Die Living Church of God basiert ihren Glauben auf der
Heiligen Schrift, dem inspirierten Wort Gottes. Unsere Lehren,
Verhaltensleitlinien und Traditionen haben ihre Wurzeln in der Worldwide
Church of God unter der Führung von Herrn Herbert W. Armstrong, der 1952 Dr.
Roderick C. Meredith (unseren derzeitigen vorsitzenden Evangelisten) als einen
der ersten Evangelisten der damaligen Organisation ordiniert hat.
Die Bibel sagt, dass wir an „Gnade und Erkenntnis unseres
Herrn und Heilands Jesus Christus" wachsen sollen (2. Petrus 3, 18). Im Rahmen
dieses biblischen Auftrags haben der vorsitzende Evangelist und der Ältestenrat
der Living Church of God, geleitet durch den heiligen Geist, die
Verantwortung, die Lehren, wie sie in dieser offiziellen Darstellung der
Glaubensgrundsätze zum Ausdruck gebracht wurden, klar zu stellen und zu
formulieren.
DIE KIRCHE, IHR NAME UND AUFTRAG
Der biblische Name der wahren Kirche ist „die Kirche Gottes." Gott nennt
die Dinge nach dem, was sie sind. Dieser Name ist eindeutig an zwölf
verschiedenen Stellen sowohl im Singular als auch im Plural im Neuen Testament
aufgeführt – einschließlich Apostelgeschichte 20, 28; 1. Korinther 1, 2; 10, 32;
11, 16; 1. Timotheus 3, 15.
Die Living Church of God, deren Hauptbüro sich in den
Vereinigten Staaten von Amerika befindet, hat Mitglieder in vielen Ländern der
Erde und erfüllt einen dreifachen Auftrag: 1. Predigen des wahren Evangeliums
vom Reich Gottes (Markus 1, 14; Matthäus 24, 14; Hesekiel Kapitel 3 und 33) und
des Namens Jesu Christi (Apostelgeschichte 8, 12) zum Zeugnis für alle Nationen.
2. Die Herde geistlich ernähren und örtliche Gemeinden organisieren, um für die
geistlichen und materiellen Bedürfnisse unserer Mitglieder zu sorgen, so weit
Gott es ermöglicht (1. Petrus 5, 1-4; Johannes 21, 15-18). 3. Die
Endzeitprophezeiungen predigen und die englischsprachigen Nationen sowie die
GANZE WELT vor der kommenden Großen Trübsal warnen (Matthäus 24, 21).
DIE HEILIGE SCHRIFT
Die Bibel ist die inspirierte Offenbarung Gottes an die Menschheit. Sie ist die
wahre Grundlage aller Kirchenlehren (Matthäus 4, 4; 2. Timotheus 3, 16). Wir
glauben, dass die Bibel in ihren ursprünglichen Manuskripten unfehlbar, und
somit das maßgebende Fundament aller wahren Erkenntnis ist (Johannes 17, 17).
WER UND WAS IST GOTT?
Die „Gottheit" besteht aus dem Vater und dem Sohn. Es gibt einen Gott (1.
Korinther 8, 4; 5. Mose 6, 4). Die Bibel zeigt, dass Gott eine Familie ist, die
mit zwei Wesen, Gott, dem Vater und dem Wort begann (1. Mose 1, 26; Epheser 2,
19; 3, 15; Hebräer 2, 10-11).
Gott ist Geist und ewig.
Der Vater ist das höchste Wesen in der Gottheit. Jesus
Christus sagte, dass er gesandt wurde, um den Vater zu offenbaren (Matthäus 11,
27; Johannes 1, 18; 17, 24-26) und erkannte an, dass sein Vater größer als er
ist (Johannes 10, 29; 14, 28).
Der Sohn, Jesus Christus, ist das „Wort" (griechisch
logos), durch das der Vater alle Dinge erschaffen hat (Johannes 1, 1-3), der
„einzig geborene Sohn" des Vaters (Johannes 1, 14.18; 3, 16.18) und der Erlöser
der gesamten Menschheit (1. Johannes 4, 14). Er starb für unsere Sünden und ist
auferstanden, auf dass wir vor dem ewigen Tod gerettet werden (Apostelgeschichte
4, 10-12). Er sitzt jetzt zur Rechten des Vaters und wirkt als unser
Hohepriester und lebendiges Oberhaupt der Kirche (Epheser 1, 22-23; Hebräer 4,
14-16).
DER HEILIGE GEIST
Gott ist Geist. Der heilige Geist ist die Substanz, die Gedanken, das Leben und
die Kraft Gottes. Er ist keine Wesen. Der Geist ist dem Vater und dem Sohn
innewohnend und geht von ihnen aus in das gesamte Universum (1. Könige 8, 27;
Psalm 139, 7; Jeremia 23, 24). Durch den Geist hat Gott alles erschaffen (1.
Mose 1, 1-2; Offenbarung 4, 11). Er ist die Kraft, durch die Christus das
Universum erhält (Hebräer 1, 2-3). Er wird allen gegeben, die ihre Sünden
bereuen und getauft wurden (Apostelgeschichte 2, 38-39) und ist die Kraft
(Apostelgeschichte 1, 8; 2. Timotheus 1, 6-7), durch die alle Gläubigen zu
„Überwindern" werden können (Römer 8, 37; Offenbarung 2, 26-27) und zum ewigen
Leben hingeführt werden.
DAS EVANGELIUM
Das Evangelium Christi ist die „Gute Nachricht" von der Vergebung unserer Sünden
durch Christi Opfer und von dem bald kommenden Reich und der Regierung Gottes.
Das Evangelium Christi vom Reich Gottes offenbart den Weg, durch den wir mit
Gottes Hilfe befähigt werden, mitregierende Mitglieder seines Königreichs zu
werden (Apostelgeschichte 2, 38-39; Markus 1, 14-15; Matthäus 24, 14;
Apostelgeschichte 8, 12; 17, 7; 28. 30-31; Offenbarung 2, 26-27).
DAS HEIL
Das Heil ist Gottes Gnadengeschenk durch den Glauben an Jesus Christus (Titus 3,
5; 2. Korinther 2, 15; Römer 5, 10). Nach Reue und Taufe rechtfertigt Gott uns
von unserem vergangenen Sünden. Dann beginnen wir einen fortlaufenden Prozess
des „erlöst werdens", während wir „an Gnade und Erkenntnis Jesu Christi wachsen"
(2. Petrus 3, 18). Unsere Erlösung wird vollendet sein bei der Auferstehung (1.
Korinther 15, 50-54). Durch die Einhaltung biblischer Festtage und Sabbate
gewinnen wir ein tieferes Verständnis für Gottes Heilsplan und die Schritte, die
wir als Christen zum Heil durchlaufen.
Schritte zum Heil
Glaube an Christus
Der erste wichtige Schritt zum Heil ist es, zu einem völligen Glauben
an Gott und an Christi Opfer zu gelangen (Hebräer 6, 1; 11, 6). Petrus sagte:
„Jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur
Vergebung eurer Sünden" (Apostelgeschichte 2, 36-38).
Reue
Ein bedeutender Schritt zum Heil ist das Bereuen der Sünden –
Bereuen der Übertretung von Gottes Gesetz (1. Johannes 3, 4;
Schlachter-Übersetzung). Als die neutestamentliche Kirche begann, gebot Petrus
unter Inspiration: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen ..."
(Apostelgeschichte 2, 38). Da jeder Mensch gesündigt hat (Römer 3, 23) und die
Strafe für Sünde der Tod ist (Römer 6, 23), muss jeder Sünder sich davon
abwenden, Gottes Gesetz zu brechen und gewillt sein, seinem Schöpfer zu
gehorchen durch Christus, der in ihm lebt (Galater 2, 20).
Taufe durch Untertauchen
Nachdem Gott uns berufen und zur Reue geführt hat und wir Christus
als unseren persönlichen Herrn und Erlöser angenommen haben, ist der
nächste wichtige Schritt zum Heil die Wassertaufe. Man soll getauft
werden (Apostelgeschichte 2, 38; 8, 35-39; 9, 1-18) als Zeichen der völligen
Unterwerfung unter Gott und der Bereitschaft, sein altes Ich zu begraben (Römer
6, 3-6).
Gottes Gnade erhalten
Das Heil ist das Ergebnis der Anwendung von Gottes „Gesetz" und seiner „Gnade"
(griechisch charis). „Denn durch die Gnade seid ihr
gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe
ist es [diese Art Glaube]; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme"
(Epheser 2, 8-9; Schlachter-Übersetzung)! Wir sind „durch sein [Christi] Blut
gerechtfertigt worden" und „mit Gott versöhnt worden [...] durch den Tod seines
Sohnes [aber werden] gerettet werden durch sein Leben" (Römer 5,
9-10; Schlachter-Übersetzung).
Bei der Taufe geht der Christ einen „Neuen Bund" mit Gott ein (Matthäus 26, 28).
Dieser Neue Bund schafft nicht das Gesetz Gottes ab. Gott schreibt sein
Gesetz in unsere Sinne und Herzen (Hebräer 8, 8-10). Wenn man getauft wird,
schließt man einen feierlichen Bund mit Gott, dass man mit der Hilfe des
heiligen Geistes seine Gebote halten und von da ab ein gottgefälliges Leben
führen wird! Es ist tatsächlich Christus, der dann sein Leben des Gehorsams
durch den heiligen Geist in uns lebt. Wie der Apostel Paulus inspiriert war, zu
schreiben: „Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes
Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben" (Galater 2,
20; Lutherbibel 1912).
Gottes heiligen Geist empfangen
Wenn wir bereut haben, Jesus angenommen haben und getauft
wurden, vergibt Gott uns unsere Sünden (Apostelgeschichte 2, 38; vgl. Psalm 103,
3.10-13). Um wirklich die Sünde zu überwinden, müssen wir Gottes „Kraft aus der
Höhe" (Lukas 24, 49) empfangen. Durch Gottes dynamischen Geist können wir seine
Gebote einhalten. Nach der Lehre des Neuen Testaments wurde der heilige Geist
durch das Auflegen der Hände von Christi Aposteln oder Ältesten empfangen
(Apostelgeschichte 8, 17; 9, 17; 19, 6; 2. Timotheus 1, 6).
Einen „lebendigen" Glauben ausüben
Nach dem Wort Gottes ist der Glaube essenziell für das Heil und ist eine der
grundlegendsten Lehren der Bibel (Hebräer 6, 1). „Ohne Glauben ist’s unmöglich,
Gott zu gefallen" (Hebräer 11, 6). Doch lebendiger Glaube beinhaltet auch, zu
tun, was Gott sagt, ihm also zu gehorchen! „Glaube ohne Werke [ist] tot"
(Jakobus 2, 20; Lutherbibel 1912).
Wachsen „an Gnade und Erkenntnis Gottes"
Nach Reue, Annahme Christi, Taufe und Empfang des heiligen Geistes
durch Händeauflegen (Apostelgeschichte 8, 17-18) muss das gerade getaufte
und neu gezeugte Kind Gottes weiter „in der Gnade und Erkenntnis
unseres Herrn" wachsen (2. Petrus 3, 18). Die „Verherrlichung" – Anziehen
der Unsterblichkeit – ist der letzte Schritt im Empfangen des Heils (1.
Korinther 15, 53). Das letztendliche Heil für die Menschheit kommt mit der
Verherrlichung in Gottes Reich (Epheser 5, 27; Philipper 3, 21; 2. Timotheus
2, 10).
JÄHRLICHE FESTTAGE VERSINNBILDLICHEN GOTTES HEILSPLAN
Gottes jährliche Festtage sind in 3. Mose 23 und 5. Mose 16
aufgelistet. Diese von Gott vorgegebenen heiligen Tage wurden geboten, dass sie
„ewig" eingehalten werden sollten (3. Mose 23, 14.21.31.41). Die apostolische
Kirche hielt die jährlichen Sabbate ein (Apostelgeschichte 2; 12, 3-4; 18, 21;
20, 6.16; 27, 9; 1. Korinther 16, 8). Sie werden auch während Christi Regierung
in seinem tausendjährigen Reich weiterhin eingehalten werden (Sacharja 14,
1.9.16-19).
Gottes jährliche Feste versinnbildlichen die sieben wesentlichen
Schritte in seinem Heilsplan:
Das Passa versinnbildlicht das Opfer Jesu Christi,
des „Lammes Gottes" (Johannes 1, 29; Kapitel 36; Offenbarung 5, 6), das für uns
geopfert wurde (1. Korinther 5, 7). Jesus etablierte das neutestamentliche Passa
mit den Symbolen von Brot und Wein (1. Korinther 11, 23-26).
Die sieben Tage der Ungesäuerten Brote stehen
symbolisch für das Entfernen des Sauerteigs der Bosheit und Schlechtigkeit aus
dem Leben des Gläubigen, und für das Teilhaben an Gottes Wesensart, dem
„ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit" (1. Korinther 5, 6-13; Lukas 12,
1).
Das Fest der Erstlingsfrüchte (Pfingsten)
versinnbildlicht die kleine Ernte „gezeugter" Nachfolger Christi, die in der
„ersten Auferstehung" (Offenbarung 20, 4-5) als „Erstlinge" (Jakobus 1, 18)
geerntet werden.
Der Posaunentag weist prophetisch auf das zweite
Kommen Jesu Christi hin (Matthäus 24, 31; 1. Korinther 15, 52; 1. Thessalonicher
4, 13-17; Offenbarung 11, 15-18; 19, 15; Sacharja 14, 9).
Der Versöhnungstag versinnbildlicht die Verbannung
Satans und die Versöhnung der Menschen mit Gott (3. Mose 16, 8.10.15-27;
Offenbarung 20, 1-3).
Das Laubhüttenfest verkörpert die bald kommende,
wundervolle Welt unter der Regierung Jesu Christi und seiner Heiligen (Sacharja
14; Matthäus 9, 37-38; 13, 1-30; Lukas 12, 32; Johannes 7, 6-14;
Apostelgeschichte 17, 31; Offenbarung 12, 9; 20, 4-6).
Der letzte, große Tag steht für das Gericht des
großen, weißen Thrones, das am Ende der tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi
auf Erden stattfinden wird (Johannes 7, 37; 3. Mose 23, 33-34.36.39; Offenbarung
20, 11-12).
DAS GESETZ GOTTES
Gottes grundlegendes, geistliches Gesetz ist in den „Zehn Geboten"
zusammengefasst (2. Mose 20, 1-17; 5. Mose 4, 13; 10, 4). In der „Bergpredigt"
und an anderen Stellen hat Jesus das Gesetz Gottes erweitert (Matthäus
Kapitel 5-7; Jesaja 42, 21) und seinen Nachfolgern gezeigt, dass sie sowohl dem
Buchstaben, als auch dem „Geist" des Gesetzes gehorchen müssen. „So ist also
das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut" (Römer 7, 12). Das
Praktizieren dieser Lebensweise – durch Christus, der in uns lebt (Galater
2, 20) – macht einen zu einem wahren „Heiligen" (Offenbarung 14, 12).
GOTTES SABBAT
Das Wort Gottes offenbart: „Am siebten Tage ist der Sabbat des HERRN" (2.
Mose 20, 10; 5. Mose 5, 14). Er soll von Sonnenuntergang am Freitag bis
Sonnenuntergang am Samstag eingehalten werden. Er ist Gottes „Zeichen" zwischen
ihm und seinem treuen Volk – ein Sinnbild für Gottes „Ruhe" und somit eine
Erinnerung für uns, dass er der Schöpfer ist. Er versinnbildlicht ebenfalls das
Millennium – die kommende, tausendjährige „Ruhe," wenn Christus als König aller
Könige zurückkehrt (Hebräer 4, 1-4; Offenbarung 20, 4-6). Jesus Christus, die
Apostel und die frühe Kirche hielten immer den von Gott gebotenen Sabbat ein
(Lukas 4, 16; Apostelgeschichte 17, 2), und er wird auch während Christi
kommender, tausendjähriger Herrschaft über die Erde von „allem Fleisch"
eingehalten werden (Jesaja 66, 23).
SÜNDE – UND IHRE KONSEQUENZEN
„Die Sünde ist die Gesetzesübertretung" (1. Johannes 3,4;
Schlachter-Übersetzung). „Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit
Gottes" (Römer 3, 23; Schlachter-Übersetzung) und „der Sünde Sold [Lohn] ist der
Tod" (Römer 6, 23).
DER ERSTE TOD
Der Tod ist das natürliche „Ende des Lebens" (1. Mose 2, 17; Hesekiel 18, 4).
„In Adam sterben alle" (1. Korinther 15, 22). „Den Menschen [ist] bestimmt,
einmal zu sterben" (Hebräer 9, 27). Nach dem „ersten Tod" werden alle
Menschen zurück zum Leben erweckt. Die Bibel offenbart, dass letztlich alle
Menschen wiedererweckt werden (Johannes 5, 28; 1. Korinther 15, 22).
DER ZWEITE TOD
Der „zweite Tod" ist ein ewiger Tod – völlige Auslöschung. Diejenigen,
die den zweiten Tod sterben, werden nie wieder ein Bewusstsein erlangen
(Maleachi 3, 19; Matthäus 10, 28; 25, 46). Der zweite Tod ist tatsächlich
eine völlige Vernichtung (Offenbarung 20, 14-15). Wenn wir aus freiem
Willen sündigen, nachdem wir Erkenntnis der Wahrheit erlangt haben, so gibt es
keine Vergebung für solche gewollten Sünden (Hebräer 6, 4-8; 10, 26-31).
DIE BEDEUTUNG VON „WIEDERGEBOREN"
Für eine physische, menschliche Geburt braucht es zuerst die „Zeugung"
(durch den Mann) und die „Empfängnis" (durch die Frau). Bei der geistlichen
Geburt braucht es entsprechend eine geistliche Zeugung und Empfängnis.
Dann, nach einer Zeit „geistlichen Heranreifens" oder geistlichen Wachstums (2.
Petrus 3, 18), werden wahre Christen eines Tages eine buchstäbliche geistliche
„Geburt" erleben und somit zu unsterblichen Kindern Gottes werden. Wir werden
bei der Auferstehung buchstäblich wiedergeboren, wie Christus auch „nach dem
Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die
Auferstehung von den Toten" (Römer 1, 4).
GOTTES FORM DER KIRCHENREGIERUNG
Der Vater hat höchste Autorität und sein Sohn Jesus Christus ist ihn an Rang und
Autorität unterstellt (Johannes 14, 28). „Gott [der Vater] ist das Haupt
[Oberhaupt] Christi" (1. Korinther 11, 3) und „Christus [ist] das Haupt
der Gemeinde" (Epheser 5, 23). Gott regiert mit Liebe und setzt dieses Muster in
der Kirche fort. Unter dem Vater und seinem Sohn, Jesus Christus, sind „ (1)
Apostel, (2) Propheten, (3) Evangelisten, (4) Hirten [Pastoren], und (5) Lehrer"
(Epheser 4, 11). Gottes Art der Regierung war immer eine Regierung von oben
nach unten (2. Mose 18, 21-26).
Jesus lehrte „dienende Führerschaft" in Wort und Vorbild
(Matthäus 20, 25-28). Er sagte: „Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker
niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter
euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener, und wer unter
euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht
gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein
Leben zu einer Erlösung für viele."
KIRCHENGESCHICHTE
Die Living Church of God führt sich historisch auf die apostolische
Kirche in der Apostelgeschichte (dem Zeitalter von Ephesus) zurück. Die
Sendschreiben an die sieben Gemeinden in Offenbarung 2 und 3 zeigen in der
zeitlichen Abfolge die Geschichte der wahren Kirche von dieser Zeit an. Diese
sieben Gemeinden beschreiben aufeinander folgende Epochen oder Zeitalter in
Gottes Kirche. Wir glauben, dass das Zeitalter von Philadelphia in den 1930er
Jahren begann und dass wir eine Fortsetzung dieses Zeitalters von Philadelphia
sind.
DER ZEHNTE
Gott ist der Schöpfer von allem, was existiert (Offenbarung 4, 11). Als Herr des
Universums übt er sein Besitzrecht und Kontrolle über seine ganze Schöpfung aus
(Apostelgeschichte 17, 24-29). Jesus Christus sagte, man „sollte" den Zehnten
geben (Matthäus 23, 23). Die Bibel zeigt, dass „alle Zehnten [...] dem HERRN
gehören" (3. Mose 27, 30). Lange vor dem Alten Bund zahlte Abraham – „der Vater
aller, die glauben" (Römer 4, 11) – einen Zehnten an den Repräsentanten Gottes
(1. Mose 14, 20). Durch die Gabe des Zehnten dienen Christen Gott, indem sie das
Predigen des Evangeliums, die Zusammenkünfte an Festtagen und die Anliegen der
Kirche und der Bedürftigen unterstützen.
DEFINITION VON EHE
Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau. Da Gott uns als Mann
und Frau geschaffen hat, ist er der Urheber der Ehe. Die Ehe ist ein
Abbild der Beziehung zwischen Christus und der Kirche (Epheser 5, 22-23). Mit
sehr wenigen, von Gott vorgegebenen Ausnahmen (Matthäus 19, 8; 1. Korinther 7)
ist sie für Christen bis zum Tode bindend (Matthäus 19, 3-9).
RASSISTISCHE VORURTEILE ÜBERWINDEN
Gottes Wort gebietet der gesamten Menschheit, ihre Nächsten wie sich selbst
zu lieben (3. Mose 19, 18; Matthäus 22, 39; Apostelgeschichte 17, 24-29).
Gott offenbart, dass das Heil jetzt sowohl den Juden als auch den Heiden frei
zugänglich ist (Apostelgeschichte 10, 34-35; Römer 10, 12-13; vgl. Joel 3, 1.5).
Wir glauben, dass Liebe und ein tiefer Respekt gegenüber allen Völkern und
ethnischen Gruppen gezeigt werden soll (Römer 13, 10).
HERAUSKOMMEN AUS DER WELT
Die Bibel lehrt, dass Satan, der Teufel, die ganze Welt verführt hat
(Offenbarung 12, 9) und dass Gottes Volk sich von den Systemen dieser Welt
fernhalten soll (Johannes 15, 19; Offenbarung 18, 4).
Dieses Fernhalten bedeutet, dass diejenigen, die Gott berufen
hat, einer anderen Lebensweise nachfolgen und in einem realen Sinn Botschafter
der Regierung Gottes sind (Epheser 6, 20; 1. Petrus 2, 9-10). Daher hat die
Kirche Gottes in ihrer ganzen Geschichte ihre Mitglieder gelehrt, nicht an
säkularer Rechtsprechung und weltlicher Politik mitzuwirken.
MILITÄRDIENST UND KRIEG
Die Living Church of God folgt den Lehren Jesu und der Apostel. Jesus
sagte: „Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl denen,
die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für die, die euch
beleidigen. Und wer dich auf die eine Backe schlägt, dem biete die andere auch
dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem verweigere auch den Rock nicht" (Lukas 6,
27-29). Der Apostel Jakobus, Jesu Bruder, lehrte in gleicher Weise Jesu
Botschaft im Bezug auf Gewalt und Krieg (Jakobus 4, 1-10).
Die Kirche Gottes hielt auch historisch betrachtet schon
immer den Militärdienst ihrer Mitglieder für falsch. Aufzeichnungen belegen,
dass die Mitglieder der Kirche Gottes sich von der Amerikanischen Revolution
über die beiden Weltkriege bis zu späteren militärischen Eingriffen ständig an
die Kriegsdienstverweigerung gehalten haben.
GÖTTLICHE HEILUNG
Heilung ist eine der „Gaben des Geistes" (1. Korinther 12, 1.9). Einer der
hebräischen Namen Gottes ist Jahwe Ropheka, was bedeutet „der HERR,
der heilt." Der Herr ist ein großer Gott, „der dir alle deine Sünden vergibt
und heilet alle deine Gebrechen" (Psalm 103, 3; 1. Petrus 2, 24). „Ist
jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie
über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des
Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; Und wenn er
Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden
und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel,
wenn es ernstlich ist" (Jakobus 5, 14-16).
Die Living Church of God folgt dieser direkten
biblischen Anweisung. Wir glauben, dass Gott auch heute in jedem einzelnen Fall
entsprechend dem Glauben des Betroffenen und dem Willen Gottes heilt.
GOTTES GESUNDHEITSGESETZ IM BEZUG AUF FLEISCH
1. Mose 7, 1-2, 3. Mose Kapitel 11 und 5. Mose 14 geben Gottes Anweisungen
wieder hinsichtlich dessen, was er „rein" (essbar) und „unrein" (nicht essbar)
geschaffen hat. Noch lange nach der Kreuzigung Jesu erkannte Petrus noch immer
an, dass dieses Gesetz bindend war (Apostelgeschichte 10, 14). Und sogar nach
einer Vision unreiner Tiere, die auf einem Tuch herabkamen, erklärte Petrus:
„Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen meiden oder unrein nennen soll"
(Vers 28).
HERKUNFT DER HEUTIGEN ISRAELITEN
Einer der wichtigsten Schlüssel für das Verständnis von Prophezeiungen ist es,
den wahren, biblischen Ursprung der Juden und der „verlorenen" zehn
Stämme Israels zu kennen – und der nordwesteuropäischen Länder, in denen sich
ihre Nachkommen angesiedelt haben.
Die anglo-amerikanischen Völker besitzen die Verheißungen
des Erstgeburtsrechts und der dieses begleitenden Segnungen als Nachfahren
Abrahams durch seinen Enkel Jakob. Gottes Wort offenbart, dass Jakobs Nachkommen
aus Josefs Linie von einer Zeit großen Unglücks heimgesucht werden – einer Zeit
genannt „Angst für Jakob" –, weil sie ihren Schöpfer entehrt haben, der ihnen
die größten nationalen Segnungen in der Geschichte der Menschheit gegeben hat
(Jeremia 30, 4-7; Matthäus 24, 21; Daniel 12, 1).
DIE „GROSSE TRÜBSAL"
Die Bibel spricht von einer Zeit großer Katastrophen, genannt
die „Große Trübsal" (Matthäus 24, 21-22 – Schlachter-Übersetzung; Daniel 11,
40-45; 12, 1; Lukas 21, 19-36) – auch Zeit der „Angst für Jakob" genannt
(Jeremia 30, 3-7). Jesus Christus wird persönlich diese höllischen Tage
verkürzen müssen, weil sonst „kein Fleisch errettet werden" würde (Matthäus 24,
22; Schlachter-Übersetzung). Wir glauben, dass wir uns dieser Zeit schnell
nähern.
DER „TAG DES HERRN"
Der Tag des Herrn, der an über 30 Stellen in der Bibel erwähnt ist, wird eine
Zeit sein, in der Gott direkt in die Angelegenheiten der Menschen auf dieser
Erde eingreifen wird, wenn er die Bewohner der Erde für ihre empörenden
Sünden strafen wird (Joel 1, 14-20; 2, 1- 3, 5; 4, 9-17).
Nach Matthäus 24, 29-31 wird es himmlische Zeichen direkt
nach der großen Trübsal und vor dem Tag des Herrn geben. „Die Sonne
[wird] sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne
werden vom Himmel fallen." Gott sagte: „Und ich will Wunderzeichen geben am
Himmel und auf Erden [...]. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut
verwandelt werden, ehe denn der große und schreckliche Tag des HERRN
kommt" (Joel 3, 3-4).
CHRISTI ZWEITES KOMMEN
Jesus versprach seinen Jüngern zehn Mal auf feierliche Weise in Matthäus
24, dass er sicher wieder kommen werde (siehe auch Johannes 14, 3). Er sagte,
eine „Bedrängnis" werde vor dem Kommen des Menschensohns sein (Matthäus 24,
29-30). Sein Kommen „mit hellen Posaunen" (Vers 31) wird geschehen, wenn die „siebte
Posaune" ertönt (Offenbarung 11, 15). Diese Posaune wird auch die „letzte
Posaune" genannt (1. Korinther 15, 52; 1. Thessalonicher 4, 13-18). Dies ist die
„erste Auferstehung," und diejenigen, die daran teilhaben, werden mit Christus
für „tausend Jahre" regieren (Offenbarung 20, 4.6).
DAS „MILLENNIUM"
Propheten des Alten und des Neuen Testaments sahen eine Zeit wunderbaren
Friedens auf dieser Erde voraus (Jesaja Kapitel 2; 9; 11, 6-9; 14, 7; Jeremia
31; Micha 4; Sacharja 8, 20-23; Sacharja 14; Maleachi 3, 19-24;
Apostelgeschichte 3, 19-21; Offenbarung 20, 4-6). Das Millennium – die
tausendjährige Herrschaft Jesu Christi und der Heiligen auf Erden – ist diese
Zeit.
DAS „LETZTE GERICHT"
Es gibt drei große Zeiten des Gerichts, die in der Bibel erwähnt werden:
Das Kirchenzeitalter, in dem Gott nur sein eigenes
Volk richtet – diejenigen, die aus der Welt heraus in seine Kirche berufen sind
(1. Petrus 4, 17).
Das Millennium, in dem alle Nationen mit Christi
Wahrheit und seiner wundervollen Lebensweise für 1000 Jahre in Kontakt kommen
(Jesaja 11, 9; Offenbarung 20, 2-6).
Das Zeitalter des „letzten Gerichts" (genannt
„Gericht des großen, weißen Thrones"), in dem alle, die je gelebt haben – aber
in Sünde und Unkenntnis der Wahrheit Gottes und seiner Lebensweise gestorben
sind –, wieder zu physischem Leben auferweckt werden und ein Verständnis für das
Wort Gottes erhalten (Offenbarung 20, 11-14; Matthäus 10, 15; 11, 21-24; 12,
41-42; Hesekiel 37, 1-14).
DER URSPRUNG DES MENSCHEN, SEIN UNGLAUBLICHES POTENZIAL UND
DIE BESTIMMUNG SEINES LEBENS
Gott schuf den Menschen aus „Erde vom Acker" (1. Mose 2, 7).
Menschliche Wesen sind nach dem Ebenbild Gottes erschaffen (1. Mose 1,
26; vgl. 5, 3); ihnen sind auch ein Gott ähnlicher Verstand und Gefühle gegeben.
Gott plante, dass diejenigen, die ihre Sünden bereuen und getauft wurden, Gottes
Geist empfangen sollen (Apostelgeschichte 2, 38-39; Johannes 3, 16). Bei Christi
zweitem Kommen wird all denjenigen, die in diesem Leben bekehrt wurden, ob sie
dann tot oder lebendig sind, Unsterblichkeit verliehen – sie werden dann
geboren als vollwertige „Kinder Gottes, weil [...] Kinder der Auferstehung"
(Lukas 20, 36).
„Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das
Erdreich besitzen" (Matthäus 5, 5; vgl. Psalm 37, 9.11.22.29.34).
„Und wer überwindet, der wird es alles [das All] ererben"
(Offenbarung 21, 7).
Entsprechend allen Prophezeiungen und Verheißungen der Bibel
werden Gottes „Erstlingsfrüchte" (diejenigen, die in diesem Zeitalter berufen
wurden) entlohnt mit einem Platz oder einer Position mit
Regierungsverantwortung in Gottes Reich (Johannes 14, 1-3; Offenbarung 3,
21; 20, 4-6) hier auf Erden (Offenbarung 2, 26-27; 5, 10; Daniel 2, 44).
Die wahren Heiligen werden zu vollwertigen Kindern Gottes – „Kinder der
Auferstehung" (Lukas 20, 36). Gottes Absicht ist es, sich selbst zu vermehren
und die Bekehrten letztlich zu vollwertigen Mitgliedern in der Familie Gottes
unter der Autorität des Vaters und des Sohnes zu machen (1. Johannes 3, 1-3).
Die Bekehrten werden in der Auferstehung an der göttlichen Herrlichkeit
teilhaben. Jesus betete: „Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du
mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du
in mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich
gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst" (Johannes 17, 22-23).

GG2.0, März 2004
© 2004 Living Church of God
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Englischer Titel: Official Statement of Fundamental Beliefs
Diese Publikation darf nicht verkauft werden!
Sie wird von der Living Church of God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung
gestellt.
Biblische Verweise und Zitate sind, soweit nicht anders angegeben,
der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
