzeptabel wird. Mit den Konsequenzen
dieser Philosophie müssen wir heute leben - und sie zerstören unsere
Gesellschaft! The Existenz von Gesetzen setzt einen Gesetzgeber zwingend voraus.
Damit diese Gesetze wirksam bleiben, muss es jemanden geben, der sie
aufrechterhält. So wirkt der wahre Gott.
[ INHALT ]
Beweis 4 -
Ordnung braucht eine ordnende Hand
Einer der besten Beweise für die Existenz Gottes, und
gleichzeitig ein Aspekt, der am meisten über den wahren Gott aussagt, ist die
auf erstaunliche Weise erkennbare Ordnung, die im ganzen Universum zu finden ist
- vom kleinsten Atom bis zum Weltall als Ganzes. Bei dem Thema der Ordnung
geraten naturalistische Evolutionstheorien in Erklärungsnot. Gerade im Bereich
von Muster und Ordnung wurden in den letzten Jahren überraschende Entdeckungen
gemacht, die sogar skeptische Wissenschaftler dazu brachten, die Realität eines
Gottes in Betracht zu ziehen.
Salomo schrieb: „Der HERR hat die Erde durch Weisheit gegründet und
nach seiner Einsicht die Himmel bereitet" (Sprüche 3, 19). David erklärte
im Bezug auf den menschlichen Körper: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar
gemacht bin; wunderbar sind deine Werke" (Psalm 139, 14). Abraham Lincoln
bemerkte einmal: „Ich kann verstehen, wenn ein Mensch die Welt betrachtet und
eine Atheist wird, aber ich kann nicht begreifen, dass er den Himmel betrachten
und sagen kann, es gäbe keinen Gott." Sogar Albert Einstein erkannte: „Gott
spielt kein Würfelspiel mit dem Universum."
Die tiefgreifende Wahrheit dieser Aussagen hat begonnen, in der
wissenschaftlichen Gemeinschaft Fuß zu fassen, nicht zuletzt als ein Resultat
der neuen, überraschenden Entdeckungen auf so verschiedenen Gebieten wie der
Molekularbiologie und der Weltraumforschung. Bereits Darwin hat anerkannt, dass
„komplexe Organe wie ein Auge nur schwer mit einer schrittweisen Entwicklung,
wie sie seine Theorie vorgibt, zu erklären sind," aber es war ihm nicht bewusst,
wie kompliziert die Molekularbiologie des Sehens ist (Christian Century,
15. - 22. Juli 1998, Seiten 679-680). Der Biochemiker Michael Behe schrieb in
Darwin's Black Box, dass die Unfähigkeit der Evolutionisten, die Entwicklung
solcher komplizierter Strukturen und Prozesse zu erklären, ein „sehr starker
Anhaltspunkt dafür ist, dass der Darwinismus ein unzureichendes Modell
für das Verständnis der Entstehung biochemischer Systeme ist" (ebenda).
Die Entdeckungen über das Universum waren tiefgreifend. Wie das Wissen der
Menschheit gewachsen ist, so wuchsen auch die Hinweise, dass das Universum
nicht durch Zufall entstanden sein konnte. Ein Autor beobachtete: „Die
gleiche Wissenschaft, die Gott in den Augen der Gläubigen getötet hat, baut
jetzt diesen Glauben wieder auf. Physiker haben Anzeichen dafür gefunden, dass
das Weltall maßgeschneidert für das Leben und einen bewussten Verstand
ist. Es hat sich herausgestellt, dass auch nur die kleinste Veränderung der
Naturkonstanten - feste Größen wie die Gravitationskraft, die Ladung eines
Elektrons oder die Masse eines Protons - dazu führen würde, dass Atome
auseinander fallen würden, Sterne nicht brennen könnten und Leben nie möglich
gewesen wäre" (Newsweek, 20. Juli 1998, Seite 48). Der Physiker John
Polkinghorne, der später ein anglikanischer Priester wurde, schrieb: „Wenn man
bedenkt, dass die Naturgesetze haargenau aufeinander abgestimmt sein müssen, um
ein Universum zu schaffen, wie wir es sehen können, kommt man um den Gedanken
nicht herum, dass die Entstehung des Universums nicht nur so passiert ist,
sondern dass ein Zweck dahinter stecken muss" (ebenda). Der Astrophysiker Hugh
Ross erörtert 33 dieser genau aufeinander abgestimmten Gegebenheiten, die ein
Leben auf der Erde erst ermöglichen (The Creator and the Cosmos [Der
Schöpfer und das Weltall], Ross, 1993, Seiten 131-145).
Eine wachsende Anzahl von Wissenschaftlern auf den Gebieten der Physik,
Astronomie und Raumforschung erkennt das sogenannte „anthropische Prinzip" an
(griech.: anthropos = Mensch). Dieses Prinzip, das in den 70er Jahren von
dem Physiker Brandon Carter aufgezeigt wurde, besagt, dass alle Bedingungen für
die Existenz von Leben auf der Erde seit dem Beginn des Weltalls „im Voraus
geplant" sein mussten. Wie Patrick Glynn, ein Doktor an der Harvard Universität
bemerkt: „Die einfachste Erklärung für das Universum ist die, dass es ein
Prozess zu sein scheint, der zusammenwirkt mit der Erschaffung des Menschen als
höchstem Ziel" (God: The Evidence [Gott: Der Beweis], Glynn, 1997, Seiten
7, 32). Glynn fährt fort: „Aus der Sicht eines Wissenschaftlers könnte die
Tatsache, dass das Universum den Anschein macht, als habe es einen festen Anfang
gehabt, beunruhigend genug sein. Doch was Raumforscher wirklich aus der Fassung
bringt, ist das anthropische Prinzip" - dass die Erde und das Weltall für den
Menschen geschaffen wurden (ebenda, Seite 42). Dies ist eine bemerkenswerte
Beobachtung für einen Gelehrten in unserer Zeit!
Obwohl ein für den Menschen im Voraus geplantes Universum ein für
Atheisten und Evolutionisten schockierender Gedanke sein dürfte, ist dies genau,
was die Bibel deutlich aussagt. Die Schrift offenbart, dass Gott den Menschen zu
einem bestimmten Zweck erschaffen hat. In 1. Mose 1, 26-28 lesen wir, dass Gott
den Menschen nach seinem Bilde schuf (nicht nach dem Bilde eines Affen), und
dass er den Menschen die Herrschaft über die Erde gab - um sie zu beherrschen
und zu hegen. Der Apostel Paulus sagte zu den Römern, dass wir „Gottes Kinder
und „Gottes Erben und Miterben Christi" werden können (Römer 8, 14-17).
Das bedeutet, wir werden durch Erbschaft mit Jesus Christus teilen, was er
besitzt - das ist das ewige Leben (1. Korinther 15, 50-53) und die Herrschaft
über diese Erde in dem künftigen Reich Gottes (Offenbarung 5, 10). Die Bibel
offenbart, dass die Menschen zu dem Zweck erschaffen wurden, letztendlich Teil
der Familie Gottes zu werden (1. Johannes 3, 1-4; Hebräer 2, 1-11) und auf
dieser Erde mit Christus zu regieren (Offenbarung 5, 10; Daniel 7, 27). Das ist
der Zweck des menschlichen Lebens. Doch diese faszinierende Information wurde
über Jahrhunderte hinweg verdreht und unterdrückt! Selbst die meisten Theologen
unserer Zeit verstehen dies nicht.
Vergleichen Sie diese erstaunliche Zukunft, wie sie die Bibel beschreibt,
mit der gängigen Idee, dass wir entweder in den Himmel kommen, um auf den Wolken
Harfe zu spielen, oder auf ewig in der Hölle schmoren. Vergleichen Sie die
Zukunft, die der wahre Gott offenbart, mit der Idee des Zoologen Richard
Dawkins, dass „das Universum, das wir sehen, ... keine Ordnung, keinen Sinn,
keine Gut und kein Böse besitzt, sondern nichts als nutzlose Gleichgültigkeit...
wir sind Maschinen zur Fortpflanzung von DNS... Dies ist die einzige
Lebensbestimmung aller Lebewesen" (Science, 15. August 1997, Seite 892).
Wundert es einen noch, dass viele Menschen heute keinen Sinn mehr in ihrem Leben
sehen und weder Hoffnung haben noch Freude über ihre Zukunft empfinden? Die
Wissenschaft, die Philosophie und die Theologie haben versagt im Bezug
auf das Erkennen der wahren Bedeutung des Lebens!
Die Bibel sagt deutlich, dass die Menschheit von einem cleveren Verführer
getäuscht wurde (Offenbarung 12, 9). Evolutionstheorien, die den Glauben an
den wahren Gott untergraben, sowie die fehlgeleiteten Erklärungen der Theologen
haben ebenfalls ihren Teil zu dieser Verführung beigetragen. Und ebenso
Menschen, die einfach nicht in Betracht ziehen wollen, dass Gott existiert, weil
dies Verhaltenseinschränkungen nach sich ziehen würde. Doch der wahre Gott, der
dieses Universum geplant hat, hat auch einen Plan und einen Zweck für die
Menschheit vorgesehen. Wissenschaftler machen erstaunliche Entdeckungen, die
eine planvolle Intelligenz im Universum beweisen. Und die Schrift offenbart
Gottes einzigartigen Zweck für den Menschen. Eine intelligente und zweckmäßige
Ordnung - sowohl materiell als auch geistlich - erfordert einen übernatürlichen
Planer - einen realen Gott!
[ INHALT ]
Beweis 5 -
Erfüllte prophetische Verheißungen
Einige der augenfälligsten Beweise für einen
allmächtigen, übernatürlichen Gott liefern uns die Weltgeschichte und die
Prophezeiungen. Die erstaunliche Genauigkeit biblischer Prophezeiung ist eine
ständige Herausforderung für Skeptiker. Auf der anderen Seite ist es
verwunderlich, wie vielen Leuten, darunter auch weltlichen Gelehrten, einfach
nicht klar ist, wie sehr die biblischen Prophezeiungen durch die bekannte
Geschichte bestätigt wurden. Noch erstaunlicher ist, dass Prophezeiungen bei
Geistlichen heute kaum noch Erwähnung finden - obwohl doch erfüllte
Prophezeiungen einen absoluten Beweis darstellen, dass es einen realen,
allmächtigen Gott gibt. Isaac Newton, einer der klügsten Menschen in der
westlichen Zivilisation, war von biblischer Prophezeiung fasziniert (Science,
15. August 1997, Seite 892).
Der wahre Gott der Bibel fordert andere buchstäblich heraus, die
Zukunft zutreffend vorauszusagen und es so geschehen zu lassen. Der Prophet
Jesaja zitiert Gott: „Bringt eure Sache vor [...]. Verkündigt uns, was hernach
kommen wird, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid! [...] Siehe, ihr seid
nichts [...] und euch erwählen ist ein Greuel" (Jesaja 41, 21-23). Diejenigen,
die Voraussagen studieren, erkennen die Torheit, die Zukunft im Detail
vorauszusagen - besonders auf den sich schnell wandelnden Gebieten der Politik
und Soziologie - doch die Bibel tut dies wiederholt und mit überraschender
Genauigkeit! Fast 30 Prozent der Bibel enthalten Prophezeiungen, und dennoch ist
dieses Thema höchst selten in den Predigten der meisten Kirchen am Sonntagmorgen
vertreten. Kein Wunder also, dass der mächtige Gott der Bibel den meisten
Menschen heute nicht real erscheint.
Ein treffendes Beispiel erfüllter Prophezeiung finden wir im Buch Hesekiel,
das um das Jahr 600 v. Chr. geschrieben wurde. Hesekiel beschreibt eine völlig
unterschiedliche Zukunft für zwei große phönizische Städte, Tyrus und Sidon.
Dies entspräche etwa einer Voraussage, was mit San Franzisko und Los Angeles,
mit Toronto und Ottawa, oder mit London und Paris in den nächsten 2500 Jahren
geschehen wird! Für Sidon wird eine blutige Geschichte aber eine
fortbestehende Existenz vorausgesagt (Hesekiel 28, 22-23). Im Gegensatz dazu
prophezeite Hesekiel sehr detailliert, dass viele Nationen wie Wellen des Meeres
gegen Tyrus heraufziehen würden (Hesekiel 26, 3). Tyrus solle völlig zerstört
werden (Vers 4), seine Überreste im Meer versenkt werden (Vers 12) und es solle
nie wieder aufgebaut werden (Vers 14). Diese mächtige Stadt, Zentrum eines
großen Handelsimperiums, sollte ein unbedeutender Ort werden, an dem die Fischer
ihre Netze auswerfen (Vers 5). All dies geschah tatsächlich (siehe Evidence
That Demands a Verdict [Beweise die ein Urteil verlangen], McDowell, 1979,
Band 1, Seiten 274-281). Ein wahrer Gott sagte die Zukunft im Detail
voraus und ließ es so geschehen (Jesaja 46, 9-10).
Eine Reihe weiterer bemerkenswerter Prophezeiungen betrifft die Geburt, das
Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Diese Prophezeiungen wurden
viele Jahrhunderte vor der Geburt Christi aufgezeichnet. Die ersten zwei
Kapitel des Matthäusevangeliums zitieren Prophezeiungen, dass Jesus von einer
Jungfrau in Bethlehem geboren wurde (Jesaja 7, 14; Micha 5, 1). Er würde nach
Ägypten fliehen müssen (Hosea 11, 1). Vor seinem Tode würde er auf einem Esel
nach Jerusalem reiten (Sacharja 9, 9). Bei seinem Tode würden seine Hände und
Füße durchbohrt werden (Psalm 22, 17), und seine Kleider würden verlost werden
(Psalm 22, 19). David prophezeite, dass Christus wieder auferstehen würde (Psalm
16, 10). Auch hier traf der reale Gott der Bibel genaue Vorhersagen über
zukünftige Ereignisse und ließ sie so geschehen - wortwörtlich!
Erfüllte Prophezeiungen sind jedoch nicht nur auf altertümliche Geschichte
und längst vergangene Imperien beschränkt. Weitere Prophezeiungen werden in
unserer Zeit erfüllt, während Sie diese Broschüre lesen! Der Schlüssel,
um zu verstehen, welche Prophezeiungen unsere Zeit betreffen, ist die
Identität der israelitischen Nationen in der modernen Welt. Der Gott der
Bibel versprach Abraham, dass seine Nachkommen groß werden und ein Segen für die
Völker der Erde sein würden (1. Mose 12, 1-3). Gott sagte voraus, dass sie eines
Tages die Tore ihrer Feinde besitzen würden (1. Mose 22, 17, 24, 60).
Die modernen israelitischen Nationen sind Nachkommen Jakobs, des Enkels von
Abraham, dessen Name von Gott in Israel geändert wurde (1. Mose 32, 29). Jakob
hatte 12 Söhne einschließlich Juda - des Urvaters der Juden. Doch Ephraim und
Manasse, zwei Enkeln Jakobs, wurde prophezeit, dass sie die Haupterben des
Erstgeburtsrechts werden würden - der Verheißungen Gottes an Abraham. Manasse
sollte eine große Nation werden, aber Ephraim eine große Menge von Völkern (1.
Mose 48, 14-20). Die Segnungen, die Ephraim und Manasse übertragen wurden,
wurden geerbt von den Vereinigten Staaten von Amerika und den Nationen des
ehemaligen British Commonwealth. Diese faszinierende Geschichte und die
ernüchternde Zukunft, die für diese Nationen des Erstgeburtsrechts prophezeit
wurde, wird in unserer Broschüre What's Ahead for America and Britain?
beschrieben. Sie ist ebenfalls kostenlos erhältlich.
Die geschichtlichen Aufzeichnungen und die heutigen Weltereignisse
bestätigen die unwahrscheinlich genauen Prophezeiungen, die uns im Wort
Gottes überliefert sind. Die Bibel ist von einem allmächtigen, übernatürlichen
Gott inspiriert worden. Ihre Prophezeiungen sind nicht nur das Produkt
sterblicher Menschen, die versuchten, eine Philosophie oder Religion zu
entwickeln. Die erfüllten prophetischen Verheißungen verlangen nach einer
Erklärung - sie können nicht einfach ignoriert oder wegdiskutiert werden! Der
Gott, der die Prophezeiungen inspiriert und ihre Erfüllung veranlasst hat,
muss real sein!
[ INHALT ]
Beweis 6 -
Beantwortete Gebete
Ein weiterer, dramatischer Beweis für Gottes Existenz
ist, dass er sein Versprechen erfüllt und Gebete beantwortet. Für diejenigen,
die nicht an Gott glauben und nie gebetet haben, ist dies nur Anlass für Zweifel
und Skepsis. Doch für die Personen, die an Gott glauben und beten - was auf bis
zu 90 Prozent der Amerikaner zutrifft - sind beantwortete Gebete einer der
stärksten persönlichen Beweise, dass es einen Gott gibt. Für Leute, die
wissen, dass ihre Gebete erhört wurden, haben Zweifel und Skepsis wenig
Bedeutung.
Aus der Bibel, nicht von der Naturwissenschaft, lernen wir über das Beten.
Die Schrift ist voll von Beispielen für beantwortete Gebete. Der Bitte Salomos
nach Weisheit wurde nicht nur entsprochen, er erhielt sogar noch zusätzliche
Segnungen (1. Könige 3, 5-13). Wir lesen auch, dass „Elia [...] ein schwacher
Mensch [war] wie wir; und er betete ein Gebet, dass es nicht regnen sollte, und
es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs Monate. Und er betete abermals,
und der Himmel gab den Regen" (Jakobus 5, 17-18).
Das Neue Testament überliefert viele Beispiele dramatischer Antworten auf
Gebete. Jesus betete die ganze Nacht hindurch und bat um Gottes Führung, bevor
er die zwölf Apostel auswählte, die er verwenden wollte, um seine Kirche zu
gründen (Lukas 6, 12-13). Jesus hatte auch stundenlang gebetet, bevor er - auf
dem Wasser gehend - zu seinen Jüngern kam (Matthäus 14, 23-25). Die Erweckung
des Lazarus von den Toten war das Ergebnis von Jesu Gebet zu Gott (Johannes 11,
41-44). Als die Mitglieder der frühen neutestamentlichen Kirche darum baten, das
Evangelium mit Stärke und Mut predigen zu können, fanden sie bei Gott Gehör und
zum Zeichen der Bestätigung ließ Gott das Gebäude, in dem sie zusammen waren,
erbeben (Apostelgeschichte 4, 23-31).
Die Bibel lehrt uns auch, wie wir beten sollen. Wie ein Kind erst das
Laufen erlernen muss, müssen wir lernen, wie man betet. Jesus wurde von seinen
Jüngern gebeten: „Herr, lehre uns beten" (Lukas 11, 1). Jesus gab uns ein
Mustergebet in Matthäus 6, 5-15. Wir sehen aus diesem Beispiel, dass das Gebet
ernsthafte Kommunikation mit Gott über unsere Bedürfnisse und Anliegen ist - und
nicht nur eine ständige Wiederholung bestimmter Worte und Sätze (Vers 7). Wir
lesen, dass Gott die Gebete der Gerechten erhört - Gebete von Leuten, die sich
bemühen, ihm zu gehorchen (1. Petrus 3, 12; 1. Johannes 3, 22). Die Bibel zeigt,
dass die Gebete der Heiligen Gott gefallen - wie duftendes Räucherwerk
(Offenbarung 5, 8).
Jesus ermutigte seine Nachfolger: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so
werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan" (Matthäus 7, 7-12). Eine
Herausforderung beim Erlernen des Betens ist jedoch, entsprechend dem Willen
Gottes zu beten (1. Johannes 5, 14). Und um seinen Willen zu kennen, müssen wir
die Bibel studieren - Gottes „Bedienungshandbuch." Im Gebet können wir mit Gott
über alle unsere Anliegen sprechen.
Wenn Sie bisher eine Leere in Ihrem Leben verspürt haben, wenn Sie sich
abgeschnitten und alleine gelassen fühlen, warum sprechen Sie nicht einmal mit
Gott darüber im Gebet? Wenn Sie den Mangel an Bedeutung und Zweck in unserer
säkularisierten, materiellen Welt erkennen, warum nicht an einem privaten Ort
auf die Knie gehen und mit unserem Vater sprechen? Wenn Sie die Leere und
Bedeutungslosigkeit organisierter Religion spüren, teilen Sie doch Ihre Gefühle
mit Ihrem Schöpfer, dem wahren Gott des Universums! Bitten Sie ihn, zu einem
Verständnis der Bibel und der wahren Bedeutung des Lebens zu gelangen. Bitten
Sie ihn um Leitung, um herauszufinden, wo er durch seine Kirche wirkt. Bitten
Sie ihn, Ihnen zu helfen, nach seinen Anweisungen zu leben, damit Sie den Lohn
empfangen können, den nur er geben kann. Folgen Sie den Anweisungen Jesu Christi
in Matthäus 6, 5-15 und Lukas 11, 1-4. Fangen Sie an, zu beten!
Sie können selbst den Beweis durch beantwortete Gebete erfahren,
wenn Sie anfangen, Gott nach seinen Anweisungen zu bitten. Gott ändert sich
nicht (Maleachi 3, 6). Er hat in der Vergangenheit Gebete erhört. Er beantwortet
heute Gebete. Er wird auch in Zukunft Gebete erhören. Die Bibel sagt deutlich:
„Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei
ihm sind" (2. Chronik 16, 9). Beantwortete Gebete sind ein mächtiger,
persönlicher Beweis, dass Gott real ist!
[ INHALT ]
Beweis 7 -
Eine funktionierende Lebensweise
Der letzte Beweis, dass Gott wirklich existiert und sein
Wort wahr ist, ist eher ernüchternd. Dieser Beweis ist wohl bedeutungsvoller für
Menschen, die schon einige Fehler im Leben begangen haben. Dennoch kann dies
auch ein wichtiger Beweis für jeden sein, ob alt oder jung, der „Augen zum Sehen
und Ohren zum Hören" hat, - der daraus lernen kann, was anderen passiert. Dieser
Beweis entsteht durch den Vergleich zweier gegensätzlicher Lebensweisen und
ihrer Folgen.
Die Botschaft, die unsere moderne Gesellschaft durchdringt, ist, dass
alles gut für uns ist, was funktioniert - dass es keinen absoluten Standard
für richtig und falsch gibt. Die Botschaft, die Gott uns in der Bibel
überliefert hat, spricht jedoch eine andere Sprache. Die Schrift zeigt, dass es
zum einen Gottes Lebensweise gibt, und zum anderen die Lebensweise der Welt, bei
der wir einfach tun, was wir wollen.
Die Schrift beschreibt umfassend diese zwei gegensätzlichen
Lebensansichten. Moses erklärte den altertümlichen Israeliten die Anweisungen
Gottes: „Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das
Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen" (5. Mose 30,
15-20). Noch heute ist dies eine der größten Herausforderungen im Leben.
Als Menschen mit freiem Willen haben wir die Freiheit, uns zu entscheiden,
ob wir Gott gehorchen und seine Segnungen erfahren wollen, oder ob wir diese
ignorieren und lieber entgegen seinen Anweisungen leben wollen (indem wir
unserem eigenen Gutdünken folgen) und die Konsequenzen daraus ernten (5. Mose
28; 3. Mose 26). Salomo überlieferte uns einen ähnlichen Rat: „Der Verächter Weg
bringt Verderben", aber „wenn eines Menschen Wege dem HERRN wohlgefallen, so
lässt er auch seine Feinde mit ihm Frieden machen" (Sprüche 13, 15; 16, 7).
Jesus beschrieb dieselbe Entscheidung - einen schmalen und herausfordernden Weg
der zum Leben führt, und eine breite einfache Straße, die die meisten Menschen
wählen, die aber zur Verdammnis führt (Matthäus 7, 13-14).
Traurige Tatsache der Menschheitsgeschichte ist, dass die meisten Menschen
„mit der Masse mitschwimmen" - wir tun, was uns selbst als richtig erscheint.
Anstatt zu versuchen, von unserem Schöpfer die richtige Lebensweise seinen
Anweisungen entsprechend zu lernen, scheinen wir es vorzuziehen, unsere eigenen
Wege zu gehen. Das Ergebnis könnte man als „lernen auf die harte Tour"
bezeichnen. Wenn Ihr Leben eine Ansammlung von Schwierigkeiten, Enttäuschungen
und Sackgassen ist, warum nicht einmal etwas anderes versuchen? Werfen Sie einen
Blick in das Wort Ihres Schöpfers und probieren Sie doch einfach Gottes
Lebensweise aus. Das Ergebnis wird für sich selbst sprechen.
Schauen wir uns kurz an, welche Lebensweise Gott in der Bibel empfiehlt,
damit sie diese testen können. Vor langer Zeit gab Gott den Israeliten am Berg
Sinai sein Gesetz (2. Mose 20), welches diese zu befolgen versprachen (2. Mose
19, 5-8). Gott wollte, dass die Israeliten der ganzen Welt ein Beispiel geben,
während sie lernten, nach seinen göttlichen Anweisungen zu leben (5. Mose 4,
1-10). Doch es gelang ihnen nicht, diese Vereinbarung einzuhalten. So gerieten
sie als Ergebnis ihrer Untreue gegenüber Gottes Anweisungen in Gefangenschaft
(Hesekiel 20).
Im Neuen Testament lesen wir, dass Jesus kam, um den Christen das Gesetz
eingehender zu erklären (Matthäus 5, 17). Er beschrieb, wie man nach dem Geist
des Gesetzes lebt, statt nur nach dem Buchstaben (Matthäus 5, 21-28). Auch hier
war es Gottes Absicht, dass diejenigen, die sich dafür entschieden, seinen
Anweisungen zu folgen, ein Licht [Beispiel] dafür sein sollten, um der Welt zu
zeigen, dass Gottes Lebensweise funktioniert.
Jesus erklärte deutlich: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle
Genüge haben sollen" (Johannes 10, 10). Er befürwortete somit eine bessere
Lebensweise. Der Gegensatz zwischen Jesu Lehre und den Wegen dieser Welt wurde
mit dem Gegensatz zwischen Tag und Nacht verglichen (Johannes 3, 16-21).
Als seine Jünger die Menschen dazu anhielten, aus dieser Welt herauszukommen und
nach der wahren Lehre Jesu zu leben (2. Korinther 6, 11-18), wurden sie mit
Vorwürfen überhäuft, dass „diese, die den ganzen Weltkreis erregen, [...] jetzt
auch hierher gekommen" seien (Apostelgeschichte 17, 5-6).
Gottes Lebensweise, wie sie die Bibel darlegt, ist kein ungewisses,
undurchsichtiges, schwammiges Denkmodell das man annehmen, ablehnen oder nach
Belieben abändern kann, um es den eigenen Vorstellungen anzupassen. Gottes
Lebensweise beruht auf seinen Gesetzen. Sie beinhaltet ihre eigenen
Einstellungen, Verhaltensweisen und Taten, die nicht jeder bereit ist,
anzunehmen und zu verwirklichen. Uns wird sogar gesagt, dass Gottes Wahrheit
Freunde und Familien trennen kann (Matthäus 10, 34-37), aber sie funktioniert
und bringt einen bestimmten Lohn (Offenbarung 3, 10-11).
Einer der Hauptgründe für den Rückgang des traditionellen Christentums in
den westlichen Industrienationen ist, dass Theologen die Lehren der Bibel so
weit verwässert haben, dass religiöse Überzeugungen praktisch keinen Unterschied
mehr darin machen, wie die Menschen ihr Leben führen. Eine dieser Institutionen
wurde beschrieben als: „Institution im freien Fall ... mit nichts, um sich daran
festzuhalten, ... keinem gemeinsamen Glauben, keinen gemeinsamen Lehren, keiner
Grundlage, mit der alle einverstanden sind, und keiner allgemein anerkannten
Definition" dessen, was es bedeutet, zu dieser Kirche zu gehören (The Empty
Church [Die leere Kirche], Reeves, 1996, Seite 10). Ein Kaplan dieser Kirche
erklärte, es sei „nicht seine Aufgabe, dogmatische Antworten über irgend etwas
zu verbreiten" (ebenda, Seite 24). Dies ist einfach nicht die gleiche Kirche,
die Jesus Christus gegründet hat, und von der Sie in den Seiten des Neuen
Testaments lesen! Die Bibel zu kompromittieren und zu verwässern führt zu keinem
Ergebnis. Kirchen, die es versuchen, sterben geistlich. Dies ist auch ein
lebendiger Beweis dafür, dass Gottes Lebensweise funktioniert - der Weg, der
dem menschlichen Verstand recht erscheint, dagegen nicht (Sprüche 14, 12). Das
sagt der wahre Gott in seinem Wort.
[ INHALT ]
Schlussfolgerung:
Ein kommendes Weltgericht
Das moderne, bekennende Christentum beschreibt der Welt
einen gutmütigen Gott, der nett, liebevoll, vergebend und unendlich geduldig
ist. Er lässt Menschen so ziemlich alles machen, was sie wollen und ist
glücklich, wenn sie ab und zu einmal beten und ein paar Mal im Jahr in die
Kirche gehen. Doch diese falsche Vorstellung von Gott - die das Produkt
menschlicher Phantasie ist - hat für die meisten Menschen heute keinen Bezug zu
ihrem Leben, wie diese Broschüre gezeigt hat.
Der wahre Gott der Bibel jedoch steht im krassen Gegensatz zu diesen
menschlichen Vorstellungen! Der Gott, den wir aus der Schrift kennen lernen, ist
ein mächtiger Schöpfer, ein intelligenter Designer, ein Lebensspender und
Gesetzgeber, der in den Lauf der Geschichte eingreift und auch die Gebete
einzelner Menschen erhört. In seinem Wort hat er zwei gegensätzliche
Lebensweisen aufgezeigt. Obwohl er liebevoll und gnädig ist, ist er auch ein
Gott der Gerechtigkeit und des Gerichts, der uns unseren Lohn nach unseren
Werken gibt. Er gibt uns die Gelegenheit, Entscheidungen zu treffen, und er
lässt uns die Früchte unserer Entscheidungen ernten. Aus diesem Grund befiehlt
der Gott der Bibel seinen wahren Dienern: „Erhebe deine Stimme wir eine Posaune
und verkündige meinem Volk seine Abtrünnigkeit" (Jesaja 58, 1). Er will nicht,
dass wir nur „angenehme Dinge" reden, die die Menschen verführen (Jesaja 30,
9-10). Gott möchte , dass die Menschen verstehen, wozu sie leben, damit sie
lernen, richtige Entscheidungen zu treffen, die auf Dauer den erwünschten Lohn
mit sich bringen - und den nur er geben kann. Der wahre Gott vergibt uns auch,
wenn wir bereuen - wenn wir unsere Fehler einsehen (wenn wir seine Gebote
brechen und sündigen - 1. Johannes 3, 4). Gott ist erfreut, wenn wir anfangen,
unser Leben zu ändern und so zu leben, wie er es uns vorgegeben hat.
Die Bibel offenbart, dass Gott hier auf der Erde einen Plan und Zweck
verfolgt. Der wahre Gott wird Jesus Christus zu dieser Erde zurücksenden,
um das bald kommende Reich Gottes zu errichten. Das ist buchstäblich das
Kernstück des wahren Evangeliums. Das ist es, was Jesus lehrte und seine Jünger
verkündigten (Markus 1, 14-15; Lukas 9, 1-2; Apostelgeschichte 8, 12; 28,
23.31). Dieselbe Botschaft wird der Welt auch von Gottes wahrer Kirche direkt
vor dem Ende dieses Zeitalters verkündet (Matthäus 24, 14).
Bei seiner Rückkehr wird Jesus Christus buchstäblich den Lauf der
Menschheitsgeschichte in dramatischer Weise verändern. Er wird diese Erde in
Gerechtigkeit richten - nach seinem göttlichen Gesetz (Psalm 96, 13; Offenbarung
19, 11). Er wird der missbräuchlichen Herrschaft und dem Leiden der Menschen ein
Ende setzen. Der Apostel Johannes schreibt über diese Zeit, wenn Gott seine
große Macht zeigt und regiert - seine Diener belohnt und diejenigen vernichtet,
die die Welt zerstört [verunreinigt und korrumpiert] haben (Offenbarung 11,
15-19). Gott wird eine Trennlinie ziehen zwischen denen, die seinen Weg gehen
wollen und denen, die ihren eigenen Weg gehen wollen (Matthäus 25, 31-46),
zwischen denen, die wissen, was die Bibel deutlich lehrt und denen, die durch
falsche Ideen und fehlgeleitete Lehrer getäuscht wurden. Diese Zeit des Gerichts
scheint direkt vor uns zu liegen.
Jesus Christus wird die menschliche Gesellschaft umgestalten und mit der
Hilfe der Heiligen (Daniel 7, 27) wahren Frieden, Gerechtigkeit und Wahrheit
bringen (Jesaja 9, 6-7; Offenbarung 11, 15-18). Der Prophet Micha fügt hinzu:
„Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen
Landen. [...] Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie
werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen" (Micha 4, 3). Dieser
allmächtige Gott offenbart durch den Propheten Hesekiel: „Und ich will meinen
heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel und will meinen heiligen
Namen nicht länger schänden lassen, sondern die Heiden sollen erfahren, dass ich
der HERR bin, der Heilige in Israel. Siehe, es kommt und geschieht, spricht
Gott, der HERR; das ist der Tag, von dem ich geredet habe" (Hesekiel 39, 7-8).
Die Verführung, der Zweifel und die Skepsis über Gott, die unsere Gesellschaft
so durchdrungen haben, werden für immer beseitigt werden.
Der wahre Gott der Bibel befahl seinem erwählten Volk, keine anderen Götter
anzubeten (2. Mose 20, 1-7). Er warnte sein erwähltes Volk vor den Konsequenzen,
wenn sie anderen Göttern nachfolgen würden (5. Mose 8, 11-20). Der Apostel
Paulus sagte zu der Kirche in Rom, dass sie Gottes Zorn auf sich ziehen würde,
wenn sie beginnen würde, Gottesvorstellungen nach ihren eigenen Ideen umzuformen
(Römer 1, 18-23). Er warnte ebenfalls die Kirche in Korinth davor (2. Korinther
11, 1-4). Und dennoch ist dies alles bis in unsere Zeit geschehen. Fehlgeleitete
Theologen haben sich entschlossen „sogenannte Naturbeweise für die Existenz
eines Schöpfers zu vernachlässigen und lieber den persönlichen Glauben sowie die
Gegenwart Gottes im menschlichen Gewissen zu betonen" (Reeves, Seiten 95-96).
Das unglückliche Ergebnis dieses modernen, liberalen Ansatzes ist, dass viele
über den wahren Gott getäuscht wurden.
Während wir uns dem Ende dieses Zeitalters nähern, lassen Sie nicht zu,
dass auch Sie getäuscht werden. Jesus warnte uns an mehreren Stellen
ausdrücklich vor dieser Gefahr (Matthäus 7, 15-20; 24, 4-5.11.24). Der Apostel
Paulus ermahnte die Mitglieder der frühen neutestamentlichen Kirche: „Prüft aber
alles, und das Gute behaltet" (1. Thessalonicher 5, 21). Sie können beweisen,
dass Gott existiert; Sie müssen es nicht nur „im blinden Glauben annehmen." Sie
können wahren Glauben haben, der auf wahren Beweisen und einer realen Beziehung
mit Ihrem Schöpfer beruht! Der Gott des Universums - der Gott, der die Bibel
inspiriert hat - ist real. Der Schöpfer, Designer und Erhalter des
Weltalls lebt. Er wird erfüllen, was er in seinem Wort prophezeit hat.
Jesus Christus wird zu dieser Erde zurückkehren, um das Reich Gottes zu
errichten, das alle Nationen dieser Welt regieren wird. Darum geht es in dem
Evangelium des wahren Gottes. Sie können ein Teil dieser faszinierenden Zukunft
werden, wenn Sie den WAHREN GOTT kennen lernen.
