Viele Leute haben gehört, dass David ein Mann "nach Gottes Herzen" war. Viele erkennen auch, dass wir ebenfalls versuchen sollten, Personen nach Gottes Herzen zu werden. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Wie können Sie wissen, ob Sie das sind – oder nicht sind? Was können Sie tun, um eine Person nach dem Herzen Gottes zu werden? Welche Qualitäten müssen Sie entwickeln, und weshalb ist dies eigentlich für Christen von heute von Bedeutung? In diesem Artikel wollen wir uns mit dem Thema befassen, wie man eine Person nach Gottes Herzen wird, und werden lernen, warum dies ein Thema ist, das Christen von heute verstehen müssen.

Ein wichtiges Thema

Über die Jahre hinweg wurden wir ermutigt, Gott näher zu kommen. Uns wurde auch deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass wir als Kirche enger zusammenstehen. Und in letzter Zeit wurden wir darum gebeten, Gott zu bitten, dass er mehr von seinem heiligen Geist über seiner Kirche ausschüttet. Es gibt einen bedeutsamen Faktor, der allen drei dieser wichtigen Bemühungen zugrunde liegt. Der wesentliche Grund, weshalb wir uns bemühen, Gott näher zu kommen, ist, dass wir in Gedanken, Worten und Taten Gott ähnlicher werden. Wir nähern uns Gott also, um Personen nach Gottes Herzen zu werden! Es gibt ebenfalls einen wichtigen Schlüssel, um als Kirche enger zusammenzuwachsen – ein gemeinsames Ziel zu haben (siehe 1. Korinther 1, 10). Wenn jeder von uns danach strebt, eine Person nach Gottes Herzen zu werden – nach dem strebt, was Gott wichtig ist – werden wir auch als Kirche enger zusammenstehen. Und es gibt einen bedeutenden Faktor, um mehr von Gottes heiligem Geist zu erhalten. Uns wird gesagt, dass Gott seinen Geist denjenigen gibt, "die ihm gehorchen" (Apostelgeschichte 5, 32). Wenn wir uns alle bemühen, den Geboten Gottes zu gehorchen, und wir seinen Anweisungen sorgsam Folge leisten, werden wir die Grundvoraussetzung dafür erfüllen, mehr von seinem heiligen Geist zu erhalten. Eine Person nach Gottes Herzen zu werden, ist nicht nur eine nette Idee; es ist eine essenzielle Notwendigkeit für jeden, der wirklich darauf bedacht ist, ein echter Christ zu sein und in den Fußstapfen Jesu Christi nachzufolgen!

Ursprung des Konzepts

Es ist interessant, zu bemerken, dass der Begriff "ein Mann nach Gottes Herzen" nicht seinen Ursprung bei David hat, sondern bei Saul! Zunächst wurde er nicht als Kompliment gebraucht, sondern in einer Ermahnung. Die Israeliten verlangten nach einem Menschen, der sie als König führen sollte, so wie es bei den Völkern um sie herum der Fall war. Also erwählte Gott für sie einen Mann mit beeindruckenden physischen Eigenschaften. Saul war groß, gutaussehend, aus gutem Hause und ursprünglich demütig (siehe 1. Samuel 9, 1-2; 10, 21-27). Doch als Saul anmaßend wurde und sich zunehmend Freiheiten von Gottes Anweisungen herausnahm, fiel er bei Gott in Missgunst und verlor letztlich sein Königtum (1. Samuel 13). Samuel ermahnte Saul: "Du hast töricht gehandelt und nicht gehalten das Gebot des HERRN, deines Gottes, das er dir geboten hat. [...] Nun wird dein Königtum nicht bestehen" (1. Samuel 13, 13-14). Samuel sagte zu Saul, dass er gegen einen "Mann nach [des HERRN] Herzen" ausgetauscht werden würde. Gott war es wichtig, dass derjenige, der sein erwähltes Volk anführt, eine Person war, die seinen Gesichtspunkt teilt und seine Gebote hielt. 

Gottes Anweisungen, wie Samuel einen Nachfolger für Saul auswählen sollte, sind ebenfalls lehrreich. Während er sich die Söhne Isais als potenzielle Kandidaten für den Königsthron Israels ansah, wurde ihm gesagt: "Sieh nicht an sein Aussehen und an seinen hohen Wuchs [...]. Denn nicht sieht der HERR auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an" (1. Samuel 16, 7). Obwohl David auch gutaussehend war (Vers 12), wurde er deshalb ausgewählt, weil er wichtigere Eigenschaften besaß, die Gott in einer Führungspersönlichkeit sehen wollte. Gott erwählte David, weil er erkannte: "Ich habe David gefunden, den Sohn des Isai, einem Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen tun wird" (Apostelgeschichte 13, 22 – Schlachter-Übersetzung). Jeder, der danach strebt, eine Führungskraft in Gottes Reich zu werden, muss erkennen, dass wir alle getestet werden, um zu sehen, ob wir wirklich Menschen nach Gottes Herzen sind, die seine Gebote halten werden (2. Mose 16, 4; Sprüche 17, 3; 1. Thessalonicher 2, 4). Aber welche anderen Qualitäten hatte David, die ihn zu einem Mann nach Gottes Herzen machten? Und sollten Frauen dieselben Eigenschaften entwickeln?

Davids Herz

Psalm 119 gibt uns einen eindrucksvollen Einblick in Davids Denkweise und hilft uns, zu verstehen, welche Prioritäten und Perspektiven er hatte, die ihm Gunst in Gottes Augen brachten. Die vielleicht hervorstechendste Eigenschaft Davids war, dass er Gottes Gesetz liebte und sich Zeit nahm, es zu studieren. Er schrieb: "Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse dein Wort nicht" (Psalm 119, 16), und : "Wie hab ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach" (Psalm 119, 97). Viele argumentieren, das Gesetz sei abgeschafft und dass wir nicht länger unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade! Viele nehmen sich heute kaum noch Zeit, wirklich das Wort Gottes zu studieren, oder wenn sie es studieren, dann mit der Absicht, einen Weg zu finden, seine klaren Aussagen zu umgehen. Davids Einstellung war völlig anders. Sie mögen sich vielleicht einmal selbst fragen: Wie ist meine Einstellung gegenüber dem Gesetz Gottes? Ist sie mit der Davids vergleichbar? 

David schätzte Gottes Gesetz auch, weil er dessen Bedeutung für sein persönliches Leben und für seine Aufgabe als Führungskraft verstand. Er erkannte, dass es Segnungen nach sich ziehen würde, nach den Gesetzen Gottes zu leben (Psalm 119, 1-2), dass diese ihm helfen würden, nicht zu sündigen oder Fehler zu begehen (Verse 11 und 110), dass sie ihn weiser machen würden, als seine Feinde (Vers 98) und ihm inneren Frieden geben würden (Vers 165). David erkannte, dass das Wort Gottes offenbarte Wahrheit enthält und in seiner Gesamtheit wahr ist (Psalm 119, 142.151.160). Wie sich doch seine Einstellung von denen unterscheidet, die behaupten, die Gebote seien veraltet und auf unsere heutige Zeit nicht mehr anwendbar, und die biblischen Konzepte und Anweisungen dafür, wie wir unser Leben führen sollen, hätten jeglichen Bezug zur Realität verloren. Wie sehen Sie persönlich die Gesetze Gottes? 

David war belehrbar. Er schrieb: "Lehre mich deine Gebote... . Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz... . Lass mich verstehen den Weg deiner Befehle... . Unterweise mich, dass ich bewahre dein Gesetz" (Psalm 119, 12, 18, 27, 34). Was für eine wunderbare Einstellung und was für ein Gegensatz zu der heute vorherrschenden Meinung, "wir brauchen keine Kirche und keine Prediger, um uns zu belehren; wir können das selbst." David war auch reuevoll (Psalm 51). Er war bereit, seine Fehler zuzugeben, ohne endlose Ausreden abzugeben oder anderen die Schuld an seinen Fehlern oder Problemen zu geben. Trotz der Herausforderungen, denen sich David in seinem Leben gegenüber sah, blieb seine Einstellung positiv und er war ständig darauf bedacht, Gottes Plan und Absichten umzusetzen, auch in schwierigen Zeiten. Beachten Sie sein Gebet: "Entsündige mich mit Ysop... . Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe... . Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren" (Psalm 51, 9-15). Diese Einstellungen machten David zu einem Mann nach Gottes Herzen. Haben Sie dieselbe Einstellung? Könnten Sie diese Einstellung entwickeln?

Jesu Beispiel

Jesus Christus war offensichtlich ein Mann nach Gottes Herzen. Er sagte deutlich: "Ich und der Vater sind eins" (Johannes 10, 30; 17, 11.20-24). Er hatte dieselben Perspektiven und Ansichten, wie der Vater. Sie lagen auf der selben Wellenlänge. Wie anders dies doch ist, als Kommentare von heute, die verlauten lassen: "Ich weiß, was die Bibel sagt (oder was die Kirche lehrt), aber so denke ich darüber." Jesus vertrat nicht seine eigenen Ideen und Theorien. Er sagte: "Was ich von ihm [dem Vater] gehört habe, das rede ich zu der Welt... . Ihr [werdet] erkennen, dass ich [...] nichts von mir selber tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich [...] ich tue allezeit, was ihm gefällt" (Johannes 8, 26-29). Diese Einstellung ist die Grundlage wahrer Einheit und Harmonie. Auf diese Weise gibt es keinen Raum für Spaltungen. Diejenigen, die sich bemühen, eine solche Einstellung zu entwickeln, sind Menschen nach Gottes Herzen. 

Wir können aus einer Vielzahl von Situationen erkennen, dass Jesus auch demütig und gehorsam war. Er hatte kein Problem damit, eine untergeordnete Position einzunehmen. Er war seinen physischen Eltern untergeordnet (Lukas 2, 51), entsprechend dem Gebot (2. Mose 20, 12). Er war seinem himmlischen Vater untergeordnet und strebte danach, dessen Willen zu erfüllen (Matthäus 26, 39; Johannes 5, 30; 6, 38). Er war kein Individualist, der darauf bestand, Dinge auf seine Weise zu erledigen. Er zeigte sich tief beeindruckt von einem römischen Offizier und dessen Respekt vor Autorität (Lukas 7, 1-10). Welch ein Unterschied zu der heute in Kirche und Gesellschaft vorherrschenden Haltung. Jesus hätte kein Problem mit den Anweisungen im Neuen Testament, nach denen sich Frauen ihren Ehemännern unterordnen sollen, Kinder ihren Eltern gehorchen sollen, Diener ihre Dienstherren respektieren sollen (Epheser 5, 21 – 6, 9; 1. Petrus Kapitel 2-3), dass Kirchenmitglieder ihre Kirchenführung respektieren sollen (1. Thessalonicher 5, 12-13), oder dass Älteste ihrer Gemeinde ein Vorbild sein sollen (1. Petrus 5, 1-5) – und zwar deshalb, weil erwusste, wie es ist, sich in diesen Situationen zu befinden! 

Doch Jesus besaß noch weitere Qualitäten, die ihn zu einem Mann nach Gottes Herzen machten. Jesus hatte Mitgefühl (Matthäus 9, 36; Markus 8, 2), was auch eine Eigenschaft des Vaters ist (Psalm 86, 15). Er heilte Menschen, weil er um andere besorgt war. Jesus weinte wegen Jerusalem, weil er die Bedrängnis kannte, die die Zukunft für seine Landsleute vorsah (siehe Matthäus 23, 37; Lukas 19, 41-44). Jesus war auch zielorientiert. Er kannte und verstand den Plan Gottes und seine Rolle in diesem Plan. Von Jugend auf wusste er, dass er die Absichten seines Vaters umsetzen musste (Lukas 2, 49). Während seines Wirkens blieb er auf dieses Ziel konzentriert und erhielt sich ein Bewusstsein für dessen Dringlichkeit (Johannes 4, 34; 9, 4). Jesus war ebenfalls ausdauernd. Er gab nicht auf, wenn die Dinge schwierig wurden! Im Angesicht seiner bevorstehenden Kreuzigung entschloss er sich, den Weg zu Ende zu gehen (Matthäus 26, 39), und gegen Ende seines Wirkens auf Erden konnte er so zu seinem Vater sagen: "Ich habe [...] das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue" (Johannes 17, 4). Jesus erfüllte seine Verpflichtungen, er blieb auf Kurs und vollendete den Lauf, weil er ein Mann nach Gottes Herzen war. Unser Ziel muss es sein, das selbe zu tun.

Menschen nach Gottes Herzen

Aber die Geschichte ist mit David und Jesus noch nicht beendet. Das Alte Testament beschreibt einige Personen, die viele derselben Eigenschaften besaßen, die sie zu Personen nach Gottes Herzen machten. Abraham wird "ein Freund Gottes" genannt, weil er Gott glaubte und gehorchte (2. Chronik 20, 7; Jakobus 2, 23). Gott segnete Abraham wegen seines Gehorsams und seiner Bemühungen, seinen Haushalt in den Wegen des HERRN zu führen (1. Mose 18, 17-19). Mose war ein mächtiges Instrument in Gottes Hand, weil er, obwohl er als Sohn des Pharaos von Ägypten aufwuchs, "ein sehr demütiger [belehrbarer] Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden" war (4. Mose 12, 3). Hanna, Samuels Mutter, wird als gerechte Frau dargestellt, weil sie Gott ihr Herz ausschüttete und daran glaubte, dass Gott ihr Bitten erhören werde (1. Samuel Kapitel 1). Als ihre Bitte nach einem Sohn erhört worden war, gab sie diesen Sohn in selbstloser Weise Gott zurück und pries Gott mit einem Gebet, das wie ein Psalm Davids klingt (1. Samuel Kapitel 2). Daniel und seine Freunde Schadrach, Meschach und Abed-Nego werden erwähnt wegen ihres Gehorsams gegenüber Gott und ihrer Entschlossenheit, auch unter Androhung der Todesstrafe keine Kompromisse mit Gottes Gesetzen einzugehen (vgl. Daniel Kapitel 1, 3 und 6). 

Das Neue Testament nennt auch eine Reihe von Menschen, die Personen nach Gottes Herz waren. Zacharias und Elisabeth, die Eltern von Johannes, dem Täufer, "waren [...] alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig" (Lukas 1, 6). Sie müssen sehr fähige und engagierte Eltern gewesen sein, weil Jesus über ihren Sohn sagte: "Unter allen, die von einer Frau geboren sind, ist keiner aufgetreten, der größer ist als Johannes der Täufer" (Matthäus 11, 11). Maria, der Mutter Jesu wurde durch einen Engel gesagt: "Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! [...] Du hast Gnade bei Gott gefunden" (Lukas 1, 28-30). Wir fangen an, zu verstehen, warum sie Gnade bei Gott gefunden hat, wenn wir ihr Gebet lesen (Lukas 1, 47-55). Maria kannte die Schriften. Ihr Gebet zitiert 12 verschiedene Schriftstellen des Alten Testaments. Maria war keine oberflächliche Person, sondern sie dachte eingehend über das nach, was sie hörte und sah, und sie war bereit, zu warten und den Willen Gottes zu sehen (Lukas 2, 19.51). Eine andere Maria, die Schwester Martas, wurde von Jesus gelobt, weil sie nicht zuließ, dass ihre alltäglichen Pflichten sie von den wichtigeren, geistlichen Belangen abhielten. Weil sich Maria auf das konzentrierte, was wichtig für Gott war, sagte Jesus: "Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden" (Lukas 10, 38-42). 

Petrus, Jakobus, Johannes, Paulus und die anderen Apostel und Jünger dürften auch Personen nach Gottes Herz gewesen sein, denn sie wurden erwählt und dazu verwendet, die neutestamentliche Kirche zu errichten. Jesus betete zu Gott für seine erwählten Jünger, "dass sie eins seien wie wir" (Johannes 17, 11). Jesu Gebet schloss auch diejenigen ein, die heute berufen sind: "Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an michglauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir" (Johannes 17, 20-21). Es ist Gottes Wunsch, dass wir Personen nach seinem Herzen werden (siehe 5. Mose 10, 12-13; Jesaja 66, 2).

Sieben grundlegende Qualitäten

Aber was sollen wir tun, um Personen nach Gottes Herzen zu werden? Zusammenfassend müssen wir, wie wir gesehen haben:

  1. Eine Liebe zu Gottes Gesetz entwickeln. Zeit damit verbringen, die Gesetze Gottes zu studieren und zu lernen, sie anzuwenden (2. Timotheus 2, 15). David erfreute sich daran, von Gottes Wort zu lernen, weil er wusste, wie wichtig es ist, um ein erfolgreiches und bedeutungsvolles Leben zu führen. Wir tun, woran wir Freude haben. Haben Sie Freude daran, von Gottes Wort belehrt zu werden? Gottes Wort tief in uns aufzunehmen, wird uns helfen, Menschen nach Gottes Herzen zu werden.

  2. Regelmäßig beten, fasten und meditieren. David und Daniel beteten mindestens dreimal täglich (Psalm 55, 17; Daniel 6, 10). Jesus betete regelmäßig und über eine längere Zeit im Bezug auf wichtige Angelegenheiten (Markus 1, 35; Lukas 6, 12-13). Fasten hilft uns, demütig zu bleiben und erinnert uns daran, wie schwach wir eigentlich sind, und wie sehr wir nicht nur physische Nahrung benötigen, sondern ebenso geistliche Nahrung, die von Gott kommt.

  3. Entschlossen sein, Gott zu gehorchen, und dabei Widerstände erwarten. Abraham, Daniel, Jesus Christus und andere wurden belohnt für ihre Entschlossenheit, Gottes Gesetzen zu folgen, und keine Kompromisse mit der Wahrheit, die sie verstanden, einzugehen. Die Schrift sagt, dass Gott seinen Geist über diejenigen ausschüttet, die ihm gehorchen (Apostelgeschichte 5, 32). Gottes Geist ermöglicht uns, Menschen nach Gottes Herzen zu werden.

  4. Wirkliches Mitgefühl für andere entwickeln und bereit sein, dabei Leiden auf sich zu nehmen. Jesus Christus kam auf diese Erde, um für die Menschheit zu leiden und zu sterben, weil er die Menschen, die in Gottes Ebenbild erschaffen sind, liebt (Johannes 3, 16). Um in Gottes Reich effektive Herrscher zu sein, müssen wir die Bedürfnisse und Gefühle derer verstehen, denen wir dienen sollen. Gott sorgt sich um andere – und wir müssen es auch.

  5. Lernen, zu vergeben. Gott ist zwar gerecht, aber er vergibt auch (Psalm 103, 3). Jesus ermahnte seine Jünger, dass jemand, der Vergebung erhalten will, auch selbst vergeben muss (Matthäus 6, 14-15). Vergebung beinhaltet nicht nur das Ablegen vergangener Gefühlsverletzungen, sondern auch die Bereitschaft zur Versöhnung und zum Wiederaufbau der Beziehungen. Wenn wir dies lernen, werden wir Personen nach Gottes Herzen werden.

  6. Die Augen auf das "übergeordnete Ganze" richten. Jesu Wirken konzentrierte sich auf das Predigen des Evangeliums vom Reich Gottes (Markus 1, 14-15; Lutherbibel 1912), auf das Aussprechen einer Warnung an die Welt vor einem kommenden Gericht (Markus 13) und auf das Weiden der Herde Gottes (Johannes 21, 15-17). Die Apostel setzten dieses Werk fort (Matthäus 10, 7-8; Apostelgeschichte 28, 23-31). Und wir haben heute dieselbe Aufgabe (Matthäus 10, 23; 28, 19-20). Eine Person nach Gottes Herzen wird sich auf dieselben Ziele konzentrieren.

  7. Niemals aufgeben! Jesus vollendete das Werk, das ihm übertragen wurde. Er warnte auch: "Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes" (Lukas 9, 62). Indem wir lernen, unsere Verpflichtungen zu erfüllen und durchzuhalten, wenn die Zeiten schwieriger werden, werden wir Menschen nach Gottes Herzen.

Als Christen sind wir dazu berufen, in den Fußstapfen Jesu Christi nachzufolgen und zu lernen, nach einem jeden Wort Gottes zu leben. Jesus lag auf der gleichen Wellenlänge, wie sein Vater. Er war ein Mann nach Gottes Herzen. Die Beispiele von Abraham, Moses, David, Hanna und vielen anderen sind in der Bibel festgehalten, damit wir Vorbilder haben, denen wir nacheifern können. Wir müssen von diesen Vorbildern lernen und uns bemühen, Menschen nach Gottes Herzen zu werden, damit wir eines Tages in seinem Reich sein werden – denn dies ist der wahre Zweck der menschlichen Existenz.


PGH, November 2001
© 2001 Living Church of God
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Englischer Titel: Are You a Person After Gods Own Heart?
Diese Broschüre darf nicht verkauft werden!
Sie wird von der Living Church of God kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Biblische Verweise und Zitate sind, soweit nicht anders angegeben,
der revidierten Lutherbibel 1984 entnommen.
© 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart