Unsere Welt verändert sich so schnell, dass es allzu leicht ist, sich in Kleinigkeiten zu verlieren und die großen Trends zu übersehen. Und das wirft eine entscheidende Frage auf: Welche großen Trends sollten wir beobachten? Wie trennen wir die Spreu vom Weizen? Und auf welche Quelle können wir uns stützen, um diese Trends zu erklären?
Die meisten Menschen gehen durchs Leben, getrieben von einem Ereignis nach dem anderen, ohne wenig Verständnis für das große Ganze. Das ist verständlich, denn nur wenige wissen, wo sie suchen müssen, um herauszufinden, wohin sich ihre Welt entwickelt. Historisch gesehen haben Weltausstellungen uns die Zukunft der Technologie und moderner Entwicklungen gezeigt, obwohl diese von großen Messen, die sich auf bestimmte Technologien oder Themen konzentrieren, wie der Detroit Auto Show und der Las Vegas Consumer Electronics Show, etwas überschattet wurden.
Eine Herausforderung für die Menschheit
Gott stellt durch die Seiten der Bibel folgende Herausforderung:
Bringt eure Sache vor, spricht der Herr; sagt an, womit ihr euch verteidigen wollt, spricht der König in Jakob. Sie sollen herzutreten und uns verkündigen, was kommen wird. Verkündigt es doch, was früher geweissagt wurde, damit wir darauf achten! Oder lasst uns hören, was kommen wird, damit wir merken, dass es eintrifft! Verkündigt uns, was hernach kommen wird, damit wir erkennen, dass ihr Götter seid! Wohlan, tut Gutes oder tut Schaden, damit wir uns verwundern und erschrecken! (Jesaja 41, 21-23).
Die Herausforderung geht ein paar Kapitel später weiter. „Gedenkt des Vorigen von alters her, denn ich bin Gott, und sonst keiner, ein Gott, dem nichts gleicht, der ich zuvor verkündige, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist, und der ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich“ (Jesaja 46, 9-10).
Sind diese Worte nicht mehr als das Prahlen eines alten Autors, der vorgibt, für Gott zu sprechen? Oder steckt mehr dahinter? Können solche kühnen Behauptungen belegt werden? Gibt es einen lebendigen Gott, der das Ende von Anfang an beschreiben kann und es auch tut? Oder sind biblische Prophezeiungen, die vor Tausenden von Jahren aufgezeichnet wurden – und sich selbst während Sie dies lesen bewahrheiten – von Menschen im Altertum „glücklich geraten worden“? Es lässt sich nicht leugnen, dass die Menschheit große Intelligenz in bestimmten physischen Leistungen gezeigt hat – aber keines unserer Werke kommt an das heran, was Gott getan hat.
Das große Ganze
Wenn Gott den Menschen herausfordert, im Grunde hinzunehmen oder zu schweigen – oder ebenfalls zu „verkündigen, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist“, offenbart er, dass es überhaupt keinen Wettstreit zwischen dem Geschaffenen und dem Schöpfer gibt. Wer außer Gott, unserem Schöpfer, hätte vor Tausenden von Jahren die Bedingungen und Ereignisse vorhersehen können, die wir heute in den Nachrichten sehen? Betrachten Sie diese bemerkenswerten Beispiele:
• Die Juden in den letzten Tagen wären eine wilde, löwenartige Militärmacht, die man besser nicht erregt (1. Mose 49, 1.9; Sacharja 12, 6).
• Es würde zum Zeitpunkt des Endes eine Transport- und Wissensexplosion geben (Daniel 12, 4).
• Es gäbe einen jüdischen Staat unter Kontrolle über Jerusalem, die Juden in Jerusalem wären von Feinden auf allen Seiten umgeben, und Jerusalem wäre eine geteilte Stadt (Sacharia 12; 14).
• Es würde der Menschheit möglich sein, alles Leben vom Planeten Erde zu vernichten (Matthäus 24, 21-22).
• Wir hätten die Technologie für sofortige weltweite Kommunikation (Offenbarung 11 ,3.7-11).
Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung dieser Prophezeiungen! Denken Sie daran, dass es von dem Zeitpunkt, als Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. fiel, bis 1948 keinen jüdischen Staat gab – und die Juden kontrollierten bis zum Sechstagekrieg 1967 nicht ganz Jerusalem. Wer hätte gedacht, dass all diese Bedingungen genau zu diesem Zeitpunkt zusammenpassen? Obwohl es im Jahr 70 n. Chr. einen Vorläufer oder „Typus“ für Juden in Jerusalem gab, wird jede der oben aufgeführten Prophezeiungen eindeutig als „in künftigen Zeiten“, in der „letzten Zeit“, am „Tag des Herrn“, zur Zeit „des Kommens [Christi]“ am „Ende der Welt“ stattfindend bezeichnet (1. Mose 49, 1; Daniel 12, 4; Sacharia 14, 1; Matthäus 24, 3).
In Offenbarung 11 wird uns gesagt, dass zwei Zeugen am Ende dreieinhalb Jahre lang prophezeien werden – kurz bevor Christus wiederkehrt, und die ganze Welt ihre Warnungen und Urteile hören wird. Wenn diese Zeugen schließlich getötet werden, wird die ganze Welt sich freuen und einander Geschenke schicken. Ohne die Art von Kommunikationssystemen, die wir heute besitzen – wie könnte die ganze Welt von ihrem Tod erfahren und ihre Leichname innerhalb einer Zeit von nur drei Tagen sehen?
Um das große Ganze der Prophezeiung vollständig zu erfassen, gibt es zwei wichtige Orte, die wir im weiteren Auge behalten sollten: den Nahen Osten mit Fokus auf Jerusalem und Europa mit Schwerpunkt auf Deutschland. Es gibt weitere Trends, die man beobachten sollte, aber dieser Artikel konzentriert sich auf diese beiden wichtigen. Die Bibel widmet dem Nahen Osten und Europa besondere Aufmerksamkeit, daher sollten wir selbst auch darauf achten. Die Bibel ermahnt uns, wachsam zu sein, zu beobachten, während wir uns dem Höhepunkt des Zeitalters nähern (Matthäus 24, 42; 25, 13; Markus 13, 35.37).
Beobachten Sie den Nahen Osten und Jerusalem
Wir haben bereits gesehen, dass es am Ende (und jetzt gibt es dies!) einen jüdischen Staat geben würde, der Jerusalem kontrolliert – und, wie die Bibel vorhergesagt hat, ist es wirklich eine starke militärische Macht, die besser nicht erzürnt wird. Dies gilt für den jüdischen Staat seit seiner Gründung im Jahr 1948. Immer wieder, wenn seine Feinde den Löwen provozieren, reißt der Löwe sie in Stücke. Aber so wird es keineswegs enden.
Jerusalem ist eindeutig der Mittelpunkt der Ereignisse, die wir beobachten müssen. Auch wenn der jüdische Staat im Moment mächtig erscheint, wird der Löwe irgendwann in naher Zukunft gestürzt werden: „Siehe, es kommt für den Herrn der Tag, dass man in deiner Mitte austeilen wird, was man dir geraubt hat. Denn ich werde alle Völker sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und die Stadt wird erobert, die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden“ (Sacharia 14,1-2). Dies wird zur Rückkehr von Jesus, dem Messias, führen (Verse 3-4.9). Wie genau Judas Niedergang erfolgen wird, ist derzeit nicht vollständig bekannt, aber die Bibel gibt uns Hinweise:
Judas Fürsten sind wie Leute geworden, welche die Grenzsteine verrücken: über sie lasse ich meinen Zorn sich ergießen wie Wasser. Unterdrückt ist Ephraim, zerschlagen vom Strafgericht, weil es ihm beliebte, hinter dem Nichtigen herzulaufen. Ich aber bin für Ephraim wie die Motte gewesen und für das Haus Juda wie Wurmfraß. Als nun Ephraim seine Krankheit erkannte und Juda seine eiternde Wunde, da wandte Ephraim sich an Assyrien, und das Reich Juda sandte zum Großkönig; der aber vermag euch nicht gesund zu machen und wird eure eiternde Wunde nicht heilen; denn ich trete gegen Ephraim auf wie ein Löwe und gegen das Haus Juda wie ein junger Leu: ich, ich zerreiße und gehe davon, trage hinweg, ohne daß jemand Rettung bringen kann (Hosea 5, 10-14; Menge-Bibel).
In dieser Prophezeiung steckt viel. Beachten Sie, dass hier zwei Völker erwähnt werden: Juda und Ephraim. Wenn die Bibel von Juda spricht, bezieht sie sich auf die Juden, aber Ephraim spricht von einer völlig anderen Gruppe von Völkern. Die meisten Menschen denken, alle Israeliten seien Juden, aber das ist ein kolossaler Fehler im Verständnis. Jakob – Abrahams Enkel, dessen Name in Israel geändert wurde – hatte zwölf Söhne. Einer der zwölf war Juda – von dem die Juden stammten. Ein weiterer war Judas Bruder Josef. Josef hatte zwei Söhne: Manasse, den Älteren, und Ephraim, den Jüngeren. Israel adoptierte Josefs zwei Söhne und legte seinen Namen auf sie:
Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manasse der Erstgeborene war. Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag, der Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne die Knaben, dass durch sie mein und meiner Väter Abraham und Isaak Name fortlebe, dass sie wachsen und viel werden auf Erden (1. Mose 48, 14-16).
Das ist von entscheidender Bedeutung! Das Verständnis des Unterschieds zwischen den Söhnen Israels ist der Schlüssel, um zu erkennen, was in unserer Welt geschieht und was in naher Zukunft zu erwarten ist! Warum wird die Bedeutung dessen im Mainstream-„Christentum“ nicht gelehrt?
Wir haben bereits einige der Verheißungen an die Juden „in den letzten Tagen“ gesehen (1. Mose 49, 1.9). Sie hätten einen löwenähnlichen jüdischen Staat, der besser nicht erregt wird, und wir können sehen, dass diese Prophezeiung in den letzten über 75 Jahren erfüllt wurde. Aber was ist mit den Prophezeiungen von Judas elf Brüdern? Da die Prophezeiung in 1. Mose 49 für „die letzten Tage“ gilt, müssen auch ihre Nachkommen heute irgendwo auf der Erde lebendig und wohlauf sein! Ein besseres Verständnis für dieses Thema erlangen Sie, indem Sie ein kostenloses Exemplar unserer aufschlussreichen Broschüre Was bringt die Zukunft für Amerika und Großbritannien? bestellen. Sie erklärt die einzigartige Beziehung, die wir zwischen diesen beiden Ländern und den Juden sehen – und noch viel mehr über den aktuellen Zustand unserer Welt.
Aber zurück zu Hoseas Prophezeiung. Sie sagt uns, dass Ephraim – nicht die Juden – seine Krankheit sieht und Juda seine Wunde. Krankheit kommt von innen, aber eine Wunde kommt von außen. Prophezeiungen Ephraims repräsentieren manchmal die zehn Stämme des nördlichen Hauses Israels, da Ephraim zeitweise der Anführer dieser Stämme war. Der Untergang des endzeitlichen Hauses Israel kommt von innen, bevor es besiegt wird. Daher sollten wir erwarten, dass der allgegenwärtige moralische Niedergang – und die katastrophalen Folgen dieser Degeneration – für die von den Briten und Amerikanern abstammenden Völker fortgesetzt werden.
Doch Juda erleidet eine Wunde – etwas Dramatisches, das von außen kommt. Was für eine Wunde wird es sein? Wird es eine „schmutzige Bombe“ sein, eine Atombombe, die in eine Großstadt wie Tel Aviv gestartet oder geschmuggelt wird, oder etwas, das wir uns jetzt nicht mehr vorstellen können? Die Bibel sagt es nicht, aber es wird ein schwerer Schlag sein, wenn es passiert. Ob diese Wunde nun der Anstoß dafür sein wird, dass Tieropfer in Jerusalem wieder beginnen, oder ob sie aus einem anderen Grund eingesetzt werden, können Sie sicher sein, dass sie beginnen werden, denn es wird prophezeit, dass sie gestoppt werden. Sie können nicht gestoppt werden, wenn sie nicht zuerst begonnen werden (Daniel 12, 1.11).
Beobachten Sie Europa und Deutschland
Es gibt noch einen weiteren Bereich der Welt, den man beobachten muss – einen, der letztlich schwerwiegende Auswirkungen auf den Nahen Osten und Israel haben wird. Wir sahen, dass Hosea uns erzählt, dass Ephraim sich in seiner Krankheit an Assyrien – also das heutige Deutschland – wendet. Es gab eine frühere Erfüllung davon, und es wird auch eine Endzeit-Erfüllung geben. Wir sehen, dass diese Unruhe im Nahen Osten weitergehen wird, mit einer Konföderation von Nationen, die sich gegen die Juden verbündet und mit einer von Deutschland geführten Macht in Europa verbunden sind (Psalm 83, 1-8; Daniel 11, 41-45). Achten Sie darauf, wenn Europa sich stärker im Nahen Osten und im Staat Israel engagiert.
Die Welt von Morgen hat seit vielen Jahrzehnten verkündet, dass Deutschland wieder zu einer großen Militärmacht aufsteigen würde. Wir sagten das, als praktisch niemand sonst es kommen sah oder daran glaubte – nicht, weil wir intelligenter sind als alle anderen oder eine geheime Quelle haben, sondern einfach, weil wir der Bibel glauben.
Präsident Donald Trump war nicht der erste US-Präsident, der Druck auf NATO-Staaten, insbesondere Deutschland, ausübte, ihre vereinbarten 2 Prozent des BIP für militärische Verteidigung auszugeben. Sie erinnern sich vielleicht daran, dass seine Drohung, die USA aus der NATO zurückzuziehen, während seiner ersten Amtszeit für Aufsehen sorgte. Doch der Krieg in der Ukraine war der Auslöser, der eine bemerkenswerte und plötzliche Veränderung des deutschen und europäischen Denkens herbeiführte.
Wie damals berichtet wurde: „Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Regierung haben eine Revolution in Deutschlands Außenpolitik vollzogen und innerhalb weniger Tage die veralteten Annahmen von Berlins Träumen nach dem Kalten Krieg verworfen.... Jahrzehnte deutscher Tabus und Sensibilitäten wurden unter dem Applaus der etablierten Parteien und den pro-ukrainischen Gesängen von über einer halben Million Demonstranten im Zentrum Berlins aufgelöst“ („Putin hat versehentlich eine Revolution in Deutschland ausgelöst“, Foreign Policy, 27. Februar 2022).
Die BBC berichtete ähnlich: „Innerhalb weniger Tage ist es Wladimir Putin gelungen, das zu erreichen, was Nato-Verbündete jahrelang zu erreichen versucht haben: eine massive Erhöhung der Militärausgaben in Deutschland. Dies ist wohl einer der größten Wandel, die je in Deutschlands Nachkriegsaußenpolitik zu sehen waren“ („Ukraine-Konflikt: Putins Krieg führt zu dramatischer deutscher Kehrtwende“, 27. Februar 2022).
Damals gab es Zusagen, etwa 2 Prozent des BIP auszugeben, aber das ist auf satte 5 Prozent gestiegen. Deutschland und Europa bauen eine bedeutende Kriegsmaschinerie auf, vorgeblich zur Verteidigung, aber die Bibel zeigt, dass sie schließlich über die Verteidigung hinausgehen und offensiv eingesetzt werden wird. Scholz nannte dies eine Zeitenwende – einen dramatischen und historischen Wendepunkt.
Dieser Wendepunkt tritt weder allein in Deutschland ein, noch endet er bei militärischen Bewaffnungen. Beachten Sie diesen ernüchternden Bericht über den sich beschleunigenden Bereitschaftszustand der Gesundheitsbranche in Osteuropa:
Alle NATO-Länder an der östlichen Flanke überarbeiten die Krisenreaktionsprotokolle für Gesundheitseinrichtungen, organisieren Übungen, investieren in ballistische Helme und Westen und verlagern Operationssäle unter die Erde. Seit dem Konflikt in der Ukraine wurde die Illusion zerstört, dass Europa vor Krieg sicher sei. „Es ist nicht eine Frage, ob [Russland] angreifen wird“, sagte Ragnar Vaiknemets, stellvertretender Generaldirektor des estnischen Gesundheitsrats, das die Vorbereitung auf Krisen von Pandemien bis Krieg überwacht. „Es ist eine Frage des wann“. … Für Länder im Osten der NATO ist die Kriegsbereitschaft nicht optional – sie ist dringend („Europas Grenzländer bereiten ihre Krankenhäuser auf den Krieg vor“, Politico, 16. Juni 2025).
Die Generation des Ersten Weltkriegs existiert nicht mehr, und nur wenige leben noch, die sich an den Zweiten Weltkrieg erinnern. Für diejenigen, die in Nordamerika leben, erscheint die Realität, dass ein weiterer europäischer Konflikt zu einem weltweiten Konflikt ausbricht, fern. Die meisten heute hatten eine Einstellung, wie so viele vor dem Ersten Weltkrieg. Wie der außenpolitische Wissenschaftler Robert Kagan in The Jungle Grows Back schrieb, glaubten die Menschen der Generation des Ersten Weltkriegs, dass die Großmächte der Welt „jene Entwicklungsphase hinter sich gelassen hätten“, in der militärische Eroberungen für jede Nation von erheblichem Nutzen wären. Diejenigen, die diese Meinung vertraten, „konnten sich nicht vorstellen, dass die weltweit führenden Handelsmächte, die in der modernen Weltwirtschaft so voneinander abhängig sind, einen Krieg für so primitive Ziele wie Territorium und militärische Vorherrschaft führen würden, dass sie nicht von rationalen Interessenberechnungen, sondern von Angst, Stolz und Ehrgeiz inspiriert werden würden, und dass der Krieg die begeisterte Unterstützung ihres Volkes genießen würde, angetrieben von Nationalismus und Tribalismus“ (2018, Seiten 16-17).
Wie schnell sich die Dinge verändert haben – und wie schnell sie sich wieder ändern. Heute hören wir wissende Stimmen in Europa, die sich auf den Kriegsbeginn in nur vier Jahren vorbereiten, und fast ein Jahr ist vergangen, seit eine wissende Stimme diese Worte sprach: „‘Wir werden von Russland bedroht. Wir werden von Putin bedroht. Wir müssen tun, was nötig ist, um das abzuwenden', sagt General Carsten Breuer. Er warnt, dass die Nato bereits in vier Jahren auf einen möglichen Angriff vorbereitet sein sollte.... 'Und je eher wir vorbereitet sind, desto besser'“ („Deutschland beschließt, die Geschichte hinter sich zu lassen und sich auf den Krieg vorzubereiten“, BBC.com, 31. März 2025).
Im Juni 2025 wurde die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zur Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewählt. Trotz Russlands Forderung nach geheimer Abstimmung wurde Frau Baerbock mit einer überwältigenden Mehrheit von 167 Stimmen gewählt. Mit ihrem Amtsantritt im vergangenen September ist sie wohl die prominenteste Führungspersönlichkeit, die diese Rolle in den letzten Jahrzehnten bekleidet hat, und ihre Wahl ist ein bedeutender Sieg sowohl für Deutschland als auch für die EU.
Deutschlands Präsenz und Einfluss wachsen eindeutig weltweit. Kurz bevor Frau Baerbock gewählt wurde, entsandte das Land 5.000 Soldaten nach Litauen – Deutschlands erster dauerhafter Auslandseinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg („Merz begrüßt 'neue Ära' für das deutsche Militär beim Brigadestart“, Deutsche Welle, 22. Mai 2025). Etwa zur gleichen Zeit unterzeichnete Deutschland ein Verteidigungsabkommen mit den Philippinen, schloss ein weiteres Abkommen mit Singapur zur Bereitstellung von U-Booten ab und verpflichtete sich, seine Beziehungen zu Nigeria zum zukünftigen gegenseitigen Vorteil zu stärken („Deutschland, Philippinen unterzeichnen Verteidigungsabkommen“, Reuters, 14. Mai 2025; „Singapur bestellt zwei weitere Typ-218SG-U-Boote bei TKMS,“ NavalNews.com, 8. Mai 2025; „Deutschland, Nigeria vertieft die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Migration“, Deutsche Welle, 22. Mai 2025).
Unsere Broschüre Das Tier der Offenbarung: Mythos, Metapher oder schon bald Realität? erklärt, wie eine mächtige wirtschaftliche und militärische Macht im Herzen Europas am Ende des Zeitalters entstehen wird, wenn zehn „Könige“ oder Staatsführer „für eine Stunde Macht empfangen zusammen mit dem Tier“ (Offenbarung 17, 11-13). Achten Sie darauf, wenn das passiert – und erinnern Sie sich, wo Sie das gelernt haben!
Keine gerade Linie
Für die Nationen in Europa und dem Nahen Osten wird es Höhen und Tiefen geben. Lassen Sie sich nicht von Friedensgesprächen oder gar von Friedensabkommen täuschen. Während wir uns alle nach Frieden sehnen und alle wahren Christen Frieden anstreben, wird ein dauerhafter Frieden erst mit der Rückkehr des Friede-Fürsten – Jesus Christus – kommen (Jesaja 9, 6).
Gott sagt uns – und die Geschichte beweist: „Sie [die Menschheit] kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der kennt keinen Frieden“ (Jesaja 59, 8). Paulus wiederholte dies in Römer 3, 17 und erklärte, warum der Weg des Friedens nicht bekannt ist: „Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen“ (Vers 18).
Und warum wird Christus zurückkehren? Um die Menschheit vor dem Aussterben zu retten, wie Sie selbst in Matthäus 24, 21-22 lesen können. Darüber hinaus prophezeit die Schrift, dass Menschen irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft fälschlicherweise glauben werden, dass endlich Frieden gekommen ist – daher dürfen wir uns nicht von kurzlebigen Friedensverträgen täuschen lassen. „Von den Zeiten aber und Stunden, Brüder und Schwestern, ist es nicht nötig, euch zu schreiben; denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: »Friede und Sicherheit«, dann überfällt sie schnell das Verderben wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entrinnen“ (1. Thessalonicher 5, 1-3).
Wir leben in gefährlichen Zeiten. Friedensabkommen werden sicherlich geschlossen werden – aber leider werden sie gebrochen. Niemand will, dass das passiert, aber die Bibel bezeugt es – und die gesamte Geschichte der Menschheit bezeugt die Wahrhaftigkeit der Schrift.
Beobachten Sie also den Nahen Osten, besonders in Bezug auf die Juden und Jerusalem, und beobachten Sie, was in Deutschland und in ganz Europa geschieht. Wenn man sieht, wie zehn europäische Nationen oder Führer ihre Macht an einen charismatischen politischen Führer abgeben, der mit einem charismatischen religiösen Führer verbündet ist, weiß man, dass jeder Frieden, der zu dieser Zeit herrscht, in die größte Zeit der Unruhen eskalieren wird, die die Welt je erlebt hat. Wir alle werden gut daran tun, Jesu Warnung zu beherzigen:
Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick. Denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn. (Lukas 21, 34-36).


