Langjährige Leser der Welt von Morgen – und selbst die meisten neuen – wissen, dass wir leidenschaftlich daran interessiert sind, die Zehn Gebote zu halten, einschließlich des vierten Gebots, das uns auffordert, den Siebenten-Tags-Sabbat zu halten. Jesus Christus hielt den Siebenten-Tags-Sabbat. Seine Anhänger des ersten Jahrhunderts, Juden und Heiden, hielten ihn alle, und im Laufe der Geschichte hat eine ununterbrochene Linie gläubiger Christen ihn ebenfalls gehalten – genau wie Gott es gebietet.

Aber wie genau sollte man den Siebten-Tags-Sabbat einhalten?

Wie immer warten die Antworten, die wir brauchen, im inspirierten Wort Gottes auf uns. Seine Antwort auf die Frage, wie man den Sabbat einhält, wird in der gesamten Schrift deutlich, wie viele wichtige biblische Passagen zeigen.

 

Mehr als ein jüdischer Brauch

Zunächst sollten wir zwei Fehler hervorheben, die wir vermeiden sollten – und der erste, den wir ansprechen werden, ist der Glaube, dass wir auf hebräische oder jüdische Praktiken zurückgreifen sollten, um zu verstehen, wie man den Sabbat einhält.

Das ist aus mehreren Gründen ein Fehler. Erstens hat das Judentum im Laufe der Jahrhunderte viele weitere von Menschen geschaffene Vorschriften, Beschränkungen und Bedingungen hinzugefügt, die Gott nie als Teil der Einhaltung des Sabbats vorgesehen hatte. Tatsächlich stellte Jesus Christus während des gesamten Wirkens auf Erden die jüdische Führung in Frage, wie sie Gottes Sabbat zur Last gemacht hatten. Zum Beispiel finden wir: „Und es begab sich, dass er am Sabbat durch die Kornfelder ging, und seine Jünger fingen an, während sie gingen, Ähren auszuraufen. Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?“ (Markus 2, 23-24).

Durchsuchen Sie die Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung, und Sie werden keine Stelle finden,  in der Gott sagt, dass man sich nicht selbst ernähren darf, indem man am Sabbat ein paar Getreideähren pflückt. Sie finden Anweisungen, keine geschäftigen Zeiten im Jahr wie Pflügen und Ernte als Ausrede zu nutzen, den Sabbat nicht einzuhalten (2. Mose 34, 21) – aber niemand würde das, was Jesu Apostel taten, zu Recht „Ernte“ nennen. Sie verletzten die überstrengten, unbiblischen Vorschriften des Judentums, aber sie waren nicht schuldig, das vierte Gebot gebrochen zu haben! Wenn sie es waren, dann war Jesus es auch – und doch wissen wir, dass er nie auch nur eines von Gottes Geboten gebrochen hat!

Nachdem er hervorgehoben hatte, wie der Hohepriester zur Zeit von König David Gottes Gesetz besser nach seiner Absicht umgesetzt hatte, erklärte Jesus: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat“ (Markus 2, 27-28). Christus wies darauf hin, dass Gott den Sabbat zum Nutzen des Menschen geschaffen habe, nicht umgekehrt – und dass die unbiblischen Anforderungen, die die jüdischen Behörden dem Sabbatgebot hinzugefügt hatten, ihn zu einer Last machten, die Gott nie vorgesehen hatte.

Solche Beispiele, in denen Jesus die angeblichen Experten über das richtige Sabbathalten korrigiert, gibt es mehrfach in den Evangelien. Die Schriftgelehrten, Pharisäer und Priester mögen Experten im Judentum gewesen sein, aber sie waren keine Experten darin, Gottes Gesetze so zu befolgen, wie er es beabsichtigt hatte. Und das gilt auch heute noch.

Der Apostel Paulus erklärte in Beuzug auf seine Mitjuden, „dass sie Eifer für Gott haben, aber ohne Einsicht“ (Römer 10, 2). Es ist Gottes Geist, der durch die Predigerschaft seiner Kirche, des Leibes Christi, wirkt und Wahrheit und Verständnis der Schrift bringt – keine Besessenheit von einer bestimmten historischen Sprache, Kultur oder einem bestimmten Volk (Johannes 16, 13; Epheser 4, 11-16).

Den Sabbat einzuhalten bedeutet nicht, Praktiken zu übernehmen, die im Judentum oder den Lehren verschiedener sogenannter „Hebräische-Wurzeln“-Bewegungen gründen. Gottes Gebote sind oft viel einfacher, als man ihnen zutraut. Um den Sabbat einzuhalten, muss niemand das Judentum oder eine der vielen Bewegungen übernehmen, die es in unterschiedlichem Maße nachahmen wollen.

 

Den siebten Tag absondern

Eine weitere Falle, die wir erkennen müssen, ist der Fehler, den Sabbat so zu behandeln, als wäre er einfach ein Grundprinzip von „ein Tag von sieben“ und nicht der speziell festgelegte siebte Tag der Woche – der einzige Wochentag, den Gott als seinen Sabbat abgesondert hat.

Wir sahen vorhin, dass Jesus sagte, der Sabbat sei „gemacht“ (Markus 2, 27-28). Dies weist auf eine tiefgreifende Wahrheit über den Sabbat hin: Er wurde direkt von Gott geschaffen. Wenn wir von dieser Schöpfung in 1. Mose Kapitel 2 lesen, sehen wir, dass der Sabbat einzigartig war – etwas, das Gott durch ein Nichtwirken geschaffen hat: „So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte“ (1. Mose 2, 1-3).

Hier sehen wir, dass Gott speziell den siebten Tag abgesondert hat – nicht irgendeinen beliebigen Wochentag. Das spiegelt auch das Gebot selbst wider: „Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! Sechs Tage darfst du schaffen und all deine Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht“ (2. Mose 20, 8-10; Einheitsübersetzung).

Beachten Sie, wie offensichtlich es ist, dass Gott, der allein die heilige Zeit bestimmen kann, speziell den siebten Tag der Woche als Sabbat absonderte. Einen anderen Wochentag zu begehen, ist einfach keine Sabbateinhaltung. Ruhen? Klar. Sich ein bisschen „Ich-Zeit“ nehmen? Vielleicht. Aber das ist keine Einhaltung des Sabbats.

Tatsächlich wird diese Wahrheit – dass nur der siebte Tag der Woche von Gott als sein Sabbat festgelegt wurde – von großen Konfessionen weltweit anerkannt. Zum Beispiel schrieb der römisch-katholische Gelehrte James Kardinal Gibbons in The Faith of Our Fathers [Der Glaube unserer Vorväter]: „Und dennoch können Sie die Bibel von Genesis bis zur Apokalypse durchlesen und werden nicht eine Zeile finden, die die Heiligung des Sonntags autorisiert.  Die Schriften bekräftigen die Einhaltung des Samstags, eines Tages, den wir nie heilig halten“ (1904, Seite 86). Ähnliche Eingeständnisse mehrerer Denominationen finden Sie in unserer Broschüre „Welcher Tag ist der christliche Sabbat?“, die Sie kostenlos erhalten können, indem Sie sie beim Ihnen nächstgelegenen Regionalbüro anfordern, oder indem Sie uns online unter weltvonmorgen.org besuchen.

 

Keine Arbeit erlaubt

Jetzt, da wir diese Missverständnisse ausgeräumt haben, können wir uns mehrere Schlüssel zur Einhaltung von Gottes Sabbat ansehen. Beginnen wir damit, das Sabbat-Gebot vollständig zu betrachten:

Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! Sechs Tage darfst du schaffen und all deine Arbeit tun. Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin und dein Vieh und dein Fremder in deinen Toren. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazugehört; am siebten Tag ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbat gesegnet und ihn geheiligt (2. Mose 20,8-11).

Zunächst sollten wir beachten, dass wir unsere Arbeit am Sabbat einstellen sollten. Wir haben vorhin gesehen, dass Gott selbst dies bei der Schöpfung tat: „Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken“ (1. Mose 2, 2). Ebenso gebietet Gott uns, am siebten Tag mit unserer eigenen Arbeit aufzuhören. In der heutigen geschäftigen Welt ist es allzu leicht, sieben Tage die Woche durchzuarbeiten – aber Gott gebietet uns, mit unserer Arbeit zu pausieren und aufzuhören,  wenn der siebte Tag beginnt.

Und wann beginnt dieser Tag? Wie 1. Mose 1 und andere Bibelstellen zeigen, zählt Gott die Tage von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang. Der Siebenten-Tags-Sabbat beginnt also am Freitag bei Sonnenuntergang und dauert bis zum Sonnenuntergang am Samstag. Wenn der Sonnenuntergang am Freitag kommt, gebietet Gott, dass wir unsere Arbeit beiseitelegen, unsere regelmäßigen Beschäftigungen aufgeben und uns ausruhenso wie er es vor 6.000 Jahren getan hat.

Natürlich wird Gott nicht müde. Er musste sich am siebten Tag nicht ausruhen, und er dachte ganz sicher nicht: Wow, diese sechs Tage des Erschaffens waren wirklich schwer – ich brauche eine Pause! Vielmehr ruhte er an diesem Tag als Vorbild für uns.

Manche mögen einwenden: „Mein Job hat Zeiten, die einfach zu voll sind, um eine Pause zu machen!“ Wenn Sie denken, das triftt auf Sie zu, verstehe ich das! Ich war früher Versicherungsmathematiker bei einer großen Versicherungsgesellschaft, und unsere Abteilung hatte einige Zeiten im Jahr, in denen die Arbeit besonders intensiv war, und die oft wichtige juristische Berichterstattung beinhalteten. Aber sollen wir die Sabbatruhe in diesen geschäftigen Zeiten aufgeben? Was sagt Gott?

Betrachten wir 2. Mose 34, 21, was wir vorhin erwähnt haben – und denken Sie daran, dass das alte Israel eine landwirtschaftliche Gesellschaft war. „Sechs Tage sollst du arbeiten“, lesen wir, „am siebenten Tage sollst du ruhen, auch in der Zeit des Pflügens und des Erntens“. Für die alten Israeliten waren Pflügzeit und Erntezeit wohl die geschäftigsten Zeiten des Jahres! Doch Gott gebot ihnen, in diesen Zeiten keine Ausnahme zu machen. Sie sollten sein Gebot ehren und am siebten Tag der Woche von der Arbeit ausruhen.

Nun bedeutet „arbeiten“ nicht nur „beruftliche Tätigkeit“. Schließlich verbringen viele Menschen, die am Samstag „frei“ haben, die Zeit damit, den Rasen zu mähen, Hausarbeit zu erledigen oder andere mühsame Aufgaben zu erledigen. Aber das Gebot ist klar: Am „siebten Tag... darfst du keine Arbeit tun“ – weder du noch diejenigen, über die du Autorität hast (2. Mose 20, 10). Am Freitagabend zum Sonnenuntergang gebietet Gott uns, uns auf andere Dinge zu konzentrieren.

 

Schützen Sie den Sabbat, indem Sie sich darauf vorbereiten

Ein Teil der Begehung des Sabbats, wie Gott es vorgesehen hatte, besteht darin, sich richtig darauf vorzubereiten – ein Prinzip, das Gott den alten Israeliten beibrachte, nachdem er sie aus Ägypten befreit hatte. Viele Menschen haben von dem wundersamen „Manna vom Himmel“ gehört, aber nur wenige wissen, dass das Wunder Gottes Volk auf die Probe gestellt hat, um zu sehen, ob sie das Sabbatgebot ernst nehmen würden.

Ich empfehle Ihnen, den gesamten Bericht in 2. Mose 16 zu lesen, aber vorerst werden wir einfach feststellen, dass Gott an den ersten fünf Tagen der Woche für jenen Tag genug Manna regnen ließ, jeden Tag. Aber am sechsten Tag regnete er genug für zwei Tage herab, damit die Israeliten genügend für diesen Tag und den folgenden Sabbat vorbereiten konnten. Dann, am Sabbat, durften sie nicht hinausgehen, um mehr zu suchen – da Gott ihnen am Tag zuvor genug für zwei Tage gegeben hatte.

Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des Herrn; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde. Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts. Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten? (2. Mose 16, 25-28).

Gott hatte sie gewarnt, sich in der Zeit davor richtig auf den siebten Tag vorzubereiten – und genau das sollten wir tun. Er möchte, dass wir, indem wir uns darauf vorbereiten, den Segen schützen, den sein Sabbat darstellt – indem wir an den anderen sechs Tagen der Woche Hausarbeiten und andere alltägliche Aufgaben erledigen und so den siebten Tag für die göttliche Ruhe bewahren, die er vorgesehen hat.

Doch der Sabbat bedeutet weit mehr als bloße Entspannung. So wichtig körperliche Ruhe auch sein mag, die wahre Kraft und der Segen des Sabbats werden freigeschaltet, wenn wir uns mit den Schlüsseln auseinandersetzen, die noch übrig sind.

 

Halten Sie den Sabbat heilig

Weit mehr als nur ein Ruhetag ist der Sabbat ein heiliger Tag, der von Gott abgesondert wurde. Tatsächlich lesen wir dies im vierten Gebot, noch bevor uns gesagt wird, wir sollen ruhen: „Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!“ (2. Mose 20, 8). Da ist es, gleich am Anfang!

Erinnern Sie sich daran, was Gott bei seiner Schöpfung des Sabbattags getan hat: „So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte“ (1. Mose 2, 1-3).

Beachten Sie, dass er am siebten Tag nicht nur ruhte. Er segnete ihn und heiligte ihn – machte ihn heilig. Diejenigen, die versuchen zu behaupten, dass die Heiligkeit des Sabbats am Berg Sinai begann, oder dass der Sabbat nur für jüdische Menschen sei, haben dafür keine Grundlage. Die Bibel ist klar, dass der Sabbat bei der Schöpfung heilig gemacht wurde.

Als ein geheiligter Tag, der von den anderen Wochentagen als heilige Zeit abgesondert ist, sollten wir den Siebenten-Tags-Sabbat nicht auf die gleiche Weise verbringen wie diese anderen Tage. Schließlich ruhen sich die meisten von uns an anderen Tagen der Woche auf allerlei Arten aus oder „tanken auf“ – vielleicht gehen wir ins Kino, schauen Sport, spielen ein wenig Golf, besuchen ein Konzert oder lesen ein paar Kapitel eines fesselnden Romans. Aber der Sabbat ist nicht nur ein freier Tag, und er ist weit mehr als nur eine erholsame Urlaubszeit. Es ist eine heilige Zeit, die von Gott für besondere Zwecke vorgesehen ist.

Durch die inspirierten Worte des Propheten Jesaja machte Gott deutlich, dass er zu allen Menschen spricht – nicht nur zum jüdischen Volk –, als er sagte: „Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!“ (Jesaja 56, 2). Wir sehen deutlich, dass Gott einen Segen verkündet für diejenigen, die etwas nicht als gemein betrachten, das er heilig erklärt hat – seinen Sabbat. Und er führte weiter aus:

Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat »Lust« nennst und den heiligen Tag des Herrn »Geehrt«; wenn du ihn dadurch ehrst, dass du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest, dann wirst du deine Lust haben am Herrn, und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen (Jesaja 58, 13-14).

Was bedeuten diese Worte? Sicherlich ist der Sabbat ein Tag, an dem wir mehr Zeit als sonst mit Gebet und dem Studium von Gottes Wort verbringen sollten. Aber steckt mehr dahinter?

In der kostenlosen Broschüre, die ich vorhin erwähnt habe: Welcher Tag ist der christliche Sabbat?, erklärte Dr. Roderick C. Meredith – der Jesus Christus mehr als 60 Jahre als Evangelist diente –, was Gott mit dieser Passage in Jesaja meint:

Wir sollen also an Gottes heiligem Tag nicht unseren eigenen Vergnügungen nachgehen.  Das bedeutet, wir sollten dann nicht unsere Hobbys oder Freizeitaktivitäten ausüben.  Es schließt jedoch nicht aus, dass wir irgendwelche Dinge tun, die uns Spaß machen, denn wir sollten den Sabbat eine LUST nennen können.  Der Punkt ist, dass in allem, was wir tun, Gott einen wesentlichen Anteil haben soll.  Ein Spaziergang mit der Familie durch die Natur ist zum Beispiel eine schöne Gelegenheit, Gott näher zu kommen, der die wunderbare Schöpfung, die wir sehen, geschaffen hat.

Wenn der siebte Tag anbricht, müssen wir aufhören, unseren eigenen Wegen nachzugehen (den Dingen, die wir normalerweise tun), unser Vergnügen zu suchen (nur auf Vergnügungen aus zu sein) und unser eigenes, leeres Gerede zu reden (über die alltäglichen Dinge, die Gott ausschließen).  Der letzte Teil ist oft SEHR SCHWIERIG auszuführen, denn „wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“ (Matthäus 12, 34).  Um den Sabbat wirklich in seiner geistlichen Dimension zu halten, müssen wir unsere Gedanken auf Gott richten und auf die Dinge, mit denen Gott will, dass wir uns während seiner heiligen Zeit beschäftigen.  Dann, so verspricht Gott, werden wir wahrhaft gesegnet werden. (Seiten 38-39).

Zu lernen, Gottes Gebot zu ehren, indem wir uns von unserem gewohnten Alltag ausruhen – den Siebenten-Tags-Sabbat als heilige Zeit zu behandeln – ist nichts weniger als lebensverändernd.

 

Nehmen Sie an der heiligen Versammlung teil

Es gibt noch einen weiteren Schlüssel, den viele nicht verstehen. Ja, wir sollten mit unserer Arbeit aufhören und uns Raum dafür geben, indem wir den Sabbat planen und vorbereiten, und wir sollten den Sabbat heilig halten, indem wir ihn als die heilige Zeit behandeln, zu der Gott ihn geschaffen hat. Dies sind wesentliche erste Schritte, aber viele aufrichtige Menschen bleiben dort stehen und verhindern unbewusst, dass sie die vollen Segnungen des Siebten-Tages-Sabbats erfahren, wie Gott ihn vorgesehen hat. Um diese Segnungen zu empfangen, brauchen wir einen dritten wichtigen Schlüssel: das Zusammenkommen in der heiligen Versammlung am Sabbat.

Das wird in den Eröffnungsversen von 3. Mose 23 erklärt: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage den Israeliten und sprich zu ihnen: Dies sind die Feste des Herrn, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen; dies sind meine Feste“ (Verse 1-2). Beachten Sie, dass er diese Tage nicht „die Feste der Juden“ oder auch „die Feste Israels“ nennt. Er sagt, dass dies seine Feste sind, „die Feste des Herrn“!

Außerdem nennt er sie „heilige Versammlungen“. Er sagt: „Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist ein feierlicher Sabbat, heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an ihm tun; denn es ist ein Sabbat für den Herrn, überall, wo ihr wohnt“ (3. Mose 23, 3). Gott weist auf die Heiligkeit des Sabbats und die Notwendigkeit hin, ihn als heilige Ruhe zu behandeln – erklärt aber außerdem, dass es sich um eine „heilige Versammlung“ handelt. Was bedeutet das?

Wir haben bereits erklärt, was es bedeutet, „heilig“ zu sein – von Gott für seinen eigenen Gebrauch abgesondert zu werden. Und eine „Versammlung“ ist ein Zusammenrufen von Menschen aus der Welt heraus zu einer Zusammenkunft. Gott beschreibt eine heilige Zusammenkunft heiliger Menschen, die von ihrem heiligen Gott geboten wurde!

Der Siebenten-Tags-Sabbat ist der Wochentag, den Gott selbst für seine Gläubigen vorgesehen hat, damit sie sich versammeln können – um Ihn gemeinsam zu preisen, gemeinsam zu beten und gemeinsam von seinen ordinierten Lehrern zu lernen, indem sie sein inspiriertes Wort erklären. Wenn wir uns also treffen und Gemeinschaft miteinander haben – nicht an einem Tag, der durch menschliche Traditionen oder Lehren vorgesehen ist, sondern an dem Tag, der von dem Herrn selbst als heilig abgesondert wurde – tun wir mehr, als nur Gemeinschaft miteinander zu pflegen: Wir pflegen Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und mit seinem Sohn, Jesus Christus.

Es ist kein Wunder, dass Paulus seinen hebräischen Geschwister diese Worte schrieb: „Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht“ (Hebräer 10, 24-25). Unsere Broschüre Welcher Tag ist der christliche Sabbat? erklärt im Detail, dass der Siebtenten-Tags-Sabbat die schöne Ruhe symbolisiert, die Christus bald der ganzen Welt bringen wird. Diese Ruhe naht schnell, was uns umso mehr dazu bringen sollte, uns danach zu sehnen, an diesem Tag in der heiligen Versammlung zusammenzukommen, der diese Zeit des Friedens und der Gemeinschaft mit Gott darstellt.

Für alle, die den biblischen Sabbat wirklich einhalten wollen, so wie Jesus Christus und seine treuen Nachfolger es seit fast zwei Jahrtausenden tun, sind diese Schlüssel die wesentlichen Zutaten: Hören Sie auf mit Ihrer eigenen Arbeit, halten Sie den Tag heilig und kommen Sie zur heiligen Versammlung mit dem Volk Gottes zusammen.

Die Living Church of God, Sponsor der Zeitschrift Tomorrow 's World, hat Sabbatsgemeinden auf der ganzen Welt sowie Prediger, die bereit sind, mit Ihnen zu sprechen, wenn Sie glauben, dass das Sabbathalten etwas ist, das Sie tun sollten, um enger mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus zu wandeln. Wenn Sie mit einem dieser Prediger sprechen möchten, können Sie die Kontaktinformationen nutzen, die Sie am Ende des Artikels finden. Tatsächlich empfehlen wir es Ihnen – denn wenn Sie Gottes Siebenten-Tags-Sabbat richtig einhalten, öffnet dies Ihnen die Augen für einen näheren und intimeren Weg mit Ihrem Schöpfer, als Sie je für möglich gehalten hätten.